Falsche 6? Man kläre mich auf, ich lerne gerne dazu.
Beiträge von Chris
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Grundsätzlich hat FAK mit seinem Anlagen schon recht. Mir geht das beim Lesen der Beiträge auch oft so und ich weiß erst seit ein paar Jahren, dass es in Bayern z.B. unterhalb der Kreisklasse noch eine niedrigere Spielklasse gibt.
Als ganz gute Spielregel hat sich für mich folgendes Konstrukt erwiesen (wobei jetzt bestimmt gleich der erste kommt und mir sagt, dass das auf seinen Landesverband nicht so passt


Von unten nach oben, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
1 Gruppe
scheint es nur in Bayern zu geben. Unterste Liga.
2 Kreisklasse
ist so ziemlich überall die niedrigste Klasse. Manche Kreise haben eine KK1, KK2, KK3 usw, die werden in manchen Kreisen nach Stärke eingeteilt (also KK1 ist besser als KK2), in anderen dagegen regional.3 "Kreisliga"
Das ist die Eben, wo lange für mich die größte Verwirrung herrschte. Die höchste Liga auf Eben des (i.d.R.) politischen Verwaltungskreises. Das Kind kann Namen tragen wie Kreisliga, Kreisleistungsklasse, Kreisoberliga, Kreissonderliga, Sonderliga, Leistungsklasse, Leistungsstaffel, Stadtliga (wenn z.B. eine Großstadt der Verwaltungskreis ist) usw.4 1. überkeisliche Liga
Gruppenliga in Hessen, wo ich herkomme. Andernorts auch gern Landesliga, Bezirksliga, Bezirksklasse, teilweise auch Verbandsliga. Es handelt sich um die erste Liga, in der nicht mehr im Kreis gespielt wird, sondern gegen Mannschaften aus anderen Kreisen.5 Nächsthöhere überkreisliche Liga (nicht alle Bundesländer)
Es gibt einige Bundesländer, die diese Stufe nicht haben. Hessen aktuell z.B., dort gibt es nur die Gruppenliga, danach die Hessenliga als höchste Spielklasse des Landes. Ab 2016 wird dort nun aber auch eine neue Zwischenstufe (5) namens Verbandsliga eingeführt. Diese Ligen heißen je nach Verband mal Verbandsliga (oft zweigeteilt oder dreigeteilt), aber auch Landesliga oder Bezirksoberliga, wenn Stufe 4 z.B. Bezirksliga heißt.6 Höchste Liga eines Verbandes (teilweise auch Bundeslandes)
In der Regel immer eingleisig. Das Kind heißt oft Oberliga, oder eben Bayernliga, Hessenliga usw. Wenn es keine Zwischenstufen (4+5) gibt, gern auch mal Verbandsliga, wobei ich nicht glaube, dass das heute noch der Fall ist.6,5 Zwischenstufe für Bundesländer wie Saarland, Hamburg, Schleswig-Holstein usw.
Bundesländer mit kleinerer Bevölkerung schalten zwischen Ligastufe 6 und 7 gerne noch eine eigene Regionalliga dazwischen. In den größeren Verbänden steigt man von Stufe 6 (höchste Stufe des Verbandes) direkt in Stufe 7 (Regionalliga C-Jugend, Bundesliga A-/B-Jugend auf). Das Saarland aber hat sich z.B. in der C-/ B- und A-Jugend mit dem FV Rheinland (und evtl. noch einem?) zusammengetan, so dass die Meister der Stufen 6 aus Saarland und Rheinland in eine eigene gemeinsame Regionalliga aufsteigen. Von dieser Zwischenstufe aus geht es dann in die B- und A-Jugend Bundesliga. Hier wird mich Günther sicher etwas korrigieren
Das Niveau dieser Zwischenstufen 6,5 ist oft mit dem der Stufe 6 in anderen, größeren Verbänden vergleichbar (diese Erfahrung haben wir bei Quervergleichen in der Regel gemacht). Es macht auch Sinn: Hessen z.B. hat 6 Mio Einwohner, das Saarland 1 Mio und RP hat 4 Mio.7 Höchstmögliche Liga überhaupt:
Das ist einfach. In der C-Jugend heißen die Dinger Regionalliga, in der B- und A-Jugend dann Bundesliga, sind aber immer auch regional unterteilt. Der Begriff Regionalliga passt eigentlich besser als Bundesliga.Oft denken die Leute, die auf Stufe 1, 2, 3 arbeiten, gar nicht bis Stufe 6, 6,5 oder 7. Daher wird es dir auch nicht viel bringen, wenn jemand sagt, dass seine Mannschaft auf Stufe 2 von 4 spielt, weil es vielleicht gar nicht wirklich korrekt ist.
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Ich versteh das Drama nicht.
Man kann sicher über Sinn und Unsinn streiten.
Wenn's ihr nicht passt, soll sie halt nicht hingehen. Uzunbacak hat es kürzer formuliert als ich

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neinsiewerdenimmersoschlechtbleibenwiejetzteshatkeinensinn11jährigenetwasbeibringenzuwollendielernendasehniemalsundesistsehrentscheidendwiejetzttestspieleamsaisonendeausgehen
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Schade, für mich war der Bericht eine vertane Chance.
Das Thema ist wichtig, doch man merkte, dass die Journalisten davon größtenteils zu wenig Ahnung hatten und die falschen Fragen stellten.
- Was soll der DFB denn nun wirklich machen? Finanziell ist das in der Tat nicht darstellbar, dass jeder Verein große finanzielle Mittel erhält.
- Das Problem von immer weniger Ehrenamtlichen wurde nicht erwähnt/nur am Rande gestreift. Was kann man dagegen machen, dass die Leute immer länger arbeiten müssen?
- Die Bereitstellung von geeigneten Plätzen und der Infrastruktur ist ein Problem der Kommunen. Ebenso, dass Vereine, in denen sich die leitenden Personen ohnehin ehrenamtlich zum Wohle der Allgemeinheit engagieren, nun teilweise noch Nutzungsgebühren für städtische Anlagen zahlen sollen oder gar ganze Sportanlagen in Eigenregie übernehmen sollen. Thema wurde überhaupt nicht angeschnitten.
- Immer wieder wurde am Rande erwähnt: Die Amateurvereine haben zu wenig Geld. Wurde irgendwann einmal darauf eingegangen, dass der Fußball im Vergleich zu anderen Freizeitaktivitäten lächerlich wenig Geld verlangt?
Der Bericht blieb leider nur sehr oberflächlich.
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In Hessen gibt es eine Notwendigkeit zu solchen Zustimmungen nicht.
Wir sind ein Verein, der darauf angewiesen ist, dass Kinder aus anderen Vereinen zu uns kommen, damit wir höherklassig spielen können. Ein Teil der Spieler kommt von sich aus (70-80 %), ein anderer Teil wird von uns angesprochen (20-30 %). Gerne würde ich sagen, dass wir uns dabei immer erst an den abgebenden Verein wenden, aber auch hier sind die Erfahrungen größtenteils schlecht (man wird beschimpft etc.). Fakt ist, dass das Ganze in Hessen größtenteils hinter dem Rücken der Altvereine abgeht, selbst von Seiten der Großvereine (was eigentlich noch jämmerlicher ist).
Viele führen sich so auf, als ob die Spieler Eigentum der Vereine sind. Das sind sie halt nun Mal nicht. Zu allererst gilt es daher, sich selber so zu positionieren, dass die Spieler in der Regel nicht wegwollen. Ich habe allen meiner Spielern immer gesagt, dass ich nichts gegen Probetrainings woanders habe, solange ich davon weiß und es nicht gerade vor einem wichtigen Spiel ist. Zum größten Teil (aber auch nicht immer) kriege ich Bescheid, falls einer meiner Spieler woanders mittrainiert. Die Spieler kommen ja zu uns, um höherklassig zu spielen. Wie kann ich mich dann hinstellen, und ihnen den Wunsch verweigern, evtl. NOCH höherklassiger zu spielen? Für mich absolut nachvollziehbar.
Aktuell habe ich einen Spieler, der wohl zu einem Verein wechseln wird, der in der B-Jugend eine Liga höher spielt und zu dem wir ein sehr schlechtes Verhältnis haben. Er hat mir davon erst berichtet, nachdem er ein paar Mal dort trainiert hat. Nicht optimal, aber gut. Er hat nach ein paar Trainings gesagt, dass bei uns das Training besser sei, er aber in der anderen, höheren Liga spielen will und fußballerisch so viel wie möglich erreichen will. Das ist akzeptabel, da er aus diesem Grund vor vier Jahren auch einst zu uns gekommen ist. Meiner Meinung nach tut er sich damit keinen Gefallen, da er dort vermutlich nicht regelmäßig spielen wird (er ist Stammspieler aber kein Leistungsträger bei uns) und er eher auch nicht ins Mannschschaftsumfeld passt. Ich könnte mit dieser Einschätzung aber auch Unrecht haben. All das habe ich ihm nicht gesagt, denn es wirkt nur wie der Alttrainer, der den Wechsel zum Neuverein madig machen will. Ich habe ihm gesagt, wie und wo ich ihn kommende Saison bei uns sehen würde und ihm gesagt, dass er es sich in Ruhe überlegen kann. Es wird wohl mit einem Wechsel ändern. Aber dieser Abgang wäre dann anständig verlaufen und der Spieler kann und wird wohl auch zurückkehren, sollte es nicht so laufen, wie er es sich vorstellt.
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Niemand kann euch zwingen, eine Spielklasse zu übertragen. Wenn ihr nächste Saison in der Spielklasse, der ihr angehört, nicht antreten könnt, entfällt euer Platz natürlich. Es wird evtl. einen Nachrücker geben aus der Liga eins niedriger, oder, auch sowas hat es schon gegeben, eine neue Mannschaft (evtl. eure alte) wird auf Antrag in diese Liga an eurer Stelle eingegliedert. Im Frauenfußball halte ich die Chancen darauf für deutlich größer, da es eh nicht so viele Mannschaften gibt.
Ich weiß überhaupt nicht, ob man einfach so die Ligazugehörigkeit einer Mannschaft an einen anderen Verein "verkaufen" kann. Spontan würde ich "Nein, das ist nicht erlaubt" sagen. Ich weiß, dass (zumindest in Hessen) es möglich ist, dass ein neu gegründeter Verein die Spielklassen des alten Vereins übernehmen kann, wenn er beweist, dass der Großteil der Spieler des alten Vereins sich dem neuen Verein anschließt. Ich denke aber mal, dass es sich bei deinem Beispiel nicht um einen neu gegründeten Verein handelt, in den eure Frauenmanschaft wechselt?
So oder so - das Forum ist hierfür nicht der richtige Partner. Sprich mit eurem Landesverband und dort am besten mit einem Justiziar.
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Ich kann das Vorhaben nur absolut unterstützen, gerade bei einer Mannschaft mit neuen Spielern. Wenn man mit einer Mannschaft ein paar Tage wegfährt, bilden sich neue Freundschaften und, wenn nichts absolut Unvorhergesehenes passiert, verstehen sich die Spieler danach erheblich besser als vorher ("ach, der XY ist ja auch ganz cool, mit dem kann man A, B, C machen.").
Preislich ist es im normalen Rahmen was du vorhast.
Billigere Alternative, wie ich es in der C1 gemacht habe (was damals sehr gut lief): Such dir einen Sportverein, der dir sein Gelände stellt (evtl. gegen einen kleinen Obolus) und zelte dort. Ich hatte damals eine neue Mannschaft für die dritthöchste Liga, 14 (!) neue Spieler. Ich mit der Bahn ca. 200 km mit den Jungs dorthingefahren, 4 Tage, viel Training, 2 Spiele, 1x Therme mit Wellness und Co
, 1x Baggersee und danach war es eine Mannschaft. -
Zodiak - mich würde deine Erfahrung interessieren (wie ich auch dann dein leider abgebrochenes Trainingstagebuch klasse fand).
Generell gebe ich Günter recht. Es wird bei Trainerlehrgängen viel zu wenig auf den Umgang mit Eltern und die Mannschaftsführung allgemein eingegangen. Dabei lauern dort die größten Konflikte. Teamorganisation und -führung sollte mindestens 1/3 der Lehrgangszeit einnehmen.
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Richtig ist, dass es immer mehr Trainer gibt, die keine glänzende Profikarriere hinter sich haben.
ICH halte das auch nicht unbedingt für notwendig, um ein guter ProfiTRAINER zu sein. Aber leider ist eine gewisse Profierfahrung anscheinend immer noch ein riesiger Vorteil. Gerne genannt werden Mourinho, Dutt oder Tuchel als Beispiel für Trainer, die keine Profis waren.
ABER:
Mourinho: 2. portugiesische Liga
Dutt: Verbandsliga, was damals immerhin 4. Klasse war
Tuchel: 2./3. LigaDas ist vielleicht nicht die Karriere von Loddar, aber weit mehr als ich und viele andere in ihrer aktiven Zeit erreicht haben.
Fazit: Ein gewisser "Stallgeruch" scheint nach wie vor so gut wie unerlässlich. Der Spieler, der über die Kreisoberliga/Bezirksliga nicht hinausgekommen ist, wird wohl kaum im Profifußball als Trainer aufschlagen. Ohne mindestens 2. Liga als Spieler geht in der Regel kaum etwas.
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Vielleicht sollte ich vorher kurz anmerken, dass in Hessen D9 auf die gesamte Spielfeldbreite gespielt wird und dass meine Anmerkungen alle nur theoretischer Natur sind, da ich noch nie eine D9 trainiert habe (reizt mich aber...):
- keine D-Jugend, die ich gesehen habe, deckt die komplette Spielfeldbreite mit einer 3er-Kette vernünftig ab. Daher spielen hier viele Teams mit 4er-Kette.
- in der höchsten Spielklasse, Gruppenliga Frankfurt (also mit Eintracht, OFC, FSV Frankfurt usw.) haben in den letzten Jahren extrem viele Mannschaften genau dieses 4-4 gespielt, das dir so vorschwebt.
- dieses 4-4 baut auf dem 3-3 auf, das für das Kleinfeld oft vom DFB empfohlen wird
- grundsätzlich heißt es zwar bei vielen, dass man in diesem Alter noch nicht mannschaftstaktisch arbeiten sollte, daran kommst du aber kaum vorbei, wenn du in dieser Spielklasse mithalten willst
- die Spiele waren teilweise sehr statisch, weil alle dieses 4-4 gespielt haben und sich dann überall auf dem Platz "perfekte Pärchen" ergeben haben
- einige Teams haben darauf reagiert, indem sie bei Ballbesitz einen IV mit ins Mittelfeld haben aufrücken lassen, um dort lokale Überzahl zu schaffen. Sah nach einer guten und reizvollen Option aus, zumal fast alle ohnehin ohne designierten Stürmer haben spielen lassen.
- mich reizt es, folgendes System in einer D9 mal auszuprobieren (gilt nur, wenn auf normale komplette Spielfeldbreite gespielt wird):
Grundgedanke ist der, dass es in den älteren Jugenden oft an gut ausgebildeten, offensivfähigen Außenverteidigern fehlt. Ich würde zu gerne mal ein 4-3-1 probieren, bei dem allerdings die drei Spieler im Mittelfeld NICHT die Außen besetzen, sondern das Zentrum. Damit hätte man im Zentrum in der Regel gegen fast alle Gegner lokale Überzahl, während die Außen von den AV besetzt und abgedeckt werden (im Offensivspiel). Dadurch zwinge ich meine AV, immer wieder die Linie hoch und runter zu rennen und am Offensivspiel teilzunehmen, ins 1:1 zu gehen usw. (denn sonst habe ich dort NIEMANDEN). Bei Ballverlust habe ich natürlich auch die Außen offen, die müssen dann schnellstmöglich zurück. Gehen die gegnerischen AV mit nach vorne, habe ich auf dem Flügel lokale Unterzahl (RM, RV gegen meinen LV beispielsweise). Also muss ich meine drei Mittelfeldspieler dazu bringen, bei Ballverlust und Ball auf dem Flügel auf diesen Flügel zu verschieben. Müsste auf dem Niveau, auf dem wir das gerne spielen würden, aber machbar sein. In dieser Form wäre das System sehr offensiv und eine perfekte Vorbereitung auf das 4-3-3 (es müssen lediglich zwei Außenstürmer ergänzt werden) oder auch das 4-2-3-1, außerdem erhält man sehr gut geschulte Außenverteidiger.
Bevor das für völlig utopisch gehalten wird: Unsere damalige D2 hat das vor ein paar Jahren fast genau so in der Kreisliga gespielt und die AV haben das ziemlich gut umgesetzt und sind mittlerweile beide bei Bundesligisten gelandet. Allerdings sind die Wege verdammt lang. Im Großfeld decken in der Regel ZWEI Außenspieler ca. 105 Meter Feld ab. Bei diesem System muss ein einziger Außenspieler ca. 70 Meter Feld abdecken.
Graue Theorie
Aber ich werde es sicher mal ausprobieren... -
Ja, soweit ich weiß, sind die Dinge in den Landesverbänden zwar sehr verschieden, aber beim Jugend-Wechselrecht orientieren sich (fast?) alle an den DFB-Vorgaben:
Wechsel im Juni:
a) Bei Freigabe des Altvereins sofort frei
b) Ohne Freigabe Sperre bis 1.11.Wechsel außerhalb des Junis
a) Bei Freigabe des Altvereins drei Monate ab Tag der Abmeldung (Poststempel entscheidet)
b) Ohne Freigabe sechs Monate ab dem letzten SpielIn deinem Fall wäre das dann "nur" bis Anfang Oktober, wenn man jetzt sofort geht.
Wäre zu überlegen. -
Was wäre denn der "gute Grund"?
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Das Problem bei den Bayern ist, dass sie ihre wirtschaftlich in Deutschland einmaligen Möglichkeiten (haben andere in diesem Thread ja gut geschildert) nun auch noch seit einigen Jahre intelligent nutzen (das war bei weitem nicht immer der Fall). Die Konkurrenz hat(te) immer nur dann eine Titelchance, wenn Bayern im sportlichen Bereich nicht gut gearbeitet hat.
Ich bin kein Bayernfan, aber ein absoluter Bewunderer dessen, was da gerade fußballerisch passiert.
So etwas wie der Draft ist auf Deutschland leider nicht anwendbar.
Es besteht leider ein eklatanter Unterschied zwischen den möglichen Einnahmen der Vereine in der UCL und der UEL, was es den UCL-Vereinen ermöglicht, sich national noch weiter abzusetzen. Das Problem: Die UEL wird bereits quersubventioniert, soll heißen: Eigentlich gibt die UEL nicht mal die Einnahmen her, die momentan verteilt werden.
Noch mehr Umverteilung zu Gunsten der Chancengleichheit? Wird es nicht geben, da die UEFA weiß, dass die Großvereine (Real, Bayern, Barca usw) dann einen Konkurrenzwettbewerb zur UCL gründen würden, der ihnen wohl sogar noch mehr Einnahmen garantieren würde, als die aktuelle UCL.Meiner Meinung nach lässt sich strukturell nicht viel ändern. Die tatsächlich einzige Leistung:
Die anderen müssen besser arbeiten. Es fehlt in Deutschland ein etablierter zweiter und dritter Großklub, wie es sie in England (City, Arsenal, Chelsea, normal United) oder Spanien (Barcelona und Real) gibt, der/die sich regelmäßig für die UCL qualifizieren. Der BVB ist da auf einem sehr guten Weg. Schalke kriegt es trotz toller Voraussetzungen nicht so richtig gebacken. Leverkusen will ich vom Fanpotenzial her da eigentlich nicht sehen.
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Für die, die es interessiert, eine Einschätzung von lawblog.de. So schnell landet UH also nicht im Knast:
Das bedeutet aber noch nicht, dass Uli Hoeneß nun sofort ins Gefängnis muss. Er kann gegen das Urteil Revision einlegen. Das wird er sicherlich innerhalb von einer Woche tun; ein Dreizeiler. Mutmaßlich wird auch die Staatsanwaltschaft Revision einlegen.
Damit ist das Urteil dann noch nicht rechtskräftig. Diese Rechtskraft tritt frühestens ein, wenn der Bundesgerichtshof abschließend in der Sache entscheidet. Bis es soweit ist, gehen normalerweise schon mal 6 bis 12 Monate ins Land, mitunter auch mehr.
Vorher passiert nichts, sofern der Haftbefehl von Hoeneß nicht wieder in Kraft gesetzt wird. Was ich bei dem eher milden Urteil für unwahrscheinlich halte, da die Fluchtgefahr bei Hoeneß sicher nicht so wahnsinnig groß ist. Eine andere Frage ist womöglich, ob das Gericht die Beschränkungen für Hoeneß erhöht. Auslandsreisen könnten möglicherweise ein Problem für ihn werden.
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TW-Trainer:
Absolut, du hast Recht, den Mentalitätswandel gibt es so auch bei Eltern und Trainern. Insgesamt ist das nicht wirklich eine gute Entwicklung, aber ein paar sich entwickelnde Tendenzen finde ich interessant (Wer wirklich "will", kann sich gegen mehr Geld/Beiträgen einem professioneller arbeitenden Verein/einer Fußballschule anschließen, wo der Sport dann aufgrund der höheren Beiträge auch eine höhere Wertigkeit erfährt).Natürlich ist die Freiwilligkeit die Grundvoraussetzung, schließlich ist es ein Hobby. Aber eben ein Teamhobby, wo man auf den Mitspieler angewiesen ist. Vor einigen Wochen kam einer meiner Spieler (Neuzugang letzten Sommer) zu mir und meinte, dass er sich abmelden wolle. Er habe das mit 3x wöchentlich Training und der Schule und der Fahrerei zu uns unterschätzt. Da er ein cleverer junger Mann ist und sehr reflektiert argumentiert hat, war mir klar, dass es kein Schnellschuss ist. Ich habe ihm gesagt, dass ich seine Argumente nachvollziehen kann, mich aber auch freuen würde, wenn er wieder kommt, egal wann das ist. Jederzeit sei er wieder willkommen. Ich gehe nicht davon aus, dass er wieder kommt, aber in diesem Fall war es für ihn eine saubere und richtige Entscheidung.
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Ich muss Siebener auch ganz deutlich zustimmen: Es hat einen Mentalitätswandel gegeben in den letzten Jahren und ich will gar nicht sagen, dass das schon lange so ist. Ich würde das auf ca. 5-8 Jahren beziffern, seit denen sich deutlich etwas geändert hat.
Ein paar Schlüsselgedanken von mir. Eigentlich wurde alles so oder so ähnlich hier schon gesagt, aber für mich ist es hilfreich zu lesen, dass es Anderen ähnlich geht. Wir spielen mit unseren Mannschaften ab der D-Jugend außerkreislich und haben einen relativ regen Zulauf von leistungsorientierten Spielern im Umkreis von 35 km.
- Es wird heute aus Gründen abgesagt, die vor einigen Jahren noch anders behandelt wurden. Früher war Fußball in einem Verein wie unserem (und auch in kleineren) das Zweitwichtigste nach Schule/Ausbildung. Das ist heute nicht mehr so. Keine Wertung, nur eine Feststellung.
- Die Probleme beginnen ab der B-Jugend so richtig. Ich kann das insofern gut vergleichen, als ich vor 6 Jahren eine andere Mannschaft hatte, die genau so alt war wie meine jetzige (U16) und für mich deutliche Unterschiede bemerkbar sind. Gespräche mit anderen Vereinen bestätigen das. Die genannten Probleme ab der U16 haben sogar Vereine, die mit ihrer U16 in der dritthöchsten Liga spielen. Deren Trainer berichtete mir von relativ kleinen Trainingsgruppen (10-12 Mann).
- Die Kaderzahlen die TW-Trainer nennt, sind für die heutige Zeit leider utopisch. Die von TRPietro sind deutlich näher an der Realität.
- In der B-Jugend bei mir aktuell: Ein Kreuzbandriss, ein weiterer Spieler der mit Knieverletzung fast ein Jahr fehlt, ein Bänderriss im Knie.
- Termine wie Fahrschule, Nachhilfe usw werden problemlos in Trainingszeiten gelegt, während es früher (ich rede von 2008!) sich mehr bemüht wurde, Alternativtermine zu finden, die nicht in der Trainingszeit liegen.
- Bei uns kommt noch die spezielle Problematik dazu, dass es für einige Auswärtige ab der B-Jugend schwerer wird, zu uns ins Training zu kommen. Vorher fahren die Eltern die lieben Kleinen anscheinend gerne, ab da wird es manchen eher lästig.
- von 21 Leuten habe ich aktuell zwischen 12 und 16 im Training. Früher waren das zwischen 16 und 19 im Schnitt. Unsere U17 und vor allem U19 weist ähnliche Probleme auf. Bei U15, U14, U13, U12, U11 usw gibt es diese Probleme nicht und gab es sie bei mir (noch letztes Jahr in der U15) auch nicht.
- Aufgrund wie ich finde sehr guten Trainings
(klar, das denkt jeder über sich) dachte ich immer, dass ich gegen diese Probleme immun bin. Ich hatte sie so noch nie. Doch auf einmal sind sie da. Entweder entspricht mein Training nicht mehr dem Interesse der Spieler/ist nicht mehr zeitgemäß (möglich, halte ich aber für sehr unwahrscheinlich), oder das Problem ist struktureller Art.- Ich finde Regeln wie Absagen für meine Trainingsplanung extrem wichtig. Es ist ein Unterschied, ob ich Übungen mit ca. 10 oder ca. 18 Leuten plane und vor allem ob ich etwa 1 oder 2 TW im Training habe. Klar kann man variabel gestalten (+-2), aber gewisse Zahlen machen bestimmte Trainingsthemen möglich oder unmöglich.
- Um vernünftig Mannschafts- und Gruppentaktik zu trainieren, brauche ich eine vernünftige Teilnahmezahl im Training. Dafür dann eine entsprechende Kadergröße.
- Ich bin Trainer, nicht der, der den Jungs permanent noch hinterherlaufen muss, damit sie ihr Hobby ausüben können. Wenn jemand alles nur unverbindlich will und so wie er Lust und Laune hat, bin ich halt der Falsche dafür. Absagen klappt bei uns bis auf Einen auch gut.
- VIele Absagen, die ich momentan kriege, kann ich den Spielern kaum "vorwerfen". In der Regel sind sie schulisch bedingt, krankheitsbedingt oder Termine, die nicht anders zu legen sind (Firmung etc.). Aber wenn DAZU dann auch noch hin und wieder "vermeidbare" Absagen kommen, erschwert das den Trainingsbetrieb halt immens.
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Ich versteh ehrlich gesagt das Ziel der Diskussion nicht. Der Jugendfußball in Deutschland geht ohne Vatertrainer nicht. Worauf zielt die Diskussion also ab? Die Vision, nur wer einen Schein hat, darf mit seiner Mannschaft am Punktspielbetrieb teilnehmen, finde ich spannend – wäre ein eigenes Thema wert, sollte hier nicht mit dem Vatertrainer verknüpft werden.
siebener: Ich gehe mal kurz auf deine genannten Vorteile ein. Will das Posting nicht zu lange werden lassen, daher nur kurz der Hinweis: Die von dir genannten Vorteile haben nicht so viel mit Vatertrainern zu tun, ich kenne genug dieser Gattung, die wenig Empathie und Zuverlässigkeit mitbringen. Sprache der Kinder und Jugendlichen sehe ich eher bei den 16-22-jährigen Trainern. Mehr gern bei Bedarf.
Der springende Punkt bleibt doch – jeder Vatertrainer hat die Probleme der anderen Trainer und noch das eigene Kind. Ich habe noch keinen, wirklich keinen Vatertrainer beobachtet, der seinen Sohn wie jedes andere Kind behandelt. Aber jede Menge, die sich das einreden. Das geht auch gar nicht. Ich könnte es auch nicht.Am besten wäre nach wie vor, wenn Väter einsehen würden, dass allen am meisten gedient ist, wenn sie ihr großes, lobenswertes Engagement im Verein für eine Mannschaft erbringen würden, in der NICHT ihr Sohn spielt. Bei uns haben das einige mittlerweile getan und haben mir diese Erkenntnis bestätigt.
Eine Auswahl der mir bekannten Vatertrainer, die ihre Söhne trainieren aus den letzten Jahren Teils unser Verein, teils andere, teils aktiv, teils nicht mehr aktiv. Das mag jetzt für Vatertrainer wenig schmeichelhaft sein, ist aber leider die mir bekannte Realität. Man darf halt auch nicht vergessen, dass sich hier im Forum weitestgehend die Trainer (ob Vater oder Nicht-Vater) sammeln, die sich ohnehin schon stark und gut mit der Thematik beschäftigen.
- Vater Cheftrainer. Sohn guter Spieler (älterer Teenager). Problematisches Verhältnis zu Sohn schlägt sich in lauten Auseinandersetzungen nieder. Vater hat wenig Bezug zur Jugend.
- Chef- und Co-Trainer sind Väter. Beide Söhne absolute Leistungsträger. Beide erlauben sich einiges an Fehlverhalten gegenüber Gegenspielern. Beide spielen immer durch. Immer.
- Co-Trainer ist Vater. Sohn schafft es dadurch in eine Mannschaft, in die er sonst vielleicht nicht reingekommen wäre. Co-Trainer protegiert Sohn sehr geschickt.
- Vater Chef-Trainer. Sehr guter Ausbilder, auch guter Umgang mit den Kindern. Sohn Mittelmaß. Kriegte überdurchschnittliche Einsatzzeiten, weil die liebe Frau zuhause Stress gemacht hat. Vater hätte das sonst glaube ich gut hingekriegt mit dem gleich behandeln, war wirklich fair, aber die Frau spielt halt auch mit in der Rechnung. Trainiert mittlerweile nicht mehr seinen Sohn.
- Vater Chef-Trainer. Sohn Mittelmaß. Vater als Trainer inhaltlich schlecht. Umgang mit Kindern gut. Leichte Bevorzugung des Sohnes.
- Vater Chef-Trainer (Polizist. Nein, nicht Andre). Trainer mittelmäßig bis nicht auf der Höhe der Zeit. Aber ich hatte den Eindruck, dass der Sohn behandelt wird wie jeder andere. Sohn absoluter Leistungsträger.
- Vater Co-Trainer. Sehr gut. Recht gute Einschätzung der beiden Söhne (einer Leistungsträger, der andere gut), aber eben nicht wirklich objektiv. Der gute Sohn ist der Liebling und wird oft stärker und talentierter gesehen, als er ist. Wird mehr gefördert.
- Vater Chef-Trainer. Mittelmaß. Söhne Mittelmaß. Vater schwärmt immer wieder von seinen überaus talentierten Söhnen. Bin überzeugt, dass sie Sonderbehandlung genießen.
- Vater Chef-Trainer. Sohn bester Spieler der Mannschaft. Durfte alles, insbesondere sich mit fremden Spielern und Trainer anlegen als D-Jugendlicher oder E-Jugendlicher (!). Geschrei, Tränen, Auswechslungen mit Papa. Szenen wie aus einer Komödie.
- Vater Chef-Trainer. Choleriker. Aber trotzdem mögen ihn die Kinder irgendwie. Sohn bester Spieler der Mannschaft. Gab immer wieder Geschrei, Tränen, Auswechslungen mit Papa. Szenen wie aus einer Komödie. Sohn ist mittlerweile zum Profiverein, Vater trainiert weiter seine Mannschaft. Dafür hat er meinen Respekt. Für seine cholerischen Anfälle nicht.
- Vater Chef-Trainer. Sohn Mittelmaß. Der Typ als Trainer Totalausfall. Choleriker. Säufer. Null Ahnung von Trainingsaufbau. Sohn seiner Ansicht nach überragend, durfte fast alles auf dem Platz. Sohn eigentlich anständiger Kerl, der nicht abhob und sich für den Besten hielt.
- Vater Chef-Trainer. Sohn Mittelmaß. Vater hielt ihn für den besten Spieler. Vater als Trainer unterdurchschnittlich. Führte eine richtig gute Mannschaft fast zum Abstieg. Sohn 10, Freistöße und Elfmeter. Sohn hatte Mitte der Saison kein Bock mehr auf Fußball. Vater schmiss drei Wochen danach hin.
- Chef- und Co-Trainer Väter. Beide mit schwachen Söhnen. Beide haben das wohl durchschaut. Trotzdem haben beide Söhne weit überdurchschnittlich lange und oft gespielt.
- Vater Co-Trainer bei mir (Vergangenheit). Sohn durchschnitt bis gut. Vater hat ihn besser gesehen als er ist. Insgesamt hat er alle Spieler ordentlich behandelt, für seinen Sohn aber schon öfter Spielanteile eingefordert, die er eigentlich nicht verdient hatte.
- Vater Chef-Trainer. Sehr gut. Alles super, auch objektiv. Problem: Sohn Torwart, weitere Torwart war vorhanden. Beide erhielten gleiche Spielanteile. Dritter, wirklich guter Torwart wurde nicht genommen ("Ich habe genug Torhüter").
- Vater Chef-Trainer. Guter Mann. Sohn schwach. Wurde objektiv behandelt. Vater hörte dann aber auf, weil es ihm zu sehr weh tat, dass er seinen Sohn regelmäßig auf die Bank setzten musste.
Repräsentativ? Keine Ahnung, ich vermute aber schon. Aber in einem hat Siebener auf jeden Fall Recht: Auch jeder "normale" Trainer hat sicherlich Spieler, mit denen er besser oder schlechter kann. Aber die spezielle Problematik Sohn entfällt eben.
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Genau so als Kind am eigenen Leibe erlebt u. dann als ohnmächtiger Papa meiner Jungs wieder x-mal.... Und: wer offen drüber zu reden wagt, um dialogische Vernunft, Team- + Fairplay bittet, wird Unperson, fliegt raus: in hohem Bogen! Daher allergisch gegen so einseitge Eltern-Kodex-Masche!Ich verstehe ja, dass du aus deinen sehr speziellen Erfahrungen heraus da bestimmte Ansichten hast.
Aber in der Realität, in der ich lebe, sind die meisten Trainer alles ander als unantastbar und werden permanent kritisiert und am liebsten hinter ihrem Rücken.
Du hast sicher Recht, dass es viele Trainer gibt, die auf offene Kritik nicht so wahnsinnig stehen. Aber unter dem Strich bleibt eben, selbst bei dem schlechtesten Trainer, der vieles falsch macht, eines stehen: Er verbringt kostenlos Zeit mit den Kindern anderer Leute, um diesen eine Freizeitgestaltung zu ermöglichen. Solange er ernsthaft bemüht ist, sein Bestes zu geben (selbst wenn das nicht viel sein mag), hat er dafür Respekt verdient.
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Erst einmal finde ich nicht, dass meine Mannschaft sooo stark ist. Wir sind kein Profiverein und wir sind auch kein Halbprofiverein. Die Spitze ist ziemlich breit in Deutschland, die absolute Hochleistungsspitze dafür ist von dieser breiten Spitze ab einem gewissen Alter sehr weit entfernt.
Ich finde, dass das, was ich geschrieben habe, generell anwendbar ist. Man sollte sich halt immer Gegner suchen, die ein bis zwei Stufen besser sind als man selber. Habe ich eine D-Jugend aus der 6. Liga, suche ich mir eine mittelmäßige D-Jugend aus der 5. Liga oder eben der 4. Liga usw.
