Bei all dem gerede über Spieler die schon weiter sind als andere darf man halt auch nicht vergessen das Fußball ein Sport ist und auf hohem Niveau sehr gute athletische Vorraussetzungen erfordert. Ist es nicht gerade meine Aufgabe als Trainer oder Scout in einem NLZ/sehr ambitionierten Verein Spieler zu finden, die neben sehr guten koordinativen und kognitiven Fähigkeiten eben die anderen athletischen Vorraussetzungen mitbringen? Woran macht man denn fest ob ein Spieler einfach nur früh in der Pubertät ist oder ein "genetischer Freak" ist ,der später einmal auf Spitzenniveau spielen könnte? Kann man das ohne lange Beobachtung überhaupt beurteilen?
Beiträge von Skriwer
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Naja, einen Vergleich mit Kinderarbeit würde ich nicht direkt aufmachen, aber eigentlich hast du ja recht. Ich würde aber den meisten Vereinen da keine Marketingstrategie unterstellen (Dafür bräuchte es einen engagierten und klugen Vorstand, Ha), sondern entweder im Eigeninteresse handelnde Trainer oder eben eine das-haben-wir-schon-immer-so-gemacht Mentalität. Im schlimmsten Fall ist es Neid auf konkuriedende Vereine im Dorf/Viertel. Aber auch ohne all das ist ein Mehrwert für den Verein da. Der basiert zwar auf guter Ausbildung, wodurch die Siege von alleine kommen, wird aber eben nur durch Erfolg fürAuẞenstehende greifbar. Damit meine ich all jene die nicht durch Mundpropaganda erreicht werden.
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wenn der Verein größer wird, brauche ich mehr Trainer und mehr Trainingszeiten. Der Verein wird attraktiver und es kommen mehr Kinder - nicht nur starke, sondern auch schwache. Wie gehe ich mit denen um? Dann brauche ich wieder mehr Sponsoren - und schon bin ich in einer "Aufwärts"Spirale. Auch daran sind Vereine schon gescheitert.
Hmm, ich weiß nicht was der optimale Weg ist, ich weiß nur das die Vereine die hier so arbeiten einfach anfangen zu sortieren. Kommen Leistungsschwächere Kinder sind die Kader halt voll, kommen Leistungsstärkere hat man noch einen Platz frei.
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Verstehe ich dich richtig, dass du in einer E-Jugend den taktischen Schwerpunkt "Ballbesitz halten" trainieren würdest? Dass man die Schwerpunkte in E-Jugend, F-Jugend etc. überwiegend technisch benennt, hängt damit zusammen, dass hier das Schulen von technischen Fertigkeiten und koordinativen Fähigkeiten oberstes Trainingsziel sein muss. Sicher kannst du den einen oder anderen taktischen Tipp einwerfen, mehr aber auch nicht. Systematisches Taktiktraining beginnt in der D-Jugend mit dem 1vs1 (offensiv und defensiv), aber selbst hier muss die Technik weiter intensivst geschult werden
Ja, das mache ich so auch in der E. Es geht darum das Spielverständnis, die Spielintelligenz, zu schulen. Ich frage mich, was soll ich denn beim Thema Dribbling coachen was nicht taktisch ist? Fußstellung korrigieren, da muss dann der Spieler ja wissen warum und welche ausnahmen es gibt und schon sind wir wieder dabei über mindestens individualtaktik zu reden.
Deswegen ist es doch aus einer methodologischen sicht irgendwie schwachsinnig seine Schwerpunkte so zu setzten. Sowieso kann ich für eine "technische Blockperiodisierung" eigentlich kaum Argumente finden, außer das es vielleicht schön einfach ist und man dann gut mit Übungssammlungen und dergleichen Arbeiten kann. Nur zum Anfeuern beim Hütchenparcour geh ich aber nicht auf den Sportplatz.
PS Mir ist sämtliche DFB-Propaganda bekannt

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Spielergebnisse haben im Kinderfußball keinen Mehrwert, bis auf die Tatsache, dass eine Mannschaft gewonnen oder verloren hat. Um mit Siegen und Niederlagen umgehen zu können, braucht es jedoch keine Tabellen. Eher verhindern sie häufig, dass alle Kinder gleichermaßen Spaß am Spiel haben dürfen. So setzt man nur seine stärksten bspw. in den Ligaspielen ein und der Rest darf Freundschaftsspiele bestreiten. Wenn die schwächeren keine Tabellen brauchen, wieso dann unbedingt die starken?
Aus Validierung?! Und Genau deswegen haben für viele Vereine Spielergebnisse doch einen Mehrwert: Gute Ergebnisse begünstigen den Zustrom an neuen "guten" Kindern, woraus wieder gute Ergebnisse resultieren. Der Verein kann wachsen und so besser Sponsoren gewinnen und so weiter und so fort...
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Es kommt zwar alles vor, aber dennoch habe ich einen Schwerpunkt.
Auch hier mache ich das blockweise. Und so ist es auch hier. Der Schwerpunkt mag Dribbling sein, dennoch habe ich Torschuss, Passspiel, Ballan- u. MitnahmeAber warum benennt man die Schwerpunkte rein technisch und nicht zum Beispiel taktisch, wie bei der taktischen Periodisierung?
Z.B.: Wenn man sich die Bedürfnisse und Spielweise einer E-Jugend anschaut könnte man verschiedene taktische Grundprinzipien ableiten, unter denen man trainieren möchte.
Ich komme da auf 3 große (Standart-) Prinzipien, die für die offensive und defensive symmetrisch sind: Ballbesitz halten/den Ball Erobern, Spiel in die Tiefe/Spiel in die Tiefe verhindern und Tore erzielen/Tore verhindern. Dazu noch ein großes Subprinzip des Spiels in die Tiefe: das gewinnen von 1 gegen 1 Situationen. Nun kann ich mein Training unter diesen Gesichtspunkten gestalten. Ich habe also nicht mehr den Schwerpunkt: Dribbling, sondern den Schwerpunkt Ballbesitz halten und es wird sofort klar welche Spiel- und Übungsformen ich wählen muss, selbst wenn ich das Dribbling als Unterprinzip noch weiter fokussieren möchte. Der Fokus des Trainings rutscht so automatisch mehr in die Richtung der Spielintelligenz und des taktischen Verständnisses, während alle nötigen technischen Aspekte mit trainiert werden. (Vorausgesetzt die weitere Methodik stimmt)
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Warum kann ich keine offensichtlichen Sachen kritisieren? Zumindest wenn es um fußballunspezifische Aufgaben geht, bei denen es nur um einen reibungslosen Übungsablauf geht.
Klar, in einer Übung motze ich nicht bei einem einfachen Fehlpass, das bekommt der Spieler ja selber mit.
Klar, Selbstkritik ist wichtig, aber hinterfrägst du deine Einheiten auch, sobald ein Spieler mal pennt? Insbesondere bei taktischen Schwerpunkten muss ich als Spieler auch einfach mal zuhören und aufpassen. Da überlege ich mir als Trainer nicht, wie ich das ganze vielleicht interessanter gestalten kann.Eine Kritik ist schon ok, aber wirklich helfen tut sie langfristigem Niemandem. Wenn es oft vorkommt das Spieler nicht zuhören und was Anderes machen als sie sollen, muss man sich die Abläufe angucken und mal schauen was es da zu optimieren gibt.
Ich denke fast nur darüber nach wie ich die Inhalte besser rüberbringen kann, denn das ist ja meine Hauptauzfgabe als Trainer. Je interessanter das Training für die Spieler ist, desdo mehr Dinge bleiben hängen und die Motivation bleibt hoch. Das Team wird sich schneller verbessern und erfolgreicher Spielen und genau das will ich ja.
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Erima-Hybrid.
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Solche Kritik ist immer sehr problematisch, da sie nicht sachbezogen ist. Du lieferst dem Spieler keine Hilfestellung sondern kritisiert was Offensichtliches. So ein Verhalten passiert ja nicht aus Absicht und das weiß auch der Spieler. Im schlimmsten Fall fühlt er sich persönlich beleidigt. Bei solchen "Aussetzern" würde ich den Fehler immer erst bei mir suchen, weil meine Übung die Spieler vermutlich über- oder unterfordert hat. Wenn man die Schuld dann beim Spieler sucht verliert man langfristig seine Autorität, da Strafen sich für den Spieler willkürlich und ungerechtfertigt anfühlen.
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Normale Fußbälle der Größe 4 tuns auch barfuß am Strand. Wenn die 350g Bälle zu schwer sind schau nach lite Varianten. Die haben meist 290g und Kinder finden das oft viel besser.
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Das kommt ganz darauf an in welchem Verband du unterwegs bist, sowas musst du bei solchen Fragen immer erwähnen, denn einheitliche deutschlandweite Regelungen gibt es meistens nicht.
Mir ist aber nur eine Sperre bei Beitragsschulden bekannt, vermutlich werden Schlüssel und Materialien dann ähnlich behandelt.
Ich würde dir raten den kurzen Dienstweg zu gehen und persönlich mit den entsprechenden Personen reden.
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Das kann ich dir nicht wirklich beantworten, aber ich habe eine Meinung.
Ich würde im Breitensport komplett auf isoliertes Ausdauertraining verzichten.
Es macht einfach keinen Spaß und man (der Spieler) ist ja auch nicht beim Training um runden zu laufen oder Sprints zu machen. Er ist da um Fußball zu spielen und sein Hobby auszuleben.
Um eine Aussage über Leistungsoptimierung im Spitzensport zu treffen fehlt mir das KnowHow.
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Es geht darum, dass die Ausdauer trainierbar ist. Wenn du das mit isoliertem Ausdauertraining machst hast du folgende Probleme:
-Du trainierst vermutlich unspezifisch, nicht das was die Kinder wirklich im Spiel brauchen
-Du hast bald keine Kinder mehr in der Mannschaft weil sie die Lust am Fußball verlieren
Ja, spielerisches Training der Ausdauer ist ausreichend und sogar empfohlen.
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weil kinder ja noch nicht so gut ausdauer aufbauen können
Das stimmt im Kern nicht ganz, kurze Zusammenfasssung:
ZitatAlles anzeigen-Aerobe und anaerobe Fähigkeiten sind trainierbar.
-Hohe aerobe Trainingsbelastungen in einer Sportart (lange Dauerläufe) bilden bei Kindern und Jugendlichen einen Bewegungssterotyp aus.
-Hohe anaerobe Belastungen (intensive Intervalle) sind im Kindesalter zu vermeiden.
-Die Belastbarkeit ist eine komplexe Zustandsgröße, die sich fortwährend verändert und trainingsmethodische Konsequenzen nach sich zieht.
-Die allgemeine Belastbarkeit ist im Kindes und Jugendalter durch ein vielseitiges Training in den Spiel und Ausdauersportarten zu erwerben.
- Beim langjährigen Leistungsaufbau ist zuerst das Schnelligkeitspotenzial auf kürzeren Strecken zu entwickeln.
- Hohe Bewegungsqualität lässt sich nur erwerben, wenn im Nachwuchstraining frühzeitig darauf hingearbeitet und das Koordinationstraining nicht vernachlässigt wird.
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Ich fände über diese Kontrolle hinaus, das ganze als Qualitätssiegel sogar denkbar.
Bei uns gibt es das sogar. Die Liste der Kriterien ist lang, ihr könnt sie euch hier mal angucken.
Ich finde das sogar sehr gut, auch wenn Fairplay eher am Rande vorkommt, aber ich denke dieses Abzeichen steht im Sinne der langfristigen Ausbildungsorientierung. Es gibt nur 2 Probleme:
1. Kann man nicht sehen ob ein Verein nur ein Bronzeabzeichen (oder gar keins) hat, weil er keine qualifizierten Trainer hat, weil er zu wenig Schiedsrichter stellt, die Kinderschutzbeauftragte fehlt oder sich nicht an die Fairplay Zone gehalten wurde bzw. der Verein keine interne EDV-Schulung abgehalten und dadurch nicht die nötigen Punkte erreicht hat. etc. etc..
Es wird also nicht deutlich, warum nicht eine höhere Stufe erlangt wurde obwohl manche Kriterien für die Kinder wichtiger (Kinderschutzbeauftragter!!!) sind als andere.
2. Es scheint keinen zu interessieren. Auch Vereine die nicht dieses Siegel aufweisen haben großen Zulauf, bzw. nicht weniger als zertifizierte Vereine.
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Also du brauchst, kein extra Ausdauertraining, wenn du das meinst. Solange du bei den Spielformen immer schön anfeuerst und die Inensität dadurch hoch hältst ist das mehr als genug. Ich habe in der E-Jugend mit meinen KIds nie mehr als 4 gegen 4 (+1) im Training gespielt und die waren alle topfit. Im Grunde musst du es gar nicht so "ernsthaft" Periodisieren.
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Hier können die Dinge sehr unterschiedlich geregelt sein. Der DFB-Bundestag kann durchaus bundesweite Regelungen beschließen. Bezogen auf den Jugendfußball ist mir aber nur beim 9er Feld der D-Jugend bekannt, dass das geklappt hat.
Eine Föderalismusreform wäre einer der ganz großen Wünsche
Naja, in Berlin spielt man in der D-Jugend 8er Feld, ohne Abseits. Ich finde das etwas komisch weil alle anderen Jugenden da drunter 7er Spielen und man in der C-Jugend gleich aufs 11er geht.
PS ich finde es aber besser als 9er.
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Bizarrer Vorschlag von mir:
Jeder Verein richtet auf seinem Gelände ein Beach-Soccer Feld ein, an dem ab und zu irgendwelche Clubbings stattfinden
So bizarr ist der Vorschlag gar nicht, aber ich kenne auch schon die alteingesessenen Gegenargumente. Ich hatte eigentlich vor in meinem Verein, auch mit dem Hintergedanken mehr Hallenzeiten zu bekommen, Futsal für Kinder anzubieten. Die Idee war das Ganze mit einem gemischten Jahrgang in der F-Jugend zu machen. Kein Spielbetrieb, sondern von mir organisierte Trainingsturniere oder Spieltage mit 2-4 Mannschaften und 1-2 mal Training die Woche. Evtl. sogar einmal draußen auf Hartgummi oder Kunstrasen.
Ich hätte niemals gedacht das ich so einen Gegenwind bekomme. Es ging dem Vorstand und der Jugendleitung nicht mal um organisatorische Sachen wie Geld oder eben Hallen. Das halbstündige Gespräch kann ich in 2 Argumenten zusammenfassen:
"Futsal ist eine ganz andere Sportart"
"Das würde in Konkurrenz zu unserer Fußballabteilung stehen."
Ich bin da auch mit jedem Argument meinerseits auf Granit gestoßen und die Sache hatte sich erledigt. Damals war ich zum ersten Mal richtig sauer wie engstirnig sich der Vorstand da verhält.Sorry das war gerade wohl zu viel Frustabbau.
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fussballschule_tirol Ne, die Art wie ich Trainiere sagt ja erstmal nichts darüber aus was ich Trainiere, oder?
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Ich vermute hinter den "minimalen Mitteln" die "enorme Erfolge" feiern das Personal. Wenn du einfach sehr gute Trainer hast, die dein (gutes) Konzept mit Leben füllen, brauchst du nicht viel mehr. Ein Platz, ein paar Bälle und Hütchen reichen, um mit talentierten Kindern und Jugendlichen enorme Fortschritte zu erzielen. All jenes, was einem ein Leistungszentrum bietet: Krafträume mit Athletiktrainern, Psychologen, Leistungsdiagnostik durch modernste Mittel wie Videoanalyse, Trackingdaten, medizinische Tests etc.. ist mit enormen Kosten verbunden für vergleichsweise wenig Return. Diese Dinge sind auch eher bei schon ausgewachsenen Spielern, die sich gerade am Übergang zum Profitum befinden relevant und nicht für einen talentierten U15 Jungen. Des Weiteren tritt wohl hier auch das gute alte Paretoprinzip ein: 80% der Ergebnisse können mit 20% des Gesamtaufwandes erzielt werden. Die restlichen 20% brauchen jedoch 80%des Aufwands.
Für die Topklubs scheint es jedoch eine Prestigefrage zu sein, die modernsten Anlagen und tollsten Internate mit Sterneköchen zu haben und deshalb wird der Preis für Jugendarbeit künstlich auf gebläht.
