Beiträge von totog

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    Herzlichen Dank für die Ausführliche Antwort.


    Generell sprechen ich hier auch nicht von beliebigem hin und her Wechseln und auch nicht von Zwang. Was uns hier vielleicht sehr zu Gute kommt ist der kleine Ort (1700EW) und die Tatsache das wir mit allen Kleinfeldteams (F und E) zur selben Zeit trainieren. Sind mal weniger Kinder anwesend werden beide Teams zusammen genommen. Zusätzlich werden bei uns alle Mannschaftsfeste (Grillen usw.), Übernachtungspartys und Ausflüge immer gemeinsam unternommen. Auch hierdurch werden werden viele Grenzen aufgebrochen.


    Ich habe in dieser Saison bereits 8 verschieden Kinder aus der F-Jugend in meiner E-Jugend eingesetzt. Und natürlich hatte ich auch einen Jungen der nicht wollte. Das ist aber kein Problem, wenn ich Spieler brauche wird bei den Eltern angefragt ob der Spieler denn am Samstag Lust hätte bei mir zu spielen. Jede Antwort wird akzeptiert und gut. Gleichzeitig wissen die Kinder das auch in der E jeder Spieler min eine Halbzeit spielen darf und nicht ewig zusehen muss.


    Gegen Vereinsmuster kann man sich natürlich nur bedingt auflehnen und auch ein Trainerkollege der all das nicht unterstützt ist beinahe unumgänglich. Ein "Die Kinder wollen das nicht" oder ähnliches ist meiner Erfahrung nach eher die Ausnahme oder eben von den Trainern oder den Eltern vor gelebt. Natürlich ist der kurzfristige Wechsel in ein völlig unbekanntes Team nicht für jedes Kind angenehm. Allerdings sehe ich auch hier den Verein und die Trainer in der Pflicht ihren Mannschafts-Protetionismus aufzugeben. Allein durch die jährlich neu eingeteilten Altersklassen habe ich immer einen gleitenden 3-Jahres Kader welche abwechselnd (spätestens ab der C-Jugend) zusammenspielen.


    Gruß
    Torsten

    Wir haben in der jungen E seit 2 Jahren 2 Mannschaften mit je 10 Kindern bei 6+1. Dadurch können immer alle spielen. In der 1.klappt das super, weil immer alle da sind. In der 2. gibt es öfter Probleme mit Absagen, sodass der Trainer da langsam aufstocken will.

    Ich möchte hier mal die Frage in den Raum stellen warum jeder derart in seinem eigenen Mannschafts-Cosmos fest hängt? Oder ist das bei euch der Verein der das Vorgibt?


    Ich habe derzeit 18 Spieler für zwei E-Jugenden. Allerdings auch eine F-Jugend mit zig Kindern welche gerne Fußball spielen wollen. Warum also immer so stur an einem Kader festhalten? Es gibt Regeln wie viele Spieler du aus einem Team ins andere schieben kannst plus jede Menge junge Spieler welche sich über Erfahrungen freuen. Gerade jetzt in der Frühjahrsrunde stelle ich fest das ich vielen F Spielern die Angst vor der nächsten Altersklasse nehmen kann wenn ich Sie schon mal mitnehme.


    Wichtig ist dabei das ganze vorab auch den Eltern zu kommunizieren und, ja es ist hart, auch mal eine Niederlage in Kauf zu nehmen.

    Nochmal zum Thema, unsere E-Junioren hatten zu Beginn der Saison 16 Kids und 2 Mannschaften gemeldet!
    Riskant, aber hat bis heute gut funktioniert, da viele Kids kein Problem haben, am Wochenende 2 mal zu spielen...

    Beachte hierbei bitte die Rahmenbedingungen in deinem Kreis. An sich spricht ja nichts gegen 2x spielen, hier bei uns ist es aber so das max. 2 Spieler des letzten E1 Kaders im nächsten Spiel in der E2 stehen dürfen. Also beim "Aushelfen" bitte auch immer das nächste eigene Spiel im Auge behalten.


    In meinem Fall ist gerade die E1 eher unzuverlässig. Daher kann ich genau mit2 Spielern aushelfen, auch wenn 5 dazu bereit wären. Sollten mehr Spieler benötigt werden muss ich mit F-Spielern auffüllen. Das sorgt natürlich auch für Niederlagen, in der Summe stelle ich aber fest das die E1 Spieler seither alles versuchen dabei zu sein. Für die F Spieler ist es eine enorme Erfahrung in dadurch das ich hier immer andere heran ziehe ist in der F auch schon einiges an Erfahrung hinzugekommen.



    Um zum eigentliche Thema Stellung zu beziehen:
    Wenn es die Möglichkeit gibt Spieler von unten nachzuziehen würde ich persönlich immer eher zu kleineren Kadern tendieren. Gerade in der F ist es jedoch so das hier oft kein jüngerer Kader vorhanden ist oder es eben für viele (Familien) die erste Erfahrung mit geregeltem Spielbetrieb ist. Hierzu sind wir bereits mehrfach den weg gegangen in der Herbst Runde nur ein oder auch kein Team zu melden und entsprechend Freundschaftsspiel zu organisieren. Wenn man dann feststellt das alles gut läuft kann man im Frühjahr auch ein zweites Team melden.
    Sollte es nicht so laufen wie erhofft kann ein Freundschaftsspiel einfach abgesagt werden wohingegen ein Runden Spiel hier max. verschoben werden kann. Gebt den Kinder und den Familien Zeit zum lernen. Auch ihr werdet dabei einen schärferen Blick erhalten.




    Gruß
    Torsten

    Leider kann "man"... Das ist schon seit Jahren ein Kampf gegen Windmühlen - bisher vergeblich. Also bleibt uns hier derzeit erstmal nichts anderes übrig, als das Beste aus den Gegebenheiten zu machen.

    Wie muss man sich das vorstellen?


    Wenn ich im Verein keine Kinder in diesem Alter habe kann ich keine Mannschaft melden. Dabei ist auch egal ob Bambini, E oder D-Jugend. Ist es nicht viel mehr der Verein welche unbedingt eine Mannschaft melden möchte?
    Wir werden z.B. im Herbst erst mal keine F-Jugend melden. Das macht der Verein. Sollten dann bis zum Frühjahr mehr Kinder hinzu kommen werden wir dann melden. Aber von Verbandsseite wird hier nur der letztmögliche Termin vorgeschrieben. Alles andere macht der Verein selbst aus.


    Gruß
    Torsten

    ...... Hier ist aber doch die Frage, ob man ihnen das als Marschrichtung vorgeben sollte. Sprich vorne zustellen kommt vom Trainer. Das ist eine taktische Vorgabe. Darauf in dieser Altersklasse von mir ein klares Nein.

    Ich habe meinen Kinder nie mitgegeben das sie vorne zustellen sollen. Allerdings liegt der Fokus in der E auf der Individuellen Taktik. Und ja, da meine Kinder immer wieder die Positionen tauschen hören Sie auch manchmal das man bei Ballbesitz des Gegners auf einen Gegenspieler zu achten hat. Was in erster Linie zwar die defensiven Spieler hören, diese aber auch oft auch eine andere Position mitnehmen.


    Klar meine "Intelligenteren" (Spielintelligenz) Spieler machen hier einen unterschied zwischen offensive und Verteidigung aber eben nicht alle. Von einer Trainervorgabe hinsichtlich Mannschaftstaktik zu sprechen greift in meinen Augen daher zu weit. Ich möchte aber nicht ausschließen das es diese Trainer auch gibt.


    Gruß
    Torsten

    Ich denke das diese Schwankungen in einer Breitensport Mannschaft leider normal sind. Du hast ja die Kinder nicht aussortiert sondern einen Querschnitt aus allen. Wie oben schon angeführt kommen in der D und der C-Jugend einfach viele Dinge zusammen welche die Kinder beeinflussen- Und das Reicht vom Wetterumschwung welcher plötzlich Auswirkungen auf den Kreislauf hat über Probleme in der Schule oder mit den Eltern welche im Kopf hängen bis zum pubertären Null-Bock Tag.


    Abseits vom motorischen Können müssten wir leider auch in die Köpfe der Spieler sehen können um alles immer richtig einzuordnen. Hänge also diese Schwankungen nicht zu hoch. Wenn deine Spieler Fußball können und gerne spielen werden Sie auch immer wieder in die Spur zurück finden. Ansonsten gibt es für die Kinder einfach auch mal Tage an denen das Wetter wichtiger ist als das eben stattfindende Spiel. Leider auch noch in der D-Jugend. Auch ich bin hiervon als Co-Trainer in unserer D-Jugend leider auch betroffenen.


    Gruß
    Torsten

    20 Kinder sind im Kleinfeldbereich zwei Mannschaften.

    Da gebe ich dir recht. Was ich aber nicht verstehe ist warum ich diese auch im Training teilen sollte? Oder verstehe ich dich hier falsch?


    Gerade in den unteren Jugenden spielen die letzten Ergebnisse nur eine sehr kleine Rolle, was dazu führt das alle nach dem Selben Trainingsplan trainieren. Warum also immer Freunde mit aller Macht trennen? Eine Altersklasse ist bereits ein vorgegebener Schnitt, warum also immer noch selbst was einfügen?


    Gruß
    Torsten

    @Ersatzbank
    Zu deiner Frage oben. Ja ich hatte überlegt zwei Mannschaften nach Leistung zu machen. Hierbei ist mir aber das Thema Freundschaften zu wichtig erschienen. Wir Trainieren jetzt alle zusammen, jedoch meist in zwei Gruppen. Also einmal Team A und B aus Funino Feld eins in der Übung und dann Team C und D aus Feld 2. Das ganze hat für mich den Vorteil das ich zum einen bei mehreren Absagen noch immer genügend Kinder am Platz habe und gleichzeitig, wenn alle da sind, habe ich einmal die besseren und einmal die schwächeren in der Übung. Wobei sich besser und schlechter immer am Schwerpunkt orientiert und nicht stur an der Stärke im Funino. Damit habe ich auch immer Verschiebungen in den Teams, je nach Training. - So musste gestern einer meiner besten Spieler in die schwächeren Gruppe da er beim Schießen immer die Pike an den Ball bringt. Andere sind dafür in Gruppe A gewechselt.
    Da ich den Kindern das ganze natürlich nur anhand von "möglichst ausgeglichenen Teams" verkaufe fällt ihnen das bisher auch gar nicht auf. Außer das sie mir mal einen Fehler vorwerfen wenn ein Team im Funino deutlich verliert. Gleichzeitig machen alle Teams in den Übungen den selben Einstieg und eine Gruppe schafft es eben bis zur Steigerung 5 und die anderen dann nur bis 2 oder 3. Aber alle beginne bei den Basics - schadet ja keinem.


    Zu deinem Problem mit der Einteilung denke ich das meine Kinder in der E schon etwas weiter sind. Natürlich wollen immer zwei zusammen sein oder fragen mal ob wir die Teams nochmal mischen können. Durch die Wechsel von Training zu Training halten sich diese Fragen aber auch in Grenzen.
    Aber warum platzierst du den Star nicht immer in anderen Gruppen? Sollte die Gruppe zu "schwach" sein darf dieser eben nur mit den schwachen Fuß spielen oder selbst keine Tore schießen. Das macht die einen glücklich und ihm hilft es auf Dauer auch seine Fähigkeiten zu entwickeln. Mir ging es sogar bereits so das ich beides einsetzen musste dar ein Spieler selbst mit dem schwachen Fuß alles dominiert hatte. Das ist wohl das Los des Dorftrainiers. Ob solche Regeln auch in einem Turnier umsetzbar sind kann ich nicht beurteilen.
    Generell ist deine Situation, wie du sie beschreibst, sicherlich auch von den Freundschaften bzw. nicht Freundschaften deutlich mehr belastet als z.B. in meinem Team. Meine Jungs vereinbaren nach dem Training schon wann Sie denn morgen wieder auf dem Platz kommen zum kicken. Da machen Sie die Teams dann nach ihren wünschen. Darauf kann ich natürlich auch immer verweisen.
    Eine weitere Idee wären 7/7 Freundschaftsspiele. Auch wenn du gerade davon weg bist, bieten diese einfach allen die Möglichkeit in einem Team zu spielen. Die Stärke des Gegners kannst du ja auch selbst etwas beeinflussen. Je nach Anzahl der Kinder im Training kannst du ja auch im Training in größeren Teams spielen. Ich hole hierzu teilweise auch die älteren aus der F-Jugend hinzu. Die sind ja nächstes Jahr auch mit den jüngeren in einem Team.


    Gruß
    Torsten

    Siehst Du die Ballan- und -mitnahme nicht als einen Teil der Ausbildung in dieser Altersklasse an?

    Doch, ich habe mit meinen Spielern auch bereits in der F mit diesem Thema begonnen. Allerdings beschreibst du ja selbst das die Gesamtheit der Mitnahme für einige zu schwer ist. Gilt in meiner E-Jugend auch heute noch.


    Warum zerlegst du also diesen komplexen Umfang nicht etwas damit alle einen Einstieg finden?
    Eine der Lieblingsübungen meiner Spieler ist ein Fangspiel welches ich (glaube ich ) aus der MFS-Seite gesehen habe. Zwei Spieler laufen frontal aufeinander zu. In der Mitte ist eine neutrale Zone markiert und ca. 10m rechts und links ein Ziel. Der Spieler welcher gefangen werden muss darf in der neutralen Zone so lange Täuschen und die Richtung ändern bis er meint das Ziel erreichen zu können. Der Fänger darf erst außerhalb der Zone den Gegenspieler berühren (also nicht über die neutrale Zone greifen).
    = Körpertäuschung, bewußter und schneller Antritt, usw. (Für bessere Gruppen gibt es ganze auch gerne mit Ball, ist dann aber sehr viel mehr Dribbling mit drin)
    Im nächsten Schritt folgt die Flucht nach einem Anspiel (vom Fänger oder auch von dir). Weitere Steigerungen können Zeitdruck und andere Maßnahmen sein.
    Ich bin mir ziemlich sicher das man das in ein paar versuchen mit jeder Gruppe gut zum Laufen bekommt. Auch hier gibt es wieder ausreichend Steigerungen.


    Das aber in meinen Augen ganz wichtig ist, ist hier die Zielsetzung im Auge zu behalten. Auch wenn einige deiner Spieler die Ballmitnahme fast perfekt könen ist diese mit das Ziel in dem Alter. Sondern das Kennenlernen und Versuchen. Wenn du also zwei normal begabte Kinder gegeneinander antreten lässt und der Läufer das Ziel erreicht ist doch alles gut. Ob nun die Mitnahmen aus einem Guss war oder gestoppt wurde und der Gegner mit einer Körpertäuschung oder nur einem schnellem Antritt verladen wurde ist doch egal. Die Zielsetzung lautet "kennenlernen von Techniken und ausprobieren".


    Genau hier liegt aber der Kernpunkt. Wenn du Ballmitnahme zum Thema in der F machst bedeutet das nicht das jedes Kind dies am Ende perfekt können muss. Gute können es vielleicht schon besser, Normallos eben nicht so perfekt. Wichtig ist das die Kinder eine Möglichkeit darin erkennen und für Zweikämpfe im Spiel etwas mitnehmen. Das kann hier auch gern der schnelle Antritt sein auch wenn der Ball vorher gestoppt wurde.


    Aus diesen Gründen aber Freundschaften in zwei Trainingsgruppen zu zerreißen ist aber in meinen Augen nicht nötig.


    Gruß
    Torsten

    Das Problem habe ich z. Zt. dann eher bei den Übungsformen...wo ich mir immer einen Kopf machen muss...
    Stichwort: Ballan- und die -mitnahme.
    Der eine Teil der Mannschaft kann Bälle schon sauber stoppen, bzw. auch direkt in die Bewegung mitnehmen, so dass ich hier eine schöne Übungsform aus Ballan- und -mitnahmen inkl. Passspiel mit beiden Füßen (!!!) machen kann.
    Der andere Teil der Mannschaft muss eigentlich noch immer erst das Stoppen und dann das Passen isoliert trainieren, sprich hier würde ich mit der o. g. Übung den zweiten Schritt vor dem ersten machen, so dass ich hier eine andere Übungsform erstellen muss.

    Ich kenne deine Mannschaft nicht, was es schwer macht das zu beurteilen. Aber in der Regel hast man doch derart viele Steigerungs Möglichkeiten in jeder Übung das ein extra Übung in meinen Augen nicht erforderlich sein sollte. So kann ich z.B mit Gruppe A die An- bzw. Mitnahme in einer Übungsform aus einem Viereck machen. Ohne Gegner, ohne Zeitdruck und mit ausreichend Platz. Für die Gruppe B füge ich dem Ganzen einen Gegner oder zur Not auch zwei hinzu. Damit hat jeder seinen Anspruch. Ähnliches ist in fast jeder Übung oder Spielform möglich (nur der schwache Fuß, Unterzahl, Zeitdruck, usw.)


    Ich möchte hier auch noch hinzufügen das ich den Ausbildungsschwerpunkten der Altersklasse nicht vorgreifen würde. In der F-Jugend ist ausschließlich das individuelle und hierbei auch noch nicht die Feinform das Ziel. Daher würde ich auch mit den besseren eher an der Ausführung feilen als immer weiter zu schreiten. Denn damit verlieren alle anderen immer mehr den Anschluss. Das heißt nicht das ich die besseren langweilen muss, aber das Ziel muss die Entwicklung in der Breite bleiben.


    Gruß
    Torsten

    Ich habe eine ähnliche Schere allerdings bezogen auf die e-Jugend und deren Trainingsinhalte. Bei 16-18Kinder im Training stehe ich vor der selben Herausforderung.


    Eine, für meine Truppe, sehr gute Lösung bieten hier diverse Spielformen z.B auch Funino. Hierbei lasse ich in der Regel auf zwei Feldern spielen und Teile die Team leistungsgleich ein. Also die guten in ein Feld und die schwächeren gegeneinander. Somit kann jedes Kind hier bereits in seiner Stärke Erfolgserlebnisse sammeln. Da die Trainingsschwerpunkte für alle gleich sind baue ich aber nur ein Training aus. Allerdings hole ich mir die Kinder ja nach Teams.
    So habe ich einmal die stärkeren in der Übung und kann mit Variationen und Provoktionsregeln auf deren Bedürfnisse eingehen und im zweiten Wechsel habe ich die schwächeren und gestalte die Ausführung passend für deren Können.


    Wenn du die beiden Spielformen noch unterschiedlich gestaltest z.B.. einmal auf Diagonale Dribbeltore und einmal auf umgedrehte Minintore (Tor nur von hinten möglich) kannst du in den spielenden Gruppen auch für Abwechslung sorgen.



    Gruppen aufteilen habe ich auch bereits überlegt. Allerdings machen bei mir die Freundschaften nicht vor dem Können halt. Und viele der Kinder wollen doch einfach mit ihren Freunden Fußball spielen. Wenn ich Sie also trenne ist dieser Punkt weg gefallen und das möchte ich nicht. Im selben Training in unterschiedlichen Teams ist hier ein guter Kompromiss wie ich finde.


    Gruß
    Torsten

    Ich würde künftig in der F-Jugend ganz viel FUNino spielen und da die Regel anwenden, dass das Spiel eröffnet wird, indem der Ball die eigene Torauslinie ins Feld hinein überquert -- sowohl eindribbeln als auch passen ist hierbei zulässig. Die Gegner müssen außerhalb der Schusszone, in die hinein eröffnet wird, bleiben, bis der Ball im Spiel ist. Ist das für die eröffnende Mannschaft noch zu schwer, so könnte man auch die Mittellinie dazu heran ziehen (und ggf. auf die Schusszone verzichten bzw. sie auf die komplette Angriffshälfte ausdehnen). Ich stelle mir vor, dass man so die Fähigkeiten, die man für eine gute flache Eröffnung später braucht, auf diese Art sehr gut schulen kann.

    Warum tun sich denn deine Torhüter so schwer mit den Entscheidungen? Ganz klar ist das Erfassen und Entscheiden immer auch vom Kind selbst abhängig. Du beschreibst es jedoch als wären deine Spieler (oder manche) in der Lager die Situation zu erkennen und Lösungen zu kreieren, der Torhüter könnte diese aber nicht bzw. erst zu spät erkennen. Meine Erfahrung ist das häufiges Spielen im Feld den Torhütern hierbei sehr gut helfen kann. Zum einen sind die Aktionen sehr viel mehr und vielseitiger, zum anderen finde ich das gerade das Passspiel für einen "nur" Torhüter kaum zu verbessern ist da ja nur sehr wenige Aktionen zur Verfügung stehen.


    Der Ansatz mit Funino ist sicherlich gut (bzw. generelle Spielformen). Ich handhabe dies auch immer wieder so das "Einkicks" nur von den potentiellen Torhütern gemacht werden dürfen. Abstandszonen sind sicherlich in der F sinnvoll, der Gegner bietet diese aber auch nicht. Deshalb würde ich sehr schnell versuche auf "reale" Bedingungen zu kommen. Lieber müssen die Spieler (und Torhüter) im Training viele Lösungen finden und können Fehler ohne Konsequenzen ausprobieren als wenn ich im Training X gute Versuche hab und im Spiel plötzlich ja auch ein Gegner mitspielt.


    Gruß
    Torsten

    Hier im Landkreis gibt es eine Handvoll E3/E1-Mannschaften, die den Rest an die Wand spielen, weil sie dafür bekannt sind, starke Spieler zu sammeln. Da müssen sich die anderen Vereine halt mal fragen, warum diese Vereine Magneten für starke Spieler sind. Da liegt viel in der Vereinsphilosophie begründet.


    Aber ich bin fest davon überzeugt, dass diese ambitionerten Vereine mit den gleichen Sorgen zu tun haben. Wie können wir die besten halten? Und die Antwort ist die gleiche: Gar nicht! Auch hier ziehen die besten weiter... Dazu kommt, dass diese Vereine jedes Jahr Kinder wegschicken, die "die Erwartungen nicht erfüllen!"

    Genau in diesen Punkte sehe ich das große Problem. Selbst wenn ich genügend Kinder im Einzugsbereich hätte um ein "Aussortieren" möglich zu machen, schicke ich dennoch andere Weg. Nun habe ich aber dennoch einige Spieler die zu anderen Vereinen oder in NLZ's wechseln. Um diese zu kompensieren fehlt dann oft der Unterbau da ja alle "schlechteren" aussortiert wurden. Bleibt also nur erneut gute Spieler gezielt anzusprechen und aus anderen Vereinen abzuziehen. Die Erfahrung zeigt (hier bei uns) das es dann für den Herrenbereich kaum Übertritte gibt das es in den höheren Altersklassen kaum noch noch eine Vereinsbindung sondern in erster Linie Mannschaftsbindungen gibt. Wenn aber nur 2 oder 3 aus dem Team in die erste Mannschaft gezogen werden sollten haben diese auch keine Lust. Lieber in anderen Vereinen oder mit ihren Kumpels aus der A-Jugend in der zweiten.


    Ich erlebe gerade wie unser Nachbarverein (ca. 10x so viele Einwohner wie unser Dorf) derzeit in der E2-Jugend 1 mal in der Woche Runden laufen lässt da Sie ja keine Auswechselspieler mehr haben. Gleichzeitig erzählt mir mein Neffe welcher Teil der Mannschaft ist, das er froh ist das der neue nicht mehr kommt "da der ja gar nichts konnte!". Auf meine Nachfrage hin ob dieser denn nicht zumindest für Pausen seiner Mitspieler im Spiel sorgen konnte berichtete er das dieser Spruch vom Trainer stammt. Am Ende erhalten wir schlicht die Spieler und Teams welche wir uns (er)ziehen.


    Gruß
    Torsten

    E-Jugend! Da ist jede gelungene hohe Abspiel-Annahme Glücksache. Das kann man machen, aber die Spielintelligenz wird dabei gewiss nicht gefördert.


    Es wird hier verusucht eine Krankheit mit Schmerzmitteln zu heilen.

    Eine Frage des Blickwinkels. Wenn ich ausschließlich kurze Eröffnung fordere obwohl diese in der Situation nicht möglich ist heile ich auch nichts. Was ist nun besser.


    Zum Thema hohe Anspiele gebe ich dir Recht. Das ist aber doch auch gar nicht notwendig. Vielleicht habe ich mich aber hier auch falsch ausgedrückt. Ich schätze das ich alleine in den beiden E Spielen am Wochenende vielleicht 8-10 "lange" Spieleröffnungen der Torhüter gesehen habe. Davon waren genau 2 zu lang und exakt null mussten mit der Brust oder dem Kopf angenommen werden. Alle weiteren wurden zu keiner Zeit weit über Kopfhöhe gespielt und konnten von den Spielern (ja in der E) problemlos mitgenommen bzw. gestoppt zu werden.


    Natürlich kann ein TW, wie übrigens alle anderen Spieler auch, nur durch versuchen lernen. Und ebenso kann ich meinem TW durch Fragestellung auch darauf aufmerksam machen das jeder "hohe" Ball reine Glückssache ist. Aber wir sprechen hier vom kleinen Feld. Wenn meine Verteidiger sich bewußt zum TW orientieren und dadurch etwa in Höhe der Strafraumlinie stehen kann jeder meiner Torhüter einen, für den Spieler verwertbaren, Pass (Abschlag) in den Laufweg des Spielers spielen. Vor allem da sich der Gegner an den Verteidigern und in der Regel der Spielfeldmitte orientiert.


    Gruß
    Torsten

    Ich muss diese Saison leider feststellen das dieses Fragen scheinbar einem Zyklus unterliegen.


    - Bei den Bambinis ist die Wetter-Gewöhnung noch nicht so weit und auch aufgrund der fehlenden Wellspiele wird einfach mal gefragt.
    - In der F-Jugend hatten meine Spieler dann keinerlei Probleme mehr mit Regen. Unser geilstes Training hatten wir mit 5cm tiefen Pfützen auf dem Platz.


    Damit war für mich das Thema eigentlich durch, dachte ich.


    - Seit dieser Saison in der E-Jugend habe ich wieder bei jedem Regen min. 2 Mütter welche nachfragen.


    Erstaunlicher Weise sind die Fragen nun nicht mehr in der Gruppe sondern immer direkt bei mir. Scheinbar wird auf Absage gehofft, man möchte sich aber vor den anderen keine Blöße geben.



    Das ganze nervt zwar, gehört aber wohl auch einfach dazu. Die Kinder sollen gesund bleiben und manche Eltern machen sich nun mal mehr sorgen als andere.


    Gruß
    Torsten

    Wir sagen unserem TW lediglich, dass er den Ball nicht blind vorbolzen soll, sondern schon immer konkret einen Mitspieler anvisieren soll. Dass aber grundsätzlich der kurze Ball der Plan A ist, sofern das möglich ist.

    Da man den langen Ball als "Hauptmittel" vermeiden möchte ist diese Aussage sicherlich nachvollziehbar. Nach allem was ich in vielen Diskussionen hier gelernt habe bin ich aber sogar davon abgewichen dies generell zu verbieten. Vielmehr zeige ich meinen Torhütern auf das Sie, als ein Mittel von vielen, gerne auch den Raum vor den Spielern bespielen sollen. Ziel ist es den Torwart aktiv auch in den Angriff einzubinden, siehe Manuel Neuer.


    Wenn der Torwart dies als beste Option sieht sollte den Spieler gezielt ansprechen welchen er ins Auge fasst und den Abschlag dann über diesen in den Raum vor den Spieler versuchen. Einzige Einschränkung welche ich hierbei ausgebe ist das der Ball gezielt für diesen Spieler gebracht werden muss und nicht einfach hoch in die Mitte. Das ergibt sich aber auch bereits aus der Ansprache des Spielers welchen er in Szene setzen will.



    aber wenn alle Spieler kurz zugestellt sind, warum lobt ihr diese, in dem Moment "falsche" Entscheidung?

    Ein Ball welcher von TW zum Gegner kommt ist eine Fehlentscheidung und wird auch als solche wahrgenommen. Sollte jedoch ein Spieler anspielbar sein (sich frei Laufen), dieser jedoch im Aufbau den Ball verlieren und der Gegner dies bestrafen werde ich dennoch den Versuch des TW und das frei Laufen bzw. den Mut des Spielers loben. Das schließt auch nicht aus dass man ebenfalls über eine bessere Option für die Folgeaktion (1gg1, Pass, oder Rückspiel) nachdenkt. Ziel ist es ja die Spieler einerseits zu ermutigen eben dies zu versuchen, gleichzeitig sollen Sie aber auch aus den Fehlern lernen können.


    Gruß
    Torsten

    Vom BLSV (Bayerischer Landes Sport Verband) gab es hierzu vor einiger Zeit mal ein Infoblatt "Recht am Bild". Habe leider von hier keinen Zugriff ("Google sollte helfen können").


    Grundtenor war das eine Aufstellung zum Mannschaftsfoto als Zustimmung gewertet werden kann, da man sonst ja auch wegbleiben kann. Allerdings ist es bei Jugendteams in meinen Augen damit so das eigentlich alle Eltern der Kinder anwesend sein müssten. Da die Kinder das selbst ja nicht entscheiden können. Wenn du also rechtlich 100% abgesichert sein möchtest geht nichts über eine Liste mit Unterschriften ja/nein. Und selbst hierbei könnte dir noch der getrennt lebende Vater welcher an diesem Tag nicht anwesend ist eine Strick drehen (vorausgesetzt ist gemeinsames Sorgerecht).


    Ich handhabe das jedes Jahr so das ich in der Gruppe in der alle Eltern beteiligt sind mitteile wann wir das Mannschaftsfoto machen und wofür wir diese Planen zu verwenden. Wer mir dann nicht dann nicht mitteilt das sein Kind nicht aufs Foto soll oder dies seinem Kind sagt gibt die Einwilligung. Das wurde auch von einem Anwalt im Verein so als i.O. eingeordnet.


    Gruß
    Torsten


    P.s. Da aber das Internet nur sehr schlecht vergisst wäre ich mit Namen eher vorsichtig. Du weißt ja auch nicht was die Kinder selbst in X-Jahren dazu sagen werden. Wenn also Namen würde ich diese als a) nur Vornamen und b) nicht zuzuordnen einstellen. Also neben dem Bild eine Liste in zufälliger Reihenfolge ohne Bezug zur Aufstellung auf dem Bild.

    Doch wenn man bei jedem Abstoß konsequent zugestellt wird kommt es halt mal vor, dass man den Ball verliert. Natürlich bringt es nicht, sich hier über die Taktik des Gegners aufzuregen, doch es ist vor allem für unsere Jungs sehr bitter, dass wir dieses Jahr bereits das zweite Mal eine hohe Niederlage gegen diesen Gegner einstecken mussten, obwohl wir fußballerisch sicher das bessere Team gewesen sind.
    Was haltet ihr von dieser Taktik? Würde mich einfach mal interessieren.

    Generell sehe ich in einem Spiel wie diesem eher eine Chance als ein Drama. Was bringt den Kindern denn der Spielaufbau von hinten wenn kein Gegner weit und Breit ist? Das wären dann ja Übungen für Training. Gleichzeitig würde ich meine Spieler konsequent dafür loben wenn Sie es dennoch versuchen. Auch wenn jeder Fehler bitter bestraft werden kann. Ich denke deine Spieler können in diesem Spiel extrem viel lernen und werde zukünftig davon profitieren.


    Einerseits kann uns der Gegner ja nur Zustellen wenn wir es nicht schaffen uns entsprechend frei zu laufen. Gleichzeitig schafft diese Stellung des Gegners ja auch enorm Platz auf allen anderen Bereichen des Platzes. Wenn der Gegner zwei oder drei seiner Spieler auf deine Verteidiger stellt bieten sich dem Torwart ja auch Möglichkeiten einen Spieler im Mittelfeld, oder einen Stürmer an zuspielen. Diese Option dürfen ihm dann auch nicht verboten werden. Auch wenn Gruppentaktik nicht zu den Ausbildungszielen in der E-Jugend gehört, was spricht denn gegen ein (wenn auch unbewusstes) Erleben der Möglichkeiten? Natürlich sind diese Spiele bitter. In bin aber davon überzeugt das es gerade diese sind in welchen die Kinder sich entwickeln können.


    Ich würde meine Kinder hierbei auch nicht zum "langen Ball" ermuntern. Allerdings muss es hier dem TW auch erlaubt sein seinen Aktionsradius bei Abschlag/-stoß zu erweitern. Gleichzeitig sind alle Spieler hier aufgefordert dem TW Lösungen anzubieten und nicht nur die Verteidiger.


    Gruß
    Torsten

    @Ersatzbank
    Deine Schilderungen erinnern mich leider sehr an die FPL. Ein guter Gedanke wir ohne weitere Reglementierung und Schulung einfach in die Vereine weitergereicht. Die werde es dann schon richten. Zur Hilfe erstellen wir noch schnell einen Flyer auf den wir dann verweisen können.
    Ähnlich scheint es in eurem Fall zu sein. Das die ersten Vereine welche sich mit den Thema Funino-Liga beschäftigt haben noch die einfachsten Klienten sein sollten ergibt sich ja aus der Sache. Aber scheinbar ist dies in den Verbänden nicht entsprechend reflektiert worden.


    Wie werden eigentlich die "Gruppen" bei euch eingeteilt? Werdet ihr hier von Verband zusammengestellt?
    Wäre es denn nicht möglich das ihr selbst eine Gruppe zusammenstellt mit den Vereinen welche euren Gedanken ähnlich leben. Wahrscheinlich wären das dann in vielen Fällen die Vereine der ersten Stunde.


    Gruß
    Torsten

    ..ich persönlich denke halt, dass man den Kids auch vermitteln sollte, dass man ein Wettsipel macht um sich zu messen und dann geht es letztlich um einen gewinner.

    Natürlich spielen wir im Wettspiel aber letztendlich bin ich im Breitensportbereich auf die Kinder des Ortes angewiesen. Und ja nach Jahrgang bin ich konkurrenzfähig oder eben nicht. Weshalb ich selbst einer Wettkampffähigen Mannschaft von klein auf lerne das es eben nicht in erster Linie um das Gewinnen geht. Sondern dieses eben nur ein Nebeneffekt sein kann.


    Dann ist auch keiner Beleidigt!


    Gruß
    Torsten