Beiträge von pd33

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    Guten Morgen Marie,


    als erstes schaltest bis nach der Schule mal dein Handy ab :)


    Du beklagst dich, dass du nicht individuell wahrgenommen, sondern als typisches fußballuntalentiertes Mädchen abgetan wirst. Dann darfst du, und das kannst du mit 10 Jahren verstehen, auch nicht pauschal alle Trainer damit verurteilen, dass sie den Kindern nicht zuhören.
    Wenn du so gut bist, wie du es beschreibst, dann ist das wirklich schade. Hast du schon einmal versucht, innerhalb deines Vereins vorzusprechen. Es gibt zumindest noch einen Jugendleiter und dann die Vorstandsschaft. Klar verlangt das von dir mehr als üblicherweise zuzumuten ist, aber du möchtest ja was ändern.


    Allerdings hast du in naher Zukunft noch ein anderes Problem, denn du kannst (weiß nicht genau wie das euer Verband sieht) nicht in jeder Jugend gemeinsam mit den Jungs spielen, bei uns wäre nach der E-Jugend Schluß.
    Du brauchst also zeitnah auf jeden Fall einen Verein, der D-Juniorinnen hat. Deine Eltern haben viele Aufgaben zu bewältigen, 3x die Woche 160km zu fahren kann da schon eine unzumutbare Belastung sein. Dann musst du akzeptieren, dass in der Familie jeder auf jeden Rücksicht nehmen muss.


    Dein Talent geht aber nicht verloren, du kannst auch später, wenn du evtl. selber etwas mobiler und selbständiger bist, ggf. mit der Bahn die Damenmannschaft erreichen.


    Bis dahin bittest du zusammen mit deinen Eltern den Trainer um ein Gespräch mit der ganzen Mannschaft, und bringst vor, was du an ihnen unsportlich und unkameradschaftlich findest, dass das letztlich auch eure Chancen als Mannschaft verschlechtert.


    Rick

    Das ist aber kein Problem der Sportart Fußball, sondern der gewerblichen Betätigung Fußball. Wobei den vermeintlich schwächeren Gegnern damit die Chance eingeräumt wird, den Spieler auf den Platz zu bringen, der gerade heute den Bayernstar am besten im Griff hat.
    Den Gedanken von @Mapo finde ich sehr gut, Spielanteile werden tendentiell auf mehrere Spieler verteilt, das sorgt für Ausgleich und könnte die Basis des Nachwuchs verbreitern. Zufällig ungünstige Tageskonditionen würden weniger ins Gewicht fallen.


    Dafür könnte ich mich wesentlich schneller erwärmen als am Abseits rumzuschrauben.



    Rick

    Ich denke, ihr liegt beide richtig. Es ist meiner Ansicht nach so, dass Eskalationen im Fußball von den Medien viel freudiger aufgegriffen werden. Das muss aber auch einen Grund haben.
    Ich spiele Fußball, Handball und Volleyball, von Handgreiflichkeiten hab ich bisher nur in ersterem Bereich mitbekommen. Es soll aber nicht verschwiegen werden, dass sich die anderen beiden Sportarten in Sachen Schirianfeindungen nicht positiv hervortun.

    Was das Wurzel allen Übel ist.
    Relative einfache Antwort. Diejenigen Trainer mit den eine kooperative Spielleitung in der FPL nicht möglich war, haben später permanent mit dem Schiedsrichter lamentiert und versucht dessen Entscheidung zu beeinflussen, und oder seine Position zu diskreditieren.
    Mangelnder Respekt gegenüber der" gegnerischen" Mannschaft und dessen Trainer wurde ergänzt durch den Schiedsrichter. Außer der negativen Wirkung auf seine Mannschaft, unbewußt oder bewußt auch immer an der Eskatationsschraube innerhalb und außerhalb des Feldes gedreht.
    Besonderst Schlimm für Niederlagen ist dann einer der angesprochen Beteiligten verantwortlich und damit weiter an der Eskalationsschraube drehen, für heute und morgen.

    Und ich glaube, das ist noch gar nicht wirklich direkt die Wurzel (auf Fußball bezogen schon), derartige Verhaltensweisen werden von den "Protagonisten" in aller Regel auch in anderen Lebensbereichen gepflegt, zum Beispiel in Foren wie diesen ^^
    Die Diskussion, warum Menschen so werden und das jahrelang kultivieren können (von deren Warte aus gesehen "müssen") ist eine globalmoralischsoziale und politische. Und definitv nicht per Internet führbar. Aber hochinteressant :)

    Dämliche Sprüche bringen kannst Du gut. Applaus !


    Was ist denn für die die Wurzel der Übel??? Eltern rasten aus, feinden den Schiedsrichter an.....also ist alles gut- es ist ja kein Schiedsrichter mehr da?
    Was ist, wenn dann die Trainer angefeindet werden, wenn sie bei einem eklatanten "Regelverstoß" der Kinder nicht eingreifen oder in den Augen der Eltern falsch entscheiden? Weil sie vielleicht 15 m weiter vom Spielfeld wegstehen, sind sie nicht ruhiger- die Kinder bekommen es dann nur nicht mit. Und die Eltern werden nach dem Spiel zur Rede gestellt..angemacht?!


    Ergebnisse werden nicht öffentlich gemacht,keine Tabellen... deswegen wird alles ruhiger?
    Oder woran liegt es, das man von Schlägereien liest im Kinderfußball...?

    Ich glaube, wir sprechen nicht auf der gleichen Ebene. Das ist per Internet schwierig, persönliches Gespräch wäre besser, aber aufgrund der Distanz nicht drin. Also lassen wir es besser.

    Hallo Addi,


    Bis zu den Senioren nach FPL spielen lassen? Öfter als nicht scheint es eine interessante Möglichkeit zu sein, dass neandertalermäßige Niveau sich selbst gegenüber zu stellen.
    Wenn ich dich anhand der wenigen Kommentare, die ich von dir gelesen habe, beurteilen müsste (was ich nicht tue), würde ich als AH oder mit meinen Kleinen nur unter der FPL gegen dich spielen wollen.


    Die FPL ist in gewisser Weise bereits ein "Mittelding", weil sie einige Punkte unangetastet und damit als Freiheitsgrad belässt.


    Die Funktion des Schiedsrichtens gehört zum Spiel. Nicht zwingend ein Schiedsrichter. Ich kenne keine einzige Situation, in der ich mir mit dem anderen Coach uneinig war. Überhaupt kann ich die Situationen, in denen die Trainer beratschlagen mussten weil die Kinder Fragezeichen im Gesicht hatten, an zwei Händen abzählen.
    Das pauschal als Schwachsinn zu bezeichnen bringt nicht sonderlich weiter, und lässt dich nicht übertrieben kompetent wirken. Aber meine Einschätzung auf die Ferne muss dich nicht interessieren.
    Wenn du aus einer anderen Ecke des Feldes coachen kannst, dann sollte es doch in einer gemeinsamen Zone ebenfalls möglich sein. Der andere Coach atmet bestimmt keinen Sauerstoff weg :)


    Wenn einer zum Fairplay gezwungen wird, er sich aber ansonsten anders verhalten würde, dann muss er sich gaaaanz dringend Gedanken machen, egal ob Spieler, Trainer oder Zuschauer.


    Fairplay auf freiwilliger Basis hast du eventuell anders gemeint? Denn so wie es geschrieben ist, besteht die Möglichkeit auch darauf zu verzichten... Aber das meinst du bestimmt nicht.



    Rick

    addi73 schrieb:
    addi73 schrieb:Ich habe aber sehr gute Erfahrungen damit gemacht, auf derselben Seite zu stehen wie mein Kollege. Ich kann es nur jedem empfehlen, denn es fördert die Kommunikation zwischen den Trainern ungemein, so dass etwaige Konflikte viel schneller und früher gelöst werden können, als wenn der "Dialog" durch Gebrüll über den Platz hinweg erfolgen muss.

    Auf dieses Level muss man erst einmal kommen... Ich spreche einmal aus, dass der Umgang mit diesem Sachverhalt bereits einen recht tiefen Einblick in das Wesen des jeweiligen Trainers zulässt.


    (Irgendwie hab ich das mit dem Zitieren hier nicht gerafft...)

    Das ist bis Dato erkennbar nicht so und das kotzt mich an. Mich kotzt es an,-das bestimmte Leute im Kifu sich alles erlauben können...weil man sich ja lange lange Zeit hinter dem Mantel des Trainermangels verstecken kann
    -mich kotzt dieser gefühlte Feigheit vor dem Feind an, da Verantwortliche oft hierbei vie zu lange lange zuschauen!!!

    FULL ACK!
    Alles was abseits des Platzes stattfindet, vor allem je näher man in Richtung FIFA kommt, wird allgemein, auch wenn das oft Stammtischgespräche sind, oft als reines Geklüngel empfunden und abgewertet. Wenn es im eigenen Verein so weit kommt, muss man sich dagegen stemmen. Vorab Mechanismen einzuführen, die verhindern dass es so weit kommen kann, ist natürlich ein anspruchsvolles Ziel, dass nicht von jedem Verein verlangt werden kann.
    Vereine müssen den Mut haben, auch mal auf etwas zu verzichten. Man kann spekulieren, dass dadurch eine Mannschaft aufgelöst werden muss. Ist es aber nicht vorteilhaft für die Kinder, bei einem besseren Nachbarverein unterzukommen? Oder steht vielleicht ein Nachfolger in den Startlöchern, der bisher untergebuttert wurde? Oder ist es für das Kind dann nicht besser einen anderen Sport zu machen, so lange dort die Betreuung besser ist?


    Gegen schlechte Trainer (ohne hier genau definieren zu wollen was schlecht ist) und eskalierende Eltern vorzugehen ist sicher nicht der Weg um das Übel an der Wurzel zu packen. Ich behaupte aber mal, kein nationaler Verband hat überhaupt die Möglichkeit an diese Wurzel zu kommen. Dazu sind gesellschaftliche Änderungen notwendig, die keine einzige Partei verfolgt, auch nicht die sogenannte Alternative zu den etablierten Parteien.


    Akut wichtig ist aber, die Kinder zu schützen. Deshalb muss man Lösungsansätze zumindest verfolgen und nach einem ausreichenden Versuch bewerten, nicht vorher schon. Die Kinder sind das mehr als wert!
    Und dann ist es auch erlaubt, nicht an der Wurzel anzusetzen.


    Was bleibt FIFA-, UEFA-, DFB-Funktionären übrig, wenn man das Geld das in sie gesteckt wird auf 10% reduziert? Soweit ich das überblicken kann, mehr als genug. Was könnte man mit dem Geld machen? Viiiieeeel!!! Für so eine App und andere benötigte Dinge wirds in jedem Fall locker reichen! Das brauchts keine Finanzierung durch die angeschlossenen Vereine, das ist aus meiner Sicht Basisunterstützung. Ansonsten müssen sich die großen Dachverbände nachsagen lassen, dass Sie sich nur im ertragsreichen Spitzensport aufhalten und die Basis sich selbst überlassen...



    Ich hab bisher ehrlich gesagt nicht drüber nachgedacht, wo die Idee der FPL herkommt, aber da ich nun den Urheber weiß und ihn erreichen kann: Von hier aus ein herzliches DANKESCHÖN!
    Wir hier im beschaulichen Südwesten haben es wegen Ausschreitungen (zum Glück) noch nicht in die Presse geschafft, allerdings sollte die Grenze, ab der man tätig wird, auch viel früher erreicht sein. Also sobald von dieser Fachtagung Infos rauskommen, als her damit :)



    Rick

    Jeder hat wohl ein bestimmtes Spiel im Hinterkopf und sagt sich entweder "Gut dass es die Abseitsregel gibt" oder ein anderes und sagt dann ganz gegensätzlich "Sch... Abseitsregel"...
    Dass ein Spiel interessant wird oder nicht, hängt denke ich zum maßgeblichen Teil von den beteiligten Mannschaften ab, nicht vom Regelwerk. Deshalb seh ich mich nicht in der Lage, ja oder nein zum Thema Abseits zu sagen.
    Um zu vermeiden, dass umgelernt und umgeschrieben werden muss, würde ich das Thema so belassen wie es ist.


    Wenn einer bei der FIFA einen Kampf gegen irgend etwas aufnehmen will, dann soll er mal den Laden komplett ausmisten und auf ein notwendiges Minimum reduzieren... DAS würde dem Fußball gut tun.

    Ähhhm, ihr plädiert alle dafür das es keine Tabellen etc in der Jugend geben soll, aber intern bei dem Vereinsfest spielt ihr mit Auf und Abstieg....

    So wie ich das verstanden habe basiert darauf die Planung der Paarungen. Bei etwas vereinsintern spaßbetontem hätte ich da keinen Stress. Die (vermutlichen) Leistungsträger sind den Wettbewerb schon eher gewohnt.


    Platzierungen scheinen den Kleinen gar nicht mal sooo viel auszumachen, meine rechnen schon mit und erstellen im Kopf ne Tabelle. Bei einem Turnier dachte ich, ich sei schlauer als sie und teilte mit, dass es zwei Erstplatzierte gäbe. Die Antwort: Ne, wir haben zwei Tore weniger... Was soll man da noch sagen...

    Bei ein oder zwei Spielenachmittagen mit befreundeten Teams wird auch mal der Grill angeschmissen. Da ergeben sich deutlich bessere Gesprächsmöglichkeiten als bei "normalen" Turnieren.
    Vielleicht machen wir da wieder ein vereinsinternes G-/F-Turnier mit zugelosten Kindern (1 x F2, 1 x Altbambini + 1 x Jungbambini). Da wird dann auf ca. 8 Kleinstfeldern mit Auf- und Abstieg gespielt. Da ergeben sich auch Gesprächs- und Aktionsmöglichkeiten.

    Das sind zwei interessante Sachen, die ich mir mal auf die Liste nehmen werde. Vor allem der zweite Punkt hört sich sehr nach Saisonabschluss an :)



    Danke, Rick

    Ich bin deshalb davon überzeugt, dass der Sport wieder eine höhere Bedeutung erlangen wird.

    Ein Optimist wie ich. Mein Freund :)

    Sind Kinder heute wirklich koordinativ und athletisch schlechter als früher.
    Oder ist das nur eine mediale und romantische Retroperspektive.

    Das ist eine gute Frage. Sowieso können nicht alle in einen Topf geworfen werden. Es muss tendentiell und anteilig betrachtet werden. Heute kann man aufgrund der Vielzahl an Möglichkeiten, hast ja einige aufgezählt, bereits mit besonderen Fähigkeiten beeindrucken. Das zeigt auch, wie vielfältig Kinder ihren Körper anpassen und trainieren können. Aber wenn man all diese Fähigkeiten unter dem Merkmal "Körperbeherrschung: ja" summiert bin ich davon überzeugt, dass das Verhältnis zu "Körperberherrschung: nein" erkennbar schlechter geworden ist.


    Allerdings, ich bin von der Stadt (ca. 70k Einwohner) aufs Land gezogen (unter 5k Einwohner), hier sieht das nicht so drastisch aus.
    Ich bin von dem beschriebenen modernen Kindergarten etwas geblendet, deshalb kann ich nicht wie AKjfv beurteilen, ob es aktuell besser wird. Freuen soll mich das auf jeden Fall!



    Was macht ihr konkret, um die Eltern weiter ranzuholen. Ich habe die Kinder mal mit einfachem Tauziehen überrascht. Ich würde gern mal ein Spiel gegen Mamas und Papas machen (G2 gegen Mamas, G1 gegen Papas,...) oder eben auch ein Tauziehen gegen die Eltern.
    Kommen Wanderungen gut an? Ich habs noch nicht probiert.


    Und sorry dass ich mich vom Topic wegbewege... Zodiac, bitte meckern wenn es zu bunt wird.



    Rick

    Spannend fände ich, wenn wir gute und immer besser werdende Methoden an die Hand bekommen, wie wir das Umfeld der Kinder in deren und unserem Sinne stimulieren können (ich will nicht manipulieren sagen).
    Bereits ein jährliches Grillfest nimmt die Eltern schon ein Stückchen mehr für den Verein ein. Aber ich sehe zu viele verwaiste Bolzplätze. Oder Tischtennisplatten, auf denen Kinder sitzen und am Handy rumtippen, statt Tischtennis zu spielen. Warum hat man vor wenigen Jahrzehnten noch die Kinder nachmittags "rausgeschmissen" und traut ihnen jetzt nichts mehr zu? Ich habe das Gefühl, dass hier ein Zeitraum von nicht einmal 10 Jahren genügt hat, die Eltern nahezu unisono umdenken zu lassen. Zum deutlichen koordinativen und athletischen Nachteil der Kinder.


    Wir haben 4 Kindergärten am Ort. Drei nenne ich mal klassisch, einer ist auffallend anders strukturiert. Der Sportraum ist nur halb so groß wie bei den anderen, aber immer geöffnet. Sobald ein Kind rein will, ist ein Erzieher mit dabei. Aber die sitzt nur dort und greift im Notfall ein, bzw. sorgt dafür, dass die Matten unter den Klettergeräten liegen. Ebenso besteht der Außenbereich nur aus Sand, Wiese und Holzstückchenschüttung, die Kinder können nach belieben raus und klettern, rennen, springen, fallen.


    Wenn man jetzt diese Kerls im Training hat und vergleichsweise dazu die anderen sieht, und seien diese auch zwei Jahre älter, dann sind das Welten. Beim Quatschmachen im Schwimmbad habe ich mal zwei 5-jährige an Tauchringen hochgestemmt und ins Wasser geworfen. Der eine hing dran wie ne Schweinehälfte beim Schlachter, der andere hat sich im Körper stabilisiert um seinen Flug zu steuern, drehte sich nach außen und hing dann nur noch mit einer Hand am Ring. Dabei zeigte sich kurz ein Sixpack, das mich fast neidisch machte...
    Diese Bambinis spielen im Schwimmbad gegen 10-jährige und setzen sich durch... und nach ner Viertelstunde sind die älteren fertig, dann braucht es neue Gegner. Ich hätte gerne mehr solcher Kinder, denn ich finde die vergleichsweise normal, die anderen bauen eher ab. Ein Lichtblick sind da die Flüchtlinge. Mit denen macht es Spaß. Für Fußball braucht man sich auch nicht unbedingt verbal zu verstehen, es reicht die Namen auszutauschen.


    Warum ist das aber so? Hat sich an den herkömmlichen Kindergärten was geändert? Eher nicht. Ich bin davon überzeugt, die/wir Eltern sind es, die den Kindern im Weg stehen. Manchmal habe ich den Eindruck, dass wir vor lauter Überangebot an frühkindlicher Sprach-, Musik- oder sonstwas Erziehung, den Wunsch des Kindes nicht mehr wirklich erkennen. Reine Bewegung und Sport als zu geringwertig ansehen, ANgst haben, der Nachwuchs könne sich ohne frühestmögliche Fremdsprache nicht in der harten Welt durchsetzen...


    Aber was erzähl ich das euch...? Und warum in diesem Thread, der ne ganz andere Überschrift hat...?
    Achso ja, wie geht ihr aktiv die Eltern an? Was fordert ihr von ihnen?



    Rick

    Ich sehe schon, sobald wir den Umfang berücksichtigen sind wir uns schon deutlich eher einig, als wenn einer von nem Bambini-Sparkassen-Cup spricht, der andere von nem Vereinshighlight, zu dem die ReLi-Clubs aus dem weiteren Umland erscheinen... :)


    Zur Vermeidung von Enttäuschungen würde ich vorab die Bedingungen anfordern, danach erst über eine Teilnahme entscheiden. Damit kann man die allzu frei interpretierenden auch in gewissem Maße steuern, oder anders ausgedrückt, von Nachfrageseite her das Angebot beeinflussen :)


    Rick

    Zitat daraus:
    "Vereine, die dem DFB oder seinen Mitgliedsverbänden angehören, dürfen Fußballturniere in der Halle unter Einhaltung nachfolgender Bestimmungen
    veranstalten."



    Man darf das also. Von müssen oder einer vergleichbaren Formulierung ist keine Rede. Wäre aber auch schlimm, bzw. anmaßend :)



    Rick


    Edit: Natürlich spreche ich nur von unserem südbadischen Bereich. Aber auch im Rest der Welt würde ich auf Verbandseinmischungen pfeifen. Sieht natürlich ganz anders aus, wenn man sich auf die Ausrichtung nach z.B. DFB-Regeln beruft.

    Wir sind streckenweise ebenfalls jedes WoE auf nem Turnier. Immer andere Tore, Feldgrößen, mal Linien, mal gedachte Linien mit Hütchen usw.
    Das gleiche auch in der Halle. Unterschiedlichste Tore und Feldgrößen, Bande oder nicht, was die Halle halt so hergibt. Sowohl in der verbandsseitig organisierten Fairplayrunde als auch bei den freien Turnieren der Vereine in der Gegend. Hier erhält man zusammen mit der Einladung schlauerweise gleich die Turnierbedingungen zugesandt. Man weiß also, auf was man sich einlässt.


    Den Kindern isses jucke, die freuen sich von einem zum nächsten Turnier. Habs mit G-Jugend aber auch einfach. Wenn man sich mit älteren Jugendklassen auf bestimmte Verhältnisse eingespielt hat, können davon abweichende Bedingungen schon einen gewissen Nachteil darstellen.



    Aber bitte Leute... Wer bitte schreibt hier vor, was man Turnier nennen darf und was nicht? So ein Unsinn! Wenn ich andere Vereine einlade, einen Elfmeter-Wettbewerb abzuhalten, dann ist das ebenfalls etwas, das ich in einem Turniermodus abhalten und auch so bezeichnen kann - ohne dass das irgendwo reglementiert ist. Und wenn der Nachbarverein beschließt daran teilzunehmen, dann kommt im Versicherungsfall dessen Versicherung für etwaige eigene Schäden auf.
    Das sieht anders aus, wenn wir mit brennenden Bällen spielen oder andere Gefahren bewusst einbauen würden, die erkennbar von der versicherten Tätigkeit abweichen. Die meisten Vereine haben aber bestimmt keine Versicherung unterschrieben, die Ball- oder Torgröße beinhaltet.


    Wenn wir ein Turnier veranstalten und beschließen, den Rasenplatz in 4 Felder einzuteilen und A-Jugendliche 4 gegen 4 spielen zu lassen, dann ist das auch ein Turnier, und die Versicherung jedes teilnehmenden Vereins steht im schlimmen Fall gerade. Ein Verband interessiert sich dafür überhaupt nicht, höchstens findet er es gut, dass jemand etwas auf die Beine stellt.


    NATÜRLICH wird es immer und überall auf der Welt einzelne Individuen geben, die an allem etwas auszusetzen haben. Die haben auch Recht - falls sie zur Teilnahme gezwungen wurden... Dann haben sie aber noch ganz andere Rechte.



    Rick

    Ehrlich gesagt hatte ich tatsächlich die Hoffnung, dass registrierte Leser irgendwie den weiteren Verlauf dieser Diskussion lesen können :)


    Aber für einen weiteren Verlauf kann man auch selbst sorgen, man soll es sich nicht zu bequem machen.


    Ich versuche wiederzugeben, wie das bisher geschriebene auf mich wirkt:
    - Erster Eindruck: Hier gehen Menschen offen aber fair und für ein Internetforum angenehm emotionslos miteinander um. Hochachtung!
    - Alle Mitdiskutierer haben sich schon recht stark mit der Ausgangsthematik beschäftigt.


    Was mit fehlt ist (steht vielleicht an anderer Stelle als Grundregel des Forums...) sich darauf zu verständigen, dass wir Sporttrainer, insbesondere Jugendtrainer, und vor allem insbesondere G- und F-Jugend Coaches, mit einer Bandbreite an Menschen zusammenarbeiten, die absolut nicht über einen Kamm geschert werden kann. Für eine allgemeine Diskussion, ohne einen Mindesteinblick in die jeweilige Mannschaft des schreibenden zu haben, kann das Ergebnis kaum sein, eine allumfängliche Lösung zu finden. Gerade was die Themenstellung von Zodiac betrifft werden die persönlichen Ansichten des einen für einen anderen immer nur ein Denkansatz sein können. Denn meine Bambinis heute sind ganz andere als vor 5 Jahre und in 5 Jahren, meine Bambinis sind ganz andere als "deine" und dementsprechend wird es kaum ein Konzept schaffen, über jede Bambinitruppe gestülpt werden zu können.
    Schlimmstenfalls muss man jeden Kleinen auf seine persönliche Art und Weise behandeln.


    Mir fehlt auch, dass wir uns hier auf ein bestimmtes Alter beschränken. Ich meine herausgelesen zu haben, dass es vornehmlich um G- und F-Jugend gehen soll. Das ist aus meiner Sicht passend, denn die kann man noch so einigermaßen zusammenfassend betrachten.


    Dann finde ich es immer wichtig, sich nicht nur relativ einzuordnen, sondern einen klärenden absoluten Bezugspunkt herzustellen:
    Vereinfacht gesagt versuchen wir Kinder zu erziehen, und zwar in sportlichem Sinne. Dazu gehört neben Physis und Praxis/Übung auch soziale Kompetenz. Damit stehen wir zum Teil in Konkurrenz mit anderen, zumindest aber zeitanteilig betrachtet sehr im Nachteil. Ersteres ist besonders schädlich, es gibt genügend Einflüße auf junge Menschen die seiner positiven Entwicklung entgegenstehen, rauchende Eltern als Beispiel, vor der Daddelkiste rumhängen, etc.
    Dann sehen wir die Kinder leider nur ein oder zwei Mal die Woche für eine Stunde. In dieser Zeit ist es nicht möglich, einen jungen Menschen wirklich zu formen, man kann nur versuchen, die Marschrichtung etwas zu beeinflussen, ähnlich wie mit nem Badmintonschläger einen Medizinball zu dirigieren.
    Der Löwenanteil der fußballfördernden "Maßnahmen" rund um das Kind muss, so gewünscht, außerhalb des Trainings erbracht werden.


    Dass ein 6jähriger seinen Körper beherrscht, bringt ihm kein Trainer bei. Er bringt ihm bei, wie er seinen Körper günstigerweise zum Ball zu stellen hat, damit er ihn vorteilhaft spielen kann. Darum lässt auch ein 5jähriger, der den ganzen Tag tobt, klettert, rennt und spielt, nach nem Monat Training jeden F-Jugendlichen stehen, wenn der außer einmal Training die Woche nur Joystick Sport kennt (um mal zwei Extreme zu nutzen).


    Wir sind also, seien wir noch so motivierte und findige Trainer mit ausgeklügelten Trainingseinheiten, nicht wirklich maßgeblich.
    Ich finde es ist wichtig, sich darüber im Klaren zu werden, um einerseits seine Möglichkeiten richtig einzuschätzen, aber auch um einen ganz klaren Anspruch an die Eltern formulieren zu können. Denn so ähnlich wie ich es hier formuliert habe, sensibilisiere ich auch jedes Jahr die Eltern. Manchmal wende ich dafür auch fiese Formulierungen an und überlege gezielt, ob ich Mama oder Papa anspreche ;)


    Nach viel Blabla (der aber aus meiner Sicht wichtig ist, damit wir etwas zusammenfinden) nun noch meine Ansicht zum Thema altersgerecht:
    In der Hauptsache geht es Zodiac darum (er möge mich bei Fehlinterpretation bitte korrigieren), dass es nicht optimal ist, das DFB-Gerüst jedes Jahr erneut über den aktuellen Bambinijahrgang zu stülpen. Er sieht die Möglichkeit gegeben, auf einzelne Spieler individuell einzugehen.
    Polemisch wurde vereinzelt dagegen gehalten, dass A-Jugendtraining nichts bei den Bambinis verloren habe. Diese Aussagen können wir wohl als überzogen bezeichnen und ignorieren. Konstruktiver empfand ich da den Beitrag der meinte, man könne von plus/minus einer Klasse sprechen, um im DFB-Plan zu sprechen. Denn die andere Richtung wurde bisher vernachlässigt: Es gibt genügend F-Jugendliche, die noch ein Bambinjahr bekommen, weil sie einfach nicht so weit sind. Einfach die F-Jugend-Stufe drüberzustülpen (wie es die Wissenschaft wohl besagt) würde zu Frustration führen und schlimmstenfalls zum Verlust eines Spielers, der sich in den folgenden Jugendstufen noch ganz anders entwicklen kann (auch wieder in jede Richtung)


    An einigen Stellen wurden die Synapsen ins Spiel gebracht, Allerdings scheint mir, dass Ihnen eine Schaltercharakteristik zugedacht wird. Aber die fehlen nicht anfangs und sind über Nacht plötzlich da, sonst könnte kein Kind laufen, greifen, tasten, sprechen, singen, etc. lernen und vor allem verbessern. Hier entwickeln sich Kinder sehr unterschiedlich. Viel pauschaler kann man sich darauf verlassen, dass bei den Bambinis und sehr weitreichend auch bei den F-Jugendlichen ein gezieltes Krafttraining nicht von besonderem Erfolg gekrönt sein wird. Biologisch betrachtet sind hier deutlich einheitlicher Riegel vorgeschoben, als bei den koordinativen Fähigkeiten.


    Ich bin auch der Überzeugung, dass manchen Kindern mehr zugemutet und beigebracht werden kann, als anderen.
    Es klang schon durch, man befindet sich hier in einem Spannungsverhältnis. Macht es dem Jungen Spaß? Dann ist es schon mal gut. Opfere ich dafür Zeit, die der Mannschaft fehlt oder in der der Junge (oder das Mädchen natürlich) etwas anderes schneller und besser gelernt hätte? Falls ja ist das der erste Punkt an dem man über eine Umkehr nachdenken sollte. Dient es der Mannschaft?
    Wenn ich mir einen der auffällig viel Balltalent hat schnappe, und nach dem Training noch ne Viertelstunde eine Extraeinheit einlege, spricht da nichts dagegen, so lange er weiß, dass es absolut freiwillig ist. Dann geht es aber schon weiter, keiner anderer sollte sich ausgegrenzt oder benachteiligt fühlen.


    Was innerhalb des Trainings an gezielt stärkerer Förderung umgesetzt wird ist stark davon abhängig, was der Verein so auffährt. Drei Coaches plus ein Torwarttrainer sind halt recht luxuriös, ein Einzelkämpfer muss sich einfacher und übersichtlicher organisieren. Oberstes Ziel bei den Bambinis sollte sein, dass alle gemeinsam Spass haben und keiner auf der Strecke bleibt.


    Einfühlungsvermögen muss immer da sein, egal ob man schnurgerade DFB-nah durchzieht oder auch selektiv vorgeht. Man sieht den Kindern das Feedback an, muss nicht warten bis sie etwas sagen.


    Dass gerade in den kleinsten Jahrgängen die drillenden Brüllaffen nichts verloren haben (wenn überhaupt irgendwo) und wir für Ruhe rund ums Spielfeld sorgen müssen steht meines Erachtens außer Frage.
    Bei unserer Diskussion sollten wir einfach davon ausgehen, dass die handelnden Trainer einfühlsam und in passendem Maß am Spaß und Erfolg der Kinder orientiert sind. Wenn wir das nicht machen, haben wir zu viele Unbekannte und die Diskussion bricht evtl. wiederum so abrupt ab, wie in 2015.


    Grüße, Rick

    Hallo zusammen,


    habe mich aufgrund dieses interessanten Threads hier im Forum angemeldet. Er bricht aber recht unvermittelt und mit offenen Fragen ab.
    Wurde er irgendwo für die "Insider" weitergeführt oder ist grad Halbzeit? ;)


    Rick