Beiträge von Ersatzbank

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    Oh ja, diese Erfahrung mache ich auch immer wieder. Wenn man erstmal einen Grundstock von Eltern hat, die prompt auf Anfragen reagieren, dann hat das auch für alle anderen Sogwirkung. Aber diesen Flow zu etablieren ist schwierig.

    Da Frage ich mich schon auch immer, wie die Familien ihr Wochenende planen. Schulfeste, Familienfeste, Ausflüge etc plant man doch nicht erst am Tag davor. Bei uns sind solche Termine über Monate im Voraus bekannt. Und Krankheiten sind sowieso ausgenommen. Da bleibt bei mir eigentlich nur die Vermutung, dass man nicht verbindlich zusagen will, um sich bessere Optionen frei zu halten. Und wer so mit mir, meiner Planung, meinem Einsatz und meiner Zeit umgeht, darf doch nicht erwarten von mir hoffiert zu werden!

    Ich finde es bis zu einem gewissen Grad völlig ok und akzeptiere die Ausrede "keine Lust", auch wenn es der Anfang vom Ende sein kann. Gerade bei Kindern. Ich würde das in der E auch noch akzeptieren. Kinder probieren sich aus und wer weiss aus welchem Grund sie kommen - oft bestimmt nicht aus eigenem Antrieb.
    Die Grenze ist bei mir erreicht, wenn es wegen anderer wichtiger Dinge nicht möglich ist die Mannschaft zu stellen. Selbst Training ist mir da egal, denn je weniger kommen, desto mehr kümmere ich mich ja um die verbliebenen.
    Was mir auffällt: in den ersten beiden Jahren müssen Familien lernen, was es bedeutet in einem Verein zu sein - daher würde ich diese Diskussion vielleicht weniger an der Altersklasse, sondern an der Dauer der Vereinszugehörigkeit festmachen: im ersten Jahr lernt man sich kennen und weiss wie die anderen ticken und im zweiten jahr kommuniziert man was sich ändern muss und gibt die Chance sich anzupassen. Das gilt für Eltern und Kinder. Wer es dann noch nicht kapiert hat und sich dann noch nicht zum Fußball orientiert, der solltest eben in der Planung entsprechend berücksichtigt werden. Ich habe solche Kinder und Familien auch im Verein und auf der Liste, aber die sind für mich eben Luft und ich renne da auch nicht hinterher. Im Gegenteil: Für nächstes Jahr habe ich 20 Kinder auf der Liste, aber da ich mich dabei auf nur 4 einigermaßen verlassen kann und auf nur 8 ordentlich Verlass ist werde ich um 2 Kinder versuchen aufzustocken. Die anderen sollen ruhig solange zufrieden Beitrag zahlen - ich mach da keinen Druck.

    Kinder integriert man am besten so: "Hey, geil, dass ihr da seid! Herzlich willkommen, lasst uns kicken und Spaß haben!"


    Fertig.


    Und ja: Fertig! Alles andere sind Befindlichkeiten von möchtegern-Erwachsenen. Und solche pipi-befindlichkeiten kannste ignorieren. Wenn Du jetzt betroffen bist, dann fang an nachzudenken. Hoffe du gehörst zu den entspannten und offenen.

    Also es geht um die Gestaltung eines Trainingstags. Nur ein Tag und dann Sonntag ein Spiel.
    In der Vorbereitung.


    Physisch: Mach Sie am Samstag richtig platt und fordere ungeachtet dessen am Sonntag das Maximum. Der Körper wird sich das merken und reagieren. Sowas macht man aber höchstens 2 mal pro Saison sonst wird das gefährlich!
    Aber achte auf Fussballerisch sinnvolle Intervalle. Also kein Marathonlauf oder so ;)


    Mental: kommt darauf an was sie drauf haben. Wahrscheinlich kommst du am weitesten wenn du den Jungs viel zuhörst. Dafür musst du ihnen viel Gelegenheit geben zu reden.

    Ergänzung:
    Die zwei Antworten vorher entstanden während ich tippte: ich gestehe dem TE zu, dass Reden mit dem Trainer sinnlos ist. Oft ist es eine natürliche Reaktion pädagogisch sinnvoll vorzugehen. Jedoch glaube ich auch, dass es viele Leute gibt, die einfach weg müssen. Gerade im kifu. Und der TE so einen vor sich hat, dann nutzt Reden einen Scheiss.
    Wichtig ist die Alternative Lösung zu haben.
    Sorry, wenn ich gart schreibe, aber inzwischen kenne ich viele Menschen.

    Man kümmert sich um eine funktionierende Alternative! Punkt.
    Jemanden zu chassen ist einfach. Dann stehtvdas team ohne Trainer da. Das kann nicht das Ziel sein.
    Also Lösungen bieten.
    "Hallo Verein, das ist unser Trainer, mit dem werden wir ab sofort trainieren und das mavhen wir auch gerne in einem anderen Verein." Easy as that.
    Dann dem Trainer die Lösung klar machen.


    Aber nörgeln ohne Lösung, oder zu erwarten andere lösen das Problem ist immer <X .

    so wie du @Manndecker hab ich den Text von @Butze auch gelesen.
    Teamsport vs. Selbstoptimierung?
    In unserer Gesellschaft trifft man mehr und mehr Selbstoptimierer und diverse Antisoziale Varianten und Abspaltungen davon. Es ist schwer diesem zu entgehen.
    Ich versuche einfach mit allem was ich für das Team mache, die entsprechenden Werte für ein angenehmes Miteinander vorzuleben. Mehr kann da kaum getan werden.
    Leider sieht man von Ronaldo nie seine Rede in der Kabine nach dem EM-Gewinn, sondern immer nur das ego-zeug. Der wahre Leader kann nur im Team existieren und nicht allein und genauso die teamplayer. Der Einzelkämpfer ist halt eher so der Leader ohne Follower.

    Mein Sohn war 3 mal beim Training als Ende Oktober der Trainer nach einem Streit mit der Abteilungsleitung den Verein verließ und "seine" Mannschaft komplett mitnahm. Übrig blieben 11 Neulinge von denen die Hälfte schon ein Turnier erlebt hatte. Bis das alle geschnallt hatten, war es Dezember und ich war Trainer. Mein erstes Spiel war ein Hallenturnier und mir erging es wie im thread zuvor: Der Erfahrungsvorsprung der anderen Teams war enorm. Ich erlebte wie schwer es ist 11 u5/u6/u7-Knirpse im Zaum zu halten und erlebte zum ersten Mal bewusst wie das von allen Seiten gebrüllt wurde - das ist mir bisher nicht im Ansatz klar gewesen, wie da mit Kindern umgegangen wird! Und ich habe direkt beim ersten Turnier gelernt, das Positionsfußball spaß- und sinnfrei ist in den unteren Altersklassen, denn ich hatte natürlich Verteidiger und Stürmer eingeteilt. Umgehend wurde mir klar, was es bedeutet, wenn Du zu einem 6-jährigen sagt "Du bleibst hinten" - festnageln und festkleben hätte die selbe Auswirkung gehabt :) Und egal was ich versuchte den Kindern klar zu machen: sie haben alles anders interpretiert.
    Bedauerlich nur, dass ich die meisten Erfahrungen dieser Art direkt als Trainer sammelte und nicht schon vorher. Ich glaube in den ersten Wochen und Monaten bin ich ein grauenhafter Trainer gewesen - aber irgendwie besser als gar keiner.
    Mit mir zusammen hatte noch ein anderer Papa den Job übernommen - ähnliche Grundvoraussetzungen, jedoch im Gegensatz zu mir noch nicht mal Fussball- und Vereinserfahrung aus der eigenen Kindheit. Das bedauerliche: während ich mich weitergebildet habe, Kurse besuchte, in Nezwerken diskutierte, Test machte, Bücher las, mich in das Verbandsregelwerk einarbeitete und alles kritisch hinterfragte stagnierte er und tat nichts dergleichen. Somit ist er immernoch mit unangemessenem Gedankengut und mit Bundesligafernsehlizenz unterwegs. Zum Glück beendet er nun seine Trainerkarriere. Ohne diese ersten Augenöffner nachdem ich ins kalte Wasser geworfen wurde, wäre es mir vielleicht genauso ergangen - wenn ich mir vorstelle: hätten wir von September an ein konstantes Team gehabt, wir hätten am ende mit unserer Doofheit auch noch vieles gewonnen und die Kinder hätten am Ende trotz uns Volldeppen als Trainer auch noch das kicken gelernt, dann wäre ich eventuell noch heute so!
    Im Prinzip muss ich sehr dankbar sein, für diese unruhige erste Phase mit meiner Mannschaft!

    Beim Training ist Sie bei den Technischen Übungen und alles was mit Technik insgesamt zu tun hat eine der besten und sie hat dabei auch ein riesen Spaß.Es geht wirklich nur um die Spiele beim Training. Ich habe letztens mit ihr darüber geredet , sie meinte die Jungs nehmen das Spiel nicht so ernst und würden nur rumalbern. Im Stützpunkt hingegen würden die besseren Jungs sie schlicht ignorieren .

    Deine Tochter ist 10. Die jungs dann wohl auch 10 oder 11. Kann es sein, dass dieses von Deiner Tochter erwähnte Verhalten dem aktuellen geschlechtsspezifischen Entwicklungsstand entspricht?
    Für mich klingt das schlüssig, auch wegen deiner Beobachtungen im Trainingsspiel.

    Kann es schlicht sein, dass manche einfach doof sind? Ich habe das Gefühl Ansagen werden einfach ignoriert. Oder wollen die Eltern mit gezieltem Anti- Verhalten dem Trainer einfach nur sagen, dass es ihnen egal ist ob oder wo ihr Kind spielt? Aktueller Anlass meines Frustes sind 2 Begebenheiten:
    a) Eltern und Trainer wollwn unser Turnier absagen weil "nur" 5 Gastmannschaften zugesagt haben. Es würde sich nicht rentieren! Da bekomme ich das würgen! Den Kindern das Turnier zu rauben, weil man nicht genug Kohle zu scheffeln glaubt und es dann lieber absagen will!!
    b) Ich bin seit geraumer Zeit nur 50% Trainings da. Mein Co auch. Aber es ergänzt sich super, sodass nie Training ausfiel. Wir haben auch eine Software, mit der man eine Absage am Smartphone mit 2 klicks machen kann: Autologin.klick.klick. Fertig.
    Es kann mir keiner erzählen, dass das mit whatsapp schneller geht: Autologin, Satz tippen. Grussfloskel. Fertig. Das dauert länger! Und ich sage permanent: Nutzt das tool und nicht whats app, weil sonst nur ich die info habe und nicht mein co! Diese Woche wieder: bin auf Reise im Workshop und eine Absage nach der anderen zum Training kommt an. Sind denn einfach alle nur hohl oder ist das gezielte Sabotage und Verarsche? <X

    Das geht auch, klar. Wichtig ist die Mitbestimmung. Und natürlich das richtige Augenmaß.

    Jeden Zipfel Schatten ausnutzen. Sonnencreme dabei haben und wassereimer.
    Die RedePhasen an denen wir zusammen sitzen werden erweitert, das training 5 min verkürzt. Viele trinkpausen. Und einfach darauf achten, dass es kein Gesundheirsrisiko wird. Das ist bei mir alles. Keibe Sonderbespaßung, sondern angepasstes und angemessenes Fussballtraining.