Ist Verbandsabhängig. In Bayern bspw. gibt es in der U11 nur eine Spielklasse und dementsprechend auch kein Festspielen. Und im Zweifel musst du dich halt mit den gegnerischen Trainern absprechen.
Beiträge von Constantin
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Meine Frage ist dann noch: Wie erkläre ich den Mädchen die Aufteilung?
Beispielsweise habe ich zwei unglaublich starke Torhüterinnen, die auch allerbeste Freunde sind. Aber natürlich ist auch ein bisschen Konkurrenzkampf dabei. Wie erkläre ich denen jetzt, dass eine in der ersten Mannschaft und eine in der zweiten Mannschaft spielt?
Wieso rotierst du nicht einfach und jede spielt mal in der 1. und dann in der 2.?
Da TWs sowieso in der E noch regelmäßig im Feld spielen sollten, kannst du da ja viel tauschen.
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Warum ist das langfristig Blödsinn?
Ich würde argumentieren, dass eine hohe Spiel- und Trainingsintensität für die langfristige Entwicklung sehr gut sind. Es wird sich einfach an eine hohe Spielintensität gewöhnt und so langsam die Messlatte verschoben. Die Kinder erreichen ein Niveau (körperlich und vor allem geistig) auf dem sie einfach mehr abrufen können.
Agreed
Eine hohe Intensität ist einer der Hauptfaktoren, wenn es um die Qualität einer Trainingseinheit geht. Meine Übung kann noch so toll und spielnah konstruiert sein, wenn die Intensität nicht wettkampfgerecht ist, dann kann ich mir diese auch schenken.
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Ganz einfach, weil Fußball ein Teamsport ist, in dem es für Kinder nicht nur darum gehen sollte, bereits im E-Jugendalter möglichst hochklassig zu spielen.
Eine Sichtung außerhalb von NLZs und DFB/Länder-Stützpunkten mag zwar legal sein, ist aber aus meiner Sicht nicht legitim, weil sie allen kleineren Vereinen schadet.
Es gibt unterschiedliche Motive aus denen Kinder Fußball spielen. Bei dem einen ist es das Anschlussmotiv ("Ich will mit meinen Freunden Spaß haben"), bei dem anderen das Machtmotiv ("Ich will der beste am Platz sein und meinen Gegner dominieren") und bei manchen eben das Leistungsmotiv. Natürlich können diese Motive auch koexistieren und beim einzelnen Spieler unterschiedlich gewichtet sein. Aber worauf ich hinaus will ist, dass man auch anerkennen muss, dass manche Kinder einfach Spaß daran haben gut Fußball zu spielen.
Es ist doch irgendwie logisch, dass "talentierte" Kinder gerne mit solchen Spielern zusammen spielen, die eine ähnliche Leidenschaft und Begeisterung für den Sport haben, wie sie selber. Kreative Prozesse sind für das Kind befriedigender wenn die eigene Idee aufgrund der Qualität der Mitspieler auch umsetzbar ist.
Ich verstehe nicht ganz, warum ein großer Verein, der Leistungsfussball anbietet weniger schützenswert oder gemeinnützig sein soll als ein Dorfverein. Sollen Leistungssportler nicht auch dann ihren Sport in vollen Zügen auskosten dürfen, wenn es nicht für ein NLZ reicht.
Ich bin als Verein selber dafür verantwortlich gute Arbeit zu machen und so meine Spieler zu halten. Wenn meine Spieler scharenweise zu anderen Vereinen wechseln, dann sollte man sich evtl. mal an die eigene Nase fassen.
Ich hab vor ein paar Jahren meinen Heimatverein als Trainer verlassen, da ich ein Angebot von einem höherklassigen Verein hatte. Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass dort im Kleinfeldbereich seit mehreren Jahren hervorragende Arbeig geleistet wird. Die Teams bis zur U11 können sich problemlos mit den "kleineren" NLZ messen. Und obwohl ab der U15 alle Mannschaften in der untersten Spielklasse spielen, hat der Verein nur eine Handvoll Spieler in diesem Altersbereich an andere "große" Vereine verloren.
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Ich habe ja einen leicht sadistisch angehauchten sportpolitischen Vorschlag für den Umgang mit Vereinen, die sich für freie Kapazitäten die Rosinen herauspicken wollen: Entzug der Gemeinnützigkeit sowie eine betriebswirtschaftlich durchgerechnete Vollkostenrechnung bezüglich der genutzten kommunalen Sportanlagen unter Berücksichtigung von Gebäude- und Grundstückswerten. Monatliche Mitgliedsbeiträge von (phantasiert) 500,- Euro wären da eine feine Sache.
Kam jetzt etwas zu spät: Im Grunde haben die Rosinen ja die freie Wahl, oder? Wenn der eine Verein (mutmaßlich) mehr bietet, warum sollte man den Spieler dann den Wechsel madig machen?
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Loddar2 Im Grunde müsst ihr euch für die Sichtung überlegen, welche Qualitäten ihr mehr gewichten wollt und welche weniger. "Er muss kicken können" ist als Bewertungsgrundlage wohl etwas dünn. Ich denke, dass viele Trainer, speziell im KF dazu neigen, sich lieber fertige, technische starke Spieler auszusuchen. Das ist immer ein zweischneidiges Schwert, denn letzten Endes ist in der U11 ja nicht die Frage was ein Spieler JETZT kann, sondern was er beim Übergang in den Leistungsbereich KÖNNEN WIRD. Durch ein hochwertiges Training sind Technik, Individualtaktik und (eingeschränkt) Entscheidungsfähigkeit besser beeinflussbar als (Antritts-)Schnelligkeit (!!!), Laufbereitschaft (Aktivität), Kreativität und Bewegungsfähigkeit. Entsprechend meines gewünschten Spielerprofils würde ich auch meine Stationen wählen. Ich selbst würde z.B. in jedem Fall die Sprintgeschwindigkeit (kurze Distanz, da Antritt>Endgeschw.) der Spieler messen. Weiter wäre es vielleicht sinnvoll für euch, wenn ihr die Sichtung auf Video filmt, um im Nachhinein nochmal drüberschauen zu können. Der größte Fehler den ihr machen könnt, wäre Spieler auszuwählen, die aus kurzfristigen Leistungskriterien Erfolg bringen, langfristig aber wenig Entwicklungspotential haben (insb.: Spieler die körperlich weit sind ohne sonst herauszustechen)
Ohne mich jetzt auf eine Grundsatzdiskussion einzulassen:
lobinho Drucklos aufspielen zu können wird für eine langfristige Entwicklung der Spieler nicht ausreichen. Damit ein Spieler weiter kommen kann muss entsprechend mit ihm trainiert werden. Meine Erfahrung ist dahingehend übrigens, dass die Teams bei denen der Trainer wirklich was auf dem Kasten hat, keine Probleme haben Spieler bis zur U13/U14 zu halten. Und wenn ein Spieler entsprechendes Potential hat höherklassig zu spielen, dann bin ich doch als Trainer stolz darauf. Im Idealfall kommt der Spieler in zehn Jahren als Herrenspieler zum Heimatverein zurück.
Meine Erfahrung ist, dass es aus Vereinssicht durchaus günstig ist, wenn eine starke Mannschaft bereits früh zusammengesetzt wird. Neuzugänge die erst später dazu kommen haben meist signifikante Defizite bei den Basics welche erst einmal ausgeglichen werden müssen. Auch muss eine Gewöhnung an das höhere Spieltempo erfolgen.
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Also, dass Kinder während eines Turniers kein Fleisch und keine Süßigkeiten (Ausnahme: Kuchen) essen sollen, wird von uns auch so gehandhabt. Ob allerdings nur Obst und Gemüse den hohen Bedarf an Kohlenhydraten decken halte ich für fraglich. Außerdem ist es die Aufgabe des Trainers einen angemessenen Umgang mit Nahrung als Sportler zu vermitteln und dabei auch die Eltern mit ins Boot zu holen. Ist halt etwas blöd, wenn sich der Trainer anscheinend nicht entsprechend auskennt.
Ich kenne zwar den Wortlaut aus dem Chat nicht, daher kann ich mich dazu schlecht äußern. Den Spieler deswegen nicht mehr zu nominieren ist aber ziemlich arm.Das war unser eigenes Turnier und von ihm selbst organisiert. DIe KInder sollten mit ihren Kindern um 7-7:30 Uhr vor ORT SEIN. Start war um 8:30 Uhr und Ende 18:30 Uhr. Ich habe die Zeit eingeplant bis die Kinder zu Hause waren usw.
Unser Rekord waren dieses Jahr 7,5 Stunden reine Spielzeit. Da gabs dann vom Veranstalter abrer auch ein Mittagessen für alle Mannschaften. Sowas würde ich grundsätzlich nur einmalig als Leistungsvergleich machen (mit entsprechender Besetzung). Für ein "normales" Turnier ist das Verhältnis effektive Spielzeit/Dauer aber bei solchen Veranstaltungen viel zu schlecht. 1,5 Std vor Beginn da sein ist bei einem eigenen (!) Turnier noch recht human. Bei uns sind 1,25 Std vorher bei allen Turnieren Standard.
Kindeswohlgefährdung ist hier aber wohl doch eine Schublade zu hoch gegriffen. Wenn genug Obst/Gemüse zur Verfügung steht, dann sollten bei keinem Kind schwere Schäden zu erwarten sein. -
Das verstehe ich nicht. Das Talent der Spieler steht und fällt doch nicht mit der Tatsache, dass ein NLZ in der Nähe ist...
Nein, aber da gibt es meistens MEHR Spieler und dementsprechend auch mehr gute Spieler. Die NLZ sind ja alle in oder in der Nähe großer Städte.
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Vielleicht wäre es aber schlau, die Stützpunkte auf das Niveau der NLZs zu nehmen, sprich zusätzlich zu den NLZs zu etablieren und als "richtige" Mannschaft im Spielbetrieb zu fahren.
Beim jetzigen System wohnt man entweder günstig oder hat deutlich schlechtere Chancen auf eine gute Ausbildung. Das ist doch eher schade. So könnten alle Kinder rel. heimatnah gefördert werden. (alle, aber natürlich nicht jeder
)In einer strukturschwachen Region, in der es keine oder nur unterklassige NLZ gibt, wird auch eine Stützpunktmannschaft keine wahnsinnig hohe Qualität aufweisen.
Und auch die Dichte an gut ausgebildeten Trainern, die für so ein Projekt in Frage kämen ist auch nicht überall so hoch wie in Ballungsgebieten.
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Ich habe den Link verfolgt, daher war mir schon klar, dass die Aussage nicht von Dir ist.

Stimme Dir zu, dass die Jungs im Leistungsbereich vielleicht etwas zu glatt geschliffen werden. Dies passiert aber wohl gerade in dem wohlmeinenden Vorsatz, ihre Persönlichkeit zu formen. Und davon sollte man m.E. sofern es über unmittelbar für die Ausübung des Sports hinausgehnde Skills handelt, weitgehend die Finger lassen. Sonst müssen wir zukünftig noch drauf achten, dass die Jungs nicht rechtspopulistisch denken oder sich so sogar äußern. Sport sollte Sport bleiben. Wir sind nicht die Eltern und sollten so auch nicht tun.
Ich argumentiere immer so: Wir verbringen mit den Jungs mehr Zeit als ihre Lehrer (zumindest jeder einzelne), im Leistungsbereich teilweise sogar mehr als ihre Eltern. In der Pubertät, in der der Einfluss von Peer Groups (im Gegensatz zu den Eltern) sowieso steigt, hat die Fußballmannschaft einen sehr gewichtigen Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung.
Es wäre fahrlässig diesen Einfluss nicht zu lenken und zu nutzen.
Die Vorstellung, die Profis seien alle zu sehr glattgebügelt ist auch irgendwie ein zweischneidiges Schwert. Überall außerhalb vom Sport würde man dazu "gut erzogen" sagen.
Welche gesellschaftliche Funktion hat Sport (außer Gesundheit) außer die positive Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen.
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Meine Aussage bezieht sich logischerweise nicht auf Dorfmannschaften. Bei denen macht es manchmal vielleicht sogar mehr Sinn, einen Entwicklungsschritt nach hinten zu schieben und z.b. eine U14 als 9er Mannschaft zu melden. Aber es gibt ja auch ein Spektrum unterhalb der NLZs. Eine U13 BOL Mannschaft kann durchaus davon profitieren, wenn über (regelmäßige) Testspiele bereits Reize im 11 gegen 11 gesetzt werden.
Dass kleine Spielformen wichtig sind ist klar. Aber dafür trainiere im Idealfall ich 3-4xdie Woche um eben diese Bereiche weiterzuentwickeln. Ich habe nunmal im Training bei einem bspw. 16 Mann Kader nicht die Möglichkeit 11 gegen 11 zu spielen. Warum tue ich das dann nicht im Wettspiel. -
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Im 11 gegen 11 sind die kognitiven Anforderungen an den Spieler höher (->Wahrnehmung, Entscheidung) als in kleineren Formen.
= aus meiner Sicht völlig falsch.
Was spricht also dagegen den nächsten Schritt (und nichts anderes indiziert der Sprung auf 11v11) bereits ein halbes oder ganzes Jahr früher zu machen.
= Dort waren wir schon. Diese Entwicklung würde den dt. Fußball aus meiner Sicht langfristig und nachhaltig schaden.
Zu 1.: mutige Aussage. Erklär mir doch bitte in wiefern genau zwei zusätzliche Spieler (und somit in der Theorie zwei zusätzliche Optionen für den Spieler) einfacher sind. Wenn Großfeld Fußball einfacher wäre als z.B.: Funino oder 9er, dann würden wir doch in der U6 mit 11gegen11 anfangen und uns dann zum Funino hocharbeiten...macht irgendwie keinen Sinn.
Mehr Spieler -> höhere Komplexität
Zu 2.: Immer schön aus dem Zusammenhang zitiert zu werden.? Der o.g. frühere nächste Schritt bezog sich im Einzelfall auf NLZs oder Leistungsmannschaften. Die oft gelobte Münchner Fußball Schule spielt(e) mit ihrer Projektmannschaft in der U13 nur 11 v11.
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Constantin : Warum macht es Sinn, dass Kinder früher 11 gegen 11 spielen? Außer in einer Großgruppe sich zurecht zu finden, finde ich kein Argument.
Bei veränderten (größeren) Spielformen verändern sich die Anforderungen an den Spieler. Im 11 gegen 11 sind die kognitiven Anforderungen an den Spieler höher (->Wahrnehmung, Entscheidung) als in kleineren Formen. Manche Spieler sind davon evtl. überfordert, andere nicht. In einem NLZ sind die individual und kleingruppentaktischen Fähigkeiten aufgrund der hohen Trainingsqualität und der Auffassungsgabe der Spieler recht früh gefestigt. Was spricht also dagegen den nächsten Schritt (und nichts anderes indiziert der Sprung auf 11v11) bereits ein halbes oder ganzes Jahr früher zu machen. Das selbe gilt für dke Ebene unterhalb der NLZs, wobei hier die Entscheidung im Einzelfall variieren kann. Genauso muss ich nicht dogmatisch auf einer Altersklasse -> Schwerpunkt korrelation pochen. Es kann für manche Mannschaften durchaus richtig sein, Schwerpunkte früher oder später bzw. in anderer Häufigkeit zu trainieren als vom DFB oder HW gefordert.
Viele Teilnehmer in diesem Forum sind sehr dogmatisch von ihrer Philosophie oder ihrer Trainingsidee überzeugt.
Aussagen wie
"Wenn die Spielformen besser sind, sind sie es für alle Spieler in dem Alter."sind doch total unpassend. Als Trainer ist es doch meine Aufgabe den einzelnen Spieler zu fördern. Im Zusammenhang mit Begabtenförderung habe ich mal den Satz gelesen: "Nichts ist ungleicher, als die gleiche Behandlung ungleicher Menschen." Durch das Beharren auf einem bestimmten Trainingsideal werde ich den individuellen Unterschieden, die die Arbeit mit Menschen nunmal mit sich bringt, nicht gerecht.
Der heilige Gral des Fußballtrainings existiert leider nicht.
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Das wird in der Tat auch so angestrebt. Leider sind hier wohl die NLZs (oder zumindest Teile davon) das Problem, weil es hier die Entwicklung gibt, wieder früher ins 11:11 zu gehen. Damit bekommt das System dann leider einen Bruch, wenn man sich von zwei Seiten nähert.
Macht doch nur Sinn, Spieler die bereits fußballerisch weiter sind, früher im 11 gg 11spielen zu lassen.
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Fechter : soll ich ein paar Videos mit der "sicheren" Anspielstation (z.B. Torwart - mir fällt da spontan Zieler ein) bei youtube suchen?
Wer gibt mir die Sicherheit, dass bei einem Abspiel/Pass ein Tor entstanden wäre?
Warum coachen die wenigsten Trainer den Stürmer nicht im 1 gegen 1? Z.B. Finte war zu nah/fern zum Gegenspieler, Tempo war zu gering usw. und fordern ihn auf, dass auszuprobieren? -》dann geht er beim 4. Mal vorbei und macht das Tor.
Meine Antwort: sie können es nicht und sie sind ergebnisgesteuert! Ich gehe davon aus, dass bei min. 60% der Spiele das Ergebnis egal ist - die spielen im "Niemandsland" der Tabelle (egal ob Kinder (sowieso zweifelhaft), Jugendliche oder Erwachsene). Spieler weiterentwickeln geht aus meiner Sicht anders.
Ich denke schon, dass der TW grundsätzlich eine sichere Anspielstation ist. So oft verstolpern die den Ball ja auch nicht.
Aber was bringt es mir denn bitte, wenn ich immer nur die "sichere" Anspielstation wähle. Dann kann ich ja nur noch Hin-und Herschieben. Es geht eben auch um Risikoabwägung. Wenn mein Verteidiger vor sich einen freien Raum erkennt, dann soll er den bitte auch (mit einem Dribbling) attackieren.
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Mal ein etwas anderer Ansatz in der Diskussion:
Es gibt einen Unterschied zwischen Spaß und Leidenschaft. Ich kann eine Trainingseinheit planen, bei der die Kinder/Jugendlichen 90 Minuten lang Spaß haben. Aber ist das alles was wir bieten können? Ich höre öfters, speziell im KiFu von Eltern: "Eigentlich hatte er/sie keine Lust, aber am Ende hatte er doch viel Spaß" Klingt doch gut, oder? Aber warum hatte derjenige keine Lust aufs Training? Waren vllt die Konsole oder das Freibad spannender.
Fußball kann deutlich mehr als nur "Spaß" machen. Fußball ist etwas auf das ich mich monatelang freuen kann, wenn die Pause endlich vorbei. Fußball kann einem in schwierigen Zeiten halt geben. Und in manchen Gesellschaftsschichten ist Fußball (bzw. der Traum Profi zu werden) der einzige Hoffnungsschimmer den die Jugendlichen haben.
Aber so ein Feuer kann ich nicht durch reinen Spaßfußball entfachen. Zu einer Leidenschaft gehört immer auch Ehrgeiz dazu (umso mehr, umso leidenschaftlicher).
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Constantin "Ich kann an der Art und Weise wie eine Mannschaft spielt auch die Kompetenz eines Trainers erkennen."
Kannst du mir mal paar Beispiele geben wie man das erkennt?Bewertungsgrundlage wären die altersspezifischen Ziele einer Altersgruppe.
Bei einer U19 könnte man zum Beispiel fragen, wie kompakt die Mannschaft gegen den Ball agiert oder welche mannschaftstaktischen Lösungen die Mannschaft offensiv findet. Bei einer U9/U11 ist das natürlich etwas anspruchsvoller, da die Ausbildungsziele fußballunspezifischer sind (->Stichwort: Bewegungsschulung). Aber auch hier kann ich bestimmte Dinge beobachten: Wie sieht die Koordination der einzelnen Spieler (insbesondere der Schwächeren)? Agieren die Spieler mutig mit dem Ball und finden die eine oder andere kreative Lösung? Wie aktiv beteiligen sich die Spieler am Spielgeschehen?
Es geht im Grunde darum, die Dinge aus der Betrachtung zu entfernen, die mit der Ausbildung wenig zu tun haben. Ein schneller Spieler kann auch bei einem schlechten Trainer noch schnell laufen...
Mal davon ab höre ich mir ganz gerne an, was der Trainer so coacht. Oftmals rufen Trainer einen totalen Schmarrn ins Spielgeschehen. Also Dinge die Objektiv totaler Blödsinn sind. Auch daran lässt sich festmachen, wie viel Substanz die Arbeit des Trainers hat.
Man muss natürlich vorsichtig sein. Vielleicht hat ein Trainer eine Mannschaft gerade erst übernommen oder die Spieler haben nur begrenzte Fähigkeiten. Aber wenn man eine Mannschaft z.B. zwei mal beobachten kann, dann sollten schon Fortschritte sichtbar werden.
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Gut ich könnte sagen ich möchte die Kinder so gut ausbilden wie möglich, 100% statt 90% rausholen, aber wofür? Vermutlich wird weder das Kind noch jemand anderes das wahrnehmen. In den Ergebnissen zeige ich es ja nicht. Reicht da nicht die eigene Erfahrung.
Wir trainieren Breitensport, beschäftigen uns aber zum großen Teil mit den Themen des Leistungsports.
Manchmal passt das in meinem eigenen Kopf noch nicht so richtig zusammen

Ist natürlich auch ein Frage der persönlichen Einstellung zu diesem Thema. Welche Ziele verfolge ich als Trainer?
Es ist aber auch so, dass ich mich mit dieser Herangehensweise nicht identifizieren kann. Ich ärgere mich heute noch über das Training, welches ich im Kleinfeld "genießen". Vielleicht wäre bei mir ja die eine oder andere Liga höher drin gewesen, wenn damals ordentliche Grundlagen gelegt worden wären.
Es ist ja nicht unwahrscheinlich, dass der eine oder andere Spieler eventuell mal Leistungssport betreiben will.
Der Unterschied ist halt leider nicht Pareto-Prinzip mäßig 90% und 100%. Ich sehe es insbesondere in höheren (Junioren-)Spielklassen, wie schwer sich Spieler tun, bei denen individualtaktische/technische Grundlagen nicht sitzen oder die Entscheidungsfinsung schwächen aufweist. Und insbesondere bei letztem ist die (mit)prägende Phase der KiFu.Selbstverständlich kann ich die fußballerische Entwicklung von Spielern bewerten. Das mache ich nicht an Ergebnissen fest (wäre ja ziemlich weltfremd). Aber ich kann ja beobachten, welche Fähigkeiten ein Spieler in einem Zeitraum hinzugewinnt bzw. verbessert. Ich kann an der Art und Weise wie eine Mannschaft spielt auch die Kompetenz eines Trainers erkennen. Der Spieler gewinnt viele Zweikämpfe weil er sich taktisch klug verhält und intelligent verteidigt oder einfach nur aufgrund seiner überlegenen Athletik?
EnterTrainer hat glaube ich mal den Aspekt der Wertevermittlung angeführt: Teamgeist, Spaß an der Bewegung, Zusammenhalt.Ich beobachte, dass insbesondere ambitionierteres Sporttreiben andere wichtige Werte vermittelt: Neugier ("ich möchte was lernen"), Ehrgeiz, Selbstständigkeit, Zuverlässigkeit und, dass man für seinen eigenen Erfolg verantwortlich ist. Von den Jugendlichen mit denen ich in höheren Spielklassen zusammengearbeitet habe, hatte kaum einer handfeste Probleme in der Schule. Klar, manchem fällt es leichter als Anderen. Aber selten war ein Spieler tatsächlich versetzungsgefährdet bzw. hatte Probleme sich fürs Lernen zu motivieren.
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Um hier mal ein wenig Ehrenrettung zu betreiben...Hier wird gefordert, dass Funino in der E als Regelspielbetrieb eingeführt wird:
Thomas Staak (u.a. auch beim DFB als Autor aktiv) schreibt auf spond.com: "FUNino ist die neue Spielform für den Spielbetrieb des Kinderfußballs. Der DFB und die Landesverbände wollen sie in den nächsten Jahren bundesweit in den Altersklassen Bambini bis E-Junioren (U6 bis U11) einführen."
Mal schauen wie sich das die Landesverbände vorstellen. Aus meiner Sicht wird es höchstens ein zusätzliches Angebot und kein Ersatz für die heutigen Spielformen. Wie seht ihr das?
Ob das mit Wein vereinbar ist oder nicht, sei mal dahin gestellt.
Off Topic: HW ist ja nicht der heilige Gral der Spielbetriebsorganisation. Die Vorschläge für D und C werden ja insbesondere durch NLZs konterkariert, wenn U13 Mannschaften bereits 11gg11 als Regelspielbetrieb haben.
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Also ich find das schönste Geschenk ist tatsächlich eine Collage mit Bildern der Hinrunde/Saison. Ich hab vor zwei Jahren mal so eine bekommen und die steht bei mir immernoch auf dem Schrank.
