Ich würde nun gerne von euch wissen, wie es bei euch läuft mit mehreren Mannschaften einer Altersklasse.
Wer entscheidet bei euch, wer in welcher Mannschaft spielt?
Teilt ihr in diesem Alter schon nach Leistung ein?
Voraussetzung ist bei uns die Breitensportorientierung. Daher in erster Linie Jahrgangsmannschaften gleicher stärke. Bei Überhang oder zu wenig Kinder wird verteilt.
Nehmt ihr bei der Einteilung der Mannschaften Rücksicht auf besonders große Freundschaften?
Haben die Eltern in irgendeiner Form Mitspracherecht?
Freundschaften ja. Die Kinder sollen Spaß bei der Sache haben. Und warum soll ich dann Freunde zwangsweise trennen. Sollten Sie in unterschiedlichen Jahrgängen liegen fallen Sie natürlich erst einmal in jeweilige Team. Beim Auffüllen werden aber diese Argumente dann mehr gewichtet als sportliches.
Die Eltern kennen ihre Kinder am besten und werden daher frühzeitig informiert. Sollte es Bedenken geben werde diese einbezogen. Die finale Entscheidung liegt aber bei den Trainern und wird den Eltern dann auch mit Argumenten übermittelt.
Trainieren beide Teams getrennt oder zusammen?
Alle Altersklassen trainieren immer zur gleichen Zeit auf dem selben Platz. Selbst wenn wir die Gruppen aufteilen kann ich auf einem Großfeld drei Teams parallel aufbauen. Wichtig ist aber das die Trainer zusammenarbeiten.
Generell trainieren meist sogar alle Teams "zusammen". Das heißt gemeinsamer Einstieg ins Training und dann parallel auf zwei Stationen. Hierbei werden aber auch die Mannschaften durch-gemixt. U8 und noch gaznes Stück aufwärts steht die persönliche Entwicklung und nicht die Mannschaft im Fokus. Warum muss ich dann zwingend mit der Wettkampfmannschaft trainieren?
Auch wir haben SG's welche aber dennoch alle gemeinsam zur selben Zeit auf dem selben Platz trainieren. Selbst wenn jede Gruppe ein eigenes Training macht treffen sich die Eltern und auch die Kinder. Ich persönlich finde das ihr hier die größte Distanz (in beiden Sinnen) zwischen den Teams aufbaut.
Aber warum machst du dir jetzt schon einen Kopf um die D-Jugend wenn du eine U8 hast? Bis dahin wird noch viel passieren. Die besten rauschen schon nach der F-Jugend zum nächsten Verein ab, andere kommen, einige hören vielleicht auf...
Mit 22 Kindern ein Team? Viel Spaß dabei. Dann kannst du dir nämlich jede Woche das Geheule anhören, wenn die "falschen" Kinder in die Zweite zum Spieltag abkommandiert werden. Der Widerstand gegen drei Teams zur Hallensaison spricht hier ja eine deutliche Sprache. Insbesondere in der F-Jugend, wo man wohl aus fachlicher Sicht eher auf zwei gleichstarke Gruppen setzen sollte.
22 Kinder gemeinsam Trainieren ist kein Problem. Zu den Spielen kann ich dennoch zwei Mannschaften melden. Hat auch den Vorteil das zwei Trainer da sind.
Wenn ich die Teams nicht nach 1. und 2. Mannschaft einteile habe ich auch kein Geheule. Da ich die Teams auch nicht durchwechseln darf (Spielordnung) bleiben die Mannschaften die Saison zusammen. Es ist aber allen klar "Wir 8alle 22 Kinder) sind die E-Jugend, und nicht die E1 und E2. Ich habe mit diesem Weg auch keinerlei Probleme wenn ich mal einen Spielr brauche der mir in der anderen Mannschaft aushelfen muss weil viele krank sind. Der spielt egal in welchem Team und das nächste wieder in seinem anderen. Auch hier werden nicht immer nur die besten ausgeliehen. Sollte es sich anbieten ist es eben die Schwester oder der Freund eines Spielers der anderen Mannschaft auch wenn diese(r) ein Blümchenpflücker ist. In meiner Mannschaft (derzeit 20 Kinder E-Jugend) stelle ich fest das in den letzten Jahren hier ein super Haufen, unabhängig des Jahrgangs, zusammengewachsen ist. Obwohl wir sicherlich mehr verlieren als gewinnen sind alle mit Spaß dabei und unterscheiden gar nicht unter den Teams.
Wir verfolgen diesen Weg im Verein, mit Weitsicht auf ältere Mannschaften, nun seit ca. 10Jahren. Klar haben einige Blümchenpflücker aufgehört was es aber in den letzten Jahren kaum gab sind Wechsel zu anderen Vereinen von Kindern aus dem Ort. Natürlich ist dies auch nur möglich wenn sich die Trainer untereinander verstehen und alle den selben Weg gehen.
