Beiträge von Chris

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    Trainer, die schlecht trainieren, trainieren schlecht, egal ob sie 7v7 oder 5v5 oder 9v9 spielen.
    Bei uns spielt G, F und E leider auch 7v7. Daher ist es im Bereich F zum Beispiel keine Veränderung. Meine Aufstellung war ein Beispiel dafür, wie es aussehen könnte, wenn die Jahrgänge "eins hoch" rutschen. Ich muss meine Trainingsziele doch nur in den wenigsten Bereichen von der Feldgröße abhängig machen.


    Ich trainiere aktuell eine U12, nach dem neuen System wäre sie nächste Saison als U13 auf dem Großfeld. Wäre nicht wirklich schlimm und würde meine Trainingsziele so gut wie gar nicht beeinflussen.

    Nach wie vor verstehe ich die Dramatik nicht unbedingt.


    G8/G9:
    Kann man nicht vergleichen. Die Kinder müssen nicht "mehr Stoff" durchkriegen. Und ob ein 19-Jähriger schon im Seniorenbereich spielt oder noch ein Jahr A-Jugend ist kein Weltuntergang.


    Jüngerer Kinderbereich Katastrophe
    Wieso? Das Einzige, was ich als diskutabel ansehe, ist die U13 auf dem Großfeld. Ansonsten spricht nichts dagegen zu sagen:
    G-Jugend U6: 3v3 oder 4v4
    F-Jugend U8/U7: 5v5
    E-Jugend U10/U9: 7v7
    D-Jugend U12/U11: 9v9
    Solange man entsprechend trainiert und schult ist die Feldgröße bei Pflichtspielen nicht unbedingt der Untergang des Abendlandes, zumal viele NLZs in der U13 sowieso schon 11v11 auf Großfeld spielen.


    "Sich vorbereiten"
    Finde ich nicht wirklich notwendig, alle haben mit derselben Umstellung zu tun, egal in welcher Spielklasse.

    Ich habe null Erfahrungen mit Frauenmannschaften, daher hier mein Rat, wie ich es bei Jungs/Männern angehen würde, passt vielleicht nicht ganz auf Frauen:


    Da ihr leistungsorientiert spielen wollt, stelle nach einer Mischung aus Leistung (auch Trainingsleistung!) und Trainingsteilnahme auf. Ich mache den Spielern meistens klar, dass die pure Anwesenheit im Training noch keine Leistung ist, man muss sich dann schon auch reinknien und was tun!


    Ich würde bei der Kadernominierung aber auch schon beachten, WARUM jemand fehlt. Ich habe z.B. einen Spieler, der an einem unserer drei Trainingstage Tennis spielt, sonst aber immer da ist. Da möchte ich ihn jetzt auch nicht zwingen, Tennis aufzugeben.


    Mein Kader ist grob in zwei Gruppen eingeteilt:


    6 Jungs: Leistungsträger und zufällig (oder vermutlich nicht zufällig) auch noch die, die am meisten am Training teilnehmen. Die spielen fast immer (aber nicht länger als die meisten Anderen).


    12 Jungs: Die rotieren durch, mal spielen die 6, mal die 6, so dass ich immer so auf 12-13 komme (9er-Feld).
    Dabei gehe ich nach Trainingsbeteiligung und gezeigter Leistung, aber rein nach Trainingsbeteiligung dürfte z.B, der Tennisjunge nie spielen. Das geht natürlich nicht, er spielt genauso oft und lang wie die anderen Jungs dieser Gruppe.


    Sei vorsichtig, wenn du ein Dogma ausgibst, etwa: "Nur wer 3x trainiert, spielt auch".


    Du wirst es irgendwann brechen müssen und dann stehst du schlecht da.

    Mein Lieblingsthema :)


    Ist nicht in Ordnung.


    Du solltest zumindest versuchen, alle Spieler gleich zu behandeln. Gelingen wird es dir eh nicht, aber gerade bei so etwas Fundamentalem solltest du erst einmal alle Kinder gleich stellen.


    Übrigens auch aus Eigeninteresse: Wenn du das so durchziehst und verkündest, wirst du einen nicht geringen Teil der Eltern (zumindest heimlich) gegen dich haben.

    Die Struktur ist mir nicht ganz klar: In was für einem VEREIN spielt er?
    Breitensport? Leistungsorientiert?


    Was ist mit einer Kreisauswahl gemeint? Ich dachte, die sind durch die DFB-Stützpunkte abgelöst worden? Bei uns gibt es die schon lange nicht mehr. Gibt es bei euch auch einen DFB-Stützpunkt? Hat er da mal mitgemacht? Wurde er genommen?


    Die Aufnahme in eine Fußballschule ist normalerweise kein Qualitätskriterium. 99 Prozent aller Fußballschulen erzählen Eltern etwas von Talent, damit die Eltern die Schule buchen.


    Fußballschule/Kreisauswahl weitermachen: Das ist relativ einfach. Wenn er Spaß daran hat und die Zeit dazu, dann soll er es weitermachen. Wenn nicht, dann soll er eins davon streichen, oder eben beides.

    Rein theoretisch kann der Spielausschuss des HFV in Hessen eine solche Eingliederung beschließen.


    Das ist aber sehr theoretisch, da ich mich oberhalb der Kreisliga nicht daran erinnern kann, davon mal in der Realität gehört zu haben.


    Um es mal theoretisch durchzuspielen (hier ist einiges Halbwissen, ich habe mir jetzt nicht die Satzung noch mal durchgelesen, aber so habe ich es in Erinnerung):


    - Zieht ein Verein der GL mitten in der Saison zurück, verringert sich die Zahl der Absteiger in der Liga.


    - Um die Aufstiegsrunde spielen zu können, muss man Kreismeister werden. Verzichtet der KM, dann geht dieses Recht auf die folgenden Klubs über, bis zu Rang vier normalerweise.


    Das erklärt auch ein wenig, warum es meiner Meinung nach noch nie passiert ist. Damit es klappen würde, müsste folgendes passieren:


    a) Alle Vereine in der Kreisliga, die vor eurer C-Jugend stehen, verzichten auf die Aufstiegsrelegation. Ihr müsstet dann aber immer noch die Relegation erfolgreich spielen.


    b) Es zieht ein Verein, der sich für die C-Jugend-Gruppenliga qualifiziert hat, NACH der Aufstiegsrelegation seine Mannschaft zurück. Dann ist die Liga um einen Verein unter der Sollstärke. Normal wird das in der Folgesaison mit vermindertem Abstieg/mehr Aufsteigern ausgeglichen. Aber in so einem Fall könnte man einen Antrag stellen. Wenn ich allerdings ein Verein wäre, der in der Aufstiegsrelegation unterlegen ist, würde ich auch einen Antrag stellen und diese Vereine dürften dann auch Vorrang vor euch haben.


    Am besten rufst du aber einfach mal beim HFV an und erkundigst dich da direkt, welche Wege es geben könnte. Momentan halte ich das allerdings ebenfalls für mehr als unwahrscheinlich.

    Deine Analyse und deine Gedanken finde ich gut, soweit das aus dem Geschriebenen beurteilt werden kann.
    Bis auf den Zeitpunkt ist alles ok.
    Der springende Punkt für mich wäre noch, ob du deinem alten Verein für die neue Saison zugesagt hast. Falls ja, würde ich bleiben, das wäre sonst schlechter Stil für mich. Falls nein, dann scheint jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, insbesondere was die Eigenmotivation betrifft.

    Bei der Debatte um den Drop Out wird meiner Meinung nach vernachlässigt, dass es gar nicht realistisch ist, dass alle Jungs nach der D-Jugend weitermachen.


    F/E/D ist so ein Alter, in dem "jeder" Junge Fußball spielt. Mit 13, 14, 15 entdecken sie eben andere Sachen auf der Welt und orientieren sich teilweise zu anderen Hobbys um. Es ist die Frage, wie viele dieser Jungs eben wirklich durch bessere Konzepte/Training gehalten werden können, und was einfach nur eine natürliche Umverteilung ist.


    Im Bereich der A-Jugend gibt es ganz klar Probleme, die müssen eben analysiert und angegangen werden.

    Ich finde da einige Ansichten viel zu negativ.


    Es geht dabei wirklich nicht um das Sparen von Geld oder ähnlichen Dingen. Schau dich mal im A-Jugend-Bereich um - überall gibt es Probleme mit dem älteren Jahrgang, selbst in höheren Spielklassen.


    Mädchen sind, soweit ich weiß, gar nicht betroffen.


    Für mich gibt es für Spätentwickler und Spätgeborene bessere Chancen, da wie ich schon erwähnte, für mich U12/U11 und U14/U13 besser zusammenpassen als U15/U14.


    Man kann mit einer U11 aufs Neunerfeld gehen und mit einer U12 aufs 11er-Feld - das ist nicht der Untergang des Abendlandes.


    Allerdings würde ich mir für F- und G-Jugend wünschen, dass wir vom 7v7 wegkommen:


    G: 3 v 3
    F: 5 v 5
    E: 7 v 7
    D: 9 v 9
    ab C: 11 v 11


    Wäre für mich gut.

    Wir sind bei weitem kein NLZ, aber wenn sich bei mir Spieler aus umliegenden Vereinen (Einzugsbereich ca. 30 km) vorstellen, dann schaue ich in jüngerem Alter primär auch nicht darauf, was die Spieler KÖNNEN, sondern wie beweglich sie sind (Koordination, Grundtechnik) und wie sehr sie aus eigener Initiative laufen und nachsetzen. Was mich fast gar nicht interessiert ist z.B. die Ausdauer.


    Wenn ich diese beiden Elemente (gute Koordination und Grundtechnik) sowie hohe Eigenmotivation zum Laufen und Nachsetzen sehe, bin ich mir sicher, dass sie den Rest auch beigebracht bekommen können.



    EDIT: Das was Folkao gerade beschrieben hat (Spieler mit mangelnder Laufbereitschaft werden auf größerem Feld von technisch schwächeren, die mehr laufen, verdrängt) kann ich gerade bei mir beobachten. Ich habe eine E1 übernommen, die jetzt D2 ist und zwei der Spieler, die mir bei meinen Beobachtungen im halben Jahr vor der Übernahme (Sommer 2015) sehr positiv aufgefallen sind, weil sie tolle Fußballer sind, tun sich auf dem größeren 9er-Feld (bei uns schon ca. 70x55 Meter) verdammt schwer. Ich bin dabei, sie zu mehr Laufen zu bringen, aber das geht nur sehr schleppend voran. Und tut mir in der Seele weh.

    Die NLZs bieten eben bessere Trainingsbedingungen durch mehr spezialisierte Trainer und, selbst wenn man wie wir aktuell, eine gute Mannschaft hat, eben eine noch bessere Mannschaft und noch bessere Gegenspieler im täglichen Training. Dazu kommen sehr gute Turniere und Testsspiele auf einem hohen Niveau, die wir so nur sporadisch/gar nicht bieten können.


    All das bringt mich eher dazu, meinem Spieler früher anstatt später dazu zu raten. Auf der anderen Seite denke ich mir immer, dass sie dazu noch sehr jung (11/12) sind und es für sie besser wäre, etwas gefestigter (14/15) in ein NLZ zu kommen. Aber dann ist es vielleicht zu spät.

    Es gibt Jonas Hector, der von einem Oberligisten im Alter von 20 zu Köln wechselte und heute Nationalspieler ist. Das dürfte aber damit zu tun haben, dass er aus dem Saarland kommt. Wäre er woanders aufgewachsen, hätte er wohl auch früh den Weg in ein NLZ gefunden.


    Ich hatte kürzlich eine Statistik gesehen (evtl. sogar hier in diesem Forum?), wo sich die messbaren Leistungswerte von NLZ- und Nicht-NLZ-Spielern im Alter 12, 13, 14, 15 nicht groß verändert hätten. Wobei ich das nicht ganz glauben kann.


    Die Frage, die ich mir momentan konkret stelle ist - wann rate ich meinem Spieler zum Wechsel ins NLZ? Nach der U13? Nach der U14? Oder sogar erst nach der U15? Das erscheint mir persönlich schon fast zu spät.

    Ich wünschte, dass ich dem so glauben schenken könnte, da ich aktuell auch mal wieder davor stehe, meinen Spielern zu raten, ob oder ob nicht der Wechsel ins NLZ für sie momentan schon sinnvoll ist.


    Wenn man sich aber die "Karriere" der aktuellen Generation an Bundesliga-Profis anschaut, so stellt man fest, dass die meisten seit D- oder C-Jugend im NLZ gespielt haben. Die vielen "Überholer" und "Spätstarter" sehe ich da nicht.


    Was natürlich nicht heißt, dass unterwegs nicht trotzdem zahlreiche andere auf der Strecke geblieben und ausgetauscht worden sind.

    Ich kann das zwar verstehen, dass man es der Kinder wegen macht, denke aber schon seit Jahren, dass es nur deswg. läuft, weil es so viele "Deppen" gibt, die das mitmachen (ich schließe mich da ein, das was ich investiere an Zeit ist mit 100 € lange nicht "bezahlt").


    Grundsätzlich ist es meine Freizeit und ich mache es gerne, also brauche ich nicht unbedingt eine Bezahlung. Aber wenn mir jemand das vorwerfen würde, würde ich Rot sehen...

    Ich finde nicht, dass A-Jugendliche es bisher so schwer haben, im Seniorenbereich Fuß zu fassen. Aber das kommt natürlich auch auf die Spielklasse an.


    Im älteren Jugendbereich geht es wohl eher darum, dass es überhaupt noch A-Jugenden gibt. Durch die vielen Leute, die eben dann wg. Abi/Wegziehen wegfallen, gibt es ein A-Jugend-Sterben. Dem wirkt man mit der Zusammenlegung U18/U17 entgegen. Zudem kenne ich viele U19-Spieler, die lieber bei den Senioren als den A-Junioren kicken (weil es neu und aufregend ist), was für viele A-Jugendteams ebenfalls problematisch ist. Das fällt dann weg und verlagert sich nicht einfach auf die U18, da die ja meistens noch nicht volljährig sind und nicht bei den Senioren spielen dürfen. Für den A-Jugend-Bereich macht es schon mal sehr viel Sinn.


    B-Jugend wäre dann U16/U15. Sehe ich keine Probleme und finde wie gesagt, dass das körperlich sehr gut passt. Dort hast du in beiden Altersstufen schon viele Jugendliche die voll im Wachstum sind und schon sehr dynamisch.


    C-Jugend U14/U13. Passt für mich wie gesagt ideal, da dort viele noch ganz am Anfang des Wachstums stehen/noch nicht drin sind. Das einzige Manko ist Großfeld für die U13.


    D-Jugend U12/U11. Passt für mich auch besser als vorher. Ich habe festgestellt (als U12-Coach), dass der Unterschied U12 zu U13 doch größer ist körperlich als U11 zu U12. Wenn ich in unsere U11 gucke, würden 90 % meiner U12-Spieler da nicht auffallen körperlich. Von der U13 aber fallen ca. 50-60 % körperlich auf, wenn sie bei mir wären.


    E-Jugend U10/U9. Bin kein Fachmann, dürfte aber passen?


    Alles drunter: Wünsche ich mir 5v5 und 3v3. Das hat ja nicht unbedingt was mit den Jahrgängen zu tun, ob eine U7 nun in den Spielbetrieb muss oder nicht.

    Die Gründe waren natürlich plausibel, wurden von der Mehrheit jedoch abgelehnt mit der Begründung die Trainer wollten sich nur die Taschen voll machen. Von diesen Stimmungsmachern war natürlich keiner bereit, in irgend einer Form mit anzupacken.

    Das wäre der Moment, in dem ich den Verein wechseln würde. Bei uns gibt es ebenfalls kaum Geld (100 Euro pro Monat), aber wenn mir jemand so etwas Freches unterstellen würde, könnte er sich einen anderen Trottel suchen.