@WiWo
Prima Beitrag zum Thema!
Ich glaub, unser "Huhn" hat lediglich eine flasche Information der FPL-Regel bei Meinungsverschiedenheiten der Spieler, die sich ganz leicht aufklären läßt? Denn in solchen Fällen sind die beiden Trainer gefordert, gemeinsam eine schnelle Entscheidung herbei zu führen, damit das Spiel auf diese Weise schnell fortgesetzt werden kann. Auf diese Weise nehmen sie ihre Vorbildfunktion ernst und stellen sich hinter die Entscheidung.
Allerdings sehe ich auch die Schwierigkeit in der guten Beurteilung, weil:
- sehr viele Laien-Trainer nicht regelsicher sind
- die Distanz zur Aktion groß sein kann
- Trainer nicht immer eine einheitliche Vorstellung haben, dass ich eine Aktion, sondern die Entwicklung des Teams im Mittelpunkt sehen
Aber unser Huhn hat große Zweifel, dass Andere Mauscheleien begehen könnten. Vermutlich ist er sich nicht einmal sicher, dass nicht auch er bei einer Versuchung schwach werden könnte? Da wäre es doch viel bequemer dem Schiedsrichter (der Depp) alles in die Schuhe zu schieben.
Gerade weil sich die Streitigkeiten unter Erwachsenen beim unteren Jugendfussball häufig an den parteiischen Entscheidungen bzw. Entscheidungen mangels Regelkenntnissen an Laienschiedsrichtern entzündet hat und keine ausreichend ausgebildeten Schiedsrichter dafür zur Verfügung standen, wollte man dann besser die Kinder entscheiden lassen. Nur in den seltenen Ausnahmefällen, in denen sich die Kinder nicht einige werden können, sollen die Erwachsenen entscheiden. Wenn jedoch ein Trainer seinen Kindern schon im Training beibringt, bewußt alle Regeln gegenüber dem Gegner zu mißachten, jedoch bei vermeintlichen gegnerischen Regelverletzungen lautstark mit Freistöße zu fordern, der hat eigentlich auf einem Sportplatz nichts verloren. Denn er ist gänzlich ungeeignet, weil er nur auf Mauscheleien aus ist und nicht anerkennen will, dass der Bessere siegen möge!
Eine klare Absage erteilte unser Huhn jedoch dem Gockel, der zur Erreichung der Ziele gern ein Standgericht vor Ort einrichten würde, indem jegliche Verfehlung sofort abgestraft wird und solange an den Pranger bleibt, bis er Besserung gelobt!
Es geht zwar nur um Fussball, aber natürlich sollen und wollen wir die Anreize schaffen! Wenn jedoch sogar im Auswahlbereich, bei dem es immer ums sportliche Weiterkommen geht, weitgehend auf Schiedsrichter verzichtet werden kann, weil dies erfahrungsgemäß weitere Entwicklung der Spieler fördert, dann ist beim besten Willen nicht zu verstehen, warum es dort, wo es fast immer nur um die Goldene Ananas geht, in den Augen mancher Trainer nicht funktionieren soll? Hier habe ich nur die Erklärung, dass sie sich selbst nicht trauen und deshalb auch anderen nicht vertrauen können?
Wir werden uns vermutlich sogar darauf einstellen müssen, dass aufgrund sinkender Mitgliederzahlen auch die Schiedsrichter immer weniger werden, sodass auch im E-Jugend-Bereich keine ausreichende Ansetzung von regelsicheren Leuten mehr möglich ist.
Hierbei könnte es von Vorteil sein, die Vereinstrainer durch Schulungen vor Ort regelsicherer zu machen, damit sie im Fall von Streitigkeiten rasch und gut helfen können, sodass das spiel friedlich fortgesetzt werden kann. Denn wer sich sicher ist, der läßt sich auch nicht so leicht beeinflussen!