Fast jedes Team bei uns macht mittlerweile vor Anpfiff (teilweise dann auch nochmals nach dem Abpfiff) einen Spielerkreis, wo dann à la Call & Response irgendwelche Schlachtrufe über den Platz gebrüllt werden. Ich bin da immer etwas peinlich berührt.
Beiträge von Powerzwergenpapa
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Das ist auch mein Thema gerade. Ich kann jetzt auch keine Antwort geben, nur ein paar persönliche Erfahrungen schildern.
Zunächst mal eine positive Erfahrung mit diesem Thema: Bei uns habe ich die Erfahrung mit unserer jungen F-Mannschaft gemacht, wo einige 2010er mitspielen. Das habe ich immer als rund und gut empfunden. 1. Weil die Kinder sich als Team lange kennen, 2. weil die 2010er im Team leistungsmäßig nicht abfielen (eher im Gegenteil) und 3. weil sie auch in den Spielen gegen andere Teams gut mitspielen konnten. Allerdings haben die 2010er trotzdem parallel auch bei den Bambini noch mittrainiert.
Aber sonst sind meine Erfahrungen da eher negativ: Zum Beispiel, in unserer großen F wurde ein 2009er mitgezogen. Diesem Spieler ist das nicht gut bekommen. Eigentlich gehörte er mal zu den richtig Guten. Aber weil er in den Spielen von den Trainern auch zu wenig eingesetzt wurde, im Training zu wenig den Ball bekam, insgesamt von den anderen abgehängt wurde, hat er an Motivation und Spielfreude verloren und das hat sich leider auch erheblich auf seine fußballerischen Fähigkeiten ausgewirkt.
In einem Nachbarverein hat ein 2011er (auf Druck der Eltern!) bereits F gespielt. Auch das habe ich als keine gute Sache wahrgenommen. In den Spielen stand der kleine Kerl wie Falschgeld hinten herum. Mir tat er leid.
Jetzt habe ich letzte Woche eine jahrgangsgemischte F beim Training beobachtet, wo auch 2010er mittrainiert haben. Während die 2009er da für mich noch gut reinpassten, wirkten die 2010er fehl am Platz.
Also von meinen Erfahrungen her wäre ich daher da sehr vorsichtig, Kinder in älteren Jahrgängen einzustufen, als sie eigentlich sind. Die Gefahren überwiegen m.E. mögliche Vorteile. Vorstellbar wäre es:
- bei einem Altersunterschied von höchstens einem Jahrgang;
- als zusätzliche Trainingsmöglichkeit für besonders fußballbegeisterte Kinder – insbesondere wenn nur 1x/Woche Training angeboten wird;
- wenn sich die Kinder untereinander gut kennen und es sonst Verbindungen gibt, sie etwa auf dem Schulhof regelmäßig miteinander kicken oder so;Jahrgangsübergreifende Trainingstage oder vereinsinterne, jahrgangsübergreifende Turniere könnten Raum für Erfahrungen bieten.
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Zitat von DasHuhn
der SC Eltersdorf, die SV Bubenreuth
also in bessere Dorfvereine.
Zitatwirkliche Talente
Ich denke, wirklichen Talenten ist die Aufmerksamkeit großer Vereine sicher; jedenfalls möchte ich das für Erlangen annehmen, wo ja gleich zwei große BL-Vereine im Nahbereich ihr Jagdrevier haben.
Was sagen denn die Kinder dazu, von ihren Eltern so von einem Verein zum nächsten herumgeschubst zu werden? Die ersten Sichtungstrainings haben doch längst stattgefunden, offenbar ohne dass sich diese Kinder in den Fokus spielen konnten?
ZitatUnd ja, das wird natürlich von den Eltern betrieben.
Es hat für mich mit Elternliebe rein gar nichts zu tun, wenn Eltern das Scheitern ihres Kindes nicht wahrhaben wollen. Und wenn ein Kind von seinen Eltern dann doch in irgendein NLZ oder eine Nachwuchsakademie gewaltsam hochgedrillt wurde, ist der Kampf ja noch nicht vorbei. Ich habe heute gehört, dass Profi-Vereine in Deutschland etwa 11% Spieler aus eigenem Nachwuchs hochziehen. Nur jeder zehnte hochtalentierte Nachwuchskicker schafft es zum Profi!Ich kann das nicht begreifen, wie Eltern ihre Kinder auf so einen Weg brutaler Selektion mit Gewalt hinschubsen wollen können. Das hat für mich schon mit Kindeswohlgefährdung zu tun. Wenn es dieser Weg wirklich sein soll – was immer nur im Doppelpack als Geschenk und Bürde zugleich zu haben ist! –, braucht es ganz besonders viel familiären Halt und nicht solche Brutalo-Eltern, die in ihrem Kind nur das verpasste Ideal ihres eigenen Lebens sehen. Sonst wird in den Kindern am Ende noch weit mehr kaputt gemacht als nur die Freude an einem eigentlich schönen Hobby.
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Zitat von Ersatzbank
Hör auf zu verbessern.
@Ersatzbank, das ist mir dann schon wieder auf der anderen Seite vom Pferd gefallen. Ich würde schon immer gezielt trainieren in dem Sinn, dass die Kinder sich fußballerisch sukzessiv verbessern. Dazu trägt nur allzu ausgeprägtes Ergebnisdenken nichts aus.
In der F geht es um die fußballerischen Basics. Dazu gehört Koordination, dazu gehören 1:1, Ball-Führung, Schusstechnik, Finten, Passen (technische Ausführung). Da setzt du durch spielnahe Trainingsübungen Schwerpunkte. Da es nichts Spielnäheres gibt als ein Fußballspiel, ist ein Spiel das beste Training und du versuchst, die Kinder zu animieren, diese Dinge, die du gerade schwerpunktmäßig einübst, auch im Spiel auszuprobieren; auch wenn das dann anfangs gelegentlich noch schiefgeht und deswegen auch Spiele verloren werden, lobst du sie fürs Ausprobieren und motivierst sie immer wieder dazu. So können die Kinder nach und nach bestimmte Dinge durch Trainieren und Ausprobieren sich aneignen; davon werden sie nachhaltig profitieren, während ein gutes Ergebnis ganz schnell wieder vergessen ist.
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Zitat von Coach_Carter
Leider ist es so das diese " Leistungsträger " egoistisch sind und nur für sich spielen und nicht für das Team.
Die Fähigkeit abzuspielen ist im Bereich der F-Jugend ein Talentmerkmal. Denn die Ballkontrolle fordert Kinder in diesem Alter in einem Fußballspiel unter Wettkampfbedingungen noch so sehr, dass es für sie schwer ist, da auch noch den Blick für den freien Mitspieler zu haben; dazumal man bei Kindern ja auch noch nicht die Wahrnehmungsfähigkeit von uns Erwachsenen voraussetzen kann.Sicher gehört das Passspiel zu den Trainingsinhalten in der F-Jugend und es gibt genug Übungen, die man auch mit F-Spielern gut machen kann. Zu einfachen Pässen aus der Abwehr heraus ohne Gegnerdruck sind auch wenig talentierte F-Spieler in der Lage. Aber vor dem gegnerischen Tor, umgeben von gegnerischen Spielern stellt ein guter Pass sehr hohe Anforderungen.
Ich habe letztens das Spiel Wolfsburg gegen Gladbach im Stadion gesehen. Da war eine Situation, als Yunus Malli auf das Gladbacher Tor zuging; er hätte wunderbar auf Mario Gomez passen können, aber der Pass kam 1. zu spät und war 2. zu ungenau. Solche Situationen sieht selbst im Profi-Fußball oft. Selbst für hochbegabte, hervorragend ausgebildete Profi-Spieler ist ein guter Pass unter hohem Gegnerdruck eine erhebliche Herausforderung.
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Ob der Torschuss erfolgt oder geblockt wird, ist egal, weil der Fokus auf Ballan- und -mitnahme liegt.
Der Pass kommt vom eigenen Mitspieler, was realistischer ist und auch im Training mehr Sinn macht.
Ballan- und -mitnahme finden im Spiel unter Druck statt, was mit dem Verteidiger simuliert wird, der zugleich auch die Funktion hat, Tempo in die Übung zu bringen.
Das Verbot für den verteidigenden Spieler den angreifenden Spieler zu attackieren, ermöglicht es diesem, sich ganz auf den Schwerpunkt "Ballan- und -mitnahme" zu konzentrieren und das Thema "Zweikampf" auszuklammern.
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Der Verteidiger könnte ja nur den Weg blockieren dürfen, ohne zu attackieren. Ich finde @Skriwers Aufbau auch spielnäher.
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Zitat von Ersatzbank
Von der anderen Seite der Feldgröße annährend ist selbst das Kleinfeld über die gesamte Platzbreite in der E in Verbindung mit recht kurzer Spieldauer für so wenige Spieler (6+1) so beschaffen, dass man eigentlich immer alle hinten wie vorne benötigt.
Für F-Spieler ist das Kleinfeld zu groß, als dass einer überall alles machen kann. Ich denke aber, wichtiger als konkrete Positionen ist es, ein grundsätzliches Verständnis vom Spielen im Raum zu vermitteln. Dazu ist Funino natürlich perfekt.Konkrete Positionen erlebe ich vor allem für mäßig talentierte Kinder als eine gute Hilfestellung (Stichwort "Komplexitätsreduktion"); insofern würde ich bei einer normalen Kinder-Mannschaft nicht komplett auf Positionszuteilung verzichten, auch wenn sich insbesondere die spielstarken Kinder im Spiel nicht daran halten werden und das auch völlig okay ist.
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Gewinnorientiert denken – immer!!
Die Frage ist nur immer, ab wann der Preis fürs Gewinnen zu hoch wird.
Also…
- wenn um eines guten Ergebnisses willen die Atmosphäre im Team vergiftet wird,
- wenn um eines guten Ergebnisses willen Kindern der Sport madig gemacht wird,
- wenn um eines guten Ergebnisses willen das perspektivische Denken (Stichwort "Ausbildung") aus dem Blick gerät,
- wenn um eines guten Ergebnisses willen der Spaß am Fußball verloren geht,
ist der Preis für das bessere Ergebnis zu hoch.Zitat von ErsatzbankNur weil Ergebnisse ausbleiben muss man sich noch lange nicht per se kritisch hinterfragen.
So sehe ich es auch. Es gibt nunmal solche und solche Kinder, "Überflieger" und "Nieten" (beides in dem Zusammenhang blöde Begriffe). Natürlich kann man mit gezieltem Koordinationstraining in dem Alter sehr, sehr viel verbessern. Aber wir reden hier über 1-2 Stunden Fußballtraining in der Woche! Wenn die Kinder ansonsten den ganzen Tag vor der Playstation hängen, kann man als Trainer da gar nichts erreichen.
Wichtiger als Gewinnen ist es, den Kindern Begeisterung am Fußball zu vermitteln. Ich bin sicher, wenn die Kinder Spaß und Freude am Fußball haben, werden sie sich in guter Weise entwickeln und die Chance, dann auch viele Spiele zu gewinnen, steigt exorbitant.
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Zitat von libra
Ich denke jeder weitere Kommentar ist sinnlos. Ich schaue mir die Zusammenfassung von Follkao an und lache mich kaputt.
Ich finde das überhaupt nicht lustig.Mich macht es sehr traurig, dass @JJH solchen schlimmen Zuständen offenbar schon lange wissentlich zusieht, weil er meint, dass würde zum Fußball dazugehören und um einer – vermeintlich – guten Ausbildung willen. Und jetzt will er auch noch die Zeit bis Mai durchziehen wegen irgendwelcher reizvoller Turniere. Begreife ich nicht.
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Zitat von Skriwer
Man sieht idR viel zu häufig, besonders bei mittelmäßigen Teams dass der Ball ins Tor getragen wird, obwohl schon mehrmals aus ca. 10-15 m (zentral vor dem Tor) die Möglichkeit für einen Abschluss bestand.
Sprichst du von E-Jugend? Was heißt hier "mittelmäßig"?Bei uns (F-Jugend) nehme ich das anders wahr. Sehr viele Tore resultieren aus Distanzschüssen. Auch Freistöße landen in den Spielen fast immer im Tor. Das sind praktisch immer Schüsse aufs Tor, die einen etwas größer gewachsenen TW vor keine Probleme stellen würden.
"Frustabbau" – mich frustrieren solche Tore durchaus, weil sie sehr oft den Unterschied im Ergebnis ausmachen. Und im FB-Liveticker schreiben die Eltern dann bei einem Tor als Kommentar dazu: "von der Mittellinie" (mit 100 Ausrufezeichen); dabei hätte jeder TW den Ball gehalten (wenn er nur groß genug ist).
Ohne jetzt behaupten zu wollen, dass eine gewisse Schusskraft unwichtig wäre und man eine gute Schusstechnik nicht auch trainieren könnte und sollte, hat das mit "Talent" oder gutem Fußball für mich nichts zu tun. Und ich bin 100%ig überzeugt, dass es auf Dauer nachhaltiger ist, die Kinder dazu zu motivieren, durch 1:1, durch Dribbling oder Passspiel vor dem Abschluss in den Torraum zu gelangen statt aus der Distanz hoch und weit draufzuzimmern. -
Zitat von Goncare
Was mich aber zu einer anderen Frage führt: Wie bekommst du das von deinen Kindern weg? Ich meine wenn du so einen Jungen hast, er weiß ja das er schießen kann und dann versucht er das auch, und wenn er dann Erfolg hat, wird es wieder machen....also was dagegen tun?
Verbieten kann man es nicht, aber klar gibt es da Möglichkeiten. Im Training etwa Minitore, da bringt das Gebolze nichts, sondern die Kinder müssen Fußball spielen.Ich erlebe es allerdings oft umgekehrt, dass Kinder zu solcherart Schüssen ermutigt werden. Natürlich schießt beispielsweise das Kind mit dem härtesten Schuss im Team den Freistoß (erlebe ich regelmäßig). Ich weiß, dass manche Trainer sogar Hochschüsse mit ihren Kindern trainieren (in der Halle mit Kästen als Mauer und so).
Ich habe besagten Jungen nicht als besonders talentiert empfunden. Er war weder besonders schnell noch dribbelstark, er hat auch alles mit rechts gemacht. Trotzdem hat er allein den Unterschied gemacht. Allein dass er relativ viel Körpermasse und einen äußerst kräftigen Wumms hatte, genügte. Natürlich hat dieser Junge auch die ganze Zeit durchgespielt, obwohl da 4 oder 5 Spieler als Auswechselspieler zur Verfügung standen.
Zitat von GoncareAber es gibt sicherlich auch die Überfliegermannschaften, bei denen die Talente sich nur so tummeln. Und die gewinnen auch häufig und dann eben aus fußballerischer Qualtität
Ich habe da bei uns konkret ein Team vor Augen. Das sind alles lauter solcher Brecher, wie dieser Junge. Im Kinderfußball machen die physisch starken, schusskräftigen Kinder den Unterschied und je mehr solcher Brecher man im Team hat, desto erfolgreicher. Aber auf Dauer reicht das nicht. -
[quote]Ich sage nicht, dass unser Junge Messi ist, sondern ich habe festgestellt, dass viele Fachleute unseren Jungen schätzen und in ihm vieles sehen, was ihn offenbar von anderen abhebt…[quote] Und dem widersprechen wir auch nicht.
Aber die Bedingung für eine weitere gute Entwicklung ist, dass er Freude und Spaß am Fußball hat. So wie es in seinem jetzigen Verein läuft, hat es keinen Sinn.
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@onkel1978, was soll so ein saublöder Spruch?
ZitatBis Ende Mai stehen noch ein paar interessante Auslands-Turniere auf dem Kalender.
Diese werden wir ihn noch spielen lassen und versuchen mit positivem zureden und Streicheleinheiten ein Lächeln in sein Gesicht zu zaubern.
Ich würde es umgekehrt sehen: Nur wenn euer Junge sich auf diese Turniere freut ("Lächeln im Gesicht"), würde ich ihn die noch spielen lassen. Ansonsten: Reißleine.
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Zitat von Goncare
Ich würde mal sagen es hat fast nichts mit Qualität zu tun, oder? Ich bin da absolut bei dir das es sehr einfache Erfolgsrezepte gibt. Aber es gibt sicherlich auch die Überfliegermannschaften, bei denen die Talente sich nur so tummeln
Was ist "Qualität" im Kifu? Was ist "Talent"? Das war doch hier schon oft Thema und hat sich immer wieder als sehr, sehr schwierig herausgestellt.Am Wochenende hat unsere F2 sehr deutlich verloren. Das lag maßgeblich an einem ziemlich pummeligen Jungen im gegnerischen Team, der aber einen Mega-Wumms hat und mal locker vom eigenen Tor aus einen Torschuss hinbekommen hat. Platziert muss so ein Schuss ja gar nicht sein, Hauptsache er ist ist hoch.
"Hoch und weit" ist so ein Erfolgs"geheimnis" im Kifu, hat aber mit gutem Fußball nichts zu tun.
Ich würde die Bedeutung der Trainer definitiv nicht so gering einschätzen wie du!
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Zitat von Ersatzbank
Was ich sehe: einen Jungen der im alter von 7 Jahren hinten einfach abräumt - das schafft er ausschließlich nur dann, wenn der angreifende Spieler den Ball zu weit vorlegt, ansonsten wird er immer überdribbelt weil er immer volle Pulle auf den Stürmer zu rennt und leicht zu umspielen ist.
Klassisches Beispiel, möchte ich sagen.
Ich erlebe auch ganz oft ein Durcheinander in der Wahrnehmung von Kinderfußball im Verhältnis zum Erwachsenenfußball.
Einerseits, Positionsspiel, Hype, Dramatik, Ergebnisse – wird Kinderfußball wie Erwachsenenfußball wahrgenommen, obwohl er da sehr anders funktioniert. Es ist ja nicht nur "Kinderverhätschelung", sondern es ist tatsächlich so: Ergebnisse sagen über die fußballerische Qualität im Kifu nichts aus, denn es gibt sehr einfache Erfolgsrezepte im Kifu, die aber der fußballerischen Entwicklung nicht unbedingt zuträglich sind.
Andererseits, Technik, Ballbeherrschung, Spielintelligenz hat der Kinderfußball dann in der Wahrnehmung vieler Erwachsener wieder seine eigenen Maßstäbe, die mit Erwachsenenfußball nichts zu tun haben und die ab der D spätestens obsolet sind (s. @Ersatzsbanks Beispiel oben).
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der Junge ist mit unserer F1 zusammen als Bambini angefangen. Stand der Dinge ist gleichwohl, dass er in der F1 bei Spielen nicht zum Einsatz kommt, dort nur mittrainiert, für den Jungen/seine Eltern aber ein Wechsel in die F2 nicht infrage kommt.
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Eltern setzen oft merkwürdige Maßstäbe.
Unsere F1 ist de facto eine U9. Lediglich ein Kind ist von 2009. Dieser Junge kommt in der ohnedies sehr starken Mannschaft kaum zum Zuge. Wenn er dann mal spielt (nachdem sein Team 4:0 führt oder so), steht er meist wie Falschgeld in der Verteidigung herum, während sein Vater jede seiner Aktionen und Nicht-Aktionen lautstark und sehr engagiert vom Spielfeld aus begleitet.
Der Junge würde in unserer F2 altersmäßig und auch von seinem Leistungstand her viel besser reinpassen. Aber die Eltern wollen sich mit ihrem Kind lieber im Ruhm unserer glorreichen F1 aalen, auch wenn ihr Kind da praktisch überhaupt keine Rolle spielt. Aber ihr Junge ist halt auf dem Mannschaftsfoto mit dem schönen Siegerpokal mit drauf, das ist das wichtigste

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Ich finde die besonders bei der TW-Position ja sehr häufig zu beobachtende Fremdsteuerung auch falsch. Ich bin deswegen aber bisher noch nicht auf die Idee gekommen, mich darüber aufzuregen oder mit den Trainern eines anderen Teams darüber Streit anzufangen geschweige denn mit scharfen Waffen wie dem "Hausrecht" zu kommen. Finde ich alles überzogen.
