In unserem ersten Teil haben wir schon ein paar Gründe genannt, warum der FC Bayern in den letzten Jahren so wenig Talente hervorgebracht hat. Wie angekündigt wollen wir jetzt noch die vielleicht größte Problematik näher betrachten.Denn diese sehen wir hauptsächlich darin, dass sich der FC Bayern schon in der U 9 auferlegt, jedes Spiel gewinnen zu müssen.
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Interessanter Artikel, der aber eine klare Aussage trifft: Der FCB positioniert sich gegen die Prinzipien der FPL.
Und jetzt kommen wir auf den springenden Punkt zu sprechen: Da der FCB so tickt, werden auch seine Kaderschmieden, sprich die Vereine, in denen die FCB-Scouts bevorzugt rumlaufen, in dieser Weise auf Linie gebracht (wenn sie es nicht zuvor schon waren). Und die Eltern haben ein Auge darauf, dass die Kinder entsprechend der beim FCB geforderten Anforderungsprofile trainieren. Und das gilt auch für Eltern, deren Kinder zu diesen Kaderschmieden gehen sollen.
Der Fisch stinkt also von oben, wenn man das negativ ausdrücken will. Und die Prinzipien, die beim FCB gelten, erkenne ich auch bei anderen oberklassigen Vereinen. Da gibt es ab der U8 3 Mannschaften, nach Qualität unterteilt, und die Scouts sitzen nur bei Spielen der 1. Mannschaft im Stadion. Den Kindern mag das egal sein, nicht aber den Eltern. Und die sind diejenigen, die Druck machen.
Meine Hypothese: Vereine, die den FPL-Gedanken konsequent umsetzen (kein Wettbewerb, Gleichbehandlung aller Kinder etc.), verlieren innerhalb zwei Jahren alle Top-Talente, da deren Eltern mit Verweis auf die Anforderungen der Kaderschmieden da nicht mitgehen. Völlig egal, was da irgendeine Fußballschule für eine Meinung vertritt, die großen Vereine sitzen am Hebel und die Eltern wollen kleine Messis aus ihren Kindern machen.
Jetzt kann man natürlich als Vereinsspitze sagen, dass man sich dem Breitensport verpflichtet sieht und diese Situation entspannt betrachtet. Trotzdem treffen diese dann in den offiziellen Spielen auf die leistungsorientierten Vereine und stellen fest, dass auf dem Spielfeld plötzlich die Ellenbogen das Sagen haben und der gegnerische Trainer zufrieden zuschaut.
Die Leute beim DFB sind doch nicht blöd. Die kennen die SItuation, haben aber keine Eier sich einzugestehen, dass nachjustiert werden muss. Will man die FPL am Leben erhalten, sollte man parallel zum konventionellen Spielbetrieb eine eigene FPL-Liga mit hart durchgesetzten FPL-Regeln schaffen und um Teilnehmer werben. Und ich möchte dann mal sehen, ob ich dort eine Mannschaft von Greuther Fürth oder dem FC Nürnberg antreffe.
Einfach mal anschauen, welch "grandiosen Zulauf" aktuell die vielgepriesene Funino-Liga im Erlanger Raum hat. Akzeptanz kann nicht verordnet werden.