Beiträge von totog

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    Hallo zusammen,


    da hier in der Regionalen Presse gerade vermehrt die Saisonabschlüsse der Verein ein Thema sind fällt mir folgendes auf. Gerade in den mittleren Amateurklassen gibt es hier kaum noch Vereine welche ohne Kreuzbandrisse und ähnlichem durch ein Jahr kommen.


    Es kann mich auch täuschen, aber zu meiner Zeit als Spieler waren in jedem Verein 1-3 Spieler welche "schon mal einen Kreuzbandriss" hatten. Das kann natürlich auch damit zusammenhängen das dies damals oft dem Kariere Ende gleich kam. Aber dennoch denke ich das diese Häufigkeit damals nicht vorhanden war.


    Was mich aber zur Verantwortung und dem Können der Trainer führt. Natürlich kann man diese Verletzungen mit den Veränderungen des Fußballs an sich erklären. Auch auf Top-Niveau werden diese Verletzungen immer häufiger. Gleichzeitig stellt sich aber die Frage ob es nicht auch die Verantwortung der Trainer ist, in einem Bereich in dem Arbeitsleben und anderen wichtiger sind als im Profisport die Spieler besser auf die Anforderungen vorzubereiten oder eben eine Systemumstellung zu erwägen. Unabhängig von der Tabelle?


    Natürlich spielt hier Konjunktiv mit. Aber ich finde ein Positives Fazit des Vereins "trotz vier Kreuzbandrissen und gebrochener Knochen haben wir nichts mit dem Abstieg zu tun" eher makaber als positiv!


    Oder ist das hier nur Regional so? Wie ist denn die Verletzungssituation in euren Regionen unterhalb der Seim-Professionellen Ligen (4.-5.Liga)?


    Gruß

    Torsten

    Der einfachste Ansatz, das zu üben ist doch dann mMn: Die Mannschaft die Kontert spielt in Unterzahl und bekommt wenn sie den Ball gewinnt die Provokationsregel Innerhalb 10/15 Sekunden zum Abschluss zu kommen - dafür zählen die Tore dann dreifach und schon ein Abschluss zählt als Tor.


    Es geht um das Umschaltspiel bei dem der Ball erobernde Spieler sofort erkennt, dass er jetzt ein wichtiger Angriffsspieler geworden ist.

    Ohne mich jetzt gegen Wikipedia zu stellen ist Konterspiel im Sprachgebrauch ja eher ein "überfallartiges" und damit schnelles Angriffsspiel nach Balleroberung um eine gewisse Unordnung in der gegnerischen Mannschaft auszunutzen.


    Ich sehe daher keinen Grund eine Balleroberung am eigenen sechzehner auszuschließen. Noch vor einigen Jahren (vor Tuchel, Klopp, usw.) war es ja auch ziemlich normal das sich Teams "hinten rein gestellt" haben und dann versuchten nach Balleroberung schnellstmöglich die Reihen der Gegner zu durchspielen. Der Sprachgebrauch war dann eben "ausgekontert" (oder Kick and Rush).

    Obwohl diese Form der taktischen Ausrichtung heute eher selten zu finden ist muss die Ausrichtung ja immer zum Team und den Spielern passen. Daher würde diese Varianten in den Überlegungen zum Breitensport nicht ausschließen wollen.


    Gruß

    Torsten

    Als dreifacher Vater bin ich ganz klar der Meinung das bei 100€/3Tage Schluss seine sollte. Wir haben hier die Audi-Schanzer Fußballschule welche derzeit 180€ für vier Tage nehmen. Allerdings ahne Geschwister-Rabatt und ähnliches.


    36€ pro Tag finde ich OK. Es stehen ja auch Kosten dahinter!


    Gruß

    Torsten

    Wir habe jedes Jahr zwischen 100 und 120 Kinder dabei. Das ganze über Drei Tage für <100€. Die Anzahl hängt auch immer von den verfügbaren Trainern (Ehrenamtlich) ab. Das wir pro Gruppe mit einem Trainer und zwei Co Trainer planen ist das nicht ganz so leicht.


    Zum Ertrag kann ich nur sagen wir kämpfen jedes Jahr um unseren Preis da die Vorstandschaft natürlich die Preise der großen Schulen kennt und gerne mehr Ertrag sehen würde. Wo ist das bitte nicht so?

    Ich hatte aber letztes Jahr die Möglichkeit die Zahlen des Nachbarvereins vorzulegen und hier haben wir etwa das 4-Fache an Erlös hatten was denen am Ende blieb. Und das war nicht unseren guten Zahlen geschuldet sondern erschreckend wenig auf der anderen Seite.


    Aber das ist ein Fall von dem ich Schlüsse auf die häufig wechselnden Veranstalter-Vereine ziehe. Das kann mit anderen Vertragspartnern auch anders aussehen.


    Gruß

    Torsten

    Joh, aber auch unser JL liebäugelt damit Und gerade Real Madrid tingelt überall!!!

    Als Ausrichter eines solchen Camps sieht man manches mit anderen Augen.


    Aus Vereinssicht rate ich bei allen "großen" Fußballschulen genau hinzusehen. Am Ende wird oft nur der Name verliehen und dafür geht aber der größte Teil der Einnahmen an diesen Verein. Was mich hierbei immer ärgert ist das diese Fussball-Camps dann ein vielfaches der kleinen "Vereins-Camps" kosten obwohl die Arbeit doch wieder vor Ort liegt. Denn in der Regel stellt der Namensgeber nur Material und eine Hand voll Trainer ab. Alles weitere an Personal muss der Ausrichtende Verein stemmen.

    Vom Erlös bleibt diesem Verein meist aber nur ein sehr kleiner Teil. Auch wenn das nicht im Vordergrund stehe finde ich es immer wieder interessant das hier nur wenige Vereine ein solche "Vertrags-Camp" mehrfach veranstalten.


    Wir als Einzelkämpfer gehen jetzt ins 10te Jahr. Und dabei stimmt der Spaß und der Erlös. Wiederholer sind jedes Jahr um die 80% der Teilnehmer.


    Gruß

    Torsten

    Andre  Ersatzbank

    Obwohl ich es leid bin diese Themen durch zu kauen scheint hier ein zivilisiertes Miteinander zu herrschen, weshalb ich mich doch äußere.


    Ich sehe es wie Andre das sich der größte Teil unserer Gäste mit Anstand und passend benimmt und viele Probleme einfach aus der Wohnsituation entstehen. Ganz einfach; wenn ich wahllos ausgewählte "hoch zivilisierte" Deutsche Bürger auf engen Raum wohnen lasse gibt es auch immer wieder Probleme. Nichts anderes passiert in den Wohnanlagen und darum herum.


    Zum Thema oben; hier hat Ersatzbank wahrscheinlich Recht und es wird wenige deutliche Strafen geben. Was aber nicht an der Herkunft oder dem Status liegt, sondern vielmehr an den bekannten Vorstrafen und bisherigen Taten. Und hier finde ich es richtig das das Recht bei uns für alle gleich gilt. Auch unsere Jugendlichen und Ersttäter haben hier einen gewissen "Vertrauensvorschuss" und das ist gut so. Und da viele meiner Jugendfreunde eine andere Laufbahn eingeschlagen haben als ich weiß ich das dieser Vorschuss und diese Gnade manchmal "leider" sehr lange reichen.


    Hier ist also keinerlei Ungleichbehandlung im Spiel wie so oft vermutet. Vielmehr kann man hier, wenn man denn will, einen Systemfehler beklagen.


    Generell finde ich es aber schade das das Thema sofort in diese Richtung abgetaucht ist. Denn am Ende war es eine Ausschreitung bei einem Fußballturnier. Egal von wem, so etwas nimmt einem echt die Freude am eigenen Hobby. - Idioten, egal woher!


    Gruß

    Torsten

    Es kann aber auch sein, das man vorher in eine stärkere Gruppe war und somit verloren hat, oder das man jetzt in einer einfacheren Gruppe ist und somit die Gegner leichter sind.

    Die Frage war schon berechtigt. Ich werde von meiner Truppe derzeit selbst immer wieder überrascht. Nachdem wir noch vor einem guten Jahr gegen fast alle "Leistungsvereine" aus der Umgebung meist zweistellig verloren haben können Sie aktuell mit allen Teams aus der Umgebung und gestern auch mit dem Team des nächsten Stützpunktvereins mithalten (0:0).


    Der Grund ist wirklich das neben den beiden "Überfliegern" im Team nun auch die anderen einen enormen "Schub" gemacht haben. Also am Ende die Entwicklung in der Breite und nicht (nur) in der Spitze.


    Gruß

    Torsten

    Goodie Ich hatte gestern ein Gespräch mit einem meiner Spielerväter in welchem ich plötzlich eine Argumentation im Kopf hatte welche für dich auch hilfreich sein könnte. Auch wenn das Thema etwas anders gelagert war hat sie meinen "Vater" und die umstehenden scheinbar überzeugt.


    Die Frage des Vaters war "Wie es denn sein kann das unser Team aktuell "so viel gewinnt" obwohl wir doch in der Vergangenheit sehr oft auch deutlich verloren haben."

    Ich habe ihm dann erklärt das wir in etwa dem Lernverlauf in der Schule gefolgt sind. Hier werden ja z.B. auch zuerst alle Grundrechenarten gelernt um dann Stück für Stück weiter voran zu schreiten. Obwohl man ja Kindern z.B. bereits in der dritten Klasse Brüche lehren könnte wenn man sich nur auch die Multiplikation und Division einschießen würde.

    Das Ergebnis wäre aber wohl das die Kinder einfach sture Rechenwege erlernen würden ohne ein Verständnis dafür zu entwickeln wofür man dies alles gebrauchen und anwenden kann. Mit dem "breiten" Weg stellt sich diese Verständnis bei den Kindern aber mit fortschreitendem Alter von allein ein. Kinder rechnen beim Einkaufen mit, Helfen Mama mit dem Rezept von Oma, Berechnen in Papas Werkstatt wie viel Steinschleudern aus dem restlichen Abfällen herausgehen, usw. Das Ziel ist also nicht "das Sture Rechnen" zu erlernen sondern vielmehr die "Sprache der Mathematik" (Lieblingsaussage meines Mathe Prov's.) zu erlernen und v.a. anwenden zu können.


    Was heißt das nun für uns. Ich denke das keiner auf ein Training von Passtechnik usw. verzichtet, allerdings werden die Kinder ungezwungen erst damit beginnen wenn Sie die Hintergründe wie "Verändern der Spielsituation" wahrnehmen und verstehen können. Ein "erzwungenes Passspiel" mit trainierten Laufwegen führt zwar zu Erfolgen (sieh Bruch in der dritten) das Verständnis wird sich aber wohl nur bei den besten noch ausbilden. Alle anderen Klammern sich einfach an die vorgegebenen "Rechenwege". Und das gerade das Passspiel sehr viel mehr erfordert als nur den Ball zu spielen ist jedem klar. Der Ball führende und der angespielte muss die Situation erkennen, einen Plan ausarbeiten, sich ggf. frei-laufen oder den Ball entsprechend vorlegen, usw.. Und genau aus diesem Grund beginnen diese Teams erst später damit, können dann aber auch sagen warum und wozu der Pass gespielt wurde. Die Crux ist nur das einer im Team nicht reicht. Es gehören immer Minimum zwei zum Passen. Und genau deshalb wird sich ein Passspiel im Team erst einstellen wenn auch die "schlechteren" das erforderliche Rüstzeug dazu haben. Die Kinder wissen nämlich ziemlich genau wer angespielt werden kann und wer nicht. Es ist also auch kein Problem wenn dieses Grundwissen erst in der D-Jugend erreicht ist. Und deshalb müssen wir alle an diesem Weg festhalten.


    Gruß

    Torsten

    Ich verstehe das Problem ehrlich gesagt auch nicht!


    Du sprichst von F und willst Qualitativ gutes Training anbieten. Was soviel heißt wie sehr, sehr viel spielen. Also hast du in jeder Übung nur noch die Hälfte der Kinder in der Übung da die anderen ja gerade spielen.
    Warum mit sieben bzw. acht Kinder in der Übung kein gutes Training ohne viel Standzeit möglich ist sehe ich nicht wirklich.


    Kinder weg zuschicken obwohl ich ja doch vorhabe Sie aufzunehmen oder zu Mitgliedern zweiter Klasse zu machen weil Sie noch nicht die Qualität der anderen haben finde ich zum <X. Aber das habe ich ja erst kürzlich hier zum Ausdruck gebracht.


    Ich habe derzeit 21 Kinder im Kader und in der Regel 18-20 davon im Training. Dann gibt es eben Stationen für vier Gruppen und alles passt, auch von der Qualität. Oder ein Training wird einfach zweimal gespiegelt aufgebaut und somit habe ich max. 12 Kinder pro "Training", das geht aus alleine. Denkt euch Abläufe und Übungen aus die den Kindern gerecht werden und lasst nicht die Kinder dafür bezahlen das Sie nicht in eure Abläufe und Übungen passen. Und das meine ich jetzt keineswegs beleidigend.


    Gruß

    Torsten

    Goodie Auch wenn es nicht hilft, Schlaraffenland ist nicht überall. Wir haben weder Asche noch Kunstrasen und nur eine kleine Halle.


    Einzig die Hallenzeiten sind zumindest für jedes Team (in der E-Jgd sind es 21Kinder) 1x pro Woche gegeben. Die Kunst/Herausforderung besteht aber darin aus den Gegebenheiten das beste zu machen.

    Gerade in den Altersklassen G/F gibt es doch vieles andere. Basteln, Schwimmen, Turnen, Wandern uvm. Hört sich vielleicht zuerst Blöd an, aber wenn man die Halle nur alle X Wochen hat würde ich wohl zusätzlich und abseits des Fußballs auf den Erlebnis Faktor setzen.


    Gruß

    Torsten

    Die Idee von Goodie hatte ich auch als erste im Kopf.


    Hast du schon mal versucht dem Jungen ein Belohnung zu geben?

    Ich hatte letztes Jahr einen Jungen der auch ständig aus der Reihe tanzte. Ich hab ihn dann zu meinem Co-Trainer gemacht. Er half beim Aufbauen, vormachen, usw. Nur Spielleitungen hab ich ihm nicht überlassen. Ab dem Zeitpunkt lief es ganz gut. Nach den Training immer wieder Gespräche unter vier Augen was er super und was nicht so gut gemacht hat. In dem Fall war die Anerkennung vom Trainer (von einem Mann) das richtige.


    Gleichzeitig hat er immer in den kleinsten Gruppen gespielt.


    Wenn du vermutest das er in größeren Gruppen überfordert ist, und dabei ist es auch egal ob emotional oder aus anderem Grund, dann biete ihm eine kleine Sub-Gruppe an. Bereits zum Beginn des Trainings einteilen und am besten mit Kindern die sich nicht anstecken und ihm aber auch nicht in allem überlegen sind. Er soll sich ja auch wohlfühlen. Diese Gruppe muss alles gemeinsam erledigen.

    Vielleicht holst du ihn damit aus seiner Überforderung. Falls das klappt würde ich die Gruppe immer wieder vergrößern und wenn möglich variieren. Das ist auch für die andern Spieler eine neue Erfahrung. Wir sind heute Team Blau und passen aufeinander auf. Auch innerhalb der eigenen Mannschaft.


    Gruß

    Torsten

    Beim Fussball macht jeder Verband was er will und jeder Kreis macht daraus seine eigenen Variante und dann hat man bei jedem Team die Geschmacksregeln der Veranstalter - und diese werden jedesmal noch neu ausgeschmückt, wenn die gruppe der Coaches vor Turnierbeginn miteinander spricht. Das ist doch Irrsinn!

    Genau das ist in meinen Augen der Punkt! Ds Regelwerk gerade in der Halle wird jedes Jahr angepasst und verändert. Klar ist Futsal noch ziemlich neu, aber eine gewisse Routine sollte dabei schon zu erkennen sein.

    All diese Anpassungen führen zum einen dazu das es immer wieder auch geprüfte SR gibt die nicht alles auf dem Schirm haben und zum anderen dazu das auch viele Trainer und Betreuer heute noch nicht alle Regeln kennen.


    Zusätzlich erfordert Futsal, gerade in der Zeit der Umstellung von draußen, ein häufigeres Eingreifen der SR. z.B. Jedes Grätschen und jeder Bewusste Körpereinsatz wird hier normal gepfiffen (zumindest in höheren Runden und Klassen). Das hemmt natürlich auch den Spielfluss was der Veranstalter nicht immer möchte. Also "führen wir das langsam ein" und gehen wieder raus ohne alles wirklich umgesetzt zu haben. Ist leider so.


    Der Vergleich mit Tennis hinkt in meinen Augen da es ja auch keinerlei Anpassungen zwischen draußen und drinnen gibt. Der Unterschied zwischen Futsal und draußen ist ja doch erheblich. Genau wie das Spiel an sich. Zusätzlich denke ich das das Regelwerk im Fußball deutlich umfassender ist als Tennis (kann mich aber auch täuschen).



    Gruß

    Torsten

    Ob das Spiel mit Bande wirklich der Handlungsschnelligkeit dient, möchte ich bezweifeln - normalerweise entsteht nur das bekannte Bandengewürge. Genau wegen der Förderung der Handlungsschnelligkeit gibt es ja im Futsal die Vier-Sekunden-Regel...

    Der Handlungsschnelligkeit dient die Bande wohl nicht, so hatte ich es auch nicht gemeint. Allerdings sind handlungsschnelle Spieler im Spiel mit Bande klar im Vorteil bzw. was ich eben vermeiden möchte, handlungslangsame Spieler sehr schnell schlicht überfordert. Weshalb ich bei den Kadern das berücksichtige.
    Die vier Sekunden Regel sehe ich eher als Regel gegen Verzögerungen, wobei es natürlich bei den Kindern in die Richtung Handlungsschnelligkeit ginge. Diese ist aber bei uns erst in der D-Jugend aktiv.


    Abschlag aus dem Spiel ist bei uns auch erlaubt, wobei eben dies bisher in alle Turnieren abgeändert wurde zu "nur Abwerfen ist erlaubt". Trotz guter Idee eben wieder die erste Änderung zum Regelwerk. Und das ist dann wieder dämlich!


    Gruß

    Torsten

    Alter_Sack Mein Beileid!


    Aber in welcher Altersklasse bist du denn unterwegs?

    Hier in Bayern sind bei den kleinsten die Futsal-Regeln vielen Punkten außer Kraft gesetzt um den Kindern gerecht zu werden. So zumindest der Versuch. Bei euch scheint das ganze Futsal Regelwerk, plus Zusätze, zu greifen.


    Das all dies hier dann wieder von den Veranstaltern untergraben wird ist die andere Seite.


    Hier bei uns kann ich beobachten das es sehr davon abhängt wer ein Turnier organisiert (Gesamtverein oder Jugenabteilung) und wer alles spielt. Ist es ein Turnier nur für Jugendmannschaften stehen die Chancen gut das Futsal gespielt wird. Sobald aber auch ein Herren Turnier gespielt wird heißt es "nach den guten alten Hallenregeln".


    Ich muss aber zugeben das es mich, zumindest bisher, nicht stört ob nun Futsal oder Bande. Hier sehe ich es wie Goodie in einem Thread erwähnt hat einfach als "anderen" reiz für die Kinder und spiele gerne beides. Ich muss aber auch dazu sagen das ich bei 21 Kindern in der E und maximal einem Turnier pro WE hier ziemlich durch tauschen muss und somit z.B. auch die erforderliche bessere Handlungsschnelligkeit bei Bandenspiel Rücksicht nehmen kann. Das war in den letzten Jahren nicht immer der Fall.

    Kotzen könnte ich nur wenn, wie du auch schreibst, z.B. mit Bällen gespielt wird die nicht der Ausschreibung entsprechen. Wenn ich nichts weiß kann ich nicht reagieren.


    Gruß

    Torsten

    Nachdem hier das Thema bevorzugung köperlich starker Spieler aufkam hab ich mir mal die Mühe gemacht und den gestrigen Kader der Rhein Nekar Löwen (Handball) durchgesehen. Genau zwei Spieler unter 1,80m und alle anderen eher weit darüber.


    Auch Handball würde ich nun als "Volkssport" bezeichnen, aber in der Spitze spielen genetische Dinge eben auch eine Rolle. Ansonsten hilft nur noch "überdurchschnittliches Können". Und auch wenn wir nicht Handball Diskutieren spielen wird doch einen oft genannten Kontaktsport. Gerade in der Box benötigt man hier eben sowohl offensiv als auch defensiv eine gewisse Physis und damit bleiben im Kader einfach weniger Plätze für kleine oder leichtere Spieler. Zusätzlich haben diese Spieler bei "früher Entwicklung" in den Altersklassen im Bereich der C/B-Jugend häufig enorme Vorteile in Reichweite und Physis was Sie wohl zusätzlich oben raus spült.

    All das nun auf "Abstiegskampf" in den Spielklassen zu reduzieren ist wohl etwas zu kurz gegriffen.


    Mit Blick auf die Torhüter sagen wir in den jungen Jahren Sie müssen am besten alles lernen da man ja nicht weiß ob nicht ab der C-Jugend körperliche Nachteile eine weitere TW Kariere verhindern. Hier ist es wohl ganz normal.

    Bei den Feldspielern allerdings wehren wir uns nun Spielern aufgrund von ihrer Physis vom Wechsel in ein NLZ abzuraten. Ich denke jedoch das man diesen Spielern sehr wohl aufzeigen sollte das es aufgrund der Anlagen von Mama und Papa durchaus schwieriger werden kann. Da allerdings neben diesem Punkt auch Dinge wie Lernwille, Talent und Ehrgeiz eine große Rolle spielen würde ich den Spieler trotzdem ermutigen.


    Gruß

    Torsten

    Abklatschen Handgeben vor dem Spiel, weil der SR es so sagt, lehrt aber doch auch keinen Respekt.


    Nach dem Spiel ist es mir auch sehr wichtig. Das habe ich auch zu meiner aktiven Zeit so gehalten, sowohl mit den eigenen Spielern (wenn es mal Meinungsverschiedenheiten ga) als mit den Spielern der anderen Mannschaft. Das war für mich auch immer ein Zeichen von "auf dem Platz kann es auch mal Berührungen geben, aber am Ende ist es nur ein Spiel!".


    Vor allem Fällt es einem auch nicht nach jedem Spiel leicht. Dann Fördert es in meinen Augen auch noch etwas im Bereich der Emotionalen-Kompetenz.


    Daher bleibe ich dabei das (für mich) alle diesen gezwungenen Handlungen vor den Spielen, oder auch beim Anstoß, nur bedingt gut sein können. Nach dem Motto; abgehakt, und jetzt spielen wir Fußball.


    Gruß

    Torsten

    Wenn meine Kinder das machen würde würde ich wohl einschreiten.

    Andererseits bin ich durchaus auch dafür das sie eigene Ideen umsetzen und probieren sollten. Wenn sich also einer meiner Spieler in Fairem Abstand vor den Abschlagenden TW stellt lass ich ihn. Ausnahme der TW ist verunsichert oder eben noch sehr jung. Aber ich würde so etwas nie einfordern.


    Ähnlich ist es hier. Da meine Jungs mit Funino gelernt haben was ein Früher Angriff bei wenigen Spielern bewirkt spielen Sie in der Halle ein enormes Pressing. Wenn Sie nun merken das ein solcher Anstoß einen Vorteil bringt würden Sie sicherlich auch ihrem Vorteil versuchen. Obwohl ich doch hoffe das hier mein FairPlay Vorbild Früchte getragen hätte.


    Es ist aber ein gutes Beispiel wie wenig, an sich gut gemeinte Vorgaben, bei den Kindern bewirken wenn wir Trainer nicht auch über die Hintergründe aufklären (Warum so und nicht anders) und das FairPlay nicht vorleben und einfordern. Schade eigentlich.


    Gruß

    Torsten

    Fairplay Anstoß kannte ich bisher auch nicht. Sinnhaftigkeit, Naja.
    Andererseits wird hier bei uns erwartet das vor den Spielen ab-geklatscht werden muss, incl. Schiedsrichter.


    So möchte wohl jeder Verband oder Kreis das Thema immer wieder bewusst machen. Auch wenn vorgeschriebene Handlungen hierzu eben nur bedingt taugen.


    Zugegeben wäre ein Thema wie dieses allein wohl kein Problem für die Kinder. Einmal gesagt, "Wir spielen heute mit oder eben ohne diesen" und gut. In der ganzen Hallensaison ist es aber eben nur ein Punkt von vielen. Mal darf der TW abschlagen (in der Halle), mal nur Werfen. Mal darf er den Ball aufnehmen und wieder ablegen, mal muss er werfen sobald er in der Hand war. Mal gibt es 4 Sekunden beim Einkick, mal nicht.

    Jeder Punkt allein ist nicht schlimm.. aber am Ende läuft es darauf hinaus das jeder Veranstalter, im Glauben den Kindern etwas gutes zu tun, zu Beginn über "seine Regeln" aufklärt. Ich gebe dann den Katalog an die Kinder weiter und in den ersten Spielen werden X Aktionen abgepfiffen weil sich nicht alles gemerkt werden konnte. Ab dem dritten Spiel läuft es dann meistens Rund und wenn man nicht die Zwischenrunden erreicht hat man genau ein letztes Spiel in dem die Kinder alles auf dem Schirm haben und entspannt aufspielen können.


    Das ist doch auch nicht das Golden Ei des Fußballs!


    Gruß

    Torsten

    Ganz klar Futsal!


    Wir haben in unserem Mannschaftsfundus einen Filz-Ball und mehrere Futsal. Zweite sind schlicht viel besser zu kontrollieren und kommen einem Ball auf Rasen sehr viel näher. Wenn ich den Filz-Ball fürs Abschlussspiel verwende wird es schlicht Chaos und Gebolze. Gut als neuer Reiz aber nicht um neues zu erlernen.


    Mit einem Futsal im Fundus hast du zusätzlich die Möglichkeit Übungen für "schwächere" zusätzlich zu erleichtern. Wir haben hier nämlich auch die normalen Bälle. Mit einem Filzball beraubst du dich dieser zusätzlichen Option.


    Gruß

    Torsten