Beiträge von Ersatzbank

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    konkrete Antwort auf die konkrete frage: bei uns werden keine Spieler verschoben, wenn sie es selbst nicht wollen. Selbst wenn innerhalb einer Altersklasse bei einer x1 ein kader viel zu klein ist und der kader der x2 viel zu gross, dann entscheidet bei uns immer der Spieler (und/oder dessen eltern) selbst wo er spielt.
    Es wäre bei uns also genau wie bei dir gelaufen.
    Doof finde ich, dass andere eltern und du selbst nun mit abwanderung drohen nur weil mehr verloren wird, dabei ist doch alles besser: dein team ist homogener und kann sich nicht mehr im Schatten des stars verstecken, und der star wird gefördert.

    Der erste Spieltag außerhalb der Ausbildung war auch ein Erkenntnisreich.
    Wir sind nun in verschiedene Regionen aufgeteilt, sodass ein Großfeld ausreicht um ein Festival durchzuführen und die Fahrtwege sich reduzieren. Auch der Aufbau ist damit natürlich überschaubarer. Wir sind nun sozusagen im "Regelbetrieb".


    Zwei Auffälligkeiten die mMn erwähnenswert sind (beides Nebenkriegsschauplätze):
    1.) Die Kabinen wurden zeitgleich von den 7 teilnehmenden Vereinen genutzt: weil alle gleichzeitig beginnen, kommen alle auch in etwa zeitgleich am Spielort an. (Im Vergleich zu herkömmlichen Spieltagen mit ähnlicher Anzahl an Beteiligten hat man in den Kabinen meist eine Verschiebung, weil die Teams immer ein paar Minuten versetzt ihr jeweils erstes Spiel haben.) Das war schon eng.
    2.) Der Kaffee- und Kuchenverkauf wird während des Turniers kaum ausgelastet (3 Minuten Pause genügen genau um das Spielfeld zu wechseln und einen Schluck zu trinken.) und nach Ende des Turniers wird er überrannt, weil dann wiederum alle auf einen Schlag kommen und Würstchen kaufen.
    Darauf werden wir uns in 2 Wochen beim Heimfestival einstellen. Zum Glück haben wir eine Komfortable Anzahl Kabinen zur Verfügung.


    Gratulation an den Veranstalter der alles bestens durchgeführt hat. Scheinbar hat die gute Ausbildung an der FAU durch Prof. Lochmann etwas genutzt! :P
    Ich hoffe wenn in 2 Wochen unser Verein dran ist wird das genauso gut! :thumbup:


    Inzwischen tauche ich tiefer und tiefer in die Ausbildung der Kinder nach dem Spielsystem von Horst Wein ein und lerne immer mehr der tollen Übungen kennen, die sauber aufeinander aufbauen und immer die richtigen Reize für die jeweilige Entwicklungsstufe setzen. Am liebsten würde ich jetzt 4 mal pro Woche trainieren, um all das was bis Saisonende an Übungen möglich ist zu trainieren. 8o

    Wo auch immer es herkommt: Reite nicht drauf rum. Vor allem setze es nicht in den Köpfen der Jungs fest.
    Ich würde zwecks Neubeginn an dieser Baustelle das wording ändern: Rede nicht mehr vom Zurück laufen, rede vom Ball erobern! Und mach dazu entsprechende Übungen im Training, die die Jungs schaffen und motivieren.
    Und hör auf das Thema den Jungs einzureden - sonst legst Du den Schalter in deren Köpfen nie um. Streu kein Salz in die Wunden, die die Jungs schon haben, sondern lerne mit Ihnen wie sie den Ball erobern.

    Konsequent gehandelt - ob es richtig war ist Situationsabhängig.
    Was sagen die anderen Eltern und Kinder? Klar, du bist nicht deren Marionette ubd musst deinen Stil pflegen, aber wenn alle sagen du hättest das Kind ruhig spielen lassen sollen, dann überdenke deine Regel bevor du das Gesicht verlierst. Ausserdem wirst du über jedes kind froh sein, dass noch bei euch bleibt wenn du die Mannschaft splittest.

    Was mir fehlt: wie hast Du die Situation denn aufgelöst? Wie ging es aus?

    Erzähle, dass sie eine wichtige Erfahrung gemacht haben. Das gehört zum Lernprozess dazu. Bayern gegen ManU oder Bayern gegen Chelsea im Championsleaguefinale sind da gut Beispiele.
    In der Fußballstatistik fallen sehr oft in genau den Spielminuten vor oder nach Halbzeiten oder am Spielende und in der Nachspielzeit überproportional viele Tore im Vergleich zur restlichen Spielzeit. Warum? Deine Jungs haben etwas gelernt, dass du nun festigen kannst, sodass es nicht mehr so oft passiert! Ich würde mir diese Chance nicht entgehen lassen, dieses Thema zu besprechen.

    Ciao AndyLee. Schade, dass Du nicht bereit bist uns an deinem umfassenden Wissen teilhaben zu lassen. Ein Forum ist leider eine Community und keine Antwortmaschine wo man nur Wissen saugt, sondern eine Gruppe am selben Thema Interessierter die sich austauschen.

    Wieviele Mitglieder hat denn dein Verein und wie hoch ist der Jahresbeitrag?

    Der Verein hat insgesamt wohl über 3500 Mitglieder. Und der Basis-Jahresbeitrag liegt bei Erwachsenen bei 120 €. Dazu kommt dann eben noch der Abteilungs- oder auch Kursbeitrag. Es ist da eben so wie @Goodie schrieb bei uns auch. Verein nicht als Heimat, sondern eben als Service oder teilweise eben als Belastung.


    Es entwickelt sich in Richtung "Premiummitgliedschaft" bei einem Fitnessstudio.


    Ich vermisse den Vereinscharakter sehr. Und man merkt diese Problematik allen Beteiligten die Ehrenamtlich arbeiten an. auf der einen Seite läuft man gegen Wände und von der anderen Seite kommen Tritte.



    Bei mir gibt es im Training ein kleines Wettbewerbssystem bei dem die Jungs Punkte erwerben können. Das läuft ganz ordentlich. Ich fürchte das Problem der Trainingsmotivation weil ja bei mir in der Funinoliga jedes Kind immer zum Einsatz kommt.


    Filmchen vom BVF zum Thema: https://edge-cdn.net/recommend/1064508


    Abgesehen davon, dass auch Senioren und Jugendliche kaum Interesse am Verein zeigen, sollte man schon bedenken, dass viele Eltern der Kinder wahrscheinlich gar keinen Bock haben als Vereinsmitglieder engagiert zu sein, denn die Kinder wollen ja kicken.


    Für unseren Verein habe ich da folgende Wahrnehmung: Man legt wirtschaftliche Zahlen zugrunde und versucht eine Vereinsgröße zu erreichen mit der es sinnvoll möglich ist einen Verein zu führen. Es werden von der Vorstandschaft wirtschaftliche Entscheidungen getroffen, die die Mitglieder auch gar nicht wollen. Genauso sitzen bei uns 6 Büro-Angestellte plus Geschäftsführer plus 2 Vollzeit und ein Teilzeit Platzwart. Und die Mitglieder fragen sich wozu wir die aus unseren Beiträgen finanzieren müssen. Natürlich fragt sich da jeder von uns warum man da noch selbst den Finger krumm machen sollte? Das einzige was wir als Fussballer wirklich davon mitbekommen ist wenn der Platzwart sich meldet und die Plätze sperrt ... Z.B. haben wir als Breitensportverein eine Angestellte für PR! Ich kenne PR-Angestellte aus meinem Wirtschaftsleben wirklich nur als "Luxus-Posten" den man sofort rasiert wenn die Zeiten schlecht sind. Wir haben unsere recht hohen Beiträge nochmal um 50 Cent angehoben - erklär das mal den Eltern! Aus meiner Fussballer-Sicht: Das Geld für diese Stelle könnte sinnvoller in Leasingverträge für 2 Minibusse angelegt werden.


    In der Wahrnehmung für die Mitglieder UND in meiner Wahrnehmung als Mitarbeiter sind wir kein Verein im klassischen Sinn. Daher wundert es mich kein Stück, dass ich darunter leide, dass die Eltern sich auch so verhalten.
    Den Verein als Business zu führen und von den Mitgliedern verlangen dies auf die eigenen Schultern zu nehmen geht nun mal nicht.

    @AKjfv Warum ist das Deiner Meinung nach Quatsch?
    Ich setze dieses Mittel bei meiner U9 ein: Wenn jemandem etwas an einer Situation nicht passt dann versuche ich den "Freeze" der Situation und Frage ihn was er anders machen würde. Wenn nötig dürfen die Jungs sich dann untereinander noch absprechen und dann kommt eine Wiederholung der Situation. Ich bin sogar der Meinung nur so lernen sie die Situationen richtig zu verstehen, indem Sie an ihren eigenen Lösungen scheitern dürfen.

    Liest sich realistisch. Kommt bei mir zum Glück nicht in dem Ausmaß vor. Aber auf ein paar Ausnahmeeltern trifft das schon.


    Und ergänzend zu @Chris Beitrag mit den Kilometern weiter oben: Eltern sind total unfähig selbstständig Fahrgemeinschaften zu bilden. Das klappt bei 2 oder 3 eng befreundeten Familien recht ordentlich aber die anderen 18 Familien sind komplett Einzelfahrer und wenn man nicht selbst fahren kann wird bei mir abgesagt, bevor man mal einfach die anderen Eltern fragt. Das Konzept des zentralen Treffpunkts, wie ich das von früher kenne, sodass man sich auf Autos verteilt und wohin auch Kinder laufen können bei denen die Eltern arbeiten müssen oder man auch mal ein Auto stehen lassen könnte, wurde mit entsetzen kategorisch abgelehnt weil zu unbequem. :/

    in Bayern ist das schwierig, da gilt oft "ned gmeckert ist globt grad gnua" (nicht gemeckert ist genug gelobt).

    Aber im Ernst, ich denke dass den Vereinen auch oft ein Instrument fehlt, dass die Meckerei oder Unzufriedenheit kanalisieren hilft.
    So gibt es doch in jeder Schule Sprechzeiten/ Elternabende oder in Firmen oder Institutionen Beschwerdestellen, Kundenhotlines o.ä.!
    Oft fehlt einfach ein "Unzufriedenheitsventil" um sein Anliegen loszuwerden.

    Elternsprecher wird doch jede Mannschaft haben und entsprechende Sprechzeiten wird auch jeder Trainer zur Verfügung stellen. Und im Zweifel kann man immer zum Jugendleiter. Meines Erachtens fehlt da nichts, außer, dass es nicht genutzt wird. Hotlines und anderes würden den Rahmen sprengen in dem sich Vereine bewegen. Wenn Eltern oder Trainer für ihren Kommunikations-Werkzeugkasten während ihrer Bildungsphase auf dem Weg zum erwachsenwerden zu wenige Werkzeuge und Möglichkeiten der Kommunikation kennengelernt haben, dann sind das Baustellen am Individuum und keine strukturellen.

    Hallo.
    Vergangenen Samstag hatten wir den letzten Tag unserer Zertifikatslehrgangs und werden ab sofort für unsere Liga eigene Funiño-Festivals ausrichten. Jetzt wird sich bewähren müssen was wir standardisiert haben.
    Es wird immerhin ein wenig mehr benötigt als im konventionellen 7:7-Betrieb. Bei 8 Feldern pro Platz sind das immerhin 32 Tore die zusammengetragen werden, die Spielfeldmarkierungen und nicht zu vergessen: die Mannschaftseinteilungen für die unterschiedlichen Spielstärken der Teams müssen wir vorher abfragen und dann muss der Spieltagsplan gesetzt werden. Das ist auch für die einzelnen Coaches anders als im bisherigen Spielbetrieb, denn nun benötigt man für jedes gemeldete Team einen Spielfeldbetreuer, der die Regeln kennen muss (in meinem Fall sind das in der Regel 3 Personen, die ich aus der Elternschaft rekrutieren darf) um diese dann am Spielfeld zusammen mit dem Betreuer des gegnerischen Teams umzusetzen. Ich bin recht froh, dass erst mal ein anderer Verein hier eine Benchmark setzen darf :)


    Am Festival des vergangenen Samstags selbst, haben wir zum ersten Mal eine andere Spielform eingesetzt. Es wurden auf jedem zweiten Spielfeld die Tore auf die Schusszonenlinie herausgezogen und die Tore wurden gedreht, sodass hinter den Toren um die Tore herumgespielt werden musste. Die Kinder sollten dabei Rückpass und Drehschuss kennenlernen und auch beidfüßig arbeiten müssen wenn sie um die Tore herumspielen. Die nächsten beiden Spieltage haben wir nun vereinbart diesen Aufbau beizubehalten und ich bin sehr gespannt was die Kinder daraus noch machen!

    Doppelter Widerspruch. Dein Zielbeispiel finde ich für eine Jugendmannschaft je nachdem gut, bezweifle aber, dass das bei einer Seniorenmannschaft ankommt. Also: Ziele setzen vielleicht ja, aber nicht in der Form "gibt einen Punkt" oder ähnliches.


    Beim bekannten System zu bleiben ist auch nicht das einzig sinnvolle. Grundsätzlich stimme ich dem zu, dass man nicht ständig ohne Sinn und Verstand die Grundordnung wechseln sollte. Inwiefern allerdings bei einer Mannschaft, die fünf Spiele hatte, von einem bekannten System zu reden ist, ist wieder die Frage. Hier besteht zum Beispiel auch die Möglichkeit, dass die Grundordnung nicht zur Mannschaft passt, oder zumindest angesichts der Stärke der eigenen Mannschaft und der der Gegner nicht passt. Ich finde zum Beispiel 3-5-2 erstmal überraschend. Ist ja nicht die geläufigste Formation zur Zeit. Warum wurde die gewählt?


    Dann finde ich auch, dass Abweichen vom Bekannten auch mal sinnvoll sein kann. Ich habe das letzte Saison mit einer C-Jugend zweimal gemacht; normalerweise haben wir 4-4-2 gespielt. Generell in vielen Spielen überfordert gewesen, insbesondere bei zwei Gegnern - Hinspiele 0-14 bzw 0-10 verloren. Der erste Gegner war schon ganz gut in Spielverlagerungen und kam ständig über die Halbräume bis zur Grundlinie durch - Rückspiel 5-3-2, damit das Verschieben leichter fällt in der letzten Linie und die Zwischenräume kleiner werden, vorne aber zwei Spieler um zumindest zeitweise mal etwas Entlastung zu bekommen, Ergebnis 0-2. Der zweite Gegner war körperisch meilenweit überlegen und kam über Flanken von außen zu Torchancen bzw. war auch mit Weitschüssen gefährlich - Rückspiel 4-5-1, außen immer genug Spieler gehabt um zu doppeln, gleichzeitig Zentrum stark genug besetzt, um Weitschüsse aus dem Zentrum zu verhindern, Ergebnis 0-1. Eine Änderung der Grundordnung kann meines Erachtens durchaus helfen. Dazu muss man aber wissen, wo die eigenen Schwachpunkte und Stärken sind und möglichst auch die des Gegners. Ich glaube, dass feste Abläufe und Positionen im Offensivspiel sehr wichtig sind; im Defensivspiel nicht im gleichen Maße. Wenn die Spieler grundsätzlich wissen, wie sie verteidigen sollen, dann können sie das auch, wenn die Mitspieler etwas anders angeordnet sind. Da hilft es je nachdem dann viel, wenn an der richtigen Stelle mal noch ein Spieler zusätzlich ist, um das verteidigen zu können, was den Gegner ausmacht.

    @fak Mag alles richtig sein, was Du schreibst.
    Jedoch @Sueditaliener schrieb Heute (Donnerstag!): "Dieses Wochenende erwarten wir den Tabellenführer, wir sind letzter."
    Deshalb widerspreche ich dir vehement: Bis Sonntag wird er seiner Truppe nichts, aber auch gar nichts neues beibringen können. Er kann feinsteuern und das bewährte festigen. Natürlich kann er auch im Hinblick auf die Zukunft alles tun was Du vorschlägst. Aber nicht im Hinblick auf Sonntag.
    Sollte er nun im letzten Training doch noch etwas ändern fehlen höchstwahrscheinlich 35% des Teams und dann wird die ganze Veranstaltung noch schlimmer.
    Und du schreibst sie sollten grundsätzlich wissen wie sie verteidigen, aber das stelle ich in Frage: Eine Mannschaft in der niedrigsten Spielklasse steht nicht auf dem letzten Platz wenn die Spieler das wissen - ich nehme an die wissen eben genau das nicht. Also ich tendiere zu: "Schuster bleib bei deinen Leisten" und keinesfalls zu "Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!"

    Das einzig sinnvolle ist beim bekannten System zu bleiben. Der Rest wird noch mehr in die Hose gehen.
    Gib sinnvolle Ziele aus, die erreichbar sind. ziele wie "solange wie möglich 0:0 halten" sind käse.
    Versuche: "Jedesmal wenn wir den Ball länger als 10 Sekunden am Stück behalten ohne ihn zu verlieren oder einen Abschluss aufs Tor machen gibt einen Punkt."

    Das durfte ich kürzlich auch mal beobachten bei einer unserer E2: Ältere Co-Trainer (könnten evtl. sogar Spieler-Opas sein) haben mit den 9 jährigen nach 20 Minuten Laufschule fette Medizinball-Wurfstafetten als Wettbewerb gemacht. Habe immer wieder rüber gekuckt und nach etwa 40 Minuten Training durften die Kinder dann endlich an den Ball und es gab klassisches Torgebolze als Schusstraining.


    Schau dir die Spiele der ersten Fussball-Entwicklungsstufe vom Horst Wein an. Da findest Du massig 2:2 und 1:1. Geschichten. Die Übungen aus dem "Dekathlon" sind auch toll.