Beiträge von Chris

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Vatertrainer sind für mich meistens Ex-Fußballer, die nun ihre Söhne und die Mannschaft ihrer Söhne trainieren.
    Es gibt ein Hauptproblem, weswegen es mir immer lieber ist, es trainieren NICHT die Väter ihre Söhne. ALLE (ohne eine einzige Ausnahme!), die ich bisher getroffen habe, schaffen es nicht, ihre Söhne genauso zu behandeln wie die anderen Spieler. Entweder der eigene Sohn wird bevorzugt (das geht hin bis dazu dass er die 10 trägt, das Spiel komplett auf ihn zugeschnitten ist und er alle Elfer und Freistöße schießen darf) bis zu dem Punkt, wo der eigene Sohn permanent unter Druck gesetzt wird und dauernd mehr leisten muss als alle anderen. Auch das ist nicht gut. Alle Vatertrainer, die ich kenne, sind da dabei. Nicht so extrem wie hier angedeutet, aber eines von beiden. Da das bei wirklich ausnahmslos allen Vatertrainern so ist, die mir bekannt sind, egal wie sehr ich sie sonst schätze, halte ich es für besser, wenn eine Mannschaft nicht von Vätern trainiert wird.


    Natürlich gelingt uns das auch nicht, die Mannschaften ohne Väter zu besetzen. Rund 40 % unser Mannschaften sind durch Väter besetzt (in der neuen Saison sinkt die Quote etwas), allerdings rede ich ab und zu mit denen über dieses Thema und einige sind mittlerweile überzeugt, so dass sie in der nächsten Saison eine Mannschaft übernehmen, in der NICHT ihr Sohn spielt.

    Das sollte gar nicht hochnäsig klingen, SO hochklassig spielen wir auch nicht. Ich habe nur gedacht, wenn ich den Teil "fast jede C-Jugend spielt taktisch besser...", muss ich "höherklassige" einfügen.


    Ich habe auch schon im Kreis taktisch recht gut geschulte Jugend-Mannschaften gesehen. Im Seniorenfußball auf Kreisebene dagegen extrem selten, da gibt's Libero, 2x Training die Woche, und viel Gebolze und pro Team 1-2 bessere Spieler, die für das Entscheidende zuständig sind...

    Nur mal als Gedankenanregung: Fast jede höherklassige C-Jugend spielt taktisch deutlich besser als Seniorenmannschaften in den untersten drei Ligen...
    Mich reizt momentan der unterklassige Seniorenfußball gegenüber dem Jugendfußball nicht, weil er taktisch und technisch so viel schwächer ist...

    Klappt gut.


    Ich praktiziere seit Jahren folgendes System von U13 bis Seniorenmannschaft, klappt in allen Altersstufen, die Jüngeren muss man manchmal an Grundsätzliches wie "Absagen" gewöhnen:


    - Absagen an mich können per Mail, SMS, Telefon, Facebook oder MSN erfolgen. Kurzfristige Absagen haben nur "Gültigkeit", wenn ich auch erreicht wurde.


    - Der Trainingsplan mit Spielen, Terminen, Treffpunkten usw. ist online zugänglich.


    Die Spieler verbringen heute unendlich viele Stunden im Internet, da kann man auch 1x pro Tag kurz eine Minute auf den Trainingsplan schauen, ob sich etwas geändert hat.

    Ein guter, sehr langer, sehr frustrierter Text, den ich mir komplett durchgelesen habe. Ich bin jetzt im 15. Jahr Jugendtrainer und muss leider feststellen:


    Auch wenn breiti71 vielleicht etwas zu schwarz malt und zu extrem ist - das ist verständlich, aufgrund der aktuellen Enttäuschung - stelle ich eindeutig ähnliche Tendenzen fest. Positive Dinge, die früher selbstverständlich waren, sind es heute nicht mehr...

    Spieler von mir, der sehr gut dribbeln konnte, aber wirklich viel zu selten seine Mitspieler einbezogen hat.
    Spieler setzt mal wieder zu einem seiner Dribblings an, das normal dann so bei dem dritten Gegenspieler endet.
    B-Jugend.


    Spieler setzt im Mittelkreis zum Dribbling an.
    Ich (sehr leise): nein...
    Spieler dribbelt den ersten und zweiten Gegner aus. Links und rechts sind Räume offen, in die er jetzt spielen könnte. Er dribbelt aber weiter.
    Ich (normale Lautstärke): neiiiiin
    Spieler dribbelt Gegner drei aus. Links und rechts sind Krater offen, ein Pass nach links und rechts würde jetzt zu 99 % ein Tor garantieren. Spieler aber dribbelt auf die beiden Innenverteidiger zu.
    Ich (relativ laut und genervt): neiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin, neiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin
    Spieler bricht durch beide Innenverteidiger durch und steht auf einmal frei vor dem Tor.
    Ich (mittellaut): Ja?
    Spieler umrundet den Torwart und schießt den Ball ins leere Tor.
    Ich: Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa


    8|

    Das ist ein wenig konfus bisher oder?
    Wenn der Verein den Trainer entlässt, hat er wohl Gründe dafür, oder? Ob die nun richtig oder falsch sind, wurde bisher gar nicht debattiert. Dann stellt der Verein einen neuen Trainer. Das ist auch normal. Warum sollen dann alle wechseln? Klar kann es dafür Gründe geben, aber das geht bisher nicht aus diesem Thread vor.

    Das was Ranwie schreibt, kann ich so nur zu 100 % unterschreiben.


    Ich bleib sogar dabei und sage nach wie vor, dass ich einen Wechsel zu einem "ganz Großen" erst ab B-Jugend für vernünftig halte. Vorher sollte man ab D-Jugend bei einem "Mittleren" spielen.

    Du willst doch nicht ernsthaft Griechenland als Maßstab und Vorbild nehmen?


    Inter ist da schon wieder eine andere Nummer, hoch interessant und durchaus nachahmenswert. Ballbesitz aufgeben, sehr kompakt stehen um dann schnell in die offenen Räume des Gegners vorzustoßen, der gerade den Ball verloren hat. Sieht nicht so schön aus, wie das auf Dominanz ausgelegte Spiel von Barca, aber ist trotzdem taktisch sehr hochwertiger Fußball.

    Ich will auch mal.


    Einerseits ein bisschen die starke Kritik zurechtrücken, andererseits aber auch klar machen, dass man - zu Recht (!) - mit anderen Meinungen als der eigenen rechnen muss.


    Positiv: Erst einmal stellt FSGHT etwas von seiner Mannschaft hier rein. Das ist mehr, als viele andere machen (ich inklusive), die darüber reden, wie toll alles sein muss. Dafür Respekt.


    Was ist mein Ersteindruck von dem Video?
    Mir fiel als erstes auf, dass es ungemein langsam ist. Ich kam gestern, als ich mir das Video angeschaut habe, gerade von einem Turnier meiner D-Jugend (ich trainiere mittlerweile wieder eine D), die deutlich schneller gespielt und umgeschaltet hat (ja, auch am Ende des Turniers nach 6 Stunden und zahlreichen Spielen und mit Rundumbande).


    Mir fiel auch auf, dass deutlich ein System erkennbar ist - im 2:2 tief hinter der Mittellinie die Räume kompakt zu machen. Dabei fällt mir aber auch der Trainer - also du - auf, der immer wieder sofort bei Ballverlust hektisch brüllt "hinter den Ball, hinter den Ball". Das sollte (in dem Alter erst recht) eigentlich so nicht nötig sein.


    Leider muss ich aber deutlich sagen, dass ich das technische Niveau erschreckend schwach fand, bei beiden Mannschaften. Das hat auch nichts mit Hallentraining zu tun, sondern mit der allgemeinen fußballerischen Ausbildung (Meine Mannschaften hatten in den letzten sechs Jahren nie auch nur eine Stunde Hallenzeit als Training, haben aber immer auch in der Halle sehr guten technischen Fußball gespielt. Das trifft auch auf andere, technisch gut ausgebildete Mannschaften zu).


    Das Spiel nach vorne ist bei beiden ein Offenbarungseid, nicht unbedingt weil so toll verteidigt wird, sondern weil beide Mannschaften nur mit ein bis zwei Spielern maximal angreifen. Mir schwebt Hallenfußball halt komplett anders vor. Bei mir greifen mindestens drei, teilweise sogar alle vier Spieler an. Das erfordert natürlich sicheres Passspiel und eben eine gute technische Ausbildung. Es funktioniert aber sehr gut, wir hatten diese Woche zwei Hallenturniere und haben sie beide gewonnen mit ca. 60:5 Toren - man kann also sehr wohl gut defensiv stehen, auch wenn man mit 3-4 Mann angreift. Einschränkend muss ich sagen, dass wir größtenteils gegen Gegner gespielt haben, die in tieferen Ligen spielen als wir. Für mich ist das größte Problem der beiden Mannschaften, dass sie Torvermeidungsfußball spielen.


    Sorry, aber ich muss das unterschreiben was andere geschrieben haben: Als Hallenfußball ist das zum abgewöhnen und wirklich ein starkes Argument für Futsal. Die Bande ist leider mittlerweile kontraproduktiv, da sie fast nur dazu genutzt wird, Leute dagegen zu klatschen.


    Um es wieder etwas zu relativieren: Habt ihr mal Videos eurer Mannschaften beim Spielen aufgenommen und euch angeschaut? Ich muss feststellen, immer wenn ich das mache, sieht das, was ich für tollen und schnellen Fußball halte, ein ganzes Stück langsamer und schlechter aus, als ich es vorher empfunden habe, auch bei meinen Mannschaften :D


    Also mal ein Rat an euch - nehmt mal eure Mannschaft auf und schaut euch das an. Ich hab zum Vergleich mal ein uraltes VHS (!)-Video hervorgekramt von meiner ersten Mannschaft Mitte der 90er, eine C-Jugend, die dort ein Hallenturnier gewonnen hat. Es war eine Kreisklassemannschaft, bei uns unterste Liga, allerdings waren wir dort Zweiter. Dieser Turniersieg auf Video sieht heute deutlich schwächer aus, als ich es in meiner Erinnerung habe (technisch schwächer, vom Spieltempo her langsamer). Trotzdem ist es technisch anspruchsvoller, als das, was auf diesem Video hier im Thread geboten wurde, man sieht wenigstens Laufwege, Doppelpässe, Außenristbälle in den Lauf und Zusammenspiel. Das fehlt hier leider völlig.


    Fazit: Das System, auf das du so stolz bist, ist in meinen Augen Torverhinderungsfußball.


    So, jetzt geh ich langsam los Richtung Sylvesterfeier und wünsche allen hier einen guten Rutsch!

    Ich bin da sehr, sehr skeptisch, was die Zukunft des Vereinsfußballs in Bezug auf die Ganztagssschule betrifft. Die bisherigen Trainingszeiten wie F-, E- und D-Jugend etwa um 17 Uhr sind dann einfach nicht mehr zu halten. Das is gemischt zu sehen, da es auch immer schwieriger wird, Trainer zu finden, die bereits um 17 Uhr auf dem Platz stehen können.


    Es ist nun mal realistischerweise leider so, dass die Kinder, die um 16 Uhr aus der Schule kommen, ihren Schultag damit noch NICHT abgeschlossen haben, so kriege ich es zumindest mit. Da müssen Hausaufgaben gemacht werden oder eben noch gelernt werden.


    Ein Modell wie von Siebener (f-jugend, e-jugend und d-jugend hat training von 17- 18.30 uhr, die c und b von 18.30 - 20.00 uhr, in der a haben dann alle von 20.00 uhr an training) mag funktionieren, wenn das den Eltern der C- und B-Jugend nicht viel zu spät wird.


    Was mich am meisten stört ist die Idee, den Sport evtl. wie im US-Modell IN der Schule anzubieten, auch wenn dann die Vereine vielleicht der Kooperationspartner sind. Dann nämlich gibt die Schule den Ton an, und der Verein hat nicht mehr viel zu melden, etwa wenn es um die Entfernung von Störenfrieden geht oder darüber wann was gemacht wird usw.

    Ich kann hier eigentlich nur wieder von meinem Verein ausgehen.


    Wir haben zu Beginn dieser Saison die Beiträge massiv angehoben. In Zahlen:
    Wir sind ein Mehrspartenverein, es gibt also einen Vereins- und einen Abteilungsbeitrag.
    Der Vereinsbeitrag blieb konstant. Für unsere Fußballabteilung haben wir den Abteilungsbeitrag um mehr als das Fünffache (!) angehoben. Wir haben jetzt also deutlich mehr Geld zum Wirtschaften zur verfügen. Insgesamt hat sich der Preis für die Eltern um den Faktor 2,6 erhöht. Also mehr als eine Verdopplung zu dem, was sie früher zahlen mussten. Wir nehmen als Abteilungsbeitrag jetzt ungefähr 2,5 mal so viel für Jugendliche wie die Tennisabteilung.


    Wir haben seit dem Wechsel unseren Bestand gehalten bzw., so wie die letzten Zahlen aussehen, um ca. 10 % gesteigert. Ausgegangen sind wir von rund 10-20 % Verlust.


    Noch ist nicht aller Tage Abend, und wir sind bei weitem nicht problemfrei, aber mich wundert bisher sehr, dass das so geklappt hat. Auffällig ist: es kommt schneller bei Kritik der Hinweis, dass man jetzt ja soundsoviel bezahlt, und selber vielleicht nicht mehr so viel helfen müsse. Aber das war noch nicht so oft der FAll, dass es jetzt stört.

    beide Ketten ist die Defensivarbeit relativ ähnlich. Man kann also im Training mehrere Positionen gleichzeitig abdecken. Wer in der Mittelfeldreihe spielen kann, kann zumindest vom Prinzip her auch in der Abwehrkette spielen.
    Im 4-2-3-1 sind die Laufwege etc. halt komplexer. Da kommen


    Perfekte Antwort, genau so sehe ich es auch. Einfacher durch weniger komplexe Laufwege, einzelne Positionen sind austauschbar. Insgesamt ist für mich das 4-2-3-1 momentan das absolute Nonplusultra - nur eben nicht für "Anfänger".

    Für mich macht ballorientiertes Spiel als solches in der Halle grundsätzlich keinen Sinn.


    Bei ballorientierter Gegnerdeckung ist das Fundament ja, dass ich den ungefährlichen Gegner freistehen lasse, um irgendwo anders auf dem Feld in Überzahl zu stehen und dort den Ball zu erobern. Da im Hallenfußball das Feld so klein ist, gibt es keinen ungefährlichen Gegner - außer meine Gegner arbeiten so schlecht, dass sie einigen Spielern grundsätzlich eintrichtern, dass sie Abwehrspieler sind und nicht mit nach vorne arbeiten dürfen. Ansonsten ist jeder Gegner jederzeit gefährlich.


    Wenn ich in der Halle ballorientiert arbeite, bin ich immer irgendwo in Unterzahl, kann also dort ausgespielt werden, und, wenn sich der Gegner mitbewegt, an einer anderen Stelle des Feldes wieder in lokaler Unterzahl ausgespielt werden.

    Für die Grobarbeit reichen 3-4 Wochen (bei 3 Trainingseinheiten die Woche), bei 2 Einheiten eben dementsprechend mehr. Nach ein paar Monaten klappt das mit der Abwehr ganz gut, nach ca. einem halben Jahr mit dem Mittelfeld dann auch (C-Jugend). Bis zur absoluten Beherrschung vergehen Jahre, aber das ist ja wie mit anderen Sachen auch: Je länger man sie macht, desto besser wird man darin.


    Das mit Barca finde ich auch langsam richtig witzig... weil es von so vielen als Idealbeispiel oder -system gepriesen wird. Unser C-Jugendtrainer hat mal beschlossen, das als Spielsystem zu nehmen, weil damals Barca die Bayern gerade so wunderschön abgeschossen hatte. Die Mannschaft hatte vorher schon knapp 1,5 Jahre Erfahrung im ballorientierten Spielen und stand auf Platz 2. Es ging furchtbar in die Hose. Barcas Spielsystem ist KEIN Maßstab für 99 % aller anderen Mannschaften. Ich kenne genau eine Mannschaft, die das so spielt und spielen kann. Barca. Weil sie einfach schlichtweg überragende Fußballspieler haben. Alleine Xavi und Messi sind ohne Gegenstück weltweit. Für mich ist dieses System SO nur spielbar, wenn man Spieler hat, die den Gegner absolut überlegen sind.


    Für Mannschaften, die anfangen ballorientiert zu spielen, empfehle ich immer ein flaches 4-4-2, da das sehr einfach ist und Abwehr und Mittelfeld in der Defensive fast identisch laufen. Das erleichtert es ungemein. Ein 4-2-2-2 geht auch, da ist das Defensivverhalten ja ähnlich.

    Eigentlich ist das eine Hallentaktik, was wir gespielt haben, wenn auch eine sehr freie. Es gibt halt nur keine Aufstellung außer einen "Abwehrverantwortlichen".


    Der Spaß war immer dabei, der Erfolg war wie gesagt auch immer sehr groß (Die HKM haben wir sogar als jüngerer Jahrgang geholt).


    Es ist aber gewöhnungsbedürftig, die Spieler kamen am Anfang nicht damit klar, dass sie nur 90-120 Sekunden auf dem Feld stehen. Sie waren auch der Meinung, sich "einspielen" zu müssen. Wie so oft im Leben: sie haben mir aber vertraut, versucht es umzusetzen, und als sich dann die Erfolge einstellten, haben sie sich auch sehr stark damit angefreundet...

    Ich sehs ziemlich so wie Andre. Hallentaktik/-aufstellung ist völlig überflüssig.


    Meine Mannschaft hatte zahlreiche Hallenturniere und Hallenkreismeisterschaften gewonnen, alles ohne System. Die Ausrichtung war sehr einfach:


    Bei Ballbesitz rochieren alle Spieler sehr schnell und lassen den Ball laufen, entweder ein 1 gegen 1 oder ein schnelles Passspiel bringt die Torchance.


    Bei Ballverlust wird sofort knallhart der Gegner gedeckt. Jeder Spieler deckt den ihm am nächsten stehenden Gegenspieler hautnah, einer greift daher logischerweise den Ballführenden an. TW wird nicht attackiert, außer man liegt zurück und der Gegner durchschaut unser "System", dass wir den TW normal nie angreifen.


    Das erfordert eine extrem hohe Laufbereitschaft und Zweikampfeinstellung, sowohl in der Offensive als auch in der Defensive. Daher bleibt auch kein Spieler länger als 90-120 Sekunden auf dem Feld. Nach dieser Zeit wird im Block gewechselt, da die Spieler in der Halle - wenn sie es richtig machen (!) - sowieso sehr schnell anaerob unterwegs sind.


    Ok, im Prinzip ist das eine HallenTAKTIK. Aber keine HallenAUFSTELLUNG. Die ist völlig überflüssig. Es reicht tatsächlich, einen Spieler als "letzten Mann" einzuteilen, der dafür verantwortlich ist, dass kein Gegenspieler einfach ungedeckt nahe an unserem Tor ist.


    Wir hatten damit alles: Erfolg, richtig geilen Hallenfußball und ne Menge Spaß. Ohne Positionen...

    Nur kurz:


    Ich würde Supertrainer nicht so scharf angreifen. Oft schreibt man etwas, was man selber vielleicht weniger krass interpretiert oder sieht als andere, die das lesen.


    Wenn er zum Beispiel sagt, dass er bei einigen Spielern eher hinrennt, wenn sie am Boden legen, so führt das bei einigen hier zum Aufschrei. Vermutlich interpretieren sie: "Der andere ist ihm sympathischer, da rennt er schneller." Ich sage z.B. auch, dass ich bei einigen Spielern eher renne. Nicht aus Sympathie, sondern weil einige "Weicheier" bei jedem Mist liegen, da weiß man, dass sie eh gleich wieder aufstehen. Wenn aber ein "Harter" heulend am Boden liegt, rennt man eher mal, weil man weiß, dass es dann ernsthaft ist.


    Jeden Spieler zu 100 % gleich behandeln - das geht nicht.
    Jeder ist anders, jeder braucht eine andere Ansprache und Behandlung.
    Und ja: manche Spieler mag man mehr und behandelt sie vielleicht ein bisschen besser, auch wenn man weiß, dass das nicht ok ist. Ich denke es ist ehrlich, sich das einzugestehen. Das war ein Thema, das mich auch schon mal sehr nachdenklich gemacht hat, aber ich glaube, dass das nur menschlich ist.