Beiträge von Ersatzbank

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    Ja, bei uns auf dem Dorf ist das auch noch so. Entweder sprechen sich die Kids in der Schule ab oder über whatsapp.Meine Beobachtung ist, dass die Kids auf dem Bolzplatz an ihren Stärken arbeiten, aber nicht an ihren Schwächen. Der Dribbelkönig versucht alle im Alleingang zu lösen, der Junge mit den dicken Oberschenkeln schießt aus allen Lagen und der Paule geht am liebsten ins Tor, weil er so auch mitspielen darf und sonst eh keiner ins Tor möchte.
    Ich kann nicht erkennen, dass das Spielen auf dem Bolzplatz allgemein gültige Rückschlüsse auf irgendeine bestimmte Entwicklung zu lässt. Dies gilt allerdings für unseren Dorfbolzplatz. In den Großstädten, wo teilweise um Geld gezockt wird, ist es sicher anders. Hier besteht letztlich auch ein andere Antrieb an den Schwächen zu arbeiten, sei es Geld oder sei es einfach nur, um einen Platz im Team zu erspielen. Eine solche Konkurrenzsituation gibt es bei uns nicht. Es sind nie zu viele für zwei Mannschaften.
    Um auf das eigentliche Thema Handlungsschnelligkeit zurückzukommen: Spielformen oder Übungsformen mit Entscheidungsdruck. Entscheidungen zu treffen lernen die Kids nur, wenn sie sie auch treffen müssen.

    Bei uns ist auf den Bolzplätzen auch viel los. Manchmal verabreden sich Eltern mit den Kindern auch um ein wenig gemeinsam zu spielen. Auf 3 von 4 Bolzplätzen die ich kenne kommt man auch mit fremden schön zusammen und kickt immer mal wieder in total bunten Haufen: Kinder, Jugendliche, Erwachsene bunt gemischt - die Teams werden manchmal (selten) richtig groß! Komischerweise gibt es einen Bolzplatz auf dem das nie passiert: Wenn man da nicht verabredet ist bleibt da immer jedes Grüppchen für sich.

    Habe gestern im Training (mit diesem Thread im Kopf) auf das Thema Handlungsschnelligkeit geachtet. Mein Eindruck: Spieler die mangels Handlungsschnelligkeit unter Druck kommen und denn in Stresssituationen unsinnige Entscheidungen treffen (Ball wegbolzen etc.) hatten in diesen Situationen immer einen Gegenspieler, vor dem sie Respekt hatten. Sie hatten also Angst den Ball zu verlieren. Und da Angst ein schlechter Ratgeber ist und sie den Ball nicht an diesen Kollegen verlieren wollten haben sie falsch gehandelt.
    Ich habe gestern also zuerst die "gestressten" gebrieft, dass dieses unkontrollierte Gebolze wenig mit Fussballspielen zu tun hat und ich sehen möchte, dass sie sich um sinnvolle Lösungen bemühen sollen. Das habe ich dann maßgeblich gecoacht und jeden der "Handlungslangsamen" gelobt wenn er den Ball nicht einfach planlos wegdrosch und immer angehalten fussballerische Lösungen zu suchen. Das hat - so mein Eindruck - sehr gut geklappt: Die Jungs haben sich dann mit der schwierigen Situation beschäftigt; hauptsächlich mit Körpereinsatz, indem sie versuchten den Ball einfach länger zu behaupten als beim blitzschnell wegdreschen und daumendrücken, dass ein Mannschaftskollege rankommt. Das fand ich schon mal endgeil - auch wenn es natürlich nicht immer geklappt hat.


    Und am Wochenende hatte ich wieder ein wenig geschmökert und da fällt mir ein Satz ein den ich las: "Unerfahrene Trainer geben den Kindern meist zu wenig Platz in den Spiel- und Übungsformen". Dadurch kommt natürlich mehr Druck und Stress. Wenn ich nun meine Jungs in der minikleinen Halle in der wir in diesem Winter trainieren anschaue und mit der Weite des Rasenplatzes vergleiche, dann stimmt das 100%. Wir spielen einfach hektisch und unter Druck und sehen dadurch die guten Lösungen selten - es wirkt alles planlos und unkoordiniert. Meine Folgerung: Kinder die Schwierigkeiten mit der Handlungsschnelligkeit haben benötigen zuerst mehr Raum und Platz zum entwickeln guter Lösungen. Wenn diese Lösungen dann im Rucksack parat stehen, dann erhöhen wir sukzessive den Druck.


    Also meine Antwort auf die Frage ist: Unterbinde das Gebolze mittels Coaching und gib den Kindern mehr Platz. Gib deinen beiden Superstars mal ein Training frei - schicke sie z.B. als Belohnung für Ihre starke Leistung mal für eine "Spezialeinheit" in die D oder stelle sie ausschließlich eine Einheit mal ins Tor, sodass sie keinen Druck ausüben können und kuck mal was deine anderen daraus machen und wie sie Ihre Situationen lösen.

    Selbiges wollte ich auch gerade in die Runde stellen. Es gibt ja nicht nur BFV sondern auch diverse Portale die Deutschland weit agieren z.B. FuPa mit deren Unterportalen. Hier werden spiele aller Leistungs- und Altersklassen (hier bei uns ab C Junioren) online gestellt. Und ja klar weiß man dann oft schon am Sonntag von welchem Spiel der Arbeitskollege am Montag berichten wird weil man ihn eben als Spieler oder auch Zuschauer sieht.
    Soweit wir das von unserem Verein gesagt bekommen haben gibt es hier die einzige "Hürde" dass das Spiel klar im Vordergrund stehen muss. Ein Schwenk oder sogar heranzoomen der Zuschauer ist problematisch. Das liegt wohl an der begrenzten Anzahl der Zuschauer wodurch jeder einzelne leicht zu erkennen wäre. BULI ist hier eben anders. Wenn man dem Spiel folgt und somit Zuschauer im Hinter- oder auch Vordergrund zu sehen sind ist das problemlos. Auch die Frage ob wir das Filmen am Eingang mit einem Schild ausweisen müssen wurde ganz klar mit Nein beantwortet. Man muss also als Besucher eines Fussballspiels mit Fotos und Videos (vom Spiel) rechnen und hat daher auch keine Handhabe dagegen.


    Gruß
    Torsten


    Das ist wie bei einer Demo. Man darf niemanden herausstellen, bzw. in den Fokus rücken. Und das ist eben schwer bei einem Fußballspiel - denn wie soll ich denn ein Tor von meinen Jungs filmen ohne auch den Torwart der anderen Mannschaft mit im Fokus zu haben? Das ist leider immer eine Sache der Abwägung die letztlich ein Richter entscheiden muss wenn es hart auf hart kommt.


    Wenn jemand dazu einen oder mehrere Präzedenzfälle kennt, dann wäre ich sehr interessiert.

    Aber ich Frage mich schon wie das tatsächlich ist. Wir haben hier in Bayern z.b. eine app vom verband: die bfv-videoapp, die lädt die spielszenen automatisch auf die bfv Plattform des Spieltags und ordnet sie dem Spiel zu von dem das Video stammt. Da scheint es zumindest bayernweit einen Passus zu geben der bei vom Verband organisierten Spielen diese Rechts Problem behebt.

    In unserer Staffelgruppe filmt ein Papa alle Spiele und lädt sie dann fast ungeschnitten auf YouTube hoch.
    Rechtlich ist das sicherlich anfechtbar, aber wo kein Kläger, da kein Richter.
    Schlimmestenfalls muss er das Video entfernen oder drohen noch weitere Konsequenzen wenn er das ohne Erlaubnis macht?

    Wo kein Kläger da kein Richter, trifft eben auch nur dann zu wenn kein Kläger da ist, wenn du verstehst was ich meine ;)
    Wir reden hier ja über den Fall, dass ein Kläger auftaucht.
    Schlimmer als Video löschen müssen könnten zum beispiel Abmahngebühren sein, oder account Löschung weil AGB Verstoß.

    Nabend, hoffe mir kann jemand eine rechtliche Frage beantworten.
    Darf mann bei einem d jugendspiel die kinder des Gegners filmen und dann das video online stellen?

    Die Frage muss - sorry - eine wenig exakter gestellt werden: Mit "Online Stellen" meinst Du bestimmt veröffentlichen? Oder? Ich kann jederzeit Videos die ich mache - egal welchen Inhaltes auf meinen eigenen Hosting Bereich stellen: Ich habe ein "Datengrab" da darf ich alles hinlegen und da habe auch nur ich Zugriff. Also Online stellen alleine ist unproblematisch.
    Interessant wird es erst wenn Du es a) (so wie die anderen es schon interpretiert haben) veröffentlichst. und b) wenn Du es zwar nicht veröffentlichst aber zum Beispiel auf Facebook hochlädst und "nur Du" zugriff hast, die ABGs des Plattformanbieters jedoch dann damit kommerziell arbeiten dürfen! Denn schon dabei machst Du dir die Inhalte "zu eigen" und kannst Probleme bekommen.
    Und wir unterscheiden hier noch nicht mal nach kommerzieller und nicht-kommerzieller Nutzung! Planst Du damit Geld zu verdienen?

    Alles soweit gut, ...aber...auf das Hinweisen würde ich auch verzichten, da mein Wissen mir sagt, dass ich das dann vorgebe und er es mit größter Wahrscheinlickeit nicht tun kann und deshalb nicht tun wird. Ich setze also etwas in den Raum, was nicht stattfinden wird. Das könnte mich ärgerlich machen...warum sollte man dann darauf hinweisen, wenn ich den Kenntnisstand habe und akzeptiere?

    Zum Thema Nicht-Passpieler:


    Einer meiner Jungs spielt nie ab. egal wo. auch in riskanten Situationen vor dem Tor. Deswegen haben wir schon viele Tore kassiert und auch schon oft verloren. Und er fordert permanent den Ball von den anderen, weil in seinem Entwicklungsstand und Selbstvertrauen er sich für semi-göttlich hält, leider effektiv das genaue Gegenteil ist. Ich schimpfe nicht und akzeptiere das (Jahrgang 2009), lobe ihn für gelungene Aktionen - leider nie für gelungene Abspiele, denn das kommt ja nicht vor :)


    Im Team passierte folgendes: Die anderen Kinder bemerkten das und monierten er spiele nie ab. Er fordert beharrlich und laut immer wieder Bälle - inzwischen schreien die anderen zurück: "Du spielst ja nie ab". Ich sehe nun oft, dass er unsicherer wird und vor allem wenn er ein Tor verursacht hat spüre ich wie es in ihm arbeitet. Das hat mir gut gefallen, dass diese Gedanken bei ihm auftreten und frage nun gezielter wie er sein Verhalten einschätzt. Noch immer "Kommandofrei".


    Inzwischen ist der Status so, dass die anderen es meiden ihm den Ball zu geben. Die Folge: Sie spielen sehr riskant und verlieren dadurch auch ohne dass er involviert ist öfters den Ball. Jetzt ist der Zustand so ungünstig, dass ich eingreife. Innerhalb einer Mannschaft soll niemand bewusst gemieden werden. (Anm.: die Art wie die Jungs in meiner Truppe passen hat sich in unserer Funinoliga selbst entwickelt - ich mache die Übungen von H. Wein aus dem Dekathlon etc. (wie schon an anderer Stelle beschrieben) aber es gibt von mir keine Anweisungen vom Spielfeldrand). Mein erweitertes Coaching für ihn beschränkt sich jedoch auf spezielle Eskalatoinsregeln und gezielt Fragestellung in seinen Spielsituationen. Ich bleibe dabei und werde es nicht von ihm fordern, da sein Verhalten altersgemäß ist und ich davon ausgehe, dass sich dies zeitnah verwächst. Die Gruppendynamischen Prozesse signalisieren mir es wird von ganz alleine passieren.

    Sehr gute Fragen. Ich stelle mal die Behauptung in den Raum: Wenn die Kinder zu einem Doppelpass fähig sind (=gezielt und gewollt), beginnt "Passspiel" im eigentlichen Sinne.


    ...
    Passspiel selbst zu trainieren macht in der F keinen Sinn, weil eine sichere und souveräne Ballführung und eine gute Schusstechnik erstmal primäre Trainingsziele sein müssen, beides möglichst beidfüßig. Das soll aber natürlich nicht heißen, dass man einem Spieler, der im Spiel permanent den Ball "totdribbelt", nicht mal auf die Möglichkeit hinweisen darf, einen Pass zu spielen. ...

    "To pass a ball" ist doch ganz simpel, dass man den Ball abgibt. Und ein Torschuss ist der Versuch einen Abschluss zu machen. Das Ziel des Spieles ist es Tore zu schießen wenn man in Ballbesitz ist. Das Kind muss also abwägen können wie wahrscheinlich der Erfolg eines eigenen Abschlusses ist im Vergleich dazu wie erfolgreich ein Abschluss des Mitspielers der woanders steht sein könnte.
    Kann das Kind das nicht und ist noch so egozentrisch, dass es losdribbelt ohne Rücksicht auf Verluste, weil es das komplette Spielgeschehen um sich herum noch nicht wahrnimmt und sich sicher ist, dass es alles besser schafft als der Rest der Welt und der Ball ist sowieso so kompliziert zu bedienen, dass alle Aufmerksamkeit auf dem Ball liegen muss und nichts anderes wahrgenommen werden kann: Dann ist Ballbeherrschung zu trainieren. (Das ist für mich Bambini und G)


    Wenn das Kind den Ball beherrscht, sodass es aufkucken kann und sich dann in einer Spielform die altersangemessen ist befindet, sodass es abschätzen kann ob es angegriffen wird und/oder der Mitspieler günstiger steht, sodass ein erfolgreicher Selbst-Abschluss sehr unwahrscheinlich ist, dann wird das Kind abspielen (= Passspiel im engeren Sinne = einen pass spielen = Passspiel). Der Selbe Prozess läuft dann wieder beim Kind ab, welches den Pass bekommen hat. (Das ist für mich im groben F)


    Wenn dann die Kinder in der Lage sind im Kopf sich ein Szenario zurecht zulegen, dass sie aus der Spielsituation wahrnehmen indem sie einen Ball wieder an einer anderen Stelle vom Mitspieler zurückbekommen und einen Plan schmieden, dann sind ist das Kombinationsspiel. (Das ist für mich im Bereich E, Ansätze sehe ich dafür auch schon in der F)


    Und wenn Kinder so etwas nicht selbst entscheiden, sondern konditioniert einstudieren, dann sind wir im Bereich Fernsteuern und bewegen uns außerhalb der sinnvollen Kinderfussballausbildung: Das ist dann Kein Passspiel sondern Trainerselbstdarstellung :)


    Edit: Während ich geschrieben habe, hat @Andre den Beitrag vorher gepostet - deswegen eine Ergänzung: Nur weil ich in den Entsprechenden Altersklassen das beschriebene streckenweise entdecke, heisst es nicht, dass ich Passen und kombinieren in den jeweiligen Altersklassen auch trainieren würde!


    So kann man es natürlich auch sehen.
    Aber es war nur einer dabei, der sie als "Nachwuchsmöchtegerntrainer" beschimpft hat.


    Alle anderen haben mit vernünftigen Argumenten erklärt, warum es besser wäre, zunächst als Co-Trainerin zu starten. Das sehe ich als Entscheidungshilfe an, auch wenn sie vielleicht andere Erwartungen gehegt hat und zunächst überrascht war.


    Alle waren Ratgeber, aber letzendlich trifft sie gemeinsam mit ihren Eltern und dem Verein eine Entscheidung.

    Man kann auch bei den ehrlichen und neutralen Antworten durchaus einen aggressiven Unterton lesen - oder eben nicht - je nach Lesart. Kann durchaus sein, dass @Goodie recht hat. @AFK: Bist Du noch da? Was sagst Du dazu?

    In unserem niedrigklassig spielenden Breitensportverein: Kleinfeld geht ab den Herbstferien (Anm.: Bayern) in die Halle. Jedes Team bekommt eine Hallenzeit. Wir haben keinen Kunstrasenplatz. und daher ist es auch für die Rasenplätze ganz gut wenn weniger teams darauf rumtrampeln (auch wenn die Kleinen wenig kaputt machen). Zu diesem Zeitpunkt haben wir unsere Außenspiele alle hinter uns und die ersten Hallenturniere beginnen.

    Das Blut wird in der Körpermitte erwärmt und auf dem weg vom Herzen wegwärts kühlt es ab. Wenn es am weitesten weg ist ist es in den Fußzehen und Fingerspitzen. Wenn deine Tw schon unterzieh Handschuhe tragen, dann versuche es als nächstes mit Armlingen (Radsportbedarf) - damit das Blut einfach svhon gar nicht so kalt in den Händen ankommt.

    @totog @TW-Trainer
    Mit dem Hinweis auf Film und Kundenmentalität wollte ich nicht sagen, dass die Kundenmentalität das einzige Problem ist - natürlich kann man durch Fehlverhalten Mitglieder dazu bewegen, dass sie den Verein nicht mehr mögen. Bestimmt gibt es noch anderes. Insofern Schließe ich mich Euren Antworten an.


    Kann es sein, dass das Problem da zu suchen ist, wo die Eltern nur die Kinder bringen und selbst eigentlich gar keinen Kontakt zum Verein wollen? Schaut: Weiter oben schrieb ich, dass man eben Mitglieder entfernen muss die nicht passen. Was ist aber mit den Eltern? Oft sind nur die Kinder Mitglieder. Und den Eltern zu sagen "verpisst Euch, eure Kundenmentalität geht uns auf die Eier" geht ja nicht, weil das die Kinder nicht verdient haben - die Kinder können nichts dafür.
    Anders bei den Spielern die schon ohne Eltern aktiv am Vereinsleben teilnehmen - die sollen von mir aus nur den Sport machen - dafür sind sie ja Aktive und tragen aktiv zur Repräsentanz bei!


    Hier ein neuer Ansatz zur Diskussion:
    Es beginnt bei mir bei den Alten-Herren und Hobbymannschaften - die sind für mich "passiv" und haben die aktive Laufbahn beendet - die müssen nun den Verein wuppen. Bei uns tun sie das nicht. Die sind schlimmer und mehr "Kunde" als die Eltern. Von diesen Mannschaften hört und sieht man nichts. Aber aus diesen Mannschaften sollten sich doch Coaches, Funktionäre und Vorstände herausbilden. So wie im Mehrgenerationenhaus.


    Wir sind hier meist im Kinderbereich unterwegs und prügeln oft auf die Eltern ein - aber die Eltern tun schon sehr viel! Z.B: fahren die Kinder zum Training und bringen uns die neuen Mitglieder! Sie backen Kuchen und kassieren etc... Aber was ist mit den "Legionären"? Ich bekomme das in meinem Team mit: Die Eltern sind wie auch @totog und @Das_Huhn schreiben zu einem sehr hohen Anteil ungebunden und sofort Wechselwillig. Aber ist ja logisch - die gehören nicht dazu, sind keine Mitglieder und haben 4 Stunden pro Woche "Einsatz".


    Den Eltern kann man nicht überstülpen was die Mitglieder verbocken. Mehrgenerationenhaus! Die Alten 30+ in die Verantwortung nehmen!

    Dennoch stellt sich die Frage, wie es zur notwendigen Humanstrukturanpassung kommen konnte?

    MMn sollte man natürlich keine Revolte anzetteln. Schliesslich sind wir im Verein grundsätzlich alles Kameraden. Aber es gibt immer wieder Zyklen an denen Neuwahlen anstehen. Mit ein wenig Glück ist der alte Vorstand ganz froh wenn ein neuer Kandidat antritt.
    DIe Istanalyse finde ich sehr wichtig. Wenn man die nicht beantworten kann versteht man seinen eigenen Verein nicht! Allerdings lässt sich die Kundenmentalität - siehe DFB-Film - mit Zeitgeist erklären und hilft nicht weiter. Den Sollzustand birgt die Vision der treibenden Kraft mit und Kontrolle braucht ein Verein nur bedingt - erst mal loslaufen, denn solange es nichts zu kontrollieren gibt muss man nicht kontrollieren (wenn überhaupt).


    Wie wäre es denn mit einem "Pool-Der-Engagierten"? So eine art Special Forces ohne konkrete Funktion.


    Andere Spinnerei: Man fragt die Bereitschaft zu allgemeinen Vereinstätigkeiten bereits auf dem Beitrittsformular ab: "Ich bin bereit jährlich ___ Stunden dem Verein Ehrenamtlich zur Verfügung zu stehen. Etc etc." Von mir aus mit Stempelpass für "irgendwasbilligerodergratis".


    Andererseits ist die Traineraufgabe nicht unbedingt eine Frage des Alters. Es gibt erstaunlich junge, erfolgreiche Trainer genauso wie im Kopf jung gebliebene Alte.

    Erwachsen sein zu wollen war mit Sicherheit der kindischste Wunsch den ich je hatte! ;)


    Mögen aber diese Altersgrenzen innerhalb dessen fließend sein, so erscheinen mir 13 Jahre zu jung für die Übernahme einer so großen Verantwortung. Aber warum sollte sie nicht die Chance ergreifen, die Aufgabe an der Seite eines/r erfahrenen Trainer/in zu lernen? Denn wenn wirklich großes Interesse dazu besteht, dann wäre dies der richtige Weg.

    Sagt bitte, wie ist das mit "Kinderarbeit" im Ehrenamt? Immerhin ist sie erst 13! Ferienjob darf man ja auch erst mit 14 machen! Wäre das ein Problem?

    Es gibt Möglichkeiten mit Gewebepatches das Aufgepresste wieder mittels Erwärmung wieder Rückstandsfrei zu entfernen.


    Ich persönlich fände das Individualisieren auf Trikots jedoch ungeschickt: Macht es auf den Trainings Anzügen mit Initialen. Dann verwechselt die Anzüge keiner mehr und die gehören sowieso meist jedem selbst. Oder individualisiert doch die Sporttaschen, aber lasst doch diesen möchtegernfirlefanz bei den Trikots weg.

    @Ersatzbank


    Wie müßte denn nach deiner Meinung der Weg lauten, der beschritten werden müßte, um zurück zu den Wurzeln zu gelangen?

    So wie im Thread Mehr Trainerqualität im Kinderfussball? Wann?
    beschrieben.
    Im Prinzip wie im Film. Plus Aufteilung der Aufgaben in kleinere Häppchen, des Zeitmangels wegen.
    Dabei halte ich wenig von Fusionen. Bin aber dwr Meinung, dass Veränderung meist nicht mit dem selben Führungsapparat durchgesetzt werden können. Auch wenn das alles nette Burschen sind, die sich sehr einsetzen. Ohne Vison ändert sich nichts. Anpassung an den Zeitgeist schaffst nicht mit einem Chef, der der guten alten Zeit nachtrauert.
    Auch wenn das Beispiel von @Goodie weiter oben, wo der Verein kaputt ging als die "Jungen" das Ruder übernahmen, ist das dennoch mein ansatz: Führungscrew austauschen. Wenn also eine Gallionsfigur geht, dann ist die Möglichkeit auf Wandel da.
    Das selbe mit den Mitgliedern: Wie soll der Verein ein Verein bleiben wenn er nur Kunden hat und keine Mitglieder? Also entweder man sorgt dafür, dass die verschwinden, oder es klappt wieder nicht mit dem Wandel. Ob du sie veränderst, dafür sorgst dass sie gehen oder sie rauswirfst ist egal, aber solange die da sind wirst du Dienstleister sein und kein Verein.
    Wenn an diesen beiden Punkten ( Führung und Mitglieder) das Problem sitzt, wird kein noch so schöner Film etwas ändern. Und eben genau diesen unschönen Punkt "Humanstrukturanpassung" klammert der Film aus, denn so etwas passt in eine heile Vereinswelt nicht hinein - darunter leidet mann ja schon in der Arbeitswelt, die man im Verein hinter sich lassen möchte.

    Ich mag den Film und erkenne die dargestellten Probleme wieder. Und ich wünsche sehr, dass der Film auf viele offene Augen und Ohren trifft.
    Wenn nicht, dann bleibt der zweite Impuls des Films: umschalten auf service und als Firma agieren - wäre halt dann "job" und ich bräuchte wieder ein hobby :)

    Meine Güte, ich bekomme das auch dauernd mit. Aber ich verstehe es nicht. Wo ist denn das Problem diese paar Bagatelländerungen einfach zu akzeptieren. Den Kindern ist es egal und die Kinder kapieren die Regeländerungen sofort. Ich bin sicher es liegt daran, dass es den Erwachsenen einfach zu kompliziert ist. Und weil sie Angst haben als Trottel dazustehen verweigern sie sich, stellen auf stur und packen reaktionäre Klischees aus. Der Futsalball ist perfekt für die Halle. Und wenn es nach mir ginge dann nur Bälle Größe 3 bis einschliesslich U9.