Beiträge von Chris

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    2 Mann an den Pfosten, 3 Spieler am Fünfer von Pfosten zu Pfosten, 2 Spieler am Elfer in den Lücken der 3er-Kette, 2 Spieler am Sechzehner (dann kriegt man so ein Tor wie ManU eher nicht). 1 Spieler an der Strafraumkante, wo der Eckball ausgeführt wird.


    Wird die Ecke klar erkennbar lang geschlagen, verlässt der letztgenannte Spieler die Strafraumkante, löst einen der Spieler an der 16-Meter-Linie ab, der daraufhin 15 Meter weiter nach vorne rückt.


    Wird die Ecke kurz gespielt, rückt einer der beiden Spieler an der 16-Meter-Linie nach außen, um den Spieler zu unterstützen, der sich aufgrund der kurzen Ecke einem 1:2 gegenüber sieht.


    Das ist sehr defensiv, aber ich hasse sinnlose Eckball-Gegentore...


    Wenn der eigene Torwart in der Luft sehr gut ist, könnte man noch einen Mann aus der Dreierkette am Fünfer abziehen und weiter vorne, außerhalb des Strafraums platzieren.

    Günter:


    Genau, wie Pietro es sagt - du kannst doch nicht zwei Beispiele der Viererkette heranziehen, in der die Trainer sie selber nicht verstanden haben oder falsch vermittelt haben - um daraus abzuleiten, dass das System nicht gut ist.
    In deinen Spielen wird das ballorientierte Verteidigen eben genau falsch gespielt.

    Rosario: Ich sehe viele Dinge anders als du. Ich finde, dass du in einigen Dingen unmögliche Ansichten hast. Aber ich finde auch, dass du absolut eine Bereicherung für dieses Forum bist, weil du genau das machst, was du gerade beschrieben hast. Du bist offen und ehrlich und verschweigst gewisse Dinge nicht, die du oder deine Mannschaft machen. Dafür hast du Kritik einstecken müssen - viele andere kurzzeitige Nutzer dieses Forums haben sich bei solcher Kritik schon längst verzogen und sind nie wieder gekommen. Du hast auch mir in einigen Dingen durchaus die Augen geöffnet, so dass ich ein paar Sachen besser verstehen kann - das heißt noch lange nicht, dass ich sie gutheiße. Aber ich finde, dass du schon die richtigen Gedanken hast: Wenn du schon die Notbremse nicht stoppen willst oder kannst, dann willst du deine Spieler dazu bringen, dass sie das machen, ohne den Gegner zu verletzen. Finde ich gut.



    Zur Viererkette nur so viel noch: So wie du es beschreibst wird wieder einmal deutlich, dass du zu denen gehörst, die überhaupt nicht verstanden haben, was das ist. „Viererkette“ ist eigentlich nur eine Abkürzung dafür, wie sich deine ganze Mannschaft ohne Ball verhalten soll, Räume eng machen, alle zusammen den Gegner bekämpfen, zum Ball verschieben usw. Beschäftige dich mal damit und dir dürften normal dann die Augen aufgehen

      Günter:


    Das, was du geschrieben hast, könnte eine sehr interessante Diskussion werden.



    Ich bin mir bei dir auch nicht sicher, ob du das ganze Spielsystem, das hinter einer Viererkette steht, begriffen hast. Ich glaube es eigentlich schon, aber dann schreibst du wieder Dinge, die mich zweifeln lassen.
    Du hast völlig Recht damit, wenn du beschreibst, nach welchen Kriterien die DFB-Stützpunkt-Trainer auswählen (groß, früh im Wachstum, um dann auch mal die Vergleiche zu gewinnen). Du machst nur einen Fehler in deiner Denkweise: Weil die Dinger nun DFB-Stützpunkt heißen, haben sie eine Aufwertung erfahren und manche halten alles, was da passiert, für konform mit den Ideen des DFBs. Im Prinzip ist das nichts anderes als die frühere Kreisauswahl, und die hatte schon damals nicht immer optimale Trainer. Unsere Stützpunkttrainer sind jetzt zum Beispiel keine, die ich mir unbedingt als Vorbild nehmen würde. Sie sind nicht schlecht, aber auch bestimmt nicht besonders gut.


    Ich gebe dir Recht, dass mit den Lahms, Özils oder Xavis, Fabregas, Iniestas etc. eine andere Fußballergeneration heranwächst. Aber das System spielt da immer noch eine ganz entscheidende Rolle.



    Zitat

    "Ich behaupte, dass die Viererkette, wie sie heute gespielt wird in 10 Jahren als unmodern
    gilt."

    Zitat

    mit elf guten Fussballern ist es scheissegal welches System ich spiele

    Das halte ich für sehr mutige Aussagen. Ist der Fußball taktisch ausgereizt? Sicher nicht. Das war er nie. Ich habe „die Viererkette“ nicht erfunden, ich werde auch das darauf folgende System nicht erfinden. Nur nochmal um sicher zu gehen, dass wir von der gleichen Sache reden:


    Das Ziel der ballorientierten Gegnerdeckung („Viererkette“) ist es, dem Gegner so wenig Raum wie möglich zum Spielen zu geben. Gehen wir davon aus, dass der Fußballplatz 100x50 Meter breit ist, muss sich mein Gegner durch einen Abwehrverbund von 15x50 Metern durchkämpfen, dort stehe ich mit 9 Feldspielern. Das ist eine Fläche von 750 Quadratmetern. Stelle ich einen Libero hintendran, erweitert sich diese Fläche um 5x50 Meter auf 1000 Quadratmeter. Also 25 % mehr Fläche. Das muss eigentlich jedem einleuchten, dass das viel einfacher ist. Wenn jemand nun sagt, dass sein Libero auf gleicher Höhe wie die Manndecker spielt, und diese ja keinen Mann mehr decken sondern den Gegner, der auf ihrer Seite ist und dass sie auch verschieben – dann spielen sie eben nicht mehr mit Libero sondern mit einer klassischen Dreierkette.



    Veränderungen in Nuancen hat es immer gegeben. Vom flachen 4-4-2 zum 4-2-2-2 oder 4-1-2-1-2 hin zu einem wie auch immer gearteten 4-5-1, das im Moment die bevorzugte Aufstellung ist . Aber die ballorientierte Gegnerdeckung wird in den Spitzenfußballnationen nun seit rund 20 Jahren praktiziert.



    Daher kann ich mir momentan eine Abkehr davon nicht vorstellen – aber ich lass mich gern eines Besseren belehren, wenn jemand Vorstellungen hat. Nur halte ich es für mutig zu sagen, dass das in 10 Jahren völlig überholt ist.
    Natürlich sind die gut ausgebildeten Fußballer sehr, sehr wichtig . Aber das System ist es mindestens genauso. Gib uns zwei von der Spielstärker der Fußballer her identische Mannschaften und die Mannschaft mit einem modernen ballorientierten System wird gegen die Mannschaft mit Libero 8 oder 9 von 10 Spielen gewinnen.


    Unser Trainer sagt immer "Sicherlich bekommen wir mit der Kette Tore, die wir mit einem Libero nicht bekommen hätten. Dafür verhindern wir Tore, die ein Libero nicht hätte verhindern können".




    Also mein Fazit zur Kette: Macht mehr Spaß, ist einigermaßen gut gespielt taktisch besser als ein gut gespieltes Liberosystem, und es wird über kurz oder lang auch in den Amateurklassen untergehn. Das Problem im Moment ist einfach, dass die meisten Trainer in den Amateurklassen selbst nie in den Genuss der Kette gekommen sind, und sie sich einfach nicht weiterbilden. Selbst schuld! Unser Trainer hat als er bei uns angefangen hat seine C-Lizenz gemacht, und seitdem ist er davon überzeugt, obwohl er selbst so auch nicht gespielt hat. Andere Trainer kann ich dementsprechend verstehen, wenn sie keine wirklich fundierte Ahnung davon haben. Einfach 4 Mann hinten rein und ma guggen was passiert ist halt zu wenig.

    Das sind ganz entscheidende Punkte!


    Klar - eine unterklassige Amateur- oder Jugendmannschaft wird nie so gut Kette spielen wie eine Profimannschaft. Dafür werden aber auch ihre Gegner nie so gut diese Kette auseinander nehmen können.

    Wow, ich finde das war ein ziemlich gutes Posting von Günter.


    Stimmt, so habe ich das noch gar nicht gesehen, dass es vielleicht auch Trainer gibt, die auf diese 30 Minuten gar nicht angewiesen sind, so wie du zum Beispiel. Für mich sind sie wirklich sehr wichtig gewesen. Etwas doof, aber ich wäre gar nicht darauf gekommen, dass das anderen Trainern anders gehen könnte. Du hast Recht, wir reden viel zu oft aneinander vorbei, weil wir von anderen Ausgangspunkten ausgehen.


    Auch dem Absatz, den du an Andre richtest, kann ich nur zustimmen. Ich denke halt, wie bei vielen anderen Dingen auch, sollte man in dem Punkt die Kinder halt auch ein wenig in die richtige Richtung erziehen. Natürlich nicht mit Spielverbot bestrafen, wenn sie doch nicht wollen. Außerdem sollte man Ansprechpartner sein und sich das anhören, warum ein Kind vielleicht wirklich nicht duschen gehen will.


    clubfan. Meine sind mittlerweile eine A-Jugend, da kann ich das Thema Gott sei Dank sehr entspannt angehen. Angefangen und mitgeduscht habe ich mit ihnen aber als sie 13/14 waren. Das Witzige ist: damals hätte ich mir nichts dabei gedacht, heute stelle ich das in Frage, wenn ich noch mal jemand in dem Alter trainieren würde. Eigentlich ein wenig paradox, denn ich habe mich seitdem nicht geändert...

    1. Tip: mache den Tainersohn, nie zum Spielführer, du tust ihm keinen Gefallen, er hat schon eine besondere Position.

    Da muss ich Günter mal völlig Recht geben, es gibt genug Nachteile, um das einfach nicht zu machen.


    Ansonsten ist es wirklich so: Ohne Vätertrainer würden uns allen in Deutschland ca. 70 % der Trainer fehlen. Das ginge einfach nicht. Mein Wunsch wäre immer noch, dass die Väter im Verein halt eine andere Mannschaft als die ihres Sohnes trainieren, dann wäre allen geholfen. Aber dass das unrealistisch ist, weiß ich leider auch.

    Ich pack das jetzt alles noch mal von der praktischen Seite an. Ich finde auch, wir sollten das mal von diesem Missbrauchsthema lösen.


    Klar gibt es das immer wieder mal, aber die Zahlen sagen aus, dass solche Fälle gleich oft wie früher passieren/sogar weniger geworden sind. Das Medienecho ist nur viel stärker, früher wurde vertuscht, heute ist es großes Thema. Man kann nun streiten, ob das gut oder schlecht ist. Wenn aber die Fälle nicht häufiger sind, warum soll man auf einmal Dinge ändern, die früher möglich und kein Problem waren?


    Ich sehe einfach nicht ein, warum ich wg. ein paar Idioten mein Verhalten ändern soll. Vielleicht gehe ich das nur zu naiv an, aber ich habe bisher keine schlechten Erfahrungen gemacht und denke auch, dass ich die nicht machen werde, solange ich mir nichts zuschulden kommen lasse.


    Ich bin da wirklich ganz pragmatisch. Wenn es eine separate Trainerkabine mit Dusche gibt, wie in dem einen Verein in dem ich war, dusche ich natürlich gern da. Ich habe aber keine Lust, die 30 Minuten duschen der Jungs abzuwarten, und dann danach selber noch zu duschen. Irgendwann will ich auch heim... Auch ist das für mich irgendwie unlogisch zu sagen, dass ich die Kabine in dieser Zeit nicht betreten darf. Da spricht so ein latentes Misstrauen mir gegenüber daraus, dass ich sofort hinwerfen würde, wenn das jemand von mir verlangt. Ich darf die Kinder trainieren, teilweise sogar mit ihnen über Nacht wegfahren, aber nicht duschen? Was jeder Fremde im Schwimmbad auch machen kann? Unlogisch und überreagiert.


    Das Beispiel von Andtrai fand ich auch ganz gut: Der Sohn wurde geärgert, weil er noch nicht so weit entwickelt war. Bei mir hab ich das so gelöst damals, dass ich den Jungs gesagt habe, dass ich will, dass in der Mannschaft jeder so akzeptiert wird, wie er ist. Ob groß, klein, dick, dünn usw. Und dass jemand, der einen Mitspieler wegen seines Aussehens ärgert, mit mir den größten Feind bekommt. Ich glaube, die haben verstanden, was ich sagen wollte. Das war nie ein Problem.


    Günter Grafe: Deine Frage, wo der Unterschied ist, ob ein Mann mit Jungen duscht oder eine Frau, war aber nicht Ernst gemeint. Sorry, aber das ist doch eine absurde Frage. Ich geb dir einen Tipp: Frag doch einfach mal die 14-jährigen Jungs, ob das für sie ein Unterschied ist...


    Und nochmal: Wenn es diese 30 Minuten nicht gäbe, würde ich meine Mannschaft viel, viel schlechter kennen als ich sie kenne. Man erfährt da so viele Dinge von und über die Spieler, dass ich das vor allem auf keinen Fall missen wollen würde.

    Vielleicht sollte ich noch mal:


    Es war gar nicht böse gemeint. Es sollte eher lustig rüberkommen.


    Ich achte Rosario wirklich sehr für das, was er tut. Ich denke nicht, dass ich seine Mannschaft mit meinen Methoden trainieren könnte. Ich glaube auch, dass er charakterlich in Ordnung ist.


    Aber, jetzt sprech ich dich mal direkt an Rosario:


    Du liegst einfach mit einigen Dingen ganz furchtbar auf dem Holzweg. Ich will dieses leidige Duschthema gar nicht anfangen. Aber zu behaupten, dass Deutschland taktisch mit dem Liberosystem weit vorne liegt, ist einfach genau so falsch wie wenn du behaupten würdest, dass die Sonne sich um die Erde dreht. Ich fasse es mal kurz: Libero ist out und altmodisch und wir haben in Deutschland ca. 15-20 Jahre taktisch im RÜCKSTAND gelegen aufgrund des Liberosystems, was wir erst in den letzten 5-10 Jahren wieder einigermaßen aufgeholt haben. Da gibt es auch keine Ansichtssache. Wenn man Fußballtaktik wirklich ein bisschen gelernt hat, weiß man das einfach.


    Das ist auch mein Tip, den ich dir hier geben möchte und was ich in dem anderen Thread geschrieben habe. Überleg dir, ob die Leute, mit denen du dich so umgibst, und deren Ansichten du sehr unkritisch (und sehr jugendlich) noch übernimmst, wirklich gut für dich sind. Ich erinnere mich dunkel auch an Aussagen wie "Ok, der hat zwar Unrecht, aber ich kann ihm doch nicht widersprechen, der ist viel älter als ich." Das ist zwar einerseits nett, aber dieses Patriarchat ist auch der Grund dafür, dass gewisse Gesellschaften nicht in der Moderne ankommen. Entweder jemand hat Recht und gute Argumente, oder er hat Unrecht und schlechte Argumente, da ist es doch egal wie alt er ist.


    Fußballtechnisch empfehle ich dir, evtl. mal einen Trainerschein zu machen oder, wenn das nicht möglich ist, dich zumindest mal mit den Grundzügen moderner Fußballtaktik intensiv zu beschäftigen. Wenn du das getan hast, können wir gerne darüber weiter reden.


    Noch mal: Ich kann vieles, von dem was du schreibst, auch verstehen - etwa den Punkt, dass deine Spieler einen großen Teil ihres Selbstwertgefühls aus dem Fußball ziehen, weil sie sonst im Leben nicht viele Erfolgserlebnisse haben. Dass das Gewinnen dadurch einen hohen Stellenwert hat. Nicht nachvollziehbar ist, dass du es dagegen gut heißt, wenn einer deiner Spieler jemand anderen zum Verhindern einer Torchance umtritt. Das ist ein anderer Fußballer, über den du dann redest. Der vielleicht viele Monate lang seinen geliebten Sport dann nicht mehr ausüben kann. Das sind so die Sachen, wo ich meine, dass du deinen moralischen Kompass mal überprüfen solltest.


    Ich spinne das aber jetzt ein wenig weiter. Ich kriege öfters mal Spieler wie die, die du vermutlich trainierst, bei uns im Probetraining. Wir spielen höherklassig, und viele solcher Jungs würden auch gerne bei uns oder anderen Klubs, die das anbieten, spielen. Das würde ihrem Selbstwertgefühl sicher weiter helfen. Die schicke ich zu 90 % weg. Technisch sind die meist gar nicht schlecht, aber sie sind taktisch unbrauchbar, weil sie z.B. nur Libero und Manndeckung gelernt haben. Das kann man bei 14-Jährigen noch korrigieren, bei 16, 17-jährigen nur noch sehr schwer. Oft sind sie sehr impulsiv, wenn sie sich beleidigt fühlen und nicht in der Lage sich an Regeln zu halten (Absagen, Trainingsteilnahme, Pünktlichkeit usw.). Wäre es nicht schöner, wenn du deine Spieler so ausbildest, dass sie in höherklassigen Vereinen angenommen werden?

    Klar sind große Ausflüge und gemeinsame Unternehmungen ganz, ganz wichtige Bestandsteile für das Mannschaftsklima. Aber gemeinsames Duschen ist es halt eben auch. Dabei geht es nicht so um die Sache "Duschen" an und für sich, sondern einfach darum, dass man nach dem aktiven Training noch mal 20-30 Minuten zusammen den Tag ausklingen lässt. In diesen 20-30 Minuten habe ich die meisten Sachen über meine Spieler erfahren... und das mit den unterschiedlichen Klassen und Schulen stimmt auch, man kommt dann einfach mal übere andere Sache als Fußball ins Gespräch. Den Effekt hätte man auch, wenn man einfach so zusammensitzt ohne zu duschen, aber warum nicht das Angenehme und das Nützliche verbinden?

    Ganz großer Sport, was der Kollege Rosario da schreibt. Ganz ehrlich? Du bist viel zuviel mit merkwürdigen Moslems unterwegs und solltest dir sehr gut überlegen, ob das deinem Leben wirklich gut tut, du übernimmst deren komische Ansichten, ohne sie mal zu hinterfragen.


    Ich lehne mich mal relativ weit aus dem Fenster, aber diese Diskussion nervt einfach nur noch, da jemand, der sich in meinen Augen „normal“ verhält, mittlerweile – vielleicht auch schon wg. der aktuellen Diskussion – sich in eine Ecke mit Kinderschändern stecken lassen muss.


    Was du schreibst ist kompletter Unsinn. Sorry, aber du bist ja komplett verklemmt.


    „Duschen bis 16 Jahren komplett verbieten“
    „nackt duschen geht gar nicht“
    „1. Mannschaft duscht mit Unterhose“
    „Duschpflicht verletzt Grundgesetz und Recht auf freie Meinungsäußerung“
    „Im islamischen Raum die die Sitte das man halt nicht nackt vor anderen Männern zeigt“


    Und DAS findest du normal?


    Ich liebe es, wie bei bestimmten Bevölkerungsgruppen (nicht: Religionen) immer die ganz große Schiene gefahren wird. Grundgesetz! Freie Meinungsäußerung! (Was bitte hat das mit Duschen zu tun?)


    Diesen Moslem-Mist kann ich auch nicht mehr hören, wie clubfan schon sagte, das ist nur eine Ausrede, das haben mir mehrere Moslems bestätigt. Übrigens duschen die bei uns im Verein zu ca. 2/3 normal, und bei den Bundesliga-Nachwuchsteams sowieso alle denke ich. Die Moslems, die bei uns normal duschen, sind auch allgemein die, die am besten integriert sind. Das hat natürlich nur indirekt mit dem Duschen zu tun, sondern damit, dass sie generell sehr vernünftig sind und versuchen, sich gut zu integrieren. Andere brauchen halt Extrawürste...


    Wir mussten damals in der D-Jugend anfangen zu duschen, unsere Trainer haben mitgeduscht, alle waren nackt (wie soll man auch sonst duschen…) und keiner hat sich was dabei gedacht. Sie waren übrigens nicht pädophil.


    Im Schwimmbad hat man doch die gleiche Situation, Menschen allen Alters nackt (huch) unter der Dusche.


    Ich kenn es auch gar nicht anders. Also hab ich es bei meinen Mannschaften auch immer so gehalten, es gab nie Probleme.


    Ich machs mal kurz. Meine jetzige Mannschaft hab ich in der C2 übernommen, da hatte die Hälfte schon Duschpflicht seit der D-Jugend von ihren alten Trainern. Ich hab das übernommen, der Rest, der neu war, hat sich schnell angepasst und alle haben jetzt ein vernünftiges, unverklemmtes Verhältnis zu der Sache. Manchmal muss man Kinder auch zu ihrem „Glück“ zwingen, wie bei so vielem in der Erziehung...


    Resultat: Sie sind jetzt in der A-Jugend, 95 % gehen duschen, Pflicht ist seit 2 Jahren oder so nicht mehr nötig, alle ohne Badehosen oder Burkas…


    Manche Leute haben echt Sorgen… Wenn es so weiter geht, werde ich sicher auch aufhören – spätestens wenn das so hysterische Züge wie in den USA annimmt…

    Ich muss vielleicht ein bisschen was klarstellen: Wir sind nicht der Superduper-Überfliegerverein wo alles passt und jeder nur das macht, was er soll. Schön wär's...


    Aber so ein paar sinnvolle Grundprinzipien haben sich etabliert. Auch wir haben Vätertrainer, aber etwas überraschenderweise haben sich zwei davon nun bereit erklärt, die C1 zu übernehmen, und haben von sich aus erklärt, dass ihre Söhne hierfür nicht gut genug sind, sie damit aber kein Problem hätten, dass diese beiden in einer niedrigeren Mannschaft spielen würden.


    Ich war beeindruckt.
    (Ok, ich hab auch versucht, sie dahin zu lenken...)


    Ansonsten, irgendwo weiter oben bei Andre stand, dass die Trainer bei uns bezahlt werden und wir daher das fordern können. Unsere Trainer kriegen keinen Cent bisher (soll sich ab nächster Saison ändern).

    Wir haben eigentlich überall 2 Mannschaften, daher ist relativ einfach festgelegt:


    Bis zur E-Jugend spielen wir in Jahrgängen, die E1 teils auch schon nach Leistung aufgeteilt.


    Ab der D-Jugend (denn dort spielen wir höherklassig) wird so aufgeteilt, dass der Einser-Trainer ganz klar den Zugriff auf die Spieler hat, die er haben will. Der "Rest" ist die Zweiermannschaft. Oft sind 1-3 jüngere Jahrgänge dann auch in der Einsermannschaft.


    Prinzipiell halte ich längerfristige Sichtungen für sinnvoller als einen, alles entscheidenden Tag (Stichwort Tagesform). Man sollte daraus auch keine zu große Wissenschaft machen. Unsere Einsertrainer gehen mit ca. 25 Mann in die Vorbereitung, aus denen sich dann in 2-3 Wochen 18-20 für die Einsermannschaft rauskristallisieren, der Rest stößt dann noch zur Zweiermannschaft. Die Trainer reden miteinander, jeder hat das Prinzip akzeptiert (sonst kriegt er auch keine Mannschaft) und die Einteilungen sind völlig ok. Bei dem einen oder anderen hätte ich z.B. anders entschieden, aber das sind dann Ansichtssachen und kein Grund für mich zu intervenieren. Die Einteilungen sind nie so, dass man sagen kann, dass da jemand krass daneben lag.