Beiträge von pd33

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    Wirklich viel urteilen können wir hier nicht. ZB haben wir (so ich es nicht überlesen habe) keinen Einblick in die Gemütslage des Bedrohten. Wir haben keinen Einblick in die Lebensumstände des drohenden Kindes. Wenn ich Erfahrung und Statistik heranziehe, ist das Elternhaus sicher auch kein solches, mit dem man gerne in Urlaub fahren würde.


    Der (nicht zu beneidende) Trainer, aber auch alle anderen Erwachsenen, die in irgend einer Art an der Prägung und Erziehung des "Rowdies" beteiligt sind, haben nun eine belastende Aufgabe. Diese Aufgabe wurde früher von den häufiger vorkommenden "Mind.3 - Generationen - Haushalten" zu einem bedeutenderen Teil übernommen, als es die verzettelten Familienstrukturen heute bieten können. Heute findet tendentiell eher das Gegenteil statt, in den kurzen Momenten, in denen die Kinder bei Oma und Opa sind, werden sie verwöhnt und seltenst in die Schranken verwiesen, ungerechterweise über einen Kamm geschert gesprochen: verzogen.


    Das war nun aber keine Entschuldigung.


    Der oben genannte Personenkreis ist mit der Aufgabe konfrontiert, den Drohenden zur ehrlichen Besinnung zu bringen, sodass er dem Bedrohten glaubhaft seinen Fehler gestehen kann und dieser sich wieder in Sicherheit fühlt.
    Ein Rausschmiss aus der Mannschaft sorgt gewiss nicht für Einsicht. Im Gegenteil. Ähnlich zu aktuellen Geschehnissen zwischen Mitteleuropa und der Gegend um den Bosporus, würde man diesen jungen Menschen eher dem Gefühl des Angegriffenseins aussetzen. Und damit wäre dem wichtigsten, nämlich der Sicherheit des Bedrohten nicht gedient sondern geschadet. Und die Wiedererlangung der Sicherheit ist das eigentliche Ziel, untrennbar verbunden mit der "Resozialisierung" des "Rowdies".


    Diese Aufgabe ist immens anstrengend und darf nicht von einer Aufwandsanalyse untersucht werden...
    Ich habe einmal erreichen können, dass ich mit zwei 14-jährigen Streithähnen ein Wanderwochenende durchführen konnte. Die beiden hatten keinen besonderen sozialen Kontakt, trafen immer nur im Sport aufeinander.
    Nach der Veranstaltung kennt man sich besser, jeder sieht im anderen einen Menschen, von dem er verschiedenes kennengelernt hat, das andere Individuum hat mehr Inhalt, mehr Facetten, mehr Leben.
    Ist fast so wie mit Tieren, die Namen haben... Kuckt am 23.12. Disneys Bambi an, und am 24. stellt ihr die Rehkeule auf den Tisch und sagt, es gibt heute Bambi. Plötzlich mögen die Kinder nur noch Gemüse.
    Die beiden wurden nicht best friends, aber man konnte danach auch mitnander lachen, Streit gab es keinen mehr.


    In dem hier geschilderten Fall könnte sowas auch ein erfolgreiches Mittel sein. Man muss halt aushalten, dass man als "nur" Trainer, sich hier einmischen möchte und dafür erstmal scheps angesehen wird.
    Es gibt nur gaaaaaanz wenige pathologische Fälle, an die wir Laien nicht rankommen. An allen anderen kann man arbeiten. Und wenn man Erfolg hat, muss man den manchmal in einem ganz kleinen Kreis genießen, denn die Arbeit wird selten wirklich gesehen...



    Mein Fazit: Einen Tomatensetzling der nichts wird, werfe ich auf den Kompost. Einen Menschen werfe ich nie weg.

    Ich bin da bei Trainero, wenn es sich um einen typischen Dorf-/Kleinstadtverein handelt.
    Ohne @Spieler-papa das vorwerfen zu wollen, sollte man es von Anfang an nicht unterstützen, dass der Verein nach einer Dienstleistung aussieht. Denn dafür sind die Jahresbeiträge zu gering. Bestenfalls ist ein bezahlter Trainer da, nämlich der der ersten Mannschaft, der Rest der Macher ist identisch mit jedem anderen Mitglied, haben sich halt nen Schuh angezogen und sind Vorstand, Schriftführer, Jugendtrainer oder sonstwas geworden.


    Ich will nicht bestreiten, dass da ein überehrgeiziger E-Jugendtrainer am Werk sein könnte, der hier bereits nach Qualität aussiebt ohne die Zukunft zu bedenken.
    Aber wenn das 10 oder noch mehr Eltern betrifft, dann haben diese 10 bei einer Hauptversammlung auch ein Gewicht, können Vorstand werden, Einfluss nehmen.
    Oder den Trainerposten mit einer anderen Motivation übernehmen, als es der aktuelle anscheinend macht.



    Rick

    Naja, Goodie meint das ja durchaus zum Wohle des betroffenen Kindes. Es soll mangels Ball- oder anderer Fähigkeiten auf seinem Niveau konkurrieren dürfen. Dabei werden aber die übrigen Kinder nicht bedacht. Wenn ich einen 8jährigen Ballagnostiker aufs Feld stelle würden ihn meine zwei 4jährigen Talente wohl austanzen, es könnte aber auch - absichtlich oder unabsichtlich - körperlich sehr unangenehm für die beiden Kleinen werden.
    Dann ist dem Großen ein Bärendienst erwiesen worden.
    Gerade bei Bambinis sind es ja meist mehr als die üblichen 24 Monate maximalen Altersunterschieds. Und allein diese machen bei Kindern relativ betrachtet sehr viel aus.


    Es ist aus meiner Sicht nicht verkehrt, leistungsmäßig hinterherhinkenden in dieser Situation zu belassen. Bei vielen macht es erst Jahre später Klick, die Situation kann dazu beitragen. Manche erkennen auch irgendwann, dass Ballsport oder zumindest Fußball gar nichts für sie ist. Oder, wie viele andere auch, sie erkennen, dass es besser Spieler gibt. Das gehört zur Bildung sozialer Fähigkeiten.


    Rick


    Insofern er nicht ein Überflieger ist. :whistling:

    Schreib dafür mal ne griffige Regel :) Oder erstelle einen Beurteilungsmodus, der für alle gleichwertig den Status Überflieger feststellen kann.
    Klappt nicht. Deshalb Regeln.


    Sicher findet jeder einen Ausnahmegrund, zumeist sind die auch gutartig motiviert. Aber sie führen zu keinem Ende, denn wenn einem etwas gewährt wird, pocht der nächste auch darauf. Irgendwann steht dann eine F-Jugend beim G-Jugend-Turnier. Also einfach im Jahrgang bleiben, gut ist.


    Ich persönlich habe mich früher immer recht wohl gefühlt, wenn ich eine Jugend höher gespielt habe. Mann kann freier aufspielen...



    Rick

    Hallo Philirinho,


    dein Pensum ist beachtlich, insbesondere wenn du arbeitender Familenpapa/-mama bist und noch die eine oder andere weitere Verpflichtung hast.
    Erweitere doch dein Spektrum auf nichtsportliche Aktivitäten. Es geht doch zu einem großen Teil auch um Kameradschaftspflege. Da ist außer Sport noch viel mehr machbar, inklusive einem reinen Grillabend (immer bei einem anderen Spieler zu Hause, dann hast schon locker 12 oder mehr Veranstaltungen :-), gemeinsam DFB-Pokal o.ä. anschauen, rund um das Vereinsgelände Abfall aufsammeln, Vorlesetag im Altersheim, usw.
    Weiterhin kannst du Verantwortungsbewusstsein und Kreativität fördern, wenn auch mal andere Teammitglieder einen Event planen, nicht immer das Teammitglied Trainer.



    Gruß, Rick

    Okay, an was man drumrum noch so alles denken könnte, ist sehr umfangreich vorhanden :)


    Die Anzahl der Vereine deren Trainer frei agieren nähert sich 3/4. Bei den übrigen sind funktionierende Konzepte weiterhin in der Minderheit.

    Das Thema wurde hier ja schon mal diskutiert: Nachwuchskonzept - meine Eltern und Kinder erfreuen sich an meinem Training und ich wurde noch nie auf ein Ausbildungskonzept angesprochen (auf meine Trainingsinhalte aber min. 1x monatlich).

    Ein interessantes Thread, mal aufmerksam durchgelesen und erkannt warum ich ihn nicht gefunden habe. Das Wort Ausbildungskonzept gibt es darin nicht, obwohl oft der Teilbegriff Konzept enthalten ist :)


    Meine Kunden haben mich auch noch nie nach meiner Geschäfts- und Risikostrategie gefragt. Dennoch benötige ich sie, bzw. könnte ohne sie kaum erfolgreich agieren.
    Eltern von Fußballkindern freuen sich in der Hauptsache, wenn die Kleinen Spaß gehabt haben und (zumindest halbwegs) ausgepowert nach Hause kommen. Ganz selten fragen sie nach weiteren Details, falls doch wäre das fast schon ein Kandidat für das Trainerteam.


    Jedoch hat jeder Trainer bewusst oder unbewusst ein Konzept - hoffentlich. Allerspätestens wenn er in der Halle steht, macht sich auch der unvorbereitetste Gedanken, was er den Kindern nun bietet.
    Andere, und auch die habe ich es grundsätzlich abgesehen, planen ein ganzes Jahr vor, überlegen sich Schwerpunkte und machen sich Gedanken über die Machbarkeit. Diese ist nicht nur den von @Andre genannten wissenschaftlichen Erkenntnissen unterworfen, sondern, da eine Mannschaft nicht repräsentativ ist, auch den Besonderheiten der Truppe, die man in diesem Jahr gerade hat.


    Ich möchte nun einfach, um nochmal zu erläutern, was ich unter Ausbildungskonzept verstehe, das ganze nicht nur für ein bestimmtes Jahr des Kindes konzeptionieren, sondern für seine gesamte Ausbildungszeit im Verein. Sehr wahrscheinlich wird sich dadurch der Erfolg des Kindes (der neben dem Spaß auch sehr wichtig ist, weil er maßgeblich an selbigem beteiligt ist) verbessern. Denn auch wenn jeder einzelne Trainer für sich konzeptionell vorgeht, besteht immer noch die Möglichkeit, dass er entweder von nicht vorhandenem Können ausgeht, oder genau die selben Schwerpunkte setzt, wie der Trainer davor, evtl. sogar noch dessen Vorgänger.
    Wenn aber immer nur Schranktüren hergestellt werden, aber weder Korpus noch Schublade, dann wird die Kommode nie fertig. Der Nachbarverein hat die Kommode evtl. schon geölt, gewachst, poliert und mit Dekoration versehen...


    Im anderen Thread formuliert @Zodiak die Inhalte des DFB so, wie es sich für mich ebenfalls ergibt: Als gedankliches Rahmenkonzept mit viel Raum für Individualität.



    Rick

    Hou jau, kaum ist man mal paar Tage weg... ;)


    Ohne die angeregte Diskussion ersticken zu wollen... Ich wollte mich in der Ausgangsfrage schon wirklich auf ein Konzept zur Ausbildung beschränken, das sich über alle Jugenden erstreckt und bei den Senioren endet. Bei besonders ambitionierten AHs, diese vll. auch noch einschließt :)


    Satzungen, Visionen, mittel- oder langfristige Strategien, etc. hatte ich weniger im Fokus, das überlasse ich der Vorstandsschaft. Sicherlich werden sich aber Visionen und Strategien, so vorhanden, auf das Ausbildungskonzept auswirken. Wer langfristig von der BezLi in die BuLi aufsteigen will trainiert anders, als wenn er diese Ambitionen nicht hat.


    Meine Trainerbesprechung fand noch nicht statt, deshalb kann ich noch keine Ergebnisse unseres Vereins berichten. Ich bin weiterhin gespannt, wie das Vorhaben aufgenommen wird.



    Rick

    Ja, wie viele seiner Artgenossen im Topfußball ist auch Klopp mit Sicherheit ein guter Trainer aus fußballtechnischer Sicht, aber als Vorbild- und Führungsperson sehr mäßiger Durchschnitt.
    Mit (Erfolgs-)Druck, der in der 1. BL und vergleichbaren Ligen bestimmt intensiv vorhanden ist, muss man umgehen können.


    Bei möglichen Schirifehlern den Hampelmann vorzuturnen zeigt, dass er sich und seine Emotionen nicht im Griff hat. Er weiß ja, dass der Schiri nicht plötzlich einlenkt mit der Begründung, der Klopp hätte es ganz anders gesehen...
    Hier im Kreis habe ich einen Trainerkollegen, der strahlt die Ruhe sowas von überzeugend aus (und behält sie auch!), da werd ich fast neidisch. Ich habe mich selbst nur nach außen im Griff, innerlich kann ich ein Kochen manchmal aber nicht abstellen...


    Jetzt mal sehen was @Mapo so aus seiner Situation macht. Würde für kleine Schritte plädieren, damit du auch nachvollziehen kannst, was ausschlaggebend war, wenn du (hoffentlich) zu einer Verbesserung der Situation kommst.

    Ich spreche aus mehreren sportlichen Lagern und stelle aus meiner Sicht einfach mal etwas boshaft aber grundehrlich fest, dass das Wesen des durchschnittlichen Fußballers oder Fußballzuschauers erkennbar einfacher gestrickt ist, als beim hier bereits angeführten Handball, aber auch Volleyball oder Tennis. Insofern sind nicht reflektierte Handlungen aus dem urtrieblichen Affekt heraus wesentlich stärker ausgeprägt. Diese beinhalten nun mal meistens aggressive Elemente (oder Flucht).


    Auf den ersten Ligen dieser Welt werden diese Triebe dann teilweise Millionenbeträgen ausgesetzt, was nicht zur Reflektion beiträgt, im Gegenteil. Der ganze Trubel der dann noch medial rund um den Zirkus Maximus, der zufällig Fußball spielt, stattfindet, tut sein übriges, dass an jeder Ecke die Nerven blank liegen.
    Ist aber in anderen Ländern ähnlich zu beobachten, der Zirkus bleibt, die Sportart ist beliebig ersetzbar.


    Mein Tipp: Gezielt Spiele von zwei oder drei Jugenden über der eigenen ansehen, vll. vom nächsten Förderstützpunkt. Das ist für die Kids auch viel greifbarer, ein näheres Ziel. Ein BL-Spiel ist sicher auch beeindruckend, aber wieviel Prozent des Eindrucks sind greifbarer Fußball? Ich finde C- und B-Jugend auf Stützpunktniveau mit am beeindruckendsten. Das Geholze und Gehaxe mancher Seniorenmannschaft ist dagegen teilweise unterirdisch...

    Und gerade da gehn wir auseinander. Ich bin davon überzeugt, dass im Training unter eigenen Leuten das Gefühl einer KO-Runde nicht hervorgerufen und trainiert werden kann. Schon allein deshalb, weil es beliebig wiederholbar ist, die Kameraden, die zufällig in der anderen Gruppe sind, trotzdem die alten Kumpels bleiben... Und man ist auch nicht wirklich KO bei einer Niederlage, das Training hat ja ein festes Ende...


    Andersrum, wenn man die Situation im Training so einfach nachstellen könnte, wäre sie im Turnierbetrieb auch nicht so besonders, dass sie zu den von dir geschilderten Ergbnissen überhaupt erst führen könnte...


    Wenn die Jungs alt genug sind, den Turniermodus zu begreifen, dann müssen sie halt entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten die Situation wegstecken oder dran kauen und das Wegstecken noch lernen. Lampenfieber lässt sich auch kaum abschalten. Da trifft reflektiertes Handeln auf angeborene Reaktionen, die tief in unseren Genen stecken. Ein Finale ist auch für den ältesten Hasen immer etwas besonderes, er kann nur besser damit umgehen.

    c. situationsbezogene Definition- selbst auferlegter Leistungsdruck
    - von außen (Trainer, Eltern, Mannschaftskameraden, Gegner) hinein getragener Leistungsdruck

    Ohne zu wissen um welche Jugend es geht, sehe ich darin wichtige Punkte. Wenn ich sonntags morgens Schlafmützen aufstellen muss, dann sag ich kurz ein zwei Sachen zum Aufwecken. Aber in der Besprechung vor dem letzten Spiel, mach ich nichts besonderes mehr, es kommt die gleiche Teambesprechung wie bei jedem anderen Spiel.
    Ich beziehe mich dabei auf G-, F- und die meisten E-Jugenden.
    Ich bin davon überzeugt, dass ich nur für Unruhe sorge, wenn ich plötzlich nen Hype erzeuge. Wurde mir indirekt bewiesen, als ich bei nem G-Turnier die Besprechung fertig hatte, und in diesem Moment der Veranstalter herschlappte mit den Worten: So Jungs, jetzt gehts nochmal richtig um die Wurst! Die Kinder gingen aufs Feld, sahen mich an, sahen den Typen an, sahen sich an, und hatten Mühe sich zu sortieren. Ich musste früh wechseln und eiligst beruhigte Spieler aufs Feld stellen, die die Veranstalterwurst wieder vergessen hatten...
    Ich verzichte also grundsätzlich darauf, irgend ein Spiel besonders hervor zu heben, weil es kein wichtiges oder unwichtiges Spiel gibt. Für die Zuschauer mag ein Finale wichtig sein, für die Mannschaft ist aber jedes Spiel auf dem Weg da hin gleich wichtig, sonst gibt es kein Finale. Man lässt in der Vorrunde auch nicht schlechter spielen, weil es nur Vorrunde ist. Was will man dann noch für ein Finale verbessern?


    Natürlich muss man reagieren, wenn es - eher im älteren Bereich - besonders herausgestellt wird, anderes Licht, Umgebung umgebaut, Ansagen und Kommentare über die Sprechanlage, erneuter Einlauf der Mannschaften etc., sprich, wenn man um eine besondere Aufregung gar nicht mehr herumkommt.
    Ich bin der Ansicht, und ich denke da gehe ich ziemlich d'accord mit dem @TW-Trainer , dass wir nur IN der Situation die Chance haben, die Spieler für diese Momente fit zu machen.
    Das ist eine wahnsinnig belastende Aufgabe, weil jedes Wort, jede Geste, jede Mimik des Trainers besonders analysiert und auf die Goldwaage gelegt wird. Ich halte meist die Schnauze, denn ich kann mit Worten nicht mehr viel verbessern, ich kann aber verdammt viel falsches sagen. Ruhig, selbstsicher und freudig lachen, kleines bisschen Körperkontakt, Schulterklopfen, kleiner Knuff, grad bei den ganz jungen, damit sie sich behütet fühlen, je nach Anspannung ein zerstreuender Gag (Und bei Gags fängt die Gefahr schon an, wenn man zu viel oder das falsche sagt...). Wenn tatsächlich mal einer die Nerven verliert muss er schnell individuell eingefangen werden.
    Das Training ist dann schon alleine, diese Situation auszuhalten. Anders kann es aus meiner Sicht nicht wirklich trainiert werden.


    Es ist dann einfach für deine Jungs @Mapo der Lernweg, immer wieder durch diese Situation zu gehen. Es müssen sich fast zwangsläufig Verbesserungen ergeben.
    Im Vorfeld kannst aus meiner oben geschilderten Sicht nicht viel machen (machen schon, aber wenig erreichen). Wenn du wieder in der Situation bist, diese vll. herunterspielen:
    - Die KO-Runde habt ihr nicht zufällig gewonnen, also spielt locker weiter.
    - In der KO-Runde wird auch nur Fußall gegen andere Kinder gespielt.
    - Gleicher Platz, gleicher Ball, gleiches Spiel Jungs
    - etc.
    Hab einfach mal überlegt was ich in der Situation sagen würde, wenn ich etwas sagen müsste. Ohne die Kinder zu kennen, und in genau deiner Situation zu sein, fällt mir das schwer.
    Ansonsten ist wichtig, dass du am ganzen Prozedere nichts änderst. Gleiche Teambesprechung vor dem Spiel, gleicher Schlachtruf, gleiche Gedankengänge bei der Erstaufstellung, gleicher Funkspruch an die auf der Bank wartenden. Und aus dir muss das selbe Vertrauen in die Jungs und die selbe Ruhe und Zuversicht strahlen, wie bei jedem Spiel.



    Und da sag noch einer, Jugendtrainer ist einmal in der Woche mit nem Ball auf dem Platz zu erscheinen... Wir bräuchten eine Pädagogik- und Psychologieausbildung ;)

    Was kann man bisher (vollkommen nicht-repräsentativ) zusammenfassen...


    2/3 aller Vereine geben den Trainern freie Hand. Muss an sich nicht schlecht sein, so kann jeder auch etwas seine individuelle Stärke einbringen. Optimalerweise ist er dann mit seinen Stärken auch in der richtigen Altersklasse eingeteilt...
    Das übrige Drittel hat ein (vermutlich beschlossenes und dokumentiertes) Konzept, in einem Fall ein "lebendes" Konzept, das ich im Ergebnis als vergleichbar betrachte. Von diesem Drittel ist aber erkennbar die Mehrheit der Meinung, dass das Konzept nicht gelebt wird.


    Mal sehn ob sich noch weitere Stimmen melden, wie man ein Konzept gut innerhalb des Vereins vermarkten und bewahren kann...



    Danke, Rick