Keine Sorge, lieber Threadöffner. du bruachst den Kindern nicht sagen, dass 0:26 ein unfassbares Ergebnis ist, um den vroher benutzten Begriff zu vermeiden. Das wissen auch achtjährige von allein.
Bemerkung am Rande: An diesem WE waren lediglich zwei achtjährige dabei
.
Ein Großteil meiner Mannschaft hat das nicht als "Blamage" wargenommen. Ich glaube nicht, dass sich ein Kind geschämt hat (Ich hatte zumindest nicht den Eindruck). Natürlich waren sie (kurz) "traurig" ob der niederschmetternden Niederlage, aber bereits bei der Heimfahrt war diese "Trauer" verflogen.
Was mich störte und was in unserer gesellschaft immer mehr um sich greift, diese unsägliche Verharmlosung und Relativiererei.
Mir ging es nie um Verharmlosung, sondern um Ursachenforschung. Wenn ich die Ursache für diese Niederlage kenne, kann ich daran arbeiten wenn es sich um ein lösbares Problem handelt, bzw. kann ich es hinnehmen, wenn es sich um ein nicht lösbares Problem handelt.
Allerdings möchte ich hier auch noch etwas anderes einwerfen:
Mich stört extrem die klassifizierung unserer Kinder nach Ergebnissen! In ein paar Jahren sieht die Sache anders aus. Aber sechs-, sieben-, oder achtjährige Kinder, die zwar die besseren Fußballer sind, müssen nicht zwangsweise die besseren Ergebnisse bei den Spielen am WE erzielen. Die Gründe dafür wurden ja schon öfter genannt.
Abgesehen davon habe ich erst vor kurzem einen Artikel gelesen, in dem die Erziehung von "erfolgreichen" Menschen unter die Lupe genommen wurden. Da hieß es sinngemäß, dass Kinder die für ihren Einsatz -unabhängig vom Ergebnis das sie erzielten- gelobt wurden, wesentlich erfolgreicher waren, als Kinder die für das erzielte Ergebnis gelobt wurden. Da war zwar von Schule und Hausaufgaben die Rede, allerdings bin ich auch der Meinung dass beim Fußball(-training) der Einsatz und Fleiß belohnt werden sollte.
Das einzige Problem bei dieser Herangehensweise ist, dass sie Raum für sehr viele Ausreden lässt. Dazu muss man seine Kinder kennen, um zu erkennen, wann sie sich wirklich Antstrengen. Das bloße Ergebnis ist natürlich leichter messbar.
Jedes Ergebnis ist einem Momentaufnahme, es kann beim nächsten Mal ganz anders ausgehen.
Das kann ich behaupten, wenn ich 5:8 verloren habe. Da befindet sich der Gegner auf "Schlagdistanz". Bei 0:26 fiel/fällt mir dieser Gedanke sehr schwer.
Trotzdem braucht man ein 0:26 nicht schönreden zu wollen, indem gesagt wird...jaaaa wir haben zwar verloren, aber wir habend en schöneren fussball gespielt. Das hast du nicht geschreiben, aber ein Mitdiskutant.
Welche Police würdet ihr kaufen: Garantiezins 1,25 % mit Schlussbonus bis zu 50 % (nicht garantiert) oder Garantiezins 4 % mit Schlussbonus garantiert 10 %.
Ein 0:26 kann man ja gar nicht schönreden. Ich bin auch der Meinung, dass man bei 0:26 NIEMALS den schöneren Fußball gespielt hat, während das bei anderen Ergebnissen (vor allem im Kifu) durchaus möglich ist.
Erklär mir bitte noch die Zins-Metapher und was sie mit einer hohen NIederlage, bzw. dem schöneren Fußball zu tun hat.