Beiträge von totog

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    Carincha

    Da ich letztes Jahr aufgrund des Ausfalles unseres JL auch mit der Orga unseres Turniers betraut war verstehe ich deine Argumente. Weshalb ich auch geschrieben habe das sich die Startgebühren in den Präsenten bzw. Pokalen widerspiegeln sollten.

    Und genau da verstehe ich deine Argument nicht mehr. Warum muss ich 200€ für Pokale einplanen? Gerade bei den kleinsten völliger Humbug (Sorry). Was passiert denn damit? Einmal vielleicht jeder mitnehmen, damit feiern und dann ab in irgend einen Schrank. Ehrlich gesagt ist mir hier ein guter Spielball für den Sieger deutlich mehr Wert.

    Schiedsrichter dürfen (zumindest bei uns) bis zur C-Jugend vom Verein gestellt werden. Sind also auch billiger und für die kleinsten jeder eine Medaille ist, wie du ja schreibst, keine Welt.


    Bei den kleinsten also:

    Präsente für durchschnittlich 10-12 Kinder (=max. 15€ pro Team)

    Plus Ball für den ersten = ca. 25€


    Natürlich kann ich deine Preise mit Pokalen, Schiedsrichtern usw. rechtfertigen, für mich stellt sich aber die Frage ob eben diese Preistreiber gerechtfertigt und notwendig sind.

    Für Herrenturniere sieht die Geschichte anders aus. Die sind aber nicht das Thema.


    Zumal durch Kuchenverkauf, Tombola und anderen Aktivitäten erfahrungsgemäß immer noch Gewinne in der oberen dreistelligen Hälfte bis hin zu vierstelligen Summen möglich sind. Am Ende sprechen wir also über Gewinnmaximierung bei Kinderturnieren. Und hier gibt es im meinen Augen Grenzen. Wenn ich die Ausgabenseite reduziere und dies einfach an die Teilnehmer weitergebe bleibt unterm Strich das selbe. Allerdings wurde diese Ausgeben häufig eher noch erhöht durch größere Pokale, schönere Medaillen und vielem anderen und diese Kosten wurden dann, deiner Rechnung folgend, an die Teilnehmer weitergegeben.


    Für mich lautet daher die Regel, lieber wieder etwas Back to the roots im KiFu. Es bleibt trotzdem ausreichend für die Kasse übrig.


    Gruß

    Torsten

    Ich bin ehrlich zwiegespalten. Zum einen erkennt man das unsere Hallensituation gar nicht so schlecht ist wie es einem oft vorkommt. Hier habe ich wirklich Mitleid mit StuSutcliff1976 .


    Ehrlich gesagt ist Torschuß für mich so ein Thma das ich jedes Jahr, aufgrund der eigentlich guten Rahmenbedingungen, für die Halle auf dem Schirm habe. Aus diesem Grund werde ich alle Vorschläge versuchen. Die Erfahrung hat aber bisher gezeigt das gerade mit vielen Kindern es eher schwer ist. Daher von vornherein die Festlegung auf andere Schwerpunkte.

    Carincha

    Ich muss zugeben das ich das Thema Turnen mit meinen Kindern in der F auch begonnen hatte. Allerdings waren wir hier auch noch zu zweit als Trainer. Allein ist es enorm schwer das umzusetzen da es a) zu extrem langen Wartezeiten an Geräten welche Hilfestellung erfordern führt. Bin eben nur allein und so kann max. einer nach dem anderen. Zum anderen ist eigenständiges Beschäftigen hier fast nicht möglich bzw. auch das auf und abbauen parallel nicht möglich.

    Wie ich also diesen Schwerpunkt noch unterbringen kann, dazu fehlt mir derzeit die fantasie. Auch wenn es mich echt schmerzt.


    Gruß

    Torsten

    Torschüsse immer auf Weichbodenmatten. Da kannste voll draufpölen und der Ball springt kaum ab. Da kannst du locker auch zwei Matten in die Ecken der Längsseiten stellen und in zwei Gruppen spielen lassen (ggf. sogar vier, wenn es soviele Matten gibt)

    Daraus entnehme ich das du als Weichbodenmatten die "dicken" Matten verstehst. Dünne sind ja in der Regel mehr vorhanden.


    Die Idee finde ich gut. Leider haben wir zusätzlich zum Platz pro Mannschaft nur 1-2 Futsal Bälle zur Verfügung wodurch wir mit normalen Bällen die Übungen machen. Diese in Kombination mit den dünnen Matten, oder der Filz bezogenen Wand hinter den Toren führt zu Chaotischen Zuständen. Mit den dicken könnte das besser werden. Allerdings kann ich die ja nicht mitten in der Halle platzieren und bei einem Fehlschuß habe ich wieder einen Ball der durch die ganze Halle tobt.


    Gruß

    Torsten

    Grätsche

    In einer dreifach Halle kannst du doch eine Spielform quer (sogar zwei felder) laufen lassen und parallel weiteres aufbauen.


    Interessant finde ich das du selbst in der Dreifach Halle auf Torschuss verzichtest. Habt ihr kein Netz hinter den Toren? In der großen Halle im Nachbarort finde ich die Bedingungen für Torschuss eigentlich Ideal. Mit Netz hinterm Tor ist das Training noch besser umzusetzen als draußen. Leider durfte ich hier erst einmal mit meinen Kids trainieren nachdem wir uns mit dem Nachbarverein zum "Freundschaftsspiel" mit anschl. gemeinsamen Training getroffen haben.


    Gruß

    Torsten

    ohne Halle?

    Trainiert ihr denn regelmäßig?


    Das es bei uns in den letzten Jahren auch schon deutlich schlimmer war mit den Startgebühren usw. habe ich auch schon Winter mit einem absoluten Minimum an Turnieren gespielt. Allerdings hab ich dazu viele andere Trainer angesprochen und mit diesen diverse "Freundschaftsspiele" vereinbart. Das haben wir dann sogar in unserer 1-Fach Halle durchgeführt oder eben während deren Trainingszeit in deren größeren Hallen.


    Mannschaft in zwei oder drei Teams geteilt und schwups sind es 4-6 Teams. Auch ein Teilen der Halle ist möglich (bei den kleinsten) und dann 3gg3 Vollgas. Für ältere ist dabei der Platz dann zu wenig. Aber auf die ganze Halle mit 5-6Teams lässt sich auch in 90min ziemlich was reißen. Und selbst wenn du keine Einnahmen generierst sparst du dem Verein Geld und das nächste Turnier kostet quasi nur noch die Hälfte.


    Gruß

    Torsten

    Hallo zusammen,


    da ich in den letzten Jahren hier vieles mitnehmen konnte und dennoch keinerlei Anspruch auf Perfektion hinsichtlich meines Training erheben möchte würde es mich interessieren wie ihr euer Hallentraining so gestaltet? Welche Schwerpunkte setzt ihr in der Halle im Vergleich zu draußen verstärkt?


    Was ich hierbei sehr interessant finde ist das ja gerade auch in der Halle, wo doch alles ziemlich gleich sein sollte (Boden usw.) die Rahmenbedingungen wie Größe der Halle und Anzahl der Kinder enorm verschieden sein können. So hat ein Trainerkollege im Nachbarverein eine Dreifach Halle für derzeit 12 Kinder im Kader. Ich habe hier leider nur eine einfach Halle und derzeit 21 Kinder im Kader.


    Genau aus diesen Gründen interessiert es mich wie ihr eure Bedingungen nutzt. Zumal die generellen Ansichten zum Hallentraining ja auch von "nur Spielen" bis hin zu "optimal für Techniktraining" reichen. Was ich hier aber eigentlich gar nicht diskutieren will da es für beide Seiten guten Für und wieder Argumente gibt und der Thread daher sehr schnell zerfahren und weg vom eigentlichen Thema wäre.


    Ich für meinen Teil habe, wie schon geschrieben, leider nur eine einfach Halle für derzeit 21 Kinder (E-Jugend). Trainingszeit 1x 90min pro Woche. Weitere Trainingszeiten sind leider nicht möglich.

    Als generelle Schwerpunkte setze ich in der Halle vor allem auf Koordination (finde ich bei den Bedingungen in der Halle ideal), Dribbling und Finten (lässt sich gut für viele Kinder planen) und Zweikampf (vorrangig 1gg1 bis 2gg2). Aufgrund der engen Halle fallen Dinge wie Torschuss leider komplett flach. Wird einfach ein unendliches Chaos. Zusätzlich setze ich es mir als Grobziel mindestens 2/3 der Trainingszeit zu spielen (hier vorranging in 3gg3 plus TW was allerdings zu langen Wartezeiten führen kann). Hier bin ich also noch auf der Suche nach Verbesserung.


    Die Grobplanung der Einheiten sieht wie folgt aus:

    10-15 Koordination zum Einstieg

    15-20 min Schwerpunkttraining (Dribbling, Finten oder Zweikampf)

    ca. 60min Spiele in div. Turnierformen.


    Gruß

    Torsten

    Wir haben hier das Glück eine sehr weitläufige 3-Fach Hall mit Tribüne nutzen zu können. In dieser werden etwa 80% aller Turniere der umliegenden Vereine gespielt.


    Startgelder bewegen sich in etwa in dem Bereich welcher wieder an Medaillen oder anderen Geschanken an die Teams ausgegeben werden. Handhaben wir aus so und das finde ich auch Fair.

    Stimmung ist meist sehr entspannt da die Zuschauer doch recht weit vom Geschehen weg sind. Hatte aber auch schon Turniere in denen es noch deutlich entspannter zuging als in unseren Hallen. Das war für mich aber auch sehr nahe am Optimum.


    Was ich generell nicht mag, und zu diesen Turnieren fahren wir auch nicht mehr, ist Eintritt für Zuschauer bei den kleinsten verlangen. Ich denke bis hoch in die D-Jugend (Grenze kann gerne diskutiert werden) kommt keine Mama, Papa, Oma oder sonst wer um sich guten Fußball anzusehen. Vielmehr soll der eigene Spross unterstützt werden und sonst nichts. Dafür nun Eintritt zu verlangen finde ich unverschämt und das gebe ich auch gerne zu Kenntnis.


    Gewinn für die ausrichtenden Vereine kann durch Kuchenverkauf, Tombola und andere Dinge ja dennoch generiert werden. Und hier unterstützen meine Kinder in der Regel auch tatkräftig.


    Gruß

    Torsten

    Skriwer

    Zur Kritik Am Thema vorbei muss ich mich entschuldigen. Ganz klar passt die Übung zur An- und Mitnahme. Ich bezog mich auf deine Erklärung mit Aufdrehen und hab mich da gedanklich fest gebissenen.

    Funino mit Mindestkontakten finde ich persönlich auch eine wirklich tolle Spielform zur Ballverarbeitung.


    @all

    Ich sehe es wie Constantin . In der Regel ist der zweite Ballkontakt ein deutlich sauberer Pass oder Schuss als eine one-touch Aktion. Natürlich gibt es auch für diese die passende Situation, aber gerade in den untersten Altersklasse sehe ich one-touch auch in erster Linie als Notlösung. Typisch ist hier das Ball weg schlagen (am sichersten ins aus) oder den Verteidiger der aus der Not alle Bälle einfach nach vorne kloppt.

    Aus diesem Grund gebe ich meinen Spielern von Beginn an mit auf den Weg "der zweite Kontakt ist der saubere". Und dafür ist eben ein bewusster erster Kontakt zwingend notwendig. Das haben die Kinder aber auch schnell begriffen und setzen das, wenn auch manchmal einer falschen Entscheidung folgend, sehr zuverlässig um.


    Gruß

    Torsten

    Unsere Turniere finden zu 95% in den Nachbarorten statt. Fahrzeit max. 15min.
    Dennoch ist jedes Turnier mit 2,5-4std Familienzeit verbunden. Selbst wenn ich die Kinder nur "mitgebe" ist der Ausflug oder sonstiges an diesem Tag nicht möglich. Die Schwester kann zu dieser Zeit nicht nach XY zur Freundin gebracht werden usw. Die Tagesplanung dreht sich also dennoch darum wann muss das Kind wo sein und wann ist es wieder daheim, usw.


    Über welche Zeitraum sprichst du denn hierbei. Ich halte mich normal an die Regel max. jede zweite Woche ein Turnier. Da aber die Hallen z.B. im Dezember mit Verbandsturnieren belegt sind ist im November und Januar natürlich Stoßzeit. Hier kann es auch mal vorkommen das wir drei Turniere in drei Wochen spielen. Das ganze aber dann mit Rotation der Spieler, mehr aber sicher nicht.


    Gruß

    Torsten

    Ich habe zwar nicht genau deine Bälle, hoffe aber Übungen welche ich mit Softshell Footbällen spiele zählen auch. ;)


    Gute Erfahrungen habe ich mit 1gg1 auf Minittore als Reaktionsspiel gemacht bei denen ich das Spiel durch einwerfen des Balles in die Mitte eröffnet habe. Bei Spieler stehen sich gegenüber (ca. 2m Abstand) und ich werfen den Ball im Bogen (ja höher desto weniger Schwung hat die Flugkurve) in die Mitte. Ziel ist es ein 1gg1 auf eines der beiden Minitore links oder rechts abzuschließen.


    Durch den unberechenbaren Aufprall des Balles ist eine schnelle Reaktion gefordert um sich den ersten Vorteil zu erarbeiten.


    In höheren Altersklassen gebe ich hierbei sogar den Ball im Flug bereits frei um eine Aktion bereits vor dem Aufsetzen des Balles zu erfordern. Das typische "nicht springen lassen!" welches von den Auslinien immer wieder gerufen wird.


    Gruß

    Torsten

    Ich hab jetzt halt nur Probleme mit Eltern die sich nicht engagieren und es für eine Zumutung halten jedes Wochenende im Winter ein Hallenturnier zu spielen

    Sorry, aber da hättest du mit meinen Kindern im Team noch einen Elternteil der das so sieht.

    Spielbetrieb im Winter ist ganz klar erforderlich, aber gerade Turniere sind mit enormen Zeitaufwänden verbunden und dürfen daher, in meinen Augen, nicht überhand nehmen. Wenn du einen großen Kader hast kannst du hier sicher mehr spielen, aber die Kinder und v.a. auch die Eltern sollten mal Zeit zum Durchatmen haben dürfen. Umso mehr Einsatz (Kuchen, Verkauf, Fahrdienste, usw.)kannst du auch bei den gemeldeten Veranstaltungen einfordern.


    Gruß

    Torsten

    Obwohl ich deine Übung nicht schlecht finde finde ich Sie am Thema vorbei. Die gezeigte Übung ist in meinen Augen schlicht auf den ersten Ballkontakt entworfen. Dieser muss hier in die "Spielrichtung" erfolgen um möglichst schnell wieder passen zu können. Eine offene Stellung ist nicht erforderlich. Ballannahme ohne "Tot zu stoppen" beginne ich bereit in der F.


    Einig sind wir uns aber ganz klar beim Punkt des Aufzeigen ohne etwas einzufordern. Rechter Fuß, linker Fuß sollten in meinen Augen immer Bestandteil sein.


    Für mich ist die offene Stellung viel mehr ein Bestandteil der Wahrnehmung der Umgebung. Weshalb ich Sie, genau wie Kopf hoch beim Dribbling, als E fähig einordnen möchte. Wenn ich mich so stelle das ich das Spiel vor mir habe kann ich es auch wahrnehmen. Erst im nächsten Schritt kann ich eine (richtige) Entscheidung treffen was ich mit dem Zu spiel anstellen will. Das kann dann den Fuß betreffen oder eben auch schlicht die Entscheidung sein den Ball nur wieder zurück zu spielen. Aber auch eine Ballannahme in eine bewusste Richtung.

    Das genaue Coaching, mit welchem Ball ich am besten den ersten Kontakt durchführe und wie es dann weitergehen kann sehe ich auch nicht in der E-Jugend. Generell bin ich aber dafür den Kindern die Lösungen so aufzuzeigen wie es später mal erfolgreich sein kann und somit ist eine offene Stellung schlicht ein Bestandteil des "freilaufens" welchen ich den Kindern mitgeben möchte.


    Gruß

    Torsten

    Ersatzbank

    Weshalb ich mich auch auf den Nutzen für den einzelnen bezogen habe.


    Als Verein haben wir Ordner voll mit Übungen sortiert nach Schwerpunkt und Altersklassen. Gerade für Einsteiger fand und finde ich das als gutes Mittel den Trainern unter die Arme zu greifen. Auch da man mit zusätzlichen Texthinweisen das eigene Ausbildungskonzept damit gut vermitteln kann.

    Auch geb ich meine eigenen Aufzeichnungen gerne an Kollegen weiter wenn ich die Altersklasse wechsle oder schlicht gefragt werde.


    Hinsichtlich der eigenen Trainings finde ich es, wie bereits geschrieben, besser sich nicht derart genau auf Anzahl und Bedingungen festzulegen.


    Generell zum Thema bin ich gerade jetzt beim Wechsel in die Halle sehr dankbar über die Aufzeichnungen vom letzten Jahr. Da ich in der Altersklasse geblieben bin gibt es einige Übungen welche ich nun wieder verwenden möchte. Hierzu muss ich nun nicht DFB Seiten durchsuchen oder anderes. Ganz klar ein Vorteil von eigenen Aufzeichnungen, in welcher Form auch immer.



    Gruß

    Torsten

    Datenbank an sich hört sich gut an, ist aber vom Aufwand <> nutzen für einzelne in meinen Augen eher Unfug.


    Was ergibt sich nach einigen Monaten (Jahren)?

    Übungen die mit jedem Team laufen und immer wieder genutzt werden können. Übungen die einfach nicht laufe wollten. Und Übungen die mit Team A super funktioniert haben , mit Team B zwei Jahre später aber nicht mehr liefen. (Ganz grob)

    Das wichtigste an dem ganzen System ist aber doch das du dir nach dem Training Gedanken und ggf. Notizen macht was am letzten Training gut und schlecht war. Und mit dieser Nachtbetrachtung hast du schon wieder Grundlagen für andere Einheiten. Also einfach deine letzten Trainings entsprechend abheften, abspeichern oder sonstiges und das ganze läuft. Und ich versichere dir das deine Suchvorgaben sich im Laufe der Jahre immer wieder ändern werden. Ist heute die Gruppenstärke dein Primär Kriterium ist es in einem Jahr vielleicht der Schwerpunkt (andere Altersklasse oder anderes Teams usw.).


    Generell würde ich dir aber empfehlen deine Trainings nicht so sehr von der Gruppenstärke abhängig zu machen. Selbst wenn du die Abmeldungen 90min vorher bekommst ist es nervig alles wieder umzuwerfen und im Kopf den Ablauf der neuen Übungen bereit zu stellen. Da ich derzeit variierende Gruppen von 14-21 Kindern betreue und meist direkt von der Arbeit auf den Platz starte muss ich meine Einheiten am Vortag planen.

    Gute Mittel sind herbei z.B. immer eine Spielform parallel laufen zu lassen und so in zwei Gruppen zu trainieren. Diese kann dann gerne im 3gg3 oder 4gg4 laufen. Somit ist schon ein Puffer eingebaut. Spielform mit Auswechsel ist noch mehr Varianz. Gleichzeitig hast du in der eigentlichen Übung immer wenige Kinder um die du dich Intensiv kümmern kannst. Mit vielen Wechseln an den Stationen ist das training auch extrem kurzweilig für die Kids, so die Rückmeldungen.


    Gruß

    Torsten

    Skriwer

    Worauf beziehst du denn deine Aussage "so ein gezieltes Techniktraining"?

    Auf das Aufdrehen generell oder auf genaue vorgaben des Beines mit welchem der Ball wie angenommen werden soll?


    Im zweiten Fall würde ich dir 100% zustimmen. Zumal hierzu auch gehört das der Passende Spieler bewusst das linke oder rechte Bein anspielt. Hier wären wohl selbst die besseren E Kinder schon extrem gefordert.

    Generell sehe ich aber einen Unterschied im "Aufzeigen von Möglichkeiten" welches ich im Training auch mal unter Idealbedingungen (Anpassung Ball, Gegnerdruck, Tempo usw.) durchführen kann und dem Einfordern im Spiel und Trainingsbetrieb. Aufzeigen und den Kindern so die Möglichkeit geben dies in Ihren Werkzeugkoffer aufzunehmen finde ich in der E-Jugend durchaus richtig. Einfordern würde ich das selbst von den besseren Spielern noch nicht.


    Wenn wir aber lt. DFB in der D-Jugend von Feinform der Technik sprechen sollten die Kinder durchaus auch vorher bereits die Möglichkeiten haben diese Dinge zu probieren und für sich auch mal Fehlerquellen, Möglichkeiten und Anforderungen zu erkennen.


    Gruß

    Torsten

    rage:

    Ich würde fetzt versuchen wollen, auch eine Auftaktbewegung einzubauen.

    Sprengt das für einen Jungjahrgang E-Jugend den Rahmen?


    Die Alternative wäre, die Ballannahme mit der Außenseite jetzt zunächst in den Fokus zu rücken.

    Ich denke beides ist für eine E machbar bzw. kann man probieren. Wie du ja schon schreibst sind einige bereits etwas weiter und werden das durchaus schaffen und andere haben die geforderte Technik noch nicht drin. Sollte aber dennoch einen Versuch wert sein.


    Zur Auftaktbewegung kann ich nur sagen das sollte immer Bestandteil einer Übung sein. Gerne auch vorgegeben durch ein Hütchen von dem aus gestartet wird und somit ein entgegen-gehen erforderlich ist. Zusätzlich wurde uns auch im Trainierschein eine Bewegung "in den Gener" also ein Wegdrücken gezeigt. Das habe ich in der E-Jugend noch nicht gezeigt. Hier würde das ganze eher in ein "Weg-Schubsen" ausarten was sicherlich nicht das Ziel sein sollte.


    Ballannahme mit unterschiedlichen Techniker würde ich immer als Variationen einstreuen. Also erst jeder wie er will, dann innenseite, außenseite, usw.


    Gruß

    Torsten

    Ich möchte ihnen das Entgegenlaufen/Anlaufen nicht abtrainieren - auch nicht im höchsten Tempo, weil dies später (in höheren Klassen) gefordert wird. Deshalb war meine Idee dem Abwehrspieler im Viereck auch das Spielen mit den Händen zu erlauben - ich habe den Eindruck, dass dann die Kinder langsamer auf den Gegenspieler zugehen (und TW-Trainer diskutiert hier ja nicht mehr mit ). Oder ist meine Beobachtung falsch?

    Ob die Kinder langsamer entgegen gehen wenn sie mit der Hand spielen dürfen kann ich nicht beurteilen. Hab ich auch noch nicht versucht. Mein Befürchtung wäre das es somit noch eher zu Zusammenstößen kommt. Außer es wäre nur das Spiel mit der Hand erlaubt.


    Aber ich denke du hast meine Aussagen falsch interpretiert.

    Auch ich möchte den Kinder das Anlaufen nicht ab trainieren, im Gegenteil. Meine Erfahrung zeigt das es in den Jungen Jahren zwei Arten von Verteidigen gibt. Das eine Kind bleibt aus einem Fleck stehen und wartet bis der Angreifer auch aus weiter Entfernung auf ihn/sie zuläuft. Ergebnis der Angreifer kann sich den Ball einfach vorbei legen da er a) sehr lange überlegen kann und b) einen deutlichen Geschwindigkeitsvorsprung hat.

    Der zweite Typ Verteidiger läuft dem Gegner entgegen und versucht aus vollem Lauf den Angreifer zu attackieren. Ergebnis ist eine 50/50 Chance nur das der Angreifer weniger Zeit hat aber, wenn vorbei, der Verteidiger erst abbremsen muss bevor er die Laufrichtung umdrehen kann.


    Das Fernziel (bis zum Ende der F / junge E) liegt aber in der Mischung aus beiden.

    Der Verteidiger soll nicht warten bis der Angreifer zu ihm kommt sondern bewusst den Abstand verkürzen. Allerdings muss der Lauf (dem Angreifer entgegen) auch rechtzeitig wieder gebremst werden um eine kontrollierte Abwehraktion und, wenn nötig, auch einen schnellen Richtungswechsel durchführen zu können.

    Ein meiner favorisierten Übungen hierzu ist wie folgt:

    Der Verteidiger, oder Trainer, bringt den Ball von der Torauslinie ins Spiel. Der Angreifer startet im Bereich der Mittellinie (abstandslinie für den Anstoß) und der Verteidiger startet auf der Torauslinie. Ziel des Verteidigers ist es nun den Angreifer außerhalb des Strafraums zu attackieren.

    Im ersten Schritt ist hier also das Anlaufen und Abstand verkürzen zwingend erforderlich. In den weiteren Wiederholungen wird der Fokus dann immer weiter auf Anlaufen und rechtzeitig wieder abbremsen" gelegt um eine kontrollierte Abwehr zu ermöglichen.


    Das ganze steigert sich natürlich auch immer noch weiter bis in die D/C-Jugend in welcher dann ein begleitendes Verteidigen, wie es in der BL immer wieder zu sehen ist, zur Zielsetzung wird.


    Die Übung kann natürlich auch mit Vierecken in welches der VT laufen muss bevor er angreift oder anderem durchgeführt werden. Ich find es nur wichtig das eben sowohl das Anlaufen als auch das abwartende verteidigen gleichermaßen in die Übung einfließen.



    Gruß

    Torsten

    Warum aus spitzem Winkel nicht schießen wenn es doch klappt. Das sehe ich für einen F-Junior eher schwer zu verstehen. Gleichzeitig kann ich aber deinen Ansatz verstehen das du Ihnen bereits für die Zukunft andere Lösungen aufzeigen willst.


    Aber wie sehen die aus?

    Passspiel vorn Tor um in zentralere Position zu kommen?

    - Kein Inhalt für F-Jugend. Hier sollte Dribbling und Torschuß UND alles auf individueller Basis passieren.


    Fernschüsse und somit einfach eher abschließen?

    - Würde ich deinen Kindern wohl zutrauen, was du hier schreibst. Aber es verlagert das Problem ja nur da du wieder keine wirkliche Lösung für später anbietest.


    Eher Richtung Tor lenken und somit nicht mehr bis auf die Toraus-Linie ziehen?

    - Könnte durchaus eine Lösung sein. Hierzu würde ich z.B. Tore welche über die vordere Linie des Strafraums erzielt werden doppelt Werten. Tore welche über die seitlichen Strafraum-Linien erspielt werden nur einfach. Das kann in der F durchaus gut fruchten, aber denke daran das du später vielleicht auch Flanken mit in euer Portfolio aufnehmen möchtest und deshalb würde ich derartige Angriffe nicht erzwingen bzw. andere verbieten. Mit einer entsprechenden Gewichtung der Tore lässt du aber beide Optionen offen und erzielst durchaus auch einen Denkprozess.


    Gruß

    Torsten

    Ich weiß das das hier nicht gerne gehört wird, aber wenn es einen guten Verein in der Nähe gibt schick ihn in die Leichtathletik.


    Hier bei uns gibt es mehrere Vereine die auch Kindertraining anbieten und ich muss sagen die machen das besser als jeder Fußballclub. Spielerische Laufschule, Werfen, Springen usw. Alle Kinder die ich bisher aus deren Gruppen aufgenommen habe sind den meisten "nur Fusballern" in Sachen Laufstil und auch Schnelligkeit weit voraus.


    Ganz allgemein kann ein Blick über den Tellerrand des Fußballs und eine breite Ausbildung in mehreren Sportarten das Bewegungstalent eines Kindes nur fördern. Das Alter in dem nicht mehr für alles Zeit ist und eine Konzentration auf weniger Sportarten erfolgen muss kommt von allein.


    Gruß

    Torsten

    Ich habe ihn -weil ich so etwas überhaupt nichz leiden kann und auch nicht akzeptieren werde- darauf hingewiesen, dass er bei Zeiten in einem regulären Spiel (und nicht nur im Training) auch ein Eigentor geschossen hatte und ihm auch NIEMAND aus seinem Team oder wir als Trainer deswegen einen Vorwurf gemacht haben...

    Am Ende hat er sich dann für sein Verhalten entschuldigt und in der nächsten Runde auch wieder ordentlich mitgespielt...

    Schöne Geschichte. Auch wenn ich es nicht gerne mache ist es in manchen Fällen einfach notwendig die Fehler auch mal direkt anzusprechen um diverse "Stars" wieder auf den Boden zu holen.


    Gruß

    Torsten