Beiträge von totog

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Ersatzbank Erneut muss ich Goodie recht geben. Das eine schließt doch das andere nicht aus.


    Jeder Artzt wird dir im ersten Schritt Mittel gegen die wiederkehrenden Kopfschmerzen verschreiben. Und erst im Anschluss wird der ein oder andere auch noch versuchen den Grund für zu finden und dagegen etwas unternehmen.


    So arbeiten wir leider immer noch in den Strukturen der Verbände und somit im 7gg7. Natürlich können wir versuchen für die Zukunft dies zu ändern. Für die aktuellen F-Lingen wird dies aber wohl nur eine Alternative sein. Weshalb (leider) beide Themen wichtig sind.


    Gruß

    Torsten

    Es gibt F-Jugendliche, die wissen bereits genau was sie auf dem Platz machen - und können daher auch sehr sehr viele taktische Anweisungen bereits umsetzen.
    Da wäre es doch fatal, dort dem Input ein Limit zu setzen, nur weil es vom DFB o.ä. vorgeschrieben wird.

    Genau dort liegt aber in meinen Augen die größte Gefahr.


    Einen Kader voller dieser Spieler haben (außer vielleicht ein paar Auswahlmannschaften) die wenigsten Vereine. Das heißt die meisten Vereine haben, wenn überhaupt, ein bis zwei, mit sehr viel Glück auch mal drei, dieser Spieler. Also kann ich natürlich diesen Kindern Sonderaufgaben wie z.B. "du sicherst das Spiel hinter den anderen ab" oder anderes zuteilen, eine Taktik an sich wird daraus aber noch nicht. Es fehlen schlicht die weiteren Bausteine.


    Das übliche Bild ist aber das eben diese 1-3 Kinder das "pressing" (oder anderes Mittel) des Trainers ausführen und der Rest eher überfordert wirkt.


    Meine Erfahrung zeigt aber auch das es eben diese Spieler sind die neben dem Fußball noch vieles weitere betreiben. Sei es nun Basketball, Einradfahren, Tennis oder anders. Daraus schließe ich das dieses Kinder den anderen Überlegen sind weil sie einen deutlich größeren Erfahrungsschatz in der Tasche haben als der Rest.

    Und die Frage daraus ist wie schaffe ich es für die anderen eben diesen Erfahrungsschatz möglichst groß zu gestalten. Und damit schließt sich der Kreis zum ausprobieren und nicht einer fixen Idee des Trainers folgen müssen. Ebenso werden hierbei die ständig neuen Erfahrungen (auch Fußballfremde) ein Thema.


    Das "Konzept" für eine Mannschaft sollte daher nicht an den oberen orientiert sein sonder viel mehr jedem Spieler Möglichkeiten auf seiner Ebene bieten.


    Gruß

    Torsten


    Gruß

    Torsten

    Macht es Sinn mit einer F das Doppeln zu trainieren? Sicher nicht. Warum? Weil sie zunächst erst das Verhalten im 1 gegen 1 erlernen müssen. Wenn das individualtaktische Verhalten sitzt, gehe ich zur Vermittlung des Doppelns. Und das ist Ende E, Anfang D.

    Wie schon oben geschrieben gibt es hierzu einen eigenen Thread. Und es hängt wie so oft von der Aufgabenstellung und dem Blickwinkel ab.


    Ich habe aber in meinem Beitrag nichts von "doppeln" im eigentlichen Sinn geschrieben. Einzig das nicht 2 oder 3 Spieler einen Gegner angreifen sollen, sonder lieber auch den zweiten Angreifer, wenn denn vorhanden, "Abdecken" sollen. Hierzu muss ich erst erkennen ob dieser vorhanden ist und falls ja eine Entscheidung treffen. Ab Ende F bis Anfang/Mitte E Jugend sollte diese "für mich individuelle" Entscheidung zu treffen sein.


    Fakt bleibt aber auch, wenn wir hier in diesen Einzelheiten darüber diskutieren ob dieses oder jenes nun schon zu viel sein kann, oder eben nicht. Ob das nun erst in der E bis D oder doch schon in der F Bestandteil sein sollte sind wir wohl alle noch sehr weit vom, leider bekannten, festen Rollenbild wie "Abwehr bleibt hinten" und "Torwart schlägt nur nach vorne" entfernt. Um nicht immer nur die Unterschiede heraus zu heben. :saint:


    Am Problem des Threads, dem heranführen an diese Themen, ändert das Alter der Kinder aber nur bedingt etwas.


    Gruß

    Torsten

    AKjfv und A(ni)mateur


    Von einer wirklichen Gruppentaktik spricht man erst vom kollektiven bewussten Zusammenwirken mehr als zweier Spieler.

    Ich denke das ist eine sehr gute und genaue Unterscheidung.


    Beispiel Abwehr wenn ein Gegner an der Linie entlang kommt.

    Ein Spieler sollte Angreifen.

    Der zweite sollte doch bitte nicht auch noch angreifen sondern dahinter absichern und ggf. den Gegner vorm Tor im Auge behalten bzw. diesen Absichern.

    Wird Spieler eins ausgespielt kann Spieler zwei angreifen, wenn nötig, und die Aufgaben drehen sich um.


    Zu dem ganzen Spiel hat dann auch noch der Torwart eine Aufgabe, die ichhier aber nicht direkt auf diese spezielle Situation beziehen würde. Vielmehr auf den angriff an sich.


    Fazit:

    Es wirken zwei Spieler abhängig von einander. Aber wie oben geschrieben sehe ich hier eher einzelne Aufgaben im Vordergrund als eine "Gruppe". Eine Gruppe wäre in meinen Augen dann z.B. wenn ich noch einen oder mehr Abwehrspieler hinzu nehmen würde (z.B. in der Abwehrkette).


    Wenn wir unseren Spielern eine bewusste und kontrollierte Zweikampfführung für diese Situationen lehren wollen ist dieses Verhalten eine Grundvoraussetzung. Nur wenn der Spieler weiß "meine Mitspieler kümmern sich um die anderen Spieler" wird er sich bewusst auf den Zweikampf konzentrieren.


    Gruß

    Torsten

    A(ni)mateur

    Du hast sicherlich Recht wenn du eine klare Trennung von Heranführen an jegliche Taktik und Verfeinerung einforderst.


    Die Herausforderung unterscheiden sich hier enorm ob nun eine F oder Bambini Truppe das Ziel ist, oder eben eine E oder D Jugend. Gleichzeitig überschneiden sich alle Themen aber auch. Wo ich einer F Truppe versuche die grundlegenden Dinge beizubringen mache ich in der E wohl schon den nächsten Schritt. Aber dennoch führe ich auch diese Kinder (auch in der B und A Jugned) noch immer wieder an neue Bausteine heran (im Idealfall).


    Eine weitere Frage ist, wenn du keinerlei Seiten vor gibst, wie ist es dann bei deinen Kindern geregelt? Ich stelle selbst in der E Jugend immer wieder fest dass, wenn sich die Kinder selbst organisieren, immer die selben auf der gleichen Seite spielen. Was aber auch daraus resultiert das die meisten Versuchen Ihren schwachen Fuß zu umgehen.

    Der eine Spieler hat mit dem Robben Ablauf (nach Innen Ziehen und Abschluss) gute Erfahrung gemacht und geht daher "mit dem starken Fuß nach innen". Der andere flankt lieber und geht "mit dem starken Fuß nach außen".

    Um das zu umgehen habe ich schon auch sehr schnell begonnen "feste" Seiten vorzugeben. Allein aus dem Grund das ich diese dann jedes Spiel wechseln kann.


    aber natülich ist die auch wieder ein Prozess.

    In meinem Fall war es so das die Kinder sehr schnell nachdem wir überhaupt eine "Aufstellung" eingeführt hatten selbst begannen sich seite auszumachen. Das habe ich dann aufgegriffen und eben bewusst gesteuert.


    Gruß

    Torsten

    Der Schlüssel zum erfolgreichen Positionsspiel ist doch, dass die Kinder verstehen, dass sie 2:1 Überzahl schaffen/erzeugen müssen.

    Wenn eure Kinder das verstehen und gleichzeitig die Wahrnehmung so weit entwickelt ist, dass sie Gegner und sich selbst in Raum entsprechend einschätzen können, dann positionieren sich die Jungs von selbst sinnvoll.

    Wenn ich hier im Thread den Bezug zur F-Jugend (junger Jahrgang) setzte ist doch der Begriff Überzahl schaffen schon viel zu hoch aufgehängt. Natürlich gibt es einzelne Kinder die über eine Wahrnehmung verfügen welche das möglich macht, der Großteil wird aber spätestens beim erhalten des Balles alle um sich herum ausblenden.

    Daher finde ich den Ansatz von Goodie sehr gut wenn sie schreibt zum ersten reicht es wenn die Kinder in ruhigen Phasen wieder an die Vorgaben denken.


    Taktische Vorstellungen und Begrifflichkeiten der Kinder sind meist eine unreflektierte Wiedergabe der aufgeschnappten Thesen der Eltern und Trainer.

    Ob die Kinder nun etwas lernen oder nicht. Genau diese Eindrücke und Vorstellungen der Eltern führen doch dazu das die Kinder von sich aus meinen ein Abwehrspieler steht hinten.

    Genau aus diesem Grund bin ich im KiFu kein Freund von bekannten Begrifflichkeiten. Warum machen wir uns das Leben selbst schwer und arbeiten gegen diese verfestigten Vorstellungen anstatt den Aufgaben innerhalb der Mannschaft eigene Namen zu geben? Ähnliches habe ich hier bereits ausgeführt.


    Wenn ich zu einem Kind sage du bist Abwehr kann es entweder gar nichts damit anfangen (hier sogar positiv) und macht was es immer macht, oder es hat eben jene Vorstellung und bleibt fix hinten kleben. In diesem Fall arbeite ich gegen das was das Kind aus der BuLi mit nimmt, was Papa und Opa sagen, usw.

    Nenne ich selbiges nun z.B. "Angriffsreihe zwei" begrüßen mich erst einmal fragende Augen. Es gibt daher auch keine vorgefertigten Muster in den Köpfen. Und an diesem Punkt kann ich meine Vorstellung der Aufgaben ansetzten. "Die zweite Angriffsreihe geht so weit mit nach vorne dass sie einen weg geschlagenen Ball aufs Tor schießen kann!" oder anderes. Im Falle meiner damaligen F Jugend hatte ich dann wieder alle Kinder fast am Strafraum.


    Aufgrund der von dir angesprochenen Muster und Vorstellungen in den Köpfen der Kinder finde ich es enorm wichtig auch den Nutzen und die Möglichkeiten von Begrifflichkeiten und Benennungen mit in die Überlegungen einzubeziehen.


    Erwachsenentaktik hat unberücksichtigt ihrer Qualität, meist veraltert, im Kifu wenig bis gar nichts zu suchen.

    Taktische Vorstellungen verfestigen sich und entwickeln falsche Automatismen.

    Zugegeben sehe ich mich in deinem Beitrag etwas ertappt. Als ich letztes Jahr kurzfristig als D-Jugend Co-Trainer eingesprungen bin habe ich genau diese Fehler an mir selbst bemerkt. Wenn auch immer wieder gemixt mit einer Komponente Robben (starker Fuß innen) hatte ich zu Beginn eben diese Taktik aus meiner Zeit in der D.Jugend im Kopf. Wir waren ja damals auch erfolgreich.


    Erst mit der Zeit habe ich dann begonnen mehr und mehr taktisches Wissen, welches mir dann angeeignet habe, einfließen zu lassen. Und selbst diese wahr und ist wohl noch sehr rudimentär im Vergleich zu manchen Experten hier.


    Dennoch sehe ich deine Ausführungen nicht wirklich tauglich für alle Teams und Trainer. Natürlich sollte das Ziel sein, dass Kinder selbst entscheiden und variabel agieren können. Aber was wenn die Kinder dazu (noch) nicht in der Lage sind? Ihnen das Selbstvertrauen fehlt?

    Und hierbei müssen noch nicht einmal große Fehler im Training zuvor stattgefunden haben. Unsere Spieler hatten alles im Koffer was es braucht. Aber gerade im ersten Jahr der D-Jugend konnten Sie es schlicht noch nicht umsetzen. Daher bin ich dann wohl in einer ähnlichen Situation wie wir hier für die F-Jugend diskutieren.

    Einerseits möchte ich möglichst dass alle selbst entscheiden und handeln und eben dieses nicht Einbremsen. Gleichzeit hilft ein Gerüst an Aufgaben und Positionen aber dabei eben dies zu entwickeln. Die Wahrheit liegt wohl für jedes Team irgendwo in der Mitte. Das heraus zu filtern ist aber für viele Hobbytrainer (wir reden über KiFu) nicht immer möglich. Aus diesem Grund sind viele Systeme wohl einfach zu starr in deiner Wahrnehmung.


    Gruß

    Torsten

    Wie löst du das Problem, dass es dann nach Balleroberung keine Anspielstation gibt, da die gesamte Mannschaft ziemlich weit hinten steht?

    Wenn ich es gelöst hätte wäre es kein Problem mehr. Einen Lösungsansatz habe ich aber bereits eingeleitet.


    In der E1 appelliere ich ganz klar an das Selbstvertrauen der Spieler und das Vertrauen in die Mitspieler. D.h. wenn einer angreift muss kein zweiter hin. Helfe muss ich in dem ich dahinter den weg zum Tor abdecke und angreifen kann wenn A ausgespielt wurde. Das ganze in Verbindung mit einigen Wein Übungen zur Abwehr.
    In einigen Hallenturnieren haben wir es so geschafft das wir maximal mit einem Mann Überzahl Verteidigt haben. Also jede einen Gegenspieler hatte und max. einer noch vorm Tor abgesichert hat. Das war für meine Truppe schon ein erster Erfolg.


    Gegen schlaue Gegner war es aber dennoch so das jeder "Mit seinem Gegenspieler" zur Not auch bis vors eigene Tor gelaufen ist.


    Ich sehe aber auch das Kleinfeld hierzu nicht wirklich geeignet und möchte daher das Thema raumorientiert Verteidigen, Aufteilung in der Abwehr usw. bewusst mit in die D-Jugend nehmen. Hier wird der Raum größer und dadurch wird generell eine andere Spielweise von Nöten sein. E ist also noch Grundlagen schaffen v.a. im 1gg1. Ich hoffen dann darauf das dies in der D sitzt und im Kopf ausreichend Ressourcen für das neue frei sind.


    Gruß

    Torsten

    Genau das habe ich ja beschrieben. Es gibt nur gemeinsames angreifen und gemeinsames Verteidigen. Das heißt aber nicht das bei jedem Angriff sechs Spieler im gegnerischen Strafraum stehen müssen.


    Wobei der Abstand "von dem aus noch aufs Tor geschossen werden kann" bei F-lingen meist nicht weit hinter der Strafraum grenze ist.


    Gruß

    Torsten

    Was ich einmal im Bereich der Koordination gelernt habe (Purzelbaum, Fahrradfahren, Schwimmen, Skifahren etc.), verlerne ich in der Regel ja nicht wieder.

    Die von dir angesprochenen Koordinativen Abläufe sind aber durchaus grob gestaffelt.


    Wenn ich z.B. Tennis nicht regelmäßig trainieren werde ich deswegen Tennis nicht verlernen. Die Genauigkeit wird aber schnell unter der Pause leiden. So konnte ich noch vor einem Jahr bei jedem Kraulzug enormen Vortrieb erzeugen. Wenn ich heute ins Wasser gehe ist es mir durchaus bewusst das ich mehrere Wochen bis Monate benötigen würde um die feinen Abläufe wieder automatisiert abrufen zu können.


    Deshalb möchte ich hier gar nicht soo stark unterscheiden. Sowohl bei der Life Kinetik, als auch bei der Koordination geht es um eine Entwicklung von Strukturen im Gehirn. Und diese müssen einmal gebildet werden, und später auch immer wieder genutzt werden um effektiv zu bleiben. Wenn wir also auch auf der Koordinativen Seite immer weiter voran schreiten wollen braucht es Reize.


    Was man aber nicht vergessen sollte ist das jedes Dribbling, jedes Ball-Jonglieren und jede Coerver-Übung ans sich schon einen Koordinativen Reiz bzw. eine Aufgabe darstellt. Vielleicht kann man daher diese Seite etwas weiter hinten anordnen. Es sollten aber trotzdem immer wieder neue dinge angeboten werden.


    Gruß

    Torsten

    AKjfv

    Dein Einwand gefällt mir sehr gut. Ich habe meine Truppe vor rund 2 Jahren mit einer klaren Einteilung nach Abwehr und Angriff übernommen. Wie sie es eben von den Trainern vor mir gelernt haben. Mit dem von dir beschriebenen Ergebnis. Hinten steht die Abwehr und vorne der Sturm.


    Also habe ich damals die Bezeichnungen geändert. Wir teilten das Spiel einfach in "wir haben den Ball" und "wir müssen uns den Ball holen" auf. Für jede Situation gab nun klare aufgaben.


    Wir haben den Ball:

    Angriffsreihe eins ist weiter vorne und geht auch bis zur Torauslinie. Die Angriffslinie zwei geht so weit mit nach vorne dass Sie immer noch aufs Tor schießen kann und ist somit für "herausgeschlagene" Bälle zuständig.


    Wir müssen uns den Ball holen:

    Beschützer-reihe eins (=Angriffsreihe zwei) steht näher am eigenen Tor und achtet auch auf die vordersten Spieler des Gegners. Beschützer-Reihe zwei (=Angriffsreihe eins) ist für die Bereiche zwischen der Mittelline und unserem Strafraum zuständig.


    Und ja, mir ist heute auch ganz bewusst das dies schon sehr nahe an Gruppentaktik, usw. ist. Gerade bei den kleinsten war es mir aber wichtig die Grundaufgaben bei Ballbesitz und in der Verteidigung auf ein für Kinder verständliches Muster herunter zu brechen. Jeder hat somit zwei Grundaufgaben Ball erobern und Angreifen. Die Grenzen der Reihen verliefen dann in den Spielen ja immer variabel. Wichtig war aber das jeder Spieler in beiden Grundsituationen eine Aufgabe hatte. Also kein hinten oder vorne stehen und warten.


    Das Ergebnis war es toll zu beobachten alle sind selbst haute in der E-Jugend noch immer beteiligt. Ich habe derzeit sogar das "Problem" das wir eher zu viel hinten aushelfen wollen als es für das spiel nach Balleroberung gut ist. Da hat es dre Trainer wohl in der Vergangenheit etwas zu gut gemeint! 8)


    Einfache "neue" Begriffe und Benennungen können bei den Kindern sehr viel bewirken. Vor allem da die bekannten Bezeichnungen sehr oft bereits mit fixen Rollen und einem festen Verständnis belegt sind, woher Sie auch immer kommen.



    Gruß

    Torsten

    Koordination, mit oder ohne Life Kinetik Elementen, ist in jedem Aufwärmen, Ballgewöhnung oder wie man es sonst nennt, zu Beginn jedes Trainings dabei.


    - Coerver Elemente mit Tennisball in der Hand werfen und fangen.

    - Dribbeln mit Augenklappe.

    - Laufschule mit Augenklappe oder mit Tennisball

    - Fangspiele mit Augenklappe (Achtung eher langsame wie z.B. Kettenfangen)

    - Dribbelparcour mit Tennisball in der Hand

    - Passübungen mit zweiten Ball der geworfen und gefangen wird

    - usw. usw.


    Dann geht es mit Spielen - korrigieren - Spielen weiter.


    90% der "Fehler im Fußball" entstehen nicht aus Fehlern in der Ausführung sondern aus Fehlern in der Wahrnehmung und Informationsverarbeitung. Also heißt es für uns den Kopf fit zu machen und die Grundlagen für eine ordentliche Ausführung der getroffenen Entscheidung zu schaffen.


    Gruß

    Torsten

    Ich habe zwei Überflieger die das immer mal wieder machen müssen, ja. Manchmal sogar in kombination mit dem schwachen Fuß.

    Ein ganzes Team würde ich damit nicht ausstatten, da wäre mir die Gefahr zu groß.


    Was geht und was nicht hängt immer von den Spielern ab.


    Witziger Einfall der gerade entwickelt wurde, du kannst auch die beiden besten zusammenbinden, oder zumindest müssen sie sich an der Hand halten. Fördert bestimmt die Kommunikation und strategisches Vorgehen. Die Möglichkeiten sind je nahezu unbegrenzt.


    Gruß

    Torsten

    Zuerst würd ich es mal mit ordentlich Zug im Spiel probieren.


    Ausreichend Bälle außen bereitlegen, wer den Ball ins aus schießt muss ihn holen. das eigene Team spielt derzeit in Unterzahl. Zusätzlich bleibst du am Spielfeld und forderst ordentlich Bewegung "Ihr seit jetzt in Überzahl, nutz es schnell aus!" usw.
    Steigerung wäre, du hast die Bälle und rollst sofort ein wenn der Ball ins aus geht. Mit der Richtung in die du rollst kannst viel beeinflussen. Und wieder ordentlcih Feuer einfordern.


    Gerade die besseren sollte so schnell erkannen das jede Diskussion und herum stehen schnell vom gegner ausgenutzt werden kann.


    Das kann dan auch 2-3 Trainings dauern bis das in den Köpfen ist. Wenn das Spiel dann in normalen Bahnen verläuft kannst du Zusatzaufgaben vergeben. Schwacher fuß, alle mal den Ball vor Torerfolg usw.


    Augenklappe ist nicht ohne. Das ist echt nicht die erst Steigerung. Von der Zeit sehe ich kein Problem. Denn wer Funino länger als 10min laufen läßt braucht sich nicht wundern das die Kinder die Lust verlieren und trägen werden. 3-5 Minuten Vollgas und dann Pause.


    Gruß

    Torsten


    P.s. In deinem Fall würde ich noch eine generelle Regel einführen. "Wenn ein Tor geschossen wird während andere Diskutieren zählt dieses doppelt". Also sind die anderen angehalten einfach weiterzuspielen wenn wieder einer meint er muss den Ronaldo, Ribery oder sonstiges machen und diskutieren oder lamentieren.

    Coach_Carter  DenSen

    Bessere gegen bessere und schwächere gegen schwächere ist in meinen Augen der richtige Ansatz. Wenn gute und schlechte in einem Team sind bekommt ja wieder nur einer den Ball.


    Die Fragen sind natürlich:

    - Habt ihr wirklich ausreichend guteum zwei ausgeglichene Funino Teams zu stellen, oder stechen einzelne hervor. (bei mir ist es das oder)

    - Wie verhalten sich denn eure besseren in den regulären Spielen und normalen Trainings?

    Bei mir wissen alle Kinder das Sie sofort ausgewechselt werden sollten Sie gegen SR Entscheidungen monieren oder diskutieren. Ebenso im Training. Spiele werden einfach weitergespielt und über Fouls und anderes wird nicht Diskutiert. Gerade jetzt in der Halle bin ich oft der SR und wenn ich was nicht pfeiffe ist es kein Foul. Punkt und aus.

    Hört sich jetztvielleicht härter an als es ist, aber mir ist die Trainingszeit einfach zu schade zum diskutieren. Und das zeigt sich auch am Team.


    Ich habe die Erfahrung gemacht das gerade das gut gemeinte "Was ist denn passiert?" und "lass uns die gerechteste Lösung für alle finden", also Einschreiten der Trainer, Diskussionen und Unterbrechungen nur fördert. Deshalb heißt es bei mir meisten als Lösung "Wenn ihr euch nicht einig werdet, spielen wir einfach weiter, ohne Freistoß und Diskussion".


    Und natürlich ist ein gewisses Überwachen der Regeln und Sonderaufgaben, gerade zu Beginn erforderlich. Aber zwei Felder kann ich doch einfach aus der Mitte oder sogar von einer Seitenlinie leicht überblicken. Ein kurzer Hinweis zum Einhalten der Sonderaufgaben oder ein jetzt spielt einfach weiter! bewirkt hier oft Wunder.


    Und wenn der Trainer mit einigen Bällen an der Linie steht und nach jedem aus das Spiel mit seinem Einrollen lenken kann ist ganz schnell sehr viel Bewegung drin. "Wer Luft zum Diskutieren hat läuft zu wenig!" :saint:


    Gruß

    Torsten

    Dann hätten wir es geschafft den Kindern den Bolzplatz wieder zurück zu geben. Das wäre echt stark.


    Leider sprechen aber alle Rahmenbedingungen dagegen. Ich glaube nicht daran das Kinder bei allen Einflüssen die bei so einem Spiel bzw. Spieltag auf sie einprasseln wirklich noch selbst entscheiden werden. Vielmehr folgen Sie den Erwachsenen. Dann hat aber wieder der Trainer die Entscheidung getroffen und ist anschließend eben der Held oder der A... .


    Eine objektive Berichterstattung erfoglt doch in diesen Fällen nicht. Weder in der Press noch im Buschfunk. Da heißt es dann nur Trainer der Halle verwiesen! oder Spielabbruch im KiFu! . Zu den Hintergründen und dem Warum gint es meist nur Angaben wenn Sie "berichtenswert" sind. Also Schlägereien, einzelne Personen die an den Pranger gestellt werden können oder solche dinge. Von einem Bericht im Sinne "Trainer schützt seine Kinder vor Fouls, unser Held" habe ich leider noch nie etwas mitbekommen.


    Gruß

    Torsten

    Deine Erfahrungen kann ich zu 100% bestätigen. Ich vermute deine Leistungsstarken sind den anderen deutlich überlegen und in der Anzahl nicht ausreichend für zwei ganze Funino Teams!? - also eine ganz normale Mannschaft in diesen Altersklassen.


    Versetze dich einfach mal in die Haut deines besten:

    Im 7gg7 oder anderen spielen lautet die Herausforderung gegen fünf Verteidiger im Strafraum, oder ab der Mittellinie einen nach dem anderen Vernaschen und dann aufs Tor. Ist doch klasse! Zumal diese Spieler oft schon ein Spielverständnis haben dass sie sich im 7gg7 nich unwohl fühlen.

    Nun kommst du mit 3gg3. Wahlweise die besten in gegeüberstehenden Teams oder gemeinsam in einem Team. Die Herausforderung lautet nun also ich (oder wir 2 bei 4 guten) gegen ihn (oder Sie beide). Also eigentlich immer nur den schwächsten Ausgucken und dann Tor.


    Was wäre dir nun lieber?


    ___________________________________


    Bedenke aber auch warum die Situation in deinem Team so ist. Im 7gg7 bekommt einer der guten den Ball und alle anderen werden zu Gehilfen degradiert. Entweder als Balleroberer nach Ballverlust oder wartende Abwehrspieler. Also kaum Aktionen und die bekannte Schere entwickelt sich.


    Nach nun knapp 1,5 Jahren Funino kann ich sagen diese Schere wird mit Funino kleiner. Gerade die Balleroberer und wartenden erhalten mehr Aktionen und somit mehr Entwicklung als vorher. Heute fällt es meinen besten nicht mehr so leicht einfach nur einen zu überspielen und dann Tor. Der Spaß steigt somit im gleichen Verhältnis.


    Und waas kannst du bis dahin machen?


    Erschwere den besten das Spiel. z.B. nur noch mit dem schwachen Fuß. Das brachte bei mir 2-3 Wochen und dann waren die besten selbst mit diesem besser als alle anderen, hatten aber auch einen tollen Lernerfolg zu dem ich sonst wohl nicht gezwungen gewesen wäre.

    Die besten müssen midestens einen Trick ausführen wenn sie am Ball sind, müssen alle einmal den Ball gehabt haben oder bekommen eine Augenklappe.


    Mach aus der Not eine Tugend. Versuche das Spiel für diese Spieler zu erschweren und somit interessanter zu machen. Und bite diesen gleichzeitig eigene Entwicklungsmöglichkeiten an, für die die anderen noch nicht bereit sind.


    Fazit (auch wenn es vielleicht komisch klingt). Im Funino hast du dein Problem umgedreht. Musstest du bisher versuchen die schlechteren irgendwie auch mitzuziehen, hast du nun eine "automatische" Entwicklung für jeden Spieler. Für die besseren kannst du nun aber dennoch zusätzliche Möglichkeiten einbauen.


    Gruß

    Torsten

    Das trifft wohl leider zu! Und eine FPL oder Funino sind hier auch keine Lösung. Am Ende bleibt es wohl ein Zielkonflikt der selbst mit Ausbildung und Qualifizierung nicht zwangsweise besser werden würde.


    Kein SR eröffnet diesen Trainern noch mehr Möglichkeiten, bietet gleichzeitig aber den Kindern die besten Entwicklungschancen. Und umgekehrt.
    Im Gegenzug macht eine Trainerausbildung noch keinen guten Trainer. Und auch ein verstärkter schwerpunkt auf diese Themen in der Ausbildung verschwindet dann im Anschluss bei diese Herren einfach im Schrank.


    Aber gerade ihr mit Funino solltet doch noch in der Lage sein alle Vereine und Verantwortlichen zu erreichen. Oder ist das ganze bei euch bereits so groß das dies nicht mehr der Fall ist?


    In dem Fall wäre ich nicht sicher ob ich neidisch und froh sein soll.


    Gruß

    Torsten

    Na super... besagter Daddy hat für heute um ein Gespräch gebeten und durchblicken lassen, dass er ins Trainergeschehen aktiv einsteigen möchte. Weder ich noch mein Mann wollen das. Was nun?

    Auf der einen Seite werden an allen Ecken und Enden Trainer gesucht... Aber wir sind zu zweit + einen Schülerpraktikanten (Helfer) und das passt für uns so.

    Mit ihm im Team würden Welten aufeinander prallen...

    btw. unser Kleiner hat am WE im Altjahrgang ausgeholfen (ein Jahr älter) und da konnte man "heiße-Kartoffel-Fußball" sehen. "Pässe" ohne Sinn und Verstand, Hauptsache schnell weg mit dem Ball.

    Mein Einstieg in den KiFu verlief ähnlich wie der von luibo. In erster Linie wollte ich die chaotischen Organisationen und das Chaos im Training besser handhaben. Nach wenigen einheiten mit meinem damaligen Kollegen hatte ich ein ganz anderes Bild vom KiFu und kam es wie es kam.


    Natürlich kennt ihr den Herren am besten. Und ob es eine (wenn auch kleine) Wellenlänge gibt auf der man sich austauschen kann könnt nur ihr entscheiden. Aber ich würde das Angebot sich einzubringen nicht einfach so ausschlagen.


    Macht klar das es für euch keinen Fußball gibt in dem zwei Spieler nur auf ihren Einsatz warten und wie ihr euch die auch die weitere Ausbildung der Kinder vorstellt. Im besten Fall deckt sich das ja auch mit der Arbeit in den weiteren Altersklassen und ihr erhaltet hier ungefragt Beistand aus dem Verein. Stichwort durchgängiges Konzept oder aufbauende Arbeit in den Altersklassen.

    Aber hört euch auch an was seine Gedanken sind. Vielleicht liegt die Wahrheit ja doch in der Mitte, ob nun eher auf eurer oder seiner wird sich zeigen. Fragt wie er das umsetzten möchte ohne das eben jenes "Warten auf den Ball" dabei herauskommt.


    Ein Kompromiss war in meinem Fall das ich ein Training planen und halten durfte und beim bzw. nach dem nächsten Spiel sollten die Veränderungen bewertet werden. Geplant hatte ich wie ein BuLi-Trainer, aber umsetzten konnte ich nicht mal die Hälfte davon. Wie Kinder eben so sind. Und hier war mir dann auch das Ergbnis im Spiel schon klar. Genau fast gar nichts hatte sich verändert.


    Außer mein Blick auf die Arbeit eines Trainers und den KiFu im allgemeinen.


    Gruß

    Torsten

    na ja, das hat aber auch nur bei den besseren gezogen. Dieses "Argument" verpuffte aber bei allen dicken Pauls...

    Gerade bei dem! Das ist nämlich auch eine Abweichung vom Bolzplatz und unserem Wunsch. Der dicke Paul war entweder trotzdem gut, oder eben im Tor. Und wenn der ging musste einer der guten ins Tor. Das wollte man eben auch nicht. Somit hatte selbst der Dicke Paul in dieser Situation mehr Stimme als es im Spielbetrieb der Fall ist, wenn er nicht schon vorher ausgesiebt wurde oder nur auf der Bank sitzt.


    Aber ich gebe dir Recht das wir auch mal ein Foul schlucken mussten weil alle anderen anderer Meinung waren und die andere Option heiß eben nicht mehr mitspielen. Vielleicht muss man das dasnn eben unter Sozialer erfahrung oder Entwicklung von sozialer Kompetzenz abhacken. Mit Blick auf manche übervorsichtigen Eltern wäre selbst das heute manchmal wünschenswert.

    Wir kann es sein, dass nach einem "nicht gewollten", gleichwohl rüden Foulspiel, welches die Auswechslung des Gefoulten zur Folge hat, der foulende Spieler nicht einmal zur Seite genommen, im Idealfall (von mir aus auch nur kurzfristig) ausgewechselt wird und der Trainer ihm erklärt, dass die Spielweise nicht in Ordnung ist.

    Wie solle der foulende Spieler denn erkennen, dass es nicht in Ordnung ist, wenn keinerlei Reaktion von Außen erfolgt?

    Genau das ist wohl ein ganz wichtiger Punkt. Ich versuche meinen Spielrn nach jedem Spiel die Fouls, und das warum, zu erklären. Wenn ich einem Spieler von hinten in die Beine greifen ist es eben egal ob ich den Ball spiele oder nicht. Es ist ein Foul! Das ganze mache ich zum einen um den Kindern die Regeln näher zu bringen und zum anderen um das SR genörgel, welches mit der E Jugend beginnt einzudämmen. Denn auch das ist ein Resultat vom Trainervorbild.

    Gerade auf Hallenturnieren ist es häufig an älteren Teams bereits zu erkennen dass ein Trainer welcher im Turnier vorher die Jahrgänge darunter betreute, bereits länger im Geschäft ist. In der E-Jugend diskutiert der Trainer ständig mit den SR und in der D-Jugend des selben Vereins sind es dann die Spieler. So etwas kann ich gar nicht ab!


    Trainer E die Situation mit "Spaß am Spiel nehmen" hat wohl jeder schon erlebt. Und um mit den Floskeln weiter zu machen, Emotionen gehören zum Fußball. Daher kann ich sehr gut nachvollziehen wenn einem Kollegen mal die Hutschnur reißt und man nicht alles einfach schluckt. Und die selbst eröffnete Diskussion zeigt ja auch das sich Ersatzbank wohl selbst gerne anders verhalten hätte. Aber manchmal kann man nicht aus seiner Haut. Und gerade mit dem Background Funino, was ja auch immer noch viel Energie kostet es aufzubauen, und dann kommt einer neu dazu und tropediert das ganze. Somit ist Frust verständlich und ein Eintretten für das eigene Team oder einzelne Spieler darf ja auch mal sein.


    Gruß

    Torsten

    Meine Beobachtung ist, dass es dann ein Foul ist, wenn ein Kind fliegt/heult. Vorher nicht. Das deckt sich aber wohl mit "Straßenfußball", in sofern...

    Das ist wohl so nicht ganz richtig. Da ich selbst auf Bolzplätzen und zwischen Garagen meine Nachmittage verbracht habe weiß ich das es bei Straßenfußball meist noch ein weiteres Kriterium gab. Nämlich das gute alte "Dann mach ich nicht mehr mit!".


    Aus Mangel an Spielern wurde dann häufig das Foul und der Freistoß gegeben. Wenn auch erst nach langer Diskussion (Streitereien). Aber in Summe hatten jeder einzelne aufgrud der Rahmenbedingungen, welche im Spielbetrieb ja allein schon einschüchternd auf die Kinder wirken, deutlich mehr Stimme als es hier der Fall ist. Hier wird im schlimmsten Fall gewechselt und es geht weiter. Das will doch auch kein Kind.


    Aus diesem Grund bin ich immer wieder am Zweifeln ob der Bolzplatz Ansatz überhaupt funktionieren kann. Vollständig, das ist sicher, werden wir ihn aber nie einbringen können.


    Gruß

    Torsten