Beiträge von Chris

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    Interessanter Artikel, keine Ahnung ob das so stimmt, meines Wissens wird auch bei uns nach Sportler und nicht nach Mannschaft abgerechnet, aber sicher bin ich da nicht.


    Frauenfußball spielt mit falschen Zahlen
    Hans-Jürgen Schulke


    Untersuchung der Universität Bremen ergibt: Rund 400 000 Sportlerinnen wurden von ihren Vereinen aus Kostengründen als Fußballerinnen an die Verbände gemeldet


    Hamburg. Die Zahl ist beeindruckend: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) vermeldet 1,06 Millionen weibliche Mitglieder. Tendenz steigend. Einige Relationen machen die Dynamik des weiblichen Kicks deutlich: Der Leichtathletik-Verband oder der Handballbund weisen 800 000 Mitglieder auf - weiblich plus männlich. Und: Ende 2000 waren 230 000 weibliche Sportlerinnen weniger fußballerisch aktiv. Eine märchenhafte Erfolgsstory also.


    Schon jetzt zeichnet sich ab, dass der Zuspruch in den Stadien und vor den Bildschirmen einen Zug von Fußball-Lemmingen in die Vereine nach sich ziehen kann. Der DFB hat mit weit über 1000 Fußballkäfigen in zahlreichen Kommunen den fußballwütigen Kids einen wohnortnahen Raum gegeben, bei dem geschlechterübergreifend die Technik des Fußwerks verfeinert werden kann. Und in immer mehr Schulen löst Fußball für Mädchen traditionelle Formen wie Turnen, Schwimmen oder Tennis ab. Halten die Vereine bei dieser Dynamik mit? Zwei Zahlen sind bemerkenswert. Die Kölner Sporthochschule hat für den DFB ermittelt, dass 7900 Vereine Frauenfußball anbieten. Das ist nicht einmal ein Drittel aller Klubs im DFB. Noch mehr weiße Flecken in der Fußballversorgung ergeben sich, so eine Untersuchung der Universität Bremen, wenn man die Zahl der beim Fußball gemeldeten Frauen über 16 mit der Zahl der gemeldeten Mannschaften vergleicht. Sie gibt Auskunft darüber, wer aktiv und nicht nur Zuschauer ist. Danach weist eine Fußballmannschaft über alle Altersgruppen und Geschlechter durchschnittlich 40 Spieler auf. Bei der männlichen Jugend bis 14 sind es hingegen nur 17. Mit anderen Worten: Annähernd die Hälfte der beim DFB gemeldeten 6,7 Millionen Vereinsmitglieder sind gar nicht fußballerisch aktiv. Geschlechtsspezifisch zeigt sich, dass bei den 740 000 erwachsenen Frauen, ganz anders als bei den Mädchen und Männern, auf eine Mannschaft stattliche 130 Spielerinnen kommen, im Rheinland sogar über 300. Das Geheimnis ist rasch gelöst: Viele Vereine melden ihre Gymnastikfrauen und Gesundheitssportler nicht in den Turnabteilungen, wo sie einen respektablen Beitrag für gut ausgebildete Übungsleiter an die Verbände zahlen müssen, sondern kostenlos beim Fußball. Dort messen sich Beiträge an der Zahl der Teams. So erspart sich manch Großverein jährlich einen fünfstelligen Betrag.


    Im Ergebnis heißt das, 400 000 der als Fußballerinnen gemeldeten Vereinsmitglieder üben weder den Innenspannstoß, noch praktizieren sie die Abseitsregel. Der Boom zum Frauenfußball ist in Deutschland also nicht märchenhaft, sondern mädchenhaft. Bei den Mädchen kommen etwa 40 Spielerinnen auf eine Mannschaft, wobei die Gesamtmitgliederzahl stagniert.


    Der DFB ist also hinsichtlich einer volkstümlichen Verbreitung aktiver Leibesübungen weit weniger wirksam, als seine 6,7 Millionen gemeldeten Mitglieder vermuten lassen. Wenn der DFB auch beim weiblichen Geschlecht zu den nominierten Größen kommen will, muss er für ein ehrliches Meldeverhalten sorgen und in seinen Vereinen die Voraussetzungen für millionenfachen Mädchen- und Frauenfußball schaffen: Geeignete Plätze, einladende Sanitäreinrichtungen, qualifizierte Trainer und weibliche Vorstände. Bei einem Boom zum Frauenfußball nach erfolgreicher Frauen-WM warten auf den DFB die nächsten Herausforderungen.


    Quelle: Hamburger Abendblatt vom 6. Juli 2011

    Ich finde diese Aussage - "Emotionen gehören doch zum Fußball dazu" - ziemlich platt. Ich rede jetzt nicht unbedingt vom Verfasser hier im Forum, der diesen Spruch brachte. Im echten Leben aber kommt er meistens von denen, die es mit den Emotionen mal schön übertreiben. Ich kenne diesen Spruch von den Kinderfußball-Trainern, die permanent auf ihre Kinder einbrüllen, aggressiv an der Seitenlinie hoch und runter tanzen usw. Spricht man sie darauf an, heißt es "Emotionen gehören zum Fußball dazu."


    In der A-Jugend vor ein paar Jahren hatten wir mal ein heiß umkämpftes Spiel, in dem wir absolut dezimiert mit dem letzten Aufgebot hingefahren sind, auf einem dreckigen Hartplatz alles gegeben haben, mehrfach geführt, am Ende aber 3:4 verloren. Das Spiel selbst war völlig OK gelaufen, nicht unfair, hart umkämpft. Nach dem Spiel fanden es die Gegner angebracht sich in einen Kreis zu stellen und zu singen "Gegen XY (ihr Verein), kann man mal verlieren, gegen XY kaaaaaann man mal verlieren". Das hat sogar mich aggressiv gemacht und wie ich vermute auch einige meiner Spieler. Beim Gang in die Kabinen kam es dann zum Gerangel. Es ließ sich nicht nachvollziehen, von wem das ausging, es war auch nicht wirklich schlimm (keine Schlägerei) und ich will auch keinesfalls meine Spieler in Schutz nehmen, falls es von einem von ihnen ausging: Aber MUSS dieses hämische Gesinge nach Schlusspfiff wirklich sein? Als ich den Gegnertrainer darauf ansprach, nachdem sich die Situation wieder beruhigt hatte, kam sinngemäß auch sowas wie "Das gehört doch dazu, das sind doch nur Emotionen." Ich kann akzeptieren, dass man nach so einem hart umkämpften Spiel, in dem man mehrfach zurücklag und dann doch gewinnt, richtig jubelt. Ich kann akzeptieren, dass man eine Humba macht. Aber einen Spottgesagt wie "Gegen XY (ihr Verein), kann man mal verlieren, gegen XY kaaaaaann man mal verlieren" halte ich generell für unakzeptabel. Diesen spezifischen Gesang habe ich meinem Team sofort verboten.


    Ich mache bestimmt nicht alles richtig. Ich verhalte mich auch manchmal zu emotional. Aber ich versuche auch zu bremsen, wo ich es für angemessen halte. Zurzeit trainiere ich 12/13-Jährige. Wir hatten monatelang (!) in Punktspielen nicht gewonnen, was heftig an den Jungs genagt hat (und am Trainer...) und trafen auf eine Truppe, der es ähnlich ging. Für beide war klar, dass man wenn überhaupt nur dieses Spiel gewinnen könnte. Es war hart umkämpft, ging auf und ab, beide Mannschaften hätten siegen können, am Ende waren wir das etwas glücklichere Team. Die anderen Spieler waren am Boden zerstört. Trotzdem haben uns einige von denen danach sogar fair gratuliert, was ich absolut bemerkenswert fand. Muss ich da jetzt laut feiern oder eine Humba machen und das Unglück der anderen noch verstärken? Ich hab meine Mannschaft dann zusammengerufen, einen Kreis gebildet und ihnen nur gesagt, dass wir KEINE Humba machen sondern einfach nur, dass ich sehr stolz auf sie bin und sie dafür belohnt wurden, dass sie monatelang trainiert und nicht aufgegeben haben. Klar war denen zum Feiern zumute, das haben sie in der Kabine auch gemacht, aber nicht so laut und exzessiv, dass es für die anderen dann wieder schlecht war.

    Ich finde gerade die Idee, ein paar Tage zu zelten und zu übernachten, richtig gut. Bei sowas wachsen neue Spieler am besten schnell zusammen. Mach das unbedingt. Insgesamt finde ich deinen Plan gut so, auch die Schwerpunkte, die du legen willst, passen.

    Wenn du dir einen Überblick über den Leistungsstand der Mannschaft verschaffen würdest ,würde ich dir ungefähr das hier empfehlen:


    1) Aufwärmen mit Ballarbeit, jeder einen Ball, Tannenbaum z.B.


    2) Danach direkt ein Mini-Turnier mit Dreier-Teams machen, da sieht man mit Abstand am meisten. Überzählige Spieler auf diversen Spielfeldern mit Leibchen als Überzahlspieler einbinden.


    3) Torschussübung mit beiden Füßen ohne Gegnerdruck aus dem Lauf heraus (nicht auflegen). Torschussübung frei nach 1:1


    4) Abschlussspiel möglichst auf Originalspielfeld und mit Originalzahl der Spieler, also 7:7 auf Kleinfeld wohl?

    zustimmung. nur ergebnis ist etwas hart. allerdhngs ist meine Erfahrung aus der letzten Saison, wenn du von ca 30 Spieken wbbhrend der Saison 98 Prozent zweistellig einsteckst, hat auch keiner mehr Bock. da motivierst du niemanden mehr.


    Das trifft auch absolut zu. Ohne Ergebnisse geht es ab einem gewissen Alter auch nicht oder nur sehr schwer. Das wird dann gern mal übersehen. Aber eine Platzforderung von einer E-Jugend ist und bleibt absoluter Blödsinn.

    Tut mir leid, das sehe ich komplett anders. Inhaltlich hast du zwar fast Recht, dass man auch auf schlechtem Untergrund Fußballspielen lernen kann, aber diese Spiele sind oft grausam und haben mit Fußball nicht viel zu tun. Man braucht schon einen anständigen Untergrund, um wirklich schönen Fußball zu spielen und zum Erlernen desselben ist das auch sehr hilfreich.


    Ein Beispiel aus der Praxis: Wir haben gegen einen Gegner in der Liga unter uns zwei Testspiele bestritten. Eines auf unserem Kunstrasen, bei dem wir zur Halbzeit 5:0 führten, dann 9 Spieler austauschten und am Ende 7:1 gewannen. Da war alles dabei, was für mich Fußball ausmacht. Schöne Passstaffetten, Tempo im Spiel, wenige Fouls, schöne Einzelaktionen, ein Traumtor eines 12-Jährigen, der den Ball aus 25 Metern (Light-Ball natürlich) so genial mit dem Spann traf, dass er direkt wie ein Strich in den Winkel flog (optimale Schusshaltung, Ball optimal getroffen, weil er flach rollen konnte. Dieses Tor wäre zum Beispiel auf dem anderen Platz so nicht möglich gewesen, weil der Ball niemals sauber zu treffen gewesen wäre).


    Im "Rückspiel" auf einem wahren Acker - der Platz ist als Wiese jedem zugänglich und hat fast gar nichts mehr mit einem Fußballplatz gemein - verloren wir 0:1. Das Spiel war nur von Kampf, Krampf und langen Bällen geprägt, da damit das Mittelfeld überwunden werden musste. Ein Fußballspiel war nicht möglich, denn der Ball holperte. Schüsse gingen trotz guter Schusshaltung 15 Meter am Tor vorbei, da der Ball kurz vor Kontakt über ein Loch hoppelte usw.


    Zum Thema: Hier gibt es reiche Kommunen, die all ihren Vereinen einen eigenen Kunstrasen hinstellen, viele mittlere, die pro Stadt einen Kunstrasen haben und die normalen, die über Rasenplätze verfügen, die alle recht unterschiedlich aussehen und gepflegt sind.

    Soweit ich weiß ist hier das Problem:


    FIFA hat keine solche Regel, daher normal Tor.


    Italienischer Fußballverband hat zusätzliche Regel die sagt: Wenn Ball von Latte und Pfosten zurück ins Feld springt = Aktion beendet.


    Ich behaupte: Wenn sich dieser Verein bis zum CAS durchklagen würde, würde dieser das Wiederholungsspiel kassieren und sagen, dass das Tor zählt. Aber so weit wird es nicht kommen.

    Betrug finde ich widerlich, besonders mit gefälschten Pässen etc.
    Wie erbärmlich muss man hierbei sein?


    Wir hatten damals ganz zu Anfang meiner Trainerlaufbahn einen Gegner, der mehrere B-Jugendliche mit gefälschten Pässen in der C-Jugend eingesetzt hat, über die ganze Saison hinweg. Kurz vor Ende flog das auf. Die Strafe: Punkte weg (selbstverständlich) und 100 oder 200 Mark Strafe. Lächerlich. Die Strafen für sowas sind viel zu gering, die müssten bei so klaren Fällen richtig krachen. Ich habe wirklich null Verständnis für sowas.


    Ansonsten gebe ich tobn aber Recht - solange man sich innerhalb der Regeln bewegt, ist das für mich zulässig. Ich will mich hier gar nicht als "Heiligen" hinstellen: Wir setzen auch regelmäßig Spieler in unseren unteren Mannschaften ein, die eigentlich der höheren Liga angehören. Das kann viele in meinen Augen gute Gründe haben: Ein Spieler war lange verletzt, ein Spieler kriegt in der Einsermannschaft keine Spielpraxis oder wir wollen die untere Mannschaft in einem entscheidenden Spiel im Rahmen der Regeln verstärken. Wir setzen zum Beispiel in entscheidenden Auf- oder Abstiegsspielen die älteren/höherklassigen Spieler ein, die wir auch einsetzen dürfen, allerdings mit dem klaren Ausbildungsgedanken für die Jüngeren im Hinterkopf: Wenn der Aufstieg oder die Qualifikation geschafft sind, werden eigentlich ausschließlich die jüngeren Spieler eingesetzt, die sich gegen die stärkeren Gegner dann viel besser entwickeln können. Die Platzierung ist uns da dann relativ egal.


    Ich kann nachvollziehen, dass das für den jeweiligen Gegner dann auch bitter sein kann, in dem Fall ist mir aber die Jacke näher als die Hose.

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    Wieso sind sie überflüssiger als deine Spiele und Turniere?


    Weil sie in der Regel auf deutlich niedrigerem Niveau stehen und nichts zur sportlichen Entwicklung beitragen und zudem auch noch deutlich gefährlicher sind in Bezug auf Verletzungen.


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    Das ist sicherlich dein subjektiver Eindruck. Bevor ich ihn jedoch als Argument gegen die Schule ins Feld ziehe, würde ich ihn aber mit Fakten untermauern. Ich erlebe bspw. immer wieder, dass die subjektiven Eindrücke der Eltern meiner Spieler sich weder untereinander noch mit meinen Eindrücken decken...


    Das ist richtig, innerhalb meiner Mannschaften und 15 Jahren Erfahrung ist das allerdings ein objektiver Wert, da ich mir das mal über einen Zeitraum von zwei Jahren notiert habe. ALLE schweren Verletzungen abgesehen von einer einzigen in diesem Zeitraum entstanden im Schulsport oder der Schul-AG. Das ist natürlich alles nur nicht repräsentativ, aber trotzdem regt es zum Nachdenken an.


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    Du hast grundsätzlich Recht, wobei ich erwachsene Hobby-Kicker, die schon ein paar Jahre nicht mehr gekickt haben, für besonders gefährlich halte. Im Grundschulbereich, d.h. im KiFu-Alter halte ich die Gefahr für noch recht gering.


    Kein Widerspruch hier, ich rede von Spielern, die 13-19 sind.


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    Das mache ich im KiFu-Alter auch nicht, weil der DFB sagt, dass es unnötig ist. So kommt es mir bisher auch vor. bei Teenagern ist das dann sicherlich anders, aber es geht hier ja um die Grundschule.


    Hier in diesem Text stimmt das. Bei meiner Mannschaft und dem was ich schrieb, geht es wie gesagt um Ältere. Beim Kinderfußball sehe ich diese Probleme nicht.



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    Du meinst also genauso wie dies viele Vereins-Trainer tun?


    Guter Punkt, der Unterschied ist aber, dass unsere Spieler 3x die Woche von uns trainiert werden, dazu kommen unzählige Spiele/Turniere im Jahr – da nehme ich mir ganz ehrlich das Recht heraus, dass unser Fußballspiel/-turnier in der Wertigkeit vor dem der Schule liegt. Für eine Französischarbeit würde ich das z.B. nie in Anspruch nehmen.


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    Und bei den Spielen von Vereinen untereinander gewinnt meistens derjenige, der zufällig die begabteren Spieler hat. Oder den von vornherein größeren Kader. Wo ist da der Unterschied?


    Das ist zu einfach. Im Vereinssport wird mit den Spielern gearbeitet, über Monate und Jahre hinweg. Bei der Schul-AG (ich habe während meines Studiums mehrere geleitet) kommen und gehen Kinder im Lauf der Monate, manchmal finden sich Mannschaften auch nur für ein Schulturnier zusammen, der Lehrer-"Trainer" fährt mit und gibt ein paar "gute Ratschläge", die gar nicht zutreffen können, da er die Spieler gar nicht richtig kennt usw.


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    Damit hältst du dich nicht an die Regeln. Würde ich nicht machen. Wenn es eine Terminkollision gibt und sie sich nicht beheben lässt, dann ist das halt so. "If life gives you lemons, make lemonade." Sowas gehört aus meiner Sicht auch dazu, sich widrigen Situationen zu stellen und auch den nahezu völlig aussichtslosen Kampf anzunehmen und sein Bestes zu geben.


    Auch das ist mir zu platt. Wenn meine Spieler krank/verletzt oder sonstwas sind, ok. Aber nicht, wenn es eine Terminkollision gibt, und der andere Termin ziemlich schwachsinnig ist. Nachdem ich so viel auf die Lehrer geschimpft habe, muss ich mal eine Lanze für die meiner Spieler brechen: In der Regel geht es auf, dass bei Terminkollisionen meine Spieler zu unseren Spielen/Turnieren kommen konnten. Selbst beim Tag der offenen Tür durften sie dann samstags zum Beispiel 1 oder 2 Stunden früher weg als andere Schüler. Ich will hier also kein Kritik an den Lehrern üben sondern einfach nur feststellen, dass Schul-AGs und –Turniere in älteren Jahrgangsstufen oft einfach keine gute Idee sind. Ich bin immer froh, wenn solche Turniere anstehen, wenn sich keiner meiner Spieler dort verletzt hat. Ich leihe meine Spieler aber gerne und bedenkenlos anderen Mannschaften innerhalb des Vereins aus.

    Ich seh das mit der Schule sehr problematisch. Diese Schulturniere sind überflüssig wie ein Kropf. Die meisten meiner Spieler haben sich schwere Verletzungen komischerweise immer wieder bei Schulturnieren oder in der Schul-AG oder im Schulsport geholt. Das ist auch kein Wunder:


    - dort treffen sportliche Spieler auf unbewegliche und unsportliche. Wenn ein guter Fußballer gegen einen anderen guten Fußballer spielt, kennt er in der Regel die Laufwege, Bewegungen etc., die der andere Spieler normalerweise machen wird. Die unkoordinierten Gegenspieler, die man teils im Schulfußball hat, lassen - ohne böse Absicht, einfach weil sie es nicht besser wissen - ein Bein stehen oder laufen jemanden um. Ab einem gewissen Alter und Tempo- wie Klassenunterschied sollte man sehr vorsichtig sein.


    - Oft wird im Schulsport nicht auf ein korrektes Warm-Up oder sinnvollen Aufbau von Übungen/Belastungen/Erholung geachtet. Woher ich das weiß? a) Ich war selber Schüler :D b) Ich habe meine Spieler, die sich verletzt haben, genau gefragt c) Im Sportstudium war der Lehramtsstudiengang eher Schmalspur. Es wurde zwar viel durchgenommen (jede Sportart quasi einmal), aber nichts wirklich vertiefend wie bei unserem "richtigen" Sportstudium.


    - die Lehrer sehen ihre Schulwettbewerbe oft wirklich als Nabel der Welt. Ätzend. Dabei gewinnt in der Regel einfach die Schule, die per Zufall mehr Kinder aus Großvereinen aus der 1. oder 2. Liga hat.


    Resultat: Wenn diese Termine kollidieren, sind meine Spieler in der Regel dummerweise krank.

    Ich will dir nicht ans Bein pinkeln, aber es gibt gewisse Regeln in jedem Verband/Kreis. Man kann immer darüber streiten, ob andere Regeln sinnvoller sind und versuchen, die bestehenden zu ändern (das geht wirklich, wenn man lang genug bohrt). In diesem Fall hättest du halt die Regeln kennen müssen und im Zweifelsfall selber pfeiffen müssen! So ging es mir auch schon mal, das ist zwar nicht toll, aber immer noch besser, als ein Spiel kampflos zu verlieren.

    Es wäre fast witzig, wenn es nicht so traurig wäre. Leider geht die Wahl Krönung zum FIFA-Präsidenten in den deutschen Medien fast völlig unter. Wer Lust hat, sich einmal ein wenig in die Thematik einzulesen, wird aus dem Kopfschütteln nicht mehr herauskommen. Das Timing ist so gewählt, dass die Problematik im Gefolge des CL-Finales fast untergeht.


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    Ich fordere euch hiermit dazu auf, euch die Zeit einmal zu nehmen und ein wenig darüber zu lesen. Die wohl beste deutschsprachige Quelle hierzu ist www.jensweinreich.de.

    Man muss sich hier nicht vorstellen, aber jemand gleich innerhalb seiner ersten vier Punkte als Vollpfosten zu bezeichnen, kommt natürlich nicht besonders gut an. Verständlich, oder?


    Klar muss Vereinssport bezahlbar bleiben. Das ist aber eines meiner Lieblingsthemen :)
    Es hängt auch ganz klar mit dem Thema Vatertrainer zusammen:


    Fußballvereine nehmen nur sehr geringe Beiträge.
    --> Daher haben sie kein Geld, um Trainer adäquat bezahlen zu können.
    --> Sie brauchen Trainer, die bereit sind, das für (fast) umsonst zu machen.
    --> Es gibt zu wenig (positiv) Verrückte, die das machen.
    --> Man greift auf Spielerväter zurück, sonst gäbe es keinen Vereinssport (Fußball, Handball, usw.)


    Muss das so sein? Vereinssport muss bezahlbar bleiben, kein Widerspruch. Aber wir sind ein reiches Land. Warum eigentlich darf Vereinssport, der eine ganze Menge leistet und Kinder im Monat ca. 20-40 Stunden beschäftigt, nicht auch mehr kosten? Um eins vorneweg klarzumachen: Wer das Geld nicht hat, der kann natürlich weniger zahlen bis hin zu gar nichts. Niemand soll ausgeschlossen werden.


    Das Traineramt verschlingt im Monat Minimum ca. 30 Stunden. Eine Trainersitzung im Monat (2 Stunden), 2x wöchentlich Training, inklusive vorher und nachher da sein (8,5 x 2,5 Stunden ~ 21 Stunden Training/Monat), vier Spiele im Monat (Vorher treffen, nachher betreuen, 40-90 Minuten Spiel, = 4x 2,5 h = 10 Stunden).


    Um Trainer halbwegs vernünftig zu entlohnen, wären also pro Trainer ca. 300 bis 400 Euro im Monat notwendig. Schwupps - das Traineramt wäre auf einmal relativ attraktiv. Nun könnt ihr noch ausrechnen (grob), um wie viel eure Beiträge steigen müssten im Verein:


    (Anzahl der Trainer x 300 Euro x 10 Monate) / Anzahl aktiver Mitglieder


    Bei uns wären das ca. 210 Euro pro Mitglied im Jahr, also eine Erhöhung des Monatsbeitrags um 17,50 €.


    Ich behaupte: Das geht für viele Vereinsmitglieder (theoretisch) problemlos. Für Pay-TV ist Geld da. Für Zigaretten ist Geld da. Für teure Videospiele ist Geld da. Für die neuesten Handys. Für die Handyrechnung. Für Fußballferien (1 Woche knapp 200 Euro, Oooops, genau die Summe, die dem Verein pro Jahr fehlt!). Es ist nicht so, dass die meisten Leute sich das nicht leisten können. Sie wollen nicht.

    Ehrlich? Ich habe eher den Eindruck, dass der Entwicklungsvorsprung der Mädchen bis in die D hinein anhält. Bei uns im Verein ist s so: Die Mädls sind in den Mannschaften bis einschl. D i.d.R. mit bei den Leistungsträgern und meist die Schnellsten.


    Ja, deswegen ist es ja absolut widersinnig, dass die Mädchen in ausgerechnet diesen Altersstufen auch noch ein Jahr älter sein dürfen, wo sie eh schon einen Entwicklungsvorsprung haben und dann als reine Mädchenmannschaft sogar zwei Jahre älter. Macht nicht so viel Sinn objektiv betrachtet. Später ist es kein Problem, ältere Mädchen mitspielen zu lassen, aber in der E- und D-Jugend?