Beiträge von totog

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    Nun bin ich kurz davor, meinen Grundsatz zu brechen, alle Spieler gleiche Spielzeit.
    Ich kann dieses Kind (von Jahrgang G Jugend!!) nicht ruhigen Gewissens aufstellen und damit unnötig Unruhe in die Mannschaft bringen (die eh schon 3-4 schwächere durchzieht).
    Zudem denke ich, dass ich dem Kind auch überhaupt keinen Gefallen tue, es gegen teils 8 jährige Brocken aufzustellen und es somit komplett zu demotivieren und zu verängstigten.

    Generell sehe ich es wie @Libra; du als Trainer entscheidest (natürlich auch in Abstimmung mit dem Verein) wer spielt und wer nicht. Gerade im Dorfverein ist es aber eben auch nicht unüblich das Kinder aufgrund von Freunden lieber in anderen Mannschaften trainieren oder auch spielen wollen.


    Bei uns (ebenfalls Dorfverein) ist das System daher auch sehr offen. Wer mit trainieren will darf (soweit irgendwie vertretbar) auch mitmachen. Gerade da wir als Breitensportverein auch erst in der D mehr als einmal trainieren wird das auch gerne genutzt. Spieler aus der E trainieren in der D mit und Spieler aus der F auch in der E usw. In der Regel ist es auch so das die die mitmachen wollen auch jene sind die man guten Gewissens mitmachen lassen kann. Gespielt wird aber in der eigenen Jugend und anderes nur als Aushilfe z.B. bei Spielermangel. Feste Mannschaftswechsel gibt es nicht.


    Übertragen auf deinen Fall heißt das für mich das der Junge mit trainieren darf, aber in der eigenen Jugend spielt oder eben nicht. So habe ich derzeit zum Beispiel auch einen Spieler aus der C-Jugend der lieber mit seinen Freunden in der D trainiert, aufgrund fehlender Trainings aber eben auch in der C nicht mehr zum Einsatz kommt. Das ist für Ihn in Ordnung und nächstes Jahr geht er mit seinen Freunden in die C-Jugend.
    Persönlich denke ich das man im Training sehr vieles vereinbaren und arrangieren kann. Wahrscheinlich auch deinen Jungen mit einbeziehen. Der Spielbetrieb ist aber eine andere Nummer und hier ist er außen vor. Das Optimum welches wir gerne bieten würden hängt auch immer von den Eltern und den Rahmenbedingungen ab. Und wenn der Junge in deiner Mannschaft kaum Zugriff zum Training bekommt wird er auch schnell die Lust verlieren und seine Mutter (hoffentlich) Einsehen haben. Andererseits legt er vielleicht auch seine Scheu ab und entwickelt sich aufgrund der größeren Gegner zur Kampfsau!


    Gruß
    Torsten

    Trotzdem glaube ich, dass es die Aufgabe des Trainers sein muss die Attraktivität so hoch zu halten, dass diese Gedanken insbesondere bei den Kindern nicht entstehen und diese geht in meinen Augen nach dem Kleinfeldfußball zum Teil verloren. Fakt ist doch, dass ich Sachen, die mir Spaß machen nicht so sehr als Belastung erachte und dafür gerne meine Freizeit opfere.

    Hier stimme ich die 100% zu. Weshalb auch immer wieder schreibe das ich es sogar als eine meiner Hauptaufgaben als Kinder- und Jugendtrainer sehe den Spaß an unserem Sport und der Bewegung hoch zu halten und wo es geht zu fördern. Unabhängig von der "Erfolgstrainer" Diskussion sind wir alle gefordert den Kindern diesen Spaß, als Grundlage für weiteres Sporttreiben, mitzugeben. wenn uns das gelingt können wir die "theoretischen Zukünftigen" Dropout-Raten verringern, ganz klar. Ob wir jedoch ein Niveau von vor 20 Jahren erreichen können ist aufgrund der vielseitigen und unterschiedlichen hier genannten Gründe in Frage zu stellen.


    Gruß
    Torsten

    @Chris
    Ich denke hier liegt einfach die große Herausforderung in den Regionalligen. Die Vereine welche um den aufstieg mitspielen hätten wohl auch nichts gegen 3 Ligen. Da hier eben entsprechende Strukturen vorhanden sind und auch Reisewege möglich würden. Allerdings beginnt bereits deutlich über der Mittellinie der Bereich der "Amateurklubs". Selbst bei 3 Ligen wäre es wohl noch etwa die Hälfte. Für diese sind 3 RL's wiederum eine große Herausforderung.


    Warum 5 Absteiger für die 3. BL zu viel sein sollten kann ich nicht nachvollziehen. In vielen Interviews wird immer wieder dargelegt das die 3. Liga für Vereine nicht haltbar sei (Aufwand / ertrag). Selbst namhafte Vereine sind daher schon den Weg gegangen mehr oder weniger bewusst den Neuanfang in der RL zu bewältigen und dann die 3. Liga möglichst schnell zu durchlaufen.
    Wie viel eine 3. Liga nun an Wert verlieren kann oder nicht mag ich nicht beurteilen. Ohne google weiß ich jedoch derzeit nicht viele Vereine aus der 3. Liga. Die RL ist mir hier deutlich näher. Und genau hier sehe ich die Schere, eine für viele Interessante Liga (meist aufgrund örtlicher Nähe) wird auf Kosten eine eher uninteressanten Liga abgewertet. -Meine persönliche Meinung.


    Gruß
    Torsten

    Ich denke nicht das es den einen Grund gibt! Zusätzlich denke ich auch nicht das es früher gänzlich anders war.


    Ich selbst habe in der Jugend ab F bis zu den Herren gespielt und kann mich an einige Erinnern die mal ein paar Jahre gespielt haben und dann wieder weg waren. Obwohl ich heute nicht weiß ob die nun anderes gemacht haben, umgezogen sind oder anderes.


    Was ich hier feststelle ist das gerade im Bereich der E und D Jugend sehr viel anderes Auswirkungen auf die Kinder hat. So kommen viele Termine z.B. hinsichtlich Kommunion, es geht genau in diesem Alter um den Schulübertritt was durchaus auch in vielen Häusern Druck erzeugt. Mit den neuen Schulen brechen auch alte Gruppen auseinander und es finden sich neue Freunde. Zusätzlich kommt natürlich dann auch das Thema Computer und Sozial Media ins Spiel was viele Kinder generell davon abhält das Haus zu verlassen. Ich stehe auch von zu hause mit jedem im Kontakt.
    All das trifft zusätzlich in der D-Jugend auch noch auch eine einsetzende Pubertät.


    An sich sind die meisten Themen für sich allein sicherlich kein Grund. Wenn ich aber alles zusammen in 2 vielleicht drei Jahre packe sind das jede Menge Aufgaben, Termine, Druck, Anforderungen und Veränderungen für ein Kind von 8-12 Jahren. Und ganz am Ende stehe wir und fragen uns warum heute mehr Kinder den Sport aufgeben. Liegt es vielleicht an uns?


    Natürlich gab es viele dieser Dinge auch früher. Allerdings habe ich das Gefühl das z.B. der Schulübertritt in unserer Zeit zuhause (in der Masse) entspannter gesehen wurde. Gleichzeitig gab es bei uns auch noch die Chance später zu Wechseln was heute deutlich erschwert ist. Gleichzeitig blieben in unserer Zeit Freundschaften in der Nachbarschaft trotz unterschiedlicher schulen viel enger als es heute scheint. Wir waren ja auch nachmittags daheim und heute haben viele Hausaufgabenbetreuung usw.
    In Summe sehe ich auch sportliche Gründe und (vielleicht) auch eine Abneigung gegen Herausforderungen bei vielen. Liebe melde ich mein Kind ab!


    Aber festzuhalten bleibt, den EINEN Grund wird man wohl nicht festmachen können.


    Gruß
    Torsten

    @TW-Trainer
    Ich wollte mit den Ausdruck Floskel die Satzung an sich nicht herab Werten. Daher war der Ausdruck vielleicht auch schlecht gewählt.


    Vielmehr sehe ich in der Satzung das Rahmenwerk für den Gesamtverein welches, wie du ja beschriebst, sehr viel wichtiges beinhalten muss und in welches man auch noch sehr viel mehr (wichtiges) hineinschreiben kann. Aber gerade in Vereinen mit mehreren Sparten und Sportarten sehe ich die Organisation der einzelnen Teilbereiche in der Satzung als nicht zielführend. Schon alleine weil z.B. eine sportliche Zielsetzung regelmäßige Überprüfung erfordert und eine Änderung der Satzung in meinen Augen zu aufwändig ist als das es für die Korrektur der Trainingsinhalte eine D-Jugend Sinn machen würde.


    In meinen Augen sollte das Ausbildungskonzept die Detaillierung der in der Satzung festgeschriebenen Rahmenbedingungen sein. Somit sollte sich beide Dokumente nach Möglichkeit gegenseitig ergänzen.


    Gruß
    Torsten

    Aktuell spielen wir leider nur Kreisklasse, jedoch sehe ich einen Verein unserer Größe und Historie als reiner Breitensportclub Langfristig als einen Kreisligaverein der dort vielleicht nicht Aufsteigen will, jedoch vorne mitspielt.

    Als reiner Breitensport-Verein sollte man sich vielleicht auch von der Liga-Zugehörigkeit nicht leiten lassen.


    Kreisklasse wäre für uns bereits mit einem Aufstieg verbunden. Allerdings sind wir hier im Umkreis fast der einzige Verein der, bis auf eine SG in der B-Jugend, alle Jugendteams, ein erste und eine zweite Mannschaft ohne Spielabsagen stellen konnte. Und das aus einem 1700 Einwohner Kaff! Natürlich erhoffen wir uns in der Zukunft auch sportliche Erfolge aus unserem Aufwand aber in erster Linie müssen wir uns an den Gegebenheiten orientieren.


    Und damit sind wir wieder im Konzept-Thread denn ich stimme die zu genau das wären Bestandteile, in Form von Zieldefinitionen, für ein Konzept.


    Gruß
    Torsten

    @luibo
    Ich bin ganz bei die das sich alles geschrieben nur auf Kinder beziehen kann welche auch Fußball spielen wollen, weshalb ich auch von Fußballern geschrieben habe.
    Natürlich liegt auch Begeisterung und Spielfreude schaffen in unserem Aufgabenbereich aber von Zaubern war bisher in keiner Ausbildung die Sprache!


    Allerdings halten sich ja auch die "AntiFußballer" auch bei die in Grenzen. Und eine Trennung zwischen Fußballer und Störenfried ist leider (zumindest bei uns) nicht immer möglich. Ich habe mehrere fußballbegeisterte Kinder (z.T. auch gute Fußballer) welche aber dennoch gerade Erklärungen oder Wartezeiten zum Stören nutzen. Wenn diese nun auch noch zu viel Zucker, zum wenig Bewegung oder was weis ich vorm Training hatten wird es schnell Chaos. Trotz kurzer Ansprachen, wenig Standzeit usw. usv.. Aber ganz ohne geht es leider nur selten.


    Lässt du du diese dann auch weniger spielen?


    Gruß
    Torsten

    @Ballaufpumper
    Ich denke die Diskussionen mit Eltern von Talentierten Kindern und das Problem von Vereinswechseln in der F kenne viele diesen Ansatz verfolgen. Andererseits kann man natürlich auch argumentieren das du ja Glück gehabt hast das diese Kinder bereits in der G gewechselt sind. Denn selbst wenn du diesen Kindern mehr Einsatzzeiten gegeben hättest wären Sie wahrscheinlich später gewechselt da euer Verein (in Ihren Augen bzw. der Eltern) nicht das richtige gewesen wäre. Ich lege hierbei zu Grunde das der gesamte Verein eher Breitensport orientiert ist.
    Für dich hätte das bedeutet das du die anderen Kinder bewusst noch einige Jahre "zurück gestellt" hättest und am Ende dennoch auf genau diese bauen müsstest. Allerdings haben diese in den Jahren sicherlich weniger Entwicklung durchschritten als es möglich gewesen wäre.


    Die Erfahrung in unserem Verein zeigt das gerade die Kinder welche in den unteren Jugenden zwar begeisterte Fußballer waren jedoch ehe "mitgeschleift" wurden meist später am längsten bei der Stange und im Verein bleiben. Einige sind sogar später noch ganz passable Spieler geworden. Von den Überfliegern in den unteren Jahrgängen sind natürlich auch später noch einige gewechselt. Andere haben irgendwann, als Ihnen nicht mehr alles zuflog, die Lust verloren und nur sehr wenige sind im Verein verblieben.


    Am Ende dreht sich die gesamte Diskussion immer um die selben Punkte:
    Die guten Fördern und die schlechten zurückstellen bedeutet aber immer auch die schlechteren immer weiter zurückfallen zu lassen. Ein breit aufgestellte Ausbildung beraubt häufig aber auch die guten um Entwicklungschancen. Wenn man heute bereits die Spieler liste von 2025 kennen würde wüsste man auch wen man bauen soll.


    Gruß
    Torsten

    ich habe nichts gegen ein Ausbildungskonzept, wenn es ein Vereinskonzept ist und kein Abteilungskonzept - zumindest im Grundlagen- und Aufbaubereich. Und jetzt kommt der entscheidende Punkt, es nicht nur niedergeschrieben und wenigen bekannt ist, sondern gelebt wird (und da ist oftmals weniger mehr) und alle dahinter stehen können und es auch tun. Und warum soll ich dann Ausnahmen machen? Dann widersprechen sich vielleicht Punkte in meinem Konzept oder das was drin steht ist nicht wichtig -> dann kann ich es aber auch sein lassen (da gibt mir wahrscheinlich @Andre Recht )

    Ich denke das unsere Ansichten zum Kindertraining im allgemeinen schon sehr nahe beisammen liegen. Was ich aber in deinen Ausführungen nicht ganz nachvollziehen kann ist dein Rückschluss von der allgemeinen Vereinssatzung zum sportlichen oder auch allgemeinen Trainingsansatz.


    2.Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch die Durchführung sportlicher Übungen, Schulungen und Leistungen und die Errichtung von Sportanlagen; daneben ist die körperliche und charakterliche Bildung der jugendlichen Mitglieder ein besonderes Anliegen (hervorgehoben durch mich). Der Verein kann außer für den Fußballsport auch in anderen Sportarten Abteilungen unterhalten.

    Zusätzlich zum in der Satzung festgehaltenen "körperliche und Charakterliche Bildung" gibt es ja auch beim großen FCB ein sportliche Ausbildungskonzept für die Ausbildungszentren in den einzelnen Sportarten.
    Die allgemeine Formulierung lässt ja schlicht auch erneut jedem Trainer absolut freie Hand was er wann und wie trainiert. Dies kann nun wie in deinem Fall absolut richtig sein, etwas überspitzt würde sich aber auch Runden laufen und Anschreien in der F damit verkaufen lassen. Je nach Auslegung. Daher bleibt für mich zu unterscheiden ob es sich nun um eine Satzung des Gesamtvereins mit mehreren Sportarten, ein sportliches Konzept für die Jugend und/oder den Herrenbereich oder aber auch ein sportliches Konzept für den Gesamtverein mit mehreren Sportarten handelt. Je nach Ausrichtung kann man weiter in Details gehen oder eben nicht. Zu sagen eine Floskel in der Satzung beschreibt ja alles und ich hebe schon den Finger wenn mir was nicht passt funktioniert zwar für den Moment (stelle ich derzeit auch bei uns fest), kann aber auch sehr schnell in die andere Richtung kippen.



    Wie ich auf dem Großfeld spielen möchte? Eine Jugend besteht aus 2 Jahrgängen und wenn der andere Jahrgang auch 10 Spieler hat, habe ich 20 Spieler für ein Team . Meine Tochter ist in der F-Jugend und die haben 20 Spieler. Mit 10 aus dem anderen Jahrgang stellt sich dann die Frage 1 oder 2 Mannschaften - und ob das so gut ist, stellt sich dann auch erst heraus.


    Zum Thema der Mannschaftsstärke habe ich an anderer Stelle bereits geschrieben das Kadergrößen wie du sie anstrebst nur funktionieren können wenn der Verein durchgängig mit Jahrgangsmannschaften spielen kann. Also ein entsprechendes Einzugsgebiet hat. Und selbst hierbei stimme ich @hoeness2 zu das 10 Kinder kritisch sein können. Bei guter Ausbildung wirst du den einen anderen an andere Vereine verlieren und bei nur einem falschen Trainer kann es ebenfalls zu Schwund kommen. Im Idealfall wirst du diese Kinder durch Zugänge kompensieren können, die Realität deutet aber meist auf Verringerung.


    Gruß
    Torsten
    Für den Dorfverein wird dies schwierig

    @let1612
    Ich, als betroffener in den untersten Jugenden, kann deine Ansicht zum Thema 1. herrenmannschaft durchaus verstehen. Allerdings ist mir nicht ganz klar warum sich ein Konzept, selbst wenn es Ausbildungsvorgaben hinsichtlich der Herrenmannschaft beinhaltet, mit deinem Ansatz nicht Vertagen sollte. Ein durchdachtes und haltbares Konzept zeichnet sich ja vielmehr dadurch aus das es eben beide Seiten verbindet und einen Übergang einschließt.


    "Wir spielen in der G Jugend bereits den überfallartigen Konterfußball der herrenmannschaft!" wird wohl nur in den wenigsten Dorfvereinen ohne Selektion funktionieren. Vielmehr ist hier ein Inhalt hinsichtlich "jeder kann mitspielen, beschränkte Kadergrößen durch ausreichend Trainer, Vielseitige Ausbildung, weg von Erfolg hin zu Ausbildung für jeden" usw. für die unteren Altersklassen sehr viel näher an der Realität. Trotzdem ist es ja auch nicht ausgeschlossen das nach der Ausbildung der Grundtechniken z.B. ab der C-Jugend eine Viererkette (nur als Beispiel) als favorisiert eingetragen wird. Und selbst dann ist man immer noch abhängig von den Spielern und muss ggf. dennoch Dreierkette oder sogar mit Libero spielen, was aber nichts an der Ausrichtung ändern sollte.


    Für mich persönlich zeichnet sich ein gutes Konzept also gerade dadurch aus dass es alle Seiten der Medaille (Kinder, Jugend und ggf. sogar Herrenbereich) einschließt und verbindet. Zusätzlich, und hier kommt für mich die Krux, sollte ein Konzept auch ein Abweichen nicht generell verbieten. Allerdings ist hierzu eine funktionierend Kontrolle notwendig und das ganze sollte begründbar sein. So kann zum Beispiel die Abweichung von der angesprochenen Viererkette durch den Mangel an defensiv gut ausgebildeten Spielern begründbar sein. Das kann an Fehlern in der Ausbildung aber auch an Spieler-wechseln oder ähnlichem liegen. Hier ist allerdings auch zwingend eine Ursachenanalyse und ggf. eine Anpassung der bisherigen Trainingsinhalte und auch eine Anpassung der folgenden Trainingsinhalte erforderlich. Dies setze ich aber wieder in den Bereich Kontrolle und Anpassung des Konzeptes.


    Gruß
    Torsten

    @TW-Trainer
    Das wir hier am A... der Welt sind und daher wohl nicht repräsentativ für ganz Deutschland sind habe ich ja auch vermutet und allem voran gestellt.


    Da ich vom Bereich Mädchenfußball nur Mittelbar betroffen bin und unsere Staffeln bisher nicht von Rückzügen betroffen waren kann ich nur weitergeben was mir von Trainerkollegen aus dem Mädchenbereich in den letzten Lehrgängen berichtet wurde.
    Häufig scheint es genau am Sprung zwischen Kleinfeldmannschaft (z.T. noch Freizeitliga) und dem Großfeld zu liegen. So ist es zum Beispiel bei uns derzeit so das es im C-Jugend Bereich nur Kleinfeld-Gruppe und Bezirksoberliga (Niederbayern) für Großfeld gibt. Unabhängig von Niveau der Klasse (Bezirksoberliga wird ebenfalls nur zwischen zwei Mannschaften gespielt) ist der zeitliche Unterschied enorm.


    Als Verein gibt es nun viele die Versuchen einen "zu großen" Kader übers Kleinfeld zusammen zu halten oder eben das "Wagnis" Bezirksoberliga zu starten. Zu Beginn sind vor allem die Spieler und deren Eltern meist begeistert von der vermeintlich hohen Spielklasse da in den Köpfen einfach der Vergleich zur Jungenstaffel drin ist. Während der Saison wird die Begeisterung meist weniger und Spielerinnen wechseln, beenden den Sport oder ähnliches. Selbiges gilt allerdings auch für die Kleinfeld Gruppe. Viele Spielerinnen sind enttäuscht über zu wenig Einsatzzeiten und wechseln als Gruppe oder suchen sich andere Sportarten.


    Ich persönlich denke auch das es hier schlicht auch an der Mangelnden Struktur in den Vereinen hakt. Viele gründen "mal so nebenbei" eine Trainingsgruppe für Frauen oder Juniorinnen und melden schnellstmöglich für die Staffel. Hier werden dann auch oft viele Jahrgänge zusammen gebastelt. Wenn sich nun die Wünsche und Vorstellungen der Mädchen nicht erfüllen ist natürlich auch gleich ein großer Teil weg. All das bestätigt sich meiner Ansicht nach darin das die Vereine welche eine ausgedehntere Jugendarbeit in diesem Bereich betreiben, und hier sprechen ich von nur 2-3 konstanten Mannschaften, meines wissen bisher nie von Abmeldungen betroffen waren.


    Gruß
    Torsten

    Das ist auch so ein Argument, was nicht durch permanente Wiederholung an Wahrheitsgehalt gewinnt.

    Ich habe in meinem Beitrag speziell darauf hingewiesen das ich für unseren ländlichen Bereich spreche und auch nur aus eigener Erfahrung in unserem Verein.


    Hier stellt es sich so dar das unsere C-Juniorinnen in der untersten Spielklasse derzeit nur eine Mannschaft in der Staffel haben welche Ihnen auf Augenhöhe begegnet. Die durchschnittliche Entfernung zu Auswärtsspielen liegt etwa bei 100km (maximale Entfernung ist ca. 160km). Natürlich gäbe es hier auch die Möglichkeit bei den Jungs mit zuspielen. Nachdem allerdings bereits mehrere Freundschaftsspiele gegen Jungenmannschaften aus der unteren Tabellenhälfte zum Teil mehr als deutlich verloren wurden drohte mehr als die halbe Mannschaft mit Beendigung der Kariere wenn wir bei den Jungs melden. BTW das war bereits geschehen und die Ab- und Ummeldung hat erneut einige Strafen und Ärger bedeutet.


    Fakt für unsere Teams ist das viele Mädchen erst deutlich später in den Fußball eingestiegen sind. Viel erst im Alter der D-Jugend. Für Mädchenmannschaften reicht es dennoch locker. Für Jungenteams ist es aber in der Masse einfach zu wenig und das wird sich auch nicht auf 1-2 Saisons legen.


    Persönlich bin ich als F und E Trainer ja auch der Meinung trotz Niederlagen kann es Spaß machen. In dem Alter sehe es die Girls (und auch Jungs) aber anders als meine Truppe. Daher bleibe ich auch beim erhöhten Aufwand für Mädchenteams. Wenn auch nochmal mit der Einschränkung das ich nur für unseren Bereich hier sprechen kann und möchte. Mir ist auch klar das sich dies in anderen Gebieten anders gestaltet und hier als Argument nicht herhalten kann und darf.


    Gruß
    Torsten

    Naja, ich habe natürlich schon den Frust rausgelassen in dem Thread. Ich glaube Du weisst, dass ich das nicht machen werde.


    Aber unser Verein sieht das eigentlich locker. Letztes Jahr hatten wir noch 4 F-Jugenden. Aktuell 3 E, 3 D und 2 C. Da bleiben schon genug Spieler übrig bis in die A-Jgd.
    Naja. Nächstes Jahr haben wir wieder 2 F. Dann wird das entspannter. Trainermangel ist nicht angenehm.

    Ich weiss das du das nicht machen wirst; zumindest noch nicht. Ich habe ja selbst diesen Thread schon das ein oder andere mal benützt.


    @Goodie und Ersatzbank
    Seit ihr Einzelkämpfer im Verein mit eurer Einstellung zum Kindertraining? Bei uns bildet sich der Vorstand auch derzeit einiges ein aber derzeit sind wir zumindest zwei Trainer welche in die selbe Richtung marschieren. In Kombination mit dem vorherrschenden Trainermangel sind das alle Mannschaften von den G bis zur D-Jugend welche umgehend neu besetzt werden müssten wenn es uns zu bunt wird. Das erzeugt zumindest etwas mehr Gewicht in den Diskussionen. Ich denke das ich allein auch schon lange wieder das Weite gesucht hätte.


    Gruß
    Torsten

    Manche hören auf, weil der zeitliche Aufwand zu große wäre, das Angebot eines anderen Vereins in der Umgebung anzunehmen.


    Hier und da gelingt es die Verantwortlichen davon zu überzeugen, dass der Mädchen- und Frauenfussball zum Verein gehört, genauso wie man früher erst einmal Verantwortliche davon überzeugen mußte, das Kinderfussball durchaus einen sportlichen und sozialen Wert besitzt.

    Generell sehe ich im Erhöhten Aufwand für den Mädchenfußball auch eine Hemmschwelle für Verantwortliche und Vereine. Wobei ich hierbei nur für unseren ländlichen Raum sprechen möchte.


    Obwohl es in unserem Verein Mittlerweile eine etablierte Mädchenstruktur gibt ist der Aufwand immer wieder Thema. Sei es nun bei der Trainersuche, den Fahrdiensten oder auch nur der zeitlicher Aufwand der Spielerinnen. Obwohl in den unteren Ligen eher selten Spiel auf Augenhöhe stattfinden ist der Aufwand der Auswärtsfahrten selten unter einer Stunde Anreise einzuordnen. Dennoch reichen 3-4 "gute Spielrinnen" um die Saison auf 2-3 wirklich Gegner zu beschränken. Die anderen Spiel dürfen halt einfach "nicht verloren werden". Das Entwicklungspotenzial ist in diesen Spielen aber eben auch sehr beschränkt.


    In Jungen-Bereich würde man nun sagen einfach 1-2 mal aufsteigen und gut. Aber hier ist man dann eben entsprechend weiter und erheblich länger unterwegs, was oft auch von den Spielerinnen gar nicht gewünscht ist. In der Breite trägt dies natürlich auch nicht zur "optimalen" Entwicklung vieler Spielerinnen bei.


    Gruß
    Torsten

    Bei uns gab es für die Halle 2stk Futsal in der richtigen Größe welche in der Halle deponiert sind und somit für G bis E-Jugend ausreichen. Ansonsten haben wir die Rasenbälle im Ballsack dabei und machen damit die Übungen in denen viele Bälle benötigt werden. Gespielt wird nur mit den Futsal bzw. in den größeren Jugenden dann auch noch Hallen-Bälle.


    Gruß
    Torsten

    Würde ich umschwenken: nur die Top 10 fördern, der Rest müsste "fleißig üben" bis sie Turnierreife haben - 10 würden sich wohl abmelden, meine "Problemkinder" wären weg, die Eltern nörgeln nimmer, die fremden Vereine belächeln uns nicht mehr, man könnte vernünftig trainieren, mein Sohn könnte mehr spielen und sich besser entwickeln, ich hätte mehr Freizeit weil ich nicht mehr so viel Turniere bräuchte... Es könnte doch so schön sein ...

    Dabei gebe ich dir vollkommen Recht. Zusätzlich hätte euer Verein in 3-5 Jahre die komfortable Situation das er nur noch halb so viele Trainer für die Jahrgänge C bis A Jugend braucht da maximal in Spielgemeinschaften gespielt werden kann. Ein elf Mann Team benötigt nun mal 16+X Spieler. Für deine Erfolgsspieler bedeutet das dann das Sie halt da spielen müssen wo der Verein Sie unterbringen kann!


    Damit möchte ich Spielgemeinschaften nicht generell schlecht reden. Aber gegenüber meiner Eltern habe ich mir hierzu angefangen das ich diese etwas härter darstelle als Sie sind. Eines unserer Hauptziele im Kleinfeldbereich besteht nun mal darin eine Kader Größe für spätere 11Mann Teams zu halten. Hier bei uns im Umkreis zeigt sich auch sehr deutlich das alle Mannschaften welche uns in den Jahren der F bis E-Jugend teilweise oft zweistellig vom Platz schießen ab der C-Jugend alle Probleme habe Mannschaften oberhalb der D-Jugend zu stellen. Natürlich ist dies auch der "normalen" Entwicklung geschuldet aber warum sind wir, bei denen nun seit über 6 Jahren nach dem Prinzip "bis zur D zählt der Spaß und die Mannschaft!", in allen Jugenden besetzt? Zusätzlich sind wir ein 1700 Einwohner Dorf wohingegen alle Orte im Umkreis bei 4000-16000 Einwohner liegen.


    Ich kann deinen Ärger und deine Frustration durchaus verstehen. Vor allen da du mit der Funino-Liga uns nochmal einen Schritt voraus bist und wahrscheinlich noch mehr Kritiker gegen dich hast. Für kleine Vereine welche nicht mit Jahrgangsmannschaften antreten können kann aber der Weg der Erfolgskader ja nur in die SG führen. Wie sollen denn bitte aus 10 E-Junioren 18 C-Junioren werden? Diese Argumentation lässt bei mir die meisten Eltern verstumen.


    Gruß
    Torsten

    zu kostenlose Trainerausbildung im Amateurbereich
    Hier muß man unterscheiden. Die C-Lizenz ist mit 120 Lehreinheiten sehr zeitaufwendig aber relativ preiswert.

    Das liegt wohl immer im Auge des Betrachters.


    Ich selbst habe mein BLSV C-Lizenz für ca. 160€ gemacht. 8 Wochenenden am Stück (120LE's) incl. Mittagessen und anderer Verpflegungen. Die DFB C-Lizenz kostete pro Teil ca. 120-ca. 200€ (Dezentral mit je 12-13TN pro Teil). In Summe kamen knapp 500€ zusammen. Die Prüfungsgebühren lasse ich in beiden Betrachtungen außen vor.


    Im Vergleich zu anderen Sportarten mag deine Aussage sicherlich zutreffen da dies noch deutlich mehr Kassieren aber billig finde ich die C-Lizenz für Breitensport, und mit dem Ziel möglichst viele Trainer anzusprechen, nicht. Aber in den meisten Fällen wird dies ja auch wieder von den Vereinen getragen und aus Sicht des DFB bleibt es daher egal an welcher Seite man die Vereine zur Kassen bittet.


    Gruß
    Torsten


    P.s. bevor noch fragen kommen die Qualität der Vermittlung beider Lehrgänge war mindestens gleichwertig. Und wer sich ein Lehrgangsskript zur C-Lizenz (übrigens extra zu bezahlen) mal ansieht wird feststellen das es als Nachschlagewerk alles andere als zu gebrauchen ist.

    @Trainero
    Ich selbst habe beinahe die gesamte Hallensaison im Training (Abschlussturnier) nur Funino auf vier Kastenteile gespielt. In der E zumeist 3-3 und in der D meistens 4-4. Das ganze in der Einfachhalle also etwa 25x15m. Gerade in der Breite wäre mehr Raus sicherlich wünschenswert. In der Länge habe ich bei weniger Kindern und längeren Spielzeiten auch auf etwa 20m verkürzt damit ich hinter den Toren die weiteren Kinder beschäftigen konnte. Für mich stellt das aber das Minimum dar und ich freue mich bereits auf die Freiluftplätze wenn alles wieder größer wird.


    @Coach_Carter
    Selbst nutze ich auch Tore mit 1,2m was durchaus auch geht. Leider muss ich die Tore aber selbst bezahlen da der Verein nicht gewillt ist welche anzuschaffen. Daher habe ich derzeit vier Stück und vier 1m Metall-Tore vom Verein. Da wir auf einem "Doppel-Platz" trainieren welcher auf einer Seite von einem Bach und auf der anderen von einem Wald begrenzt wird überlege ich aktuell weitere 4stk anzuschaffen da Stangentore eher ungeeignet sind. Ich stelle nur leider auch fest das die bezahlbaren 1,20m Tore dazu führen das die Kinder immer weniger "schießen" sondern mehr und mehr versuchen den Ball über die Linie zu kombinieren. 4stk 2m PopUp-Tore werden aber für mich als Trainer nicht finanzierbar sein.


    Gruß
    Torsten

    Allerdings ist es der zunehmenden Bewegungsarmut mit zunehmend rein geistiger Beschäftigung geschuldet, als dass sich Kinder leichter verletzen.

    Dabei möchte ich dir nicht widersprechen. Aber die Kernfrage ist doch ist das Risiko in der Halle Größer? Bei gleichen Übungen sehe ich diese Gefahr eigentlich nicht. In der Halle hat man zwar Wände, dafür hat man draußen durchaus mal ein Loch im Rasen oder ähnliches. Weshalb ich ganz bei @Christof1984 bin. Die Halle an sich ist wohl nicht risikoreicher als Training draußen.


    Die zweite ist jedoch das wir Fußballtrainer in der Halle eben andere Möglichkeiten haben als draußen. Vom Kasten (ca. 1,20m hoch) zu springen ist draußen nicht möglich. Zumindest kenne ich keinen Platz mit Baum in der Mitte. Ich denke das ist der Grundgedanke des Threads, ein Vergleich zwischen drinnen und draußen. Am Ende bleibt aber, wie hier schon festgehalten, wenn die Übungen (incl. Zeitdruck oder ähnlichem) zu den Kindern und deren Entwicklung passen wird es auch nicht mehr Verletzungen geben. Zusammentreffen zweier Köpfe und ähnliches gibt es ja auch draußen.


    Gruß
    Torsten