Beiträge von totog

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    Ganz so abwegig finde ich Revilo's Idee nicht. Bei uns im Verein spielen ab der D-Jugend durchgehend Mächenmannschften. In meiner E- und in der F-Jugend haben wir derzeit erneut sieben Mädchen in den Kadern. Warum das ganze? Ich würde jetzt gerne schreiben weil wir so tolle Trainer sind, das ist aber leider nicht der Hauptgrund. In erster Linie liegt es daran das wir ein Dorfverein sind und gleichzeitig Ersatz fürs Kinderturnen, die Sportgynmastik oder was es sonst in den Städten noch alles gibt. Alle Kinder welche sich bewegen wollen (oder sollen) kommen daher zu uns. An uns liegt es dann oft diese für unsere Sportart zu begeistern und zu halten.


    Ich stelle aber bei vielen (den meisten) Mädchen fest das diese viel mehr Fokus auf die Gruppe als auf den Sport an sich haben. Hier lautet das Motto einfach "Bewegung mit Freunden". Ich denke mir daher sehr oft wenn die ein/zwei Leitmädchen morgen beschließen würden nun ins Volleyball zu wechseln wäre die Halbe Mannschaft dabei und ebenso glücklich mit dem neuen Sport. Natürlich gibt es auch Fußball verrückte aber deutlich weniger als bei den Jungen.
    Ob dies nun an fehlenden Vorbildern (Mutter hatte nie Bezug zum Fußball) oder anderem liegt möchte ich gar nicht beurteilen. Nur meine Erfahrungen einbringen.
    In die gleiche Kerbe schlägt auch dass meine Trainerkollegen aus anderen Vereinen, welche ein breiteres Angebot an Aktivitäten bieten, mir erzählen das eher selten Mädchen auf der Matte stehen. Woran das liegt steht für mich fest. Der Gesellschaftliche Status von Fußball ist für Mädchen geringer, weshalb die Freundinnen bereits in anderen Sportarten sind. In Kombination mit der "Bewegung mit Freunden" wird es dann eben nicht der Fußball sondern Tanzen, Volleyball oder anderes.


    Rivelo's Schlussfolgerung viele Mädchen spielen/spielten Fußball obwohl Sie vielleicht am Sport an sich wenig Interesse haben ist daher sicherlich etwas überspitzt aber auch nicht ganz von der Hand zu weisen.



    Gleichzeitig führt das oben beschriebene dazu das der Mädchenfußball sehr viel mehr gegen andere Sportarten konkurriert als es bei den Jungs der Fall ist. Nicht nur das für Mädchen ganz andere Sportarten als gängig angesehen werden, zusätzlich hat der Mädchenfußball sehr viel weniger vom "Gesellschaftsbonus" welchen er für Jungs besitzt.



    Gruß
    Torsten

    Freut mich zu lesen das euer Bestreben Früchte trägt und auch andere überzeugt. Ohne jedoch selbst in der Lage zu sein Funino als Runde zu spielen denke ich das die "normalen" Hallenturniere zum einen für die Kinder nicht schaden (Stichwort neuer Reiz) und aber auch den Eltern zeigen können das eure Kinder in der fußballerischen Entwicklung nicht hinter anderen stehen. Ich aber zwei Fragen:


    - Wie waren denn eure Ergebnisse bei den Hallenturnieren? Kann es sein die Eltern eher hohe Niederlagen gefürchtet haben? Oder denkst du es lag wirklich rein an der Spielform bzw. am Erfolgswunsch der Eltern?


    - Welche PopUp Tore verwendet ihr? Funino spielt ja eigentlich auf 2m Tore. Diese sind ja als PopUp ehe selten zu haben.


    Gruß
    Torsten

    Generell sehe ich in der Halle zwei "Gefahrenquellen".


    Das eine ist unbeaufsichtigtes (freies) Spielen und Toben an den Geräten oder im Geräteraum.
    Hierzu gebe ich meinen Kinder im ersten Hallentraining (und je nach Bedarf wiederholt) zwei einfache Regeln mit.
    a) Die Beine verlassen den Hallenboden nur wenn ich eine Übung aufgebaut habe und es angesagt ist.
    Das bedeutet keiner klettert an der Sprossenwand, den Stangen und Seilen oder auch nicht auf dem Mattenwagen usw.
    b) In der Halle wird nicht gebolzt und/oder mit Bällen gespielt welche ich nicht freigegeben habe.
    Fürs freie Spiel gibt es auch nur Schaumstoffbälle oder ähnliches. Fuß- und andere feste Bälle gebe ich selbst aus wenn das Training beginnt.


    Das zweite (und hierzu zähle ich auch deine Bedenken) ist Verletzung beim Training mit oder an den Geräten.
    Hierzu zählt bei mir z.B. auch die Gefahr gegen die Sprossenwand zu laufen da dies nicht in der Wand versenkt ist (alte Halle isso). Fürs Fußball handhabe ich es so das ich entweder Futsal spielen lasse oder mich selbst im Gefahrenbereich positioniere um ggf. zu warnen oder auch einzugreifen. Gefahren hinsichtlich der Übungen selbst sehe ich eigentlich nicht so groß. Klar kann etwas passieren wenn die Kinder vom Kasten springen oder anderes aber dann kommt eine Matte drunter und ggf. wird der Kasten verkleinert.


    Wichtig ist meinen Augen das man Übungen welche man selbst als Gefährlich erachtet gar nicht macht.
    Ansonsten handle ich nach dem Motto lieber nur einer in Bewegung als Chaos. Das gilt eben dann für diese Übungen. Wenn zwei und drei gleichzeitig unterwegs sind wird es meist Chaotisch und auch gefährlich. Bei Wettlauf Mann gg Mann habe ich allerdings noch nie erlebt das Kinder ihr Könne völlig falsch eingeschätzt haben. Im Gegenteil in der Regel schalten die Kids lieber einen Gang zurück. Und die Draufgänger können auch mal einen blauen Fleck ab.
    Für Spielformen mit Bänken usw verwende ich immer lieber Kästen. Die sind zwar nicht lang, aber die Gefahr des drüberfallens ist auch nicht gegeben. Hier habe ich es auch mal mit "Sicherheitszonen" vor den Bänken versucht aber das war mir auch zu gefährlich. Vielleicht mit einem zweiten Trainer welcher sich dann an den anderen Bänken positioniert.


    Gruß
    Torsten

    Unabhängig ob nun DFB, Turnerverband, Schwimmer, Handball oder anderes. Für eine "Förderfähige" C-Lizenz, welche ja unabhängig von der Sportart vom jeweiligen LandesSportVerband ausgestellt wird, sind ca. 120 Unterrichtsstunden erforderlich. Wie die jeweilige Sportart das dann ausfüllt bleibt zu großen Teilen Ihr überlassen.


    @Juno Wie hier schon angeführt ist es schade wenn sich jemand Weiterbilden möchte und kein Angebot findet. Alle Kurse welche mit deutlich weniger Stunden auskommen können aber alleinstehend auch nicht als C-Lizenz ausreichen. Es ist zwar durchaus möglich das entsprechendes Wissen in einer kompakteren Form vermittelt werden, eine finale C-Lizenz wird es hierzu aber nicht geben. Möglicherweise sind hier dann große Teile wie z.B. der SR Lehrgang eigenständig an anderer Stelle zu machen.


    Vielleicht kannst du die Teile ja verteilt über mehrere Urlaubsphasen abarbeiten, ich würde es dir wünschen. Generell bleibt aber auch festzustellen das du als Interessierte Trainerin sehr, sehr vieles auch ohne Schein erlernen und noch viel wichtiger, umsetzen kannst. Ein KFZ-Mechaniker Geselle ist auch nicht unbedingt ein guter Mechaniker und viele Laien sind sehr gute Mechaniker auch ohne Brief. Ebenso verhält es sich mit dem Lizenz-System.


    Gruß
    Torsten

    @addi73 Aber möchte nicht genau das von den jungen Torhütern? Aktive Teilnahme am Spiel ohne das Tor vollends aufzugeben? In den älteren Jahrgängen bin ich vollkommen bei dir. Ein gut Ausgebildeter TW kann durchaus über der Mittellinie mitspielen und ein Spieler kann absichern. Aber bei den kleinen ist das eher nie der Fall. Somit nehme ich den Torwart komplett aus dem Spiel. Was ich persönlich schade finde.


    @Revilo Danke für deine Antwort. Für den Herrenbereich sehe ich den Grund. Eine Anpassung auf Junioren steht hier eben noch aus.


    Gruß
    Torsten

    @Butze
    Ich sehe es wie du. Zwischen Futsal und Hallenfußball gibt es sicherlich auch sehr viel sinnvolles. ZUsätzlich bestätig sich hier mein Eindruck immer mehr das das große Regel-Chaos vorrangig beim "Bandenspiel" aufkommt. Ausrichter verzichten auf ordentliche Bälle, Regeln werde nach belieben gemixt, usw.. Sicherlich ist hier auch die jährliche Regeländerung des Verbands mit Schuld welche ja auch versucht die Futsalreglen möglichst überall anzuwenden. Allgemein habe ich aber schon den Eindruck das Futsal bei allen Turnieren sehr viel nähe am original Regelwerk liegt als anderes. Auch wenn es das von dir angesprochene Futsal-Light gibt. Die Abweichungen sind im Vergleich immer eher gering.


    Allerdings habe ich mir in den letzten Tagen immer wieder eine Frage gestellt die mir hier vielleicht beantwortet werden kann.

    Weshalb darf der TW beim Futsal (in der eigenen Hälfte) nur einmal angespielt werden?
    Ich gebe zu ich sehe es aus dem Blickwinkel F bis D-Jugend aber wollen wir nicht das der TW mitspielt? Gerade in der Halle kann man das sehr gut mit den Torhütern trainieren und Ihnen wird der Nutzen sehr schnell klar. Aber den TW zum Lauf über die Mittellinie aufzufordern hab ich mich jetzt noch nicht getraut. Gerade für die kleinsten finde ich sollte diese Regel (ähnlich der Rückpassregel) ausgesetzt werden.


    Gruß
    Torsten

    @Grätsche
    Ich finde die großen Tore nicht generell schlecht. Hallenfußball , mit Bande und großen Toren, gab es auch zu unserer Zeit. Es aber schlicht ein anderer Fußball als wir ihn auf dem Feld den Kinder Lehren möchten. Andererseits ist es auch eine Umstellung und somit ein Reiz den man den Kindern durchaus zumuten kann. Auch mit Hallenbällen kann man ordentlich schießen und es fallen wohl ähnlich viele Tore. Aber die Ballkontrolle ist schlicht einfacher und somit auch für schwächere möglich.
    In den letzten Turnieren wurde aber zusätzlich zu all dem noch mit einen normalen Ball gespielt und der kann in der Halle eben nur von guten Spielern wirklich beherrscht werden. In Kombination mit den Möglichkeiten der Bande und dem damit ständig hohen Gegnerdruck werden schlechtere Teams einfach noch zusätzlich benachteiligt. Deshalb richtet sich meine Kritik hier nur auf den Ball.


    Hallenfußball hat ganz klar seine Berechtigung, aber dann bitte (zumindest bei den kleinen) auch mit Hallenfußball. Ist ebenfalls schnell, es fallen ebenfalls viele Tore und dem Veranstalter bleiben ebenfalls ein paar Euros in der Kasse übrig.



    Persönlich bin ich zwiegespalten. Als AH Kicker spiele ich Hallenfußball durchaus gerne. Aber (trotz meines Alters) auch Futsal. Für die Kinder finde ich Futsal sehr viel näher an dem was ich meinen Kindern lernen möchte. Tehnik, Ballmitnahme, Passen, Freilaufen, usw.. Daher ist mir als Trainer Futsal lieber. Aber wir schon geschrieben ist etwas anderes nicht generell schlecht und ich fahre auch zu Bandenturnieren. Allerdings werde ich nächstes Jahr vorab fragen mit welcher Kugel denn gekickt werden soll (zusätzlich zur Regelauslegungsanfrage). Denn in diesen Punkten lassen viele Ausschreibungen einiges offen.


    Gruß
    Torsten

    Bisher habe ich mich hier sehr ruhig verhalten da ich, wie auch hier schon von anderen geschrieben, in der Regel vorher nachfrage nach welchen Regeln gespielt wird und daran meine Entscheidung treffe ob ich Anmelde oder nicht.
    Veränderungen welche zu Beginn des Turniers besprochen werden sind zwar auch hier möglich aber auch hier kann man auf die Information des Veranstalters verweisen.


    Was mich aber nach den letzten Wochen, mit mehreren Turnieren unterschiedlichsten Alters, noch mehr stört als das "Regel Verbiegen" bei den kleinsten ist die absolut Chaotische Regelauslegung und das Unwissen (oder ist es ein LMAA-Gefühl) vieler geprüfter Schiedsrichter.


    Ein paar Beispiele alles waren geprüfte SR's welche vonm Verband eingeteilt wurden.


    - B-Jugend Turnier (Futsal) bei welchem die drei SR's untereinander stritten wie denn nun die Rückpassregel beim Futsal zu handhaben sei. (Darf der Torwart nach Aus (Abwurf) nochmal angespielt werden? => Bis zum fünften Spiel wurde kein Konsens gefunden und es gab verschieden Auslegungen


    - F-Jugend (LKR-Meisterschaft) Turnier bei welchem nahezu jeder Anstoß zurück-gepfiffen wurde da er (angeblich) nicht nach vorne ausgeführt wurde. Im folgenden E-Turnier wurde dann die Ausführung wie im freien "nach hinten" erlaubt.


    - E-Jugend Turnier (Hallenfußball) bei dem es auf den Schiedsrichter ankam ob der Ball von Torwart (aus dem Spiel gefangen) über die Mittellinie gespielt werden durfte oder nicht. => Bis zum Finale gab es hier bei zwei SR zwei Auslegungen.


    - C/B/A-Turnier bei welchen ein SR nach Futsal pfeift. Also Grätschen abpfeift, auch kleinere Fouls ahndet usw. und der zweite "harten" Feldfußball als völlig o.K. betrachtet.


    Ich könnte noch ein zwei Beispiele aufführen aber ich denke das Problem wird ersichtlich. Wenn selbst geprüft SR nicht ordentlich geschult werden wie soll man dann bitte von Veranstaltern verlangen diese Regeln umzusetzen. Hier wäre in meinen Augen der wichtigste Ansatzpunkt denn wenn auf "ordentlich" geleiteten Turnieren nach Einheitlichen Regeln gespielt werden würde wäre auch der Auswuchs auf privaten Veranstaltungen nur halb so groß. Neue Regeln werden ja meist mit "das haben wir in XY auch so gespielt" vorgetragen.



    Zusätzlich möchte ich an dieser Stelle noch meinen Unmut über die, in meinen Augen, neuste Unart im Kinderfußball aussprechen. Bandenfußball mit normalem Feldball zu spielen. Ich bin mir durchaus im klaren das dies bei den Herren nun normal ist und auch von den Regeln erlaubt ist aber hierdurch werden besseren Teams weiter bevorzugt und gerade auf den großen Toren "gebolze" gefördert. Es gibt weiterhin Hallenbälle (auch ohne Filz) und wenn Hallenfußball dann Hallenfußball. Auch hier werden sich die besseren Teams durchsetzen jedoch erhalten auch schlechtere Spieler ihre Anteile. Und genau das sollte doch beim Kinderfußball das Ziel sein.
    Ich weiß das ich hier meine persönlich Meinung vertrete und bitte dies auch als solche zu Kenntnis zu nehmen. Aber wer ein Hallenturnier ausrichtet sollte die 25€ für einen Ball ja verrechnen können.


    Gruß
    Torsten

    Zwei Punkte von mir.


    Ob es üblich ist oder nicht kann ich nicht beurteilen. Das der Verein aber ein "Probetraining" möchte zeigt das er nicht gewillt ist die Kinder jedem anzuvertrauen. Das finde ich in erster Linie positiv. Ebenso ist es für dich und die Spieler eine Möglichkeit des Kennenlernens und wenn die Hälfte des Teams sagt "no way" wirst du in der Mannschaft auch wenig Zukunft haben. Das liegt allein am Alter der Jungs.
    Ich sehe es daher positiv für dich, den Verein und die Mannschaft.



    Wenn der Verein solch eine Weitsicht an den Tag legt und sich nicht nur vom Trainermangel treiben lässt liegt die Vermutung nahe das auch ein Ausbildungskonzept zu Grunde liegt. Wurde hierzu bereits etwas mit dir besprochen? Was sollst du mit der Mannschaft hinsichtlich der Herrenmannschaft trainieren und bist du dazu in der Lage? Oder hast du freie Hand?
    Diese Themen sind sicherlich interessant hinsichtlich der Übungsauswahl im Mustertraining. Obwohl bei die bin und eher bekannte Übungen machen würde (Achtung: Langeweile). Aber allein im Schlussspiel kannst du durchaus Bezug zum gewünschten Spielkonzept nehmen und zeigen das du dich darauf einstellst.


    Gruß
    Torsten

    Ich bin gespannt was du hier berichten kannst.


    Getrennte Gruppen habe ich auch ausprobiert. Bei selber Trainingszeit ging das aber gehörig schief. Die Unaufmerksamen haben sich in ihrer Gruppe derart hoch geschaukelt das am Ende auch wieder beide Gruppen gestört waren. Eine zweite Trainingszeit wäre hier für meine vielleicht eine Lösung aber dann ist die Mannschaft komplett zerrissen. Und Trainingszeiten sind auch keine frei.


    Sportcamp hört sich sehr interessant an. Ich habe mich auch bereits hier informiert als generelles Ausflugsziel. Wenn du ausreichend Betreuer findest ist das sicherlich eine Möglichkeit alle auf deine Seite zu holen und neue Erfahrungen zu vermitteln.



    Gruß
    Torsten

    @Ersatzbank
    Ich würde ja zu gerne mal gegen deine Kinder spielen. Bei uns ist es vergleichbar. Was in den anderen Vereinen nicht integriert wird kommt zu uns. Plus ein paar richtig gute Kinder, meist aus dem Ort, welche schon immer bei uns trainierten. Anders gesagt wer bei uns nicht integriert werden kann kommt hier nirgends dran.


    Für mich habe ich festgestellt das ein zwei Dinge sehr wichtig sind um alle Kinder "mitzunehmen"!


    a) Eine ausgiebige Tummelphase zu Beginn in der sich alle schon mal austoben können.Hier geht bis in die E hoch ein Fangspiel oder ähnliches. Hauptsache alle Laufen und können den Bewegungsdrang schon mal abbauen.


    b) Alle Übungen starten auf Level 0! Einfaches Zu-passen oder vergleichbares. Von hier aus wird zwar dann schnell gesteigert, wer aber nicht weiter zuhört macht eben weiterhin Stufe 2 oder 3 während die anderen bereits 6 oder 8 machen. Hat den Vorteil das die Übung mit 1 bis max. 3 Sätzen ins Laufen kommt und ich alles weiter wieder mit sehr kurzen Ansagen erweitern kann. Zusätzlich merkt man schnell wann es einfach zu viel wird. Hier spielt ja auch immer etwas die Tagesform aller hinein.


    Gruß
    Torsten

    Erfahrungsbericht 2.0:


    Da für meine E-Jugend in diesem Monat Koordination im Vordergrund steht hatte ich mir gestern die Wahrnehmung und Orientierung auf die Fahnen geschrieben. Der Grobe Ablauf in der Halle sieht in der Regel immer gleich aus. Zu Beginn Einstieg und Schwerpunkttraining, je nach Anspruch und Organisation 30-60min, anschließend ausgiebig und möglichst freies Fußballspielen.


    Gestern waren insgesamt "nur" 10 (später elf) Kinder im Training.


    Nach der normalen "Tummelphase" vorm Training (wir sind die ersten und ich bin in der Regel schon 30min vorher in der Halle) mit Musik und 4-5 Bällen in der Halle erfolgte der Einstieg mit einen Passspiel zum Schwerpunkt Wahrnehmung.


    1a) Spieler wurden in drei Teams aufteilt (verschiedene Leibchen) und jedes Team erhielt einen Ball.
    Da ich das Volleyballfeld nutze gab es zu Beginn eine Fläche von 9x12m in welcher die Kinder sich bewegen und im Team den Ball zuspielen mussten.
    => Klappte sehr schnell und gut und wurde auch bereits auf ein kleineres Feld 9X9m gesteigert.
    1b) Selber Ablauf wie zuvor allerdings gab es einen zweiten Ball für jede Gruppe welcher innerhalb des Teams zugeworfen wurde(Futsal für den Fuß und normaler Ball für die Hand). Feld zum Einstieg wieder 12x9m.
    => wurde auch ziemlich schnell gesteigert auf 9x9m.
    1c) Nun gab ich eine Farbabfolge (Grün/Gelb/rot/Grün) vor welcher mit dem Ball "abgepasst" werden musste. Feldgröße wurde immer auf 12x9m gehalten.
    => Auch die funktionierte erstaunlich schnell und gut. Begonnen haben wir mit einem Ball. Im Lauf der Übung haben wir immer neue Bälle hinzu gegeben bis insgesamt 4stk Bälle mit den Füßen zu gepasst wurden. (Höher Kontaktzahlen). Als letzte Steigerung wurde zusätzlich noch ein Schaumstoffball eingespielt welcher in der selben Reihe geworfen werden sollte. Hierdurch war mit mit den dann drei Bällen und Werfen erkennbar das wir nahe an der Überforderung einiger Kinder agierten und wir habe die Übung nur noch kurz angeschnitten.


    Als Verschnaufpause, bis hier hatten wir ca. 15min Denksport betrieben, gab es anschließend eine Trinkpause und eine Runde "Ballweg-Spiel".
    Im zweiten Block habe ich nun auf die "Nummernübung" von @AKjfv gewechselt und war begeistert.


    2a) Begonnen wurde nach dem durch zählen mit einem Ball "Aufsteigend" zugepasst.
    => Nachdem der Ablauf bekannt war haben wir erneut die Anzahl der Bälle und somit die Wiederholungszahlen gesteigert.
    2b) Nun wurde zusätzlich ein Softball in die Hand gegeben welchen "Absteigend" zugeworfen wurde.
    => Nachdem ich meine Begeisterung wie schnell das Funktionierte wieder eingefangen habe wurde bis auf drei Futsalbälle (Passen) und zwei Softbälle (werfen) gesteigert. Leider hatte ich kein Handy zum Filmen dabei. Daher müsste ihr meinem Wort glauben das es echt gut funktionierte.
    2c) Die Königsaufgabe zum Schluss: Ohne erneutes Durchzählen oder Aufstellen forderte ich das ein Fußball alle geraden Nummern und der zweite alle ungeraden Zahlen aufsteigend durchlaufen sollte. Bis zu dem Zeitpunkt waren wir nur 10 Kinder weshalb der zweite Ball erforderlich war. Auf die Verwirrung der Kinder wer denn nun wen anspielen muss gab ich nur den Tipp sich mit seinem Folgemann abzustimmen wen er denn spielen musste. Im klaren Bewusstsein das dieser ja eigentlich sein Aufmerksamkeit bei der anderen Gruppe (gerade/ungerade) hat.
    => Ganz den Erwartungen entsprechend brach nun das absolute Chaos los. Das war aber auch gewünscht und ich wollte sehen wie die Kids das lösen. Und siehe da noch etwas Zeit wurde es wieder deutlich leiser in der Halle und die Bälle begannen sich gezielt zu bewegen. ganz zum Ende habe ich auch wieder den "Wurfball" in Spiel gebracht welcher "Aufsteigend" zugeworfen werden sollte. Ziel war es die Gruppen wieder zusammen zu bringen bzw. den Fokus von der eigenen Gruppe wieder auf die gesamte Menge zu holen.


    Nach einer weiteren Pause wurde dann Funino auf Kastenteile im 4gg4 bzw 4gg3 gespielt (nun waren es 11 Kinder).
    - Das Team welches Pause hatte bekam nach der Trinkpause eine Passübung im freien Teil der Halle. Die wurde so auch von allen Kindern durchführt und es entstand keine lange weile.


    FAZIT:
    Ich muss zugeben das ich ziemlich begeistert war wie schnell die Kinder alle Übungen umgesetzt haben. Man merkte aber auch das die reine Wahrnehmung 1a bis 1c noch um einiges schneller umzusetzen ist und auch etwas weniger Konzentration erfordert. Dennoch fand ich es als Einstieg in die "gemixt" Übungen nicht schlecht. -Kaum Erklärungen notwendig, viele Ballkontakte, Grundablauf ist anschließend schon bekannt.
    Zu den "Nummern" Übungen kann ich sagen das es den Kindern schon einiges abverlangt. Obwohl es wirklich gut klappte merkte man nach den beiden Übungen (knapp 30min einschl. der Pause) das die Kinder "fertig" waren. Ich denke auch das hier die Aufmerksamkeitsspanne einer E-Jugend schon ziemlich ausgereizt ist.
    In Summe denke ich war es gutes Training zu einigen koordinativen Fähigkeiten welche man sonst deutlich weniger Anspricht.


    Gruß
    Torsten

    Das wäre sicherlich eine gute Möglichkeit gewesen. Generell war aber der Anspruch mit siebe Beteiligten eher noch zu gering. Da ist bereits vor der Ballannahme die beinahe volle Orientierung gegeben. Sowohl von Empfänger als auch vom vorherigen bzw. nächsten.


    Ich finde die Übung aber dennoch Klasse und werde Sie weiter mal einbauen. Wollte nur meine ersten Erfahrungen schildern.


    Gruß
    Torsten

    Ich habe gestern erst wieder eine Abwandlung der beiden hier vorgestellten Übungen mit unserer D-Jugend durchgeführt.


    - Einstieg war die bekannte Übung auf vier Tore mit Umschaltspiel (Punktezählen nicht vergessen)
    - Anschließend habe ich mich mit zwei Leibchen zwischen zwei Tor positioniert und immer während des "Einlaufens" der Verteidigers eine Seite markiert. Diese gab entsprechend zwei Punkte für den Angreifer bzw. sollte verstärkt verteidigt werden.
    => Zu Beginn ließ ich die Übung nur auf eine Torseite laufen sodass eine Mannschaft Angreifer und eine Verteidiger war. Beide starteten gleichzeitig. Nach dem zweiten Durchlauf (jede Mannschaft war mal Angriff und einmal Verteidiger) stellte ich auf beide Torlinien einen Trainer welcher immer ein Tor markierte.


    Hintergrund war für mich das der Verteidiger sich mit einem Schulterblick zusätzlich kurz organisieren musste um möglichst wenige Punkte zuzulassen. Gleichzeitig wurde ein bewusstes "Ab drängen" erzwungen.


    Im großen und ganzen lief das ganze überraschend schnell und gut. Ich hätte mit der zusätzlichen Orientierung deutlich mehr Chaos erwartet. Immerhin ist alleine das Umschaltspiel durchaus fordernd. Wichtig bleibt aber hier den Kindern auch immer wieder ihre Verschnaufpausen zu gönnen. Leider hatte ich gestern nur 6 Spieler plus zwei Trainer. Somit waren die Wiederholungen nahezu ohne Pause. Andererseits ist der Ball in der Halle schnell wieder da.
    Wir haben es gestern dann so gehandhabt das wir nach 4 bzw. 5 Durchgängen pro Spieler eine Pause eingefügt haben. Da waren die Jungs auch immer ziemlich außer Atem.


    Gruß
    Torsten

    Kurzer Erfahrungsbericht u gestern:
    Nachdem aus unserem 12 Mann Kader leider nur 6 Spieler zum Training kamen funktionierte das Farbenspiel mit mehreren Mannschaften natürlich nicht mehr. Auch meine Überlegungen zur Gruppengröße waren obsolet.


    Also haben wir Nummer 1 und 2 von Akjfv's Übung versucht. Mit mir waren Sieben Spieler beteiligt. Das ganze ist ziemlich fordernd und es war auffallend das vor allem nach längeren "Laufzeiten" ohne Unterbrechung Fehler hinzu kamen. Das ganze lag wohl schlicht an der Konzentration. Somit kann ich die Übung nur empfehlen. Folgende Punkte sind bei mir noch aufgefallen:


    Positiv:
    - Zusätzlich zur Konzentration wird der Blick zum Passempfänger unumgänglich
    - Je nach Spieler Anzahl und "Raumgröße" lässt sich der Anspruch der Übung sehr gut Steuern


    Negativ:
    - Bei meinen Jungs war es sehr schwer die Kinder in Bewegung zu halten. Ohne Eingreifen fand sich immer wieder eine Passstaffel welche fast aus dem Stand erfolgte.


    Ich werde diese Übung aber ganze klar in meinen Katalog aufnehmen und versuchen wie weit ich bei den nächsten Wiederholgen komme.



    Gruß
    Torsten

    Frage die sich mir hierbei stellt und die ich gerne an die weitergeben möchte die dies schon durchgeführt haben.


    @AKjfv schreibt von 15 Spielerinnen. Ist mit so vielen nicht eher langweilig da ja nur jeder 15. Pass mich betrifft (7,5te bei zwei Bällen)? Wie ist hierbei eure Erfahrung?
    Meine Überlegungen sind das es mit steigender Gruppengröße sicherlich, wie geschrieben, weniger eigene Aktionen gibt, das "Chaos" aber entsprechend größer wird (30 paar Füße welche sich bewegen). Daher denke ich das eine zu kleine Gruppe das ganze fast "Anspruchslos" werden lässt.


    Wie sind eure Erfahrungen zur mindest- bzw. maximal Gruppengröße. Da in diesem Monat der Schwerpunkt generell verstärkt auf Koordination liegen soll werde ich diese Übungen heute in der D-Jugend beginnen und auch mit in die E-Jugend tragen.


    Geplant ist der Ablauf :
    vom Bekannten = Drei bis vier Mannschaften in einem Feld (verschieden Leibchen) welche sich den Ball im Team oder in einer bestimmten Farbabfolge zu passen. Diese Übung kennen Sie bereits und das klappt auch mit mehreren Bällen pro Team bereits sehr gut. (Normal gehen wir hier dann in eine Spielform "6gg3 auf Ballhalten" oder ähnliches)
    zum Neuen = hier möchte ich nun die Zahlenkette aufgreifen. Im Unterschied zu vorher habe ich aber eben entsprechend weniger Einzelaktionen pro Spieler was mich noch etwas verunsichert.



    Gruß
    Torsten

    @AKjfv
    Das hört sich Top an. Mal sehen wie unsere Jungs das ganze umsetzen können. - Wird ausprobiert und berichtet.


    Zusätzlich zu den "Denkaufgaben" empfinde ich derartige Übungen als sehr, sehr gut hinsichtlich der Raumübersicht. Alles wobei "Ordnung ins Chaos" gebracht werden muss hilft unseren Jungs hier merklich weiter. Bisher habe ich allerdings eher auf die Wahrnehmung von Farben und Akustik gesetzt. Z.B. drei Teams in einem Feld und Zuspiel nie zur eigenen Farbe oder ähnliches.


    Kleiner Erfahrungsbericht am Rande.
    In den letzten Wochen habe ich in meiner E-Jugend vermehrt Coerver und ähnliches im WarmUp oder in den Übungen verpackt. Am Wochenende war ich dann bei einem E1 Turnier dabei wo meine kleinste Spielerin, welche normal immer versucht denn Ball möglichst weg zuschießen, drei Gegner durch einen "Rückzieher vorm eigenen Tor ins leere laufen ließ. Ob dies nun taktisch klug war sei dahingestellt aber ich hätte das auch in "Gänsehautmoment" Fade stellen können. Es ist einfach schön zu sehen wenn die Kinder sich trauen das neue umzusetzen.



    Gruß
    Torsten

    Die Spiele waren als Leistungsvergleiche angegeben. und sind somit in den Bereich Freundschaftsspiele zu setzen. Das es sich hierbei generell um ein anderes Spiel und Umfeld und Erwartungen handelt ist mir bewusst. Dennoch fand ich es erstaunlich da selbst Dorfvereine für D-Jugend Freundschaftsspiel einen SR gestellt bekommen.


    Zum Thema Charakter gebe ich dir Recht. Wobei ich erst am Wochenende wieder das Erlebnis hatte das man auch im Erfolg Charakter erkennen kann. Hier hat sich eine E-Jugend Trainer eines nahen Regionalliga Vereins bis zum Finale allen Spielern und Trainern gegenüber sehr freundlich und nett verhalten. Mit dem Abpfiff des Finales aber fing er an überschwänglich zu feiern und zum Teil auch Spieler der gegnerischen Mannschaft zu betiteln. Dabei war das Finale nicht mal knapp.


    Ganz klar, ich weiß nicht was vorher war, welchen "Druck" der Trainer von Eltern und Verein hat, und, und, und. Aber dennoch finde ich das so etwas sehr viel aussagt, trotz fehlender Niederlage. Allgemein wollte ich auch eben darauf hinweisen das FPL schlicht nichts mit Tabelle oder Ehrgeiz zu tun hat. Je nach Einstellung und Vorbild kann durchaus beides funktionieren. Aber es bleibt eben auch festzuhalten das eine Tabelle und entsprechende Spiele "Erfolgstrainer" und "-Eltern" eher anziehen. Weshalb die Verbindung durchaus Sinn macht. Aber eben nicht zwingend zusammenhängt.


    Gruß
    Torsten

    @Ersatzbank
    Über das Thema Spielnähe lässt sich hier sicherlich streiten. Generell finde ich aber das es gerade zum Thema "Bewegung erschaffen" sehr gut passt.


    Gemacht habe ich die Übung bereits bei der D-Jugend und in der E-Jugend um das "Prinzip des Positionswechselns" zu veranschaulichen. In der D Jugend bin ich dann sehr schnell in eine Spielform 4gg2 (später 4gg3) übergegangen wobei Pässe nur in den Angegebenen Räumen angenommen und gespielt werden durften. Haben wir auch bereits mehrfach gespielt und klappt sehr gut. Mein Augenmerk lag hierbei meistens auf dem Passspiel. Ich habe es aber auch bereits für die Abwehr (zustellen der Passwege) gespielt.
    In der E-Jugend blieb es bisher bei der "Reinform" um eine generelle Aufteilung der Halle und ein Freilaufen nach dem Passspiel einzufordern. Hier ging es danach immer ins freie Spiel mit Fokus auf Raumaufteilung und Freilaufen.


    Die Qualität in Form von Spielnähe der DFB Trainings kann man sicherlich verbessern. Die Grundideen sind, wie auch hier, aber oft sehr gut. Und sturres "Nachmachen" wäre ja auch langweilig.


    Gruß
    Torsten

    @Goodie
    Diese Zweiteilung wurde mir auch erst in den Diskussionen hier klar. Da es bei uns ähnlich ist und die Abschaffung der Tabellen mit der FPL kam. Allerdings habe ich in der Zwischenzeit auch schon Spiele zwischen NLZ's und /oder Auswahlmannschaften verfolgen dürfen und diese wurden zum Teil sogar in der D-Jugend noch nach FPL Regeln ausgetragen. Die Spiele welche ich verfolgen konnte wurden durchaus ehrgeizig von beiden Mannschaften gespielt, dennoch funktionierte die Regulierung der Fouls und das Fair Play erstaunlich gut.


    @TW-Trainer
    Natürlich gibt es auch in den "Leistungsmannschaften" schlechte Beispiele. Ehrgeizige Trainer und Eltern, klar. Und wie so oft steht und fällt auch der Erfolg der FPL mit eben diesen Personen. Ich muss aber zugeben das gerade die Trainer der "großen Vereine" und der NLZ's welche ich bisher beobachten durfte durchaus Eindruck hinterlassen haben. Die meisten erschienen mir zwar teilweise etwas streng zum eigenen Team (persönliches Empfinden) aber was die Regeln der FPL (wenn gespielt), den Umgang mit dem Gegner und deren Trainern und vielfach auch den Umgang mit den eigenen Spielern abseits der Spiele angeht ist mir hier selten erwähnenswertes aufgefallen.


    Bisher kenne ich die FPL auch nur in den Altersklassen bis zur E-Jugend. Daher war ich umso erstaunter als das NLZ in der D noch ohne SR agierte. Sicherlich ist dies aber auch die Ausnahme.


    Gruß
    Torsten