Beiträge von totog

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    Ich sehe hier auch keinen Zusammenhang zwischen FPL und Turnierrunden? In den FPL Regeln, das sind ja nur 3stk, ist nirgends aufgeführt das es keinen Erfolg geben darf.


    Hier werden in meinen Augen zwei Dinge vermischt.


    Das eine ist die FPL mit Zuschauer-, Trainer- und Schiedsrichterregel. Hierbei wird aber nicht untersagt das dennoch auch um Erfolge gespielt werden darf. Denn genau das ist auch einigen Kindern wichtig (und nicht nur dem Trainern). Anders kann ich mir viele Tränen auf dem Bolzplatz nach Niederlagen gar nicht erklären. Und auch das können Kinder unter sich (ohne SR) lenken.


    Auf der anderen Seite möchte auch der DFB in seinen Richtlinien eine "Ausbildung für alle ohne Erfolgsdruck" und es werden bei den kleinsten keine Tabellen geführt. Dies aber nicht Bestandteil der FPL sondern ein eigener Baustein. Hierbei ist es natürlich zweifelhaft wenn NLZ's bereits Mannschaften in dem Alter führen. Ich kenne aber zugegeben auch keine. Natürlich unterhält der Verein welcher auch das NLZ führt eine G-Jugend und viele Eltern stecken ihre Kinder auch dort hin da Sie bessere Chancen für ihren Sprössling erhoffen. Aber eigentlich ist diese Mannschaft nicht Teil des NLZ.


    Generell werden ja auch Turniere mit Gold, Silber und Bronze Runden dem Anspruch gerecht ausgeglichene Gruppen zu schaffen. Warum im Dorfturnier nun mit Bayern München's G-Jugend (welche dann 3std Anreist) werben muss bleibt fraglich. Ich gebe aber auch zu das ich mir ab der D-Jugend gerne Turniere mit Namhafter Besetzung ansehe. Wenn hier eine zweite Gruppe mit Ortsvereinen spielt finde ich dies eine Klasse Umsetzung des Veranstalters. Leider gibt es hier nur ein Turnier in der Altersklasse und diesem Modus.


    Gruß
    Torsten

    @Ersatzbank
    Ich sehe es wie du und muss zugeben das ich dies meinen Kids nicht so explizit mitgegeben habe. Der Artikel bezieht sich speziell auf Futsal. Hier ist das Sohlenspiel sicherlich die beste Variante also sicherlich auch für gewünschte Hallenerfolgen brauchbar. Womit ich dies nicht generell schlecht reden möchte. Mit Futsal Ball und Spielern welche sich auch schnell wieder auf Rasen umstellen können würde ich hier auch weiter ins Detail gehen.


    Ich sehe für meine "Dorfmannschaft" die Halle eher als Mittel zur Verbesserung der Technik und des Spielverständnisses. Viel Speielen, keine Löcher, Matten und Kästen, usw. Daher lasse ich Sie annehmen wie Sie wollen. Sehr gut finde ich aber das frei-laufen nach dem Abspiel. Denn genau das möchte ja auch draußen haben. Die vorgegebenen Positionen erleichtern hier speziell in der Halle die Orientierung.


    Gruß
    Torsten

    Das stimmt. Das Ziel ist aber genauso erfüllt. Entweder Mittig gehängt oder eben zwei an den Pfosten. Verglichen mit dem Preis der von dir aufgeführten Variante nehme ich die "Nachteile" gerne in Kauf.


    Zusätzlich haben ich der Einfachheit halber auch schon eine normale "Zauberschnur" (kenne keinen anderen Namen) verwendet. Zweimal Quer durch Tor und dann von oben nach unten und da an Stangen (oder auch nur deren Fuß) befestigt hast du die selben Zielzonen wie mit der verlinkten Variante. Dies habe ich auch schon unter dem Training aufgebaut um mehr Zielgenauigkeit einzufordern. Ist also sehr schnell aufgebaut und die Schnur hab ich sowieso immer in der Tasche.
    https://www.sport-thieme.de/Gy…-schn%C3%BCre/art=1260609



    Gruß
    Torsten

    Vielleicht nicht ganz so schicke Optik aber für Jugendtore brauchbar sind die "Planen" welchen mit den Aldi oder Netto "Gartentoren" geliefert werden. Ich habe hierzu mal in meiner Mannschaft gefragt und auf Anhieb 4stk aus den Kellern meiner Spieler bekommen. Die haben sogar ringsum alle Gummibänder mit welchen man Sie am Netz befestigen kann.


    Einzeln zum Kaufen hab ich diese aber noch nicht gesehen.


    Gruß
    Torsten

    Darum versuche ich den Jungs den Schiedsrichterposten so gut wie möglich zu ersparen. Dort kommen in erster Linie Spieler der Kampfmannschaft zum Einsatz. Wobei sich da die meisten ein wenig mehr zieren als meine Jungs.

    Wie beschrieben bis hoch zur D Jugend funktioniert auch das Pfeifen durch Juniorenspieler bei uns problemlos. C-Jugend pfeifen dann Trainer oder Spieler der Herrenmannschft und ab der B-Jugend fordert der Verband geprüfte SR's.


    Die meisten Juniorenspieler buchen das als positive Erfahrung ab und erkennen zum Teil auch das der SR es nicht immer leicht hat zu entscheiden.


    Gruß
    Torsten

    In der Halle ist es wegen der engen Taktung nicht so schön, aber es spricht nichts dagegen!

    Da gebe ich dir Recht. Ich hatte zugegeben auch die Halle nicht als FPL-Spiele auf dem Radar. Das gibt es hier bei uns leider nicht.
    Dennoch denke ich das sich die Situationen in denen man (pro Turnier) "Zwingend" Eingreifen und Erklären muss ja an einer Hand abzählen lassen. Zumal die Kinder ja bis zur Hallensaison auch schon eine Herbstrunde auf dem Feld gespielt haben. Bei uns (keine FPL in der Halle) es durchaus auch üblich das einfach der SR mal den kleinen erklärt warum er gepfiffen hat und was jetzt zu tun ist. Je nach Aufwand läuft die Zeit weiter oder er hält an.


    Ich hätte daher auch als Trainer keine Bedenken wegen der 1-2 Minuten. So eng sind Turniere ja normal nicht getaktet bzw. sollten Sie nicht sein.


    Gruß
    Torsten

    @Ersatzbank
    Was spricht den auch ohne Nettospielzeit dagegen dies zu tun?
    Soweit du dich mit dem anderen Trainer abgestimmt hast, was wohl bereits vor dem Spiel erfolgen muss, kann du ja durch den Spielleiter unterbrechen lassen und erklären. Kurz auf die Uhr geschaut und die Minuten hinten dran. Es geht ja um die Spielzeit der Kinder und wir haben auch schon Verletzungspausen oder anderes (Ball war im Bach und alle Kinder sind erstmal hinterher) in Absprache unter den Trainern pauschal hinten dran gehängt. Hierbei kann man sich aber auch unter dem Spiel kurz austauschen und abklären ob es für beide ok ist. Für Erklärungen zu einem Foul sollte das ganze ja möglichst zeitnah nach dem Foul erfolgen weshalb ich das vorher unter den Trainern absprechen würde.


    Gruß
    Torsten

    So gut ich die Idee einer Funino-Liga erachte so übertrieben empfinde ich diese "Technische" Umsetzung.
    Natürlich ist mir klar das BuLi-Vereine u.a. in Würfeln mit Audio und Visuellen Zielen arbeiten um die letzten Prozent herauszuholen. Ebenso sehe ich die Leuchtgürtel als "tolles" Event-Mittel z.B. im Rahmen einer Fußballschule. Vielleicht auch für Leistungszentren als Ergänzung. Aber für den "normalen" Sportverein ist diese System in meinen Augen deutlich übers Ziel geschossen. Veränderte Rahmenbedingungen kann ich auch als Trainer mit farblich markierten Toren und entsprechenden Farbkarten erzeugen. Dies wird für min. 80% der Kinder als erweiterter Impuls ausreichen wenn nicht viele sogar bereits überfordern.
    Es bleibt für mich also unrealistisch das dies eine weitere Verbreitung finden wird. Wenngleich die Nische Global betrachtet durchaus Marktpotential bietet (ohne mich direkt zu betreffen).


    Das Herr Lochmann nun dieses System als Erweiterung seiner Idee anbietet stört mich daher genau so wenig wie ein Angebot zur ViCo-Trainer Ausbildung von Hr. Nowak. Jeder Versucht aus seinem Weg das bestmögliche herauszuholen.



    Btw: Ich hätte am Wochenende im Rahmen unseres Hallenturniers versucht andere Trainer für einen Funino-Tag im Rahmen der Vorbereitung zu begeistern. Ich war überrascht wie wenigen Funino generell hier bei uns überhaupt nichts sagt. Obwohl alle Trainer bereits seit Jahren im Bereich F und E unterwegs sind. Meine Hoffnung auf ein erstes "Test-Turnier" im Frühjahr sind wieder rapide gesunken.


    Gruß
    Torsten

    Glückwunsch zum positiven Event. Ich denke das der Wohltätige Charakter zwar sicherlich geholfen hat aber die Ausrichtung und der Veranstalter hierzu den Hauptteil trägt. Du darfst also zu recht ein wenig stolz sein.


    Zur Zukunkft denke ich das sich zukünftig beide Arten von Events durchsetzen werden wobei hoffentlich die "freundschaftlichen" Events noch mehr werden.


    Wir selbst Veranstalten als Verein nun seit fünf Jahren ein Ähnliches Event, allerdings mit der klaren Ausrichtung für die Jugendkasse. Das wird aber auch entsprechend kommuniziert. Allerdings legen wir Wert darauf möglichst ausgeglichen Gruppen zu gestalten und "Verkaufen" das ganze Turnier als fünf Freundschaftsspiele in der größten Halle im Umkreis. Zusätzlich hat man auch die Möglichkeit mit Startgeldern, Eintritt und Siegerpreisen Einfluss zu nehmen. Wenn jeder das selbe bekommt (funktioniert bis in die D hinein) bleibt übertriebener Ehrgeiz auch meistens aus.
    Da wir nun einige Jahre Vorlauf haben spricht sich die entspannte Atmosphäre bereits herum und dieses Jahr hörte ich erstmals von anderen Vereinen in denen die Eltern einer E-Jugend den Trainer gefragt haben warum sie denn bei einem parallel stattfindenden Turnier starten und nicht bei uns?


    Zusätzlich finde ich es Klasse wenn du schreibst das C bis A Junioren das Wettkampfbüro mit Musik und Scoreboard übernehmen. Das ist bei uns auch der Fall. Funktioniert aber auch nur in der angesprochenen Atmosphäre da bei "Erfolgsevents" jeder kleine Fehler sofort mit Rufen und Pfiffen der Zuschauer geahndet wird. Bei uns ist es sogar so das bis zum C-Turnier Jugendspieler als Schiedsrichter fungieren. In der Regel unterstützt durch einen Älteren Trainer mit SR-Ausbildung oder durch geprüfte Jungschiedsrichter. Viele dieser Spieler sind im Frühjahr dann auch wieder bereit mal ein E-Junioren Spiel zu leiten oder später auch die SR-Ausbildung zu machen. Man kann hierbei den Jugendlichen einfach auch mal die andere Seite eines Turniers und einer Spielleitung zeigen.


    Ich persönlich (aktuell E und D-Junioren) fahre auf beide Events sehr gerne. Ich stelle aber auch fest das ich unterschiedliche Ansprüche an den Veranstalter stelle. Auf Freundschaftsevents bin ich auch gerne bereit z.B. Fehler im Kampfgericht oder Mängel in der Organisation freundschaftlich anzusprechen und selbst auch mitzuhelfen. Bei "Ergebnisevents" welche auch so verkauft werden (idr auch deutlich höhere Startgelder) erwarte ich in der Regel auch mehr. Klar werde ich hier nicht zu Pöbler sondern spreche Fehler normal an aber persönlich ärgere ich mich hier dann doch mehr. Final steht Qualität einfach auch im Verhältnis zum Preis, eine 3ct Wäscheklammer muss auch nicht das selbe bieten wie eine um 1€!


    Gruß
    Torsten

    Selbst in der E spiele ich nur bedingt mit festem Torwart. Ich habe zwar auch in zwei Mannschaften drei gute Torhüter die auch gerne "rein" wollen was Rotieren leichter macht aber selbst in der D spielt der TW nach Möglichkeit immer mal wieder draußen. z.B. im Spiel unserer beiden Teams gegeneinander gestern. Beide Torhüter spielten die 10min auf dem Feld durch.


    Argumente kann man leider immer nur anbringen wenn man angesprochen wird. Das "Hinterherum" kann man leider oft nicht beeinflussen.


    Gruß
    Torsten

    Hätte zwar auch in einige andere Threads gepasst aber ich denke hier ist es am besten aufgehoben: "Frustabbau"


    Folgendes ist uns (mir und meinem Trainerkollegen) in unserer D-Jugend widerfahren:
    Da wir in einen Spielerkader von 15 Kindern haben entschlossen wir uns bei unserem eigenen Hallenturnier mit zwei Teams anzutreten. Das ganze war als Belohnung für den guten Trainingsfleiß und auch als Optimum hinsichtlich der Nettospielzeit aller gedacht. Mit den Kindern wurde in Training darüber beratschlagt und eine Entscheidung pro getroffen. In den letzten Trainings wurde dann versucht zwei möglichst gleichstarke Teams zu bilden und so ging es gestern wie geplant ins Turnier.


    Zum Ablauf bleibt festzuhalten das ein Team leider eine "Krankmeldung" von einem der besseren Spieler verdauen musste und somit "nur" einen Auswechsel hatte. Das zweite Team spielte mit zwei Auswechselspielern. Das ganze Turnier war in Summe sehr sehr ausgeglichen und alle Spiele waren alle sehr knapp (max. 3:1 meistens 0:1/1:0). Damit ergaben sich für unsere beiden Teams in Summe 10 spannende Spiele in denen jeder Spieler gleichviel Spielzeit erhalten hat. Am Ende sprang für unsere Mannschaften der zweite und der dritte Platz von 6 heraus. Zugegeben erfüllte das uns Trainer mit etwas Stolz da wir im Sommer die Mannschaft übernommen hatten welche als D2 letztes Jahr kein Spiel gewinnen konnte und wir nun einen extrem Ausgeglichenen (und auch nicht schlechten) Kader haben. Zugegeben freue ich mich auch jetzt noch wenn ich bedenke wie sich viele der Jungs bis heute entwickelt haben.


    Bis hierher war auch alles in Ordnung, aber "leider" ist man ja beim Turnier des eigenen Vereins auch bei den Turnieren der anderen Jugenden eingespannt weshalb ich eben weiter in der Halle war. Hierbei wurde mir dann von einem meiner Trainerkollegen mitgeteilt das der Vater von einem meiner besten Spieler etwa zu Mitte unseres Turniers wütend die Halle verlassen hat weil er unsere "zwei Mannschaften" absolut nicht verstehen konnte. Nun wusste ich bereits das der Sohn mit einem Wechsel in den Ort seiner Schule liebäugelt und der Vater eher zu den ehrgeizigen gehört, aber damit hab ich absolut nicht gerechnet. Vor allem da es gegenüber uns Trainern bisher weder zum Wechsel noch zu den beiden Mannschaften auch nur ein Wort gab.


    Natürlich bin ich mir darüber im klaren das die D-Jugend nicht mehr das "Alter" der großen Rotationen ist. Umso stolzer macht uns das gesamte Turnier. Zusätzlich spielte der Sohn auch im Team welches zweiter wurde und auch mit dem "A-Team" haben wir geben den Turniersieger bisher immer verloren. Also was soll das ganze!?!?



    Generell bin ich der Meinung das man Spieler die sich "höherklassig" Ausprobieren wolle nicht bremsen sollte. Zumal der Spieler aus einem Nachbarort stammt und in dem Ort der Zielmannschaft zur schule geht. Da spielen sicher auch Freundschaften mit rein. Was mich aber ärgert ist dieses Gefühls- auf und ab als Trainer. Von Stolz aufs Team zu Ärger über den Vater gemischt mit "War es richtig?" Gedanken usw.


    Gruß
    Torsten

    @pd33
    Ich denke nicht das es das Ziel ist oder sein soll den Kommerz aus dem Fussball zu treiben. Vielmehr muss es eben darum gehen die "Parallelwelten" Profifußball und Dorfkick beide möglichst überleben zu lassen. Das z.B. eine Spielzeit am Wochenende nachmittags sehr interessant für beide ist steht außer frage. Aber der eine zieht dem anderen die Zuschauer weg. Es geht also darum die beste Lösung für beide zu finden. Und wenn dies ein finanzieller Ausgleich ist auch schön.


    Allgemein finde ich die Diskussion ob man sich nun erst Gedanken darum machen sollte was mit einer Aufstockung der Mittel gemacht werden soll,oder ob man zuerst fragt und dann überlegt, sehr interessant.
    Persönlich werde ich den Eindruck nicht los das es derzeit auf einen "Handel unter Banditen" hinausläuft. Klüngel und Freundschaft scheinen beim DFB ja durchaus mächtige Stellschrauben zu sein. Andererseits weiß jeder um die vielen schlecht wirtschaftenden Vereine und Spielergehälter in den unteren Klassen. Dennoch wird ohne vernünftigen Ansatz zur Verteilung, und sei es auch nur ein Modell-Entwurf, und Gelder gefragt. Für mich bleibt dabei ein etwas fauliger Beigeschmack und die Befürchtung schon zu wissen wohin diese Gelder, sollten Sie denn kommen, gehen werden.


    @let1612
    Deinen Hinweis auf die Bilanzen finde ich sehr interessant. Dennoch wird aus allem, zumindest für mich, nicht klar wohin die negativen Bilanzen gegangen sind. Denn wenn am Ende zig Millionen "verschwinden" können oder in Museen und Prestigebauten gehen können die Minus nicht allzu rot sein. Klar Papier ist geduldig aber am Ende ist es auch eine Frage von Budget. Wenn ich mehr ausgebe als eingeplant steht das Minus vorne, aber wie wurden die Gelder zugeteilt?


    Gruß
    Torsten

    Man darf sich nicht im "KleinKlein" verlieren, denn damit ist man ziemlich alleine!


    Eine Vereinigung der Amateurvereine war längst überfällig! (Amateurverein bestehen im Übrigen nicht ausschließlich aus Kreisklasse!)


    Hierbei gebe ich dir zweimal Recht. Mit "KleinKlein" verzettelt man sich und erreicht am wenigsten. Ich denke auch nicht das irgendwer nur die Kreisklasse als alleiniges Ziel angesehen hat. Zumal es ja gerade in Bayern im Amateurfußball noch viel tiefer (und auch höher) geht.


    Wenn du aber eine Vereinigung der Amateurvereine als notwendige erachtest (aktuell ist ja nur eine Interessengemeinschaft auf eher Regionaler Ebene) was wäre für dich die Punkte in welchen es das Gegengewicht zur DFL benötigt? Ausschließlich die Gelderverteilung einzubeziehen ist auch wieder viel zu kurz gegriffen in meinen Augen.


    Aufgegriffen wurden ja bereits
    - Spielzeiten der BL. - Weniger Zuschauer auf den Dorfplätzen aber gute Einnahmen der DFL (folgend auch Ausschüttung an die Verbände)
    - Generell erhöhte Zuwände an die Vereine ggf. mit Auflagen - Welche Auflagen könnten hier Sinnvoll sein? z.B. Jeder Verein braucht eine funktionierende Flutlichtanlage.
    => Somit könnte man unter der Woche abends spielen und würde der BL aus dem Weg gehen ohne das diese auf Vermarktung verzichten muss.
    - Zusätzliche Zuwendungen bei existierendem Jugendkonzept
    => hört sich den Ohren der Forumsteilnehmer vielleicht super an, aber wie soll die Einhaltung überwacht werden?


    Das Bestreben einer Vereinigung der Amateurvereine ist nun ja nicht ganz neu. Aber um ehrlich zu sein habe ich abseits der finanziellen Begehrlichkeiten noch keine brauchbaren Gründe oder Handlungsgrundlagen für eine solche gehört. Was sollte eine solche Vereinigung denn (Abseits des KleinKlein und des Geldes) erreichen?


    Gruß
    Torsten

    @TW-Trainer
    Zugegeben sehe ich es ähnlich wie du und sehe die "zu wenigen Fördermittel" nicht als Hauptproblem in den Amateurvereinen. Hier haben sich die von dir angesprochenen "Spielergehälter" viel mehr ausgewirkt als fehlende BFV-Gelder. Allerdings kenne ich durchaus Vereine welche keinerlei Spieler bezahlen und dennoch sowohl unter Geld- als auf Trainer- bzw. Offiziellenmangel leiden. Es mag also durchaus auch mit dem Umfeld und den Strukturen (der Gesellschaft?) zu tun haben.


    Dennoch finde ich einige, zugegeben nicht aus der Interessengemeinschaft angestoßene Inhalte sehr interessant. Warum den kleinen Dorfverein für nicht rechtzeitig eingetragene Jugendergebnisse immer gleich mit Geldzahlungen bestrafen? Auch da die 1std Frist für allein Tätige Trainer durchaus knapp werden kann. Warum nicht eher ein Belohnungskonzept einführen? Wobei ich ganz klar auch die Nachteile dieser Variante sehe.


    Ich denke einfach das es abseits der reinen TV-Gelder vieles gibt was den "kleinen" Helfen kann. Weshalb ich eine offene Diskussion anstoßen wollte. Was den einen in seinem Verein drückt sieht der andere ganz entspannt. Aber gibt es Dinge die in den meisten Vereinen falsch laufen oder Verbesserungen benötigen?


    Gruß
    Torsten


    P.s. was ich noch gar nicht untergebracht habe; VFR Garching und SpVgg Unterhaching sorgen zwar für große Namen und Gehör. Spiegeln diese aber auch die Belange der "kleinen" Vereine? Ich habe hier meine Zweifel.

    Hallo Zusammen,


    da die neuen Regelideen hier sehr offen und in normalem Ton diskutiert werden möchte noch ein anderes Thema ins Forum stellen. Aktuell gibt es hier in Bayern das Bestreben eine Interessengemeinschaft "Rettet die Amateurvereine" auf die Beine zu stellen. - siehe links


    Rettet die Amateurvereine - Ankündigung FuPa
    Bericht zur Gründung - PnP
    Mit Vereinsvorständen des VFR Garching und dem ehemaligen Präsidenten der SPVGG Unterhaching sitzen hier durchaus "Namen" am Tisch welche auch Gehör finden können (könnten?). Soweit bisher den Berichten zu entnehmen ist geht es in erster Linie um, wie soll es auch anders sein, die Verteilung der Mehreinnahmen durch DFL Erträge. Unabhängig davon ob nun dies wirklich das größte Problem der kleinen Vereine ist stellt sich aber auch hier die Frage wie sollte den eine gerechtere Verteilung aussehen?


    Hierzu gibt es auch einen Artikel mit interessanten Ansätzen. z-B- Weg von Strafzahlungen, hin zur Belohnung.
    Regiert Geld oder Bier die Kreisklasse - FuPa
    Persönlich bin ich hier hin und her gerissen. Einerseits interessant, andererseits Geld welches der Verein nie hatte tut vielen "auch nicht weh!". Damit meine ich das viele daher auch nicht zur Einhaltung der Regeln gebracht werden da der Weitblick oftmals fehlt. Leider. Die angesprochenen pauschalen 2Tsd pro Verein würden aber wohl oftmals auch nichts helfen.


    Mich würde hierzu interessieren welche Ideen ihr dazu habt. Wie könnten finanzielle Mittel gerechter verteilt werden? Und ist das Streben der Amateurvereine überhaupt vorrangig ein Finanzprobelm oder nicht vielmehr ein gesellschaftliches z.B. durch weniger Bereitschaft zum Ehrenamt?



    Gruß
    Torsten

    Am ende müsste man es, genau wie "ohne Abseits" einfach mal versuchen.


    Ich bin mir sicher das eigentlich alle der besprochenen Änderungen erhebliche Auswirkungen auf das Spiel hätten.
    - kein Abseits = vielleicht weniger Mauern und mehr lange Bälle / Vielleicht auch nicht um den tiefen Stümer gar nicht möglich zu machen
    - Handballähnliche Wechsel = sicherlich weniger taktische Grundordnung / vielleicht mehr taktische Varianten in einem spiel
    - Nettospielzeit = vielleicht weniger Zeitschinden /andererseits die Möglichkeit zu verschnaufen da die zeit ja steht
    - Einkick statt Einwurf = je nach Ausführung ggf. hunderte "Freistöße" Spiel
    - Zeitstrafen = Abschreckung ist möglich / aber auch gezielte taktische Konzepte für Unter-/Übrerzahl ist denkbar
    - usw. usv.


    Letzten Ende bleibt es für uns hier bei einer vielleicht Betrachtung. Zu einer Spielveränderungen würde wohl fast jede Regeländerung führen. Aber was mich hierbei eigentlich am meisten interessieren würde. Wer bestimmt eigentlich was "die Seele des Fußballs "? Diese soll ja laut Fifa und DFB immer bestehen bleiben. Aber der eine findet "Mauern" als taktisches Mittel und Herausforderung für den Gegner gut, der andere geht dann lieber Unkraut zupfen. was ist also gut und was muss unbedingt geändert werden?


    Am ende geht bei den aktuellen Diskussionen a) um Politik einzelner und b) schlicht darum wie ich das Spiel der neuen Geldmaschine XXL-WM anpassen muss. Weshalb ich der Meinung bin das ein Unentschieden und Verlängerung zumindest im Turniermodus wohl bald sterben werden. Ob das ganze dann ein Gehirn-Furz wie z.B. golden Goal ist und wieder geändert wird oder eben nicht bleibt abzuwarten.


    Gruß
    Torsten

    Das ist aber kein Problem der Sportart Fußball, sondern der gewerblichen Betätigung Fußball. Wobei den vermeintlich schwächeren Gegnern damit die Chance eingeräumt wird, den Spieler auf den Platz zu bringen, der gerade heute den Bayernstar am besten im Griff hat.

    Aber eben nur für diesen Bereichwäre diese Regel neu. Denn zumindest bei uns darf im Amateurbereich "beliebig" ein und ausgewechselt werden. Insgesamt dürfen 3 "neue" eingenwechselt werden und innerhalb dieser 15er Mannschaft darf beliebig aus und wieder zurück gewechselt werden.


    Alles andere halte ich auch im Profibereich für Augenwischerei. Denn wenn z.B. ein Herr Tuchel über die Belastung der Top 15 jammert frage ich mich warum er im nächsten Spiel nicht Nummer 16-20 aufstellt. Weil diese eben nicht in Team oder die Taktik passen oder eben im Moment nicht gut genug sind. Und eine 15min Pause für die "Stars" während der Partie macht nicht den Riesen Unterschied denn Vorbereitung und Regenerationsprogramm rund um den Spieltag bleiben in meinen Augen vergleichbar.


    Gruß
    Torsten

    Ich würde als erstes auf eine Regeländerung der Spielerwechsel plädieren, wie es z.B. Tuchel gefordert hat, gerade im Hinblick auf die hohe Belastung und die Balance im Kader wäre das sicher etwas bahnbrechendes.

    Hinsichtlich der Spielerwechsel sehe ich durchaus Potential. Allerdings stelle ich mir hier die Frage ob z.B. ein unbeschränktes ein und Auswechseln im Profibereich die Spiele nicht einfach für die "Finanziell stärkste" Mannschaft entscheiden würde. Bei einer Beschränkung muss sich jeder Spieler seine Kräfte einteilen und Haushalten. Wenn ich dann z.B. sehe was Bayern oft noch auf der Bank sitzen hat, Hölle. Wie sollte da ein "kleiner" Club dagegen halten außer durch absolute Defensive. Dieser hat schlich keine zweite Garde. Somit sehe ich die Kräfteverhältnisse weiter verschoben.


    Gruß
    Torsten

    Ich habe noch nie gelesen: "Tulmulte beim B-Jugend-Basketballlokalderby" oder "nach Fehlentscheidung: Eltern gehen auf Handballschiri los"

    Das ist jedoch ein Trugschluss. Ohne Beurteilen zu können ob es in anderen Sportarten mehr oder weniger ist kann ich hierzu folgendes berichten.


    Meinen ersten Trainerschein (BLSV) habe ich bei einem Verein gemacht welcher sowohl Basketball- als auch Handballjugend ausbildet. Da wir so einige Wochenende in den Hallen verbrachten haben wir zu einen einiges selbst erlebt und auch mit den Verantwortlichen gesprochen. Das sich ein SR nach einem Spiel erst einmal eine Stunde in der Kabine aufhält gibt es auch hier. Ebenso wie Rivalitäten zwischen Trainern welche durch die Teams ausgetragen werden, usw.


    Über motivierte Trainer und Eltern nur in den Fußball zu schieben ist sicherlich nicht richtig. Aufgrund der Masse der Fußballplätze und der Spiele ist es hier sicher häufiger. Ob es nun aber relativ mehr oder weniger ist mag ich nicht beurteilen.


    Gruß
    Torsten