Ok, ich habe es nicht geschafft, meine Gedanken in Worte zu fassen. Natürlich finde ich die Gelegenheit Notizen zu machen. Allerdings dauert das entweder so lange, dass ich schon wieder drei interessante Situationen verpasse, oder ich kann die Notiz nicht mehr eindeutig zuordnen.
Beiträge von Strznievski
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Fallen mir andere Dinge auf, dann notiere ich sie mir, um in einem späteren Zyklus darauf zurück zu kommen.
So... und jetzt ein dumme Frage (ich hoffe, dass ich mich verständlich ausdrücken kann): Wie sieht diese Notiz aus? Ich frage deshalb, weil ich noch keine Möglichkeit gefunden habe, mir sinnvolle Notizen zu machen, die erstens schnell gehen und zweitens nach längerer Zeit auch noch nachvollziehbar sind.
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Dann habe ich doch richtig vermutet, dass du dann sehr wohl auf die "negativen Eindrücke" reagierst.
Diesen Zugang, wie du ihn handhabst, kann ich mir durchaus vorstellen. Vor allem, weil auch immer Schwerpunkte über mehrere Wochen hinweg trainiere.
Behältst du das Gesehene vom Spiel im Kopf, oder notierst du dir gewisse Sachen?
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In den Spielen versuche ich bei den Spielern auf die Dinge zu achten, die wir trainiert haben. Also bspw. Dribbling oder 1gg1-Situationen. Alles was wir noch nicht trainiert oder besprochen haben, nehme ich zwar zur Kenntnis, aber kommentiere es nicht.
So in die Richtung, habe ich mir das auch vorgenommen.
Da ich im Training meist einen Schwerpunkt über mehrere Wochen habe, liegt meine Beobachtung in den Spielen auch meist auf diesem Schwerpunkt. Auf jeden Fall vermeide ich es, negative Eindrücke in der nachfolgenden Woche "wegzutrainieren".
Was machst du dann mit den durch die Beobachtung gewonnenen Eindrücken?
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Das geht sich aus! Ich hoffe ich finde es

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Irgendwo im Keller hab ich noch uralte Unterlagen, nach denen mein Vater noch trainiert wurde. So weit ich mich erinnern kann ist es aber teilweise dem heutigen Training gar nicht so unähnlich, in anderen Belangen allerdings komplett konträr der heutigen Sichtweise.
Ich weiß nicht genau, aus welchem Jahr (Jahrzehnt dürfte halbwegs hinkommen) die Unterlagen sind. Ich könnte da sicher etwas auszugsweise einscannen und hochladen.
Wann brauchst du sie?
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Saucool! Genau das selbe könnte ich auch behaupten.
Ich glaube die Idee mit einem Stativ und der Kamera die themenbezogen mitfilmt könnte mir schon sehr helfen. -
Das einzige Video, dass ich mir gemeinsam mit den Spielern anschaue ist unser Best-Of Video, dass so geschnitten ist, als wären ausschließlich lauter Mini-Messis am Werk
Wenn mich in der Nachtschicht mal die Trainermuse küsst, kann ich mir durchaus vorstellen, besagte Videos anzusehen und auszuwerten. -
Das mit dem Video ist auch so ne Sache. Meine Eltern haben von mir den Auftrag möglichst viel mit dem Handy mitzufilmen (funktioniert überraschend gut). Aber nicht zur Videoanalyse, sondern weil ich am Ende jedes Halbjahres ein kurzes Propaganda Video zusammenschneide (kurze Best-Of-Clips mit fetziger Musik). Glaube aber, wenn man die Kamera auf einem Stativ mitfilmen lässt, dass man durchaus zusätzliche Erkenntnisse gewinnen kann.
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Ich denke, das es einen riesen Unterschied zwischen zuschauen und beobachten gibt. Wenn ich mich nicht auf Einzelheiten konzentriere und lediglich dem Spiel zuschaue, bin ich nach dem Speil meist genauso schlau wie vorher. Nehme ich mir allerdings vor, z.B. einen Spieler für einen bestimmten Zeitraum tatsächlich zu BEOBACHTEN, sehe ich Sachen, die mir beim ZUSCHAUEN nie aufgefallen wären.
... und jetzt wäre es toll, wenn ich mit Tricks und Kniffen (was beobachten, wie lange, ein System sich schnell und effektiv Notizen zu machen,...) überhäuft werden würde...
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Ich meinte nicht unbedingt das Spielerscouting, sondern Beobachten des eigenen Teams. In erster Linie, ob die Trainingsinhalte greifen.
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Ich hab das mal in einen älteren D Jahrgang probiert und auch schnell wieder sein lassen, weil es einfach zu viel ist und im Endeffekt mir nichts gebracht hat, was will ich denn mit den Ergebnissen - Einzeltraining ?
Also bin ich nicht der einzige
.Was ich beobachten, auswerten und schließlich beim Training umsetzen will, würde ich gerne erst später posten, weil ich mal ungefiltert neue Eindrücke sammeln möchte.
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..um so von unten nach oben mit ihm hochzugehen und so Dinge zu installieren, die WIR für richtig finden. Dazu dann...eventuell auch die Maßnahme., im Vorstand mitzuarbeiten.
Bin gerade dabei ein ähnliches Projekt zu starten. Allerdings mit jungen, unerfahrenen Trainern.

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Ich möchte mal ganz allgemein folgende Frage in die Runde werfen?:
Was beobachtet (notiert) ihr im Speziellen wenn eure Schützlinge spielen?
Ganz besonders würde mich interessieren, ob ihr das in der F-Jugend auch schon handhabt. Wenn ja, wie? Ich wäre allerdings auch über Beiträge und Meinungen anderer Altersklassen erfreut, da ich dieses Thema bis jetzt sehr stiefmütterlich behandelt habe. Irgendwie, habe ich es noch nicht geschafft, das so durchzuziehen, dass es auch tatsächlich effektiv ist.
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Wovon sprecht Ihr jetzt eigentlich....von der G oder F?
Für mich ein riesen Unterschied und andererseits auch nicht.
Kurze Zusammenfassung meiner Denkweise:
G bis inklusive 5 Jährigen: Wenn Spiel, dann Freundschaftsspiel ohne großartige Regeln so wie du das beschrieben hast.
G 6 Jährige: Ich habe mit meinen Kids regelmäßige Spiele gegen andere Mannschaften durchgeführt ohne die Kinder in ein taktisches Korsett zu zwängen. Also freies Spielen wo ich lediglich die Träumer aufgeweckt habe und ansonsten KEINE ANWEISUNGEN gegeben habe. Wir haben dadurch ein paar Spiele hoch gewonnen, einige gewonnen, einige Verloren und ein paar hoch verloren. Es ist erstaunlich auf welche Lösungswege die Kinder selbst kommen.
F 7 Jährige: Jetzt ist es an der Zeit, dass die Kinder zumindest wissen sollten, was z.B. die Hauptaufgaben eines Verteidigers sind und ihnen gleichzeitig klar machen, dass JEDER Spieler offensive, als auch defensive Aufgaben hat(ohne das so zu nennen). Ich möchte den Kindern erste grundlegende Begriffe wie vorher beschrieben mit auf den Weg geben. Einfach nur um sie auf den nächsten Schritt vorzubereiten und ohne ihnen etwas zu verbieten. Allerdings werde ich auch hier keine Anweisungen geben !!! Sondern das lediglich beim Training üben und gemeinsam mit den Kindern an gewissen Lösungen für bestimmte Probleme arbeiten (größtenteils in Spielformen).WICHTIG DABEI: 1. Ergebnis egal!
2. Warum und wieso Ergebnis egal ist müssen auch die Eltern wissen!
3. 1+4 (glaube nicht das mein Team bei 1+6 auch nur annähernd so "schön" spielen könnte). -
Ich mache ja auch dem Kind keinen Vorwurf. Natürlich entdecken sie etwas dass sie zwar nicht unbeding besser können als die anderen, aber es fällt ihnen wesentlich leichter, sich nur auf eine Aufgabe zu konzentrieren. So kommen sie dann auch durchaus zu diesen Erfolgserlebnissen. Schließlich werden sie ja auch durch Eltern und Trainer durch Lob bestätigt.
In meiner letzten Mannschaft (Jg.1999) hatte ich auch so einen Spieler, der von allen nur liebevoll Kampfgelse gerufen wurde. Klein, schnell und aggressiv (im positiven Sinne) im Zeikampf. Technisch zwar limitiert, aber motorisch nicht ungeschickt. Dadurch, dass er fast alles was auf unser Tor zugaloppierte abgeräumt hat, war ich damals felsenfest davon überzeugt, dass er zu meinen stärksten Spielern (wenn auch nicht technisch) gehörte. Schließlich hat er ja wesentlich zu den (teilweise) positiven Ergebnissen beigetragen. Das Problem an der ganzen Sache ist, dass sich dieser Spieler einfach nicht weiter entwickelt hat. Anstatt ihn immer wieder zu animieren, sich auch mit dem Ball etwas zu trauen (was bestimmt einige Male schief gegangen wäre), war ich zufrieden und auch stolz so einen "Kämpfer" in meiner Mannschaft zu haben. Denn jede Mannschaft braucht auch wen für die Drecksarbeit. Heute ist dieser Spieler einfach schwach. Irgendwann hat sich seine anfängliche Euphorie dann in Frust verwandelt. Eben weil er nicht wie die anderen "mitspielen" durfte und später dann ging dann auch irgendwo sein "Biss" verloren. Mitlerweile spielt dieser Spieler nur noch mit weil halt seine Freunde auch spielen. Eigentlich traurig, oder?
Bei meiner jetzigen Mannschaft hatte ich auch so einen Spielertypen dabei, den ich "verboten" habe den Ball ins Out zu schießen. Ich habe versucht in vor allem technisch weiter zu bringen was ínnerhalb kürzester Zeit auch funktioniert hat. Der schießt momentan Tore am Fließband und zwar ohne dabei die Defensivarbeit zu vernachlässigen. Ich kann zwar nicht mit Gewissheit sagen, wo dieser Spieler in einigen Jahren stehen wird, allerdings traue ich mir die Prognose abzugeben, dass er um ein Vielfaches besser (in allen Belangen) sein wird als meine Kampfgelse.
Weil ich aus eigener Erfahrung genau weiß, was man einem Kind mit diesem "auf eine Aufgabe" reduzieren antun kann, finde ich das so fürchterlich.
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Hochinteresanntes Thema zu dem ich mich auch zu Wort melden will.
Zuerst eine Bemerkung am Rande: Wir spielen 1+4, also macht die "Position" an sich noch weniger aus, als beim 1+6. Was ich auch gut so finde.
Denn U7/G-Jugend Spieler sollten kicken und sich nicht auf irgendwelche Vorgaben von Erwachsenen konzentrieren. Deshalb kennen meine Spieler lediglich 2 Positionen: TW und Feldspieler.
Vorteil: Alle Spieler beteiligen sich aktiv am Spiel. JEDER Spieler läuft, dribbelt, grätscht, schießt, (passt). Bei meinen Kids war das dann tatsächlich so, dass sie rudimentäre Anzeichen des ballorientierten Verteidigen gezeigt haben. (Siehe Thread "Es funktioniert tatsächlich")
Nachteil: Es wird durchaus das eine- oder andere Gegentor fallen, weil ganz einfach kein Ausputzer absichert. Ich persönlich finde es fürchterlich, dass es bei vielen Vereinen im KIFU einen klassischen Ausputzer gibt, der lediglich dazu da ist die Angriffe der Gegner abzufangen (egal wie) und von Zuschauern und Trainern bejubelt wird, wenn er den Ball in Out drischt.Für den Sommer/Herbst wo wir dann U8/F-Jugend spielen (allerdings immer noch 1+4) habe ich mir vorgenommen, die Positionen Verteidiger und Stürmer sowie die Begriffe Vorne, Hinten, absichern und anbieten einzuführen. Wobei die Positionen ständig getauscht werden und die jeweiligen Positionen mit folgenden Aufgaben verbunden sind:
Verteidiger:
1. Der Gegner ist in Ballbesitz
1.1 Wenn ich der nächste Spieler zum Ball bin muss ich den Ballführenden attackieren
1.2 Wenn bereits ein Mitspieler den Ballführenden attackiert muss ich ihn unterstützen, indem ich ihn ein paar Schritte weiter hinten absichere.2. Wir sind in Ballbesitz
2.1 Wenn ich den Ball erobert habe, habe ich entweder die Möglichkeit nach vorne zu dribbeln und aufs Tor zu schießen, oder den Ball zu einem Mitspieler zu passen.
2.2 Wenn ein Mitspieler den Ball hat, muss ich ein paar Schritte hinter im bleiben um ihn im falle eines Ball abzusichern.Stürmer:
1. Der Gegner ist in Ballbesitz
1.1 Ich muss den Ball erobern.2. Wir sind in Ballbesitz
2.1 Wenn ich den Ball erobert habe, habe ich entweder die Möglichkeit nach vorne zu dribbeln und aufs Tor zu schießen, oder den Ball zu einem Mitspieler zu passen.
2.2. Wenn ein Mitspieler den Ball hat, muss ich mich anbieten.Das werden wir beim Training Step by Step in diversesten Spielformen üben und besprechen. Bzw. möchte ich die Kids ala Horst Wein dort hinlenken. Nach dem Motto." Was glaubt ihr, wie kann ich meinem Mitspieler in dieser Situation helfen?" Ich werde das aber beim Spiel nicht einfordern und schon gar nicht per Anweisung diktieren. Also nur die grundlegendsten Prinzipien Angreifen und Verteidigen kennen lernen ohne die Spieler dabei einzuschränken. Denn nach wie vor, soll das Kicken mit vielen 1:1 Situationen im Vordergrund stehen.
Wie ich das bei 1+6 machen würde, ist schwer zu sagen (zum Glück habe ich da noch ein Jahr Zeit). Vermutlich würde ich, nachdem das Verteidiger-Stürmer Prinzip funktioniert auch noch die Seiten Links-Mitte-Rechts einführen.
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Ich fand den absolut peinlich (also den DFB-Film jetzt). Vollkommen sinnentleerte Propaganda.
Ja, natürlich wird da das eine oder andere ins rechte Licht gerückt. Allerdings ist klar, wenn vom DFB so etwas produziert wird, dass man sich selbst möglichst toll, harmonisch, professionell, menschlich, ... darstellt. Über das kann man, denke ich, mit einem augenzwinkern, drüber hinweg sehen. Mir hat der Einblick (so geschönt er auch war) in das "Camp-Leben" ganz gut gefallen.
Und bitte nicht falsch verstehen: Ich habe ja nicht gesagt, dass der Film gut sei. Lediglich, dass ich ihn nicht SO SCHLECHT empfinde wie alle anderen.
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Wunderschöner Film, unbedingt ansehen!!!
Ich finde den DFB Film aber auch nicht so schlecht wie alle sagen.
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Das mit dem verschaukelt vorkommen ist so eine Sache. Ich glaube, dass man als Trainer in erster Linie zum Wohl seiner Schützlinge handeln sollte und den eigenen Stolz hinten anstellen muss. Wenn der Niveau-Unterschied tatsächlich zu drastisch ausfällt, finde ich die Lösung mit einem Spieler mehr für die schwächere Mannschaft recht gut. Ich schlage das meist auch in beiden Fällen vor. Also sowohl wenn wir überlegen, als auch unterlegen sind und das ist bis jetzt immer gut angekommen.
