Beiträge von Libra

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    Wenn sie denkt, die Mannschaft wäre zu schlecht, warum wechselt sie dann nicht? Ich würde sie wahrscheinlich mal auf die Bank setzen, um zu zeigen, dass auch sie sich bewegen und für die Mannschaft arbeiten muss.

    Hallo Spieler-Papa,


    mein erster Gedanke nach deiner Geschichte am Ende, war, dass der Spieler wahrscheinlich der Sohn vom Trainer ist.


    Für mich persönlich ist es wichtig, was andere über meine "Arbeit" denken. Das habe ich besonders dann gespürt, wenn man mal von einem starken Gegner auf den Sack bekommen hat, und dieser einen Trainer hatte, der die Kinder sehr hart geführt und Anweisungen ohne Ende gegeben hat. Da denken die Eltern dann schnell, man müsse es auch so machen, um den selben Erfolg zu haben. Vielleicht hätte man den sogar in manchen Spielen, aber die langfristige Entwicklung muss da im Vordergrund stehen.

    Eltern sehen meiner Meinung nach leider nicht auf die langfristige Entwicklung, sondern wollen Erfolge sehen. Nicht in Form von Weiterentwicklung, sondern von Siegen! Das ärgert mich persönlich oft sehr, weil die Gedanken und die Arbeit, die man sich macht, so keine richtige Wertschätzung erfährt.


    Gruß!

    Bei uns kommt es auf die Liga an. Wir haben in unserem Kreis die 1.-3. Kreisklasse und eine Kreisliga, in der die stärksten Mannschaften spielen. Wir haben dieses Jahr in der Kreisliga gespielt und werden es auch nächstes Jahr wieder. In der Kreisliga ist nicht ein einziger Trainer, der so denkt wie der Großteil in diesem Forum. Es geht um die Kreismeisterschaft im Liga Modus und einen Kreispokal im K.O. Modus. Mir gefällt das zwar nicht, doch muss ich dieses Spiel mitspielen. Ein Verzicht auf die Liga und somit eine Einstufung in eine Kreisklasse, wäre bei einigen Eltern und auch beim Trainer Kollegen absolut unvorstellbar.


    In der jetzigen Staffel Runde sind einige Mannschaften mit Trainern, die es locker nehmen. Aber das sind immer ausschließlich die Mannschaften, welche nicht so stark sind. Den Trainern bleibt also nichts anderes übrig, als es nicht so ernst zu nehmen. Ich weiß natürlich nicht wie es ist, wenn sie nun nach dem Winter in ihrer Klasse gegen gleich starkte Mannschaften spielen.

    Hallo, ich möchte aus aktuellem Anlass nochmal diesen Thread ausgraben.


    Im Sommer gab es in beiden Mannschaften einige Veränderungen. Aus der 1. Mannschaft gingen 4 Spieler nicht mit in die U9, sondern blieben ihrer Altersklasse entsprechend in der neuen U8. Dies gab teilweise harte Diskussionen mit den entsprechenden Eltern! Die hätten ihre Kinder lieber weiter eine Altersklasse höher gesehen. Allerdings ist dort mittlerweile doch Einsicht eingekehrt, nachdem man sieht, wie diese Spieler in ihrer Altersklasse aufblühen und aufspielen.
    Aus der 2. Mannschaft wurden zwei Spieler hoch gezogen in die 1. Mannschaft, worüber einige Eltern der 2. Mannschaft nicht erfreut waren. Es gab Diskussionen, weil die 2. Mannschaft damit geschwächt wurde.
    Es gibt weiterhin ein gemeinsames Training in der Woche, welches von den Spielern der 2. Mannschaft schlecht besucht wurde. Hinter vorgehaltener Hand hörte man, dass die Eltern der 2. Mannschaft Angst davor hätten, noch weitere Spieler an die 1. Mannschaft abgeben zu müssen. Die Trainer der 2. Mannschaft sehen dies ähnlich, wie man in einem Gespräch raushören konnte. Nachdem wir besprochen haben, dass es zur neuen Saison erstmal keine weiteren Wechsel geben soll, ging die Trainingsbeteiligung hoch.


    Ich finde die ganze Situation sehr schwierig. Ich würde mir eine Einheit aus zwei Mannschaften wünschen. Stattdessen haben wir zwei Gruppen von Eltern, die nicht richtig zusammenfinden wollen.
    Ein Beispiel :
    Eine Mutter aus der 2. Mannschaft möchte ihren Sohn gerne in der 1. Mannschaft sehen. Sie liegt mir und meinem Trainer Kollegen regelmäßig in den Ohren. Mein Kollege schlug ihr dann vor doch mal zum Training der 1. Mannschaft zu kommen. Das tat Sie dann auch. Als ich zum Ende des Trainings ein Spielchen machen ließ, kam Sie zu mir und fragte, wie er sich denn machen würde. Außerdem wollte Sie wissen, warum er denn nicht bei uns spielen könne usw. Dieses Gespräch fand auf dem Spielfeld und etwas abseits vom Trainingsspiel statt. Eine Mutter eines Spielers aus der 1. Mannschaft rief auf einmal rüber, dass die Kinder ja gerade ganz allein und ohne Trainer spielen würden. Das ganze aber in einem sehr speziellen Tonfall. Ich versicherte ihr daraufhin, dass ich alles gut im Blick hätte.
    Was ich mit dieser Geschichte sagen will, ist, dass einige Mütter der 1. Mannschaft, die Mütter aus der 2. Mannschaft spüren lassen, dass sie nicht erwünscht sind. Die Mama, die ihren Sohn gerne in der 1. Mannschaft sehen würde, kam deshalb nach dem Training nochmal zu mir und meinte, dass ich den anderen Eltern sagen könnte, sie würde zu unserem Training nun nicht regelmäßig kommen. Sie spürte also ganz genau, dass sie nicht erwünscht war.
    Ich finde dieses Verhalten untereinander nicht in Ordnung. Ich mag mir gar nicht vorstellen wie es sein würde, wenn von der 1. Mannschaft mal ein Spieler in die 2. Mannschaft wechseln soll. Das würde ein riesen Theater geben.


    Wenn ich das bei anderen Mannschaften unseres Vereins beobachte, die auch zwei Mannschaften in einer Altersklasse stellen, sehe ich solches Verhalten nicht. Dort existieren auch zwei Mannschaften miteinander mit regelmäßigen Wechseln von der einen zur anderen. Bei uns ist das momentan schwer vorstellbar.

    Wir haben nun seit einiger Zeit die "DeinTeam" App. Dort ist ein Elternteil mit dem Namen des Kindes angemeldet. Ich trage dort die Trainingstermine und auch Spiele ein. Man kann sich dann an-und abmelden. Die App speichert die Teilnahmen und man hat immer einen guten Überblick. Die Trainingsbeteiligung ist bei uns sehr gut. Wir sind meistens vollzählig. Unsere Mannschaft besteht allerdings nur aus 9 Spielern.

    Ich verstehe auch überhaupt nicht wo das Problem liegt mit Jungjahrgang und Altjahrgang eine Mannschaft zu bilden die im Folgejahr eben wieder geteilt wird und im Jahr danach wieder zusammen ... Etc. Aber ich lese in vielen Threads, dass man das auf biegen und brechen verhindern will. Wenn die Spieler dazu nicht da sind dann geht das halt eben nicht. Punkt. In deinem Fall schreibst du auch oft von deinen Ängsten, dass Kinder wegrennen und aufhören. Dann umso mehr: schluss mit reinen Jahrgangs Teams und alle schlafen besser.

    Wir haben in der U8 auch eine Weile mit einem gemischten Jahrgang gespielt. Nach der Saison kamen nicht viele aus der U7 nach und einige jüngere mussten "zurück" in ihre Altersklasse. Bei uns hat es sich dann so dargestellt, dass es teilweise Heulerei gab. Von den Kindern und auch den Eltern. Ich persönlich werde es in Zukunft eher vermeiden die Altersklassen wieder zu vermischen.

    Ich denke in einem kleinen Verein ist eine Bezahlung, wie sie hier teilweise beschrieben wird, schwierig. Bei uns liegt der monatliche Beitrag bei 5,50 Euro. Wenn ich nun eine Mannschaft mit z. B. 15 Kindern betreue, kommt von diesen 82,50 Euro im Monat rein. Wieviel soll ein Trainer inklusive Co da bekommen? Die erwähnten 200 Euro im Monat sind da unrealistisch.


    Wir bekommen eine Pauschale für die Kilometer zu Auswärtsspielen und etwas Telefongeld. Da kommen im Jahr geschätzt ca. 100 Euro zusammen.


    Ich mache diesen "Job" nun schon seit einigen Jahren. Es macht mir Spaß, aber manchmal mache ich mir schon Gedanken darüber, wieviele Stunden in der Woche ich eigentlich investiere. Wenn ich diese Stunden nach Feierabend nicht ehrenamtlich auf dem Sportplatz verbringen, sonder auf der Arbeit dranhängen würde, hätte ich auch einiges mehr an Geld. Ich würde mich also nicht dagegen wehren, etwas Geld vom Verein anzunehmen. Bei zwei Mal Training in der Woche (je 1,5 Std.) und am Wochenende Spielbetrieb (Zeitaufwand ca. 2 Std.), müsste ein kleiner Betrag eigentlich drin sein. Das sind 20 Std. reine Trainings - und Spielzeit im Monat. Das ganze drumherum (Trainingsvorbereitung, Elterngespräche...) nicht mitgerechnet. Man fragt sich manchmal, ob man seine Leistung einfach so verschenken sollte. Vor allem wenn man hört, dass woanders und auch teilweise im eigenen Verein Aufwandsentschädigung gezahlt wird.

    Letztes Wochenende habe ich etwas gehört, was ich vorher noch nie gehört habe. Es ging um ein Auswärtsspiel, bei dem plötzlich drei Spieler nicht auftauchten.
    Der eine hat kurzfristig Grippe bekommen, der andere wurde einen Tag zuvor operiert. Grippe - Ok, Operation - weiß man rechtzeitig (wenn keine Not OP).
    Der letzte Spieler fehlte aber aus einem ganz besonderen Grund. Aussage der Mutter : "Auswärtsspiel in...? So weit fahren wir nicht!"
    Es handelte sich um ca. 20km Entfernung.

    Heute hatten wir unser erstes Punktspiel und ich musste an diesen Thread denken.
    Anscheinend soll es ab dieser Saison so sein, dass der Torwart den Ball "aus dem Spiel heraus", über die Mittellinie schießen darf. Das steht zwar so nicht explizit in der Ausschreibung, soll aber auf dem letzten Staffeltag so von der Staffelleitung kommuniziert worden sein.
    Das Resultat war heute, dass der gegnerische Torwart den Ball zu einem der beiden Verteidiger spielte und der Ball direkt zurück zum Torwart kam. Der nahm den Ball wieder auf und dreschte ihn weit nach vorne. So ging es das ganze Spiel über. Kann ja auch nicht Sinn der Sache sein.

    Hat er das absichtlich gemacht oder mit Vorsatz? Mein Interesse besteht sowieso gerade nur darin, rauszufinden, ob man diese Sache nicht einfach schnell aus der Welt schaffen könnte, indem man als Verein einfach zahlt, nachdem ein verdienter Trainer mal einen Fehler begangen hat. Rechtlich kann ich nicht weiterhelfen.

    Was hat der Trainer denn "verbrochen"? Und um welchen Betrag geht es? Könnte der Betrag nicht einfach für seine wahrscheinlich ehrenamtlichen Tätigkeiten übernommen werden?

    Du machst Dir das etwas zu einfach. Das die Kinder nicht gut genug sind und deswegen nicht mitkommen sollen, habe ich weder gesagt noch gemeint.
    Es geht darum, die Kinder nicht zu überfordern. Und meiner Meinung nach wären sie zum jetzigen Zeitpunkt gnadenlos überfordert. Wenn ich deinem Argument mit dem "jeder bezahlt den selben Beitrag" folge, dann müsste ich ja mit der Stoppuhr am Spielfeldrand stehen, damit jeder auf die gleiche Spielzeit kommt. Und das habe ich in der G-Jugend sogar so gemacht!
    Es gibt in einer Mannschaft immer welche, die schon länger dabei sind und ihren Willen und ihre Verlässlichkeit bewiesen haben. Da muss es doch möglich sein, neue Spieler langsam zu integrieren. Man trainiert sie ein paar Wochen und bringt ihnen zumindest erstmal die grundsätzlichen Dinge bei, damit sie überhaupt vernünftig und mit Spaß an einem Spiel teilnehmen können ohne nur nebenher zu laufen. Du hast diese Einführungszeit anscheinend bei euch, weil das mit den Pässen in der Regel länger dauert.

    Danke für eure Ansichten!

    @Ersatzbank

    Ich weiß wirklich nicht welche Laus Dir über die Leber gelaufen ist. Ich weiß auch nicht, warum Du so empfindlich reagierst und mir sogar Unterstellungen machst, ich würde die Spieler abschieben wollen. Du wunderst dich über meine Frage, ich wundere mich über deinen Ton. Aber lassen wir das mal beiseite.


    Um es nochmal zu verdeutlichen : es handelt sich um zwei Spieler, die weder einen Pass, noch einen halbwegs vernünftigen Schuss abgeben können. Sie können mit dem Ball noch kaum etwas anfangen. Das ist selbstverständlich normal in diesem Alter, wenn vorher noch nie Fussball gespielt wurde! Es ist nun sehr schwierig, diese beiden Spieler in das Training mit den anderen zu integrieren, die schon wesentlich schwierigere Übungen ausführen können. Mache ich die Übungen mit dem Ball einfacher, langweilen sich die allermeisten der Spieler. Ich sage ganz bewusst Übungen mit Ball.
    Das mit dem Training bei der U7, war ein einfacher Gedanke von mir. Das so ein Schritt schwer zu vermitteln ist, steht außer Frage. Deswegen wollte ich mal horchen, ob dieser Gedanke absolut abwegig ist.
    Die Kinder haben, wie gesagt, letzte Woche das erst Mal trainiert. "Leider" geht das mit den Spielerpässen bei uns immer recht zügig. Mein anderer Gedanke war/ist, dass neue Spieler sich in einer Mannschaft erstmal bewähren sollten. Wer sagt mir, ob sie überhaupt dabei bleiben? Wer sagt mir, wie sehr ich mich am Wochenenden auf die Eltern verlassen kann? Deswegen finde ich ein "heranführen" angebracht. Nicht etwa eine Garantie zur sofortigen Teilnahme an den Punktspielen.

    Hallo,
    unsere U8 hat seit dieser Saison zwei neue Spieler bekommen, die noch keine Fussball Erfahrung haben. Der Rest der Mannschaft spielt schon länger als zwei Jahre Fussball. Vier Spieler dieser Mannschaft, haben das Jahr davor sogar eine Altersklasse höher gespielt.
    Ich habe mich nun gefragt, wie man die beiden Neulinge bestmöglich integriert. Sie sind den anderen U8 Spielern sehr weit hinterher. Nun lässt man ja Spieler, die sehr stark sind, gerne mal eine Altersklasse höher spielen. Wäre das ganze auch in die andere Richtung vorstellbar? Also das diese beiden Spieler mit der U7 trainieren? Wird sowas gemacht und wäre es überhaupt sinnvoll?


    Eine andere Sache ist der Spielbetrieb. An diesem können sie eine Altersklasse niedriger natürlich nicht teilnehmen. Da wären wir dann bei der nächsten Frage. Ist es sinnvoll die beiden überhaupt schon am Spielbetrieb teilnehmen zu lassen? Sie waren ein Mal beim Training und nächst Woche wäre schon das erste Punktspiel. Von der Kaderstärke sind die beiden nun auch "über". Sie sind Spieler Nummer 14 und 15 im Team. 13 Spieler dürfen neuerdings an einem Spieltag mit. Wie handhabt ihr das bei euch? Nehmen neue Spieler direkt am Spielbetrieb teil, oder lasst ihr sie erstmal trainieren und schaut, ob sie überhaupt dabei bleiben? Ich freue mich auf eure Meinung.


    Gruß!

    Gerade jetzt zum Anfang der neuen Saison, mache ich mir Gedanken über dieses Thema.
    Wir spielen in der F-Jugend mit 290g Bällen in der Größe 4 oder 5. Die Größe kann man sich also aussuchen, aber das Gewicht ist festgelegt.
    Wir trainieren mit Bällen der Größe 5. Die Kinder meiner Mannschaft sind generell sehr kräftig. Da haben einige schon einen beachtlichen Schuß. Aus diesem Grund habe ich darüber nachgedacht mit 350g Bällen zu trainieren. Der Gedanke, dass es sich eventuell auf die Gelenke usw. auswirken könnte, kam mir auch. Wenn ich das hier so lese, scheint es doch so zu sein, dass es wohl nicht so gesund ist(?)

    So ein Verhalten wäre bei mir kaum vorstellbar. Der Spieler kann mitlaufen und vielleicht auf einen Querpass warten. Aber dem eigenen Mitspieler den Ball abnehmen, um selber das Tor zu erzielen? Geht überhaupt nicht. Ich wundere mich gerade, dass einige das hier so locker sehen. Das der Mitspieler auch noch verletzt wurde dabei, ist ja der Höhepunkt. Sowas kann und darf es einfach nicht geben. Weder im Training noch im Spiel.
    Wenn der Spieler wirklich nicht zu belehren wäre, würde ich ihn nach einer solchen Aktion immer und immer wieder sofort auswechseln. Bis er es verstanden hat.

    Ich frage mich ja was den Verein motiviert, 11 Jährigen Steine in den Weg zu legen.

    Das ist DIE Frage. Ich denke in den meisten Fällen ist es einfach Enttäuschung und Frust des abgebenden Vereins. Eventuell ist mit den Eltern des Kindes nicht alles glatt gelaufen. Am Ende leidet dann das Kind darunter, indem es nicht spielen darf. Zum brechen.

    Ein gutes Thema. Ich habe letzte Saison ganz bewusst viele Zweikämpfe in das Training eingebaut, weil ich in unserer Kreisliga schnell gemerkt habe, dass es ganz körperlos sehr schwierig wird. Man muss den Kindern halt nur erklären, was erlaubt ist und was nicht. Ich habe mit einer ganz simplen Übung angefangen, wo der ballführende Spieler einfach nur seinen Körper zwischen Ball und Gegenspieler bringen sollte. Die Arme sollten nicht zum schieben oder schubsen benutzt werden.
    Ich habe in einigen Spielen ganz deutlich gesehen, dass es für einige Spieler ein Mittel geworden ist, ihren Gegenspieler zu schubsen. Es gab z. B. eine Situation, in der einer meiner Spieler frei auf das gegnerische Tor läuft und von hinten einen Schubser bekommt. Dieser Schubser war so hart, dass mein Spieler anfing mit den Armen zu rudern, um nicht hinzufallen. Mein sonst so schussgewaltiger Spieler bekam so den Ball nicht mehr richtig auf das Tor. Es gab keinen Schiri (FPL) und der gegnerische Trainer fand natürlich alles im Rahmen. Ich habe mich tierisch über diese Situation geärgert, weil es ein starker Gegner war und wir endlich mal eine Torchance rausgespielt hatten. Wenn diese Chance dann auf so eine Art und Weise unterbunden wird, dann ist das ärgerlich.
    Ich mache es deswegen so, dass wenn meine Spieler unfairen Körpereinsatz zeigen, was im Eifer des Gefechts durchaus mal passieren kann, ich das Spiel unterbreche und dem Gegner einen Freistoß zuspreche. Generell ist es aber ein schwieriges Thema, weil Trainer oft nur auf den Vorteil des eigenen Teams bedacht sind und so Dinge durchgehen lassen, die eigentlich schon im unfairen Bereich sind.

    Bestimmte Kinder komplett ausschließen würde ich nur im Extremfall machen (schlagen, spucken, beleidigen). Kinder, die mit wenig Begeisterung dabei sind, müssen irgendwann halt mal spüren, dass es sich um einen Mannschaftssport handelt. Das bedeutet am Ende, dass sie weniger Einsatzzeit und auch weniger Zuwendung bekommen. Weniger Zuwendung hört sich sicher mies an, aber warum sollen die motivierten Kinder, die Freude am Sport haben darunter leiden? Ich denke, dass sich viele Probleme so irgendwann von selbst lösen.

    Viele Eltern denken wohl mit 3 Euro Monatsbeitrag hätten Sie dieses Recht. Ich habe jetzt in der U8 kein Problem mehr damit, wenn die Eltern während der 90 Minuten Training verschwinden, um ein paar Dinge zu erledigen. Im Grunde ist das sogar eher die Regel. Die wenigsten Eltern bleiben das gesamte Training über am Sportplatz. In der U7 hat es mich phasenweise schon genervt. Wenn nämlich mal irgendwas ist, sind die Eltern nicht verfügbar. Ich hatte mal den Fall, dass ein Kind während des Trainings von einer Biene gestochen wurde. Das Geschrei war groß und die Eltern nicht da. Eine andere Mama hat sich dann gekümmert. Ich bin nicht sicher, ob man bis zu einem bestimmten Alter einfach drauf bestehen sollte, dass die Eltern da bleiben. Die meisten Jugendtrainer sind meist selber nur Spielereltern und keine Pädagogen oder Erzieher.