Beiträge von Skriwer

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    Es gab noch deutlichere Situationen, aber hier mal die Vorarbeit zum 4:1 im Spiel Croatien gegen Frankreich.

    Hernandez (21) gewinnt ein Duell gegen Mandzukic (17) und sieht sich Vrsaljko (2) gegenüber. Dieser Antizipiert sofort den Sprint in die Tiefe und gibt durch seine Positionierung und Körperstellung das Zentrum frei.


    Hier beim ZDF gut zu sehen.


    Das ist in dieser Situation vermutlich ein Fehler der direkt zum Gegentor geführt hat, aber diese Art der Zweikampfführung trat, besonders gegen Frankreich, immer wieder auf.

    Obwohl ich mir tatsächlich bei der Szene nicht so sicher bin, andere Winkel lassen die Situation schon "normaler" erscheinen

    Ich hab diese Situationen so explizit gar nicht wahrgenommen, hab aber auch nicht wirklich darauf geachtet.

    Ja, hmm vielleicht war meine Wahrnehmung durch die Fernsehbilder wirklich etwas verzerrt (Ich hab noch nie so viel Fußball im Fernsehn auf einmal gesehen) und es wurden eigentlich nur klassische 1 gegen 1 am Flügel geführt. Ich werde diese Saison noch mal darauf achten. Ich meine aber, das dieses Verhalten eben nicht gegen inverse Flügelspieler (starker Fuß auf der Innenseite) wie z.B. Robben benutzt wurde.


    Effzeh: Ja in der eigenen Hälfte, sogar im ersten Drittel. Die Szenen die ich im Kopf habe sind direkte Duelle zwischen Außenverteidiger/Wingback und Flügelspieler, also in der letzten Abwehrreihe. Teilweise bei sortierter Staffelung, teilweise in Umschaltmomenten bei denen man als Verteidiger noch Überzahl hat.


    Ich werde nochmal schauen ob ich ein paar Szenen finde die ich hier auch posten kann, aber danke schon mal für den Input.

    Schon letzte Saison und nach dem Schauen der WM ist mir folgende Situation aufgefallen, die immer wieder in Spielen aufgetreten ist:


    Besonders gegen sehr schnelle Spieler (z.B. Mbappe), die öfter einen Durchbruch zur Grundlinie suchen wurde das 1 gegen 1 entgegen der, mit bekannten, allgemeinen Lehrmeinung geführt. Anstatt, als Verteidiger, das Tempo in einer seitlichen Stellung mit aufzunehmen , wurde oft mit dem (halben) Rücken zum Gegner verteidigt um eine maximale Antrittsgeschwindigkeit im Falle eines Antritts des Angreifers zu gewährleisten.


    Das Laufduell wurde also Antizipiert und dafür der Weg zur Mitte freigegeben. Teilweise hatten die Angreifer jedoch noch nichtmal Tempo aufgenommen und diese Körperhaltung wurde eingenommen, anstatt den Gegenspieler erstmal klassisch zu stellen. In meiner Wahrnehmung wurde hier ein Durchbruch zur Grundlinie am Flügel als gefährlicher eingestuft, als ein Ziehen zur Mitte. Durch die sehr Kompakten Abwehrreihen erhoffte man sich, sollte der Spieler in die Mitte Ziehen, dass ein weiterer Verteidiger gut in den Zweikampf kommen und man evtl. den Angreifer dann mit einem Mittelfeldspieler doppeln kann.


    Ist das tatsächlich eine Neuerung oder habe ich da einen Fehler in meiner Wahrnehmung? Passiert das schon länger oder ist das sogar Lehrmeinung? Lenkt man so Angreifer in die Mitte? Ich dachte das sieht anders aus.


    Sollte ich mich nicht komplett irren: Würdet ihr diese Art der Zweikampfführung mit in euer Training aufnehmen oder ist das dann eher was für Profis, die es mit Spielern zu tun haben die man, durch ihre Geschwindigkeit, wirklich anders nicht verteidigen kann.



    Danke schon mal für die Tips!:)

    Der Plan ist erstmal natürlich sehr löblich, aber als ich Ballett gelesen habe gingen bei mir einige Warnglocken an.

    Fußball unterscheidet sich ganz klar von Sportarten wie Ballett und Kampfsport darin, dass es auch ein "Zu-Beweglich" gibt. Besonders die Sehnen und Muskulatur der Beine braucht eine gewisse "Starrheit" um eine optimale Kraftübertragung in den Boden zu gewährleisten. Eine zu große Dehnbarkeit in z.B. dem Bereich der Ferse und Achillessehne kann sich negativ auf auf die Schnelligkeit und Wendigkeit auswirken. Es stimmt jedoch schon das viele Fußballer dennoch zu unbeweglich sind, besonders im Bereich des Beckens und Gesäß.

    Zur Kräftigung kann ich ohne das Programm zu kennen nicht viel sagen. Wichtig ist hier grundsätzlich (wie bei der Beweglichkeit auch) Individualität und eben wirklich ein Trainingsprogramm für die Spieler zu haben. Niemand hat was davon wenn man einem Spieler sagt er solle 10 Liegestütze machen, dabei scheitert er schon nach 3. Da muss man schon viel Arbeit reinstecken.


    Grundsätzlich würde ich das Krafttraining und das Dehnen nicht am Anfang des Trainings machen, die Idee mit 100 Minuten gefällt mir am besten (wenn es denn klappt).


    Es wäre schön wenn du noch weiter erläutern könntest um welche Altersstufe es sich handelt.

    Warum wird denn immer von schlagen geredet? Was ist mit einem schönen Flugball auf einen weiter vorne positionierten Spieler? Ob der den dann verarbeiten kann ist in der E-Jugend sicherlich eine andere Frage, aber bringt ihr euren Spielern nicht bei wie man einen Flugball spielt?

    Das war bei meinen Spielern am Anfang auch so. Ich habe dann immer gesagt: Wir machen eine Proberunde, spielt doch erstmal und dabei dann die Regeln korrigiert, viel erklärt habe ich nicht und nachfragen mit: "Sehen wir ja jetzt im Spiel wie es geht" beantwortet.

    Später (als die Spiele sich daran gewöhnt hatten) habe ich einmal erklärt und dann einfach Spielen lassen. Bei einem Regelverstoß muss man halt in die Mitte, dadurch gab es bald keine Spieler mehr die die Regeln nicht schnell verstanden haben. :)

    Ein Eck hat eigentlich wenig Verletzungsportential, glaube ich, wenn man es nicht in hoher intensität spielt, aber auf ein kurzes einlaufen und dynamisches dehnen würde ich auch nicht verzichten wollen als Spieler.

    Letztlich tritt die Situation ja in der Regel nur nach unvorhergesehenen Ballverlusten und schnellem Umschalten des Gegners auf

    Das stimmt so nicht, denn sonst würde es keinen Ballbesitzfußball geben.

    Was passiert denn wenn sich zwei Teams im 4-4-2 gegenüberstehen und der linke Außenverteidiger gegen den rechten Mittelfeldspieler des anderen Teams ein 1 gegen 1 gewinnt? Genau, nun wird mindestens kurz 3 gegen 2 am Flügel gespielt (Stürmer, AV und Mittelfeld gegen AV und IV). Weiter kann man Überzahlen durch Überladungen und evtl. schnelle Verlagerungen erzeugen, wenn denn die Verbindungen der Mannschaft stimmen.

    Überlege dir doch einfach mal wie man z.B. eine Überzahl am Flügel ausspielen kann und dann wie man das Verteidigt.

    Rondos sind für mich auch eigentlich nur für gute Fußballer geeignet

    Das sehe ich ganz anders. Rondos sind perfekt, um unter geringem bis mittlerem Gegnerdruck das Passspiel und die Ballmitnahme zu trainieren.

    Auch gerade Anfänger profitieren sehr davon, auch wenn es etwas dauert bis es flüssig läuft.

    Mein Eindruck ist jedoch, das Rondos nach wenigen Minuten den Reiz für die Spieler verlieren.

    Das Erlebe ich so nicht. Wenn man öfter die Regeln variiert und den spielerischen Aspekt betont (Punkte sammeln möglich machen, loben und sich mit den Spielern über z.B. gelungene Tunnler freuen ) haben die Kinder eigentlich immer lange sehr viel Spaß.Wichtig ist hier einfach das man den Herausvorderungscharakter hoch hält. Es macht keinen Spaß einfach nur den Ball zu halten, oder ihm hinterher zu laufen, bis ein Fehler gemacht wird. Verändert man die Regeln durch abwechslungsreiche Aufgaben steigt die Motivation.

    Trainer E Ja schon, ich würde so etwas begrüßen, aber umsetzbar ist es wohl kaum.


    Zur Ausrede: Wenn du einen Spieler nicht rein Rotieren willst, muss der halt zuhause bleiben. Es würde einfach nur Alibispielzeiten und Bankdrücken verhindern. Niemand hindert dich daran einen Spieler, der nur einmal beim Training war zuhause zu lassen.


    Mir ist sofort eingefallen, wie respektlos im Fußball mit den Schiedsrichtern umgegangen wird. Für die meisten Trainer haben die jetzt schon zu viel "Macht". Wie der ein oder andere ausrasten würde, wenn er wegen einer "Formalie" ein Spiel verliert. Schon allein wegen dieser Denke ist sowas leider nicht umsetzbar. Man könnte aber evtl. Langfristig von unten was verändern, wenn in einigen Kreisen abgeschwächte Umsetzungen eingeführt werden. Dazu könnte man z.B. eine Mindestspielzeit für alle Spieler auf dem Spielbericht einführen. Dies könnte sogar durch gegenseitige Kontrolle in der Fairplay Liga umgesetzt werden.


    Hier sind ja schon oft Geldstrafen für Vereine bei nichteinhalten der Regeln vorgeschlagen worden. Ich glaube aber gerade, dass der Ort wo es richtig weh tut eben nicht der Geldbeutel ist, sondern der sportliche Erfolg, denn die Trainer haben meist wenig mit der finanziellen und organisatorischen Seite eines Vereins zu tun und besonders die "Leistungseltern" würde man so auch bekommen.

    Die Schiedsrichter müssten eben entsprechend ausgebildet sein, um individuelle Entscheidungen von Spielern von einer Vorgabe zu unterscheiden. Schiedsrichter müssen ja heute schon Absichten erkennen, auch im Kinderbereich. Jeder der ein paar Spiele gesehen hat, kann ganz gut erkennen ob Spieler aus Not, Schlauheit oder eben, weil es so vorgegeben wurde, einen Ball nach vorne schlägt.

    Was schränkt denn beim Rotieren die Entscheidungsfindung ein? Natürlich gibts da auch wieder Abwägungen, der eine Spieler spielt halt von sich aus offensiver als der Andere, dennoch kann auch hier ein geschultes Auge sofort den Unterschied erkennen ob ein Spieler gerade nominell Verteidiger spielt oder eben von Natur aus lieber weiter hinten agiert.

    Bei meiner Idee würde es eh eher um Extremfälle gehen, da Anderes die Schiedsrichter nicht leisten könnten. Damit meine ich z.B. wenn in der E-Jugend 3-3 gespielt wird und die Spieler immer auf der gleichen Position spielen. Sind nach einer Halbzeit die Spieler immer noch alle auf den gleichen Positionen und es wurden keine neuen Spieler gebracht (wenn vorhanden) könnte der Schiri zur Rotation bei der nächsten Spielunterbrechung ermahnen. Geschieht dann nichts, gibt es 9-Meter. Nach der 2ten Verwarnung verliert man das Spiel (Damit die stärkeren Teams nicht dennoch gewinnen ;-), was ist schon ein 9 Meter beim Stand: 10:0).

    Man bräuchte aber Schiedsrichter, ohne die geht das nicht.

    Naja, ich weiß nicht. Ich glaube du musst niemandem im Fußball erzählen, dass er Manndeckung mit seinem F-Jugend Team Spielen solle.

    Obwohl, manch eine Mannschaft stellt schon Spieler ab die den Ausputzer spielen

    Unabhängig davon finde ich es sehr interessant, dass das Fehlverhalten der Trainer (es wird keine Manndeckung gespielt) im Spiel bestraft werden kann. Das klingt zwar unfair, aber ich könnte es mir durchaus als erfolgreiches Modell auch für den Fußball vorstellen:


    -Rumschreien gibt erst eine Verwarnung und dann sofort 9-Meter


    -Ball lang auf einen Zielspieler Holzen gibt nach Verwarnung dann immer Freistoß


    -Wenn Spieler nicht rotiert werden gibt es eine Verwarnung und die Möglichkeit das zu korrigieren, sollte es nicht geschehen bekommt der egner einen 9-Meter,


    usw.


    Wer dann gewinnorientiert spielen will muss auch kindgerecht spielen, das klingt erstmal super! Man müsste halt die Umsetzung erproben, obwohl ich nicht glaube das es momentan möglich wäre so etwas umzusetzen. Dafür sind die Entscheidungsträger einfach zu „konservativ“.

    Der Fußball ist durch die Abschaffung der Schiris außerdem einen anderen Weg gegangen, der sich vermutlich durch den Mangel an Offiziellen für den Kinderbereich auch nicht mehr rückgängig machen lässt. Solange es die Fairplayliga gibt, ist so etwas erst recht nicht umzusetzen.

    Bei uns ist es leider so das der erste Spieltag der neuen Runde noch in den Ferien liegt.

    Wer denkt sich den diesen Mist aus? Da müssen die Ansetzter ja jedes Jahr mit gewaltigen Beschwerden zu kämpfen haben, geht gar nicht.

    Ne, ich glaube das liegt im Allgemeinen an der geringen Qualität der (C-) Lizenzen. Leute die sich regelmäßig informieren und den Mut haben ihr eigenes Gehirn anzuschalten (hier im Forum mehr vertreten) merken schnell das zumindest die unteren Lizenzen gar nicht viel vermitteln.

    Wenn dann noch dazu kommt, dass die hälfte der Lehrgänge mit Leuten besetzt sind die die Weisheit mit Löffeln gefressen haben und meinen sie wüssten es eh besser, kann man sich schon fragen was das mit den Lizenzen soll.

    Weder noch. Ich mache am Anfang beides gleichzeitig, fange aber auch früher damit an als der DFB es vorschlägt. Auch F-Jugendliche können einem Fragen zum 1 gegen 1 beantworten und haben viel Spaß daran! ;)

    Ich bin der Meinung, dass ein gemeinsames Training der Aspekte am besten ist, da so beide Fertigkeiten miteinander wachsen können und dass so die Motivation höher bleibt, da sich immer neue natürlich schwierigere Aufgaben für die Spieler entwickeln.

    Nur kurz, weil ich gerade keine Zeit habe:


    Das Problem sind m.M.n. nach den Definitionen der Begriffe sondern Verwechslungen zwischen methodischen und methodologischen Aussagen die immer wieder zu Missverständnissen führen. Es wird aus dem Was viel zu oft das Wie geschlussfolgert, ohne wirklich zu wissen wie Methodisch gearbeitet wird.

    Auf Nachfrage, nachdem was Trainiert wird, wird dann oft sowas gesagt: "Ich mache kein Taktiktraining und ich trainiere nach Spielen- Üben-Spielen"

    Das ist das Problem, es wird das Was versucht mit dem Wie zu begründen, das ist aber nicht legitim.

    Wenn man nach Technik/Taktik fragt wird gleich eine Methode des Trainings unterstellt.

    Nicht die Begriffe an sich sind oft das Problem, es muss eher geklärt werden:

    Was ist Taktiktraining, was ist Techniktraining und wie können und wollen wir dieses Unterscheiden. Können/Wollen wir das Unterscheiden?

    Welche Methoden können wir für die beiden Bereiche dann, als sinnvoll, abgrenzen. Vereinfacht uns das die Arbeit, wenn wir das tun?

    Momentan ist es auch so, vermutlich weil es ungeklärt ist, dass wenn man sagt: "Ich trainiere Taktik." einem eine Vernachlässigung des Techniktrainings unterstellt wird. Es gibt eine Nullsumme aus Technik und Taktik die ich so nicht unterschreiben würde.

    Den Pass in die Tiefe kann man doch gegen gute Gegner selten anbringen, der ist doch daher nicht das wichtigste.

    Und wie willst du dann hinter eine Abwehr kommen? Du brauchst ja Optionen und kannst dich nicht immer nur, gerade gegen gute Gegner, auf individuelle Dribbelstärken verlassen. Bälle in die Tiefe werden selbst auf gutem Jugendniveau oft sehr schlecht gespielt. So haben Schnittstellenpässe schlechte Winkel (zu weit nach Außen/Innen) oder werden zu lang/kurz, Flugbälle werden nicht mit backspin gespielt und sind dadurch schlecht zu verarbeiten. Wann hast du das letzte mal einen (halb-)flachen angeschnittenen Ball , der aus dem Halbfeld perfekt 2 m hinter die Abwehr gedreht wurde, gesehen? Der Unterschied ist, dass ein guter Ball in die Tiefe noch wesentlich mehr Feinmotorik und auch kognitive Fähigkeiten verlangt als "einfach" nur den Ball über 15 m in einen offenen Fuß zu spielen.

    Ob die Ergebnisse veröffentlicht werden oder nicht ( bin dagegen für G und F) ist eigentlich Wurscht. Wer Ergebnisorientiert ausbildet wird in der Regel ab der D Jugend keine wirklichen positiven Ergebnisse mehr einfahren.

    Ne das Stimmt, im Allgemeinen, so nicht. Zumindest in der Stadt gibt es genug Kinder die auch mal bei einem großen Verein Spielen wollen um die Plätze die frei werden wieder adäquat aufzufüllen und erfolgreich auf Verbandsebene in allen Jahrgängen zu sein.