Beiträge von Constantin

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    Mir ist gerade nicht ganz klar, was es dem abgebenden Verein bringt, wenn er vor der Kontaktaufnahme informiert wird.


    In einem Alter in dem ein Spieler ohne ausführliche Beratung seines abgebenden Vereins keine differenzierte Entscheidung treffen kann, verbietet sich ein persönliches Abwerben doch sowieso. Und wenn dann ein U13 Spieler sich entscheidet zu einem interessierten Verein zu wechseln, kann er diese Entscheidung auch selber treffen.


    Selbstverständlich informiert der Spieler/seine Eltern seinen Trainer über Wechselabsichten oder ein Probetraining, aber das liegt dann in der Verantwortung des Spielers.

    Ich finde Hallenturniere geil.

    Beim 4 gegen 4 muss jeder Spieler hochkonzentriert sein, damit die Mannschaft eine Chance hat. Es kommen extrem viele Torabschlüsse zusammen (->Ausbildung von Stürmern), weswegen ich auch kein großer Fan von Futsal-Toren bin.

    Der Abstand zwischen Leistung und Ergebnis ist extrem gering. Die Spieler nehmen sehr direkt wahr, dass sie wenn sie gut spielen auch gute Ergebnisse erzielen. Eine extrem wichtige Vorraussetzung zur Entwicklung einer "Gewinnermentalität".

    Gleichzeitig ist es aber auch notwenfig kurzfristig mit Misserfolgen umzugehen. Immerhin dauert es nur ein paar Minuten bis zum nächsten Spiel.

    Als Trainer kann ich mir sehr gut Schwerpunkte erarbeiten. Nach einem groben Umriss vor dem ersten Spiel, gehe ich nach jeder Partie weiter ins Detail. Diese Möglichkeit habe ich auf dem Feld nur in eingeschränkter Weise.


    Ich kann mir als Trainer ja auch aussuchen auf welche und wie viele Turniere ich gehen möchte. Turniere mit 12 oder 14 Mannschaften sollten die Ausnahme sein. Wennnich dann einigermaßen vernünftig arbeite, dann sind Hallenturniere bis zu einem gewissen Alter (U14/U15?) als Überbrückung ideal.

    Fechter


    Erstmal: Mein Beitrag gestern ist etwas pampiger geraten als er sein sollte.


    Das Thema Kimmich ist zum Beispiel eins, welches mich nervt. Ich kann auch bei einer hohen Positionierung Kimmichs oder irgendeinem Anderen Spieler noch Konter verteidigen. Ich muss halt das (vorgesehene) Fehlen durch einen anderen Spieler kompensieren. Da hat sich das Kollektiv wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert (-> z.B. beide AV und beide Sechser zu hoch). Auch die Innenverteidiger waren oft unaufmerksam oder zu spät (z.B. Hummels beim 1:0 von Mexiko).


    Wenn ich mich recht erinnere aar Tuchels Aussage bzgl. Coaches Game und Players Game aus eben jenem Rulebreaker-Vortrag.

    Wo du mMn Recht hast ist, dass Gegneranalyse im Profifußball einen sehr hohen Einfluss auf das Ergebnis hat. Aber es kann kein entweder oder sein. Es kann nur funktionieren wenn System und Mentalität da sind.


    Wir fangen in Deutschland zu schnell mit einer Systemdebatte an (->ich habe dir in dem Punkt etwas unrecht getan. Ich hatte den Eindruck du kritisierst den Ballbesitzfußball als solchen und nicht die spezifische Ausführung) Warum sollte eine Art zu spielen, die 2014 den Titel bedeutet hat und auch sonst von vielen Teams erfolgreich praktiziert wird auf einmal nichtig sein?


    Meine ganz(!) persönliche Meinung:

    Hinterher ist man immer schlauer. Wir können bestimmte Entscheidungen von Löw kritisieren. Das heißt aber nicht, dass es anders besser gelaufen wäre. Löw wird durch das WM-Debakel nicht auf einmal ein schlechterer Trainer. Er wird seine Schlüsse daraus ziehen müssen.

    Einfach nur einen neuen Nationaltrainer zu installieren und dann Hoffnung zu schieben, ist mE keine besonders erfolgsversprechende Strategie. Immerhin hat Löw über acht Jahre hinweg bewiesen, dass er mit einer Nationalmannschaft stabil auf Topniveau performen und gleichzeitig eine "deutsche" Spielphilosophie verwirklichen kann.

    Diese Au In der WM musste Jogi unbedingt seinen alten Stiefel spielen lassen, der nun mal zum Teil von den Gegnern entschlüsselt war und ist und eben auch sehr vorhersehbar war.

    Dann erklär mir bitte mal, wie man "Ballbesitzfußball" entschlüsselt...


    Die Vorstellung, dass man ein System, insbesondere eines wie Ballbesitzfußball (welches extrem weit gefasst und facettenreich ist) irgendwie entschlüsseln könnte, ist doch illusorisch. Löw hat eine Mannschaft, deren Qualitäten darin liegen aus eigener Initiative Torchancen zu kreiren (->Kroos, Gündogan, Boateng, Hummels, Rudy, Süle). Das sind alles keine Brecher (zumindest die 6er) die die Bälle erobern und dann einen Konter einleiten. Also welchen Sinn macht es für Löw, bei einem Kader der beim besten Willen nicht für ein Abwehrpressing geeignet ist, auf Konter zu spielen?


    Fußball auf diesem Niveau ist "kein Coaches-Game" (Zitat Thomas Tuchel), der Trainer ist immer abhängig von seinen Spielern. Bei der WM war Mexiko nicht taktisch besser als Deutschland, sie sind einfach nur eine höhere Intensität gegangen. Das macht auf dem Niveau einfach den Unterschied. So viel besser als die Anderen war Deutschland nicht, dass es im Spaziergang geht.


    Um zu meiner ursprünglichen Aussage zurück zu kommen. Es gibt keine konkrete Lösung gegen Deutschlands Art zu spielen. Ich kann mich als Gegner zwar auf bestimmte Lösungen oder Spielzüge vorbereiten und versuchen Gegenmaßnahmen zu finden. Aber dann muss ich halt neue Wege zum gegnerischen Tor finden. Im Idealfall setze ich meine Spielidee so gut um, dass gegen mich eh kein Kraut gewachsen ist (siehe z.B. ManCity oder Real Madrid unter Zidane). Aber dafür brauche ich halt wieder die entsprechenden Spieler.

    Kondition teilt sich in Schnelligkeit, Kraft, Ausdauer und die entsprechenden Mischformen Schnellkraft, Kraftausdauer und Schnelligkeitsausdauer. Desweiteren nehme ich noch die Koordination dazu, da sie einen Grenzbereich darstellt.

    Entscheiden bei der Trainingsgestaltung ist immer der entsprechende gewünschte Ermüdungszustand. Bei Schnelligkeit (->Sprints mit ausreichender Pause!) muss der Spieler gut aufgewärmt, aber erholt sein. Wenn er nicht entsprechend erholt ist, lande ich im Bereich der Schnelligkeitsausdauer. Schnelligkeit sollte demnach direkt nach dem Aufwärmen trainiert werden.

    Bei Koordination das selbe, hier ist eine ausreichende Konzentrationsfähigkeit der Spieler Vorraussetzung.

    Kraft kann im Grunde relativ frei im Training platziert werden, da die Ermüdung dadurch nicht so dramatisch ist. Im Fußball wird eh in erster Linie Kraftausdauer trainiert, daher kann ein solcher Schwerpunkt durchaus auch am Ende trainiert werden.

    Ich vertrete die Philosophie, dass Ausdauer und Schnelligkeitsausdauer immer einen Platz am Ende des Trainingd haben sollten. Ich erwarte von meinen Spielern, dass in jeder Übung/Spielform zu 100% fokussiert sind. Es würde sich widersprechen wenn ich erst alle Reservem leer mache und dann vollen Einsatz fordere.

    Bei Ausauertraining geht es immer auch um eine passende Trainingssteuerung. Unter dem Gesichtspunkt kann es besonders zu Beginn der Vorbereitung Einheiten geben, die ganz im Zeichen des Ausdauertrainings stehen. Hier könnte man eine Konditionsübung (z.B. Parcour, Dauerlauf oder intensive Passform) machen und danach dann in eine Spielform gehen. Da muss mir allerdings klar sein, dass es schwierig wird in dieser Einheit noch komplexe taktische Abläufe zu erarbeiten.

    Für mich sind weder Querpässe zwischen den Innenverteidigern, noch Rückpässe zum Torwart "Risikopässe". Im Gegenteil sind das doch eher (je nach Spielsituation und Pressingverhalten der gegnerischen Mannschaft) Angsthasenbälle.


    Das 1 gegen 1 eines IV wiederum ist dann nicht mehr mutig, sondern einfach nur Quatsch. Das macht weder der FC Bayern noch Holstein Kiel. Bringt wenig und klappt meistens nicht.

    Hatten wir so ähnlich vor ein paar Wochen schonmal, diesmal aber unter umgekehrten Vorzeichen:


    Ich bin aktuell an den Vorüberlegungen für die nächste Saison, in der ich evtl. eine eigene Mannschaft (vrstl. D-Jugend) übernehmen werde. Da bei uns die Jugendarbeit im Kleinfeld nicht gerade ihres gleichen sucht, werde ich wahrscheinlich auf die Akquise neuer Spieler angewiesen sein werde. Wie das Probetraining am Ende aussehen soll, da habe ich bereits recht genaue Vorstellungen. Bei uns gibt es Jahrgangsligen, wodurch die Mannschaft keine echte Spielklasse haben (es läuft so ein bisschen wie die Qualirunde, bei der dann in der Vorrunde die Kreisligen ausgespielt werden) wird.


    Vom Verein her haben wir durchaus etwas zu bieten:

    -Bezirks-/Verbandsliga ab U15

    -lizensierter Trainer mit Erfahrung im höherklassigen Juniorenbereich (BOL)

    -3 mal wöchentlich Training (auch im Winter durch ausreichend viele Kunstrasen


    Dementsprechend würde ich gerne Aufmerksamkeit für ein zu planendes Probetraining erzeugen, um das Interesse möglichst vieler Spieler zu erzeugen.


    Hat jemand diesbezüglich Erfahrung? Welche Wege gibt es Werbung zu machen (Zettel aufhängen ist ja rechtlich ein bisschen schwierig)? Welche Aspekte sind Kindern/Eltern in dieser Altersklasse wichtig? Worauf sonst sollte man bei der Planung eines solchen Ereignisses in organisatorischer Hinsicht beachten.


    Um einer Grundsatzdiskussion vorzubeugen: Logisch, es wäre besser die Spieler selber auszubilden, bloß leider kann ich Versäumnisse diesbezüglich rückwirkend nicht mehr ausgleichen. Mal davon ab kann ich da eh nichts für.

    Trainer E Hast du natürlich Recht. Es ist was anderes ob man gegen den FC Bayern oder einen Zweitligisten spielt. Es macht natürlich auch einen Unterschied ob man gegen einen starken oder schwachen Jahrgang spielt. Der ein Jahr jüngere Jahrgang (vlm selben NLZ) hat uns vor ein paar Monaten in der Halle ziemlich überrollt.


    Aber faktisch ist es so, dass der Abstand zwischen den (kleineren) NLZs und dem was zwischen Breitensport und Leistungsfußball steht (Übergangsvereine?) erst in der U15 wirklich groß wird.
    Zumindest wenn der Verein einen guten Jahrgang hat und dieser entsprechend gut ausgebildet ist.

    Außerdem kommt im 9er Feld dazu, dass es hier mit am schwersten ist, Überlegenheit auf dem Feld in Torgefahr umzumünzen. Eine Mannschaft die hier diszipliniert verteidigt steht schnell mal mit der kompletten Mannschaft auf der Torlinie.

    normale vereine halten gut mit nlz mit? Das wage ich mal stark zu bezweifeln. Schon im u11 Bereich gibt es kaum einen -normalen- verein der mt einem guten nlz mithalten kann. Definitiv nicht!!! Auch keinen der alles sonst dominiert!!!

    Mit der Mannschaft die ich ich aktuell trainiere (bzw. Teilen von ihr) haben wir in der U13 ein gleichaltriges NLZ geschlagen.

    Über die Frage der Sinnhaftigkeit eines solchen "Projekts" zu reden, könnte zusätzlich hier sicher noch Seiten füllen.

    Überhaupt nicht. Wenn alle beteiligten Spaß daran haben und eine tolle Zeit verbringen, dann gibt es da aber keinen Millimeter über die Sinnhaftigkeit zu diskutieren.


    Es ist ja nicht so, dass sowas etwas einmaliges wäre. Ich kenne mehrere Mannschaften in unserem Kreis, die von Ex-Profis (bzw. ähnlichem Background wie Herr Scholl) trainiert werden, und die auch einen hohen Aufwand (Reisen nach Japan mal ausgenommen) betreiben, wie oben genannte Mannschaft.
    Der Besonderheit dieser Mannschaft ist, wie Herr Scholl selber sagt, dass hier zufällig besonders viele gute Kicker zusammen kommen.

    Also bei uns kann man in der U10 schon auf-und absteigen.

    Ich habe übrigens gleich mehrere Kandidaten im Team, wo ich sofort die Eltern auf der Matte oder abends am Telefonhörer habe, wenn auch nur der Anschein enstanden ist, das Kind hätte zu wenig Spielzeit bekommen.

    Ok, das ist ziemlich be...


    Ein Versuch wäre es Spielzeiten zu dokumentieren. Das kannst du mit den meisten Trainingstools (Wir benutzen easy2coach) relativ einfach machen. Dann kannst du dir relativ gute Argumente bzgl. gleicher Spielzeit holen. Je nach Philosophie kannst du das dann auch mit der Trainingsbeteiligung in Zusammenhang bringen. (Wie gesagt, kompensieren solltest du geringere Spielzeiten in jedem Fall)


    Leichter tust du dich natürlich, wenn du deine Vorgehensweise im Rahmen eines Elternabends kommunizierst.


    Wenn deine Eltern da so schnell dabei sind zu Versuchen auf dich Einfluss zu nehmen. Gab es da evtl. in der Vergangheit Dinge in der Kommunikation oder deinem Verhalten, die solch eine Vorgehensweise befeuern könnten. Ich würde versuchen da entgegen zu wirken.

    Ich sehe überhaupg keinen Grund vor der U14 (und das auch nur im ambitionierteren Breitensport) davon abzurücken, alle Spieler in ähnlichem Maße spielen zu lassen. In Bayern gibt es ab der U12 Auf- und Abstiege, dementsprechend würde es für mich legitimieren sich bei der Aufstellung mal den ein oder anderen Gedanken über die Leistungsfähigkeit zu machen. Aber sowas muss dann durch Spielzeit in Testspielen kompensiert werden.


    Du hast gegenüber deinen Spielern eine gewisse Verantwortung. Wenn ich nach dem Leistungsgedanken aufstellst dann muss das von Anfang an kommuniziert. Wer da dann was dagegen hat, der kann dann entsprechende Konsequenzen ziehen.


    Mal davon ab: Keiner dreht dir einen Strick draus, wenn du zum Kreispokalfinale oder welchem wichtigen Spiel/Turnier auch immer, mal die stärkeren Spieler mitnimmst und die schwächeren zu Hause lässt (wobei das bei einem 10 Mann Kader schon grenzwertig werden kann). Solange du alle Spieler fair behandelst wirst du da keinen Stress mit bekommen.

    HansMcMans


    Ich finde das kommt schon ziemlich herablassend gegenüber diesen Mannschaften rüber. Auch wenn ich Trainer einer höherklassigen U15 Mannschaft, ich sehe nicht, warum die sportliche Betätigung einer 3.Mannschaft weniger wertvoll sein soll, als das was ich mache. Die Stadt (davon gehe ich zumindest aus) stellt euch einen Platz zur Verfügung, den ihr ausschließlich Fußball nutzen könnt. Die Handballer wiederum sind auf ihre Hallenzeiten angewiesen, da sie einen reinen Hallensport betreiben.


    Einzig objektive Kriterien wären für mich ein Grund hier Hallenzeiten zu entziehen. Bspw. wenn im Training nur 3 Spieler sind und trotzdem die komplette Halle benutzt wird. Oder wenn tatsächlich (daran hab ich aber meine Zweifel) nur gesoffen wird im Training.


    Mal davon ab: Wenn die Qualität des Trainings ausschlagebend ist, wer die Zeiten bekommt, dann hätten bei mir in der Umgebung einige Vereine gar keine Hallenzeiten mehr.

    Schau doch mal, ob bei dir in der Nähe eine Fußballschule oder ein Profiverein zusätzliche Angebote für die Altersklasse deines Sohnes haben. Da könnte evtl. ein zusätzliches Training einmal pro Woche zu organisieren


    Diese Angebote sind zwar preislich etwas über dem Vereinssport, dafür kannst du davon ausgehen, dass die Trainer da auch wissen was sie tun und entsprechend ausgebildet/lizensiert sind.


    Goodie hat mit dem was sie schreibt absolut Recht. Die meisten Punkte die du anführst sind eigentlich in dem Alter absolut in Ordnung. Aber das ist wie immer schwer von außen zu bewerten, weil wir nicht die konkrete Arbeitsweise der Trainer kennen.

    Vielen Dank! Das ist ein sehr interessanter Aspekt.? Ich meinte aber nicht , dass die Kinder auf verschiedenen Positionen durch rotieren, sondern dass z.b mein Sohn immer Stürmer ist,aber auch im gleichen Spiel direkt vor seinem Tor abwehrt. so hat er halt extrem viel Laufwege und ist dann entspechend am Ende.

    Also in meiner Idealvorstellung macht das ein guter Stürmer auch so...


    Ich glaube, dass hier der einzige echte Knackpunkt die Häufigkeit der Trainingseinheiten ist. Ich habe in einem ähnlichen Kontext mal geschrieben, dass die Vereine für das was sie bieten selber verantwortlich sind. Und ich denke, dass das hier ähnlich gelagert ist. Wenn der Verein partout nur einmal wöchentlich trainieren und dein Sohn den Wunsch nach mehr von sich aus(!) äußert, dann ist das mMn ein guter Grund sich zumindest mit einem Wechsel zu beschäftigen.

    Dieses Argument von wegen "im Spiel werden nunmal keine verschiedenfarbige Hütchen hochgehalten" erinnert mich stark an sowas wie "im normalen Spiel gibt es keine Slalomstangen." Ich finde, das Spiel ist der beste Lehrer, aber das sollte nicht heißen, dass man Basisübungen zum Erlernen von Grundtechniken oder Grundorientierungen nicht auch mit spielfremden Materialen machen kann. Aber da trainiert wohl jeder anders.

    Absolut richtig. Auch ich arbeite nicht ausschließlich in Spielformen. Es geht hier wohl eher darum welchen methodischen Weg ich für dieses Trainingsziel wählen möchte. Es führen wie immer viele Wege nach Rom. Mit meinem - zugegeben recht plakativen Einwand - wollte ich nur darauf aufmerksam machen, dass Orientierung in seiner Idealform aus mehr besteht als nur einem Schulterblick.

    leviedelstein


    Ich würde versuchen den visuellen Reiz fußballspezifischer zu gestalten. Im Spiel werden nunmal keine verschiedenfarbigen Hütchen hochgehalten. Diese Übung ist eventuell als Koordinationsübung im Aufwärmen sinnvoll, um die Spieler für den Schwerpunkt zu sensibilisieren. Eine Automatisierung des Umblickverhaltens ist dabei allerdings nicht zu erwarten, da das Verhalten zu weit weg vom eigentlichen Spiel ist.


    Ich habe den Eindruck, dass die Vororientierung oftmals zu eindimesnsional betrachtet wird und ist zu sehr auf den Moment kurz vor der Ballannahme gerichtet. Dieser sehr kurze Zeitpunkt ist eigentlich ziemlich ungeeignet um das Spielgeschehen in seiner Gesamtheit wahrzunehmen. Hier können höchtens noch Kleinigkeiten (wie z.B. ein herausrückender Verteidiger/Stürmer) wahrgenommen werden. Wichtiger ist es, dass der Spieler, auch wenn der Ball weit entfernt ist, das Spielfeld mit einer hohen Frequenz scannt. So kann entwickelt er ein "Gefühl" für die in diesem Moment zur Verfügung stehenden Zeit und Raum.


    Herr Kegel zeigt in seiner ersten Übung

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    ein sehr gelungenes Beispiel, wie Orientierung in einen taktischen Schwerpunkt (hier: Gegenpressing) sinnvoll eingebettet werden kann.

    Ich würde mit den Eltern ganz deutlich kommunizieren, dass es ein "schonen" vorm Spiel nicht gibt. Eine Verletzung/Krankheit die zu einer kompletten Pause vom Training zwingt verschwindet nicht über Nacht.

    Natürlich kann es sein, dass ein Spieler leichte, akute Beschwerden hat und die Hoffnung besteht, dass er bis zum Spiel wieder komplett fit ist. Dann muss der Spieler aber trotzdem zum Training kommen, trainiert aber während intensiverer Übungen individuell. Das kann zum Beispiel heißen, dass der Spieler statt dem Abschlussspiel alleine ausläuft oder z.B. einen Technikparcours absolviert.


    Ich würde den Kader immer Freitags nach dem Training bekannt geben. Falls du das nicht möchtest bzw. die Eltern argumentieren, dass sie das Wochenende rechtzeitig planen wollen kannst du auch so vorgehen: Sollte ein Spieler das Freitagstraining verpassen nominierst du statt dessen einen anderen Spieler nach, da du keinen verletzten/kranken Spieler einsetzen willst. Das wird auch deutlich so kommuniziert.

    Also falls mir jemand diesbezüglich Fachliteratur empfehlen kann, wäre ich natürlich sehr dankbar. let1612, der Artikel geht so in etwa in die Richtung, an die ich denke, auch wenn ich den Text bis jetzt nur überflogen habe.


    leviedelstein

    Ich arbeite mit einer U15 in der BOL (aber für mich ist auch U12-U14 interessant, da ich im nächsten Jahr vrstl. eine neue Mannschaft übernehme). Wir trainieren 3 mal die Woche. Vorgesehen ist im Moment nur ein Block am Anfang der Woche (à 20min) Ich kann mir aber natürlich vorstellen, abhängig von meinen Erkenntnissen den Umfang nächste Saison, dann als Cheftrainer, anzupassen.

    Bei mir spielen bei Turnieren grundsätzlich alle Spieler gleich. Das Ziel hier ist die Ausbildung der Jugendspieler. Wenn ich im Jugend-Leistungsbereich bin und Spieler habe die aushelfen, dann bekommen diese auf jeden Fall ausreichend Spielzeit, kommen allerdings von der Bank. Einzige Ausnahme wäre, wenn ich mehr Spieler zum Spiel mitnehmen will, als ich einwechseln kann. Dann muss ich eh situativ entscheiden.


    In deinem konkreten Fall würde ich sagen, dass der Trainer nicht besonders clever ist. Er beschränkt die Spielzeit der eigenen Spieler, was sich natürlich auf die fussballerische Entwicklung der Spieler auswirkt (->weniger Spielzeit). Aber wenn ich die Argumentation des Trainers lese, dann ist da wohl ein tieferliegendes Problem. Wobei hier nicht ganz klar ist, wie viel Spielzeit "weniger" ist. Ob ein Spieler in der Halle anfängt oder eingewechselt wird, spielt allerdings in keinem Fall eine Rolle, solange die Spielzeit angemessen ist.

    Die Frage, die ich stellen möchte ist - zugegebenermaßen - äußerst spezifisch. Allerdings habe ich eine gewisse Hoffnung, dass sich jemand findet (Sportstudent?) der sich damit auskennt.


    Es gibt ja relativ bekannte Konzepte wie ich mein Training in Bezug auf fußballspezifische Aspekte periodisieren kann. Nicht nur gibt es genug Lesestoff zu diesem Thema, im Grunde reicht oft der gesunde Menschenverstand um seinem Training einen roten Faden zu verleihen. Selbiges gilt für athletische Aspekte.


    Demgegenüber steht das Koordinationstraining. Mir sind durchaus etliche einzelne Übungen bekannt mit denen ich unterschiedliche Schwerpunkte umsetzen kann. Aber welche Schwerpunkte sind evtl. wichtiger (Altersstufe?) als andere? Wie viel Zeit sollte ich (am Stück) sinnigerweise für Koordination aufwenden? Wie kann ich koordinative Fähigkeiten langfristig methodisch entwickeln?


    Kennt sich dazu eventuell jemand hier im Forum aus bzw. kann Literatur dazu empfehlen?