Wichtig ist denke ich, dass die Spieler des Gegners es gar nicht mitbekommen. Ich habe bei einem Freundschaftsspiel einen Spieler runter genommen, weil das Spiel sehr einseitig war. Der gegnerische Trainer hat das natürlich mitbekommen. Die Spieler haben es nicht bemerkt. In der Halbzeit habe ich meinen besten Torschützen gesagt, sie dürften nur noch mit dem linken Fuß Tore schießen. Das merkten die gegnerischen Spieler auch nicht. Sollte es wirklich so sein, dass die Spieler soetwas in der Schule thematisieren, kann man sie diesbezüglich sicher auch noch ins Gebet nehmen.
Beiträge von Libra
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Ich trainiere jetzt einen älteren F Jahrgang und habe diese Probleme zum Glück nicht so. Klar gibt es hier und da mal eine Absage. Ich habe aber bis jetzt nicht das Gefühl wissen zu müssen, warum jemand nicht kommt. Ich bin auch der Meinung, dass es mich in gewisser Weise nichts angeht. Es wird sicher bald eine Zeit kommen, in der man das anders sieht. Am Ende investiert man ja auch Zeit und Energie, um den Kindern eine gewisse Ausbildung zu geben. Wenn dann jeder kommt und geht wie er möchte, ist das sicher irgendwann frustrierend. Gerade bei einem Mannschaftssport kann man diese Leute ja auch wieder in die Bahn bringen. Wenn am Wochenende ein andere Spieler den Vorzug erhält, darf sich halt niemand wundern.
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Grundsätzlich habe ich da auch kein Problem mit. Mir ging es um den Grund des Wechsels. Ich kenne die Mannschaft und ihren Trainer. Es ist kein besonders starkes Team und der Trainer ist ein feiner Kerl. Der Junge um den es ging habe ich mir angeschaut. Er würde bei uns wohl in der 2 Mannschaft spielen. Man konnte schon raushören, dass es dem Vater um den erfolgreicheren Fussball geht, den wir aufgrund eines starken Teams spielen. Er würde den Jungen von seinen Freunden trennen, um bei uns eben dieses "erfolgreichen" Fussball zu spielen. Sollte meiner Meinung nach in diesem Alter nicht der Anspruch sein für mein Kind.
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Heute beim Hallenspieltag kam ein Vater einer gegnerischen Mannschaft zu mir. Er sprach mich beim warm machen an, ob ich nicht mal seinen Sohn beobachten könne. Er würde wohl mit seinem Sohn wechseln wollen, weil er als Vater und ehemaliger Sportler höhere Ansprüche habe. Sein Sohn würde in seinem jetzigen Team zu den "Leistungsträgern" zählen.
Ich habe ihm gesagt er solle nicht vergessen, dass es sich hier um F-Jugendliche handle. Der Leistungsgedanke und das Siegen stehe noch nicht im Vordergrund, sondern das erlernen grundsätzlicher, fussballerischer Dinge. Er gab mir recht, sagte aber zum Schluß noch einmal, dass ich ja mal einen Blick auf ihn werfen könne.
Ich habe den Vater nach dem Spieltag nicht wieder gesprochen. Auch noch nicht erlebt sowas...
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Wir spielen in der Halle auch 4+1. Bei uns ist aber immer doof, dass bei der Endrunde in der wesentlich größeren Halle auf einmal 5+1 gespielt wird. Diese Umstellung ist uns bis jetzt nie gelungen.
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Heute beim ersten Hallenspieltag war eine Mannschaft dabei, die ohne Wertung mitspielte, weil zwei Spieler älteren Jahrgangs im Team waren. Der eine, riesengroß, stand im Tor und der andere knallte vorne im Sturm die Bälle rein. Als ich davon hörte, dachte ich erst, es wird wohl eine Mannschaft sein, die keine 5 Spieler dieser Altersklasse zusammen bekommt. Dann sah ich aber, dass zwei ganz offensichtlich jüngere Spieler fast durchgehend auf der Bank Platz nehmen durften, während die beiden älteren jedes Spiel durchspielten. Der Sinn dieser Aktion konnte sich mir nicht erschließen.
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Wollte gerade einen Thread aufmachen, erinnerte mich aber dann an diesen hier...
Ich würde in Zukunft auch gerne mal ein paar Spiele von uns aufnehmen. Könnte mir aber gut vorstellen, dass gerade Eltern vom gegnerischen Team sich beschweren könnten. Ich möchte diese natürlich nicht im Internet hochladen oder ähnliches. Würde gerne einen Zusammenschnitt der Saison machen und auf DVD an die Kinder verteilen. Würde mich da gerne vorher absichern, um im Fall der Fälle, Eltern eine Aussage mit Hand und Fuß geben zu können.
Mein Stand ist, dass ich keinen einzeln herausnehmen oder namentlich erwähnen darf bei den Aufnahmen. Veröffentlichung in irgendwelchen Internet Netzwerken ist so oder so nicht vorgesehen.
MfG!
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Das lustige an der Sache ist, dass die Kinder dazu gebracht werden sollen spielerisch hinten raus zu kommen. Es gibt nach einem Ball über die Mittellinie also einen indirekten Freistoß, der dann kurz angetickt und von einem Mini Messi unter die Latte deines Tores gedroschen wird.
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Deine Zeilgruppe ist die Größte überhaupt, sie hat leider kaum eine Stimme. Deshalb ist es für die Zielgruppe überlebenswichtig, um jede Stimme zu kämpfen! Diese Zielgruppe ist unser aller Zukunft und dafür lohnt sich jeder Kampf!!!
Es ist wahrscheinlich offensichtlich, aber die Zielgruppe, die es bei einer Fussballschule zu befriedigen gäbe, wären traurigerweise die Eltern. Zumindest, wenn man damit Geld verdienen wollte. Ich weiß selbstverständlich, dass es die Kinder sein sollten. Deswegen muss man die Eltern von Anfang an mitnehmen und einweihen. Bei einem kleinen Verein ist das aber schwierig. Man hat ohnehin nicht den größten Einzugsbereich und somit nicht die stärkste Mannschaft, und soll dann auch noch alles nach Fachbuch Seite eins machen. Für die Eltern ist der Erfolg, also der Sieg, gleichzusetzen mit guter Entwicklung und einem guten Trainer. Ausnahmen bestätigen die Regel.
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Leute wie du sind Exoten im Kinderfussball. Zumindest, wenn ich von meinem Kreis ausgehe. Das meine ich übrigens im positiven Sinne.
Es gab vor einiger Zeit eine Sitzung in unserem Kreis. Dabei ging es darum, in Zukunft auch in der F-Jugend diese Gruppenspieltage zu machen, wie in der G-Jugend üblich. Also das sich alle Mannschaften auf einem Sportplatz einfinden, um ohne Wertung gegeneinander zu spielen. Ist bei uns nicht durchzusetzen! Die meisten Trainer (meist von den spielstarken Teams), wollen eine Tabelle und den damit verbundenen Wettbewerb/Wettkampf. Wenn beim Verband und bei den Vereinen kein Umdenken stattfindet, wie soll es dann jemals umgesetzt werden können und auch bei den Eltern ankommen?
Ich, der versucht sich an FPL Regeln zu halten, Rotation zu betreiben und die Kinder einfach mal spielen lässt, ohne ständig rein zu brüllen, werde als "schlechter Trainer" bewertet. Nicht von allen, aber von vielen Eltern. Selbst wenn man versucht sich zu erklären und auf die Leitlinien des DFB verweist... keine Einsicht. Weder bei Eltern noch bei Trainerkollegen. Man wird belächelt. Es ist frustrierend.
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...das ist schon richtig. Andererseits interessiert es den Löwen auch nicht was die Schafe über ihn denken!
Klar, ein bisschen weit her geholt, aber als kompetenter Trainer musst du nicht jede deiner Handlungen mit Fachartikeln untermauern.
Von jeder Handlung kann nicht die Rede sein. Es geht um diesen speziellen Fall, bei dem einiges aus dem Ruder gelaufen ist. Ich weiß aber was du meinst. Ich sollte eigentlich so souverän sein da drüber zu stehen. Allerdings scheint diese Mutter nicht die einzige zu sein, die diese Meinung vertritt. Von daher ist es mir irgendwie ein Bedürfnis das richtig zu stellen. Allein schon für die Zukunft, in der ich weiter rotieren möchte, ohne das jemand deshalb die Nerven verliert.
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Vielen Dank für die zahlreichen Beiträge zu diesem Thema!
Ich habe mit der Vereinsführung gesprochen und die volle Rückendeckung von dort. Wir sind nach dem Gespräch erstmal so verblieben, dass der Verein nicht einschreitet, sonder ich selber die Sache kläre. Ich wollte das selber so. Mein Trainer Kollege steht in dieser Angelegenheit auch hinter mir. Zumindest hat er es mir so gesagt.
Ein Gespräch ist mit der besagten Mutter ist wohl nicht möglich, weil sie mich seit dieser Sache nicht mal mehr grüßt. Ich werde vor dem Start in die Hallensaison etwas Infomaterial in Papierform an die Eltern verteilen, damit sie selbst nachlesen können, was laut DFB und allen anderen die gängigen Methoden sind. Ich möchte vor den Eltern nicht als Klugscheißer rüber kommen, aber ich kann mir von einer übermotivierten Mutter auch nicht nachsagen lassen, dass ich keine Ahnung hätte.
Zu drastischen Mitteln, wie einfach in einen anderen Verein ziehen lassen, wird es sicher nicht kommen. Es würde mir auch für den Jungen leid tun, der ja für die Einstellung seiner Mutter gar nichts kann.
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Hallo liebe Trainer,
mir ist bewusst, dass es zu diesem Thema schon Threads gibt. Diese sind allesamt schon etwas älter. Ich bin mir gar nicht sicher, in welche Kategorie dieses Thema für mich eigentlich gehört. Zum einen geht es um den Spielbetrieb, zum anderen beinhaltet dieses Thema eine Menge Konfliktpotenzial. Ich würde gerne eine neue Diskussion anstoßen und meinen persönlichen Fall besprechen.
Liest man sich durch das Netz, stößt man immer wieder auf Beiträge, die erklären, warum Rotation und das spielen auf allen Positionen für Kinder so wichtig ist. Ein Kollege von mir macht gerade die C-Lizens und schickte mir heute interessantes Material zu diesem Thema. Auch auf der Sportschule wird gelehrt, wie wichtig es ist zu rotieren.
Kommen wir nun zur Realität. In unserer U9 Kreisliga findet diese Rotation nicht statt. Man kennt seine Gegner mittlerweile und weiß auf welcher Position die Kinder spielen. Dies war auch in der U8 schon so! Also im jungen Jahrgang der F-Jugend! Ich würde nur zu gerne diese Rotation durchziehen, kann es aber nicht. Ich habe übermäßig Eltern, die vom Ehrgeiz getrieben, Siege sehen wollen. Mein Trainer Kollege sieht dies genauso und genießt deshalb auch ein entsprechend hohes Ansehen bei den Eltern. Die Gegner in unserer Kreisliga sind allesamt so stark, dass große Experimente nicht möglich sind, ohne auf den Sack zu bekommen. Nun werden einige sagen, ich solle es doch einfach durchziehen und die ein oder andere Niederlage in Kauf nehmen. Ich möchte anhand eines vor kurzem geschehenen Vorfalls erklären, wie verfahren die Situation bei uns ist. Manche kennen den Vorfall vielleicht schon aus einem anderen Thread. Ich versuche mich kurz zu fassen.
Kreispokal Spiel Auswärts. Der Gegner wurde von mir als eher schwach eingeschätzt. Aus diesem Grund nehme ich mir vor, unseren eigentlichen Torwart als Feldspieler zu bringen. Zwei Mütter melden vor dem Spiel direkt ihre Bedenken bei mir an. In einem ruhigen Gespräch erkläre ich die Situation. Ich kann die Zweifel nicht ausräumen, habe aber wieder Ruhe.
Die Mutter des Kindes, welches sonst im Tor steht, trifft ein. Ich gehe zum Jungen und sage ihm, das er heute als Stürmer spielt und ein entsprechendes Trikot anziehen soll. Daraufhin schreit die Mutter mich vor den Kindern und den anderen Eltern an, was das denn solle! Wir hätten doch schließlich unsere beiden Torleute! Sie schrie, was das denn für ein kranker Scheiß sei und das sowas in einer normalen Fussball Mannschaft doch nicht ginge. Sie drohte damit, wieder nach Hause zu fahren, wenn ihr Junge nicht im Tor spielen würde. Ich blieb ruhig und fragte, ob dies ihr ernst sei. Erklärungen meinerseits ließ sie nicht zu. Also sagte ich, ich würde mit ihr nicht weiter darüber verhandeln und nahm den Jungen mit zur Kabine. Beim warm machen hörte ich, wie sie bei den anderen Eltern weiter Stimmung gegen mich machte.
Das Spiel verlief wie von mir erwartet. Unsere Abwehrspieler machten Tore und unsere Stürmer verteidigten sehr gut. Wir gewannen das Spiel zweistellig!
Nach dem Spiel waren trotz des Sieges alle ziemlich schnell weg. Lediglich eine Spielermama kam noch zu mir und sagte, wie gut ich das machen würde. Und das tat sehr gut!
Die Tatsache, dass wir in einer Kreisliga mit Tabelle spielen und nebenbei noch einen Kreispokal ausspielen, macht es fast unmöglich die Ergebnisse auszublenden. Trainer und Eltern wollen die Erfolge. Versucht man zumindest halbwegs den richtigen Weg über Rotation usw. zu gehen, wird man angefahren und es wird einem von einigen Eltern die Fachkompetenz abgesprochen. Es ist zum verzweifeln.
Ich werde mir nun aus dem Netz Artikel raussuchen, die mein handeln verständlich machen und untermauern, dass so einige Eltern auf dem Holzweg sind. Wenn ihr da auch noch interessante Links oder Dokumente für mich hättet, wäre ich sehr dankbar. Ich freue mich auf eure Meinungen und Ratschläge!
MfG!
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Ich frage mich manchmal, ob das früher auch schon so war mit den Eltern. Aus meiner eigenen Jugend, habe ich keine Erinnerungen an solche Diskussionen. Ich denke, es liegt an diesem immer größer werdenden Konkurrenzdenken. Mein Kind muss zu den besten gehören, wenn mal etwas aus ihm werden soll. Fussball ist so ein riesen Zirkus geworden, in dem so viel Geld steckt, dass es den Leuten den Kopf verdreht. Zu dem Thema gab es vor einiger Zeit auf Sky mal eine interessante Doku. Dort wurde gezeigt, daß 13-14 Jährige schon mit Vorveträgen ausgestattet werden und Berater haben. Eltern werden geködert mit Geld oder Jobs.
Wir als Ehrenamtliche sollen die Kinder am besten kostenlos auf die Profikarriere vorbereiten. Wenn manche Eltern anfangen Forderungen zu stellen, komme ich mir manchmal vor wie ein Dienstleister, der sich rechtfertigen muss.
Ich habe damals, als mein Sohn 4 Jahre alt war, selber am Spielfeldrand gestanden... als Papa. Ich war auch nicht immer mit den Trainern einer Meinung. Aber ich habe akzeptiert, das sie es sind, die ihre Freizeit opfern und so am Ende bestimmen. Ich wäre mir blöd vorgekommen, dort als Besserwisser aufzutreten und Einfluß zu nehmen.
Nicht anders ist es doch auf unseren Schulen. Ich möchte kein Lehrer sein! Was die sich teilweise von den Eltern anhören müssen, geht auf keine Kuhhaut. Als ausgebildete Pädagogen, müssen die sich sagen lassen, wie und was sie zu lehren haben. Ich sehe da starke Parallelen zu uns Trainern, die sich täglich damit beschäftigen, wie man die Kinder am besten trainiert.
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Vielleicht sollte ich zusätzlich noch erwähnen, dass mein Sohn auch in der Mannschaft spielt.
Ein Gespräch mit dem Vorstand hat stattgefunden. Der Verein steht da voll hinter mir. Ich denke, weil man meinen Einsatz sehr zu schätzen weiß und mich als Trainer nicht verlieren möchte. Es gibt sogar ein Angebot vom Vorstand, die betreffenden Eltern zu einem klärenden Gespräch zu bitten, in denen klar gemacht werden soll, wer die Ansagen macht. Ob ich davon Gebrauch mache, weiß ich noch nicht. Ich möchte die Sache lieber selber klären und schauen wie sich das die nächste Zeit entwickelt.
Ich muss erstmal mit dem ein oder anderen sprechen, um zu schauen woran ich bin.
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Man sollte eigentlich meinen, dass sie dieses Spiel eines besseren belehrt hat. Wenn ich aber nach dem Spiel höre, dass einige meine Maßnahme trotzdem nicht gut fanden, dann komme ich wirklich langsam ins grübeln.
Es kommt noch die Besonderheit dazu, dass mein Trainer Kollege es so sieht, wie diese Mutter. Und das ist auch beim Rest der Eltern bekannt. Zwei Wochen zuvor hatte ich leider keine Zeit und mein Kollege ließ einen Gegner 24:0 vom Platz fegen. Selbst in diesem Spiel kam unser Torwart nicht auf dem Feld zum Einsatz. Wäre ich dabei gewesen, hätte es so ein Ergebnis nicht gebeben. An solchen Spielen soll ich mich nun gegen gnadenlos unterlegene Gegner womöglich noch messen lassen?
Ich hatte sonst immer sehr viel Spaß und war mit Leidenschaft bei der Sache. Ich habe viel geforscht, gelesen und Gespräche mit anderen Trainern geführt. Alles, um die Kinder bestmöglich auszubilden und ihnen den Spaß am Fussball zu erhalten. Dies ist im Moment alles futsch. Einerseits fällt es mir schwer diese Mannschaft, die ich seit so vielen Jahren trainiere einfach zu verlassen. Andererseits würde ich den Eltern aber auch gerne den Trainer geben, den sie verdienen.
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Danke für deine aufmunternden Worte. Ich habe nun allerdings hinten rum erfahren, dass andere Eltern es genauso sehen, wie die besagte Mutter. Von daher stelle ich mir gerade die Frage, ob ich der richtige Trainer in der richtigen Mannschaft bin. Ich brauche keine Schulterklopfer, aber ein gewisses Verständnis für das was man tut, sollte einem entgegengebracht werden. Vor allem dann, wenn man sich sogar noch hinstellt und es erklärt. Es würde mir für die Kinder leid tun, aber ob man sich das dann noch weiter antun sollte ist die Frage.
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Libra welche Jugend trainierst du?
Und wie lange kennst du diese besagte Mutter schon? Ist ja wirklich UNFASSBAR!
Hallo Mike, ich trainiere eine F-Jugend älteren Jahrgangs. Die Mutter kenne ich seit der G-Jugend. Also mittlerweile ca. 4 Jahre. Schon immer als herrisch und quertreibend bekannt. Sorgt durch ihre Art immer mal wieder für Unruhe und macht gerne mal Stimmung gegen die Trainer. An diesem Tag wurde der Bogen aber eindeutig überspannt. Ich werde jetzt auch, so leid es mir tut, auf Abstand zu ihr gehen.
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Der Junge selbst stand nur da mit Blick auf den Boden. Ich hab ihn auf dem Weg zur Kabine direkt gefragt, ob er denn Lust hat auf dem Feld zu spielen. Seine Antwort war Ja.
Genauso hatte der andere Junge auch Lust ins Tor zu gehen. Ich bestimme das ja nicht einfach, sondern frage die Jungs vorher, ob sie denn auch Lust dazu haben. Die einzigen, die meist keine Lust auf Rotation haben, sind die Mütter.
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Heute kam es vor einem Pokalspiel bei uns zu einem Streit zwischen mir und einer Spielermutter.
Ich analysiere unsere Gegner vorher immer anhand ihrer vorausgegangen Spiele und stellte fest, dass wir es mit einem eher schwächeren Gegner zu tun haben werden. Also wollte ich unserem Torwart, der in letzter Zeit sehr oft im Tor stand, etwas Spielzeit auf dem Feld geben und gleichzeitig etwas die Positionen der anderen Spieler rotieren.
Zwei Mamas hatten bedenken und Angst aus dem Wettbewerb auszuscheiden und sprachen das an. Ich erklärte ihnen die Situation und sie verstanden es.
Die Mama des Torwarts, der heute auf dem Feld zum Einsatz kommen sollte, kam etwas zu spät zum Treffen und fiel aus allen Wolken, als ich sagte, er solle ein Spieler Trikot überziehen. Sie rastete buchstäblich aus und schrie mich an, was das den für ein kranker scheiß wäre! Wir hätten doch unsere zwei Torwarte und niemand anderes bräuchte ins Tor, außer diese beiden.
Es ging dann soweit, dass sie mir drohte wieder nach Hause zu fahren! Ich fragte sie dann, ob das wirklich ihr ernst sei. Schließlich ging ich mit dem Jungen zur Kabine und gab ihm das Spielertrikot. Beim warm machen kam dann die Mutter des Jungen zu mir, der die erste Halbzeit ins Tor sollte. Sie fragte, ob ihr Sohn nicht doch lieber auf dem Feld spielen solle, denn die Mama des eigentlichen Torwarts wolle die Torwarthandschuhe nicht rausrücken. Ich ging dann rüber und fragte freundlich, ob sie ihm die Handschuhe freundlicherweise leihen würden. Etwas widerwillig rückten sie die Handschuhe dann raus.
Das Spiel verlief dann wie gedacht sehr deutlich. Wir gewannen im unteren zweistelligen Bereich. Unsere Abwehrspieler stürmten, unsere Stürmer verteidigten und zur Halbzeit ging noch ein Spieler ins Tor, der vorher noch nie in einem Spiel das Tor hütete. Wir hätten sehr viel höher gewinnen können, aber darum geht es ja absolut nicht. Mir tat es so schon etwas leid für die Gegner, die bis zuletzt toll gekämpft haben.
Das war bis jetzt so ziemlich das heftigste, was ich im Umgang mit den Eltern erlebt habe. Es tat mir gut, als nach dem Spiel eine andere Mutter zu mir kam und sagte, dass ich das sehr gut mache und sie voll und ganz dahinter steht, was ich da mache.
