Alles anzeigenEinen Gefallen tust Du Deinem Sohn damit langfristig nicht.
Ich habe einige Zeit meinen ältesten Sohn trainiert, ein paar Jahre Mannschaften ohne eigene Kinder, eine kurze Zeit meinen jüngsten Sohn und dann wieder ohne eigene Kinder.
Zu Anfang habe ich noch einige Fehler gemacht, die hier auch beschrieben wurden. Mein Ältester hatte eher Nach- als Vorteile. Jahre später (inzwischen interessiert er sich selbst für´s Trainergeschäft) habe ich ihn gefragt, inwiefern er das wahrgenommen hat. Er hatte es gar nicht bemerkt. Das ändert aber nichts daran, dass es im nachhinein betrachtet ungerecht war.
Die Zeit ohne eigene Kinder in der Mannschaft war dann sehr entspannend. Als ich meinen jüngeren Sohn trainierte, ist es mir gelungen, ihn 100% so zu behandeln wie die anderen. Einziger Unterschied war, dass er mit mir zum Training und Spiel fuhr. Ich bin auch jetzt mit einiger Zeit Abstand überzeugt, dass mir das gelungen ist. Ich bin aber auch sicher, dass das wegen der vorherigen Erfahrungen als benachteiligender Vatertrainer und als Nicht-Vater-Trainer gelungen ist. Wer sich also weiter entwickeln will, sollte auch zu diesem Thema unterschiedliche Erfahrungen sammeln. Wie im echten Laben...
@Ersatzbank Deine Bevorzugungen werden von außen eher wahrgenommen als die Nachteile, die er hat. Trainerkinder, deren Bevorzugungen von der Mannschaft wahrgenommen werden, haben schnell Probleme in der Anerkennung ihrer Mitspieler. Mit zunehmenden Alter lacht man hinter ihrem Rücken.
Was die Qualität der Nachfolger angeht: Wir sind doch alle davon überzeugt, dass es niemand so gut kann wie wir selbst
. Wer erlebt hat, dass seine eigenen Methoden zerredet werden, der überlegt sich, ob er die Methoden anderer zerredet... Ich war und bin auch nicht immer mit dem einvertanden, was die Trainer meiner Söhne machen. Und andere sind nicht immer einverstanden mit dem, was ich mache. So ist das halt...
Da ich meinen Sohn nur noch 1 Jahr trainieren werde, kann ich das bequem aushalten und es wird nicht zu schlimm werden. Es ist auch nicht so ein Ungleichgewicht. Ich wollte damit nur ausdrücken, dass wenn jemand hier ein Ungleichgewichts empfinden wahrnimmt, mir das egal ist, weil ich es mit meinem Mehraufwand für mich persönlich in die Waagschale werfe.
Mein Sohn spielt genauso lang wie alle anderen, mein Sohn rotiert genau wie alle anderen, mein Sohn bleibt auch manchmal zu Hause wie alle anderen.
Dafür muss mein Sohn sich z.B. nicht vom Training an- und abmelden und mein Sohn ist auch der erste den ich frage wenn ein anderes Team mal Hilfe benötigt - dieses Vorteile soll mal ein Vater oder eine Mutter wagen mit mir zu diskutieren!
