Finde wie @totog, dass man Entscheidungen natürlich immer wieder neu durchdenken sollte und ändert wenn nötig. Und natürlich auch, dass es einen gewissen Rahmen gibt, der starr ist: So entscheiden wir ja nicht jedes neu ob wie Breitensport oder Leistungssport machen.
@TW-Trainer möchte ich widersprechen: denn Leistungsdruck ist in meiner Philosophie ok. Auch für Kinder. Ergebnisdruck ist scheisse. Die Kinder lernen doch nichts wenn sie über oder unterfordert werden. Den natürlichen Leistungsdrang der Kinder kann man als gegeben betrachten.
Genauso wenn Du aus einem Team 2 machst - dann musst Du ja auch irgendwie unterscheiden wer in welches Team kommt. Ergebnis: F1, F2 und F3. Ich erkenne da den Unterschied nicht. - Gut, man kann sich durch "Jahrgangstrennung" herausfabulieren. Aber die F3 sind doch immer die, die in F1 und F2 nicht zum Zug kommen und dann wird die Jahrgangsmannschaft wieder gemischt.
Trotzdem möchte ich berichten, das die anderen Varianten bei mir noch schlechter gewesen sind. Deswegen bekommen die schwachen Spieler ihre Gegner auf Augenhöhe und die stärkeren auch. Leider sind meine Schwachen so schwach, dass es total egal ist wo und gegen wen ich spielen lasse - die bekommen immer auf die Mütze. Wenn ich gleichstarke Teams habe: machen die schwachen das Team so schwach, dass wir ebenso alles verlieren. Wenn ich homogene Teams habe die unterschiedlich stark sind gewinnen wenigstens die starken ab und zu gegen die "mittelstarken" Mannschaften anderer Vereine. Zum Glück habe ich das Funiño, da fällt das nicht so auf! Aber selbst da werden meine schwachen f von auch nicht so starken G-Jugenden (teilweise mit jungjahrgang) bequem geputzt.
Mein Ziel: Ich bin Verantwortlich dafür, dass ich keine Überstarken Gegner auswähle - bei Gruppeneinteilung, Turnier und Training. Ich sorge dafür, dass jedes Kind Herausforderungen auf seinem altersgemäßen Leistungsvermögen erhält. Dabei soll jedes Kind möglichst viele Ballkontakte haben! Gerade das "möglichst viele Ballkontakte haben" ist eigentlich für mich wichtiger als "alle spielen gleich lang". Denn: In einem heterogengen Team das aus schwachen uns starken gemischt ist kommen doch nur die 3 oder 4 staksten wirklich regelmäßig aktiv an den Ball und haben 80% aller Ballkontakte und können so Spiele gewinnen, die unerfahrenen sind doch nur schmückendes Beiwerk.