Beiträge von totog

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    Ich würde nun gerne von euch wissen, wie es bei euch läuft mit mehreren Mannschaften einer Altersklasse.
    Wer entscheidet bei euch, wer in welcher Mannschaft spielt?
    Teilt ihr in diesem Alter schon nach Leistung ein?

    Voraussetzung ist bei uns die Breitensportorientierung. Daher in erster Linie Jahrgangsmannschaften gleicher stärke. Bei Überhang oder zu wenig Kinder wird verteilt.


    Nehmt ihr bei der Einteilung der Mannschaften Rücksicht auf besonders große Freundschaften?
    Haben die Eltern in irgendeiner Form Mitspracherecht?

    Freundschaften ja. Die Kinder sollen Spaß bei der Sache haben. Und warum soll ich dann Freunde zwangsweise trennen. Sollten Sie in unterschiedlichen Jahrgängen liegen fallen Sie natürlich erst einmal in jeweilige Team. Beim Auffüllen werden aber diese Argumente dann mehr gewichtet als sportliches.


    Die Eltern kennen ihre Kinder am besten und werden daher frühzeitig informiert. Sollte es Bedenken geben werde diese einbezogen. Die finale Entscheidung liegt aber bei den Trainern und wird den Eltern dann auch mit Argumenten übermittelt.



    Trainieren beide Teams getrennt oder zusammen?

    Alle Altersklassen trainieren immer zur gleichen Zeit auf dem selben Platz. Selbst wenn wir die Gruppen aufteilen kann ich auf einem Großfeld drei Teams parallel aufbauen. Wichtig ist aber das die Trainer zusammenarbeiten.
    Generell trainieren meist sogar alle Teams "zusammen". Das heißt gemeinsamer Einstieg ins Training und dann parallel auf zwei Stationen. Hierbei werden aber auch die Mannschaften durch-gemixt. U8 und noch gaznes Stück aufwärts steht die persönliche Entwicklung und nicht die Mannschaft im Fokus. Warum muss ich dann zwingend mit der Wettkampfmannschaft trainieren?


    Auch wir haben SG's welche aber dennoch alle gemeinsam zur selben Zeit auf dem selben Platz trainieren. Selbst wenn jede Gruppe ein eigenes Training macht treffen sich die Eltern und auch die Kinder. Ich persönlich finde das ihr hier die größte Distanz (in beiden Sinnen) zwischen den Teams aufbaut.

    Aber warum machst du dir jetzt schon einen Kopf um die D-Jugend wenn du eine U8 hast? Bis dahin wird noch viel passieren. Die besten rauschen schon nach der F-Jugend zum nächsten Verein ab, andere kommen, einige hören vielleicht auf...


    Mit 22 Kindern ein Team? Viel Spaß dabei. Dann kannst du dir nämlich jede Woche das Geheule anhören, wenn die "falschen" Kinder in die Zweite zum Spieltag abkommandiert werden. Der Widerstand gegen drei Teams zur Hallensaison spricht hier ja eine deutliche Sprache. Insbesondere in der F-Jugend, wo man wohl aus fachlicher Sicht eher auf zwei gleichstarke Gruppen setzen sollte.

    22 Kinder gemeinsam Trainieren ist kein Problem. Zu den Spielen kann ich dennoch zwei Mannschaften melden. Hat auch den Vorteil das zwei Trainer da sind.
    Wenn ich die Teams nicht nach 1. und 2. Mannschaft einteile habe ich auch kein Geheule. Da ich die Teams auch nicht durchwechseln darf (Spielordnung) bleiben die Mannschaften die Saison zusammen. Es ist aber allen klar "Wir 8alle 22 Kinder) sind die E-Jugend, und nicht die E1 und E2. Ich habe mit diesem Weg auch keinerlei Probleme wenn ich mal einen Spielr brauche der mir in der anderen Mannschaft aushelfen muss weil viele krank sind. Der spielt egal in welchem Team und das nächste wieder in seinem anderen. Auch hier werden nicht immer nur die besten ausgeliehen. Sollte es sich anbieten ist es eben die Schwester oder der Freund eines Spielers der anderen Mannschaft auch wenn diese(r) ein Blümchenpflücker ist. In meiner Mannschaft (derzeit 20 Kinder E-Jugend) stelle ich fest das in den letzten Jahren hier ein super Haufen, unabhängig des Jahrgangs, zusammengewachsen ist. Obwohl wir sicherlich mehr verlieren als gewinnen sind alle mit Spaß dabei und unterscheiden gar nicht unter den Teams.
    Wir verfolgen diesen Weg im Verein, mit Weitsicht auf ältere Mannschaften, nun seit ca. 10Jahren. Klar haben einige Blümchenpflücker aufgehört was es aber in den letzten Jahren kaum gab sind Wechsel zu anderen Vereinen von Kindern aus dem Ort. Natürlich ist dies auch nur möglich wenn sich die Trainer untereinander verstehen und alle den selben Weg gehen.

    Hier muß knallhart durchgegriffen werden...solche Idioten müssen weg vom Sportplatz. Sollen die vorm Fernseher sitzen und da rum pöbeln..aber auf dem Sportplatz gehört das nicht. Auch sollten die SR viel mehr durchgreifen...seis bei Spielern, Trainern oder wenn da was reingerufen wird... dann schickt man halt die Trainer,etc hinter die Bande..vom Sportplatz...und meinetwegen auch bei jedem Spiel..wer sich nicht benimmt..der geht. Auch Spieler.... meckern..zack ...gelb....nochmal meckern....zack runter.... würde zwar einen Aufschrei geben..aber knall hart durchziehen ..dann wird das nach nem halben Jahr ruhiger.
    Jede Beleidigung zusätzlich einen Sonderbericht..viel Spaß den Hobbyrichtern...die müssen sehen, das es an der Tagesordnung ist

    100% Zustimmung


    Was aber in meinen Augen fehlt ist die Handhabe der Schiedsrichter bei (und ich füge hier extra "einfacher") Beleidigung das Spiel abzubrechen. Das erzeugt unmittelbar Wirkung. Geldstrafen übers Sportgericht schaden den Vereinen natürlich auch aber erst eine Woche später.
    => Abbruch - Spielwertung gegen den Entsprechenden Verein und jeder sieht sofort wer Verursacher war. Spätestens beim zweiten mal überlegt es sich der Verein diese Personen überhaupt nochmal auf den Platz zu lassen.


    Bis ein Spiel abgebrochen werden kann ohne Nachspiel für den SR muss aber derzeit viel mehr passieren was den Spielraum für alle Beteiligten auf dem Platz natürölich auch erweitert.


    Gruß
    Torsten

    hab das vor dem team auch nicht mehr angesprochen. muss gestehen dass ich noch nicht lange trainer bin, bei vielen dingen sehe ich das noch nicht so gelassen

    Egal ob und welche Fehlentscheidung. Für den Torwart ist es blöd gelaufen und vielleicht hätte man anders entscheiden können. Wie du aber auch schreibst lernen Kinder auf diesen Fehlern meist am schnellsten. Auch wenn ich persönlich diesen Weg nicht mag.


    Generell gibt es hierzu in der Halle mehrere Themen welche ich persönlich für F-Linge schwierig erachte. Dazu zählt auch der indirekte Freistoß welchen der Torhüter ja am besten ohne Berührung ins Tor lässt. Welcher F-Spieler hat das aber bereits im Blut? Was meist passiert ist eine Berührung des Torhüters welche ihn damit zum "schuldigen" macht.
    Selbes gilt für fehlgeleitete Abwürfe, Abschläge usw.


    Eigentlich muss der Spieler für den Versuch belohnt werden. Er weiß aber selbst auch genau das das Ergebnis Sch... war! Gehe ich nun als Schiedrichter her und lasse die Aktion wiederholen hatte ich noch nie Probleme mit einem Trainer der Gegenseite. Natürlich muss das für alle Mannschaften und Spieler gleich gelten. Das Problem ist allerdings wieder, wenn ich das alles vorab extra ausmache bin ich wieder beim hier schon ausführlich Diskutierten "Regelchaos in der Halle".


    Persönlich bin der Meinung bei F-Spielern kann man solche Dinge auch mal wiederholen lassen, unabhängig vom Regelwerk. Allerdings hängt es auch immer von der Veranstaltung ab. Wenn sich alle Trainer einig sind, werde ich als Schiedsrichter einen Teufel tun und mich dagegen stellen. Mit meinen Jungs nehme ich aber an diesen Veranstaltungen bewusst nicht teil.


    Gruß
    Torsten

    nachdem ich da den Innenseitstoß nur Ansage, muss ich wohl noch eine Bewertung einfließen lassen - sonst kann man ja auch mit dem Spann oder Außenspann schießen (vielleicht Tor mit Innenseite 3 Pkt.; Innenseite sauber ausgeführt 2 Pkt.; Tor 1 Pkt.)

    Natürlich kannst du durch eine Punktevergabe das ganze forcieren. Allerdings bin ich der Meinung das durch Probieren die Kinder auch selbst das beste erkennen. einen flachen Vollspann auf ein einzelnes Hütchen im Tor finde ich sehr anspruchsvoll für die kleinen. Also lass sie probieren wie sie genauer schießen können. Ein Versuch mit Vollspann, einer mit der Innenseite und(wenn sie es schon können ) einen mit Außenrist. Anschließend das Trefferbild jedes Durchgangs miteinander vergleichen welcher Durchgang das genauere Bild ergeben hat.


    In den weiteren Durchgängen nutzen erfahrungsgemäß die meisten die entsprechende Technik. Vor allem wenn in Team Gummibärchen ausgespielt werden oder ähnliches. Einfach etwa gleichstarke in eine Gruppe packen und wer aus 10 Durchgängen die meisten Treffer hat gewinnt. Gruppengröße variiert je nach passenden Kindern, kann also auch unterschiedlich sein. Wichtig ist einfach das jedes Kind die Chance hat seine Gruppe zu gewinnen.


    Gruß
    Torsten

    Selber einen SR_Lehrgang machen und dann regelmässig selber pfeifen und es besse rmachen!

    Sehe ich ähnlich. Wer selber öfters pfeift weiß wie leicht man neben Spielbeobachtung, im besten Fall Laufen, Zuschauer ausblenden (meist notwendig um neutral zu bleiben), usw. mal den Blick auf die Uhr vergisst. Ist ganz klar keine Entschuldigung und sollte nicht passieren. Es ist aber auch nicht immer Vorsatz!



    Hätte der Gast in den 80 Minuten 2 Tore erzielt, hätte niemand darüber gesprochen. So aber soll er der Hauptschuldige fürs Unentschieden sein!

    Ähnliches wurde uns bei den Regelstunden im Rahmen der Trainerausbildung mitgeteilt. Wenn hier in 80 Minuten eine Mannschaft das Spiel nicht entscheiden kann dann liegt es am Ende nicht an X Minuten Nachspielzeit. Und das gilt für beide Seiten ebenso wie für alle Klassen.
    In der Regel (weiß nicht ob es hier so war) ist es ja sogar meistens so dass die Zuschauer durchs lamentieren die Spieler aus dem Fokus holen und diese Tore dann meist durch Fehler entstehen. (Siehe BuLi Bayern; wenn man Robben im Strafraum alleine stehen lässt ist nicht der Schiri schuld)


    Gruß
    Torsten

    @TrainerT
    Genau hier sehe ich den Unterschied. Natürlich würde es helfen wenn in der BuLi Vorbilder unterwegs wären. Allerdings fände ich es noch besser wenn wir das Verständnis dafür hätten das auch der Kreisklassen-SR das ganze als Hobby betreibt und eben nicht der BuLi-SR auf dem Platz steht. Und das ganze flächendeckend.


    In den Klassen wo es um Geld und Profitum geht wird der SR ja bereits durch Zäune und anderes geschützt. Es bleiben also "nur" Sprüche über den Zaun. In den anderen Klassen sind z.T. tätliche Angriffe, Betreten des Platzes und ähnliches ja fast jede Woche irgendwo "normal".


    Gruß
    Torsten

    Leider haben nur die SR auf Landesliga- und Bezirksligaebene gestreikt.. um ein Zeichen zu setzen, hätten ALLE SR streiken müssen.

    War denn dies bewusst so gesetzt? Dann gebe ich dir Recht "viel TamTam für wenig Ertrag"
    Oder spielen die Klassen darunter schlicht noch nicht weshalb es auch diese Klassen beschränkt war?


    Gruß
    Torsten

    Ich stelle fest man kann trotz Einigkeit sehr unterschiedliche Sichtweisen haben!


    Aber für mich ist auch die Reaktion des Sportgerichts interessant. Denn in ihrer Besetzung findet sich ein gesellschaftliches Spiegelbild. Man erkennt m.E. durch das Herunterspielen die Tendenz einer gesellschaftlichen Verrohung. Selbst die Androhung: "sowas wie dich sollte man vergasen" erntet keine Emphörung, sondern gilt nur noch als ein erträgliches Cavaliersdelikt, weshalb eine einfache Ermahnung reicht.

    Am Ende hab ich zu diesem Fall nur sehr wenig am Wochenende gelesen und stütze mich daher fast ausschließlich auf deinen Text.
    Ich denke eher das Sportgericht folgt genau deiner Meinung. Die Beleidigung gehört vor ein Zivilgericht (und da Stimme ich zu). Was also bleibt für das Sportgericht zu Ahnden? In meinen Augen ist es die Tatsache das der "Beleidigende" überhaupt auf den Platz treten konnte, scheinbar ohne daran gehindert worden zu sein. Warum, Wieso, das kann ich nicht beurteilen. War es vielleicht ein Spieler der Reserve oder ein fremder, keine Ahnung.


    Ohne dies genau zu kennen kann ich nicht beurteilen ob nun eine höhere Strafe angemessen wäre oder nicht. Es scheint ja auch kein "Platzsturm" gewesen sein. Wenn also eine einzelne Person, womöglich noch ohne jedes Anzeichen von Ärger oder Gewalt, nach Spielende über den Platz spaziert und im Vorbeigehen den SR beleidigt ist auch das "nicht Einschreiten" erklärbar. Es bleibt aber ein Fehler. Damit möchte ich auch nichts entschuldigen sondern nur erklären das vieles denkbar ist.


    Wenn darauf die Schiedsrichter durch einen kollektiven Streit diesem Sportgericht die "rote Karte" zeigen, so sollte die Sportgerichtsbarkeit schleunigst in Klausur gehen.

    Ob die SR nun dem Sportgericht im speziellen oder dem Umgang mit Ihnen im allgemeinen die rote Karte gezeigt haben bleibt für mich an dieser Stelle auch offen. Die Tatsache das es sich scheinbar in erster Linie um höherklassige Ansetzungen gehandelt hat lassen den Schluss aufs Sportgericht zu. Aber spielen denn in dieser Region die anderen Klassen überhaupt bereits wieder? Es ist also durchaus möglich das es auch als allgemeines Zeichen zu verstehen ist. Gerade vor dem Hintergrund das SR in den höheren Klassen ja meist bereits besser abgeschirmt und betreut werden als in den unteren Klassen.


    Gruß
    Torsten

    Generell bin ich der Meinung das sich Schiedsrichter allgemein viel zu viel bieten lassen (müssen?).


    Natürlich kann auch ein SR einen schlechten Tag haben und Fehler machen zu denen er dann auch stehen muss. Aber was auf vielen Sportplätzen abgeht finden ich weit übers Ziel hinaus. Der SR Mangel tut natürlich auch das seine hinzu indem jeder auch nur ordentlich Leitende SR unmittelbar nach oben gezogen wird und in den unteren Klassen eben nur noch der Rest bleibt.


    Meiner Meinung nach sollte Spiele viel öfter Abgebrochen oder ähnliches werden. Mit entsprechenden Strafen für den Verein (auch nur bei Beleidigung) würde man sicher ziemlich schnell auch wieder Ordner auf den Plätzen sehen. Heute hängt ja leider nur irgendwo ein Schild und die Umsetzung interessiert keinen der Verantwortlichen.


    Gruß
    Torsten

    Auch nach langem Überlegen ist mir keine Übung zum Innenseitstoß eingefallen, die das Kind zwingt den Fuß auszuwinkeln, festzustellen und nachzuschwingen. Hat einer so eine Übung?

    Jede Art von flachem Zielstoß. Hier kann man sehr gut mit der Entfernung spielen.


    Mit den Kindern gemeinsam erarbeiten was gut funktioniert, also wie der Ball flach bleibt, gezielt werden kann und auch noch Entfernung schafft. Damit bist du bei allen deinen Eckpunkte welche du abdecken willst.
    Eignet sich auch super für Wettkampfspiele z.B. Biathlon auf Hütchen und mit zusätzlichen Aufgaben wir dribbeln oder ähnliches.


    Gruß
    Torsten

    @let1612
    Mit der Vielseitigen Belastung gebe ich dir Recht, bzw. habe ich bei mir selbst das selbe erlebt.


    Die Frage ist allerdings ob wir Eltern deshalb zwingend verschiedenes einfordern bzw. anbieten müssen? Oder ob nicht viel (aktive) Freizeit einen ähnlichen Effekt haben. Selbst wenn ich unsere F und E-Junioren auf dem Bolzplatz beobachte (= Trainingsplatz) stelle ich immer wieder eine enorme Abwechslung fest. Da wir mal gerangelt, mal am Bach nach Fischen Ausschau gehalten, mal sitzt der Auswechselspieler im Baum oder Klettern an der Bande und vieles andere. Also eine Vielzahl an Bewegungserfahrungen und abwechselnder Beanspruchungen welche ich im Training in diesem Ausmaß gar nicht darstellen kann.


    Somit gebe ich dir Recht das weniger Vereinstraining in dieser Hinsicht sicherlich mehr ist. Und wir als Eltern eben nicht unbedingt anderes Einfordern müssen der der Knirps ja selbst außerhalb des Trainings auch wieder Fußball spielt.


    Gruß
    Torsten

    Ich setze dabei voraus, dass die Möglichkeit besteht, die Mannschaften in passenden Staffeln zu melden. Besteht diese Möglichkeit nicht, macht leistungshomogene Einteilung bezogen auf den Spielbetrieb keinen Sinn.

    Ok, dann gehen wir von unterschiedlichen Voraussetzungen aus. Hier bei uns im Raum wird die erste Runde im Herbst mit den Mannschaften aus der Region gebildet. Klar gibt es auch hier eine "Gold" und eine "Silber" Runde. Da wir aber im Umkreis nur größere Orte haben bekomme ich in allen Staffeln derart auf Mütze.


    Im Frühjahr wird dann nach Ergebnissen der Herbstrunde eingeteilt. Hier wird der Umkreis der einzelnen Staffeln auch erheblich erweitert. Für mich gibt es also nicht die Möglichkeit "immer" in einer entsprechenden Staffel zu melden. Da ich auch die Mannschaften nicht zu jedem Spiel zusammenstellen kann wie ich will (max. 2 Spieler der E1 dürfen im nächsten E2 Spiel dabei sein) muss ich vor der Saison entscheiden was für meine Spieler am besten ist. Daher kann es durchaus sein das ich im Herbst mit eher Leitungshomogenen Mannschaften antreten und im Frühjahr dann anders entscheide. Auch den Weg im Herbst bewusst auf die Mütze zu bekommen um im Frühjahr leichtere Gruppen zu erhalten gab es schon.


    Und natürlich ist das auch mit den Eltern immer zu kommunizieren und das nicht erst wenn die Entscheidung gefallen ist. Wenn ich mit den Eltern das Gespräch gleich zu Beginn meiner Überlegungen suche erhalte ich viele Informationen wie die Erwachsenen, und auch die Kinder, zu dem Thema stehen. Denn beides hat später Einfluss auch den Ablauf.
    Was bringt es wenn der talentierte Spieler zwar Siege feiern kann, viel lieber aber mit seinen Freunden spielen würde. Auch wenn die mehr verlieren.
    Gleiches gilt fürs Umfeld. Klar gilt mein Augenmerk n erster Linie den Kindern. Ich binde mir aber nicht mehr "Unruhe" ans Bein als sein muss.


    Gruß
    Torsten

    Das finde ich insofern sehr bedauerlich, als er von seiner Statur her immer im Nachteil sein wird.

    Was genau meinst du denn damit? Zu groß, zu klein, zu gering oder anderes? Woran machst du das fest?


    Ich denke das es den typischen Fußballer nicht gibt und bei einem U9 Spieler etwas festzusetzen finde ich viel zu früh.


    Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht???

    Ja; und zwar in beide Richtungen.
    Sicherlich hast du Recht wenn du eine breitere motorische und kognitive Bandbreite als förderlich ansiehst. Aber wie du beschreibst ist ihn das bisherige ja auch nicht zum Nachteil geworden. Kinder holen sich Erfahrungen nicht nur im Sport unter Anleitung. Da kann auch das Hüpfen auf Vaters Couch, das Toben im Freibad oder das Klettern im Garten vieles Zutun.


    Ich selbst habe Kinder in unserem Verein welche die absoluten Überflieger in mehreren Sportarten sind. z.B. ein Junge welcher derzeit Fußball, Tennis und Volleyball in der Auswahl spielt. Ich denke hierbei haben sich die verschiedenen Anforderungen sicher nicht negativ beeinflusst. Dennoch ist dieser Junge auch jede freie Minute irgendwo unterwegs und schlicht aktiv. Sei es nun auf dem Bolzplatz, den Skatepark oder "nur" mit dem Fahrrad.


    Andererseits habe ich auch Kinder welche ebenfalls neben dem Fußball andere Sportarten betreiben und bei denen man keinerlei positive Effekte feststellen kann.


    Generell sollten wir uns davon verabschieden den Kinder immer das beste anbieten zu müssen. Am meisten lernen Kinder beim Erleben und mit Spaß. Wenn dein Sohn also außer Fußball derzeit keinen andere Sport betreiben möchte ist es doch in Ordnung. Somit kann er die Zeit zu anderem nützen was ebenfalls Eindrücke und Erlebnisse schafft. Und sollte er in zwei Jahren doch etwas anderes versuchen wollen ist es auch noch in Ordnung.


    Gruß
    Torsten


    P.s. und sollten deine Prognosen eintreten und er körperlich in Nachteile geraten dann spielt er halt nur noch zum Spaß Fußball. Auch nicht soooo schlimm!

    Wichtig: Wenn man so handelt, dann immer. Nicht von Jahr zu Jahr anders entscheiden.

    Genau das möchte ich in Frage stellen.
    Wenn man so handelt dann nur wenn es auch Sinn macht. Und das muss von Jahr zu Jahr neu durchdacht werden.


    In den von dir angesprungen 20 Kinder gibt es eine Vielzahl von möglichen Leistungsverteilungen. Extrembeispiel wären 10 gute bis mittlere Spieler und 10 extrem Schlechte (ggf. Anfänger). Hier kannst du eine Mannschaft bilden die "mitspielen" kann und eine die Kanonenfutter ist. Ob das Sinn macht stelle ich in Frage. Hier würde ich eine gleichmäßige Verteilung vorziehen.
    Anders kann es bei breiterer Leistungsverteilung aussehen. Hier unterstütze ich die Argumentation das es besser sein kann Leistungshomogene Teams zu bilden. Aber immer am Dogma X festzuhalten finde ich fahrlässig. Jede Entscheidung und Variante sollte jede Saison neu überdacht und bei Bedarf auch verändert werden.


    Gruß
    Torsten

    Ja man kann mit Korrektur mehr erreichen, aber diese sollte in form der Korrekturübungen stattfinden und nicht mündlich.

    Dabei gebe ich dir Recht, das ist in meinem Text wohl etwas falsch rüber gekommen.


    Dennoch sehe ich es auch wie TW-Trainer. Kurze Hinweise und Korrekturen können durchaus helfen. Sie dürfen nur eben nicht den Rahmen einnehmen welchen du beschreibst und ein Hindernis darstellen bzw. hemmend auf die Kinder wirken. Allerdings macht hier die Anzahl der Korrekturen und in meinen Augen auch der Ton den Unterschied.


    Da ich derzeit in drei Sportarten im Kindertraining beteiligt bin stelle ich immer wieder fest das viele Trainer in Ihren Erklärungen völlig vergessen wen sie vor sich haben. So bringt eine Ausführliche Detailerklärung bei einem 10 jährigen meist nicht viel da dieser den Erklärungen gar nicht folgen kann. Ein bildlicher Vergleich welchen das Kind mit alltäglichem Verbinden kann ist hier oft sehr viel schneller zu vermitteln und kann auch leichter umgesetzt werden. Bei einem D- oder C-Jugend Spieler sieht die Geschichte wieder anders aus. Hier sind Detailerklärungen durchaus möglich uns oft auch hilfreich.


    Am bleibt immer festzuhalten "Nicht nur ob ich erklären kann ist wichtig, sonder vielmehr ob ich "den Kindern entsprechend" erklären kann!
    Ich setze daher auch dem Alter entsprechend unterschiedliche Methoden und Gewichtungen ein und ab Ende der E-Jugend erhält auch das erklären deutlich mehr Raum.


    Gruß
    Torsten

    Grundsätzlich lasse ich die Kids auch viel auf dem Funino Feld in unterschiedlichen Varianten spielen.
    Wenn ich dann aber erkenne, dass sich Muster einschleifen, die den Kindern das Spielen erschweren, ist es dann nicht in Ordnung, in interessanten Übungsformen dieses Muster zu korrigieren.

    Ich denke hier bist du genau in dem Bereich unterwegs den auch TW-Trainer beschrieben hat. Hier gab es auch schon ganze Threads ob es nicht auch reicht den Kinder bis hoch in die E einfach Felder aufzubauen und dann spielen zu lassen. Fazit war das dies sicher nicht die schlechteste Methode wäre, man allerdings mit korrekturen (und das sollten Sie bleiben) noch mehr erzielen kann.


    Damit bist du genau auf diesem Pfad unterwegs!

    Zitat

    Gruß
    Torsten

    @Grätsche
    Ich kann alle deine Argumente Nachvollziehen. Was ich aber nicht teile ist der Begriff "Problem"!


    Schlicht aus dem Grund da diese Dinge jedes Jahr und immer in den selben Altersklassen auftreten. Ob ich daran Spaß habe oder nicht! Als ich noch am Überlegen war ob ich mit meinen Jungs in die E aufsteige wurde mir genau das vom Jugendleiter vorab mitgeteilt. E und D-Jugend sind in dieser Hinsicht einfach gefordert. Wenn ich damit ein Problem habe bin ich als Trainer in diesem Altersklassen falsch!


    Bitte nicht falsch auffassen aber es ist schlicht eine unserer Pflichten unsere Termine auch an das Leben der Kinder anzupassen. Was nicht bedeutet das jeder Geburtstag oder sonstiges berücksichtigt werden muss, aber gewisse "Verpflichtungen" der Kinder haben einfach Vorrang. Wir spielen derzeit in der D-Jugend regelmäßig Doppelspieltage (Freitag / Sonntag), wie viel Zeit hier noch für Verlegungen oder generell für Training bleibt ist beschränkt. Und dennoch haben wir uns dem Besuch des Bischofs in unserem Ort zu Fügen. Macht keinen Spaß ist aber schlicht unsere Aufgabe. Problem ist es aber keines, da gibt es anderes was in diese Kategorie fällt.


    Gruß
    Torsetn

    Doch, das ist es leider sehr häufig hier bei mir.
    1. Kommt es auf den Pfarrer an. Hat der mit den Hobbies der Kinder nix am Hut, besteht auch kein Verständnis für eine Terminverlegung. Außerdem betreuen hier in meiner Region die Pfarrer meist mehrere Dörfer, so dass der Terminplan schon ziemlich straff ist.
    2. Kommt es auf die Eltern an. Es gibt Eltern, da gehen die Kurse nun mal vor, ohne wenn und aber. Sie lassen auch keine Diskussion über eine Verlegung zu. Das muss man akzeptieren.
    3. Kommt es auf die Kinder an. Es gibt (zum Glück) es Kinder, die noch mehrere Hobbies haben. Auch deren Terminkalender innerhalb der Woche ist voll, so dann die Wochenendkurs als geringeres Übel angesehen werden.
    Am Ende ist der Trainer meistens derjenige, der versucht durch Spielverlegungen alles irgendwie hinzubekommen. Bei mir im Verein sind die meisten Mannschaften so eng besetzt, dass es auch gar nicht anders geht, um die Spiele nicht absagen zu müssen. Da es vielen Gegnern aber auch so geht, herrscht breite Verständnis in der Gegend.

    Ich verstehe dennoch das Problem nicht ganz. Kommunion oder Konfirmation zieht sich mit allen Vorbereitungen über einen begrenzten Zeitraum und gehört für die Kinder nun mal zum groß werden.
    Das ein Pfarrer hier auch nicht immer Rücksicht auf unseren Spielplan nehmen kann ist nachvollziehbar und verständlich; mehrere Gemeinden, andere Sportarten usw. wurden ja schon genannt. Das es anderen Vereinen ebenso geht und daher sowohl beim Gegner als auch beim Verband Verständnis vorherrscht hast du auch angesprochen.


    Also wo ist dann das Problem? Verlorene Trainingszeiten oder Spielverlegungen gehören nun mal zum Trainergeschäft.Und meiner Erfahrung nach halten sich die Ausfallzeiten und Aufwände ja durchaus in Grenzen. Wen der Aufwand zu groß wird fällt ein Spiel eben einfach aus. Ist ja immer noch Kinderfußball.


    Interessant wäre es von Ersteller etwas mehr zu erfahren was Ihn zu seiner frage gebracht hat. Um ein wichtiger kann es ja nicht wirklich gehen.


    Gruß
    Torsten

    Ich denke es gilt hier zu unterscheiden wie der Spieler im Alleingang das Spiel entscheiden kann. Entsprechend gibt es Lösungen welche dein Team finden sollte.


    Einen "Max Weitschuss" darf ich einfach nicht immer schießen lassen. Wenn natürlich deine Kinder immer in sicherer Entfernung abwarten wird es entsprechend leicht. Also kann man im Training entsprechende Schwerpunkte anbieten um den Kinder ein entdeckendes Lernen zu ermöglichen. Ziel sollte es sein das man "näher an den Gegner heranrückt" um bereits bei der Annahme stören zu können. Das lernen auch F-Jugendliche. Am eigenen Strafraum abzuwarten ist hierbei schlicht tödlich.


    Den Superspieler könntest du ja auch nur ausschalten in dem du selbst einen Top-Spieler abstellst. Alle anderen wären mit deiner Anweisung schlicht überfordert und du hättest nichts gewonnen. Außer das du dein eigenes Spiel zerstört hast. Wenn du allerdings einen entsprechenden Spieler in deinen Reihen hast ist meine Erfahrung das diese selbst in der Regel irgendwann erkennen wer die Schaltstelle beim Gegner ist und selbstständig versuchen diesen einzubremsen. Um dieses zu ermöglichen ist natürlich auch Handwerkszeug erforderlich welches du mit deinen Kindern im Training erarbeiten kannst.


    Generell ist es bis in die E-Jugend hinauf wohl normal das viele Mannschaften von 1-2 Topspielern profitieren. Daran werden wir auch nichts ändern können. Diese Topspieler aufzuhalten ist aber nicht Aufgabe von 1 oder 2 Spielern welche vom Trainer eingeteilt werden sondern von der ganzen Mannschaft. Helfen kannst du deinem Team indem du immer wieder entsprechende Situationen im Training erzeugst (1gg1; 2gg1, usw.) in denen Lösungen erprobt und gelernt werden können. Natürlich ist das keine Lösung auf ein Spiel und es werden auch noch mehrere Punkte an andere Mannschaften gehen. Ab der E-Jugend (und weiter fortschreitend) erkennt man aber in der Regel das eben mehr als ein, zwei Topspieler erforderlich sind und ein ausgebildeter Kader wichtiger wird als ein einzelner Spieler!


    Gruß
    Torsten

    Hallo DenSen,


    erst mal herzlich willkommen hier. Deine Philosophie des Kindertrainings scheint ja nicht soo schlecht zu sein. Hoffentlich wirst du noch mehr berichten.
    Zu deiner Situation stellt sich mir die Frage warum der Spieler Druck spüren sollte? Wenn es denn so sein sollte fallen mir drei Kernfragen ein.


    Baut ihr Trainer den Druck auf?
    Wenn auch nicht beabsichtigt kann ein "Komm jetzt zeig Ihnen was du kannst!" oder ähnliches können den Spieler in seiner Gedankenwelt durchaus unter Druck setzen.


    Baut die Mannschaft Druck auf?
    Wenn du schreibst das der Spieler die anderen der Mannschaft mitreißt ist es durchaus denkbar dass seine Mitspieler gerade darauf warten das er es richtet. Wie geht ihr mit diesen Situationen in der Mannschaft um, wird der Spieler hier extra erwähnt oder bezieht ihr immer alles aufs gesamte Team?


    Tragen vielleicht die Eltern und das Umfeld zum Druck bei?
    Deckbar ist natürlich auch das Eltern sobald Sie die "A-Aufstellung" lesen den Kindern Flöhe ins Ohr setzen. "Heute müsste Ihr ja gewinnen!" und anderes.



    All das ist von Außen sehr schwer einzuschätzen. Natürlich ist es möglich das ein Spieler sich auch selbst Druck aufbaut dem er gar nicht verarbeiten kann. allerdings kann man als Trainer auch vieles unternehmen um genau dagegen anzusteuern. Allerdings muss man sich erst im klaren sein woher der Druck denn kommt. Anschließend kann man auch das Gespräch mit allen Beteiligten suchen oder selbst entsprechend anders reagieren.
    Auch eine Tagesform hast du ja schon angesprochen und wenn du mit der A-Mannschaft auf ein Turnier fährst ist auch ein "zu leicht nehmen" des gesamten Teams nicht unwahrscheinlich.


    Generell solltest du genau ergründen woher der von dir in den Raum gestellte Druck für den Spieler kommt und daraus ggf. Maßnahmen ableiten.


    Gruß
    Torsten