Beiträge von totog

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Das Problem Kindern nur sehr ungern absagen zu wollen kenne ich nur zu gut. Allerdings würdest du dir nach den Schilderungen der Zuverlässigkeit mit einem zweiten Team nur ein unnötiges Fass aufmachen. Du müsstest wohl jede Woche irgendwie ein Mannschaft zusammenstellen müssen indem du nachfragst, hinterher rennst, usw. Darauf würde ich wohl auch verzichten.


    Wenn du also nicht viele Jüngere Spieler (E-Jugend) hast die du als Aushilfen fest einplanen kannst und willst bleiben 12+3 zuverlässige Spieler (12+5 mit den verletzten). Der DFB schreibt als Empfehlung Anzahl der Spieler in der Startformation plus 5 Spieler. Die Erfahrung zeigt aber das gerade in der D-Jugend auch die ersten Verletzungen kommen warum 1-2 mehr wohl auch kein Problem sein sollten.


    Solltest du es schaffen auch die unzuverlässigen wieder ins Boot zu holen macht du dir halt auch Arbeit mit dem Organisieren von Freundschaftsspielen. Aber ich denke lieber mehr Aufwand für Zuverlässige Spieler als ständiger Mehraufwand wegen unzuverlässigen Spielern.


    Gruß
    Torsten

    @Domestos
    Ok, da hab ich mich wohl undeutlich ausgedrückt. Bei uns im Verein werde die beiden Formen so bezeichnet. Keine Ahnung wieso. Aber genau die beiden 8+1 und 6+1 meinte ich.


    Wenn du zuverlässige Spieler hast kann das ganze auch mit 21 funktionieren. Du hast in Summe 16Kinder in den beiden Startformationen, somit bleiben 5 Kinder Auswechsel, Verletzungen und Ausfälle. Zusätzlich kann man hier bei uns maximal 2 Spieler der einen Mannschaft auch in die zweite Mannschaft mitnehmen. Sollte dies einmal erforderlich sein musst du die Spiele eben so legen das sie nicht parallel (am selben Tag) stattfinden.


    Eine "Musterlösung" ist immer vom Verein und den Spielern abhängig. In unserem Fall haben wir diese Modell mit 19Kindern gestartet. Am ende mussten wir zwei mal auf Spieler der E-Jugend zurück greifen, was auch kein Problem war. Was jedoch bei euch möglich ist und wobei du die Rückendeckung der anderen Trainer und der JL hast kannst nur du entscheiden.


    Gruß
    Torsten

    Was spricht den gegen eine D9 und eine D6?


    Wir haben das im letzten Jahr so gewählt und das klappte prima. Die Älteren plus einige aus dem Jung-Jahrgang spielten D9 und der Rest D6. Bei größtenteils gemeinsamen Training (manchmal aufgrund der Spieltage auch getrennt) ergaben sich auch keine Gruppen. Auch die Schwerpunkte welche für D9 gedacht waren wurden von den jüngeren mitgemacht. Half beim Umstieg auf dieses Jahr ungemein.
    Zusätzlich können sich die Teams ja, im Rahmen der Regeln, gegenseitig unterstützen und aushelfen.


    GrußTorsten

    Generell gilt "wer an eine öffentlichen Veranstaltung teilnimmt bei welchen mit Fotos und Video aufnahmen zu rechnen ist gibt hiermit seine Einverständnis hierzu."


    Bisher ist auch die Rechtslage zu Fusssballspielen so das diese als solche Veranstaltungen gewertet werden. Wichtig ist nur das nicht einzelnen Personen heraus genommen werden oder eben namentlich genannt werden.


    Gleichzeit lässt der Text aber auch sehr vieles offen. Und genau hierzu wirst du viele unterschiedliche Antworten erhalten und immer die aktuelle Rechtsprechung beachten müssen. Aber selbst zur Veröffentlichung der "online" Passfotos im DFBnet brauchst du die Einverständnis. Warum nimmst du darin nicht einfach diese Punkte mit auf? Klar deutsches Papierwerk, aber am ende ist dies einmal zu tun und du bist möglichst sauber.


    Gruß
    Torsten

    Bei uns gibt meistens nur die Heimmannschaft das Ergebnis ein, so dass man da nicht wirklich reden kann.

    Ist hier bei uns auch so.


    Allerdings habe ich bisher immer eine Möglichkeit gefunden das Gespräch zu suchen. Sei es nun mit dem Trainer oder eben auch mit den Spielern.
    Hier bei uns ist es üblich auch in der E-Jugend das 7m-Schießen nach dem Spiel noch abzuhalten. Wenn hier die Kinder versammelt sind bietet es sich doch an auch ein paar Worte an die Kinder des Gegners zu richten.


    Das geht bei mir von Abklatschen und Lob für das tolle Spiel bis zum Trost nach einer Niederlage. So hatte ich zuletzt ein Team welches wirklich konsequent von hinten heraus spielen wollte und auch wirklich sehenswerte Spielzüge umsetzte. Leider waren die Spieler im Mittel alle etwas langsamer als meine Spieler was zu vielen Gegentoren führte. Das Lob für die tolle Spielweise und den Trost das es auch uns bereits so erging wollte ich mir aber dennoch nicht nehmen lassen.


    Ebenso hatte ich, bisher zwar nur ein mal, die Situation das der Trainer eine "Trettertruppe" sofort nach dem Spiel verschwunden war. Als ich die Kinder auf Ihre "harte" Spielweise angesprochen habe berichteten diese das der Trainer dies so einfordert. Seine Begründung lautete scheinbar das dies zur Aufnahme in die Auswahlmannschaft des Stützpunktes nötig ist.
    Auf dem Weg in die Kabine wurde ich dann sogar von mehreren Eltern der Gegnerischen Mannschaft auf mein Vorgehen angesprochen und gelobt. Scheinbar war das schnelle verschwinden des Trainers ganz normal um eben diesen Gesprächen aus dem Weg zu gehen. Meine Ansprache an die Kinder wurde aber (zumindest hier) als positiv gewertet.


    @Libra
    Deine Situation gibt es leider immer wieder. Und im Nachhinein ist es deutlich einfacher zu sagen "ich hätte meine Kinder vom Platz geholt!". Aus Erfahrung weiß ich aber das dies nicht so leicht ist. Einerseits müssen die Kinder auch lernen mit solchen Situationen umzugehen, andererseits ist es auch von Verbandsseite leider so das man in der Regel dann selbst den schwarzen Peter (bis hin zur Strafe) hat, denn der SR wird wohl kaum einen objektiven Bericht verfassen.
    Handschlag verweigern finde ich jedoch den Kinder gegenüber kein gutes Vorbild. Allerdings ist Handschlagverzögern (erst die Sachen zusammen sammeln usw.) und dann Abseits der Kinder während des 7m-Schießens ein Handschlag mit ein paar ernsten Worten in meinem Bereich hier bisher auch (fast) immer möglich gewesen.


    Gruß
    Torsten

    Was haltet ihr davon, bei ca. 15 Spielern (ich kann es immernoch nicht sagen wie viele wir aktuell haben :D ) eine zweite F-Jugend zu eröffnen, diese aber nicht offiziell anzumelden. Geht sowas?
    Also dass man eben nur feste Trainingszeiten hat und von Woche zu Woche Freundschaftsspiele ausmacht?


    Trainer für eine F2 würde bereit stehen.
    Und diese Jungs / Mädels könnten dann ja bei den Spielen in der F1 hin und wieder aushelfen...

    Sowas geht, ganz klar!


    Wir mach ähnliches nächste Saison mit der E2 und der F-Jugend. Da wir (Stand heute) nur 7 Spieler und aber auch nur 7 E2 Spieler haben werden wir keine F Melden. Spieler welche wollen können dann jedoch in der E2 spielen und zusätzlich hat der Trainer auch Zeit diese bei den Spiele zu betreuen.
    Parallel werden wir alle 2-3Wochen ein F-Jugend Freundschaftsspiel planen wo sich die Kinder mit gleichaltrigen messen können.


    Gerade in den jüngeren Altersklassen haben wir mit solchen Planungen sehr gute Erfahrungen gemacht da oft auch die Zuverlässigkeit der Eltern noch nicht 100%ig planbar ist. Je älter die Kinder werden und ja länger Sie bereits Fußball spielen desto besser kennen die Familien den Ablauf und auch wir können die Familien hinsichtlich der Zuverlässigkeit besser einschätzen.


    Gruß
    Torsten

    Lege für jedes Monat Schwerpunkt fest welche du dann in 3-4 Trainings in diesem Monat umsetzt. Damit bist du schon mal aus der Gefahr das Training immer am letzten Spiel auszurichten. Gleichzeitig kannst du, wenn etwas nicht klappt im nächsten Training nochmal den selben Schwerpunkt einbauen. Wenn es gut klappt variierst du innerhalb des Schwerpunktes und machst z.B. beim Schwerpunkt 1gg1 einmal frontal und einmal Gegner im Rücken.


    Aber sei die bewusst. In der F geht es nicht um Perfektion. Es geht um kennenlernen und jedes Kind nimmt unterschiedlich viel mit. Dennoch hilft ein breiter Erfahrungsschatz den Kindern das nächste mal selbstständig Lösungen zu finden.


    Die Zeitschrift Fussballtrainer Junior hatte mal so einen Plan für F bis D Jugend. Einfach mal im Archiv suchen.


    Gruß
    Torsten

    Ist mir so noch nicht passiert und zugegeben würde ich darin auch eher die Eltern als treibende Kraft sehen. Warum sollte den ein einzelner Spieler alle Bälle der Mannschaft haben? Somit bleiben dennoch für alle aktiven Spieler ausreichend Aktionen. Klar sollte das Passspiel in Zukunft das Ziel sein. In der F ist aber nun mal die individuelle Taktik das Ziel. Wenn ich also etwas einfordere was den Kinder widerstrebt muss ich mich nicht wundern wenn es einen Unterschied zwischen Training und spiel gibt.


    Wenn dieser eine Spieler die Klasse hat das gesamte Spiel an sich zu reißen ist die Situation wohl etwas anderes. In diesem Fall sind diese Spieler aber auch bereits in der Lage den Mitspieler zu sehen. Dann muss ich die Fragestellung auf das frei laufen (nicht nur weg vom Gegner sondern auch anspielbar) und den Passspieler erweitern. Ganz klar, jeder sollte in seinem Rahmen gefördert werden. Hier wurde aber mehrfach davon geschrieben das die Kinder erst vor kurzem mit Fußball begonnen haben. Daher schließe ich den F-Überflieger mal aus und beziehe mich auf normale (bessere und schlechtere) F-Spieler.


    Gruß
    Torsten

    Was hast du denn bisher zu den einzelnen Punkten gemacht?


    Ich habe das Thema vor zwei Jahren bereits mit dem älteren F-Jahrgang begonnen. Mit ziemlich genau der selben Übung. Wenn du allerdings bisher weder "entgegen Gehen" noch Auftaktbewegung oder anderes gemacht hast ist die Komplexität für F-linge durchaus hoch. Zusätzlich sollte in der F ja nur ein Kennenlernen stattfinden. Vielleicht lag dein Anspruch dabei auch etwas zu hoch. Also keine bewusste Stellung einfordern oder ähnliches. Zu Beginn sollte die An- und Mitnahme stattfinden. Ich habe das auch mal in einen Punkte Wettkampf verpackt.
    Zwei Teams mit je 10 Punkte und jeder Ball der "steht" gibt Punktabzug. Also muss der Ball immer im rollen sein und darf nicht "tot gestoppt" werden. Das hat meinen Kindern damals ziemlich gut die Zielsetzung näher gebracht. Die Ausführungen wurden dann von mal zu mal besser.


    Nicht entmutigen lassen. Oft läuft eine Übung beim zweiten mal plötzlich von selbst obwohl das erste mal Chaos war. Bleib weiter dabei.


    Gruß
    Torsten

    ...kann es sein, dass du in einer Art Sinnkrise steckst?
    Liest sich für mich so, als hätte dein alt angestammter Dorfverein mit deiner persönlichen Entwicklung nicht schritthalten können oder wollen.
    Evtl. gehörst du in "Bereiche", die eben mit "einfach mal spielen lassen" nicht mehr auskommen!

    Mag sein, denke ich aber eher nicht. Zumindest noch nicht.


    Vielmehr wollte ich das Thema bewusst etwas anders formulieren. Was vermutlich den Eindruck auch etwas verzerrt. Zugegeben geht es mir in vielen Gesprächen und auch vielen Threads hier in den letzten Monaten viel zu starr zu und ich frage mich schlicht ob wir uns nicht alle zu ernst nehmen. Das mag natürlich auch daran liegen das man mit fortschreitender Erfahrung, Trainerscheinen usw. immer neue Personen kennenlernt welche z.T. auch eine andere Ausgangslage haben, aber wenn man hier teilweise persönliche Anfeindungen zu Lappalien ließt fragt man schon auch nach dem Grund. Mir geht es zumindest so.


    Und da ich für mich keine ausreichende Erklärung finden konnte habe ich diese Thema aufgemacht. Vielleicht haben andere ja eine völlig unterschiedliche Ansicht zu diesem Thema welche ich so nicht gesehen habe.


    Mit Hobby lassen sich schlich manche Kommentare und aber auch manche Auftritte nicht erklären.


    Gruß
    Torsten

    Leider ist es so das diese " Leistungsträger " egoistisch sind und nur für sich spielen und nicht für das Team. Sie wären eine größere Bereicherung wenn sie andere in Szene setzen würden

    Habe ich gerade hier den Faden verloren oder verstehe ich dich vielleicht falsch. Wir sprechen hier von der F-Jugend, oder? Gerade in diesem Alter ist es doch normal das die Kinder den Mitspieler übersehen oder eben ganz bewusst lieber selbst die Entscheidung suchen.


    Das ganze hat viele Gründe die hier auch schon häufig nach gelesen werden können. Wahrnehmung, Einschätzen von Zeit und Tempo, usw. Am wichtigsten finde ich aber das in diesem Alter der Ball für die Kinder einfach das wichtigste überhaupt ist. Und nun kommt der Trainer und sagt mir das ich den Ball (meinen besten Freund) mit andere Teilen soll oder noch schlimmer anderen überlassen soll!


    Vielleicht interpretiere ich da gerade zu viel hinein, aber für mich hört es sich an als würdest du den guten sagen Sie sollen das was ihnen am meisten Spaß macht nicht mehr machen und dafür anderes was Sie derzeit gar nicht mögen. Gleichzeitig fragst du dich aber warum die Spieler im Training, am besten noch bei freiem Spiel, richtig Lust haben und rennen, im Wettkampf aber zurückstecken. Vielleicht liegt hier ein Zusammenhang.


    Ohne es böse zu meinen, suche nochmal nach den Ausbildungsinhalten der F-Jugend und mache dir dabei klar das diese bis zum Ende gelten und eben erst dann mit den E-Jugend Inhalten begonnen werden sollte. Für mich macht es gerade etwas den Eindruck als möchtest du E-Jugend Inhalte jetzt schon einfordern da Sie ja bald aufsteigen. Das kann aber oft, gerade wenn Kinder erst begonnen haben, zu früh sein und die Kinder überfordern.


    Gruß
    Torsten

    Und?


    Die Kinder legen doch mit dem Eintritt in die E nicht einen Schalter um und sehe die Welt dann anders. Gib den Kindern Zeit. Und wenn dir die Ergebnisse wichtig sind kannst du von den Kindern nichts anderes fordern. Also lebe entsprechendes vor und du wirst sehen die Entwicklung kommt früher oder später.
    Wie du schreibst haben deine Kinder ja einen zeitlichen Rückstand gegenüber vielen anderen. Da wird sich aber mit der Zeit legen wenn du es ihnen ermöglichst sich unabhängig vom Ergebnis zu entwickeln.


    Gruß
    Torsten

    Aber es ist bestimmt für die Kids demotivierend wenn sie jedes Wochenende eine klatsche bekommen, und dann wird man von den Eltern hinterfragt.

    Hänge das Thema nicht zu hoch! Klar die Eltern und du machen sich einen Kopf, den Kindern bleiben aber ganz andere Dinge in den Köpfen hängen.


    Wir hatten letztes Jahr eine F2 Mannschaft der es ähnlich wie deinem Team erging. Im Training meinte man die spielen ja schon sehr guten Fußball für ihr Alter, im Wettkampf war dann jedes Spiel mit einstelligen Gegentoren ein Erfolg. Nachdem wir auch die Eltern davon überzeugten nicht mit hängenden Köpfen zum Auto zu marschieren sondern z.B. zu fragen ob das Kind denn Spaß hatten, haben wir so manche tolle Story erlebt bzw. berichtet bekommen.


    In diesem Alter nehmen viele Kinder das Spiel mit dem Team noch gar nicht als solches wahr. Viel mehr erzählen Sie danach von der einen Situation in der Sie beinahe ein Tor geschossen haben. Oder in der Sie den besten der Gegner ausgespielt haben. Die 20 male in denen es anders herum war waren völlig vergessen. Ebenso die X Gegentore. Zum Opa daheim hieß es dann nur verloren oder gewonnen und auf Nachfrage kam immer nur 1:0. Und das war auch im Kopf des Jungen so gespeichert.


    Natürlich kannst du hier als Trainer unterstützen. Ich weiß z.B auch heute in der E-Jugend bei Abpfiff eigentlich nie wie es am Ende ausgegangen ist. Vielleicht noch Gewinner oder Verlierer aber auch da kann ich mich täuschen. Ich kann dir aber immer sagen was Spieler X gut und richtig gemacht hat. Genau das überträgt sich auch auf meine Spieler. Die wissen genau das sie mich nicht fragen brauchen wie viel das Spiel ausgegangen ist. Das "egal" lebe ich ihnen ja auch schon seit drei Jahren vor. Natürlich wird den Kindern in der E- oder spätestens der D-Jugend das Ergebnis wichtig. Dann können Sie aber auch selber mitrechnen. Bis dahin haben deine aber auch noch Zeit.


    Gruß
    Torsten

    @Ersatzbank
    Ich denke dein Ansatz ist gar nicht mal so falsch. Natürlich ist es unser Hobby und daher haben wir auch Lust uns damit zu beschäftigen. Allerdings denke ich das wir (bewußt oder unbewußt) die Kinder bzw. das Training oftmals etwas Überhöhen um eben genau das weiter betreiben zu können. Wie @Libra auch schreibt ist der Einfluss des Trainers ja nicht so hoch wie wir uns gerne Vorstellen.


    @Andre
    Ich wollte die H. Wein Philosophie auch nicht ins Negative verkehren. Im Gegenteil, ich kämpfe im Verein nahezu jede Woche das auch in anderen Mannschaften mehr davon umgesetzt wird. Langsam bewegt sich hier auch was im Verein worüber ich mich durchaus freuen kann.
    Gleichzeitig suchen wir hier aber bereits wieder nach der Verbesserung bzw. dem Maximum wie du es beschreibst indem wir noch mehr Spielformen und noch spiel näher trainieren wollen. Ich denke aber genau hier schließt sich doch auch der Kreis zu Ersatzbanks Argument. Der Unterschied in der Ausbildung der Kinder wird sich nicht mehr eklatant unterscheiden. Allerdings haben wir den Anspruch an uns und unser Hobby es noch besser zu machen. Es gibt ja auch Modellbauer die fertige Sätze kaufen und andere bauen bis ins letzte Detail alles perfektionistisch nach.


    Somit kann man den Antrieb vieler wohl am ehesten darin sehen "den Kindern die bestmöglichen Entwicklungschancen" zu bieten. Wichtig ist jedoch, und das scheint mir auch hier nicht immer der Fall zu sein, das wir unseren wahren Einfluss einschätzen können und auch entsprechend zu bewerten wissen. In manchen Diskussionen hier gewinnt man ja den Eindruck als würde über Leben und Tod diskutiert obwohl es am Ende nur um Suboptimal oder optimal geht. Natürlich ist jeder hier mit Herzblut Trainer oder Funktionär, aber ich denke jeder der sich hier informiert und beteiligt ist auf einem guten Weg.
    Mir persönlich hat hier ein Thread sehr gut gefallen welcher in meinen ersten Monaten in diesem Forum diskutiert wurde. Darin ging es darum ob nicht einfaches Fußball spielen bis zur E-Jugend ausreichen würde. Im Grundtenor war man sich hier einig das es auch eine, vielleicht nicht die allerbeste, Option wäre den Kinder die Lust am Fußball zu bewahren. Gleichzeitig würden sich sicherlich auch entsprechende Lerneffekte einstellen.



    Gruß
    Torsten

    Wenn ich den Torschuss als Komponente der Übung zur Temposteigerung und Motiation mit rein nehme finde ich das in Ordnung. Auch wenn die Situation in dieser Form nur selten vorkommt. Allerdings ist die Situation der Ballmitnahme mit anlaufendem Gegner im Rücken, Schulterblick und bewußtem ersten Kontakt in eine gewählte Richtung doch eine typische Mittelfeld Situation. Und genau auf diesen ersten Ballkontakt und die Richtungsentscheidung, Stellung zum Ball usw. möchte ich hier ja den Fokus setzen.


    Die Variation von skriwer sehe ich als Steigerung da bereits ein Gegnerdruck bei der Annahme und eine zusätzliche Option mit dem Mitspieler hinzu kommt. Persönlich würde ich jedoch im Spiel wohl häufig das ausspielen der Überzahl mit abtropfen lassen und lösen vom Gegner bevorzugen. Weshalb ich diesen Aufbau wohl nicht wählen würde.



    Als reinen Einstieg zum Thema Ballmitnahme mache ich folgende Übung immer wieder mal.


    Zwei Vierecke wie in der Übung von gegenüber aufbauen. Mannschaft in zwei Gruppen teilen und hinter den Vierecken positionieren. EIn Spieler dribbelt in sein Viereck und passt ins gegenüber liegende. Der Spieler gegenüber sollte sich mit Auftaktbewegung ins Viereck positionieren und den Pass hier annehmen. m- Leider kann ich hierzu gerade kein Grafik hochladen.



    Nachdem der Passspieler seinen Ball gespielt hat läuft er seinem Anspiel entweder nach rechts oder links hinterher (A oder B). Als Antwort ist der Passempfänger gefordert in die entgegengesetzte Richtung (weg vom Gegenspieler) mit dem ersten Kontakt aus dem viereck mitzunehmen. Anschließend folgt ein Pass ins gegenüberliegende Viereck und entweder eine diagonales oder eben gerades folgen. Das ganze läuft dann als Rundlauf weiter.


    Fokus lege ich hierbei auf den ersten Kontakt und den Blick auf den Gegner um auf diesen zu reagieren.
    Als Variation habe ich auch schon Spieler hinter die Gruppen positioniert welche die Richtung per Handzeichen anzeigen (Schulterblick).
    Um ein Aufdrehen einzubauen würde ich links und rechts vom Viereck noch ein weiteres Hütchen (etwas dahinter) platzieren welches vor dem Pass umdribbelt werden muss. Also Schulterblick und anschl. Mitnahme nach rechts oder links hinten.



    Gruß
    Torsten

    @Goodie
    Ich bin hier im Grunde völlig bei dir. Auch für mich sollte der Spaß in diesen Jahren im Vordergrund stehen, was ich auch mit dem Bezug zu Alters- und Leistungsgerechtes Training hervorheben wollte. Denn selbst in der D-Jugend sollte bei allem Fokus auf Goldenes Lernalter usw. der Spaß nicht zu kurz kommen. Dennoch wird das Training für eine Auswahlmannschaft anders aussehen als für die Dorftruppe.


    Trotzdem verbringen wir alle aber immer wieder Zeit hier oder mit anderen Informationsmedien um das "jetzt" vielleicht noch besser zu gestalten. So bin ich vor kurzem selbst vor der Frage gestanden ob ich denn nicht viele der H.Wein Übungen in meinem Training durch Spielformen ersetzen sollte. Denn derzeit scheint das der Weisheit letzter Schluss zu sein.
    Ebenso ist "unvorbereitet" nicht gleich schlecht. Allerdings sind die Erfahrung und der Pool an Übungen sicherlich ein Kriterium. Ein "erfahrener" Trainer wird auch ohne lange Vorbereitung zum Schwerpunkt etwas machen können. Allerdings ist ja allein die Fokussierung auf einen Schwerpunkt schon ein großer Schritt in der Vorbereitung. Wenn dieser auch zeitlich oft nebenbei läuft. Viel zu oft beobachte ich aber immer noch Trainer welche Kinder Übungen aus dem Erwachsenenfußball machen lassen und auf Nachfrage "Was Sie denn gerade machen?" antworten "Fußballtraining". Und genau in diesem Umfang findet auch deren Vorbereitung statt.


    Mir geht es daher viel mehr um die Frage was treibt euch an ein in euren Augen gutes Training für eure Spieler weiter zu verbessern? Warum nicht die Übungen von dieser Saison dokumentieren und im nächsten Jahr einfach wieder abspulen? Warum H.Wein noch weiter optimieren wenn es doch schon gut ist?


    Klar kann man mit Spaß allein sehr viel gestalten. All die Themen zur Trainingsgestaltung hier zeigen aber das viele sich immer wieder Gedanken machen und durchaus bereit sind es noch besser zu machen.


    Gruß
    Torsten

    Auch wenn der Titel vielleicht etwas übertrieben klingt ist es doch ziemlich genau die Frage welche mich seit einigen Tagen bereits beschäftigt.


    Kurz zum Hintergund; Ich bin seit 10 Jahren Kindertrainer in Dorfvereinen (Immer Bereich F bis D) und werde wohl auch selbst nicht mehr viel anderes oder höher klassiges Trainieren. Das zum einen körperliche und zum anderen auch räumliche Gründe.


    Dennoch bin ich begeisterter Fußball-Trainer und beschäftige mich auch gerne mit den Hintergründen meiner Arbeit. Zusätzlich bin ich auch nicht der Typ der sich zurück lehnt nach dem Motto „läuft ja alles!“. Nun stelle ich aber fest dass genau hier ein Haken liegt. So bin ich in den letzten 10 Jahren Jugendtraining von “völlig unvorbereitet ins Training“ und “Training nach Vorbild der eigenen Einheiten“ hin zu Horst Wein und Funino gewandert. Anschließend habe ich einen Mangel an Spielformen erkannt und versuche diese nun noch mehr zu forcieren. Und ich bin mir auch sicher dass ich in ein paar Monaten/Jahren andere Optimierungspotenziale erkennen werde.


    Nach 10 Jahren Jugendtraining habe ich allerdings nun auch oft die Möglichkeit Jugendliche von außen zu beobachten welche gerade den Sprung zu den Herren geschafft haben oder bereits in ältern Jugenden aktiv sind. Und genau hier sind auch bereits sehr viele gute Spieler dabei, obwohl Sie ja (Stand heute) in jungen Jahren völlig anders Trainiert wurden.

    Was mich zu der These führt das ein Training natürlich immer dem Alter und dem Können der Kinder entsprechen muss, die finale Ausführung (bzw. die Details) jedoch vielleicht zweitrangig sind.


    Mir ist völlig klar dass hier einige ihre Passion zum Beruf gemacht haben oder ganz andere Mannschaften (Spielklassen) trainieren. Dennoch würde mich eure Meinung interessieren.


    Warum z.B. hinterfragen wir heute einen H.Wein dessen Konzept aus Üben und Spielen nun zwar bereits 20 Jahre alt ist, aber dennoch sicherlich eine “gute“ Möglichkeit des Kindertrainings darstellt?


    Warum stecken wir Stunden in das Entwickeln von Spielformen zum Schwerpunkt wenn der Einfluss von uns Trainer derart gering ist? Bezogen auf Spielzeit auf den Bolzplatz.


    Warum sollte ich z.B. einem Trainierkollegen von H.Wein abraten und Spielformen empfehlen, wenn dies eine sehr gute (wenn auch alte) Möglichkeit der Trainingsgestaltung ist. Der Mehrwert einer weiteren Optimierung ist in meinen Augen nur noch sehr gering im Verhältnis zum Aufwand.


    Keine Angst, ich möchte hier keine Absolution von euch nun einen auf unvorbereiteten Kindertrainer zu machen da es ja egal scheint. Das ist gar nicht meine Art. Vielmehr stelle ich immer wieder auch den Aufwand der Vorbereitungen ins Verhältnis zum Einfluss auf die Entwicklung der Kinder.


    Bin gespannt wie ihr das Thema einschätzt.


    Gruß
    Torsten

    @Skriwer, das hört sich schon mal Klasse an.


    Habt Ihr zudem noch ein paar Übungen, an denen ich die Techniken erst mal zeigen und schulen kann?

    Zum Thema erster Kontakt gibt es eine DFB Broschüre (glaube Nr. 26) welche ich sehr gut finde. Sind zwar zu Beginn auch statische Übungen, machen aber den Einstieg sehr leicht.


    Die Übungen von Skriwer habe ich auch probiert und diese sind auch sehr gut. Wichtig ist das die Kinder hierbei verstehen was das Ziel ist und warum dies so wichtig ist. Mit ein paar AHA-Erlebnissen werden die Trainingsinhalte dann auch schnell verinnerlicht.


    Gruß
    Torsten

    @Trainero
    Wenn die Vereinsumsätze nicht auf mehrere Teilvereine (Förderverein oder anderes) verteilt werden sind 17500€ nicht viel. Wenn du alle Ausgaben für Trainingsmaterial, Platzpflege, Trikots, Vereinsheim und ganz wichtig andere Sparten zusammen rechnest bist du da ganz schnell drüber.
    Generell ist gegen ordentlich geführte Mannschaftskassen nichts einzuwenden. Allerdings die Buchführung und auch der Rahmen der Ausgaben müssen stimmen. Zusätzlich gibt es sowohl gesetzlich als auch oft aus der Satzung vorgaben wie viel jeder einzelnen als persönliche Zuwendungen erhalten darf. Das muss auch berücksichtigt werden.



    @Ersatzbank
    Ich denke bei deinem Thema ist zu unterscheiden ob es sich um eine Mannschaftsveranstaltung handelt oder ein Vereinsturnier. Also z.B. deine Funino Turniere für G und F oder ein Hallenturnier des Vereins von G bis zur A.


    Bei uns werden die Aufgaben der Vereinsturniere aufgeteilt. Hierzu gibt es im Vorfeld eine Besprechung mit Jugendleitung, Abteilungsleitung und allen Trainern. In der Regel ist es dann so das jeder Trainer seine Teams einlädt und für Kuchen aus der Mannschaft sorgt. Alles andere wie Grill, Wurstsemmeln, Turnierleitung, SR, Verkaufspersonal, Tombola usw. wird von der Jugendleitung organisiert. Wobei wir natürlich auch unterstützen bzw. helfen.


    Mannschaftsveranstaltungen wie Ausflüge, Vorbereitungs-Tage usw. sind meine Angelegenheit. Allerdings kann ich hier auf meine Eltern zählen. Zum einen organisiere ich nichts ohne vorherige Abstimmung und zum anderen stoße ich hier auch auf hilfsbereite Ohren. So haben wir z.B. letzte Woche nach dem Training beschlossen das wir wieder einen Ausflug machen wollen. In den nächsten Tagen stimmen sich die Eltern ab was gefällt und erstellen selbst listen wer mit fährt. Auch der Bus wird von einer Mama organisiert oder es gibt einfach Fahrgemeinschaften.
    Bezüglich Sportveranstaltungen (Turniere) bleibt natürlich das sportliche an mir hängen (Mannschaften, Platzwart, usw.). Zum Aufbau, Verkauf usw, reicht aber in der Regel eine Nachricht in der WhatsApp-Gruppe und dann sprechen sich die Eltern ab. Zusätzlich haben wir im Kleinfeldbereich ein tolles Trainer Team auf das ich auch zurückgreifen kann. Plus diverse Spieler aus dem Bereich C-JUgend bis hoch zu den Herren welche auch gerne bereit sind mal ein paar Stunden zu helfen.


    Gruß
    Torsten