Kurze Historie
1985 Fußballtechnik (2 VHS Videos)
1987 Wiel Coerver Lehrplan Treffer 1-4 (4 VHS Videos)
1991 "Die Coerver Methode Teil 1-4 (4 VHS Viedeos die sogenannte Dubai-Reihe)
1997 Masterclass Series (3 Videos hier wird zum ersten Mal von der Pyramid of Player Development gesprochen.
2005 Make Your Move (3 DVD)
2006 oder 2007 Wiel Coerver De complete werken (4 DVD)
Anekdote:
Wiel Coerver hat 2007 auf einem Kongress des Niederländischen Fußball Verbandes dem Präsidenten die 4 Videos (Coerver De complete werken) mit den Worten überreicht:
Diese 4 Videos und die Spieler, die darauf sind, ist mein Vermächtnis an die Fußballnachwelt.
Auf den Videos ist mein Wissen, und mit den Spieler die darauf sind, hinterlasse ich ihnen die zukünftig besten Fußballer der Welt.
Coerver war zu dem Zeitpunkt bereits 83 Jahre. Mal schauen ob er an Altersstarrsinn litt oder ob er recht hatte. (Es sind darauf schon wirklich sensationelle Kinder aus Ägypten zu sehen)
Kurze Unterscheidung
Die Videoreihen bis einschließlich 1991 und die Videos, De complete werken, würde ich als die "Reine Lehre" von Wiel Coerver bezeichnen. Besonders bei der Dubai Reihe gibt er jede Trainingseinheit vor.
Die Videos von 1997 und 2005 enthalten die Pyramid of Player Development .
@ Andre
sind das die Ballkoordinations-Übungen die Du mit Deinen Jungs machst?
http://youtube.com/watch?v=FhsEkhNh8eg
http://youtube.com/watch?v=UKsLi5vmOkE
http://youtube.com/watch?v=FhsEkhNh8eg
Beiträge von Dirk Coerverfan
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Vor 4 Jahren habe ich meine damaligen Bambinis fast 1 zu 1 nach der Coerver-Methode (Videos von 1991 "sogenannte Dubai Reihe") ausgebildet. Heute bin ich mir nicht mehr sicher ob ich es noch einmal so machen würde. Als die Reihe 1991 gedreht wurde, gab es in keinem Land der Welt so viele Fernseher, Gameboys, Playstations und PC wie heute. Dadurch waren die koordinativen Grundlagen der Kinder ganz anders als heute. Das war mir vor 5 Jahren aber nicht wirklich bewusst. Damals habe ich mich nur gewundert, warum die Kinder einfachste Ballbeherrschungsübungen nicht konnten. Heute weiß ich, dass meinen Jungs und Mädchen die koordinativen Fähigkeiten, die wir uns sonst in den Bäumen, beim Ticker spielen und beim Straßenfußball holten, fehlten. Alles wäre vor 5 Jahren einfacher gewesen, wenn ich damals die Bambinis koordinativ nach vorne gebracht hätte. Tolle Übungen findet man beim DFB
Deshalb würde ich jeden empfehlen, der sich intensiv mit Coerver auseinander setzt, erst in der F-Jugend damit anzufangen. Wer Coerver nur als Ideenlieferanten für Spiel und Übungsformen sieht, kann diese Übungen schon bei den Bambinis einsetzen. Wer hingegen versucht die Philosophie umzusetzen, sollte erst ab der F-Jugend damit beginnen. Erst hier ist die motorische Lehrnfähigkeit soweit ausgeprägt, dass die Bewegungen nicht sofort vergessen werden. -
1. Teil siehe oben
Pyramide
Für die Coerver-Methode ist Ballgefühl und Ballbeherrschung (Ball Mastery) die Grundlage der Ausbildung. Hierfür wurden spezielle Übungs- und Spielformen mit extrem vielen Ballkontakten entwickelt bzw. zusammengestellt.
Beim DFB steht der spielerische Erwerb der Basistechniken: Ballkontrolle, Dribbling, Passspiel am Beginn der Ausbildung.
Die Definition der Basistechniken (manchmal auch Grundtechniken genannt) gibt es in dieser Form erst seit dem Konzept von Matthias Sammer (wurde Anfang 2008 veröffentlicht).
Früher gab es die Ballkontrolle nicht als Technikbegriff im Bereich des DFB. Bis 2008 stand der Erwerb der Techniken (Dribbeln, Passen, Torschuss, Ballan- und Ballmitnahme) am Anfang der Ausbildung. Ich persönlich finde es Klasse, dass das DFB-Konzept immer wieder angepasst und weiterentwickelt wird.
Ballan- und Mitnahme und Passen (Passing and Receiving) wird bei Coerver erst schwerpunktmäßig geschult, wenn die erste Stufe (Ball Mastery) ein altersentsprechendes Niveau erreicht hat. Dieses Prinzip gilt für alle Stufen und wird deshalb von mir nicht mehr bei jeder Stufe erwähnt.
Beim DFB wird sie zusammen mit den anderen Basistechniken vermittelt. Hier wird nicht differenziert.
Das 1v1 (1 gegen 1) ist der auffallendste Unterschied zur DFB Philosophie. Coerver hat zurzeit über 140 Finten, und Moves in seinem Programm. Aber Achtung: natürlich soll und kann kein Kind alle lernen.
Das Fintentraining gehört beim DFB zum Dribbling. Für Richtungsänderungen und Start und Stopps gibt es beim DFB meines Wissens keine vergleichbare Schulung.
Ein methodischer Aufbau wie es ihn bei der Coerver-Methode gibt, fehlt beim DFB im offensiven Bereich vollständig.
Geschwindigkeit(Speed)
Coerver versucht mit vielen Übungs- und Spielformen die "Kopfgeschwindigkeit" zu erhöhen.
Vergleichbare Sachen gibt es auch hier beim DFB nicht
Abschluss (Finishing)
Bei Coerver wird nicht zwischen Stoss- und Passtechniken unterschieden. Beim Passing and Receiving werden diese Techniken gleich mit geschult.
Hier versucht Coerver den Kopf ein- bzw. auszuschalten. Beispiel: Warum gelingt ein Pass über 10 Meter ohne Probleme aber ein Torschuss aus 10 Meter wird nicht neben den Pfosten sondern genau auf den Torhüter gespielt.
Schusstechniken werden hier nicht trainiert. Es ist völlig egal wie das Runde in das Eckige geht, notfalls nehmen die Kinder auch die Ronaldo-Schleuderpicke.
Beim DFB sind es zwei verschiedene Techniken.
Gruppenspiel (Group Play)
Erst wenn alles andere altersgerecht beherrscht wird, macht laut Coerver auch erst das taktische Spielen Sinn und wird dann wieder sehr offensiv lastig geschult.
Aber Achtung das heißt nicht, das die Kinder im Training erst mit dem Fußballspielen beginnen wenn sie das Gruppenspiel beherrschen.
Das Fußballspielen ist in allen Trainingseinheiten das wichtigste Element der Methode
Aber es wird in diesen Spielen vom Trainer immer auf die Anwendung der Techniken geachtet. Erst wenn die Ausbildung beim Thema „Group Play“ angelangt ist geht der Trainer auf die Taktik ein.
Ich hoffe das ich ein wenig Licht ins Dunkel bringen konnte.
Fazit: Viele Wege führen nach Rom. Manche führen in eine Sackgasse und bei manchen kommt man erst Jahre später über Umwege dort an. Welches der Richtige ist, wird die Zukunft zeigen.
Andre
Coerver hat ursprünglich nichts mit der Koordinationsleiter zu tun. Da die Methode aber immer offen für neue Ideen ist, wird sie sicher mit integiert werden. -
Hat ein bisschen gedauert.
Ich musst mir ja auch erst einmal Gedanken machen.
Ist ja auch ne Frage, die es in sich hat. Da die Antwort so lang ist, habe ich sie erst im Editor vorgeschrieben.
@ sanja1302
Hierzu ein Zitat, welches leider nicht von mir stammt: Zitat Anfang:
„Es gibt keine „Rezepte“ für erfolgreiches motorisches Lernen. Vielmehr existieren verschiedene methodische Wege, Vorgehensweisen und Vermittlungspraxen, die gleichermaßen zum Lernziel führen können. Es liegt zunächst an den Lehrenden, die effektivste Variante, abgestimmt auf die Voraussetzungen und Bedingungen des Lernenden bzw. die Lernsituation, herauszufinden und anzuwenden.
Kaum eine Methode oder ein Weg führt zum Ziel. Oft sind es mehrere verschiedene methodische Maßnahmen und Varianten, die zweckentsprechend kombiniert werden müssen oder sich ergänzen
Zitat Ende
Ich nehme auch mal an, dass du mit deiner Vermutung richtig liegst. Wer sich vor ca.15 bis 25 Jahren intensiv mit der methodischen Ausbildung von Kinder- und Jugendfußballern befassen wollte, kam an Wiel Coerver oder der Ajax-Schule nicht vorbei.
In alten "Fußballtraining" Ausgaben wurden viele Trainingseinheiten von Ralf Peter und Gerd Bode vorgestellt, in denen Organisationsformen aus den Coerver-Videos (1.2..3 4 Treffer von 1987) - beschrieben sind. Außerdem wurden Screenshots aus Coerver-Videos benutzt um Übungen zu illustrieren. Die Quelle haben sie dabei aber nicht erwähnt.
Diese beiden DFB Trainer waren meines Wissens auch maßgeblich an der Entwicklung der DFB-Philosophie beteiligt.
Ich versuche es mal sehr kurz zu machen. überbeideohrengrinst
Die Gegenüberstellung sollte so weit wie möglich wertungsfrei sein. Wenn ich doch bewerte, dann schreibe ich das immer mit meiner persönlichen Meinung.
Grundsätzliches zu Coerver und DFB
Die Coerver Methode ist eine sehr individuelle (nicht zu verwechseln mit egoistisch) und technikorientierte Ausbildung. Der Schwerpunkt liegt darin, den offensiven, kreativen, handlungsschnellen, selbstbewussten und mutigen Spieler auszubilden. Taktiken werden fast nur im offensiven Bereich geschult und dann auch nur bis zur Gruppentaktik. Nur bis zur Gruppentaktik, weil Coerver davon ausgeht, dass das Fußballspielen eine Aneinanderreihung von vielen 1 gegen 1 bis max. 4 gegen 4 Spielsituationen ist.
Durch die offensive ausgerichtete Schulung wird das Defensivverhalten automatisch mitgeschult.
Der DFB gewichtet die offensive und die defensive Ausbildung der Spieler gleich.
Hier zieht der DFB auch langsam nach. Aussage Bernd Stöber (DFB-Jugendnationaltrainer) auf dem BDFL Talent-Symposium 2006 in der Hamburger AOL-Arena. "Es dauert mindestens 10 Jahre um einen kreativen Stürmer auszubilden. Um aus einen ausgebildeten Stürmer einen Verteidiger zu machen, benötigt ein guter Seniorentrainer max. 3 Monate."
Methodik:
DFB und Coerver arbeiten nach der gleichen Methodischen Reihe
1. vom Bekannten zum Unbekannten
2. vom Leichten zum Schweren
3. vom Einfachen zum Komplexen.
Es gibt allerdings einen kleinen Unterschied:
Coerver versucht die erworbenen Fertigkeiten mit: „no pressure“, „low pressure“ und „full pressure“ so zu verfestigen, dass sie im Spiel abgerufen werden können.
Beim DFB, wird zwar von „ üben ohne Gegenspieler, „ üben mit teilaktiven Gegenspieler“ und „Wettkampfschulung“ gesprochen aber diese Begriffe fallen nie im Zusammenhang mit der Methodischen Reihe. Hier wird seitens des DFB methodisches Wissen von den Trainern an der Basis vorausgesetzt, welches aber nicht geschult wird.
2. Teil siehe unten -
Ob es sportlich eine Katastrophe ist, möchte ich mal bezweifeln. Aber das ist ja nicht das Thema. Wäre mal einen neuen Fred wert.
Hier findest Du ganz viele Informationen über das Warum
http://www.dfb.de/uploads/media/DFBspielbetriebLR.pdf -
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@ Chris
Sorry,
mit einstudierten Spielzügen habe ich wohl ein wenig übertrieben. Richtiger wäre Passkombinationen. Diese 4 werden von der Auswahl ständig im Training geübt und im Spiel umgesetzt: Wie Doppelpass, Kurz, Kurz Lang, Quer dann Steilpass anschließend Abwehr im Rücken hinterlaufen, sowie Hinterlaufen.
Diese Passkombinationen kann man in Systemen mit festen Positionen und Aufgaben natürlich viel besser einstudieren. -
Ich möchte diesen Fred nicht abwürgen, aber diese Diskussion (für mich bisher eine der Besten) hatten wir schon einmal.
http://www.trainertalk.de/fussballtraining/thread.php?threadid=52
Ich hatte damals und habe auch heute noch eine extreme Meinung zu diesem Thema.
In den letzten 1,5 Jahren, die seit dem vergangen sind, bin ich sogar noch bestärkt worden.
Vielleicht habe ich mir aber auch nur Situationen herausgesucht, die mich in dieser Meinung bestärken und habe damit den Blick fürs ganze verbaut. Somit würde ich den mir anvertrauten Kinder unweigerlich den Weg nach oben verbauen.
Vorgeschichte:
4 meiner Kinder spielen seit September 2006 in der E- Jugend Kreisauswahl.
Sie wird von wirklich hervorragenden Trainern betreut und trainiert. Ich selbst darf dort als Assistenztrainer die Kinder mit Hilfe der Coerver-Methode weiterentwickeln und lerne ständig von diesen sehr erfahrenen Trainer dazu. Diese Kreisauswahl spielt mit 2 verschiedenen Systemen und ist ist aus dem Blickwinkel der Erwachsenen auch unglaublich erfolgreich.
Damit keine Missverständnisse aufkommen. Ich schreibe jetzt nur von meinen 4 Kindern.
Hier ein paar Gründe in Schlagzeilen, warum ich bisher ohne System gespielt habe und erst in der D-Jugend ganz langsam damit beginnen möchte.
Laufbereitschaft
mit System: Nicht sehr hoch, da die Laufwege für die einzelnen Positionen vom Trainer vorgegeben werden.
ohne System: Ohne Einfluss vom Trainer extrem hoch da die Kinder die Laufwege der Positionen nicht kennen. Natürlich laufen sie dann auch unnütze Wege. Aber selbst daraus können sie etwas lernen.
Verantwortungsgefühl
mit System: Muss vom Trainer eingefordert werden, da Systeme es erlauben Verantwortung abzugeben.
ohne System: sehr hoch, da jeder von sich aus, jeden helfen will.
Risikobereitschaft
mit System: wie im Erwachsenenfußball je nach Position unterschiedlich (Angreifer hoch Verteidiger kaum).
ohne System: Alle Spieler gehen ein hohes Risiko auf allen Positionen ein. Da werden auch ständig die gegnerischen Stürmer aus fintiert.
Kreativität
mit System: Es werden viele einstudierte Spielzüge umgesetzt. 1 gegen 1 Situationen werden so weit wie möglich vermieden.
ohne System: Die 1 gegen 1 Situationen werden von den Spielern gesucht, damit sie mal wieder einen neuen Move ausprobieren können. Pässe mit der Hacke und dem Außenspann sind keine Seltenheit. Tödliche Pässe werden sehr viel häufiger gespielt als im System.
Mein Fazit:
Systeme, wenn man sie zu früh einsetzt, bremsen die Kinder in ihrer fußballerischen Entwicklung. Vielleicht ist das auch der Grund, warum der DFB dem Straßenfußball nach trauert und von uns fordert, das wir den Straßenfußball in die Vereine holen sollen.
Meine Vereinsspieler hatten, obwohl sie noch nie und auch jetzt nicht im System spielen, keine Probleme, sich im System der Kreisauswahl zurecht zu finden.
Hier noch einmal eine 11 Jahre alte Magisterarbeit, die aber in meinen Augen immer noch hoch aktuell ist.
http://members.aol.com/helleruni/Magi.html -
Ich reagiere in solchen Situationen leider viel zu oft wie ein HB-Männchen und somit falsch. Ich arbeite aber daran.
Das die Kinder ihre Ängste überwinden können, hat ganz viel mit ihren geistigen Entwicklungsstand zu tun. Hier brauchen wir als Trainer wirklich nicht psychologisch tätig werden.
Ganz nach der Devise: Gut Ding braucht Lang weil.
Meine Tipps wie man es anders machen kann:
Wir sollten die Ursache und nicht die Wirkung bekämpfen.
1. Den überergeizigen Trainern und Eltern die ROTE KARTE nach österreichischen Vorbild zeigen. Jeder Spieler bekommt am Anfang des Spieles eine Karte in die Hosentasche. Wenn die Eltern zu laut werden, wird ihnen die Karte übergeben.
http://www.oefb.at/_uploads/_elements/5210_file1.pdf
Dieses wurde im Berliner Fußball Verband sehr erfolgreich getestet
2. Die Trainer so schulen (z.B durch die DFB Kurzschulungen) , das sie sich davon überzeugen, dass Kindertraining nicht ergebnis- sondern ausbildungsorientiert sein sollte.
3. Regeländerung: Grätschverbot im Kinderbereich.
Eventuell Wiedereinführung von Zeitstrafen.
Leider wird es wohl ein Wunschtraum bleiben.
Der falsche Weg wäre es, meiner Meinung nach, wenn Du jetzt im Training jeden Zweikampf mit robusten Körperkontakt schulst.
Besser ist es wenn Du die Kinder koordinativ weit nach vorne bringst.
Sie sollten bei solchen Gegnern schneller reagieren können. Sie dürfen bei einem kleinen Tackling nicht sofort das Gleichgewicht verlieren. Sie müssen Ausweichbewegungen und Körperfinten erlernen.
Diese koordinativen Fertigkeiten kannst Du durch diverse Fang- und Tickerspiele erreichen. -
Als ich vor 5 Jahren mit meiner damaligen Bambini-Mannschaft die Ausbildung anfing, stellte ich mir genau die gleiche Frage. Ich hatte auch einen kleinen Trickser, der im Training locker alle ausspielte. Sobald er im Spiel von einem Gegenspieler auch nur angepustet wurde, blieb er "Rotz und Wasser" heulend stehen. Wie mir damals ein erfahrener Bambini-Trainer sagte, ist es alles nur eine Frage der Zeit, bis der Junge diese Ängste überwindet. Er lag mit seiner Einschätzung goldrichtig. Nach nur 2 Jahren waren alle seine Ängste über Bord geworfen.
Da ich heute meine Kinder zu 100% nach der Coerver-Methode ausbilde, habe ich allen Kindern im Training untersagt, robust zu spielen. Es geht sogar soweit, das dass Grätschen im Trainingsspiel, egal wo es auf dem Feld stattfindet, mit einem 8 Meter bestraft wird.
Grund für diese Maßnahme:
Als ich mit der Coerver-Methode anfing(junger Jahrgang F-Jugend), stellten sich im isolierten Training der Finten sehr schnell Ausbildungserfolge bei allen Spielern ein. Auch mit so genannten "limited pressure"(begrenzter Gegner-, Raum-, oder Zeitdruck) und "full pressure" (voller Gegner-, Raum-, oder Zeitdruck)hatten die Kinder keine Probleme, da die Methode das Grätschen nicht erlaubt. Es wäre ja auch methodisch nicht wirklich klasse wenn ich als Schwerpunkt eine offensive Finte ausbilde und gleichzeitig zulasse, dass die Verteidiger diese sehr komplexenn Bewegungen stören. Noch schlimmer ist, wenn ein Spieler die Bewegungen unter Angst, dass er umgegrätscht wird, üben muss.
Die Bewegungen können sich erst einschleifen und automatisieren, wenn sie angstfrei mehrere tausendmal wiederholt werden können. Im den Trainingsspielen wurden, da hier das Grätschverbot nicht galt, die Finten aus Angst nicht angewandt.
Erst als ich das Grätschverbot auf die Trainingsspiele erweiterte, trauten sich die Kinder die Finten auch unter Wettkampfbedingungen anzuwenden.
Jetzt (gemischte E-Jugend alter und junger Jahrgang, Mädchen und Jungen) wenden alle Spieler die Finten auch im Spiel gegen fremde Mannschaften an. Hier spielt es auch keine Rolle mehr ob die gegnerischen Mannschaften robust spielen oder nicht.
Mein persönliches Fazit:
Das robuste Trainieren behindert die technische und taktische Ausbildung meiner Kinder ganz massiv. Es ist nur eine Frage des Entwicklungsstandes, bis die Kinder mit der robusten Spielweise der anderen Mannschaften klar kommen. Trotz des fast körperlosen Trainingsspiels können die Kinder schon jetzt mit robusten Mannschaften umgehen. Nur mit, von Trainern und Eltern, aufgestachelten Mannschaften haben sie noch Probleme. Hier überwiegt dann immer noch die Angst.
Das robuste Tacklingtraining werde ich, wenn überhaupt, erst frühestens nach dem ersten goldenen Lehrnalter einführen. Dann haben sich alle Techniken bei allen Spielern so sehr stabilisiert, dass sie sich auch durch kampfstarke Gegenspieler nicht mehr beeindrucken lassen. -
@ Black_Torro
Du hast doch einen Ausbildungsschwerpunkt im Training. Bewerte alle Spieler, ob und wie sie diese Schwerpunkt im Wettkampf umsetzen. Wenn Du siehst das alle Spieler diesen Schwerpunkt nach Deinen Vorstellungen auch im Spiel anwenden, kannst Du mit Deinen Spielern einen neuen Ausbildungsabschnitt beginnen.
Beim nächsten Training, solltest Du versuchen immer einzeln mit Deinen Jungs über deren individuellen Ausbildungsstand reden. Hier hilft Dir einen positive Formulierung, wie z.B.:
??????, Du hast im letzten Spiel gezeigt, dass Du Dich im defensiven individual taktischen Verhalten verbessert hast. Wenn Du das Tempo etwas früher aufnehmen würdest, käme kein Stürmer mehr an Dir vorbei.
Weniger zu empfehlen: Du hast das Tempo zu spät aufgenommen, deshalb sind die Gegenspieler an Dir vorbeigezogen.
Wenn Du wie oben beschrieben beobachtest, fallen Dir einzelnen Spieler auch auf und Du kannst dann das Ausbildungsniveau für diese Spieler senken oder erhöhen. -
Dieser Link sorgt für ein wenig Aufklärung.
Ausbildungsordnung des DFB:
http://www.dfb.de/uploads/medi…usbildungsordnung2008.pdf
Ab Seite 34 (Anhang 2) sind die Ziele des Trainer C-Lizenz und ab Seite 48 (Anhang 6) sind Ziele des Trainer-C-Breitenfußball dargestellt.
Da kann man sehr gut den Unterschied der beiden Ausbildungsgänge erkennen. -
Kann es sein das ihr für 2 verschiedene Ausbildungsgänge den gleiche Begriff verwendet.
Es gibt keine Eignungsprüfung für den Fachübungsleiter C- Fußball (Seit 2008 Trainer C - Breitenfußball).
Nur für die Trainer C-Lizenz und für die Trainer A-Lizenz können Eignungsprüfungen stattfinden.
Für die Richtlinien der Eignugsprüfungen sind bei der C-Lizenz die Landesverbände und bei der A-Lizenz der DFB verantwortlich.
Es gibt also Landesverbände, die keine Eignungsprüfungen durchführen. Wenn Du unbedingt die Trainer C-Lizenz erwerben willst, dann erkundige Dich doch in bei den anderen Landesverbänden.
Ich weiß, dass Schleswig Holstein (Sportschule Malente) Probleme hat, die Lehrgänge voll zu bekommen. Sie sind über jeden Bewerber, wenn er denn einigermaßen Eigenspielfähigkeit nachweisen kann, glücklich.
Ich persönlich halte den Trainer Breitenfußball für den Kinder und Jugendbereich für viel besser geeignet als die Trainer C-Lizenz, die richtet sich nur an die, die hochklassige Jugendmannschaften trainiere wollen. -
Ein gutes Gerüst für ein Konzept findest Du hier:
http://www.dfb.de/uploads/media/dfb_rtk_flyer_A4_quer_01.pdf
Ein Konzept sollte nur den groben Rahmen für die Ausbildung festlegen.
Die Jahres-, Halbjahres-, Quartals-, Monats-, Wochen,- und Einzeltrainingspläne sollten sich an den Inhalten und Zielen des Konzeptes orientieren.
Hier gibt es so viele innere und äußer Faktoren (siehe SuperTrainer) zu berücksichtigen, dass man unmöglich eine Zentrale Planung für alle Mannschaften durch eine Person durchführen sollte. Das Konzept gibt nur grob die Inhalte und die Ziele für jede Alterstufe vor. Die Inhalte und Ziele müssen von den Trainern in Zusammenarbeit mit dem verantwortlichen sportlichen Leiter (Jugendwart oder Fussbalobmann oder Leiter des Leistungszentrum uvm.) erarbeitet werden.
Daher wird dir ein vorgefertiger Jahrestrainingsplan wenig helfen.
Ich kann Dir ein Konzept für einen Verein zusenden der in allen Altersklassen mindestens eine Mannschaft hat.
Außerdem könnte ich Dir einen Jahrestrainigsplan für eine E-Jugend nach der Coerver-Methode senden.
Dann wirst Du sehen, dass man Trainingspläne und Konzepte nicht unbedingt 1 zu 1 auf seinen Verein oder sein Team übertragen kann.
Mail mich an dirkbroeker(ääättttt)web.de -
Für offensive Zweikämpfe die Coerver Videos
Einen Eindruck bekommt man hier
http://www.coerver.com/
Für defensive Zweikämpfe und verteidigen im Verbund:
natürlich die DFB Seiten die Big Bopper empfiehlt sowie das Übungsarchiv des DFB und die DFB Videos "Modernes Verteidigen"
Auch ein sehr guter Link:
Teil 1
http://www.trainer-stammtisch.…fae&0=7&1=540&4=225&2=964
Teil 2
http://www.trainer-stammtisch.…ae&0=7&1=680&4=225&2=1190
Pressing
http://www.trainer-stammtisch.…ae&0=7&1=683&4=225&2=1414
Raumdeckung und Abseits
http://www.trainer-stammtisch.…ae&0=7&1=688&4=225&2=1846 -
Hilft Dir dieser Link?
http://www.sport.admin.ch/dok_…bildung/d/261struktur.pdf -
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Die Österreicher spielen bereits 9:9 in der D-Jugend
http://www.oefb.at/show_page.php?pid=507
Siehe dir die Feldgrößen mal genauer an. Sie Stimmen mit Deine weitgehend überein.
Fast jeder Deutsche Seniorenfußballplatz hat die Maße 105mx75m plus minus 10 %.
Warum sollte man von Strafraum zu Strafraum auf großen Toren spielen?
Bewegliche große Tore haben 10-20% der Vereine.
Wenn Du jetzt quer spielst hat das neue Feld eine Größe von 75mx52,5m. Wenn die Funktionäre jetzt noch schlau sind dann lassen sie auf kleine Tore spielen. Fast jeder Verein hat bewegliche Kleinfeldtore.
Jetzt brauchst Du nur noch die Strafräume kreiden und die Kids können das machen was sie am Meisten wollen,
Manchmal sieht man halt den Wald vor Bäumen nicht.
Das ist aber kein auf Österreich begrenztes Problem.
Ich hoffe das eure Funktionäre im Sinne des Kinderfußball so entscheiden werden. -
Leider habe ich auch keine Ahnung von dem Makierungsband.
Wie groß soll das Feld beim 9 gegen 9 sein und auf welche Tore spielt ihr?
Hast Du einen Link wo die Durchführungsbestimmungen Deines Verbandes stehen?
Gruß Dirk -
Thema hatten wir schon einmal und Lura02 hat damals mit dem gleichen Text provoziert
http://www.trainertalk.de/fussballtraining/thread.php?threadid=585
Gruß Dirk
