Beiträge von Skriwer

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    Gesellschaftlich: Generationshäuser, Community, Sharing Economy -> mehr sozial als egozentrisch

    Ich sehe das eher als einen Schein oder Trugbild an. Vorne rum wird immer auf sozial gemacht, aber in Wirklichkeit wird es immer egozentrischer. Facebook und Co. werden doch schon lange nicht mehr als soziale Plattform benutzt, sondern es geht fast ausschließlich um die Selbstdarstellung. Ein gutes Beispiel ist hier die App Instagram, die ja tatsächlich nur dafür genutzt wird um sein Leben als besonders toll darzustellen. So ist zumindest meine Wahrnehmung. Es scheint mir so, als ob überall auf der Welt der "Personenkult" ein Comeback feiert. Im (Profi-)Fußball sieht man, wie ich finde, eine ähnliche „romantische“ Tendenz. Alle Diskussionen drehen sich fast ausschließlich nur um einzelne Personalien: "Özil spielt schlecht", "Ronaldo, Ronaldo, Ronaldo, Messi, Messi, Messi" und es wird nie hinterfragt wie diese Einzelleistungen zustande kommen. Es interessiert die Leute auch eigentlich gar nicht, es geht nur um die Person, um die glorreichen Helden und bösen Feinde.

    Beim rest gebe ich dir jedoch recht let1612

    Ich finde die Aufgabe eines Vereins sollte es sein dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten und wenn das nicht gelingt immerhin einen menschlichen Rückzugsort zu bieten bei dem es um das Zusammensein und eben nicht die Selbstdarstellung geht.

    Ich finde es nicht ok. Denn es werden Dinge als Fakt oder "logisch" richtig dargestellt die es nicht sind. Selbst wenn fussballschule_tirol

    recht haben sollte stellt er Dinge als Fakt da, die auch nur seine Meinung sind und behauptet einfach das seine Aussagen "logisch" und "objektiv" sind, um damit alle Gegenargumente als zu subjektiv abzuschmettern, ohne eine weitere Begründungen zu geben, auf die man wiederum eingehen könnte. Es kommt keine Diskussion zur Stande, wenn einer immer nur imperativ mit dem Zeigefinger wedelt.Ich versuche dennoch mal darauf einzugehen.


    Wie oft trainiert ihr eure F-Jugend in der Woche?

    Diese Frage kann dir keiner Objektiv beantworten, da jeder unterschiedlich oft trainieren wird.

    Doch kann man. Wenn man eine F-Jugend trainiert kann man auch sagen wie oft man das in der Woche tut. Das ist dann keine Meinung, sondern ein Fakt, weil es so ist. Na gut, der Fragesteller hält,ohne Angabe von Gründen, zweimal für optimal. Da kann man dann natürlich einhaken und sagen warum man das für richtig oder falsch hält.


    Wie lange dauert bei Euch eine Trainingseinheit? 60 Minuten oder länger?

    Hier wirst du auch wieder verschiedenste subjektive Meinungen hören

    Wieder das gleiche. Es ist keine Meinung, wenn ich dir sage wie lange wir trainieren. Ob das nun richtig oder falsch ist, ist eine ganz andere Frage. Wie hilft es einem weiter einen breiten Schatz an Erfahrungen zu hören? Ich kann mir mein eigenes Bild machen und werde entweder in meinem Tun bestätigt oder nicht. Es entsteht ein Mehrwert für den Fragesteller und alle die die ihre Erfahrungen austauschen, selbst wenn die Begründung, für das eigene tun, nur ist "Das haben wir schon immer so gemacht" kann man daraus ja viel gewinnen oder sogar darüber diskutieren. Leute, sprichwörtlich , mit einem Besen vom Podium zu Jagen ist jedoch nicht konstruktiv.


    Wie lange du Trainieren solltest, kannst du dir selbst beantworten, wenn du das Spiel als Ausgangspunkt nimmst. Die F-Jugend spielt 2x20 Minuten in Summe also 40 Minuten. Wenn du noch die Pause der Halbzeit addierst (10 Minuten), dann kommst du auf 50 Minuten bei einem Spiel ohne Aufwärmen etc. Nimmst du jetzt das Aufwärmen (10 Minuten) hinzu, kommst du insgesamt auf 60 Minuten am Spieltag. Somit sind 60 Minuten Training für die Kids vollkommen ausreichend. Vorausgesetzt das Training ist gut organisiert, wird wenig umgebaut und die Kids haben wenig Stehzeiten.

    Das finde ich eine gewagte Aussage. Wie kommst du darauf, dass nur weil ein F-Jugend-Spiel 60 Minuten lang ist, das Training auch 60 Minuten lang sein sollte oder ausreichend ist? Nur weil etwas so ist, wie es nun mal ist, folgt noch lange keine Handlungsanweisung. Da muss schon was von außen kommen, wie z.B. Erfahrungen oder im besten Fall empirische Studien, mit denen wir diese Aussage mit Gehalt füllen können.


    Es geht nicht nur darum wie oft du ein Training anbietest, sondern vor allem um die Qualität des Trainings. Lieber 2x sehr gut als 5x mittelmäßig.

    Warum ist das so, woher weißt du das? Ich könnte mir schon vorstellen, dass ein Spieler der 5-mal mittelmäßig trainiert mehr Fortschritte macht als einer der 2-mal großartiges Training bekommt. Ist das nicht auch nur deine Meinung? Wenn ja ist das ja nicht schlimm, aber tue bitte nicht so, als ob es ein Fakt sei.

    Angenommen es gibt 2 F-Jungend Mannschaften die rund 40 Wochen (3 Wochen Sommerpause / 3 Wochen Winterpause) pro Jahr trainieren. Bei beiden ist die Ausgangssituation gleich und die Kids haben im Ort nur Fußball und spielen in ihrer Freizeit nicht. Auch der Sportunterricht etc. sieht gleich aus.

    Mannschaft A trainiert 2x pro Woche mit guter Qualität. Das entspricht pro Jahr 80 Trainingseinheiten.
    Mannschaft B trainiert 3x pro Woche mit guter Qualität. Das entspricht pro Jahr 120 Trainingseinheiten.


    Bedeutet, dass Mannschaft B in einem Jahr um 50% mehr Einheiten macht.


    Was glaubst du, welches Team am Ende vom Jahr besser sein wird, wenn beide dieselben Voraussetzungen und dieselbe Trainingsqualität haben?

    Ich kann mir daraus gar nichts Beantworten, wenn nicht nachgeprüft wurde was besser ist. Was ist, wenn sich bei 3-maligem Training ein Übertrainingseffekt einstellt? Vielleicht helfen die langen Pausen bei zweimaligem Training bei der Entwicklung. Ich kann nur aus meiner Erfahrung heraus sagen, dass ich vermute, dass die Mannschaft die 3-mal trainiert sich, in der gleichen Zeit, besser entwickeln wird. Aber meine Erfahrung darf ich ja nicht benutzen um zu dieser Antwort zu kommen. Was schließt du denn aus deinem Beispiel?

    Ist das was ich gepostet habe logisch nachvollziehbar im Gegensatz zu: "Ich trainiere 2x pro Woche, weil ich finde dass es vollkommen ausreicht."? Ist das was ich gepostet habe eine Meinung oder Fakt?

    Ich würde sagen Meinung. Zur Begründung kannst du oben nochmal nachlesen.


    Arrogant ist es zum Beispiel wenn ich folgendes mache.
    Meiner Meinung nach muss man 5x pro Woche trainieren um besser zu werden. Das habe ich aus meiner jahrelangen Erfahrung als Trainer gelernt.

    Das ist doch nur arrogant, wenn ich das dann als Fakt darstelle und behaupten würde, es hätte uneingeschränkte Gültigkeit. Siehst du das anders?


    Fakt ist, mehr besseres Training wird ein Kind weiter bringen als wenig besseres Training oder gar viel mittelmäßiges Training. Das ist nicht eine Meinung von mir, sondern wissenschaftlich in mehreren Artikeln belegt worden.

    Ich würde gerne diese Artikel sehen, die das so beschreiben, kannst du mir die Verlinken. Es gibt sicherlich Studien die Trainingszeit mit Leistungsfähigkeit abgleichen oder bestimmte Trainingsmethoden vergleichen (z.B. Differenzielles lernen vs "klassische" Methode), aber es gibt garantiert keine Studien die die Hypothese: "Mehr besseres Training wird ein Kind weiterbringen als wenig besseres Training oder gar viel mittelmäßiges Training. " versuchen zu belegen oder wiederlegen.

    Wenn ich die Kinder gar nicht kenne und nicht wirklich die Möglichkeit hatte sie zu beobachten, mache ich erstmal Freundschaftsspiele statt Training und wenn das nicht geht lasse ich im Training spielen um die Kinder zu beobachten. Hierbei gibt es von meiner Seite kaum Anweisungen und ich lasse die Kinder auf den Positionen spielen, die sie bevorzugen. Wenn ich einen ausreichenden Eindruck gewonnen habe, rotiere ich die Positionen nach meiner Einschätzung.

    Wenn du nur 5 Trainingseinheiten hast (WE = Wocheneinheit? Oder was heißt das?) wirst du die Spieler kaum merklich, in den von dir genannten Aspekten, weiterentwickeln können. Selbst bei 5 Wochen Training wird man kaum Fortschritte sehen.

    Ich würde deinen Vorschlag anders rum machen und einen festen Rahmen schaffen, auf den sich die Spieler verlassen können. Das bringt Sicherheit und mit Sicherheit kommt dann Kreativität etc. Also in der Vorbereitung lernen wir unsere (Gruppen-)Taktik: 4er-Kette Verteidigen und das Spiel Aufbauen/Eröffnen und gruppentaktische Angriffsmittel (Doppelpass, Hinterlaufen, Spiel über den Dritten, Spielverlagerung etc.).

    Nebenher würde ich dann die gesamte Individualtaktik wiederholen. Das ist ein ziemlich großes Paket, aber wenn man es richtig macht entwickelt man die Spieler auch technisch weiter. Dazu kommt noch das die Spieler durch das erlernen neuer Muster und besonders das Variieren über diese (besonders im Wettkampf und Spielformen bzw. Provokationsspiele) ihre Kreativität und Spielintelligenz entwickeln können.

    Woher hast du denn, das die in der Studie Mentaltraining gemacht haben? Die haben psychologische Betreuung erhalten, das hat erstmal nicht direkt was mit Mentaltraining zu tun.

    Du verstehst mein Argument anscheinend nicht. Ich mahne lediglich an, das Kinder aus meiner Sicht heutzutage in zu viele und falsche Stresssituationen kommen. Das Erlernen von Bewältigungsstrategien ist dabei für mich da der falsche Weg. Ich plädiere für ein Herunterfahren der Stresssituationen und mehr Freizeit anstatt weiter Optimierung, sonnst lebt man immer nur für die Zukunft.

    Ich will gar nicht bezweifeln das Mentaltraining für Kinder sehr gut sein kann, doch glaube ich einfach, dass es nur nötig ist, wenn schon was schief läuft. Wenn das Kind immer nur abliefern muss, soll es weiter im Entspannen optimiert werden um noch besser abliefern zu können? Das geht mir gegen den Strich. Kinder müssen schon in der Grundschule gut sein um auf das richtige Gymnasium zu kommen, um dann die guten Studienplätze zu bekommen um sich dann den besten Job zu bekommen. Dann kommen noch die Fußballtrainer und Musiklehrer dazu, die wollen das man immer sein bestes gibt. Freunde vergleichen sich wer besser im neusten Videospiel ist und auf Instagram sehen die Kinder, ab einem gewissen Alter, jeden Tag nur die besten Seiten der Anderen, ohne zu merken, dass die ja auch normale Menschen mit schwächen sind. Wenn man sich immer mit der "perfekten" Selbstdarstellung Anderer vergleicht und dann in der Schule und im Training seine Grenzen aufgezeigt bekommt ist eine schlechte mentale Gesundheit kein Wunder mehr. Wie oft ist denn heute ein 9 Jähriger frei von Zwängen und Verpflichtungen?

    Es würde oft einfach mal schon helfen, wenn man einfach nicht 3-mal die Woche auf Leistung trainiert und auf sein nächstes Musikschulen Konzert hinarbeitet, während man noch für eine 3 stündige Englischarbeit lernen muss.

    Entspannen muss doch nicht unbedingt in Meditation oder Aufmerksamkeitsübungen ausarten. Das ist vielleicht hilfreich für Erwachsene, aber ein Kind braucht soetwas in der Regel nicht. Ich halte auch nichts von diesem ganzen (Selbst-)Optimierungskram, man muss doch nicht auch noch seine Downtime verbessern. "Paul streng dich mal mehr an beim entspannen!" ist doch quatsch. Was man braucht ist Zeit für sich und die muss man sich nehmen oder seinem Kind geben. Was das Kind dann mit dieser Zeit macht, ist davon abhängig was man vorlebt.

    Im Training würde ich Standards auch nicht machen, aber du kannst sowas schon vor dem Spiel einfach einfordern. Kinder in dem Alter sind durchaus in der Lage Anweisungen wie z.B. "Bei einer Ecke sucht sich jeder einen Gegenspieler und ein Angreifer wartet weiter vorne. Hannes bekommt eine Extraaufgabe: Du stellst dich bitte an den kurzen Pfosten und hilfst dem Torhüter.„ umzusetzen. Du darfst dann natürlich keine perfekte Umsetzung erwarten!

    An das richtige Deckungsverhalten kannst du die Kinder spielerisch im 1 gegen 1 (Angreifer ohne Ball) heranführen.

    Ohne das Spiel gesehen zu haben und nur zur Korrektur: "Prebenjamin" bezeichnet im spansichen Fußball die U8.


    Edit: Hmm anscheinend gibt es da Unterschiede im Land und U7 ist schon richtig.

    luibo Naja, das mit dem Spielen geht schon in Ordnung, da sieht man gleich am besten was ein Spieler kann. Das sich Spieler eher durchsetzen die körperlich schon etwas weiter sind ist natürlich schade, obwohl man halt schon sagen muss, dass Schnelligkeit elementar ist um sich auf hohem Niveau durchzusetzen. Damit ist es halt schon extrem wichtig das ein Spieler eine sehr ausgeprägte Schnelligkeit im Vergleich zu seinen Altersgenossen hat, besonders da man sich gerade in der sensiblen Phase dafür befindet. Es sollte dabei aber schon der allgemeine körperliche Entwicklungsstand des Kindes berücksichtigt werden.

    Ich fühle mich absichtlich missverstanden. Wie gesagt möchte ich auch nicht den allgemeinen Begriff "Spiel" hier diskutieren. Ich denke ich habe mich im Sinne des Sportspiels Fußball und besonders im Sinne des Trainings ziemlich klar ausgedrückt.

    Das ist die Steigerung und der Ausbau. Wir sind im Bambini Bereich und es war die Frage, wie eine Spielform im Kindergarten aussehen würde.

    Nein, das ist das Mindestmaß an Forderungen die ich an eine Übung stelle um sie Spielform nennen zu können.
    Das ist unabhängig von der Altersklasse.

    Was ist der Unterschied zwischen Wettkampfsform und Spielform?

    Nochmal:

    Eine Spielform ist immer eine Wettkampfform, aber nicht jede Wettkampfform ist eine Spielform.

    Damit eine Wettkampfform auch eine Spielform ist, muss sie kontinuierlich sein und lediglich einen Handlungsrahmen vorgeben und dem Spieler freie Entscheidungen, gemäß der Spielregeln, lassen. Der Handlungsrahmen ergibt sich eben aus den Spielregeln, die sich wiederum aus der Spielidee ergeben. Spielidee bezieht sich hier explizit auf die eigentliche Spielform und hat nichts mit der Spielphilosophie des Teams zu tun.



    Eine reine Wettkampfform lässt keine relevanten Entscheidungen zu. Eine spielgemäße Übungsform lässt zwar Entscheidungen zu, hat jedoch einen klar definierten Anfang und ein Ende, sie ist also nicht kontinuierlich.

    Du weißt jetzt hoffentlich was ich meine, denn ein weiteres Ausführen was Spiele eigentlich sind übersteigt mein philosophisches Know-How und meine Streitlust.


    Edit: @"fzssballschule_tirol"

    Da du immer deine Posts inhaltlich editierst ist das ziemlich schwierig. Ja, Hase und Jäger würde ich als Spielform bezeichnen, sofern wir damit das selbe meinen.

    Eine Spielform innerhalb des Sportspieltrainings muss immer einen Handlungsrahmen vorgeben, der dem Übenden Entscheidungen gibt.

    Ich würde persönlich noch eine Kontinuität verlangen um sie von einer spielgemäßen Übungsform zu unterscheiden.


    Spielform zum Thema Dribbling:


    1. Jeder Spieler hat im begrenzten Feld einen Ball und versucht den Ball der anderen Spieler aus dem Feld zu treten während er seinen Ball beschützt. Jedes Erfolgreiche wegspielen gibt einen Punkt. Ist dein Ball weg musst du ihn holen und spielst dann weiter.


    2. In einem Feld mit 4 Hütchentoren wird 3 gegen 3 gespielt. Es gibt immer einen Punkt für dein Team, wenn man durch ein Tor dribbelt.


    3. Man spielt 3 gegen 3 auf 4 Tore. Das Feld ist wie beim Funino in 3 Zonen unterteilt. Man darf nicht von einer Zone in die nächste Passen sondern muss die Linien überdribbeln.


    4. Wir Spielen 5 gegen 5 auf 2 Tore. Es darf nicht nach vorne gepasst werden.


    5. In einem kleinen Feld haben 5 Spieler einen Ball. Es gibt 2 Verteidiger. Erobert ein Verteidiger den Ball oder presst einen Angreifer ins Aus, wird der Angreifer zum Balljäger (Verteidiger).


    etc.

    Ich kenne das alles und es hat natürlich auch seine Berechtigung, aber du musst schon verstehen, dass wenn du daher kommst und einfach wissenschaftliche geprüfte Methoden wie die Laktatwertmessung ohne wirkliche Begründung ablehnst und dann auch noch schreibst wie ein Werbetexter ist es schwer auf dich einzugehen. Dazu lehnst du noch jegliches Argument als "subjektiv" ab, ohne selbst wirklich deine Thesen zu untermauern. Spielverlagerung.de zählt ja auch die gleiche Quelle auf. Ich werde mir nun mal so ein Buch von dem Herrn Verheijen anschaffen und schauen auf welcher Basis er seine Aussagen begründet. Ich habe davon bis jetzt immer abgesehen, da er auch immer eher wie ein Verkäufer wirkte als ein seriöser Sportwissenschaftler. Die taktische Periodisierung ist noch nicht so alt, da ist es klar, dass es wenig Untersuchungen dazu gibt, doch mir sind bis jetzt gar keine dazu unter gekommen (Ein paar wären schon schön). Sowas macht einen halt stutzig (Warum befasst sich kein (Sport-)Wissenschaftler damit?) und es bleibt noch Hypothese.


    Ich denke übrigens auch, dass man durch solch eine Trainingsmethode besonders gut alle technisch- taktischen- Elemente eines Spiels am besten lernen kann (Beweisen kann ich es nicht), doch bin ich noch nicht davon überzeugt, dass sie auch Fitnesstechnisch das Maß aller Dinge ist.


    Wenn du von Objektivität sprichst meinst du eigentlich, wie ich denke, was anderes. Du meinst Formalität. Du möchtest wie so viele den Fußball formalisieren und forderst das Aussagen über den Fußball durch ein formalisiertes System gestützt werden. Nur weil man jedoch ein System aufbaut, dem bestimmte Axiome zu Grunde liegen, kann man daraus noch lange keine Aussagen über die Realität machen. Dafür muss man erst Dinge von außen in diese Theorie einführen (Messdaten, Beobachtungen etc.). Das fehlt jedoch bei all den Theorien, die ich so kenne. Außerdem sind diese oft schwammig. Der Autor des von dir geposteten Blog Posts tritt ins gleiche Fettnäpfchen, indem er seine philosophen Gedanken mit anderen wissenschaftlichen Erkenntnissen vermischt ohne klar die Grenzen zu ziehen und er begründet seine Behauptungen mit Beispielen, obwohl er selbst anerkennt, dass es davon unendlich viele gibt. Es ist schwer sowas nicht nur als inhaltsleeres Geschwafel abzutun.

    Woher weiß man denn das Techniktraining im ermüdeten Zustand einen besseren/schlechteren Trainingseffekt darauf hat diese Technik auch im ermüdeten Zustand auszuführen? Es könnte ja auch anders sein. Wie ist der Effekt auf die Durchführung im ausgeruhten Zustand?

    Kann da jemand bitte mal was seriöses zitierten? Am besten wäre natürlich eine Studie direkt zu Fussball.

    Mehr Kraft, erhöhte Schnelligkeit und verbesserte Koordination trägt zur verbesserten Leistungsfähigkeit bei oder willst du das abstreiten?

    Als blödes Beispiel kannst du dir ja mal die Leistungsvergleiche zwischen Frauen-Nationalmannschaften und U15 Teams anschauen. Die Frauen sind garantiert bessere Fußballer mit mehr Erfahrung, bessererem taktischen Verständnis, Spielintelligenz und Technik. Weltmeister USA hat neulich (Edit: letztes Jahr) erst 5:2 gegen eine U15 aus Dallas verloren.


    In der Bundesliga wird nun mal so trainiert, ob man nun mehr oder weniger Trainieren sollte kann man als Außenstehender eh nicht beurteilen. Ich denke aber es passt schon, denn es wird ja mittlerweile wissenschaftlich gearbeitet. Mit z.B. Laktatwertmessungen während einer (Lauf-)Einheit kann man eine Verbesserung oder Verschlechterung der Grundlagenaußdauer feststellen.

    Zu den Dysbalancen: Besonders wenn du nur Fußball und sehr Fußballspezifisch trainierst treten diese Dysbalancen auf und äußern sich z.B. in den berühmten Fußballer-O-Beinen. Da nützt dir auch eine Periodisierung nicht viel, die Spieler werden trotzdem einseitig belastet. Es muss ein Ausgleich her. Das kann eine andere Sportart sein oder eben Kraftübungen für die unterentwickelte Muskulatur.


    Später mehr, ich muss jetzt los.

    1) Was versteht man unter hoch spezialisiertem Training?

    2) Wer sagt, dass man nur durch Fußballspielen kein Bundesliganiveau erreichen kann?


    3) Wann findet das "Ausgleichstraining" deiner Meinung nach statt?

    4) Welcher Fußballspieler trainiert jeden Tag?

    5) Wie kann man einseitige Abnutzungserscheinungen/Verletzungen raus trainieren?

    zu 1.) Besonders individualisiertes Training. Auch im konditionellen Bereich werden Stärken- und Schwächen-Profile erstellt und an denen muss/sollte der Profi außerhalb des Mannschaftstrainings mit Individualtrainern arbeiten.


    zu 2.) Ich


    zu 3) z.B. zwischen dem Training um 10 Uhr und dem zweiten Training um 15 Uhr oder an speziellen Tagen. Außerhalb des Mannschaftstrainings.


    zu 4.) Der Trainingsplan der meisten Bundesligisten sieht einen freien Tag vor. An den anderen Tagen wird entweder gespielt oder 1-2-mal trainiert. Hier kannst du dir mal den Plan der Eintracht Frankfurt aus der letzten Saison anschauen.


    zu 5.) Das bezieht sich nicht auf die Verletzungen und Verschleiß, sondern auf die Muskeldysbalancen. Die kann man raus trainieren.

    Warum zerreißt man eigentlich die Begriffe wie Ausdauer, Schnelligkeit, Kraft in seine Einzelteile und nennt es nicht einfach Fußballfitness? Damit weiß jeder was gemeint ist. Wichtig ist nur, wie ich in einem anderen Beitrag schon erwähnt habe, dass man sich Bewusst wird was eine Fußballaktion ist und wie diese Verbessert wird. Dadurch resultiert dann die Fußballfitness und wie sie zu trainieren ist.

    Weil ein hoch spezialisiertes Training auf allerhöchstem Niveau die letzten Prozentpunkte Leistung ermöglichen. Das man nur alleine durch Fußball spielen einen Bundesligatauglichen Fitnessstand erreichen kann ist schon längst nicht mehr so.

    Vielmehr muss das was du Fußballfitness nennst durch Kraft- und spezielles Koordination-/Stabilisationstraining ergänzt werden. Wenn du fast jeden Tag trainierst sind auch Dysbalancen in deiner Muskulatur nicht mehr tragbar. Fast jeder Mensch hat die, aber wenn du lange und ohne einseitige Abnutzungserscheinungen/Verletzungen auf hohem Ninveau spielen willst solltest du die raus Trainieren. Das geht jedoch nicht im Fußballtraining.


    Für eine Amateurmannschaft ist es meistens jedoch ausreichend, wenn denn der Wille da ist.