Beiträge von Ersatzbank

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    Sorry KollegenInnen, aber es gab vor ein paar tagen in einem Beitrag eine Antwort, in der einer von uns einen E-Mail-Text für ein Elternrundschreiben über seine Sichtweise zum Kinderfussball veröffentlicht hatte .
    Ich hab die Sufu rauf und runter auf alle Varianten Schlagwörter durchforstet und könnte schreien weil ich zu doof bin den Beitrag zu finden.
    Kann bitte jemand helfen und den Beitrag nennen? Ich kann leider nicht mal mehr das eigentliche Thema des Threads erinnern. Das macht mich grad fertig! Plaese help!!

    Danke f.d. Blumen TW-Trainer.


    Ein sehr guter Hinweis von dir ist mMn auch, dass mit ein wenig Mühe und der Einstellung Trainer zu bleiben, man ein ordentlicher coach werden kann.
    Es fehlt bei interims-Einsätzen einfach schlicht der intrinsische Anreiz. Wozu denn auch? Dann fällt es auch schwer sich zu mühen, wenn man den Sinn und die Freude nicht erkennt. Oft halten Provisorien aber erstaunlich lang! Ich werde mir mal in Zukunft den Spaß erlauben und ein paar Spezialexemplare fragen wie lange sie eigentlich noch vor haben Trainer zu sein! Vielleicht gibt es da echt einen Zusammenhang? :D

    Klar geht die Gesundheit zuerst mal vor.


    Ich finde es nur amüsant zu sehen das Kinder, deren Eltern absagen weil es regnet oder zu warm ist, bei dem gleichen Wetter alleine oder mit Freunden im Garten spielen.
    *hust* da müssen ja aber die Eltern auch nicht im Regen oder in der Sonne daneben stehen um zu "tratschen" *hust*

    :thumbup::thumbup::thumbup:

    Kurzfristig ist dies eben nicht immer möglich und verleitet oftmals eben dazu vom eigenen Konzept abzuweichen um die Eltern zu beruhigen. Selbst wenn man viele Spiele gewinnt ist es durchaus oft ein Gedankengang den besseren Spieler drin zu lassen da es im Spiel knapp zugeht. Aus Überzeugung nehme ich ihn aber trotzdem raus und stelle mich den Eltern. Ich könnte aber einen Trainerkollegen durchaus verstehen wenn es z.B. um den ersten Saisonsieg im vorletzten Spiel geht und er den Kindern das Erfolgserlebnis gönnen und etwas Ruhe vor den Eltern möchte. Kann man dem einen Vorwurf machen? Eigentlich nein, dennoch ist der Antrieb "Überzeugen durch Gewinnen" sehr verlockend. Viel liebe sähe ich hier Erfolg als Ergebnis eines geeigneten Ausbildungskonzeptes welchen sowohl von Trainer als auch den Eltern aus Überzeugung gelebt wird. (Bin wohl gerade im Traummodus, ich weiß).

    So versuche ich das auch: Egal wie der Spielstand ist, alle spielen gleich und rotieren gleich. Denn für mich ist ein Sieg den ich ohne dieses Erreiche kein Erfolg! Erst wenn die Siege TROTZ der Rotation und dem Einsatz der Schwächeren kommen, dann bin ich auf dem Weg den ich den Eltern vermitteln will!


    Ich freue mich immer wenn ich lesen kann wie bei Dir Torsten, dass ich mit meinen Leiden nicht alleine bin! :)

    Steter Tropfen höhlt den Stein. Immer wieder argumentieren warum und weswegen. Entweder die Eltern verstehen es mit der Zeit oder sie verstehen es nicht und melden ihre Kinder woanders an.Ich bin überzeugt davon, dass sich mittelfristig der Erfolg einstellt, wenn die Kinder sich ausprobieren können. Spätestens dann wird von den Eltern Ruhe herrschen. Und diejenigen die gegangen sind, werden erkennen, dass ein Verbleib besser gewesen wäre.

    Was ich beobachte:

    • Es kommen mehr Zugänge als Abgänge.
    • Die Abgänge sind oft stärkere Spieler.
    • Die Zugänge sind oft Spieler die bei anderen Trainern aus Leistungsgründen nie zum Einsatz kommen. (In der Regel im letzten Quartal des Jahres geborene, besonders weinerliche, nicht besonders talentierte.)
    • Trotzdem sage ich: Die Leistungen meiner Mannschaft wachsen schneller als die Leistungen unserer Standard-Gegner auf die wir öfters treffen.

    Gerade diese Veränderungen in der Altersstruktur machen es natürlich auch nicht leicht mit Erfolg zu überzeugen. Wenn jemand den Kinderbaseballfilm "Die Bären sind los" kennt, der weiß was für ne Truppe ich habe. :-)Gerade wieder zwei Telefonate geführt: die Eltern meines Zweitstärksten überlegen den Verein zu wechseln und ein Zwillingsbruderpaar geboren im Dezember kommt Freitag zum Probetraining.


    Aber es kommt auch irgendwie mehr Ruhe rein. Ich bin mir sicher, wenn ich die Linie durchziehe und denen die gehen wollen nicht nachweine, dann sammelt sich eine Truppe gleichgesinnter und ich kann anfangen die Kinder auszubilden. Denn letztlich gehen die starken Spieler sowieso irgendwann mal weg.

    @Ersatzbank


    Versuch sie doch einfach von deiner Methode dadurch zu überzeugen, dass du keinen Druck ausübt und dein Team trotzdem fast immer gewinnt! Dann werden doch auch die Eltern bemerken, dass die Kinder unter Leistungsdruck immer schlechter spielen, als wenn sie freiwillig gut Fussball spielen wollen.


    Es spielt also keine Rolle, ob man vorgibt, keinen Druck zu erzeugen oder den Druck nur anders zu verpacken! Letzendlich führt die bessere Methode (ohne Leistungsdruck in angstfreier Umgebung) auch dazu, den Kindern, die den Fussball unter Leistungsdruck erlernen mußten, ein Stück voraus zu sein.

    Ich arbeite daran. :)

    @Spieler-papa
    Jepp. Mehr schein als sein. Die aussage der Sieg wäre nicht wichtig - dem alle immer zustimmen (wahrscheinlich aus Angst politisch etwas unkorrektes zu sagen) sieht es bei mir so aus:
    Ich bekomme immer Druck von den Eltern weil ich keinen Druck mache!
    Die sind da alle Erläuterungs-Resistent und Neudenk-Taub. Leider lässt der Verein den Trainer da wohl (noch) freie Hand, somit habe ich kaum Unterstützer.
    Sogar die Eltern von den Kleinsten wollen, dass die stärksten spielen und ich ihre Kinder draußen lasse, nur damit gewonnen wird! Mein Co (Brüllaffe mit Fernsehbundesligalizenz)denkt wie die Eltern und ich bin es leid dauernd gegen Wände zu rennen und gebe oft nach. Naja, ab der neuen Saison bin ich erst mal ohne Co und ohne die Eltern der ganz kleinen. Mal sehen was sich da ändert.

    Für mich sieht die Sache so aus: Als Betreuer kenne ich mein Team und die Lebensumstände. Somit kann ich abschätzen was die Eltern bereit sind zu leisten und welchen Bedarf die Kinder haben. Und das sieht man den Kindern auch an - spätestens wenn man sie mal ohne Trikot sieht.
    Aktuell weiss ich: fast alle besuchen 1* pro Woche eine Kinder Sportschule und haben 1* pro woche eine sport ag mit vierteljahrlich wechselnder Sportart. Dazu kommt, dass mindestens 6 meiner jungs gerade im schwimmen aktiv sind und 2 machen Judo. Ergänzend haben die Mütter organisiert ab und an sich im Park zu treffen um zu kicken. Ich bin sicher, da reicht einmal training!
    Wenn ein Betreuer diesem Team nun drei trainingseinheiten pro woche mit 90 minuten aufdrückt, dann werden wohl einige rebellieren. Da ist mir in diesem alter die bunte und wechselnde Ausbildung wichtiger.
    Wenn allerdings nur dickliche couchpotatoes in deiner Truppe sind, dann würde ich wohl empfehlen mehr zu machen ;)


    Was ich feststelle hat eher mit der dauer zu tun bei g-jugendlichen: als ich das training ubernommen hatte, war die trainingszeit 60 min. Das war mir zu wenig. Deshalb habe ich nun auf 75 min erweitert. Oft uberziehe ich ein wenig, manchmal werden daraus dann schon auch 90 min. Und ich stelle dann fest: alles uber 75 min hat keinen zweck. Mehr "auas" und weinen. Mehr übertriebener ehrgeiz, manch einer landet im unterzucker, unsaubere Ausführung etc. Daher für mich: 90 Minuten für g ist nogo.

    klar, gibt es auch mal hitzfrei! Aber nicht dauernd :)
    Heute werde ich Hitze bedingt ein wenig auf einem bein stehen, jonglieren, eimer umschiessen, passen des geworfenen balls aus der luft, tunneln, eine ReaktiosÜbung und dann ist gut. Viel mit den kindern reden! Das kommt sonst doch immer zu kurz!

    Thema Hitze und Ozon belastet die Eltern meiner Kinder stark. Übrigens auch leichter Regen. Ach, und mäßiger Wind auch. Nicht zu vergessen kühles Wetter - so unter 14° C ist schon auch sehr schwer für die meisten Mütter...
    Mir geht das Thema unheimlich auf die xxxx.
    Zumal jede einzelne Mama schon 2 Tage vorher anruft oder whatts APP schreibt (etc.) ob das Training nicht ausfalle ... NERVT!
    Und das obwohl wir ganz klar die Regel haben: Wenn das Training ausfällt, dann entscheiden wir das zu Trainingsbeginn vor Ort!
    Ich bin mir totsicher, dass die Hälfte der Kinder, die bei übergroßer Hitze vom Training wegbleiben etwas viel anstrengenderes machen als ich auf dem Training.
    Warum ist es gut bei mir zu trainieren wenn es heiß ist? Weil ich aufpasse und sie unter Aufsicht habe. Weil ich sie trinken lasse und die Intensität und das Pensum runterschraube; weil ich sie im Schatten sitzen lasse, weil ich sie Mütze aufsetzen lasse, weil Wasser bereit steht.
    Bitte kommt nicht mit so Sachen, dass selbst bei 35° C sowas nicht 60 Minuten lang erträglich ist.
    Beispiel: Einer kommt heute nicht wegen der Hitze; er geht auf ein Schulsommerfest - zum Kuchen essen. Wollen wir wetten, dass die Kinder dort einfach irgendwo rumbolzen und die Eltern alle 30 Minuten mal nach dem rechten schauen wenn die Kaffeetasse gerade mal leer ist?
    Wir Trainer haben eine Verantwortung - Ich nehme diese an und handle umsichtig und angemessen. ( U.a.: Deswegen stelle ich auch nicht nach Leistung auf oder nach Trainingsfleiss, damit da kein Druck erzeugt wird, man "müsse" irgendwas.)


    Also echt... der Text musste jetzt sein. Jetzt geht es mir wieder besser :)

    @totog
    @Kicknrush
    Das klingt wirklich nach einem aufwendigen Prozess. Sehr aufschlussreicher Beitrag. Danke.
    Interessant finde ich den Punkt, dass man die anderen Mannschaften der Staffel informieren muss. Dadurch kann man das ja kaum vor Saisonbeginn machen: der Spielplan muss stehen und in der Sommerpause erreicht man niemanden. Also eigentlich ein Unfug.

    Ja das ist mir auch schon bei vielen Turnieren aufgefallen. Meistens hampeln die Kinder nur rum. Aber am ende (nach einer Niederlage) kommen die Fragen, warum die besser etc waren.

    Passt zwar nicht 100% zum Thema, aber vielleicht hilfts:


    Gestern bin ich mit meinem halben Team beim public viewing im Biergarten gewesen. (Ja, ich gehe mit meiner G in den Biergarten! *lol*) Die Jungs haben einen Spezialplatz mit unverbaubarer Sicht direkt vor der Leinwand bekommen. Von den 6 Jungs war nur einer daran interessiert das Spiel wirklich ganz zu sehen und ist auch die ganze Zeit sitzen geblieben. Die anderen sind permanent geflitzt und sonstwas. Dieser eine ist auch der spielerisch beste und hat schon sichtbares Spielverständnis über das Solo-Dribbeln hinaus.
    Meine These: Das liegt daran, dass die Kinder wirklich mit den Spielformen überfordert sind und einfach nicht kapieren was sie da sehen, wenn man erwartet sie sollen so ein 7 vs. 7 am Spielfeldrand sitzend beobachten. Sie müssen es zwar selbst spielen, haben aber keine Ahnung was sie da eigentlich tun?
    Dann wäre es ja auch völlig müßig zu erwarten, dass sie zuschauen!?

    Wie erwähnt fehlt meinen Jungs die Ruhepause. Dabei fällt mir immer auf, dass sie sich eigentlich gar nicht um die laufenden Spiele kümmern. Dabei würde ich gerne sehen, dass sie sich dafür interessieren. Dann hätten sie auch automatisch Ruhepause. Aber trotz dem gerade beendeten Spiel haben die Kids kein Sitzfleisch/Muße/Aufmerksamkeit/Interesse dafür anderen oder gar dem nächsten Gegner zuzuschauen. (Ausnahmen bestätigen die Regel.)

    Oder ist die PR gar ein Trick der Fernsehanstalten? Wenn ich so mitlese animiert PR:

    • zu risikobehaftetem Spiel vor allem aus der Abwehr heraus,
    • zu schwer kontrollierbaren Pässen,
    • zu schneller Überbrückung des Mittelfeldes und damit mehr Szenen in Strafraumnähe.


    Und von den drei Punkten bekomme ich eigentlich keinen in Einklang mit meinem Trainings- und Ausbildungskonzept (ja ich weiß, wir reden über Profifußball nicht über Bambini :) ).