Beiträge von Ersatzbank

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Da ich meinen Sohn nur noch 1 Jahr trainieren werde, kann ich das bequem aushalten und es wird nicht zu schlimm werden. Es ist auch nicht so ein Ungleichgewicht. Ich wollte damit nur ausdrücken, dass wenn jemand hier ein Ungleichgewichts empfinden wahrnimmt, mir das egal ist, weil ich es mit meinem Mehraufwand für mich persönlich in die Waagschale werfe.
    Mein Sohn spielt genauso lang wie alle anderen, mein Sohn rotiert genau wie alle anderen, mein Sohn bleibt auch manchmal zu Hause wie alle anderen.
    Dafür muss mein Sohn sich z.B. nicht vom Training an- und abmelden und mein Sohn ist auch der erste den ich frage wenn ein anderes Team mal Hilfe benötigt - dieses Vorteile soll mal ein Vater oder eine Mutter wagen mit mir zu diskutieren!

    Ich bin gewiss kein Maßstab, habe jedoch als Jugendlicher die Schiri-Prüfung abgelegt und gepfiffen. Und am ende der ersten Saison das Handtuch geworfen.
    Tatsächlich war die Angst vor körperlicher Unversehrtheit daran nicht ganz unbeteiligt.
    Die Null-Fehler-Toleranz der Spieler und Fans dem Schiedsrichter gegenüber hat mich nie auf Normalpuls kommen lassen. Ich stand immer unter Strom gleich wieder bei einer kniffligen Entscheidung einen "fön" zu bekommen. Natürlich bin ich kein guter Schiedsrichter gewesen, aber man gab mir eigentlich auch nie die Gelegenheit einer zu werden: Ich wurde nie in der unteren Spielklasse als Linienrichter eingesetzt um mal zu lernen und nach nur 2 Spielen im Jugendbereich (eine D und eine C) bin ich aus Schiedsrichtermangel direkt zu den Herren entsendet worden. Damals unterste Ligen C und B Klasse, jeweils Reserve und 1. Mannschaft. Habe auch manchmal bei Heimspielen meinen eigenen Verein in der Reserve gepfiffen, wenn kein Schiri gestellt wurde.
    Ich konnte die eigene Mannschaft nie neutral pfeifen. Egal was ich tat, es war letztlich immer ein Übergewicht zu Gunsten unseres Vereines. Und wenn es nur meine Toleranz meinen Freunden gegenüber war, wie sie mit mir umgingen.


    auf der anderen Seite habe ich zwar auch erfahren, dass es nach dem Spiel oft anders aussieht: Es gab oft noch ein schönes Bierchen danach in den Sportheimen auch von Mannschaften die mir auf dem Platz am liebsten den Hals umgedreht hätten. Danach hieß es oft: "Schiri, komm mit rein, wir setzen uns noch ein wenig zusammen." War schon auch geil. Manchmal hab ich gedacht, wenn ich da jetzt mit rein gehe komme ich nie wieder lebendig raus - war aber eigentlich immer witzig.


    Trotzdem konnten dieses Szenen das negative der Angst und meine Unsicherheit nicht überdecken. Noch bevor ich in der Lage war auch nur annähernd Spiele richtig zu leiten hörte ich auf. Ich war einfach noch nicht so weit.


    Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich einfach nicht reif genug gewesen bin um Schiri zu sein. Konfliktverhalten, Lebenserfahrung, Fussballerfahrung, Souveränität ... Was bleibt ist die Frage, ob die Ausbildung zu simpel ist oder die Ausbilder das hätten erkennen müssen.


    ... und das Schiedsrichter sein mehr bedeutet, als den Laufweg des Schiedsrichters auf dem Platz zu kennen und auf Ballhöhe zu sein (diese beiden Sachen konnte ich nämlich!) :)

    Die Idee gefällt mir. Man lernt ja nie aus.vor allen das es bei den Zelt-Heringen immer enorm wichtig ist diese komplett im Boden zu versenken wegen der Verletzungsgefahr. U-Haken sollte hier deutlich weniger gefährlich sein.


    Beschafft ihr die Haken vor Ort ?


    Gruß
    Torsten

    Nun, ich muss gestehen, dass diese Haken ursprünglich bei den Toys-R-us Toren dabei gewesen sind und wir die gar nicht selbst besorgt haben.
    Aus Meiner Erinnerung würde ich sagen das Material dieser U-Haken ist ca 3-4mm stark und noch biegbar. Die Öffnung ist ca. 4 cm breit und der gesamte Haken etwa 15 cm lang.
    Frag Doch mal bei Toys R us nach. Aber ich denke das bekommst auch sonst irgendwo her.

    In Bayern: Die Trainer können vor dem Spiel einen Fairplay-Leiter benennen, dieser steuert dann aus der Coachingzone heraus im Notfall das Spiel.
    So steht es in den BVF-Regeln der Fairplay Liga.
    Der Fair Play Leiter soll nicht älter als 25 Jahre sein und darf das Spielfeld nicht betreten.


    Weiter steht dort in der Trainer-Regel wörtlich: "Die Trainer müssen selbst den Fair Play Gedanken Leben".


    Wenn also der andere Trainer das nicht tut, verstößt er gegen eine Regel. Damit hast Du auf Deine Frage die Antwort, was Du tun sollst wenn der Gegner sich daran nicht hält: Weise ihn darauf hin, dass er gerade gegen die Spielregeln verstößt. Das solltest Du dann im Nachgang berichten und festhalten im Spielbericht. Vor allem die unter Umständen auftretende Uneinsichtigkeit.
    Bezüglich Sanktion fallen mir wenig Möglichkeiten ein, die ich raten könnte - ich wüsste jedoch ein paar die ich bedenkenlos einsetzen würde. ;)
    Logisch wäre:
    Entscheidungen obligen dem Fairplay-Leiter und wenn es keinen gibt bei BEIDEN Trainern. Einer alleine kann also nichts entscheiden. Solange Du also keine Entscheidung mitträgst, gibt es keine. Wenn keine Einigung stattfindet könnt ihr entweder mit Schiedsrichterball weitermachen oder das Spiel abbrechen.


    Wenn Du jedoch eine Entscheidung akzeptiert hast und das Spiel geht weiter, dann darfst Du auch nicht mehr lamentieren - denn das ist dann eben Fußball.

    Mag banal klingen, aber ich finde das klappt ganz gut: Ich gebe den Kindern einfach mit, sich daran zu erinnern was wir im Training gemacht haben und es in geeigneten Situationen einzusetzen.
    Wenn ich dann sehe, dass es mal klappt, dann stelle ich das heraus und sage zu den Jungs "seht ihr, es klappt!" Und dann merke ich, dass wir manches gar nicht mehr üben müssen, weil es sich langsam festsetzt.

    Wir machen ab und an Torwarttraining für alle. Da kommt dann ein TW-Trainer und das komplette Team macht die Übungen. ich kann doch in einer F nicht sagen "unser jetziger Tormann" (Beitrag 15). Was ist denn das für eine komplette Ausbildung? wo ist denn da die Rotation?


    Allerdings liegt mir schon im Magen was der TE eigentlich vermeidet: Er hat einen Jungen der nicht ins Tor will und nicht außerhalb des Tores spielen will. Da lege ich eine Sportart außerhalb des Teams nahe! ;)

    zu zweit gegenüber mit ca. 3-5 m Abstand (je nach Alter). Die Spieler machen Schnick-Schnack-Schnuck, der Sieger ist Fänger, der andere muss sich umdrehen und bis zu einer Markierung weglaufen. Partner wechseln...

    Das mache ich! Ist notiert!


    Darüber hinaus ist mir noch ein ganz anderer Ansatz in meiner Trainerarbeit aufgefallen: Wenn ich die Koordinationsleiter auspacke, dann sehe ich meine Jungs flitzen und bin selbst wieder beruhigt: Denn das gefällt mir dann sehr gut und ich sage mir, so langsam wie ich das sonst immer wahrnehme sind meine Rennschnecken ja gar nicht!
    Muss sagen: Leiterübungen kommen in meiner Truppe echt gut an.

    Bei meinen Jungs halte ich es für nötig oft die Provokationsregel "linker Fuß" einzusetzen. Sonst benutzen 95% nur den Zuckerfuß.


    Alle anderen nehme ich wie ihr oben schon oft beschreibt Zielgerichtet.


    Bin mir nicht sicher ob das unter Provokationsregeln fällt, aber fein ist es immer wieder:
    + drei Mannschaften spielen jede gegen jede im Dreieckigen Spielfeld und jede Mannschaft verteidigt eines der drei Tore.
    + 4 Mannschaften spielen über kreuz: 2 Teams bekämpfen sich horizontal und 2 vertikal auf der selben Spielfläche.

    Habe mich in Bezug auf die Verankerung genauso entwickelt wie Torsten.
    Nur noch vorne verankern, es sein denn der Wind ist zu stark.
    Und ich versuche alle zu sensibilisieren, dass die Verankerungen nicht bis zum Erdmittelpunkt in den Boden gedroschen werden, sondern noch 2 cm aus dem Boden herauskucken. Wir verwenden "U"-Haken, da hängt sich nichts aus. die 2 cm, die die Haken aus dem Boden herausschauen sorgen für leichteren Abbau und mehr Weg um den Schwung abzufedern, was die Haltbarkeit erhöht.

    Bin völlig bei Dir! Ich glaube nicht ein einziges Turnier wurde mit Futsalball gespielt.


    Ich wünsche mir für die nächste Hallensaison, dass ich bei den "Regelabspracherunden" vor Turnierbeginn immer daran denke und die Kraft finde einfach zu fragen "Warum spielen wir nicht einfach nach den Regeln?".


    Tschüs Halle - wir sehen uns im November! :)

    FPL wird auf jeden Fall als Lösung scheitern wenn es um Aufstiege und Abstiege geht.


    Hier mein nicht so ganz ernst gemeinter Ansatz, das SchRi-Problem in der Kreisliga zu lösen:
    Die technologische Lösung, finde ich, ist in Reichweite - Elektroschockhalsbänder, die dir ein Paar Volt durch den Körper pusten wenn dein Maxpuls 70% erreicht oder so. Die Halsbänder werden dir am Eingang angelegt :)
    Wenn zu wenig Schiedsrichter da sind, könnte ja auch der Sanitäter pfeifen - hätte den Vorteil, dass er schneller am Ort das Geschehens ist, wodurch die Sicherheit der Spieler besser gewährleistet wird. :)
    Und wenn man schaut wie viele Polizisten die Fans in der Bundesliga begleiten, dann könnte man die Wachtmeister doch an die Seitenlinie stellen als Linienrichter. Wenn in der Kreisklasse ein Polizist an deiner Linie entlang patrouilliert ist des emotionsgeladene Unkultur-Volk bestimmt relaxter. :)


    Denke immer das undenkbare!
    :rolleyes:

    Ich finde gerade in der C-Lizenz wo eben kein Fußballerisches Können gezeigt werden muss, um die Lizenz zu bekommen, ist es total wichtig, dass die angehenden Lizenzinhaber selbst spielen. Sie müssen doch erfahren was es bedeutet solche Übungen auszuführen - gerade wenn Ermüdung schon eingetreten ist. Papi- und Mami-Trainer die nie selbst gespielt haben müssen wissen und erfahren was sie von den Kindern verlangen. Jedem ist klar, dass die eigenen Fähigkeiten des Trainers im Kifu sekundär sind. Aber man sollte wissen, dass es eben nicht immer klappt in den freien Raum zu laufen nur weil der freie Raum da ist! Manchmal will der -Kopf, aber die Beine wollen nicht. Das MUSS ein Kindertrainer verinnerlicht haben.

    Schlechte Erfahrungen: Kinder unbeaufsichtigt.
    Gute Erfahrungen: Kinder beaufsichtigt.


    Alles andere was ich pro oder kontra einer gewissen Spielform als Antwort auf Deine Frage geben könnte ist mMn Laune, Talent oder Trainergeschick.


    Aber sobald ich meinen F-Lingen den Rücken zudrehe und niemand als Sheriff dabei steht kommt es zu Zank, "Auas", Diskussionen, Arbeitsverweigerung, Extremer Übungsabwandlung oder ähnlichem. Da genügen meist ca 8 Sekunden um diesen Zustand zu erreichen.

    Ich sehe uns jetzt nicht komplett chancenlos. Meine Mannschaft ist nicht schlecht. Ich sehe uns nur dann chancenlos, wenn ich sie weiterhin einfach drauf los spielen lasse und rotiere. Nur was mache ich jetzt? Fange ich jetzt auch an ihnen übermäßig zu helfen und sie zu steuern? Setze ich jetzt jedes Kind nur noch da ein, wo es momentan am stärksten ist? Das wäre alles entgegen der FPL Grundsätze, aber wird halt von jedem so gemacht. Und wenn ich meine Spielereltern und Trainerkollegen richtig verstanden habe, soll es in Zukunft am besten genau so laufen.

    Na und? Sollen sie doch fordern! Du machst die Ansagen. Ausserdem bist du der Fachmann. Lass dich nicht verbiegen - dann hör lieber auf. Du kannst doch nicht dir marionette für die anderen entgegen deiner Überzeugung mimen!

    dann spielst du eine Staffel zu hoch. Das ist jetzt ätzend für die Rückrunde, aber nicht zu ändern.


    Aber wie willst du gegen Gegner gewinnen, die nicht rotieren und ihre Kinder von außen massiv steuern.
    Dafür brauchst du einfach individuell deutlich stärkere Kinder, um das auszugleichen und dafür muss man dann leider eine Staffel tiefer spielen, als es die individuellen Stärken der eigenen Spieler eigentlich hergeben würden

    Das ist so ziemlich genau das, was ich mit lernen und meiden meine.

    Vatertrainer zu sein ist doch per se nicht negativ. Es gibt Sachen die Schwieriger sind und Sachen die leichter sind. Ich finde die Frage sehr hypothetisch.
    Ich würde mir familiär nie erlauben ein anderes Team zu trainieren als das von meinem Sohn, solange er Elterntaxi fährt.
    Mein Hobby ist sein Hobby. Was soll denn daran schlecht sein, wenn Vater und Sohn das gemeinsam machen? Klar, wenn man die Schwierigkeiten ignoriert und unberücksichtigt lässt, weil man eine Wahrnehmungsstörung hat ist es doof, aber sonst doch voll cool!
    Ich bin auch ganz ehrlich: Mein Sohn nimmt Nachteile oft extremer wahr als andere. Das gleiche ich aus indem er auch Bevorzugungen bekommt - und da soll mir mal einer kommen und sich beklagen! Solange ich das ehrenamtlich mache, kommt family first! Bin ich knallhart und stehe dazu.

    zum einen indem du den Kreispokal nicht mehr mitspielst. Hirn rissig in der F unter FPL-Richtlinien pokal zu spielen. Geh da weg. Spiel spielfeste mit Freunden.
    Zum anderen lernt nan gewisse Kreise und deren turniere kennen. Geh da nicht hin.
    Klar passieren fehler und man muss in der Liga antreten, aber du wirst lernen und deine Kinder brauchen dich.
    Es werden immer mehr die auf unserer Seite und der Seite der Kinder stehen - zumindest in meiner Wahrnehmung - und das sollte irgendwann dazu führen, dass vereine einem gewissen trainertypus keine Kinder mehr anvertrauen werden.