Beiträge von totog

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Herzlichen Dank für deine Erläuterungen,


    in unserem Fall muss ich hinzufügen das es die erste Ausrichtung im Umkreis war und wir sogar zwei Teams dabei hatten die vorab nichts oder fast nichts mit Funino zu tun hatten. Eine Mannschaft hat das ganze vorab ein einziges mal im Training versucht und die anderen kamen ohne es vorher mal gespielt zu haben. Was auch ok war da wir in erster Linie Werbung für Funino machen wollten.


    Im Anschluß kommt jeder Verein nach vorne haut Ihren Spruch raus und jedes Kind bekommt ein Wassereis.

    Kostet bei 150 Kindern gut 10 €. Der Vereinswirt (so Ihr einen habt) wird die Euch sicher spenden.

    Ihr bringt Ihm ja bei 150 Kindern ca. 500 Personen auf den Sportplatz ;-).

    So in etwa haben wir das nun auch schon geplant. Ich halte nichts von Medalien usw. Was ich nicht möchte ist ein Sieger-Team bestimmen. Ein Eis oder Gummibärchen für jeden sind fest eingeplant fürs nächste mal.


    Das bei Euch der Ruf danach laut wird mag am siegen wollen liegen

    Ich denke eher der Ruf stammt daher das eben ein Drittel aller Teams und Betreuer vorher noch gar nichts mit Funino zu tun hatten. Da brauchte es einfach 3-4 Spiele bis alle Fragen geklärt waren. Und da war eine Ansprechperson vielleicht etwas zu wenige. Bei den nächsten malen wissen die Kinder und auch alle Trainer und Betreuer die bereits dabei waren schon deutlich mehr und daher glaube ich das ein neutraler dann auch reichen wird. wir lernen eben alle noch dazu.


    Wir erbitten immer eine kurze Einschätzung der Mannschaften vorab.

    Dann teilen wir die Felder vorab ein und teilen das den Mannschaften mit.

    Auch das konnte ich diese mal noch nicht einfordern da die Trainer ja noch gar nicht wussten was Sie erwartet und wo Sie sich einsortieren sollen. Das nächste mal kann sich jeder ja an den Plätzen orientieren auf denen seine Teams am Ende gespielt haben. Auch das wird, denke ich, mit jedem mal besser. Wir planen hier ein Google Dokument in das jeder seine Teams verbindlich auf dem Startfeld eintragen muss.


    Gruß

    Torsten

    "Servus beisammen,


    da mittlerweile etwas Zeit seit Donnerstag (und ein E Spieltag) vergangen ist möchte ich nach eurer Meinung zum Funino-Tag fragen. Gibt es Verbesserungsvorschläge?


    Intern haben wir bereits einige Ideen und Verbesserungen für eine nächste Durchführung des Funino ausgemacht.
    - Andere Organisation der Spielfelder (kürzere Wege zwischen Feld 4 und 5)
    - Verbesserung bzw. eine vorab Eiteilung der Startfelder der Teams (weniger durcheinander)
    - Teams sollten möglichst von Eltern (Müttern) betreut werden (gibt uns allen mehr Luft zur Unterstützung aller Teams und reduziert Coaching)


    Die Fragen an euch wären nun:

    Lust auf eine Wiederholung des Funino? (sehr gerne / niemals)

    Was haben eure Kinder oder Eltern an Ideen zur Verbesserung eingebracht?

    Längere Spielzeit z.B. 10 Spiele?


    Gruß"


    Diesen Text habe ich an die Trainer der teilnehmenden Teams unserer Veranstaltung schicken. Ich denke mal gemeinsam findet man die besten Lösungen. Allerdings würde es mich auch interessieren wie die erfahrenen Funino Trainer manche Punkt handhaben welche bei uns nun angesprochen oder aufgeworfen wurden.


    Thema Spielzeiten:

    Wir haben das ganze aus Platz-technischen Gründe auf die Zeit eines Trainings 17-18.30Uhr beschränken müssen. Hier war allerdings auch das Licht im Herbst schon ein Thema. Darum gab es dieses mal "nur" 6x7min mit Pausen.

    Einige Teams hätten gern noch länger gespielt. Wie viele spiele veranstaltet ihr bei euren Veranstaltungen?


    Thema Sieger bestimmen:

    Hier zeigt sich deutlich das wir noch mit Erfolgstrainern arbeiten. Einige wollte unbedingt mitschreiben wie viele Spiele gewonnen wurden um einen Sieger zu bestimmen.

    Gegen einen Sieger wehren wir uns natürlich entschieden. Dennoch könnte ein "Spielplan" zum mitschreiben und ein kleines Präsent für jeden Teilnehmer am Ende gut sein. Wie macht ihr das?


    Einweisung der Mannschaftsbetreuer

    Wir haben vor dem Turnier alle Betreuer in den Regeln und den Ablauf eingewiesen. Zusätzlich hatten wir während der ersten Spiele einen Koordinator und Ansprechperson im Mittelkreis.

    Nun kam der Wunsch an jedem Feld einen "neutralen" als Ansprechperson zu haben. Ich denke zwar das sich das mit mehreren Wiederholungen erledigt, kann aber auch nicht immer 15 Helfer (zudem Regelfeste) für Mannschaftsbetreuung und für jedes Feld stellen.


    Vielleicht kann ich ja auch von euren Erfahrungen hierzu Profitieren.


    Gruß

    Torsten

    Ich bin ja leider auf Dienstreise. Da aber gerade das Telefon nicht still stehen möchte und ich bis über beide Ohren grinse, hier ein kurzes Update zum ersten Funino Tag in Niederbayern. (glaub ich zumindest)


    Ingesamt waren rund 55 Kinder auf 16 Teams verteilt dabei. Wie genau die Aufteilung war kann ich nicht sagen da wir mit unseren Kindern kurzfristig ein Team mehr bilden mussten. Die Rückmeldung unserer Verantwortlichen und der anderen Trainer ist durchweg positiv. Was unseren Kinder und Eltern sprechen werde ich am Wochenende erfragen.


    In Summe denke ich aber das es ein Erfolg war und wir sicher wieder einen neuen Anlauf unternehmen werden.


    Gruß

    Torsten



    Einziges Problem bei der Sache könnte sein, dass bei Mannschaften mit großem Leistungsgefälle Spieler A regelmäßig als positives Beispiel genannt wird, während Spieler Z immer wieder an den Pranger gestellt wird.

    Das Problem ist aber doch nicht auf den Mitschnitt begrenzt. Das hast du ja jede Woche und in jedem Spiel. Wie Löst du es denn hier?


    Gibst du nur negatives Feedback um alle nennen zu können? Vielmehr wird wohl jeder Spieler im Rahmen seiner Möglichkeiten positives Feedback erhalten. A wird für etwas gelobt was bei B vielleicht schon Standard ist. Genau so kann ich es ja in den Mitschnitten handhaben. Jeder erhält Rückmeldung zu guten oder schlechten Entscheidungen und Umsetzungen. Meine Spieler (derzeit E) können daher auch damit umgehen wenn ich die Entscheidung zum 1gg1 lobe auch wenn das Ergebnis vielleicht nicht positiv ist. Und genau diese Feedback könnte man somit jedem zukommen lassen. Nicht nur den besten.


    Gruß

    Torsten

    ...wie sinnvoll ist es da, die eigenen Spiele aufzunehmen?

    Wären da nicht "Positivbeispiele" geeigneter?

    Ich denke gerade für Kinder ist es hier sehr wichtig Bilder von sich selbst zu sehen! Selbstreflektion ist ja noch nicht wirklich vorhanden bzw. häufig sehr verzerrt. Da erscheinen die eigenen Aktionen plötzlich im Zusammenhang ganz anders als auf dem Feld (Wahrnehmung anderer usw.)


    Das muss aber j nicht heißen das man nur negatives zeigen kann. Wenn der Schwerpunkt im Spiel gut angewandt wurde, oder auch ein toller Versuch in die Hose ging kann man das natürlich zeigen. Bei ganz viel Zeit gerne auch in Kombination mit positiv Beispielen aus dem Profibereich.

    "So macht das Mats Hummel, und hast du das gemacht. Kaum ein Unterschied, klasse!"


    Gruß

    Torsten

    Aus Zeitmangel nur eine kurze Info was derzeit bei uns läuft.


    Nachdem wir unsren ersten Funino Tag wegen dem Wetter absagen mussten planen wir nächsten Donnerstag den nächsten Anlauf. Zugegeben war ich skeptisch da beim ersten Versuch nicht wirklich Meldungen kamen und ich fürchtete das die wenigen nun während der offiziellen Spielrunde nicht mehr dabei sein werden. DENKSTE!


    Da wir leider nur ein Spielfeld (also acht Funino Spielfelder) und die Trainingszeit von 90 Minuten zur Verfügung haben musste ich gerade den ersten Vereinen Absagen. Länger geht nicht da wir a) kein Flutlicht haben und B) auch die Kinder unter der Schulwoche nicht länger beschäftigen wollen. In Summe bin ich aber überrascht das so viele zusagen. Jetzt muss am Donnerstag nur das Wetter halten!!!!


    Zusätzlich habe ich für Donnerstag eine nicht verschiebbare Dienstreise gesetzt bekommen. Somit wird die Ausführung bei meinen Kollegen liegen und ich bin nicht da. Nicht das die das nicht machen würden, ich wäre aber dennoch sehr gerne dabei!


    Ich berichte weiter!


    Gruß
    Torsten

    Das ist keine Kunst! Bei den kleinen gibt es ja nur Individualtaktik uns somit wenige Hauptschwerpunkte. 1gg1, Dribbling und Koordination. In den einzelnen Einheiten kannst du ja innerhalb der Schwerpunkte variieren. 11g1 offensiv, defensiv, vorm Tor oder auf dem Flügel. Ich für meinen Teil finde es wichtig den Kindern das alles, mit den Unterschieden, mal zu zeigen (Stichwort Kennenlernen). Ich fordere aber nicht bis zur Perfektion ein.


    Mein Grobplan für den letzten Herbst (2016) sah wie folgt aus:
    Prio A Prio B
    August freie Spiele Dribbling
    September Finten 1 gg1
    Oktober Dribbling Torschuss
    November Passen 1 gg 1
    Dezember Koordination Torschuß
    Januar Dribbling
    Februar Koordination


    Prio A war dabei der Hauptschwerpunkt und Prio B wurde in den Pausen oder auf dem Rückweg der Übungen eingebaut. Letztes Jahr hatte ich eine E Jugend mit einer schlechten E1 und einer starken E2. Daher hab ich mich bei den Inhalten auf "rudimentäres" und viele Wiederholungen festgelegt.
    Dieses Jahr habe ich somit eine starke E1 und schlechtere E2. Der Plan wurde einfach kopiert. Allerdings teile ich die Gruppen im Training und lege unterschiedliche Anforderungen im Coaching zwischen den Gruppen. E1 kennt es ja schon und daher kann ich auf mehr zurückgreifen.


    Gruß
    Torsten

    Wir werden im nächsten Training mal wieder Fangspiele versuchen. Ich sehe ehrlich gesagt auch die Gefahr das diese die "Experten" noch eher aufdrehen. Es bleibt also spannend.
    Das Laufen lief eben genau so ab wie du es beschrieben hast. Mit Trainer und Gequatsche.


    Gruß
    Torsten

    Nun kann ich zu Schuljahresbeginn sehr gut verstehen, warum die Kinder so überquellen (zumal ich auch Ganztagesschüler habe, die direkt aus der Schule ins Training kommen).
    Habe daher die Reissleine gezogen und meinem Co mitgeteilt, dass wir bis zu den Herbstferien die erste Halbe stunde keine neuen Lerninhalte oder Spielformen mehr erklären oder einführen, sondern erst mal nur noch austoben, auspowern und frei spielen.

    Während des Lesens dieses Themas hier ist mir gestern ein anderer Thread in den Sinn gekommen in den ein Kollege berichtetet das er seine Mädchen zu Beginn immer erst mal "Runden-Laufen" lässt um ihnen die Möglichkeit gibt sich zu unterhalten. (Älterer Jahrgang)


    Zusätzlich hat unser F-Trainer hat gestern auch gleich zu Beginn versucht eine Ansprache zu halten und ist kläglich gescheitert. Am Ende ist er dann gemeinsam mit dem ganzen Team erst mal eine Runde um den Platz gelaufen (ohne Schimpfen und alle haben freiwillig mit gemacht). Er meinte danach lief das ganze Training deutlich (aufmerksamer) besser als die letzten Einheiten.


    Ich denke daher das wir uns davon verabschieden müssen das wir jedes Kind an jedem Tag abholen können. Gleichzeitig sollten wir den Kindern aber die Möglichkeit geben sich beim Training einfach zu Bewegen ohne immer im Kopf Vollgas geben zu müssen. Wahrscheinlich liegen auch vieles aus dem Bereich "jetzt folgen Sie endlich" Erfahrungen schlicht daran das die Kinder mit der Zeit lernen alles was auf Sie ein prasselt zu verarbeiten.
    Gerade zu Runden beginn ist der Mix aus Schule, Sitzen, Online sein, Hausaufgaben und dann ohne (oder mit wenig) Pause ins Training wohl echt hart. Dann geht es nach ca. 8-12Wochen in die Halle und wir freuen uns wie gut wir die Kinder schon "erzogen" haben. Im Frühjahr dann läuft es wie am Schnürchen und der Trainer freut sich so lange bis die Erschöpfung einsetzt und man die Pause herbei sehnt. - Das der größte Erfolg allerdings die Gewöhnung der Kinder an die Abläufe und Anforderungen ist vergessen wir dabei womöglich einfach.


    Gruß
    Torsten


    P.s. Ich (und unser F Trainer) bin kein Freund von Runden in der F. Diesmal hat es wohl einfach gepasst und das nächste mal soll das Laufen durch Fangspiele ersetzt werden.

    Obwohl ich in der F Jugend völlig ohne Aufstellung gespielt habe nutze ich gerade in der E-Jugend das Taktikboard fast in jedem Training. Allerdings trainieren wir nur 1x pro Woche daher gibt es natürlich immer auch einen Bezug zum letzten Spiel. Zusätzlich beschränke ich mich bei der Analyse aus ganz allegemeine Dinge wie was passiert wenn alle in den Sturm gehen und keiner mehr außerhalb des gegnerischen Strafraums steht und ähnliches. In den Jungen Jahren sollte einfach ein allgemeines Verständnis zu erarbeiten ausreichen.


    Gerade gestern hätte ich mir ein Video vom letzten Spiel gewünscht um den Kindern die Wiederkehrenden Situationen kurz zeigen zu können.


    Ich denke das so etwas durchaus sinnvoll sein kann, allerdings auch sehr viel Zeit in Anspruch nimmt um das alles aufzubereiten. Man muss ja das letzte spiel mindestens noch einmal ansehen plus Szenen heraus schneiden. Gleichzeitig sehe ich hierbei die Gefahr viel zu früh und viel zu sehr auf Gruppentaktisches Verhalten zu achten. Das sollte in meinen Augen erst ab der alten D-Jugend besser erst ab C-Jugend Bestandteil sein. Für dich würde es also passen, bei Jüngeren Jahrgängen müsste eher der einzelne und seine Aktionen im Vordergrund stehen. Was allerdings wieder zu noch mehr Auswertungen mit Einzelbetrachtungen führt. - Was man nicht alles machen könnte wenn die Arbeit nicht so viel Zeit fressen würde!


    Gruß
    Torsten

    @Goncare


    Ohne deine Übung an sich abwerten zu wollen stelle ich immer wieder fest das wir (ich nehme mich bewußt nicht aus) oft in die Falle tappen uns die Zeit fürs einfache sparen zu wollen. Ich bin mir sicher das deine Übung auch bei einer Gruppe Erwachsener nicht aufs erste erklären bei allen laufen würde. Vielmehr würden sich diese gegenseitig korrigieren und es würde dann beim 2. oder dritten Durchgang laufen.


    Vorschlag wäre hierbei
    - erst den Grobablauf einspielen. Schattenlauf ohne Ball und auf Kommando den Vordermann überlaufen.
    - Dann mit Ball allerdings ohne Zweikampf. Also Schattenlauf und dann den Ball ohne Gegenwehr ablaufen
    - in der dritten Variante dann alles im Spieltempo und mit mehreren Gruppen durcheinander im Feld.
    (Zeitaufwand für Stufe eins und zwei - maximal 5 Minuten)


    Klar muss man auch mal was fordern können, allerdings wurden die Formschwankungen ja schon diskutiert. Mit einer entsprechenden Gliederung spart man sich aber selbst viel Frust und tritt auch den Kindern gegenüber wieder lockerer auf. Man unterschätzt aber einfach oft wie viele Eindrücke und Aufgaben in manch einfacher Übung auf die Kinder einwirken. Da reichen oft kleine Störfaktoren und den Kinder wird dein Ablauf, trotz bester Erklärung, bis zum Ende nicht verständlich. Warum auch immer.


    Gruß
    Torsten

    Machen wir uns was vor? Sind wir die Insel der glückseeligen? Überziehen wir hier in die andere Richtung?

    Natürlich machen wir hier was vor. Zum einen ist nicht jeder an jedem Tag gleich, zum anderen erfordert das beste Konzept immer auch Abweichungen und ggf. Anpassungen. Vor diesem Hintergrund sind alle Ideen, Ratschläge und Pläne welche hier diskutiert werden eine Art von Scheinwelt.
    Was aber nicht daran ändert das man dennoch aus fast jedem Thema Eindrücke, Ideen und Anstöße für die eigene Trainerarbeit entnimmt. Gerne auch mal im Nachhinein.


    Dennoch bleibt alles hier nur ein Abriss der Realität. alleine wenn ich die Anzahl der User mit der Zahl der Fußballtrainer vergleiche bewegen wir uns hier auf einer sehr kleinen Insel. Zusätzlich finden sich hier nur Trainer, Eltern und der gleichen welche auch Interesse an anderen Meinungen haben. In der Realität ist aber der Großteil der Trainer von Ihrer Arbeit derart überzeugt das andere Meinungen keinen Platz haben bzw. der Aufwand sich hier zu beteiligen für Sie nicht im Verhältnis steht.



    Daher meine Frage: Wieviele Trainierkollegen, die du so kennst, sind der entspannte Typ?

    Ich sehe es wie Soccerbook. Die besten Anlagen werden während dem Spiel häufig bei Seite geschoben. Davor und hinterher scheinen die Kollegen jedoch sehr zugänglich zu sein. Deshalb wird, wo immer möglich, bereits vorab ausgewählt mit wem etwas gemacht wird und mit wem nicht. Allerdings habe ich auch hier schon negatives und überraschend positives erlebt. Auch unser Gegenüber ist nicht jeden Tag gleich und kann sich im Lauf der Zeit in jede Richtung verändern. Manchmal leider, manchmal zum Glück für die Kinder.


    Deshalb Einstellung und Umsetzung auch während des Spiels: <20%
    Einstellung vor und nach dem Spiel: 20-50% (wenn nicht sogar mehr)


    Gruß
    Torsten

    Zu diesem Thema gibt es hier bereits mehrere Threads. Einfach mal suchen.
    Die meisten davon enden in hitzigen Diskussionen da es hierzu einfach verschiedene Möglichkeiten gibt welche alle vor und Nachteile haben.


    Ein kurzer Abriss der häufigsten Positionen ohne Anspruch auf Vollständigkeit


    A) Positionswechsel nach Spielminuten wie du es praktizierst
    Vorteil: Alle Kinder lernen alles Kennen was der Ausbildung zuträglich ist. Bei einseitigen Spielen hat dennoch jedes Kind Anteile (entweder im Sturm oder Abwehr)
    Nachteil: Gerade nach mehreren Wechseln ist manchmal Chaos und die Ergebnisse gehen ins Negative.


    B) In der F-Jugend gibt es keine Positionen - Jeder spielt alles
    Vorteil: Wahrscheinlich die meisten Spielanteile für jedes Kind.
    Nachteile: Spielergebnisse gegen Positionsfixierte Teams sind meist negativ. Die Eltern erwarten oft etwas anderes.


    C) Positionsrotation pro Spiel
    Vorteil: keine Verwirrung nach mehreren Wechseln. Abstimmung auf Gegner möglich.
    Nachteil: Wenn ein Kind nicht immer da ist spielt es nicht alles. Einseitige Spiele verdonnern Kinder das Ganze spiel zum Statisten.



    Da im Kinderfußball die Ergebnisse hinter der Ausbildung stehen sollten bist du sicherlich nicht falsch. Du musst es deinen Eltern nur eben auch entsprechend kommunizieren. Ich habe es in der F-Jugend ähnlich gemacht und den Kader in zwei Blöcke geteilt. Block A war in HZ eins Abwehr und hatte z.B. einen Auswechsel und Block B war im Sturm und hatte ebenfalls einen Auswechsel. Hier musste jeder einmal raus und jeder hatte gleiche Anteile. In der Halbzeit haben die Blöcke die Positionen getauscht. Und es durfte wieder jeder spielen. Die Verwirrung konnte so (meistens) im Rahmen gehalten werden.


    Gruß
    Torsten

    Es kommt auf jedes Training an.. sagte er.

    Dieses Zitat könnte man ja in beide Richtungen auslegen. Wenn deine Tochter später in einer Mädchenmannschaft spielen muss (irgendwann kommt das Alter) ist es ebenso sinnvoll Sie frühzeitig an die anderen Umgangsformen den Mädchen zu gewöhnen. Die gibt es unweigerlich, sei es nun der Trainer gegenüber der Mannschaft oder die Girls untereinander.


    Und jedes Training ist ersetzbar. Wenn auch nicht immer mit der gleichen Qualität. Für mich jedoch immer die höhste Qualität zu beanspruchen zeugt zumindest von Selbstbewusstsein eures Trainiers.


    Gruß
    Torsten

    Ich kann manchmal nicht mehr - echt. Das Kind hat die selbe muttersprache wie ich. 9 Jahre. Dritte klasse. Intelligent - schafft bestimmt mal sein Abi locker.


    Warum zum teufel kapieren die Kinder die einfachsten Anweisungen nicht?? Ich arbeite schon mit hütchenfarben als pisition für Spieler zum hinstellen - nicht nur fur due Übung... Grrrrnznknpfrmlgrrrng!

    Beim Lesen musste ich etwas schmunzeln. Und gleichzeitig ist mir dabei fast zum weinen zu mute da ich derzeit in allen Teams ähnliche Charaktere habe.


    Ohne jetzt hier etwas über einen Kamm scheren zu wollen habe ich schon die Erfahrung gemacht das es gerade bei den "Beratungsresistenten" Kindern zwei Sorten gibt.
    a) versteht dich nicht da es entweder mit der Sprache oder der Aufnahme und Verarbeitung von Informationen Probleme hat. ADS oder sonstiges spielen hierbei auch oft eine Rolle.
    b) Die Kinder sind ständig irgendwie ein der eigenen Welt abgetaucht und führen die meisten Übungen auch eher eigenständig interpretieren und ausführen. allzu oft ist jedoch so das diese Kinder in der Schule eher zu den besten gehören oder z.B. überdurchschnittlich kreativ sind. Leider scheint der Kopf jedoch ständig in der anderen Ebene unterwegs zu sein.


    Zum Umgang hab ich leider noch kein Patent gefunden. Bei A) hilft meist erklären und vormachen am besten. Wenn B) wieder mal in seiner Welt unterwegs ist ist es enorm schwer in wieder auf den Platz zu holen. Aber es hilft sich der anderen Begabungen der Kinder bewusst zu werden. Nicht jeder ist nun mal jeden Tag gleich und auch nicht jeder ist ein Fußball Fanatiker. Ist leider so.


    Gruß
    Torsten

    Deshalb bin ich der Meinung, dass man die Vorbildrolle gegenüber dem Schiri nicht hoch genug hängen kann. Einem freundlichem Nachfragen im sachlichem Ton steht dennoch nichts im Weg und genau das hätte ich an deiner Stelle auch in der geschilderten Situation gemacht.

    Bin ja selbst als SR unterwegs und kann deine Aussage nur unterstützen. Die Vorbildrolle gegenüber des SR ist enorm und wird von vielen Trainern viel zu sehr unterschätzt. Am Ende schimpfen diese dann über die meckernden Spieler in den eigenen Reihen usw.
    Allerdings lag zwischen dem Foul und dem Torerfolg ausreichend Zeit um das Spiel zu unterbrechen. Und einen Torerfolg zurückzunehmen ist als SR doppelt schwer. Was also hätte ich fragen sollen? Zumal ich natürlich aufgebracht war und eine "unlogische" Antwort wohl nicht hätte akzeptieren wollen.


    Ich weiß was du ausdrücken willst und genau das sind die fragen welche ich mir im Anschluss stelle. Wie hätte ich reagieren sollen und was hätte möglicherweise genutzt. Aber in der Situation stand eigentlich nur Schweigen oder Explodieren zur Auswahl. Insofern habe ich wohl die bessere Wahl getroffen!


    Gruß
    Torsten

    Mal was in eigener Sache. Auch wenn ich keine Hilfe erwarten kann möchte ich mal Frust los werden.


    Wir hatten am Wochenende ein E1 spiel gegen den Nachbarort. Allgemein war die Stimmung sehr entspannt und das Spiel war sehr Fair. Auch spielerisch waren beiden Teams etwa auch dem gleichen Level und so ergab sich ein richtig tolles E-Junioren Spiel. Hinzufügen muss ich noch das ich selbst immer versuche möglichst wenig hinein zu rufen und lieber einzelne Spieler zu mir holen und kurz die letzte Situation bespreche oder hinweise in Frageform erarbeite. Das gelingt mal besser und auch mal schlechter. Am Wochenende konnte ich allerdings zu 100% meiner Linie folgen und außer mal ein allgemeines "Verteilen" oder "wieder besser organisieren" hab ich nicht viel gesagt, das wurde auch von meinen Spieler Eltern positiv bemerkt. So weit so gut.


    Zum Spielverlauf:
    Zur Halbzeit waren wir 2:1 in Führung. In der zweiten Hälfte konnten wir trotz vieler Umstellungen und Wechsel den Vorsprung bis zum 4:3 halten und mussten dann das 4:4 ca. 10min vor Ende hin nehmen. Ab diesem Zeitpunkt haben meine Spieler alles versucht und den Gegner fast vollständig im eigenen Strafraum gefesselt. Leider ist dieser bei der E sehr klein und es wurde entsprechend eng. Aber das ist alles für eine E-Jugend in Ordnung und die Kinder können daraus lernen.
    Nun kam es aber 1min vor Schluss zur Situation meines Frustes. Wie beschrieben haben meine Spieler das ganze Spiel vielleicht etwas zu offensiv gestaltet so das lediglich ein Spieler so etwas wie eine Absicherung nach hinten gestellt hat. Ich war dennoch ruhig und hoffe immer noch auf einen Lerneffekt. Als allerdings ein Befreiungsschlag des Gegners von unserer "Absicherung" etwa 5m vor dem eigenen Strafraum (mit Blick zum Torwart) erlaufen wurde wurde dieser vom herbeieilenden Stürmen einfach umgestoßen und im Anschluss das entscheidende Tor erzielt. Ein Pfiff der SR blieb leider aus.


    Zugegeben hätte ich meinem Team (natürlich) zumindest ein Unentschieden in diesem Spiel gewünscht. auch wenn ich nicht zu viel Augenmerk auf Ergebnisse legen möchte. Die Kinder in der E1 können diese aber natürlich bereits einordnen. Unabhängig davon war es mir aber wichtig meinen Kindern auch in dieser Situation ein Vorbild zu sein weshalb ich mir fast die Zuge abgebissen habe um nichts gegen der SR zu sagen.
    Meine Spieler waren natürlich entsprechend enttäuscht und obwohl ich während des Spieles nichts gerufen oder gesagt habe musste ich die Szene im abschließenden Gespräch behandeln und auch zugeben das es in meinen Augen eine Fehlentscheidung des SR war.


    Am Ende des Tages war ich echt zwie gespalten. Zum einen war ich echt stolz auf das selbstständige Auftreten meiner Jungs und auf meine eigen Ruhe an dem Tag. Das ist nicht immer so. Andererseits zeigt die Erfahrung mit den zumeist eher unerfahrenen Schiedsrichtern im Kleinfeldbereich das ein Aufschrei oder ähnliches durchaus eine Entscheidung beeinflussen kann. So nagt doch auch ein Zweifel an mir ob ich meine Spieler nicht um den Lohn ihrer Mühen gebracht habe. Gleichzeitig fordre ich aber immer Respekt vor den Entscheidungen und einen fairen Umgang miteinander, auch gegenüber der Gegner und dem SR. Also doch alles richtig gemacht?


    Als Jugendtrainer sitzt man ja wirklich sehr häufig zwischen den Stühlen! <X


    Gruß
    Torsten

    @Ersatzbank
    Ich sehe es ähnlich wie z.B. von Soccerbook vertreten. Sich über nicht eingehaltene Regeln ärgern hilft nur wenig wenn keine Konsequenzen folgen. Vor dem Training nicht auf die Tore (egal welche) zu schießen ist auch bei uns Regel. Das ist mir schlicht zu viel Chaos und sorgt bei unsere sehr oft für Verletzungen.
    Die Frage war nur wie setzte ich das ganze um. In unserem Fall ist es so das bei Torschüssen vorm Training das Aufwärmen und je nach Alter der Kinder auch längere Teile des Trainings ohne Ball stattfinden. Oder es gibt die Bälle erst zu Trainingsbeginn. Dann bringe ich den Ballsack mit. Also klare Konsequenzen mit Erklärung warum es die Regel gibt und warum nun gehandelt wird.


    @Goodie
    Dein Ansatz "unwissende" Kinder einfach auflaufen zu lassen gefällt mir. Mache ich auch sehr ähnlich. Leider stelle ich aber auch fest das es entscheidend ist wie groß die Gruppe der Störer ist. Bisher bin ich mit dieser Methode sehr gut gefahren und hatte innerhalb weniger Trainings auch immer eine vertretbare Disziplin in der Gruppe. Natürlich den Kindern entsprechend mit Schwankungen je nach Tagesform.
    In der nun neu aus der F-Jugend zu mir gekommenen Gruppe ist jedoch eine Untergruppe von vier Jungen welche sich gegenseitig pushen und aber auch das Auflaufen für ihre Mitglieder kompensieren können. Hier ist es nun so das wenn drei aus vier am Training teilnehmen (egal in welcher Zusammensetzung der Gruppe) funktioniert diese Methode. Wenn jedoch alle vier anwesend sind verpuffen die abgebrochenen Durchläufe und die vier laufen bis zum Ende nicht richtig. Führt zwar zu mehr Wiederholungen für alle anderen, ist aber dennoch sehr frustrierend.


    @Mike82
    Hallo Sagen bis zur E halte ich zu Beginn des Trainings in einer Gruppe ab. Da ich hier davon ausgehe das die Kinder von den Eltern gebracht und geholt werden. Also freies Tummeln bis ich per Pfiff alle in einen Kreis rufe. Ebenso zum Ende des Trainings. Hier kommen wir nochmal alle zusammen und ich teile das aufräumen ein. Gleichzeitig frage ich wessen Eltern noch nicht da sind. Sollte sich ein Kind melden muss es sich bei mir nochmals abmelden wenn Mama oder Papa da sind. So stell eich sicher das kein Kind unbeaufsichtigt verschwindet.
    In der E-Jugend kommen einige der Spieler bereits per Fahrrad oder ähnliches. Hier nehme ich den Ballsack als erstes mit aufs Feld und stelle ihn dort auf wo ich gerade das Training aufbaue. So kommt jedes Kind zu mir und holt sich seinen Ball. Wie schon geschrieben kann ich hierbei ggf. auch noch Einfluss auch Kleidung oder ähnliches nehmen.


    Gruß
    Torsten

    Zugegeben war das beste Training welches ich je mit einem Team hatte bei starkem Regen und knöcheltiefen Pfützen auf dem Platz. Wir (incl Trainer) haben dann u.a. versucht auf dem Bauch durch die größte Pfütze zu rutschen und den besten Tieftaucher und Pfützenspringer (nur Bauchplatscher) gewählt. Die Kinder und die Eltern erzählen heute noch davon.


    Also Absagen wg. Regen gibt es nicht. Und bei mir läuft die Reaktion dann eher spontan. Wichtig ist einfach viel Bewegung damit keiner friert.


    Anders ist es bei Gewitter. Da wird das Training abgesagt oder abgebrochen. Was ich nicht machen würde ist unterbrechen. Wenn die Kinder nass sind und ins Sitzen kommen sollten Sie besser im warmen bleiben. Meine Einstellung. Also bleiben wir in der Kabine bis die Kids geholt werden.


    Gruß
    Torsten