Ich habe null Erfahrungen mit Frauenmannschaften, daher hier mein Rat, wie ich es bei Jungs/Männern angehen würde, passt vielleicht nicht ganz auf Frauen:
Da ihr leistungsorientiert spielen wollt, stelle nach einer Mischung aus Leistung (auch Trainingsleistung!) und Trainingsteilnahme auf. Ich mache den Spielern meistens klar, dass die pure Anwesenheit im Training noch keine Leistung ist, man muss sich dann schon auch reinknien und was tun!
Ich würde bei der Kadernominierung aber auch schon beachten, WARUM jemand fehlt. Ich habe z.B. einen Spieler, der an einem unserer drei Trainingstage Tennis spielt, sonst aber immer da ist. Da möchte ich ihn jetzt auch nicht zwingen, Tennis aufzugeben.
Mein Kader ist grob in zwei Gruppen eingeteilt:
6 Jungs: Leistungsträger und zufällig (oder vermutlich nicht zufällig) auch noch die, die am meisten am Training teilnehmen. Die spielen fast immer (aber nicht länger als die meisten Anderen).
12 Jungs: Die rotieren durch, mal spielen die 6, mal die 6, so dass ich immer so auf 12-13 komme (9er-Feld).
Dabei gehe ich nach Trainingsbeteiligung und gezeigter Leistung, aber rein nach Trainingsbeteiligung dürfte z.B, der Tennisjunge nie spielen. Das geht natürlich nicht, er spielt genauso oft und lang wie die anderen Jungs dieser Gruppe.
Sei vorsichtig, wenn du ein Dogma ausgibst, etwa: "Nur wer 3x trainiert, spielt auch".
Du wirst es irgendwann brechen müssen und dann stehst du schlecht da.