Beiträge von totog

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    Auch wenn es nur ein paar mal im Jahr ist, es muss vorbereitet werden und kostet Zeit.
    Als JL wende ich schon sehr viel Zeit auf, nebenbei bin ich noch Trainer usw. . Da ich es nur ehrenamtlich mache, ist mein Zeithorizont irgendwann limitiert.
    Lösung für mich als Verein wäre ein Mastertrainer.

    Die Idee mit dem Mastertrainer finde ich sehr interessant. Allerdings sehe ich darin ja nichts anderes als ein festes Konzept in dem auch jeder Trainer einen Katalog an Übungen (Achtung!!!) als Hilfestellung bzw. Richtlinie erhält. Der Aufwand ist natürlich auch hier gegeben da einmal das ganze erarbeitet werden muss und anschließend auch Kontrolle und Steuerung bedeutet.


    Was ich allerdings nicht nachvollziehen kann ist das Argument mit dem Aufwand der Trainierschulung. Hier muss in meinen Augen der Verein erst mal gar nichts machen außer seinen Trainern entsprechende Termine von DFB-Mobil, Trainervereinigungen und anderen weiterzuleiten. Interessierte Trainer werden an diesen Angeboten auch teilnehmen. Für die anderen wäre eine Verpflichtung zu X Terminen pro Jahr vielleicht schon ein enormer Fortschritt.
    Natürlich wird hierdurch noch kein Vereinskonzept getragen oder ähnliches. Allerdings stelle ich auch immer wieder fest das man auf derartigen Veranstaltungen immer die selben Leute trifft welche dann meist auch im Spielbetrieb eher umgänglich sind. Daraus schließe ich nun einfach das gerade der Kontakt zu anderen Trainern und die gemeinsame Einsicht in die Hintergründe des Kindertrainings schon sehr viel bewegen können.
    Was also(als erster Schritt) für den Verein bleibt ist sich für alle entsprechenden Angebote in der Region in die entsprechenden E-Mail Verteiler eintragen zu lassen und ggf. seine Trainer zur Teilnahme zu Verpflichten. Und natürlich ist nicht jede Veranstaltung für jeden gleich viel Wert. Ein Blick über den Tellerrand der eigenen Jugend schdet aber auch keinem Trainer.


    Gruß
    Torsten

    Ich schreibe bewusst von Korrekturspielen UND Übungen!


    Für mich ist jede Spielform mit der ich etwa bewirken will ein Korrekturspiel. Das kann ein Fangspiel mit oder ohne Ball sein, aber auch eine H.Wein Spielform. Wobei ich gerade die Wein Übungen sehr oft eher als Übungen einstufen würde. Im Vordergrund steht für mich hierbei die Unterscheidung in Spiel und Übung. So kann ich z.B ein Verbessern des Freilaufens oder der "Auftaktbewegung zum Lösen vom Gegner" auch in einem Handball oder ähnlichem verpacken. Es bleibt für mich ein Korrekturspiel.


    Als Übungen sehe ich alles was losgelöst vom Spiel einzelne Inhalte speziell vorgibt. z.B. Weins Linien-dribbeln 1gg1 oder 2gg1 usw. Aber auch mal Passtechnik (nur kurz) und ähnliches.


    Welchen Schwerpunkt ich mir für die Trainings setze nehme ich aus einem festgelegten Trainingsplan der mir für jedes Monat alterspezifische Schwerpunkte vorgibt. Ich habe festgestellt das ich, wenn ich die Schwerpunkte vom letzten Spiel ableite, Gefahr laufe manches nicht oder viel zu wenig zu machen. Einfach deshalb weil ich mich mit Themen auch mal zu lange beschäftige und am Ende das Jahr vorbei ist. Also lege ich vorher fest was die Kinder in den nächsten Monaten probieren sollen und arbeite diesen Plan ab. Für mich ist das die beste Lösung um eine möglichst breite und allgemeine Ausbildung zu Gewährleiten. Wobei natürlich immer bestimmte Eindrücke aus den letzten Spielen ins Training ausstrahlen. So sind meine Kinder immer wieder gefährlich das Einwürfe und anderes mit der Zeit immer "schlechter" werden. Wenn mir das wieder auffällt gibt es in den nächsten Trainings einfach wieder mal Einwurf auch in Funino oder eben einen Block während Koordinations-Übungen in denen der Ball per Einwurf zugeworfen werden muss. So was eben, der Schwerpunkt Koordination bleibt aber bestehen wenn der Plan es entsprechend vorsieht.


    Gruß
    Torsten

    Meine Funino Einheiten habe in etwa den selben Aufbau wie von lubido beschrieben. Allerdings habe ich in der Regel nur zwei bis drei Funino Blöcke.


    Vor Beginn des Trainings baue ich zwei bis drei Felder auf (je nach Rückmeldung und Anzahl der Teilnehmer).


    - Dann wird als erster Block gespielt, in der Regler 2x 7min mit Trinkpause. Da gab es am Anfang murren, die Kinder wissen aber mittlerweile das auch diese wichtig ist.
    - Als zweiten Block gibt es ein Korrekturspiel oder eine Übung (häufig von H. Wein aber auch immer mal vom DFB oder anderes)
    - Dritter Block wieder Funino 2-3x 7min mit Trinkpausen. (Hier spielen wir auch immer wieder Turnierform mit Auf- und Abstieg.
    - Vierter Block erneut eine (andere) Übung oder ein weiteres Korrekturspeil
    - Fünfter Block Abschlussspiel. Sehr oft Funino, bei zwei Feldern aber auch gerne 7vs7. Ist eben bei uns die Wettkampfform und sollte daher nicht ganz fehlen.


    Zur Häufigkeit;
    Wir trainieren in der F- und E- Jugend einmal die Woche 90min. Wobei viele Kinder schon eher kommen und somit zu Beginn schon länger spielen. Von ca. 15 Einheiten seit der Halle habe ich ca. 10 Einheiten nach diesem Muster aufgebaut. Die anderen waren entweder nach der üblichen DFB Gliederung oder auch mal 90minuten spielen mit unterschiedlichen Bällen und entsprechenden Regeln. Wie Ersatzbank schon schreit ist Funino zwar sehr viel Spaß und die Kinder spielen es gerne, die Regeln geben aber auch ein enges Korsett vor (feste Wechsel, Schusszonen, Provoktionsregeln, usw.) sodass die Kinder auch gerne mal etwas andere Spiel für den Kopf wollen.


    Gruß
    Torsten

    Ich hatte letztes Jahr das selbe Problem beim Wechsel in die E-Jugend.


    Zum Thema "Anzeige im Spielerpool" habe ich von der Passabteilung des BFV erfahren das dies daraus resultiert das das DFBnet Deutschlandweit einheitlich ist und es in einigen Verbänden andere Regelungen gibt. Aber im Bereich BFV darf Sie nicht Spielen
    Zum Thema "Ausnahmegenemigung" habe ich dann erfahren das zumindest in unserem Bezirk diese nur mit ärztlichem Attest und unter Zustimmung aller Mannschaften in deiner Spielgruppe möglich.


    Ich kann dir aber aus Erfahrung sagen das die Damen in der Passabteilung sehr freundlich und auch schnell im Beantworten von E-Mails sind. Telefonisch ist, zumindest während der Wechselzeit, eher schwierig. Gerade hinsichtlich Mädchen gibt es beim BFV auch eigene Abteilungen die dir gerne weiterhelfen. Frag einfach mal nach welche Möglichkeiten dir hier empfohlen werden. Mir fallen noch ein paar Möglichkeiten ein um das Mädchen im Fußball zu halten:
    - z.B. Zweitspielrecht



    Gruß
    Torsten

    Das Problem ist eher Vereinsseitig, da sitzen einige Altgediente in den Schaltstellen, die es 'schon immer besser konnten' und erzählen was davon, dass das Spielfeld für 3 zu groß wäre und daher ungeeignet Ich sehe schon den Aufschrei, wenn ich Vorschläge die Jungs vom Spielbetrieb abzumelden. Da werde ich viel Spaß haben...


    hast Du Prof. Lochmann zu einem Vortrag bei Euch eingeladen?

    Nein, der Vortrag von Hr. Lochmann lief über die Vereinigung der Fußballtrainer. Hierzu habe ich einfach alle Verantwortlichen Trainer, Jugendleiter und Vorstand ins Auto gesetzt und mitgeschleppt.


    Hinsichtlich der Verantwortlichen und deren Einwände:
    Stelle einfach das Funino mal vor und sammle vorher bereits die Einwände. Wenn du entsprechende Antworten bieten kannst sind viele sehr schnell zu überzeugen. z.B. bietet das große Feld gerade den kleineren zum einen viel Zeit für die Umsetzung der Aktion und erfordert gleichzeitig ein Zusammenspiel ein das einer alleine eben nicht mehr alles erledigen kann. Und beides ist 100%ig das was wir wollen und vermitteln sollen.


    Auch bei uns im Verein ist noch nicht alles die große Partie. Aber zumindest habe ich nun die Zusage für Funino Tage den Hauptplatz benutzen zu dürfen, was wegen der Toiletten usw. wichtig ist da der Trainingsplatz ca. 500m entfernt liegt, und das ich die Einnahmen der ersten Tage für neue Tore verwenden darf. Du siehst es bewegt sich noch alles sehr langsam und in kleinen Schritten.
    Was mir aber Hoffnung macht ist die Reaktion der angesprochenen Trainer beim letzten Turnier am Samstag. Natürlich habe ich auch nur die Trainer angesprochen welche ich als dafür zugänglich eingeschätzt habe, die Rückmeldungen waren aber alle sehr interessiert und positiv. Unser Problem ist derzeit nur das hier alle Teams jetzt erst einmal in eine Pause gehen und es daher schwer wird länger im Voraus zu planen. Wahrscheinlich werden wir die meisten Rückmeldungen erst ein bis zwei Wochen vor dem Event erhalten und bis dahin etwas in der Luft hängen. Am Ende haben wir aber selbst rund 30 Kinder im Verein und können somit mindestens drei (vielleicht vier) Felder befüllen. Dann wird es eben ein internes Event. Wichtig ist einfach das mal jemand beginnt, sonst wird sich nie etwas ändern.


    Gruß
    Torsten

    Soooo!!
    Nach all den Positiven Meldungen hier und einem sehr beeindruckenden Vortrag durch Hr. Lochmann am Montag, welcher endlich für mehr Rückhalt im Verein gesorgt hat, sind die ersten Einladungen an befreundete Trainer soeben raus gegangen.


    Der Plan sieht wie folgt aus.
    Da wir leider die Meldefrist für die Nächste Runde verpasst haben und in den nächsten Wochen die meisten Teams in der Pause sind planen wir einen Funino-Tag am Ende der Ferien. Also im Bereich wenn alle Teams wieder im Training sein sollten. Das ganze mit Befreundeten Trainern und Teams aus der F und E. Da die meisten Teams von Funino noch nichts gehört haben haben wir die G erst mal ausgelassen, planen aber das ganze später auszuweiten.
    Zusätzlich gab es das Angebot an alle interessierten Vereine das wir vorab gerne auch mal in deren Training kommen und Funino zeigen. Zum einen muss so keiner irgendwo Anmelden ohne zu wissen was ihn erwartet, zum anderen erhoffen wir und davon eine deutlich leichteren Ablauf des ersten Tages.
    Wie bereits geschrieben haben alle Vereine für den Herbst leider bereits gemeldet. Daher werden wir versuchen unsere Kinder über einen Mix aus Freundschaftsspielen und weitere Funino Tage (Turniere) bei der Stange zu halten. Die Hoffnung ist natürlich das wir bis ins Frühjahr mehrere Vereine vom Funino Konzept überzeugt haben und dann in einen Liga betrieb installieren können.


    @Maca Ich sehe es ähnlich wie in den Beträgen oben beschrieben. Einfach selbst Initiative ergreifen. Wir können derzeit "nur" drei Felder mit PopUp und Minitore bilden. So lange wir das ganze aber nicht bekannt machen und in Angriff nehmen wird sich daran auch nichts ändern. Wenn das ganze läuft und realer bedarf da ist kann man Änderungen einfordern oder auch Sponsoren suchen. Dann wird eben mal auf Stangen-Tore gespielt, was soll's.
    Wenn du wartest bis andere etwas machen kannst du nur verlieren, zumal ich davon überzeugt bin das Vereine welche mit derartigen Neuerungen voran marschieren immer einen gewissen Bonus in den Köpfen der Eltern haben werden.


    Gruß
    Torsten

    Freut mich ein derart positives Fazit von dir zu lesen.


    Als Beobachter hier im Forum muss ich zugeben das ich etwas neidisch bin. Allerdings war es auch sehr interessant zu sehen das es auch bei dir immer wieder mal Frust und Probleme gab.


    Da ich gerade dabei bin ein Info Paket zum Funino zusammenzustellen welches mit der Einladung zu unserem ersten Funino (Turnier) Tag versedet werden soll habe ich noch eine Frage. Darf ich dein Fazit verwenden und in die Einladung einpflegen?


    Gruß
    Torsten

    Was mir sehr gut gefällt ist der Vergleich mit Mathe lernen. Auch hier ist es meiner Erfahrung nach besser Fehler zu erlauben und anschließend z.B. die Hausaufgaben gemeinsam zu korrigieren. Was bedeutet nicht nur Fehler aufzuzeigen sondern nach dem Warum zu Fragen und anschließend gemeinsam zur richtigen Lösung zu finden.


    Ähnliche Erfahrung habe ich in den letzten drei Jahren in denen ich die F's mitbetreut habe gemacht. Natürlich kann und sollte ein Spieler welcher allein irgendwo auf dem Feld steht angesprochen und zu Mitmachen ermutigt werden. Ebenso kann man einem Verteidiger ein "langsam" oder ähnliches mit auf den Weg geben wenn es denn die Situation zulässt.
    Wovon ich aber gänzlich abgekommen bin ist jeglicher Kommentar (außer vielleicht mal ein Super oder Gut) solange die Situation im Gange ist.
    So gibt es keinerlei Kommentar an einen Dribbler oder dessen Kollegen solange wir in Ballbesitz sind. Bei Ballverlust kann man dann gerne gutes Loben oder auch Fehlentscheidungen ansprechen. Ebenso gibt es keinerlei Kommentar solange wir in der Verteidigung sind. Auch hier wird gutes und schlechtes erst im Nachhinein angesprochen.


    Das macht mich in keiner Weise zum Zuschauer. Allerdings fördert es enorm die Entscheidungsfindung der Kinder und auch das Reflektieren der eigenen Aktionen. Zu Beginn haben meine Kinder immer geguckt wie Rehe wenn ich gefragt habe was war gerade gut oder schlecht? Mittlerweile tauschen sie sich bereits selbst untereinander aus und helfen sich somit gegenseitig.



    Ein enorm wichtiger Punkt hierbei ist meinen Augen die Tatsache das 90% der "Fehler" auf dem Platz nicht in der Ausführung gemacht werden. Vielmehr ist der Fehler in der Wahrnehmung der Situation, der Interpretation dieser oder der Entscheidungsfindung zu suchen. Und wie wollen wir dies nun von außen mit völlig anderer Perspektive, anderem Erfahrungsschatz und völlig anderen kognitiven Möglichkeiten für die Kinder passend Coachen?
    Natürlich wird eine Mannschaft besser wenn sie von meinem Erfahrungsschatz und meiner Wahrnehmung der Situation profitieren kann. Aber lernen Sie davon!?


    Gruß
    Torsten

    Natürlich gibt es diese Pappenheimer. Und ganz klar stören diese das Training und daher sollte man das Gespräch mit den Eltern suchen und ggf. andere Maßnahmen einleiten.


    Nur müssen solche Einzelfälle nicht das ganze Team mitziehen. Wenn sich ein Spieler im Training verletzt spielen die anderen (nachdem wir den Verletzten versorgen) doch auch weiter. Selbes stelle ich fest wenn einer plötzlich meint er will nicht mehr. Die anderen spielen weiter und geben ihm ggf. noch einen Spruch mit auf den Weg. Darauf habe ich meinen Text bezogen. Wenn nun einer das ganze Team mitreißen kann, und das regelmäßig und nicht nur wg. dem anstrengenden Schultag heute, sehe ich schon einen Grund das ganze mal zu hinterfragen.


    Gruß
    Torsten

    Was ich echt erschreckt ist das Ausmaß welches ihr hier beschreibt.


    Ich möchte aber das ganze in zwei Themen zerteilen.
    Das eine ist schlagen, schubsen, spuken, hauen und alles andere. Zum Glück haben wir hier eher weniger Probleme obwohl wir generell eigentlich eine "jeder ist willkommen" Kultur betreiben. Allerdings liegt ein Grund hierfür auch in der absoluten Null Toleranz Politik welche meine Trainerkollegen und ich in diesem Bereich betreiben. Egal ob nun in der G oder der E, es gibt keinerlei Gewalt auf dem Platz. Und dazu gehört auch das allseits beliebte Rangeln und Balgen. Hier schreitet jeder Trainer in jedem Team sofort ein wenn er was sieht. So habe ich schon Mitglieder anderer Mannschaften bewusst zur Schnecke gemacht und Kollegen Mitglieder meiner Teams.
    Ich denke einfach das hier das einzige Motto nur lauten kann "Null Gewalt" und konsequente Umsetzung. Jede Grenze oder jeder Graubereich ernutigt die Kinder zum Austesten dieser.


    Das zweite sind unmotivierte Kinder im Training. Das es je nach Wetter und Belastungen in der Schule hier Schwankungen gibt ist ganz normal. Auch ein auf und ab von einzelnen Kindern über längere Zeiträume sehe ich als normal. Dennoch bin ich in diesen Fällen auch geneigt mein Training zu hinterfragen. Wenn sich andere Kinder (ggf. sogar die Mehrzahl) hiervon schnell anstecken lassen ist es durchaus denkbar das die Begeisterung der ganzen Truppe für das angebotene Training an diesem Tag nicht allzu hoch ist.
    Und ja auch Funino und Fußball sind, wenn regelmäßig eingesetzt, irgendwann keine Wunderwaffen mehr. Aber warum darf man denn auch bis zur alten E-Jugend nicht einfach mal ein Training mit Fangspielen, Tennisbälle werfen oder anderem gestalten? Wenn die Kinder in den Tagen keinen Kopf auf Fußball haben, warum müssen wir uns dann immer damit quälen es doch zu machen?
    Klar gibt es Härtefälle die nur zu uns kommen weil Papa das so will. Aber die meisten kamen doch mal aus Lust zum Fußball. Und ja es gibt immer wieder Abwanderer, aber wenn diese ein ganzes Team runter ziehen können ist doch im Team auch was schief.


    Versteht mich bitte nicht falsch. Das soll nicht der erhobene Finger sein. Aber hier ließt man in den letzten Wochen immer wieder Sätze wie "Bin froh wenn die Saison zu Ende geht." oder "In der Pause werden die Akkus wieder geladen". Andererseits bemängeln wir aber wenn die Kinder zum Ende hin nicht mehr so begeistert sind. Deshalb würde ich vorschlagen einfach eher in den "Pausenmodus" zu wechseln und zwar zu Trainieren aber eben wieder viel mehr auf Lust und Laune als auf Ausbildung zu setzten. Ich denke das kommt am Ende beiden Seiten zu Gute.


    Gruß
    Torsten

    @let1612 Dein Ansatz gefällt mir. Obwohl ich einen ähnlichen Ansatz vor drei Jahren als eigenes Ziel umgesetzt habe und seither fortführe habe ich beim schreiben des ersten Post gar nicht mehr daran gedacht.


    Eine Zielsetzung welche im ersten Moment weniger mit den Kindern zu tun hat wäre z.B. das Training "immer" zu protokollieren und auch einer festgehaltenen Nachbetrachtung zu unterziehen.
    Im ersten Moment hört sich das vielleicht sehr verquer und unnütz an, allerdings wird man sich wundern wie häufig man im Nachhinein festhält "lief nicht ganz wie geplant" oder "wenig Begeisterung". Nur anhand dieser objektiven Nachbetrachtung kann an auch effektiv an sich selbst arbeiten.
    Und ja ich höre schon viele die sagen "dazu brauch ich keine Dokumentation!", aber ähnlich der Anwesenheitsliste werden sich einige wundern wie weit wir uns selbst in unserer Erinnerung belügen können.


    Gruß
    Torsten

    Wie du schon schreibst gibt es natürlich Variationen je nachdem wie zuverlässig die Spieler sind.


    Generell finde ich aber die Empfehlung welche der DFB schreibst, Anzahl der Spieler plus 5, für Kleinfeldteams und D9 für passend. Sollten alle Kinder da sein hast du im Kielfeldbereich nur einen, in der D Jugend zwei zu viel.
    In der Regel sollte es aber möglich sein so in den Spielbetrieb zu gehen.


    Für Großfeld fehlt mir die Erfahrung. Ich denke aber das deine Anzahl wohl einen Kader ergibt mit dem eine Saison gespielt werden kann.



    Gruß
    Torsten

    Ziele und deren Messbarkeit (unabhängig von der ISO usw.) finde ich bei Kindern sehr schwer. Wie von @Ersatzbank geschrieben werden sich viele Dinge verbessern obwohl der Trainer null Einfluss hat. Die Kinder wachsen und gewinnen im Bereich der F-Jugend etwa 15-20% an Lebenserfahrung und motorischer Erfahrung hinzu. Wenn man die ersten Lebensjahre abzieht sogar noch mehr.


    Auf dieser Basis würde ich nun sagen das jedes Kind schlicht einen Fortschritt machen muss und nur ein Stillstand als "Fehler" des Trainers bewertet werden kann. Wobei selbst dies noch vielem anderen unterliegt.


    Aber warum legst du dir denn nicht ein paar Übungen zurecht welche du als "Gradmesser" heranziehst? Das können Übungen aus dem Fußballabzeichen, normales Slalom dribbling, der Funino Dekathlon oder anderes sein. Die Anzahl, Schwerpunkte und Komplexität kannst du ja frei festlegen. Baue die Übungen in die ersten Trainings ein damit die Kinder die Abläufe schon kennenlernen. Dann nimmst du dir mal ein Training Zeit und ermittelst für jedes Kind die Zeiten oder Wiederholungen oder was auch immer. Zum Ende der Saison wiederholst du das ganze und siehst ein Ergebnis.
    Klar können die Kinder nach einem Jahr schneller laufen da Sie älter sind. Mit Ball am Fuß und ein paar Richtungswechseln muss diese Schnelligkeit aber erstmal umgesetz werden. Das ganze erhält also ein Koordinative Komponente.


    Ob du dir nun zu Beginn eine Zielzeit festlegst oder sagst jeder soll das am Ende besser können bleibt dir überlassen. Aber nur zu sagen jeder soll beweglicher werden, ohne einen Maßstab, ist vergebene Zeit und Mühe.


    Was mir so an Übungen einfällt:
    - Dribbelparcour (Schnelligkeit und Koordination)
    - Motorikparcour auf Zeit mit Purzelbäumen, Spinnengang, Rückwärtslaufen, Balancieren (Grundbeweglichkeit und Koordination)
    - Zielschuß aufs Tor (Punkte auf verschiedene Zonen)
    - weiter Abschlag aus der Hand
    - Weitschuß mir ruhendem und rollendem Ball (Schuss muss hinter der Linie erfolgen)
    - .......


    was ich vermeiden würde wären Fangspiele da diese auch immer von anderen Abhängig sind.


    P.s. wenn du das ganze als Team Wettkämpfe verpackst bekommen die Kinder gar nicht mit das du die Zeiten notierst und das ganze ein Test ist.


    Gruß
    Torsten

    Natürlich muß man Kondition traning durchgehend machen auch stabi Übungen. Sonst bringt es auch nichts. Mir geht es darum das er sich technisch verbessert. Er wird auch nicht paar mal trainieren sondern öfters. Die Grund Idee dahinter ist das er sein Sommerferien sinnvoll nutzt und sich für die nächste seson vorbereitet.

    Bei dreimal Training plus Spiel, und das nahezu durchgängig da die Halle ja auch eine Belastung darstellt, haben die Kinder ein enormes Level an Trainingsbelastungen übers Jahr. Jeder Leistungssportler den du kennst wird dir berichten das bei diesem Niveau die Pause enorm wichtig ist und das auf zwei Ebenen.


    Das eine ist das Körperliche, klar kannst du hier die drei Wochen Urlaub rechnen an denen dein Sohn ja gnädigerweise mal nen Lenz machen darf.
    Viel entscheidender ist aber das psychische Abschalten und gerne auch mal Sport nach Lust und Laune. Und das ist in 1-2 Wochen nicht getan. Was du also vor hast bescheidet seine Pause auf ein Minimum da er sich ja in der ersten Hälfte auch sein "schwächen" konzentrieren soll.


    Das typische an diesen Dingen ist das man sogar Bock haben kann mehr zu machen und ein zu viel erst merkt wenn es schon da ist. Dann ist es aber enorm schwer und langwierig sich wieder in normales Fahrwasser zu kämpfen.



    Ich würde eine verdiente Pause nicht bewusst bescheiden um an Schwächen zu arbeiten. In den 6 Wochen soll der Junge machen worauf er Lust hat, aber ohne vorgegebenen Plan oder Schwerpunkt. Das kann mit Freunden Kicken oder ein lockerer Dauerlauf, aber auch im Freibad faulenzen sein. Im Anschluss wird er körperlich und auch geistig wieder frisch und aufnahmefähig sein. Sollte sich dann die Möglichkeit bieten diese Aufnahmefähigkeit zu nutzen, sei es nun durch Einzeltraining oder anderes, spricht nichts dagegen. Aber in der Pause sollte es nur erforderliche Reha oder Pause geben und nix anderes.



    Gruß
    Torsten

    Ich denke da Spielzeiten von 3x3 Minuten, je mit einer kurzen Pause und nach der dritten "Wiederholung" eine längere Pause sollte ich schon machen.

    Beginne mit den Intervallen und schau was passiert. Gerade am Anfang werden die Kinder sicher damit auskommen. Bei meinen war es dann sehr schnell ersichtlich das Sie die Belastungen auch gut angenommen und gewohnt haben. Da kam dann in der Pause auch gerne mal ein meckern weil lieber gespielt werden soll.


    Die "Fitteren" Fussballbegeisterten meiner Spieler können mittlerweile auch gerne länger spielen ohne das es Einfluss auf die Konzentration oder andere Dinge im Training hat.


    Gruß
    Torsten

    @DenSen wieviel Aufbau benötigen denn die "anderen Spiele/Übungen"?


    Die Situation hatte ich auch manchmal. Aber ich weiß ja zu Beginn was ich vor habe und was ich dazu brauche. So sollte es zumindest sein. Also kann ich das benötigt Material an den Feldern bereitstellen und in der Trinkpause nach dem "Ankommspie"l baue ich die erste Übung auf. Dann sammeln sich die Kinder und wir beginnen.


    Ich weiß auch das wir in allen Kursen und Fortbildungen immer hören möglichst wenig um- und Aufbauen während des Trainings ist Ideal. Das stimmt auch so. Allerdings ist die Realität nicht immer ideal und unsere Aufgabe ist es das beste daraus zu machen. In den Trainings in denen ich die Felder nicht stehen lassen kann Wechsel ich natürlich dann nur zu Beginn und zum Ende ins Funino. Dazwischen werden die Übungen gemacht. Auch nicht optimal nach Lehrbuch aber eben der beste Kompromiss wie ich finde.


    Die Frage ist natürlich warum hast du denn wenig Platz? Vermutlich weil andere Teams parallel trainieren. Gibt es hier nicht auch Teams welche von Funino profitieren können? Bei uns trainieren meistens die E und F Teams parallel da es einfacher für die Eltern ist. Wir haben in den Teams viele Geschwister und die Kinder fahren in dem Alter meist noch nicht selber mit dem Rad. Hier habe ich auch schon mit anderen teams gemeinsame Sache gemacht. Wir haben im Funino begonnen und das andere Team in einer Übung. Dann wurde gewechselt. Das ganze wurde mit einer zweiten Übung genauso gemacht und jedes Team war zweimal im Funino. Das Abschlussspiel kannst dann jeder selbst gestalten oder eben zusammen.


    Gruß
    Torsten

    Ich hab nun die erste Saison hinter mir in der ich Funino bewusst und vor allem gezielt eingesetzt habe. Ohne jetzt alle meine Aufzeichnungen durchgesehen zu haben, habe ich in ca. 60-70% der Trainings folgenden "Grobablauf" umgesetzt.


    Funino-Feld(er) (meistens zwei) stehen bereits vor Trainingsbeginn und Leibchen liegen bereit. Sobald vier Kinder da sind schicke ich Sie in die Felder und es wird gespielt. Bis alle Kinder da sind füllen sich beide Felder mit selbst eingeteilten Mannschaften.


    Zu Beginn des eigentlichen Trainings gibt es also gleich die erste Trinkpause und anschließend Sammeln sich alle und wir gehen in die erste Übung. Die Erfahrung zeigt das die Kinder welche richtig Bock auf Fußball haben seit diesem Ablauf immer eher kommen um das Spiel auszunutzen. Diesen Kindern macht dann auch ein längeres Spiel nichts aus. Die anderen spielen automatisch kürzer da Sie ja später kommen.


    Im Training wird dann meist noch 1 bis 2 mal ins Funino gewechselt und eher für kürzer Zeiten (meist so 5-10Minuten) mit entsprechenden Provokationsregeln gespielt. Oder eben die Gruppe geteilt sodass eine Hälfte spielt und die Andere in der Übung ist. Da wir also bis zum Ende meist schon zweimal oder sogar dreimal im Funino Feld waren wird zum Abschlussspiel dann das Spiel verändert. z.B. Spiel in zwei Richtungen oder anderes.



    Zum Ergebnis kann ich sagen das vor allem die zu Beginn schlechteren innerhalb des Teams enorm aufgeholt haben. Ich sehe also die Entwicklung sehr positiv. Allerdings sehe ich auch die Erfordernis das ganze immer wieder aufzulockern. So habe ich z.B. in den letzten Trainings nach der Saison fast ausschließlich Koordination mit Leiter, Werfen, Fangen usw. gemacht und am Ende auf das normale Feld auch mal 10 gg 10 plus Trainer mit diversen Bälle "gebolzt". Die Kinder hatten dabei einen mega Spaß. Für mich liegt das auch an den Anforderungen die Funino an die Kinder stellt. Siehe @Ersatzbank.
    Wenn dann mal Trainings ganz von diesem Schema abweichen ist es für die Kinder auch Klasse. Die Mischung macht's. Ich denke der Optimale Anteil ergibt sich auch anhand der Kinder und natürlich auch anhand dem was du Überzeugend verkaufen willst und kannst.



    Gruß
    Torsten

    Freut mich zu lesen das ihr scheinbar einen Zulauf an Spielern habt.


    Die Mannschaftsaufteilung nach sozialen Punkten finde ich im Breitensport ideal.
    Tipp zum Training. Da ich nun in das dritte ja gehen in dem ich zwei E-Mannschaften allein Trainiere (mein CO kann zwar am WE, unter der Woche aber leider selten) habe ich etwas an Erfahrung. In zwei Funino Feldern (oder einem großen Spielfeld) kannst du etwa 8-12 Kinder beschäftigen ohne das es der Fußballerischen Entwicklung schaden würde. Im Gegenteil. Der Anteil am freien Spiel wird erhöht und die Kinder lernen auch sich selbst zu Arrangieren und zu Organisieren.
    Parallel kannst du die andere Hälfte in eine Übung oder Spielform gezielt betreuen. Innerhalb dieser beiden Gruppen kannst du in jedem Training verschieben und tauschen wie du Lustig bist bzw. wie es sich zum Trainingsschwerpunkt eben anbietet. Das ganze führt auch dazu das beide Teams immer eine "E-Jugend" bleiben.


    Und ja. Gerade im freien Spiel wird es anfangs zu Chaos, Diskussionen und auch stockendem Spiel kommen. Aber du wirst dich wundern wie schnell sich die Kinder hier einfügen und welche Entwicklungen hier in ein paar Trainings sichtbar werden.


    Gruß
    Torsten