Beiträge von Goncare

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    Das_Huhn


    ich find das immer so witzig wenn ich höre Probetraining in der F-E jugend....

    ich mache auch Probetrainings, bei mir ist aber das Ziel nicht, ob das Kind zu uns passt, sondern ob sich das Kind bei uns wohl fühlt. also ob wir zu dem Kind passen.

    Ich werde nie verstehen, wie man ein 7-10 Jähriges kind zu einem Probetraining kommen lassen kann und ihm dann sagt, ja sorry aber du bist nciht gut genug....ich meine wie soll ein Kind dem man sowas sagt jemals selbstvertrauen erlernen. Wie soll ein Kind verstehen, dass einmal oder wgen mir auch dreimal bei einem Training war, dass es keinen "Fußball spielen darf, weil es nicht gut genug ist???

    Vor allem die Kinder gehen doch zum Training, damit sie fußball spielen und besser werden.....


    Ich verstehe es nicht. Ich verstehe Trainer nicht die sowas machen. Selbst bei einem NLZ hält sich mein Verständnis dafür schwer in Grenzen, auch wenn sich mir die Logik (aus deren Sicht zumindest) eher erschließt.


    Ich bin nicht immer mit Andre einer Meinung (bzw. habe ich manchmal eine etwas abweichende Linie als Trainer), aber im Grundtenor hat er schon recht (aus meiner Sicht)

    AlexD

    könnt glatt aus meiner Mannschaft sein...... :)


    Umgekehrt geht auch gut.....11 zusagen, alles top. Dann ein tag vor dem spiel oder Turnier 5 Absagen...... weil jairgendein Geburtstag stattt findet....

    Und jetzt erwartet ihr, das der eigene Trainer einem Strafstoß zustimmt. Wenn überhaupt Foul, wird er es aus dem Strafraum reden und zum Freistoß degradieren.


    Idealfall: Ja, das erwarte ich. Wenn auf beiden Seiten der FPL Gedanke lebt ist das kein Problem. Solche spiele hatte ich nun schon häufig. Wenn die beiden Trainer sich vernünftig verständigen können. Von meiner Seite wird es immer so sein, dass FairPlay vor geht. Ich sage schon vor dem gegnerischen Trainer, wenn meine Jungs foulen, dass es ein Foul war.


    Realität: Leider halten sich nach meiner Erfahrung vll 60% an diesen Gedanken. Aber das heißt ja nicht, dass man selber nicht als gutes Beispiel voran gehen kann.

    Letzter Spieltag, wir spielen als Tabellenzweiter beim Tabellenführer (höchste Liga auf Kreisebene). Zwar sind wir mit 5 Punkten hinten und können somit das andere Team nicht mehr einholen, allerdings war das Spiel prestigeträchtig, da wir in der Saison bis dahin alle direkten Duelle gewonnen hatten. Da der Schiri nicht angetreten ist, musste ein Elternteil des Gegners pfeiffen.

    Mitte der 2.Halbzeit entscheidet der Schiedsrichter beim Stand von 1:1 auf einen sehr fragwürdigen Elfmeter. Der gegnerischer Trainer (der überzeugt davon ist, dass der Elfmeter eine Fehlentscheidung ist) weist seinen Spieler dazu an den Ball neben das Tor zu schießen.


    Klar, es ging um nichts mehr. Aber auch in der F-Jugend gehts um nichts und alle Trainer drehen ständig am Rad, deswegen finde ich die Aktion mega cool vom Trainer.


    Wie ist das Spiel am Ende ausgegangen?

    Hi,


    mich beschäftigt in letzter Zeit immer mehr das Thema Fairness im Fußball.


    z.B. vor kurzem beim Spiel Bayern gegen Hamburg, gab es ja eine Rote Karte für den Hamburger, nach Foul an Tolisso. Ohne jetzt eine Grundsatzdiskussion über dieses Spiel zu starten, war ich teilweise schokiert, was ich da hören musste. BayernBonus bla bla bla..... in der Situation wurde eine Verletzung billigend in Kauf genommen und alle regen sich nur darüber auf, dass es nur eine Rote Karte wegen BayernBonus gab...und das ein BayernSpieler dafür nie rot bekommen hatte.... Bei dem Tempo das er da drauf hatte und so wie der Gegner hingegangen ist (mit null Chance an den Ball zu kommen), hätte der sich locker Bänder reißen können....


    Geht man einige Schritte weiter runter in den Amateuerfussball oder sogar in den Kinderfußball sieht es häufig nicht anders aus.

    Trainer die Tore nicht geben wollen, weil Sie (für Sie ) nicht klar waren (z.b. Ball hinter der Linie, aber nicht am Netz = kein klares Tor :rolleyes:). Kinder die wenn sie sauer sind unanständige Gesten machen und von ihrem Trainer nicht darauf hingewiesen, geschweige denn sanktioniert werden. Kinder die Schubsen, Treten oder Ellenbogen ausfahren, wenn sie überdribbelt oder in einen Zweikampf verwickelt werden....


    Versteht mich nicht falsch, es kann immer mal was aus versehen passieren, Trainer sehen auch nicht alles und Kinder sind Kinder. Aber mich kotzt es manchmal einfach an, dass die Menschen beim Fußball Gehirn ausschalten und zum Neandertaler mutieren.


    Daher würde ich mich in diesem Thread mal darüber freunen geile, faire Geschichten zu hören. Ob es fremde sind oder euren eigenen ist wurscht.


    Eigenlob stinkt ja bekanntlich aber mir fällt gerade nur eine Geschichte von mir selber ein (wo aber auch der gegnerische Trainer meinte, dass die Geste wirklich toll war):

    Wir hatten ein Spiel gegen eine etwas gleich gute Mannschaft. Der Trainer und ich sind ziemlich gut befreundet (auf Trainerebene). Wir machen häufig Freundschaftsspiele und laden uns auch zu Tunieren ein.

    Auch wenn es in der F-Jugend nichts zur Sache tut, Gegner war Tabellenführer und wir knapp dahinter. Mir war schon vor dem Spiel bewusst, dass es danach einige traurige Kindergesichter geben würde. Da es sich leider nicht vermeiden lässt, dass die "Tabellenstände" an die Kinder herangetragen werden (in unserem Kreis gibt es keine offiziellen Tabellen, aber die Eltern kennen die Tabellenstände trotzdem immer :rolleyes:). Daher habe ich ordentlich Haribo eingekauft um den Kinder beider Teams nach dem Spiel trost zu spenden eagl wie das Spiel nun ausgegangen wäre.

    Am Ende nahm es dann ein sehr glückliches Ende für uns (auch sehr deutlich, es war ein Spiel wo ich eine neue Coaching-Linie gefahren bin, siehe anderer Thread). Beim Gegner waren einige Kinder sichtlich geknickt. Ich denke es lag dann auch vor allem an der Deutlichkeit, die diese Mannschaft so nicht häufig oder gar nicht erlebt.


    Nach dem Spiel habe ich dann die Spielführer beider Teams die Haribos verteilen lassen. Und nochmal darauf hingwiesen, das Fußball Spaß machen soll. Das Sieg oder Niederlage nichts darüber aussagen, ob man ein toller Mensch, guter Fußballer oder guter Freund ist. Und das in diesen Punkten beide Teams absolut ebenbürtig sind. Da waren die Tränen dann auch schon getrocknet.....


    Wie gesagt der gegnerische Trainer, fand es auch cool.


    Mein Punkt ist der Folgende: Fußball ist Wettkampf und diesen Gedanken soll und muss man nicht aus den Augen verlieren. Aber seien wir doch mal ganz ehrlich, wenn man ein Spiel gewinnt und das GEfühl hat, dass man gewonnen hat, weil man einen Elfer geschenkt bekommen hat, weil man ständig unfair war oder weil man was auch immer gemacht hat, was nicht okay ist. Wer kann sich da wirklich danach im Spiegel anschauen und ein gutes Gewissen haben.


    So und jetzt würde ich gerne mal eure Geschichten lesen.


    Beste Grüße....

    Ralf K.

    Ersatzbank


    Vielen Dank. Ich denke es ist gut ,dass ich diesen neuen Weg für mich gefunden habe. Gibt sicherlich immer noch Verbesserungen in meinem "Coaching" aber ich arbeite dran.


    Gestern hatten wir Freundschaftsspiel und man hat wieder mal gesehen, dass die "neue Art" des Coachings den Kindern einfach bessser bekommt. Ich habe alle "Leistungsträger" (was für ein Wort in der FJugend) außen vor gelassen und die anderen ganz alleine spielen lassen.

    Meine Mannschaft hat knapp verloren. Allerdings gab es so einen Moment den fand ich so wundervoll:


    Mein erstes Prinzip ist "Aktivität", in meiner Interpretation heißt das, sich immer Richtung Ball zu bewegen (führte noch manchmal dazu das die Kids zu knubbelig standen, aber daran kann man arbeiten) und das schnelle umschalten, wenn wir den Ball gewinnen oder verlieren.

    Als wir den Ball dann verloren hatten, haben die Kinder alle, im kollektiv umgeschaltet und sind zurück Richtung eigenes Tor gelaufen, innerhalb von einer Sekunde. Das ging ganz intuitiv, ohne viel nachdenken oder warten.


    Und das ist genau der Unterschied: Als ich vorher immer reingerufen habe, "alle zurück" oder einzeln Kinder angesprochen dabei habe, konnte ich nie alle erreichen, es gab immer jemanden der es nicht schnell genug gecheckt hat oder den es einfach nicht interessiert hat (manchmal auch zwei oder drei gleichzeitig). Mit meiner neuen Linie, hat genau das nun tadellos funktioniert, dass ALLE den Weg nach hinten und vorne machen...immer Richtung Ball.

    Das Problem ist, dass die Eltern es meistens eh nicht einschätzen können, weil die dein Können als Trainer fast immer an siegen messen werden.


    Aber ich freue mich immer wieder, wenn Trainerkollegen meine Methoden und Ideen cool finden.


    Am Ende des tages ist es aber am wichtigsten was meine Spieler denken, wenn die sagen dass es Ihnen Spaß gemacht hat reicht mir das völlig.

    Moment nutze ich farbige PlastikBälle, die die Kinder nach dem Training in einen Korb legen können (z.b. rot für Spaß (Vereinsfarben) und blau für doof (Vereinsfarben vom konkurrierenden Verein). So können die Kinder einigermaßen anonym (die meisten trauen sich nciht sowas direkt zu sagen in dem Alter) sagen, wenn es doof war. Und ich sehe welche Anteil es gut oder nicht fand.

    Ich hatte letzte Woche ein, zwei augenöffnende Erlebnisse.


    Zur Vorgeschichte möchte ich auch ein paar worte verlieren. Ich habe letzte Saison mit einem jungjahrgang F-Jugend angefangen.

    Nachdem ich die ersten Spiele sehr gut als lobender (nicht anweisender Trainer) an der Seitenlinie verbracht habe, haben mich die immer anweisenden Trainerkollegen immer mehr angesteckt auch Anweisungen zu geben. Das wurde dann immer mehr und mehr, bis zu dem Punkt, an dem ich dachte, dass ohne meine Anweisungen nur Chaos herrschen würde (natürlich gibt und gabe es immer solche und solche Spiele, mit viel Anweisung und wenig).


    Irgendwann vor ein paar Wochen, haben wir dann einige Spiele sehr schlecht (für unsere Verhältnisse) gespielt. Es hat trotz der Anweisungen nicht viel geklappt. Ich habe mir dann auch selber die Frage gestellt, was das Problem ist.


    Bei den letzten 4 Spielen haben ich dann mal ein "Experiment" gewagt. Ich habe mit Prinzipien angefangen :) (anderer Thread).

    Das erste Prinzip, das ich nun anwende ist: Aktivität. Mir ist vollkommen "egal" was die Kinder machen, solgane sie versuchen sich durchgehend am Spiel zu beteiligen. Mit Anweisungen am Spielfeldrand während des Spiels halte ich mich nun zu 95% zurück (es rutscht manchmal noch raus).

    Folgendes ist passiert: In den ersten Spielen hat das mit der "Aktivität" nur so lala funktioniert. Was ich dann gemacht habe, ich habe die Kinder die sich nicht ausreichend beteiligt haben, relativ schnell (wenn sie so 2-4 Minuten null am Spiel teilgenommen haben), ausgewechselt und sie darauf aufmerksam gemacht, mit dem Hinweis, dass sie gleich wieder eingewechselt werden und es bitte besser versuchen.

    Teilweise führte es dazu, dass ich die Kinder 3 Mal innerhalb von 10 Minuten raus geholt habe.

    Jetzt beim letzten Spiel, konnte man langsam sehen wohin das führt:

    1. Aktivität führte ganz einfach dadurch, dass wir auf allen teilen des Platzes wesentlich präsenter waren dazu, dass wir praktisch ständig überlegen waren.

    2. Die Kinder haben durch ihr eigenständiges Umsetzen der Aktivität fast immer! Überzahlsituation kreiert.

    3. Die Kinder haben (ohne Anweisung) immer wieder versucht die Überzahl zu nutzen und einfach Pässe gespielt.

    4. Dadurch, dass ich meine "Schnauze" endlich mal gehalten habe, haben die Kinder ganz coole Sachen gemacht (so eine Fintensituation wie oben beschreiben hatten wir auch), die ich so nie gemacht hätte.

    5. Ingesamt erschien mir das Spiel viel aktiver, initiativer und auch spaßiger


    Natürlich, gebe ich den Kindern, wenn ich sie auswechsle nochmal ein oder zwei Tipps mit, dass ich evtl. iwas anders gemacht hätte. Aber, dies mache ich nicht mehr in dem ich über den ganzen Platz rufe.


    Jetzt haben wir, seit dem Experiment, jedes Spiel ordentlich - super gespielt. Und auch jedes Mal gewonnen. Es waren alles Gegner die bisher besser oder auf Augenhöhe (ergebnistechnisch) waren. Ich hoffe ich kann diese Linie auch halten, wenn es mal nicht so rund läuft oder der Gegner uns absolut überlegen ist.



    Mein Fazit aus der Geschichte ist am Ende einfache folgendes (auch schon so oft hier gelesen):

    Was wir den Kindern beim Training unter der Woche nicht vermitteln können, dass bringt man ihnen auch nicht bei in dem man am Wochenende über den platz ruft.

    Bei den anderen Teams, deren Trainer ständig Anweisungen gegeben haben, sah man einfach immer größer werdende Verwirrung und immer kleiner werdenden Spaß.



    In der F-Jugend tut es eh nichts zur Sache, aber das Hauptargument, dass ich und ähnlich denkende bisher immer angebracht haben war doch folgendes: Alle Trainer machen das in der FPL, also mache ich es auch damit mein Team kein Nachteil hat. Im gleichen Atemzug, behaupten wir dass es uns nicht ums gewinnen geht. Es widerspricht sich einfach....

    Ich hoffe ich kann es zukünftig umsetzen.....ich möchte meinen Kindern das bestmögliche und spaßigste Training bieten, dass ich kann. Und am Wochenende müssen die, die spielen "selber klar kommen".


    Das schönste an dem Experiment war aber folgender Gedanke. Immer wenn die kleinen vorher gewonnen hatten, dann hatte das irgendwie ein faden Beigeschmack. "hätten sie auch ohne mich gewonnen", "war ich zu laut", "heiligt der Zweck die Mittel"?????

    Die letzten Siege, waren absolut die Siege der Mannschaft. Die haben das gemacht und genauso konnte ich es Ihnen auch sagen. Die Gesichter waren mehr als Belohnung genug, dass man mal über sein Schatten springt und den "vll" schwereren Weg geht.....

    Am Wochenende habe ich ein echt tollen Trainerkollegen beim gegnerischen Team gehabt. Obwohl das Spiel bis zum Schluss eng war, ist er stets fair geblieben. Er war akustisch schon ordentlich bei der Sache 8o aber dabei zumeist positiv. Gegen mein Team gab es weder Kommentare, noch andere negative Dinge. Am Ende haben sich alle ordentlich die Hand gegeben und für das jeweilige Hallenturnier eingeladen. So soll es sein.

    Wollte hier einfach mal von einem positiven Beispiel berichten. ;)

    Hätte dich jetzt gefragt gegen wen ihr gespielt habt. So ähnlich war es bei uns dieses Wochenende auch. Nur haben wir uns nicht zum Hallenturnier eingeladen.


    :)

    ABER:

    Wenn der Trainer selbst beim stand von 10:0 noch jede Kleinigkeit und jeden Vorteil für sich will, ist das kein Fairplay.




    Ich fand es am Wochenende, bei einem anderen Spiel das ich gesehen habe, sehr sehr traurig. Die eine Mannschaft schießt das 7:0 und der Torwart vom gewinnenden Team dreht sich um und sagt (sehr angeberisch mit einem lächeln): "haha schon 7:0"....

    Es passte zu dem Trainer, der jedes Tor laufstark bejubelte (auch bei den Toren jenseits des 5:0)....

    Klar der kleine hat sich bestimmt nur gefreut (F-Jugend), aber ich hätte dem Kind direkt gesagt, dass man die andere Mannschaft nicht auch noch demütigen muss...

    ich möchte kurz in Erinnerung rufen, dass die meisten Antworten in diesem Thread Altersklassen ausser acht lassen.
    das grundsätzlich Verständnis von Spieltagen und Turnieren im Alter G und F Junioren - auch laut DFB - ist diese als eine zusätzliche Trainingseinheit zu verstehen. Und bei einer Trainingseinheit gibt es weißgott keine Medaillen.
    Gerade auch durch die kleinen Unterschiede - wenn schon nur die Gravur unterschiedlich ist, dann sorgen doch die Erwachsenen dafür, dass der Spaß nur noch an zweiter Stelle steht und damit der Spaß für die Kinder auf der Strecke bleibt.



    Erstmal: Ich bin eigentlich fast immer mit dir einer Meinung.

    Hier mal eine kurze relativierung. Es ist vollkommen egal ob es was gibt oder nicht. Bei einem Turnier wird es immer die einen oder anderen erwachsenen Geben (und auch manche Kinder wenn die entsprechend erzogen sind) der abgeht. Es ist vollkommen egal ob es was gibt.

    Da geht der Turniermodus an und fertig.


    Das ist ein generelles Problem von Turnieren und Wettspielen. Was jetzt in diesem Fall das beste ist? ...Es gibt da sicher zwei Seiten der "Medallie" :)

    Manchmal der reinste Kindergarten.


    Es ist sehr interessant:

    Wie wenig input und auch manchmal dreistigkeit einem entgegen schlägt. Ich meine man muss sich doch immer der Konsequenzen im klaren sein. Wenn man z.B. eine Kind in der Mannschaft hat, gut, dann kann es schon sein, dass man sich einiges gefallen lässt.

    Aber wenn man das komplett freiwillig macht und man sehr viel Zeit inverstiert, dann sollte man doch meinen, dass man mit respekt behandelt wird. Ich zumindest hätte dann immer im Hinterkopf, dass der Trainer ja auch ganz schnell aufhören kann, wenn er zu oft "verarscht" wird.

    Passt vielleicht nicht 100% hier rein und wenn dann ist es Frust auf mich selber.


    Haben am Wochenende an einem total verregneten Tag knapp und meiner Meinung nach sehr unglücklich verloren. Es ist alles in allem gar nicht schlimm, dass wir verloren haben. Haben in der letzten Minute zwei Treffer zur Niederlage bekommen. Wir sind eine F-Jugend, daher ist die Niederlage insgesamt eh vollkommen wurscht. Es geht um nichts und wir haben auch nicht verlroen, weil wir schlechter waren, sondern sehr viel Pech gehabt und das Wetter war auch nicht hilfreich.

    Das alles habe ich auch meine Jungs gesagt.


    Dennoch: Es nagt an mir. Und zwar nur an mir. Ich denke, dass ich als Kindertrainer nur begrenzt Möglichkeiten habe, dass fußballerische Potenzial der Kinder Samstags wirklich auf den Platz zu bringen. Dennoch frage ich mich nach einer Niederlage, ob es nicht an mir lag, dass ich was falsch gemacht habe.


    Hat jemand Tipps wie man sich davon ganz frei machen kann?


    Tut zwar nichts zur Sache. Aber gestern beim Training (und das war einer der wenigen Lichtblicke), hat einer meiner Jungs (F-Jugend, das erste mal überhaupt das es einer gemacht hat), durch eine verbale Anweisung eine Spielsituation perfekt gelöst.


    Ball rollt richtung Torauslinie, zwei Verteidiger und ein Angreifer in einigen Abstand laufen hin. Der eine, ballnähere Verteidiger ruft, "hab ich", holte den Ball, Pass zum Torwart, der den Ball rausspielt. Normalerweise, laufen die beiden Verteidiger sich in diesem Fall über den haufen.... :)


    Fand ich süß und auch toll, dass der Junge das so gelöst hat.

    Ich beobachte es ja auch bei mir selber. Ich versuche den FPL Gedanken zu leben, ich versuche Kifu Konzept so gut es geht umzusetzen. Aber ich stoße immer wieder an meine Grenzen aus verschiedenen Gründen:


    1. Manchmal will man einfach gewinnen (z.b. aus persönlichen Gründen, der gegn. Trainer ist ein.... oder was auch immer)
    2. Unfairness des Gegners verleitet dazu auch weniger genaue bei der eigenen Mannschaft hinzuschauen
    3. Bei knappen Ergebnis, regt sich das kleine Teufelchen und sagt, lass den dicken Paule draußen (zum Glück, mache ich das aber nie, jeder da ist spielt eine angemessene Zeit.
    4. Manchmal ist man einfach zu verkrampft und ärgert sich, dass die Kinder sich anscheinend nicht entwickeln und immer mit dem Kopf durch die Wand wollen...und schon wird Anweisungen usw. immer mehr und lauter gerufen....


    zusätzlich haben wir alle schlechte Tage....andere Umstände spielen auch eine Rolle (Druck von Eltern, Verein usw.).


    Ich bewundere alle die Trainer, die strikt nach Konzept fahren und alles andere egal ist. Ich kann das leider nicht immer. Ich bin kein heiliger, aber ich versuche mein bestes. Manchmal besser manchmal schlechter. Dann tut es mit leid und ich gestehe meine Fehler auch ein.

    Prinzipiell hast du recht. In der Regel mache ich das auch. Wie du aber geschrieben hast muss man auch irgendwo mal anfangen und auch was einfordern.
    Das Problem bei der Übung glaube ich, war nicht dass sie es in den nicht verstanden haben, sondern ein ganz anderes (meiner Meinung nach). Kennst du das, wenn du eine Übunge eklärst und von 8 Kindern, schon 5 von Anfang geistig abwesend sind. Du schaust deine Kiddies an und weißt, das a,b,c usw. dir einfach nciht zuhören. Und das hat auch ncihts mit der komplexität der Sprache zu tun, die schalten ab sobald man sagt "Alle mal her kommen". Das gehen schon die kognitiven Lichter der Aufmerksamkeit aus. Und genau das ist es was mich frustriert.
    Nciht das Übungen evtl, falsch gestellt wurden oder das sie zu komplex anfangen (ganz ehrlich ich hinterfrage Übungen immer, und analysiere sie auch nach dem Training). Jetzt fragt ihr euch sicher woher ich das weiß, dass es am zuhören liegt, und nicht an der Komplexität.
    Weil das ganze auch schon bei den einfachsten Übungen los geht....z.B. lauf mit dem Ball bis zum Roten Hütchen dann schieß aufs Tor. Dann passieren zwei Dinge. Es wird Kinder geben die machen das ohne Probleme und es wird die "nicht-Aufpasser" geben die entweder direkt schießen, bis zum Tor laufen oder einfach gar nichts wissen, weil sie keinen Plan haben. Das was wirklich wirklcih schlimm ist, dass sie nciht mal die ersten in der Reihe sind. Es haben schon 3-4 Kinder vernünftig vor gemacht und genaus DAS zeigt mir, dass es nicht daran liegt das es zu schwer ist, sondern dass die Kinder nicht aufpassen. Weder verbale Anweisnug, noch Vormachen können diesen Kidnern die Übungen nahe bringen.



    @Goodie


    vielleicht habe ich nicht mehr alles in Erinnerung. Aber es war damals konsequenter, dass weiß ich noch sehr sicher. Und dein zweites Argument kann man auch andersherum sehen. Gerade wenn Kinder schon bei den kleinen Bambinis anfangen, dann haben sie wenn Sie bei mir jetzt sind schon 3 Jahre Vereinssport auf dem Buckel und da kann man dann auch irgendwie erwarten, dass eine gewisse Grunddiszliplin bezgl. des zuhörens da ist (zumal, die ja auch schon 3. Klasse sind, da hören die ja auch zu...).


    Ich gebe allen die mir geantwortet haben recht. Die Übungen sollten so einfach wie möglich anfangen....aber ich kann ja nicht anfangen zu erklären, dass der Ball innen mit Luft gefüllt ist. ....
    Die letzten beiden Trainingseinheiten waren katastrophal. Mein Fazit ist, dass ich in den nächsten Wochen nur noch Tore aufbaue und die Kinder in Teams einteile und sie dann spielen lasse. Evtl. mit Provokationsregeln oder kleinen Zusatzaufgaben.

    @Ersatzbank


    Wir hatten gestern beim Training auch so Beispiele.


    Wir machen eine einfache Übungen, bei der ein Spieler den Ball führt und ein anderer erstmal nur hinterher läuft. Auf das Trainerkommando (zuruf des Namens, des Ballführenden), versucht der Ballführende ein Tor zu schießen und der hinten zu verteidigen.Um das ganze etwas anspruchsvoller zu machen sind immer 2-3 Päärchen gleichzeitig in einem Funino-Feld. Man sollte meinen dass Kinder mit 8 Jahren das hinbekommen.



    oookayyy....Übung geht los:


    1. Versuch:
    Der hinten läuft greift direkt an ohne auf das Kommando zu warten.....neu erklärt
    2. Versuch:
    Auf Kommando bewegt sich keiner....neu erklärt
    3. Versuch:
    Kommando und ein ganz anderes Kind, mit einen ganz anderen Namen will ein Tor schießen...neu erklärt
    4. Versuch:
    Nur der Ballführend läuft los, weil der andere sich den Himmel anschaut...


    Soooo, dann war ich schon gefrustet und habe alle zusammen gerufen. Habe dann ehrlich gesagt, dass ich gefrustet bin, weil so was einfaches einfach nicht klappt.Das hat man mir auch angemerkt. Ich habe es nochmal in aller Ausführlichkeit erklärt. Man sollte ja meinen, dass sie diesmal wenigstens wissen was sie machen sollen....


    Übung geht los. Und ein Kind greift direkt wieder den vordermann an ohne auf das Kommando zu warten....



    Manchmal habe ich das Gefühl, dass das heute alles zu weich ist. Es gibt keine wirklichen Sanktionen mehr die fruchten.
    Beispiel wenn die Kinder nicht hören oder mist bauen:
    1. Strafrunde: 3 Kinder freuen sich das sie laufen dürfen
    2. Auszeit, zwei Kinder freuen sich das sie zeit zum trinken haben oder machen quatsch


    Als ich Kind war, war es einfach: Hast du beim Training gehört und warste gut genug, durftest du mitmachen. Hast du nicht gehört und warst nich gut genug, war es auch schnell wieder vorbei. Das ist nicht meine Philosophie und ich würde das auch nicht so machen. Aber es war irgendwie klarer definiert und am Ende auch einfacher (wenn vielleicht auch nicht besser).

    Du bist natürlich in der Zwickmühle, dass du deinem Sohn das Fußballspielen ermöglichen willst. Bei allen Konseqeunzen die du ziehst, wird dein Sohn mitleiden.
    z.b. Absage Spiel/Training --> Dein sohn kann auch nciht mitmachen
    Du hörst auf --> dein Sohn hat keine Mannschaft mehr.


    Im Endeffekt, ist deine Lösung vielleicht die beste für den Moment. Ermögliche den Kindern das Spielen und lass die Eltern eben so sein wie sie sind. Zukünftig dann aber auch immer mit dem Verweis, dass es keine Extrawürste gibt, für Leute die sich nicht beteiligen....