Beiträge von Grätsche

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    Wie wird das bei Euren Mannschaften im Großfeld gehandhabt. Wird Pressing aktiv umgesetzt und gefordert? Mich würde dann interessieren, in welcher Form und wie der Lernerfolg dabei aussieht?

    Bei uns im Verein im Nachwuchs leider gar nicht. Warum? Weil die Trainer davon keine Ahnung haben. Da wird schön mit Libero gespielt, weil die Trainer das nicht anders kennen. Dann kommen die Spieler mit 18 Jahren in den Seniorenbereich und sollen plötzlich Angriffspressing aus einer 3-5-2 Grundordnung spielen...
    Habe mich mit dem Trainer der 1. Senioren schon mehrfach darüber unterhalten. Er meinte die Jungs, die aus dem Nachwuchs kommen bringen vieles mit (Technik, Geschwindigkeit), aber sie wissen überhaupt nicht "wo sie hin zu laufen haben" so seine Wortwahl.
    Im Breitensportbereich, bei i.d.R. zweimal Training pro Woche, finde ich den Altjahrgang B oder Jungjahrgang A für den richtigen Zeitpunkt. Kommt natürlich auf die Qualität der Truppe an. Pressing setzt nach meiner Meinung schon eine gewisse positionsspezifische Ausbildung voraus und damit fange ich im Breitensport erst in der U14 an, vom Torwart vielleicht mal abgesehen.
    An anderer Stelle hatte ich schon einmal erwähnt, dass mir der Begriff Pressing zu inflationär gebraucht wird. Überall wo zwei / drei Spieler den ballführenden Spieler attackieren wird von Pressing gesprochen. Einer unserer Großfeldtrainer im Verein meinte bei einem Hallenturnier zu mir, deine Truppe spielt aber ein geiles Pressing. Er meinte damit, dass die zwei vorderen Spieler gemeinsam attackierten...

    Das passt ja schon in den Frust-Thread. Frag doch die Mütter mal, was sie unter Taktik verstehen und was für sie richtiges Training ist. Wahrscheinlich haben die Mütter nie selbst Fußball gespielt. Solche Eltern mag ich besonders, selbst keine fachliche Ahnung haben, aber uns Trainer erklären wollen, was wir zu machen haben.
    Meine Vorgehensweise sieht so aus: den Eltern (am besten in größerer Runde, wie z.B. Elternabend) meine Gründe und mein Konzept darlegen und ihre Argumente widerlegen. Danach war eig. immer Ruhe.
    Zieh dein Ding durch.

    Das Forum hat eine Art Ratgeberfunktion. Offensichtlich suchen mehr Kleinfeldtrainer Rat, als Großfeldtrainer. Das kann sicher daran liegen, dass die meisten Trainerneulinge in den Kleinfeldbereich einsteigen. Bei denjenigen, die gleich im Großfeldbereich anfangen, handelt es sich fast ausschließlich um ehemalige Spieler. Meine Erfahrung: je nach Dauer ihrer eigenen Karriere glauben viele Ex-Kicker schon alles zu wissen und keinen Rat mehr zu brauchen. Diejenigen Trainer die länger dabei sein, verfügen häufig über entsprechende Erfahrungen und Qualitäten (das müssen nicht immer Lizenzen sein), so dass sie (glauben) keine neuen Impulse mehr zu benötigen.

    Ich kann mich daran erinnern, dass es damals bei uns im Kreis besonders zur Hallenrunde zur Unsitte wurde, die Kinder von beiden Seiten zu beschallen. Sprich man hatte den Co. des Gegners auch auf der eigenen Seite, weil von dort die "Stürmer" die Kommandos auch besser verstehen konnten und er so nicht durch die ganze Halle bölken musste.

    Einige dieser Experten gibt es hier auch. Oder die Linienläufer wie ich sie nenne. Sie begleiten jeden Spielzug von vorne bis hinten. Am Ende haben sie wahrscheinlich mehr KM auf der Uhr, als ihre Spieler.

    Ein einziges Mal gabs mit einem Mann Stunk. Der sah auch ehrlich gesagt schon so aus..

    Da hätten wir gleich noch ne Grundsatzdiskussion :D


    "Meine" Muttis sind ganz liebe Frauen, die sich sehr über Brülltrainer ärgern. Aber sie würden mit so jemandem nie eine Diskussion anfangen. Und der beschriebene Co-Trainer hat ja diskutiert und wollte selbst auf meinem Hinweis nicht neben dem Tor weg.

    Und bisher waren die Kinder noch nie so schlau, dass sich mal 2 Teams gegen ein Team verbündet haben!

    Darauf kommen sie von ganz allein. F1 oder spätestens E 2 macht es klick und sie versuchen die Überzahl zu nutzen.

    Bei den 4 Teams spielen in der Basisversion immer nur die gegeneinander die sich auch gegenüber stehen. richtig: es geht nur darum den Überblick zu waren. Wahrnehmungsschulung.

    Alternative: Gib zwei Teams Leibchen einer Farbe und lasse zwei Teams ohne Leibchen bzw. einheitlich in einer anderen Farbe spielen. Ich habe es bei älteren Altersklassen auch schon mit einem Neutralen spielen lassen. Der musste sich dann merken, wer zu welchem Team gehört und in welche Spielrichtung es geht. Die Spielrichtung wurde dann bei best. Signalen auch mal gedreht. Kenne die Spielform als Chaosspiel und genauso sah es dann auch aus... :D

    Im Zuge des Hausrechts als Gastgeber kannst du die Leute hinstellen wo Du willst. Wer nicht folgt, darf entfernt werden.


    In dem Verein in dem Ich Früher als Junge gespielt habe, gab es immer 2 Mann die hatten sich als Platzordner freiwillig zur Verfügung gestellt. Das war zwar in der ersten Mannschaft, aber das System kannst Du in jeder Altersgruppe fahren. Die haben solche Sachen geregelt - die waren durch eine Orangene Warnweste gekennzeichnet auf der "Ordner" Stand und haben den Leuten gesagt wo bei uns gestanden wird und wo nicht. Maßgeblich waren das die Fälle bei denen eben solche Typen innerhalb der Umlaufenden Werbebande herumgeturnt sind.

    Das ist natürlich eine "elegante" Lösung. Leider habe bei meinen Spielen nur keine Ordner, sondern fast nur Spielermuttis. Und auswärts kann ich die Karte Hausrecht nicht spielen. Trotzdem ein guter Hinweis.


    Ich finde die besonders bei der TW-Position ja sehr häufig zu beobachtende Fremdsteuerung auch falsch. Ich bin deswegen aber bisher noch nicht auf die Idee gekommen, mich darüber aufzuregen oder mit den Trainern eines anderen Teams darüber Streit anzufangen geschweige denn mit scharfen Waffen wie dem "Hausrecht" zu kommen. Finde ich alles überzogen.

    Ich habe keinen Streit angefangen, ich habe ihn gefragt. Wenn bei Eckbällen dermaßen laut gebrüllt wird, dass deine Spieler nicht mehr auf den Ball achten oder ein Stümer 1 gegen 1 gegen den Torwart geht und dann das Gebrüll los geht, dann rege ich mich auf

    Der Co-Trainer gehört also mit in die Coaching Zone.

    Und genau die ist halt bei uns nicht vorgesehen, weil normaler Spielbetrieb und keine FPL.

    Co-Trainer neben dem Tor
    Nach ein paar Tagen habe ich mich wieder beruhigt, aber ich will es hier mal vorbringen und fragen, wie ihr damit umgeht.
    Hier gibt es die FPL nur bei den Bambinis. Alle älteren Jahrgänge spielen im normalen Ligabetrieb. D.h. es gibt keine Coaching- bzw. Zuschauerzonen. Zum wiederholten Male habe ich nun erlebt, dass von der gegnerischen Mannschaft ein Co-Trainer oder Betreuer neben deren Tor steht und dem Torwart lautstark Anweisungen gibt. Besonders bei Abstoß- oder Herauslaufsituationen wird damit auch auf das Verhalten meiner Mannschaft eingewirkt. Teilweise stehen die Betreuer im Feld. Auf meinen Einwand in der Halbzeit, dass er doch bitte den Torbereich verlassen sollte, meiner der Betreuer: "Warum? Wo steht denn, dass ich es nicht darf?". Ich war echt perplex. In der Tat habe ich lediglich die Festlegung gefunden, dass es niemanden außer Spieler und Schiedsrichtern gestattet ist, den Innenbereich zu betreten. Es findet sich aber kein Verbot, dass der Co-Trainer nicht (außerhalb des Spielfeldes) neben dem Tor stehen darf.
    Unabhängig davon, dass ein solches Verhalten nicht in Ordnung ist, würde ich diesen "Experten" halt gern irgendeine Norm unter die Nase reiben. Leider pfeifen uns in dieser Saison zumeist junge Schiris, die sich von resolut auftretenden Trainern beeinflussen lassen.
    Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?

    darauf konsequent hinten offensiv ins 1 gegen 1 zu gehen

    Ich sprach von EINER Option, nicht von der DER Option. Sie sollen es können (lernen), aber nicht machen müssen.


    aber dann dort, wo sie auch hingehören, nämlich nach vorne

    Du entscheidest also, wo offensive 1 gegen 1 Aktionen stattzufinden haben, aha. Dumm nur, wenn dann der Gegner nicht mitspielt...

    Die Kinder sollen selbst entscheiden!

    Genau darum geht es. Und wenn ein Verteidiger entscheidet, am eigenen Strafraum ins 1 gegen 1 zu gehen, dann ist es so. Und dann sollte er es nicht von seinem Trainer verboten bekommen.


    Bei horizontaler asymmetrischer Überzahl gehen nämlich nicht die meisten Spieler mit @Grätsche, da sie dann den Raum im Rücken freigeben. Ich habe da noch kein Spiel gesehen, wo sich dann alle am eigenen 16er tummeln.

    Wir reden hier immer noch über F-Junioren. Da ist zunächst einmal der 16er keine 16er sondern ein 10er. Ich sage nur Spielertraube. Da interessiert es kein Kind, was in seinem Rücken los ist. Und beim Abstoß ist es in der Regel so, dass der Trainer "Zustellen brüllt", die Spieler merken, dass der Keeper überfordert umher sieht und nicht weiß wo der Ball hin soll. Dann brüllt der eigene Trainer "Spiel doch endlich" und alles ballt sich um den Strafraum. Erlebe ich bei nahezu jedem Spiel der Bambinis oder der F-Junioren.

    - sie einen weiten Paß als taktisches Mittel für einen Konter nicht fördert

    Bei vielen F-Junioren dürften bereits Pässe über 10 m als "weiter Pass" gelten. Das Passspiel sollte in der Ausbildung von F-Junioren nicht die zentrale Rolle einnehmen, weite Pässe schon gar nicht. Die Kinder sind bis auf wenige Ausnahmen nicht in der Lage solche Distanzen einschätzen zu können, geschweige denn platziert über größere Entfernungen ihren Mitspieler zu treffen.


    sie nur für den Torwart gilt (die Feldspieler dürfen den Ball aus ähnlicher Positon weiterhin über die Mittellinie dreschen

    Wie bereits geschrieben, gilt dieses Verbot bei mir im Kreis auch für Feldspieler.

    Kuios ist, dass diese Regel in der E-Jugend wieder abgeschafft wird,

    Auch das ist nicht allgemein gültig richtig. In vielen Kreisen gilt das Verbot für alle Altersklassen im Kleinfeld.

    Es ist einfach nicht spielnah konsequent defensiv 1 gegen 1 zu gehen

    Warum? Begründe doch mal deine Auffassung. Es ist EINE von mehreren möglichen Optionen. Sicherlich eine mit dem höchsten Fehlerpotential, aber wir reden hier von einer F! Ich erlebe häufig, dass ergebnisorientierte Trainer diese Option geradezu verbieten (natürlich werden die Verteidiger bei diesen Trainern im offensiven 1 gegen 1 oft gar nicht geschult).

    Ferner werde ich meinen Keeper nie sagen, dass er in den gedeckten Mann spielen soll, der dann mitunter im Extremfall dann eine offensive 1 gegen 1 Situation mit Gegner im Rücken lösen muss.

    Diese Anweisung wird sicherlich niemandem seinem Keeper geben. Allerdings höre ich sehr oft Trainer, die das explizit verbieten. Warum? Auch das sind Erfahrungen.

    Gelöst wird das Problem nur,

    Nur eine Lösung? Sehe ich anders. Das Überladen ist wiederum EINE Option von mehreren. Und die von dir angesprochene Überzahl sehe ich sehr selten. Die Gegenspieler gehen nämlich brav mit. Bis dann am Ende 12 Kinder am Strafraum stehen, wenn sich der (von außen noch nervös gemachte) Keeper nicht entscheiden kann, wo der Ball hin soll.

    viele auf Sicherheit bedachte Keeper, die bei Mannorientierungen einen Abwurf in die zweite Reihe machen, da dann schon bei etwaigen Ballverlusten viele Kinder hinter dem Ball stehen

    Das ist eine weitere Option. Warum verbieten? Ausprobieren lassen, im Training Fragestellungen dazu und die Kinder selbst auf die Lösungen kommen lassen. In der Umsetzung klappt das natürlich nicht immer, aber die Kinder haben zumindest ein paar Ideen, wie sie die Situationen lösen können.

    Bei mir ist es so geregelt:
    Der Abstoß, der Abschlag aus der Hand oder der Abwurf des Torwartes dürfen die Mittellinie nicht überschreiten. Diese Regelung bezieht sich beim Abstoß auch auf jeden Feldspieler dieser Mannschaft. Bei Vergehen gegen diese Bestimmung wird an der Stelle, wo der Ball die Mittellinie überschreitet, ein indirekter Freistoß für den Gegner verhängt.
    War der Ball nicht im Aus und der Torwart hat den Ball gehalten, dann handelt es sich um einen Abschlag oder Abwurf. Bei mir hier gilt auch das Verbot, dass der Ball die Mittellinie nicht überschreiten darf.


    In deinem KFA ist es etwas unklarer ausgedrückt: Der Abstoß kann auch als Abschlag oder Abwurf erfolgen. Nach meiner Lesart dürfte aber die Regelung genauso gemeint sein, wie in meinem KFA. Somit dürfte auch ein Abschlag oder Abwurf nicht die Mittellinie überqueren.


    Zur Frage von @Mapo
    Ich sehe es auch so, dass diese Regel insofern sinnvoll ist, als dass sie zum "hinten raus spielen" animieren soll. Unabhängig davon dürften ohnehin nur die wenigsten F- Junioren in der Lage sein, einen Abschlag anzunehmen. In der Tat führt die Regel in der Praxis allerdings zum konsequenten Zustellen. Den Begriff Pressing will hier bewusst nicht verwenden, auch wenn dieser auf den Kreisklassesportplätzen gerne fällt. Zu meist von Personen, die davon überhaupt keine Ahnung haben. Nun kann man sicher sagen, dass genau dieses Zustellen zum Lerneffekt bei der herausspielenden Mannschaft führt. Dies setzt aus meiner Sicht aber auch Trainer voraus, die damit umzugehen verstehen. Werden die Spieler geduldig im 1 gegen 1 offensiv geschult und werden die auftretenden Gegentore durch Ballverlust in Kauf genommen, dann wird sich in der Tat der gewünschte Lerneffekt einstellen.
    Leider sehe ich aber sehr viel öfter Trainer die ihre Spieler anbrüllen, wenn am eigenen Strafraum die 1 gegen 1 Aktion gesucht wird. Lieber schnell zum Torwart klatschen lassen und drischt den Ball dann nach vorne, oder der Verteidiger kloppt ihn gleich selbst in die gegnerische Hälfte.
    Ich habe versucht die Situation dadurch zu entschärfen, mit dem gegnerischen Trainer einen "Nichtangriffspackt" zu schließen. Einfach die eigene Truppe bis Höhe Mittellinie zurückgezogen. Das klappte bei den Bambinis meistens, in der F ab und zu und bei den E-Junioren gar nicht mehr. Sollte die FPL irgendwann bis zur E ausgeweitet werden, wäre es einen erneuten Versuch wert.
    Man könnte natürlich darüber diskutieren, ob es Sinn macht eine entsprechende Regel einzuführen. Wobei ich persönlich der Meinung bin, so wenig Regeln wie möglich im Kinderfußball aufzustellen.
    Nach meiner Erfahrung löst sich das "Problem" des Zustellens spätestens mit guten 1 gegen 1 Fähigkeiten bzw. mit guten Freilaufbewegungen.

    Das heißt, wenn bei euch jemand keine Lust auf TW,Mittelfeld oder Verteidigung hat, dann spielt er nur im Sturm?

    Ich differenziere zwischen "keine Lust" und "Angst".
    Angst hatten die Kinder, wenn überhaupt, nur im Tor. Bei den Positionen im Feld gibt es einige die lieber in der Abwehr spielen, einige die lieber im Sturm spielen. Komischerweise die wollen aktuell die meisten ins Mittelfeld. Weiß auch nicht woran das liegt.

    Wie kann ich sowas Trainieren, welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

    "zu langsam" und "lauffaul" ? Was genau hast du beobachtet: Brauchen sie zu lange um los zu laufen? Laufen sie nicht so schnell wie sie können? Oder können sie schlicht nicht so schnell laufen wie andere Kinder?
    Brauchen sie zu lange um zu erkennen, dass sie los laufen müssen, hängt es wohl an Handlungsschnelligkeit. Hier empfehle ich Spielformen mit Farben/Figuren/Aufgabenstellungen.
    Laufen sie nicht so schnell wie sie können, würde ich im Training mit Wettkampfformen wie z.B. Staffelspielen arbeiten.
    Können sie nicht schnell laufen (was allerdings bei einer gesamten Mannschaft seltsam wäre) würde ich mir ihren Bewegungsablauf genauer ansehen. Koordinative Übungen zur Verbesserung des Laufstils wären dann geeignete Möglichkeiten.
    Ganz allgemein bieten sich Zweikampfübungen an, z.B. wer zuerst am Ball ist, hat den ersten Torschuss.

    Wenn ich zwei Kinder habe, die sehr starkes Interesse zeigen an der Position des Torwarts und sich auch noch super geschickt anstellen, warum soll ich das dann nicht besonders fördern?

    Das hat doch niemand in Abrede gestellt. Der TE hat doch eine ganz andere Situation vor sich. Er hat niemanden der ins Tor will, du dagegen zwei, die unbedingt wollen.
    Natürlich sollst du das altersgemäß fördern. Aber eben auch nicht vergessen, dass es letztlich allen Kindern mal gut tut, das Spiel aus Sicht eines Torwarts zu sehen.
    Da bei mir grundsätzlich alle mal im Tor stehen, gibt es auch keine dummen Sprüche gegen den Keeper, wenn der im Spiel ein Gegentor bekommt.

    Hab grad mein Frühstück verschluckt!


    in unserer Mannschaft 2008 wurde der größte Junge schon vor Jahren ins Tor gestellt.

    Leider typisch, was die Sache aber nicht besser macht.

    Leider stellt sich bei vielen Situationen die Frage ob dies die richtige Position für diese Kind ist

    Die Frage stellt sich nicht, weil es bei 2008er überhaupt keine festen und damit "richtigen" Positionen geben sollte.


    Nach Aussagen des Jungen möchte er eigentlich gar nicht im Tor stehen

    Warum stellt ihn der Trainer dann ins Tor? Ob es nun zu anstrengend ist oder nicht im Feld, wenn er nicht ins Tor will, dann sollte er auch nicht gezwungen werden.

    Das Problem ist nun das wir auch keine Alternative zu diesem Jungen haben. Es gibt zwar andere Kinder die ins Tor gehen würden . aber nicht dauerhaft.

    Doch habt ihr, nämlich jedes Kind, welches mal ins Tor gehen möchte. Warum dauerhaft? Jeder eine Halbzeit oder ein Spiel, wo ist das Problem?

    Kann man eine Spieler mit gezielten Torwarttraining in diesem alter verbessern.

    Nicht einen, alle! Einfache Fangübungen um die Angst vor dem Ball zu verlieren, Lob für gute Aktionen, Interesse an dieser Position wecken!

    Das "In-den-Gegner-rennen" ist nach meiner Erfahrung meistens ein "Kopf-unten-Problem".

    Das möchte ich ergänzen um das "MItspieler-nicht-sehen-Problem". Selbst wenn der Kopf oben ist, nehmen die Kinder in diesem Alter ihre Mitspieler oft nicht wahr. Gründe dafür sind sicher die "Ich-Bezogenheit", die in diesem Alter völlig normal ist oder auch einfach das Sehvermögen. Hinzu kommt aus meiner Sicht auch die höhere Geschwindigkeit im Vergleich zu den Bambinis. Gegenspieler bewegen sich "plötzlich" auch mehr und vor allem schneller.
    Gerade das Dribbling sehe ich in der F als das wohl wichtigste Entwicklungsziel. Und das Wettspiel ist nun mal auch die Überprüfung der Zielerreichung.
    Zur Frage der Vorgaben bin ich bei @Strznievski, eine Vorgabe pro Halbzeit. Darauf würde ich mich im Spiel beim Coaching auch beschränken. Machst du mehrere Vorgaben, musst du diese im Spiel auch coachen (alles in die Pause packen wird m.M.n. zu viel).

    oder ergeben sich viele ansprechbare Punkte aufgrund der zunehmenden Praxis praktisch von selbst?

    Das ist meine Erfahrung. Darüber hinaus hilft es, altersgemäße Hinweise im Training zu geben, bzw. darüber zu sprechen.
    Ich erlebe immer wieder, dass von Trainern Vorgaben gemacht werden, die von den Kindern inhaltlich überhaupt nicht verstanden werden, geschweige denn umgesetzt werden können.