Beiträge von pd33

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    Äh, sorry, ich hab das thematische Abdriften hier zumindest mitverschuldet...


    Weiter im Text zum Thema, wie kann @Greenhorn76 Eltern und diesen "alten Hasen" von der Rotation überzeugen. Verkürzt zusammengefasst haben wir:
    - Auf jeden Fall dran bleiben, weil richtig!
    - Nach den bisherigen Erfahrungen nicht mit der Brechstange
    - Langsam übers Training und ggf. Trainingsspiele einfließen lassen
    - Andres' Argumentation zum Thema moderner Fußball einverleiben und bedarfsgerecht einsetzen.


    Vielleicht gibt es auch bislang stumme Eltern, deren Kinder aber profitieren würden? Diese mobilisieren.


    Rick

    Ich tippe mal dass ihr:
    - größer seid
    - Mehr systemischen Aufwand anbietet
    - und strukturiert bepreist.


    Bei uns sinds 40 EUR p.a. für die gesamte Familie, egal ob ein Kind oder 10. Kind alleine sind knapp 20 EUR.
    Dafür aber auch nur ein oder zwei mal Training die Woche (je nach Jugend), Rundenspiele und/oder Turniere, und eben das übliche, Weihnachtsfeiern etc. Von der Struktur her sind ein Rasen- und ein Kunstrasenplatz sowie ein Vereinsheim mit Wirtschaft zu pflegen. Kein Bus, keine Trainingscamps (es sei denn als Einzelaktion geplant und finanziert), (noch) keine kostenintensiven Eigenveranstaltungen.

    Ok, mein Gedankenfehler ist, dass bei uns im Kreis die FPL fest mit keine Tabelle und bloß keine Leistungsvergleiche verknüpft ist.

    Bei uns ebenfalls (gedanklich). Berichtet wurde eh nie konsequent, nur wenn sich zufällig mal ein Schreiberling dafür erwärmen konnte (und es nix anderes gab), gab es mal einen Turnierbericht.
    Dass "alle Sieger sind" und am Schluß keine Tabelle erstellt wird kann aber nicht aus der FPL herauskommen. Sie würde sich sonst selbst aus der Verwendung für alle Klassen herauskegeln.
    Der "Alle-sind-Sieger"-Modus dient der Spaßorientierung von G- und F-Jugend, und sollte zusätzlich ermutigen, allen Kindern gleiche Spielanteile zu verschaffen.
    Hat zusätzlich den Vorteil, dass unschlagbare Turnierpläne erstellt werden können, weil nicht jeder gegen jeden spielen muss. Es können sowohl Spiele direkt hintereinander als auch ewige Pausen vermieden werden. Das erhöht die Akzeptanz bei den Eltern merklich!

    Das ist das schwierige, so aus einer Minderheit heraus. Und im Fall des Threaderöffners als Gegenposition zu einem "alten Hasen", der zur Zeit der Eltern Top-Spieler in der ersten Mannschaft des Vereins war.
    Ich hatte es einfach das Konzept von Rotation und gleichen Spielanteilen durchzusetzen, Kinder ziehen voll mit, Eltern und Verein stellen sich nicht in den Weg. Und vor allem die Eltern sind nach der ersten Rasensaison und jetzt 6 Hallenturnieren sehr angetan, erstens vom Zusammenhalt in der Mannschaft, zweitens von der Leistung.


    Es geht bei Bambinis nicht um den Sieg, aber wenn man eine starke Truppe formiert hat, zeigt sich das automatisch auch in den Ergebnissen. In den letzten 20 Spielen unserer G sind 2 Niederlagen enthalten. Und beide gehören zu der Sorte, die ich schon mal angesprochen habe, dampfwalzenartige F-Jugendbambinis haben sich, Rammfaust voran, den Weg freigeschoben, die jeweils anderen Trainer sahen keinen Bedarf einzugreifen. Das haken wir aber ab und nehmen einfach nur den Spaß am Kicken mit.


    Ansonsten sind wir wirklich schwer zu knacken und auch schwer am Tore schießen zu hindern. Aber nicht weil wir Stars hätten, sondern weil ausnahmlos jeder aus dem 13er Kader aufs Feld stehen kann und in der Lage ist, einen Angreifer abzulaufen und (fair!) unschädlich zu machen. Ebenso hat jeder einen Drang zum Tor entwickelt und nutzt entsprechende Chancen. Auffallend dribbelstark sind auch nur zwei oder drei Kinder, die es schaffen ein paar Gegner stehen zu lassen und dann noch ein Tor zu erzielen. Aber soweit ich das überblicke, hat fast jeder ungefähr diese Anzahl an "auffälligen" Spielern. Ich meine aber Vorteile zu haben, weil die nur für die B-Note sorgen, ich kann sie auch komplett rausnehmen ohne das Spiel umzukippen. Der Endstand fällt wohl etwas niedriger aus.


    Aber es sind die gleichen Jungs wie überall. Nur ist keiner dabei, der ständig auf die Bank verbannt und einmal, weil zu Hause die Eltern zuschauen, aufs Feld gestellt wird mit dem Kommentar, hinten aufpassen wenn der Gegner kommt. Der hat nämlich im Moment wenn er auf das Feld kommt schon verloren. Seine Erfahrung und sein Selbstvertrauen ragen nicht mal über die Grashalme des Platzes hinaus. Drüben kommen zwei ausgebuffte, turniererfahrene Altbambinis an den Ball, seifen den armen Tropf für ne halbe Sekunde ein und versenken die Kugel. Das Sahnehäubchen ist dann, wenn der zitternde Bub wieder runtergenommen wird mit dem Kommentar "Siehste, das ist noch nix für dich..." Mehrfach live gesehen...


    Aber wie verbohrten Trainerkollegen, Vereinsoberen und verbissenen Eltern erklären, dass er das noch zwei oder drei Turniere so erleben muss? Es dann aber auch erst schaffen wird, hier und da mal nen Ball wegzuspitzen, und noch zwei drei weitere Turniere braucht bis er das Zweikampfverhältnis langsam in seine Richtung kippen kann? Bis dahin sind zig Spiele verloren...
    Ich bin davon überzeugt, dass ich diese vorteilhafte Vorgehensweise alleinstehend nicht durchziehen könnte. Von daher habe ich auch nicht den Supertipp für @Greenhorn76 . Man ist gegen beratungsresistente Vereinsleute und Eltern einfach machtlos. Letztere wechseln wohl im Zweifel den Verein. Ersteren ist ihre Einfältigkeit weder peinlich noch sehen sie sie ein.
    Vielleicht mit dem guten Gedankengang von @Andre argumentieren. Hinten stehen bleiben, darauf warten Bälle wegzudreschen, ist museumsreif. Heute schießen die Boatengs, Hummels und Lahms Tore, mit Kopf und Fuß. Warum sollst du dann solch Abwehrpfosten "ausbilden"?



    Rick

    Mache gerne mit, muss mich aber den Vorrednern anschließen. Für eine Schülerarbeit würde ich, wenn ich die nicht relevanten Fragen überspringen könnte, alle Augen zudrücken. Aber um das Masterniveau zu erreichen sind sowohl Einführung ins Thema als auch Umsetzung des Fragebogens nicht akzeptabel. Betrachteter Bereich einschränken, dann sind m.E. auch standardisierte Fragen und Antworten zulässig.


    Rick

    Solche Erfolge schreien doch nach einem Sammelthread, in dem zusammengetragen wird, an was man alles denken sollte, welche Ideen gut, welche weniger gut angekommen sind. Sog. best practices.


    Rick

    Wobei wir am WE bei einem Bambinihallenturnier waren und ohne Ecke gespielt werden sollte. Im Nachgang stellte sich heraus, dass kein Trainer damit so richtig zufrieden war. Hätte nur einer den Mumm gehabt, nach einer anderen Regelung zu fragen... Irgendwie ärgere ich mich dass ich auch nix gesagt hatte.


    Ich habe erst vor kurzem ein Turnier veranstaltet, bei dem aus den örtlichen Gegebenheiten "Sonderregeln" gemacht werden mussten. Vor Ort mit allen Beteiligten besprochen. Kein Einwand, keine Beschwerden, tolle Stimmung, viele Tore.

    Das könnte ein und das selbe Turnier gewesen sein :) Nur aus verschiedenen Perspektiven berichtet. Aus meiner Sicht ist - so es möglich ist - ein frühzeitiger Hinweis in der Einladung deshalb am besten.

    Dass Erwachsene ggf. einschreiten widerspricht meines Erachtens der FPL nicht. Man soll nicht erst einschreiten (in Sachen Fouls) wenn ein Kind weinend am Boden liegt. Im Vordergrund steht der Spaß der Kinder. Wenn ein Kind an diesem Spaß nicht teilhaben kann, weil andere ihren Spaß auf dessen Kosten haben, dann ist ein Eingriff auf jeden Fall gerechtfertigt. Er verbessert ja wieder den gesamten Spielfluss.

    Ja, auch mit der FPL bleibt Fingerspitzengefühl gefragt. Und das ist aus meiner Sicht ganz klar der Punkt wo wir eingreifen müssen, auch um Fairnessregeln einzuhalten. Dabei wird vermittelt, was ein Foul ist und was nicht.
    Wobei ich gerade auf Turnieren nur unterbreche, wenn meine Kinder ein Foul begehen. Wenn der andere Coach das nicht ebenfalls macht, riskiere ich zu viel Unruhe, wenn ich seinen Job mache. In der Besprechung nach dem Spiel gehe ich natürlich auf die Unsportlichkeiten des anderen Teams ein und lobe meine Kinder ausdrücklich, dass sie trotzdem fair weitergespielt haben. Ich rechne ihnen im Fall einer Niederlage auch vor, dass ohne diese Fouls das Spiel zumindest unentschieden ausgegangen wäre. Das hat @Ersatzbank bisher jeden Anflug von Frust vertrieben.


    Wenn drüben natürlich diese berühmten Bambinis stehen, die allein mit dem Mofa zum Turnier gekommen sind aber natürlich nur wegen großer Eltern alle anderen um zwei Köpfe überragen, dann nehme ich bestimmte Kinder auf der Bank in "Schutzhaft". Leider sieht man da oft auch Spieler ausländischer Herkunft (an Optik UND Sprache erkennbar), die vorbildlicherweise im Verein integriert werden, aber leider ein oder zwei Klassen zu niedrig, weil es wohl wohl keinen Pass oder ähnliches gab...



    Rick

    Ein sehr informativer Beitrag von Florian Weißmann, dem Jugendobmann des Fußballkreises München, auf der Homepage des Bayrischen Fußballverbandes. Florian Weißmann war in Essen zu Gast und berichtete über seine Erfahrungen bei der Einführung der FPL in München.

    Klasse Arbeit. Fazit auf einen Satz reduziert: Lasst die Kinder spielen und bietet ihnen eine tolle Fankulisse, dann gehen sie glücklich nach Hause und sind von Fußball begeistert.

    In Hessen brauchen Funino Turniere die nicht als Spielfest deklariert sind eine Sondergenehmigung, diese wird jedoch problemlos erteilt.
    Ich denke wenn jemand eine innovative Idee für die Durchführung eines Turniers hat, wird es selten Widerstände geben. Das Regelchaos in der Halle beruht jedoch nicht auf progressiver Weiterentwicklung der bestehenden Regeln, sondern auf Faulheit und Rückständigkeit.

    So sehe ich das auch. Weiter vorne im Thread habe ich einmal das Beispiel eines reinen Elfmeter-Wettbewerbs gebracht. Das fällt für mich in die gleiche Kategorie. Oder Beachsoccer etc.
    Ich sehe hier nicht einmal den Bedarf für eine Sondergenehmigung. Es sei denn der Aufwand dafür ist mit einem Mehrwert verbunden. Werbung, Bezuschussung für Medaillen, Ballspenden, Versicherungsübernahme etc.


    Rick

    Ich schätze mal, dass hier jeder etwas anderes vor dem geistigen Auge hat. Deshalb meine Frage nach Konkretisierung.
    Um den Ball von @Andre aufzunehmen: Es ist für jeden Veranstalter zumutbar, eine Handvoll zugelassener Bälle zu beschaffen. Sich an die allgemeinen Regeln des Spiels selbst zu halten, ist ebenfalls billig und zumutbar.
    Wenn nun aber die Halle ein halber Meter zu schmal ist, dann bin ich zu 100% für ein Ignorieren der Regel, vor allem wenn kleinste Kinderklassen eingeladen sind.
    Und vor allem in genanntem Fall, bin ich ebenfalls für eine "Regelverletzung", wenn in der zur Verfügung stehenden Halle, die normgerechten Tore nicht vorhanden sind.
    Nur wenige Mannschaften, und wenn dann deutlich ältere als G-, F-, E-Jugend sind insgesamt so weit, dass dieser Umstand schier die gesamte sportliche Ausbildung ins Wanken bringen könnte. Eine fehlende Turniermöglichkeit bewerte ich als einschneidender.


    Gesundheitliche Gefahren entbehren jeder Diskussion. Auf diese ist aber auch zu achten, wenn die Ausführungsregeln sie in konkretem Falle nicht berücksichtigen würden.


    Natürlich müssen in der Turniereinladung diese "Mängel" benannt werden. Das sollte schon aus eigenem Interesse passieren, damit man keine überraschten langen Gesichter vor Ort hat. Dann kann sich jeder Teilnehmer überlegen, ob ihm die Teilnahme diese Abweichungen wert sind. Die Nachfrage regelt dann das Angebot. Ein Veranstalter der nur Eishockeytore und eine unlinierte Halle anbietet, wird wohl kein Traditionsturnier etablieren können...


    Der DFB ist sich, so kann man einige Aussagen zumindest interpretieren, der Bedeutung und Wichtigkeit von Straßenfußball und öffentlichen Bolzplätzen. Solange keine ligamäßigen Spiele ausgetragen werden, dürften weder beim DFB noch bei den regionalen Verbänden oben geschilderte Abweichungen von besonderer Bedeutung sein.


    Vielleicht haben wir einen damit befassten Verbandsvertreter unter uns...?



    Rick

    Ein interessanter Thread, der auch wieder zeigt, wie wichtig die Zuschauerregel der FPL ist. Warum muss sich Greenhorn überhaupt dieser "Kritik" ausgesetzt sehen?


    Dass die Mannschaft verliert sieht er selbst. Er hat aber nicht übersehen, dass die Truppe irgendwann als 11 auf dem Platz steht. Wenn man in der G anfangen würde, konsequent nur die besten 5 aufs Feld zu schicken, hat man nach ein paar Abgängen in der A-Jugend und den Senioren nur noch Ersatzspieler ohne große Förderung und Erfahrung zur Verfügung, weil sie zeitlebens vernachlässigt wurden.


    Im Volleyball arrangiere ich regelmäßig Spiele gegen deutlich stärkere Gegner, auch gegen Gegner die durch Blocken nicht in den Griff zu kriegen sind, damit man sich in der Abwehr so richtig verschanzen muss. Natürlich wird man im Ergebnis zusammengeschossen. Aber es macht bärenstark. Im Spiel gegen gleiche Gegner werden plötzlich vorher unholbare Bälle gefischt.


    Einen ähnlichen Effekt gibt es in jeder Sportart, auch im Fußball. Ein verlorenes Spiel ist nicht umsonst, nur das Ergebnis ist schlecht ausgefallen.



    Greenhorn muss dann natürlich stärker motivieren als "erfolgreiche" Trainer. Es gab hier interessante Tips zur Aufstellung, die am Prinzip der Rotation nichts ändern.
    Vielleicht können auch mal gezielt andere E3 aufgesucht werden, gegen die es ausgeglichener zugeht.


    Vielleicht sind auch gute E3-Spieler in E1 und E2 abgezogen worden. Das ist natürlich auch ein Hinkebein.


    Was ist denn draus geworden @Greenhorn76 ?


    Rick

    Stimme zu! Jedoch: Ohne den "BDAF" wird dieses Gegenstück zum DFB aber nicht klappen. (BDAF = Bund Deutscher Amateur Fussballer) :)

    Wer auch immer. Es müssen genügend passende Personen zusammenarbeiten. An dem wird es letztlich scheitern. Denn, auch wenn es nicht sentimental oder nostalgisch ist, es ist allzu optimistisch. Solange Menschen im Boot sind, wird sich die Gier nach Geld durchsetzen. Wie der Verband nun heißt ist schnuppe. Das ist auch das Problem auf der Welt. Es gibt Menschen. Nennen sich Krone der Schöpfung, sind aber doch die einzigen die drauf und dran sind, die Schöpfung so richtig tief in die Sch...e zu reiten und vor die Wand zu fahren. Wo Menschen sind gibt es den Hang, Rechte, Eigentum zu sichern, Grenzen zu stecken, Besitz zu mehren. Andere lassen sich anstecken und machen aus Angst mit, damit sie nicht auf der Strecke bleiben. Und ein kleines Grüpplein hofft dass die Handlungen der beiden anderen Gruppen ohne Auswirkungen sind. Sie hoffen vergebens. Denn die, die reinrassig ehrenamtlich tätig sind arbeiten unweigerlich für die mit, die an irgend einem Punkt Geld oder andere Werte aus dem System ziehen. So idealistisch sind nur wenige bis keine, dass sie das voller Freude ewig mitmachen.
    Gilt innerhalb eines Vereins, innerhalb eines Verbands, in anderen Sportarten, in anderen Gesellschaften, gilt weltweit. Die Flüchtlinge, die bei Europa anklopfen, wurden zuvor, und sei es Generationen zuvor, auch von Europa, USA und Russland (Aufzählung unvollständig...) ausgenommen, oder werden es nach wie vor.