Beiträge von Skriwer

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    Das sie das 1 gegen 1 suchen ist nicht nur gut, sondern sehr gut. Wenn sie dabei den Ball verlieren ist das egal, selbst wenn direkt ein Gegentor fällt!
    Spielforgabe à la Position kannst du machen, muss aber nicht sein, es sollte jedoch immer der hinweis kommen: "Wir wollen alle gemeinsam angreifen und alle gemeinsam verteidigen."
    Das schlimmste ist es, wenn ein Stürmer vorne immer duch einen hohen Ball aus der Abwehr bedient wird und die beiden Spieler sich nicht bewegen.


    Taktische Anweisungen die Kinder Verstehen, auch in der F sind unter Anderem folgende. Diese sollte im Training auch immer wieder angesprochen werden, am besten werden sie wie bei Horst Wein über Fragen erarbeitet.
    Vor dem Spiel kann man die Kinder dann immer mal wieder daran erinnern:



    - dem Ball entgegen gehen
    - den Ball nicht (am Körper) vorbeilassen (also nicht den Ball umlaufen)
    - den Ball nicht springen lassen
    - nach Ballverlust nachsetzen
    - vom Mitspieler wegbleiben, wenn er nicht in Bedrängnis ist
    - zum Mitspieler/Gegner am Ball, wenn er in Bedrängnis ist (sich gegenseitig helfen)
    - den Körper zwischen Ball und Gegner bringen
    - nach einem Abspiel freilaufen
    - den weg zum Tor("innere Linie") decken
    - den freien Raum andribbeln (nicht mit dem Ball hinten stehen und gucken, dribbeln und gucken!)


    Später (ab E) noch:
    - der Ball wird nicht gestoppt!!
    - offene Spielstellung!!!!!
    - Grundlagen der Individualtaktik des offensiven/defensiven 1 gegen 1



    Man könnte (ich mach es nicht) auch noch mitgeben:
    - keine Querpässe vor dem eigenen Tor
    - Einwürfe möglichst nach Vorne
    - Spieleröfnung durch den Torwart, damit dieser Lösungsmöglichkeiten gegen eine sehr verbreitete Manndeckung hat, und keine Frustration durch Gegentore nach Abstoß hat


    Wenn du es schaffst alle diese Dinge bis zum Ende der E-Jugend so zu vermitteln, das sie im Spiel unter Raum-, Zeit- und Gegnerdruck Anwendung finden, hast du meiner Meinung nach auf höchstem takischen Niveau gearbeitet.

    So ich muss auch mal Frust ablassen. Da jetzt schon länger gutes Wetter ist konnten wir viele Freundschaftsspiele machen. Hierzu habe ich Mannschaften mit verschiedenen stärken eingeladen. Und auch nur Mannschaften deren Trainer mir positiv ausgefallen sind. Bei 3 von 5 Teams waren Spieler aus anderen Mannschaften dabei. Bei einem waren 3 Spieler dabei die meine alleine ausgespielt hätten, dafür saßen die eigentlichen Spieler größtenteils auf der Bank. Ergebnis: 3 Spiele mit sehr viel frust für die Kinder. Bei den besagten Spielern hat niemand wirklich mitgespielt außer die 3. Meine konnten nur zugucken und die anderen Spieler vom Gegner wurden nicht angespielt. Ich habe den Trainer gefragt, was das soll. Daraufhin meinte er, er habe sonnst zu wenig Spieler. Es waren noch 4 seiner Spieler auf der Bank.
    Ich verstehe es einfach nicht. Ich kann ja noch irgendwie verstehen, dass man sowas in der Liga macht, weil man unbedingt gewinnen will, aber bei einem Freundschaftsspiel? Mir fällt dazu echt nichts ein, zumal ich schon darauf achte, dass auch die Trainer nett sind.

    Schwer zu sagen aus der Ferne. Welches aler ist denn deine Mannschaft? kannst du selbst eine einschätzung geben warum nicht getroffen wurde? Also z.B. schlechte Abschlüsse unter Druck, gegner hat stark Verteidigt etc.
    Wie sind denn so die Spielverläufe, 0-0 mit wenig Schüssen oder immer nur Alu?
    Manchmal ist halt auch einfach der Wurm drin und man hat längere Zeit Pech.


    Unabhängig von Allem würde ich dir aber schonmal zu Spielen im kurzen Raum raten, bei denen es viele Abschlüsse unter sehr hohem Gegnerdruck gibt.
    Also z.B. ein 6 gegen 6+ Torhüter im doppelten 16er (vllt. etwas größer und vorallem breiter, hab ich lange nicht mehr gemacht :) ) ab einer C-Jugend (vorher dann etwas kleiner, und weniger Spieler). Hierbei kannst du Fordern, dass wenn die Möglichkeit besteht , immer geschossen werden soll.
    Wenn der Ball im Aus ist wird das Spiel mit einem neuen Ball gleich durch den Torhüter eröffnet, selbst wenn es Ecke geben würde. Es sollte schon mit ordentlich Tempo gespielt werden und eine Angriff nicht länger als 10 -15 sekunden Dauern, natürlich je nach Leistungsstand und Alter.

    Die Aussage das die Spieler keine Fußballer werden finde ich voll daneben. Sie sind es doch schon! Eben auf ihrem niedrigen Niveau, aber das ist doch Ok, solange sie Spaß haben und sich entwickeln. Selbst wenn sie sich nicht mehr entwickeln ist das doch auch in Ordnung (Dann muss man sich aber als Trainer hinterfragen ;-))
    Wenn diese Spieler in den Senioren noch am Kicken sind, egal welche Liga, kann man sich als Trainer schonmal auf die Schulter klopfen. Wenn dann einige noch etwas höher Spielen als man erst dachte, hat man alles richtig gemacht.


    Was ist denn deine Spielidee? Wie willst du Spielen? Sicher kannst und solltest du in einer U14 die Spieler noch formen, und wenn du keine Innenverteidiger hast, werden die halt ausgebildet.
    Position-spezifisches Training steht ja eh auf dem Plan.
    Ich rate dir, im Sinne der Ausbildung einen flachen Spielaufbau von hinten heraus. Lang und weit kann mal ein Mittel sein für einen besonderen Spieltag (Spiel auf einem richtigen Acker bei schlechtem Wetter) aber bei einem kontrollierten Spielaufbau lernt man mehr.
    Die Spieleröffnung erfolgt grundsätzlich über die Innenverteidiger. So müssen deine Innenverteidiger Lösungen finden die 6er so in Szene zu setzen, dass diese Aufdrehen können oder schon das Spiel vor sich haben. Ist das erreicht würde mein Fokus in dem alter auf Gruppentaktischen Angriffsmitteln liegen.
    Ich würde intensiv Doppelpass, Hinterlaufen, Übergeben/Übernehmen, Spiel über den Dritten und auch die Spielverlagerung Trainieren um Torchancen zu erspielen. Wenn der Ball bei einem 6er/10er oder außen ist, sollen diese Muster variabel abgespielt werden. Dass können auch Ttechnisch eher schwache Spieler lernen, hier ist dann der Unterschied das Tempo in dem die Aktionen ausgeführt werden.



    Defensiv würde ich mir auch noch nicht so viele Gedanken machen. Da deine Mannschaft im unteren Bereich spielt, gibt es Vermutlich im Individualtaktischen Bereich noch einiges nachzuholen. Die Basics müssen halt Stimmen, bevor man sich solchen übergeordneten Taktiken widmen kann. Können alle Spiele in den Grundlagen ein 1 gegen 1 verteidigen? Wie gut sind deine Spieler in den einzelnen Varianten? Sind die Verteidiger und Mittelfeldspieler sicher in allen Varianten (lange/kurze Distanz am Flügel, kurze Distanz in Zentrum, Ball-erwartender Angreifer)? Können deine Spieler in kleinen Gruppen gut Verteidigen? Können sie Absichern, Doppeln oder ein Abwehrdreieck Bilden? Wissen sie wie sie in Unterzahl/Überzahl verteidigen? Ich glaube nicht, denn ein gut Ausgebildeter spieler lernt diese dinge ja erst in der C-Jugend, aber die meisten durchschnittlichen Spieler haben in der D sehr viel von dem individualtaktischen Sachen in einem zu geringen Maße erlernt und müssen noch aufholen. Bei all dem muss man auch noch die Technik weiter verfeinern/nachholen, ich hätte da keine Zeit mir über Abkippende 6er Gedanken zu machen.

    Dann bist du doch aber bei der C-Lizenz gold richtig.
    Bei uns zumindest geht es hauptsächlich um Training bis D-Jugend. Natürlich werden im Profil Jugend auch die älteren Jahrgänge angeschnitten, aber dort geht es fast nur um Individualtaktik im 1:1 welches in der D-Jugend im Training ganz besonders im Vordergrund sein sollen. Dann kommt noch ein bisschen gruppentaktische Angriffsmittel (Doppelpass, Spielverlagerung, Spiel über den Dritten) hinzu und ein ganz bisschen Verteidigen zu
    Das Profil Kinder, beschäftigt sich mit den Basistechniken und der Bewegungsschulung.
    Wie man Fußball spielen kann interessiert keinen. Es wurde bei uns zwar sehr viel Praxis gemacht, aber wenn man verletzt ist muss man nicht mitmachen und wenn man den Ball verschießt, macht das ja nichts. Je mehr Korrektur durch den Dozenten, desdo mehr Lernt man.
    Hauptaugenmerk ist auch in den Lehrproben gewesen, wie man mit den Kindern umgeht und ob man gut coacht. Die haben da auch z.B. einen 19 Jährigen durchfallen lassen, der bis zur U 17 noch im NLZ eines Bundesligisten war, dagegen kam der Fußballpappa mit zwei linken Füßen suverän durch.


    @fussipapa Erst wenn du eine B-Lizenz machen willst ist dein Eigenkönnen entscheident. Du kannst dich nach dem Grundlehrgang entscheiden ob du die C-Lizenz ablegen möchtest, oder dich direkt zur B-Lizenz Eignungsprüfung anmeldest.
    Bei der C-Lizenz ist dein Eigenkönnen egal und du musst keine Eignungsprüfung ablegen. Zur B-Lizenz musst du in unserem Verband einen Jongliertest ablegen (unwichtig, du kannst auch bestehen wenn du nicht einmal Jonglierst) und selber Fußball spielen im 4 gegen 4. Hier kriegst du die wichtigste Note, die Spielnote. Dann musst du nochmal an die Tafel und dich zu einem gruppentaktischen Thema befragen lassen ,z.B. Spieleröffnung Viererkette, Gruppentaktische Angriffsmittel, Verteidigen in Überzahl etc.. Solltest du selber mal höherklassig gespielt haben, kannst du ggf. die Eignungsprüfung überspringen und wenn du mal Stammspieler in einer Vertragsliga warst kannst du sogar direkt mit der Elite Lizenz beginnen soweit ich weiß.


    Edit:
    @Ersatzbank Also bei mir war es so, dass wir im Kinderprofil fast ausschließlich auf dem Platz waren und im Profil Jugend 50/50. Die längste Zeit im Fortbildungsraum war Trainingsplanung(vorstellen einer Gruppenarbeit), Taktik und nochmal eine Info über Sportverletzungen. Alles in allem war man jeden Tag mindestens 3 Stunden auf dem Platz (An einem Tag sogar 7, uff), hat echt spaß gemacht. Im Grundlehrgang war es weniger. Da waren wir so 75% im Fortbildungsraum und 25% auf dem Pkatz.

    Naja ne, du kannst halt sagen das Tore nur mit der Innenseite zählen. Wenn deine Kinder nicht wissen was du damit meinst kannst du es ihnen ja kurz zeigen.
    Auf eine abstufende Bewertung würde ich verzichten, das willst du ja gerade nicht.
    Entscheidend ist, dass eine solche Übung nicht zum Erlernen des Innenseitenstoßes dient, sondern lediglich als Korrekturübung, wenn die Pässe nicht ankommen weil der Fuß nicht ordentlich Ausgewinkelt wird.
    Sollten andere Facetten noch nicht Stimmen, müssen auch andere Übungen her.
    Erlernt und Verinnerlicht wird die Technik ja in Spielformen, wie z.B. dem 4 gegen 2, Funino, etc.. Hier sind Extraregeln dann zum forcieren bestimmter Technisch-Taktischer-Aspekte.-

    Weil Eltern und Trainer dann ausrasten und in einer Breitensportmannschaft nur die Besten spielen. Der ganze Schmu mit dem Fairplay ist in erster Linie dafür, das sich Eltern und Trainer benehmen. Der Leistungsdruck durch Tabellen und Ergebnisse ist 1000 mal geringer als der der durch die Erwachsenen aufgebaut werden kann. Kinder wollen es den Erwachsenen nun mal recht machen. Wenn es überall perfekte Trainer und Eltern geben würde, wäre ein Ligabetrieb gar kein Problem. Leider sind immernoch viele unreflektierte Narzissten, die durch andere ihr Selbstwertgefühl steigern wollen. Davor müssen wir Kinder schützen, auch vor ihren eigenen Eltern. Wenn ein Spielbetrieb ohne Tabellen/Pokale beiträgt, ist das eine gute Sache.

    Ich würde dir erstmal raten, das Stoppen des Balles nicht zu trainieren. Es ist extrem wichtig, jede Ballkontrolle direkt mit dem ersten Kontakt in eine Richtung zu lenken und in Bewegung zu bleiben. Wer das gut beherrscht wird auch keine Probleme haben den Ball gelegentlich mal zu stoppen, wenn es angebracht ist.


    Oft ist der ausschließliche Einsatz des starken Fußes bei der Ballannahme direkt mit einer falschen Vororientierung/Stellung verbunden.
    Ich würde intensiv die offene Spielstellung trainieren gepaart mit den Hinweisen/Fragen, welcher Fuß denn der günstigere sei.
    Gerade in der D-Jugend kann man das wunderbar in das Training für 1 gegen 1 in der Offensive mit einbauen. Ein 1 gegen 1 nach einem Zuspiel ist nämlich meistens schon gewonnen wenn der erste Kontakt stimmt.
    Dabei sollte man die Übung so konzipieren, dass die gewünschte Bewegung erreicht wird und nicht z.B. die Mitnahme mit dem Außenrist erfogversprechender ist.


    Zur Erwärmung kannst du einfach statische Übungen machen wie Passkreise etc.


    Was ich in der Altersklasse gerne gemacht habe, ist ein Positionsspiel z.B. 4 gegen 2. Hierbei kommen nun 2 Regeln hinzu:
    Mann muss in die Mitte wenn:
    - Der Ball direkt übers Standbei gespielt wird. Mitnahmen über das Standbein zählen dazu.
    - Der Ball nicht mit der Innenseite gespielt wird.
    ggf. noch die Kontakte vorgeben: mindestens 2.

    Ich gebe dir vollkommen recht @let1612 , solange ich nicht für jedes Kind etwas habe finde ich es auch doof.
    Wir haben dieses Jahr 3 Hallenturniere veranstaltet und auf keinem gab es Pokale oder Medaillen, stattdessen gab es Urkunden (für jedes Kind) und was Süßes.
    Es hat aber einfach auch noch den Grund, dass ich die horenden Startgebühren die Aufgrund von Pokalen anfallen schwachsinnig finde. Dann mach ich es lieber Kostenlos und nehme 30€ für Urkunden und Süßigkeiten aus der Mannschaftskasse, das kommt ja sowieso durch Kuchenverkauf wieder rein.
    Es hat auch den Vorteil, dass ich des öfteren dann auch umsonnst eingeladen werde, obwohl die Anderen Startgebühren zahlen müssen. :)

    Ich hätte mich geärgert, aber die Entscheidung als Tatsachenentscheidung hingenommen. Nach dem Turnier hätte ich mit dem Schiri kurz über die Situation geredet. Damit wäre die Sache erledigt gewesen m Vor meiner Mannschaft hätte ich es nicht einmal angesprochen.

    Für das Auswinkeln des Fußes ist der Passwinkel entscheidend. Jede Übung mit einem flachen Passwinkel bei dem der der Fuß vorgegeben ist, sollte das Ziel erreichen. Du könntest z.B. Auf ein Tor aus verschiedenen Winkeln mit dem Innenseitenstoß schießen lassen. Du beginnst von links, und die Vorgabe ist mit rechts zu schießen. Schüsse bis du auf der rechten Seite angekommen bist, dann das Ganze rückwärts mit Links. Der flachste Winkel sollte so gewählt sein, dass man seinen Fuß schon fast Überdrehen muss Wenn das noch nicht klappt, machst du den Bereich aus dem gepasst werden muss ziemlich klein. Dadurch muss dann der Fuß gedreht werden, weil man das Standbein nicht mehr günstig plazieren kann. Man kann aber auch ein Eck/Rondo im 5 gegen 2 machen. Die vorgabe wäre dann: Es wird nur mit der Innenseite gespielt und man darf keinen Pass übers Standbein spielen. Das fördert dann gleichzeitig auch noch insbesondere die offene Spielstellung.

    Ja man kann mit Korrektur mehr erreichen, aber diese sollte in form der Korrekturübungen stattfinden und nicht mündlich.
    Ich versuche diesen Weg zu gehen, aber es ist verdammt schwer. Man muss sich viele Gedanken machen, wie man was Trainiert.
    Da ist es einfacher zu sagen:"Hey Paul , versuch doch mal dein Bein durchzuschwingen beim nächsten Schuss, hier ich zeigs dir nochmal.", Ich könnte jetzt keine Korrekturübung aus dem Hut zaubern die gezielt versucht diesen Aspekt zu schulen.
    Aber vielleicht ist es auch gar nicht nötig, denn da ich Global arbeite, mache ich Korrekturen an der reinen Technik nur ziemlich selten(z.B. als wir den Übersteiger ausprobiert haben).
    Mir ist viel wichtiger was im Kopf passiert und hier ist das Fragenstellen genau richtig und Korrektur der Techniken im Detail sogar ein Hindernis.
    Ich will halt nicht der Blöde sein, der den Kindern sagt (direkt oder indirekt) was sie alles nicht können und falsch machen. Ich will der sein der ihnen sagt wie gut ihre Aktion war!
    Naja, ich möchte solch eine Korrektur nicht verteufeln, aber ich halte den anderen Weg für besser auch wenn es sehr schwer ist und man es nicht immer schafft(z.B. als wir den Übersteiger ausprobiert haben :) ).



    @let1612


    Naja bei eigenen Ballbesitz sollte man sich ja am Spielaufbau beteiligen und niemanden decken (höchstens absichern), aber eine klassische Manndeckung heißt genau das: Bleib dran an deinem Mann, komme was wolle. Es gibt natürlich verschiedene Varianten, die das mehr oder weniger Umsetzen. Das Problem ist, dein Mann ist weit weg und du bist für ihn Verantwortlich obwohl es Sinnvoller wäre, das man selbst einen anderen Spieler übernimmt und diesen Spieler laufen lässt oder er auch von einem anderen Mitspieler gedeckt wird.
    Darüber mache ich mir als Manndecker dann aber keine Gedanken, sondern hau mich voll rein und mach den Weg zurück zu meinem Mann. Es ist halt eine Spielweise bei der physisch starke Spieler gebraucht werden keine cleveren.
    Es erfordert natürlich ein Grundmaß an Spielverständnis, aber nicht wirklich viel. Vor allem erfordert es kein Handeln im Kollektiv.
    Irgendwann klappt das eh nicht mehr. Ein cleverer Trainer einer recht guten D-Jugend stellt dir zwei lauffreudige "Stürmer" rein die öfter mal ihre Positionen tauschen. Wenn deine Spieler dann nur Manndeckung können wird das Ziemlich chaotisch werden und bei dir im Kasten klingeln.

    @TW-Trainer
    Es ist gar nicht so schwer, die meisten Kinder würden es lernen, wenn man verschiedene Felder aufbaut (Formen, Torvarianten etc), Mannschaften bildet und einen Ball reinschmeißt und dann als Trainer sich hinsetzt und Zeitung liest. Wenn man das dann ab und zu noch mit anderen Ballsportarten macht, kommen da richtig gute Fußballer raus.
    Leider werden gerade die Jungen sehr oft "übertrainiert". Da werden Wälder von Hütchen aufgebaut, A muss zu B Passen und wird korrigiert weil er den Fuß nicht richtig ausgewinkelt hat. Und das in der F, das muss man sich erstmal vorstellen.
    Kein wunder das sich die Kinder nicht auf spielerische Aufgaben konzentrieren können, die müssen ja die ganze Zeit daran denken, dass sie bloß den Fuß richtig auswinkeln.
    Viele Trainer denken, sie müssten den Kindern die "richtige" Technik beibringen, das ist quatsch! Sie müssen ihnen beibringen Ihre Technik unter Druck durchzubekommen, der rest ist egal.
    Wenn man eine so gravierende schwäche sieht, dass man als Trainer eingreifen möchte, dann sag ich dem Kind nicht was es besser machen könnte, sondern entwerfe eine Übung die den Spieler dazu zwingt es eben so zu machen.
    Wenn man eine Technik implizit und in spielerischer Form erlernt hat, muss man nicht darüber nachdenken ob man den Fuß auswinkelt oder nicht, der Pass kommt halt an.
    Dann bleibt dem Kind auch noch Zeit das Spiel zu spielen.

    8 Wochen finde ich zu lange. Ich würde 5-6 Wochen machen und dafür Das Trainingspensum auf 3 mal die Woche erhöhen(falls das möglich ist).
    Die Anzahl der Spiele ist Ok, hängt jedoch auch von der Größe deines Kaders ab. Jeder(!) Spieler sollte möglichst viele Einsatzzeiten bekommen um das Fitnesslevel und die Motivation auf ein angemessenes Niveau zu Saisonbeginn zu bringen.
    Dabei darfst du natürlich Niemanden überbelasten.
    Das Problem ist halt, das du nicht gescheit an der Fitness und der Taktik feilen kannst wenn die Spieler über 8 wochen mal kommen oder nicht. Zumal brauchen viele einfach die Zeit am Ball und die Verletzungsgefahr steigt bei einer schlechten Vorbereitung enorm. Es wäre wünschenswert wenn du 4-5 Wochen hast in denen der gesamte Kader anwesend ist und du intensiv trainieren kannst. Das würde ich kommunizieren und ich würde auch erwarten, dass 16/17-Jährige ihren Urlaub entsprechent planen können.


    Ad hoc würde ich das ungefair so machen:


    Woche 1: niedrige Intensität
    Dienstag: Training (Ballgewöhnung, Ballkoordination, Individualtaktik)
    Mittwoch:Training (Ballgewöhnung, Ballkoordination, Individualtaktik)
    Freitag:Training (Ballgewöhnung, Ballkoordination,Gruppentaktik)


    Woche 2: niedrige Intensität
    Dienstag: Training (Gruppentaktik)
    Mittwoch: Training (Gruppentaktik, Mannschaftstaktik, Ausdauerbereich)
    Freitag:Training (Standards, Spieltagstaktik, Schnelligkeit)


    Sonntag: Spiel


    Woche 3: Trainingslager(Belastung erhöhen)
    Dienstag: Training (Gruppentaktik)
    Mittwoch: Training (Gruppentaktik, Mannschaftstaktik,Ausdauerbereich)
    Freitag:Training (Standards, Spieltagstaktik)
    Sonntag: Spiel


    Woche 4: hohe Intensität
    Dienstag: Training (Gruppentaktik, Individualtaktik)
    Mittwoch:Training (evtl. Spiel, Gruppentaktik, Mannschaftstaktik,Ausdauerbereich)
    Freitag:Training (Standards, Spieltagstaktik, Schnelligkeit (wenn Mittwoch Spiel = niedrige Intensität))


    Sonntag: Spiel



    Woche 4: hohe Intensität
    Dienstag: Training (Gruppentaktik, Individualtaktik)
    Mittwoch:Training (evtl. Spiel, Gruppentaktik, Mannschaftstaktik,Ausdauerbereich)
    Freitag:Training (Standards, Spieltagstaktik, Schnelligkeit (wenn Mittwoch Spiel = niedrige Intensität))
    Sonntag: Spiel


    Woche 6: normale Intensität
    Dienstag: Training (Gruppentaktik, individualtaktik)
    Mittwoch: Training (Gruppentaktik,Mannschaftstaktik, Ausdauerbereich)
    Freitag:Training (Standards, Spieltagstaktik, Schnelligkeit)
    Sonntag: erstes Pflichtspiel



    Der Plan ist im Groben so in Ordnung denke ich und ich hoffe er hilft dir etwas. Ich denke es ist wichtig die Spieler nicht zu überlasten und langsam das Trainingspensum zu erhöhen. Bei einer langen Vorbereitung musst du auch immer an die Motivation der Spieler denken und kurzfristige Ziele setzen. Hier sind die Testspiele besonders wichtig, auch hier würde ich gegen einfache Gegner starten und mich langsam an mein Niveau rantasten. Außerdem muss (meiner Meinung nach) jeder der zum Testspiel Eingeladen wird auch ordentlich Spielzeit bekommen, also min. 20 Minuten.


    Grüße

    Erstmal willkommen im Forum. :)


    Ohne dich oder deine Mannschaft (besonders das Ater) zu kennen habe ich einen Hinweis der vielleicht langfristig helfen könnte.
    Selbst das positive Drehen von "Fehlern" ist ein Aufzeigen dieser. Warum machst du das? Ein Kind wird nicht (oder nur sehr sehr wenig) aus dieser Kritik lernen und es wird ein gewisser Druck aufgebaut.
    Wenn du versucht Verhaltensweisen zu verstärken lobe doch einfach das, was schon geklappt hat oder lobe einfach den Versuch. Das Kind merkt im Fußball ja selber, wenn es einen Fehler macht und braucht es nicht nochmal von dir zu hören.
    Wenn jedoch deine Übungen erfordern, dass du dem Kind sagen musst was es falsch (und richtig) macht, sind deine Übungen meiner Meinung nach fehl am Platz. Die Übung tadelt(z.B. durch einen Ballverlust) und belohnt(z.B. durch Torerfolg) von alleine. Du bist als Trainer nur dafür zuständig das Training so zu gestalten, dass der Erfolg für alle im Vordergrund steht und dass du die positiven Verhaltensweisen selbst bei Misserfolg verstärkst.
    Das ist übrigens auch das Konzept, das hinter Horst Weins Buch steht. Teilweise weichen DFB und insbesondere Coever stark von dieser Konzeption ab, da sie mit Kritik und externer Korrektur (durch den Trainer) arbeiten.
    Ich würde dir raten auch positive Kritiken bei Kindern nur sehr selten zu verwenden. Manche sagen 4 zu 1, Lob zu Kritik, ich würde aber eher Richtung 10 zu 1 tendieren.



    Grüße

    Grundsätzlich ist das nicht OK, wie auch @TW-Trainer schon geschrieben hat. Aber andererseits Finde ich es nicht gut, dass es so in Stein gemeißelt ist.
    Es gibt halt Kinder die offensichtlich körperlich und geistig noch jünger sind. Warum sollten diese dann nicht auch noch bei den Jüngeren mitspielen dürfen? (natürlich mit Genehmigung, aber bitte nicht so streng)
    Bei der G/F weiß ich es nicht so genau, aber man sieht es ganz oft zwischen E- und D-Jugend und besonders zwischen D- und C-Jugend. Da sind Kinder in U14 Mannschaften die eher wie Zwölfjährige aussehen und spielen gegen Spieler die körperlich in einer U16 locker mithalten würden.
    Aber vermutlich würde es zuoft missbraucht werden, wenn man die Regelungen lockern würde. Ich finde das sehr schade.