Im Thema bzgl. Übersteiger in der G-Jugend habe ich die These in den Raum gestellt, dass altersgerechtes Training, nach pauschalen Konzepten nicht mehr zeitgemäß ist und aus meiner Sicht überholt ist. Qualifizierte Trainer bzw. langjährig erfahrene Trainer müssen aus meiner Sicht bedarfsgerechtes Training für die Leistungsfähigkeit und die Motivation der Kinder anbieten. Dies hat für mich persönlich keine Altersstufe sondern gilt vielmehr für den Bereich bis einschließlich D-Jugend.
Natürlich kann diese Art Training nicht jeder bieten, diejenigen von uns, die aber stets über den Tellerrand hinaus schauen sind absolut in der Lage, die Bedürfnisse ihrer Kinder auch unter dem Aspekt der Leistungsfähigkeit zu bewerten und sie entsprechend - wenn nötig auch ihrem Alter voraus auszubilden.
Die Zusammenstellung und Struktur der Mannschaft ist hierfür natürlich als Maßstab anzusetzen, den wir müssen nicht nur einem sondern der gesamten Gruppe gerecht werden.
Meinungen?
Grüße
Björn
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Björn,
-als erstes meine Erinnerung zur/zu den hunderten wissenschaftlicher Studien, die besagen, was Kinder können und was nicht. Gegenteilige Studien kenne ich nicht, falls du eine kennst benenne sie mir.
Die Studien sagen im Prinzip alle das Gleiche, nämlich das Kinder bis zu einem bestimmten Alter bestimmte Dinge die mit Geschwindigkeiten zu tun haben und mit räumlichen Sehen einhergehen...entwicklungsbedingt unbeeinflussbar nichts anfangen können. Grenzen sind fließend....so dass es ganz super wenige Ausnahmefälle sind, die aber -so sie nicht als Mannschaft zusammengestellt sind- irgendwie nicht zum Zuge kommen. Das finde ich auch nicht schlimm, denn es gibt -und da sind wir doch eigentlich dabei was dein hiesiges Thema ist angekommen- ausreichend Übungen, die auf die Dinge nicht eingehen, die die 99 Prozent der meisten Kinder ebend nicht tun können.
Je nach Trainer und seinen Ideen und seiner Art und Weise...kann man diese Zeitphase mit tollen Übungen schmücken, die alles andere als langweilig wären. Ich rede auch von korrdinativen Übungen, von Spielformen, Übungsformen mit und ohne Provokationsregeln und auch von Kinetic und und und.
Im Prinzip rede ich von individualtechnischem Tun.
Sobald man in den Bereich gelangt, wo sie in ein taktisches Tun geraten - Grenzen sind fließend - sehe ich die Möglichkeit auf individualtaktisches Tun. Erst dann würde ich Trainingsformen einbauen, die mit Geschwindigkeiten und räumlichem Sehen zu tun haben. Ich spreche hier nach meinem Verständnis von Passübungen die in Kombination gespielt werden (Spieler bewegt sich...so z.B. an.- und mitnehmen...den freistehenden Mitspieler im Lauf anpassen...ihn in den Lauf spielen).
Für mich wäre das E Jugend zweites Jahr...ab der D.
Davor...man siehe die/das Gutachen (siehe z.B. meine Signatur) ist und bleibt es für die 99 Prozent ein Nogo...nicht machbar...auch nicht über 100000000 Übungen....es wäre Überforderung, Zeitverschwendung. Die Evolution hat uns noch nicht weiterentwickelt und deswegen wirst du auch keine anderen Studien finden, die hier grünes Licht geben würden...ich kenne jedenfalls keine. Und meine Erfahrung bestätigt das auch so.
dieses schlagwort 'altersgerecht' gibt es ja noch gar nicht so lange.
ich bin schon immer der meinung, das 'altersgerecht' eher durch 'leistungsgerecht' ersetzt werden sollte und ich bin auch mit diesem ansatz immer gut gefahren.
leider ist der leistungsansatz in unserer fußballspassgesellschaft im breiten nachwuchsbreich recht verpöhnt.
das konzept des altersgerechten trainings ist genauso eine momentane ersacheinung wie viele andere dinge in den letzten jahren auch.
Leistungsgerecht ist altersgerecht, Grenzen sind fließend. Mir kann jedoch niemand erzählen, dass ein G oder F Kind in ein Passkombinationsspiel eintauchen kann, muß und soll, nur weil es im Augenblick als Talentiert gilt und man MEINT (Meinen ist NICHT WISSEN!) das deswegen grünes Licht zu geben ist für A Jugendtraining bei den Minis.
Es wird auch nicht möglich sein -siehe Statement an Zodiak-.
Erst wenn das Gehirn -so steht es in der beispielhaft und stellvertretend für anderen wissenschaftlichen Studien- die Synapsen geschlossen hat...kann man bestimmte andere Trainings beginnen.
Man verbessert erst dann ....macht man das nicht, würden die Spieler auch ohne Trainerzutun bestimmte Dinge automatisch selbständig tun. Man erzeugt über Training eine Verbesserung dieses dann einsetzenden Könnens, ...nicht -so meine Meinung- erzeugt man das überhaupt durch Training und trainieresches Zutun. Das ist für mich vermessen...daran glaube ich nicht...das münze ich mir nicht an. Ich schrieb es ja auch schon in einem anderen Thread wo ich selber die Frage danach stellte, ob wir Trainer uns nur einbilden das wir beibringen oder ob alles automatisch kommt.
Leistungsgerecht ist bei mir dann verpöhnt, wenn man meint, dass man von den Möglichkeiten der Kinder abweicht, weil man meint ein Talent vor sich zu haben. Das Talent der F....rennt genauso über die Straße und erkennt genau so nicht die echte Geschwindigkeit des Autos und das Talent schicke ich auch nicht im F-Alter mit dem Fahrrad allein zur Schule. Passiert da was, wird der Staatsanwalt demjenigen Elternteil schon das richtige dazu sagen, das garantiere ich.
Und genau deshalb ist das F Kind das talentierter ist, auch innerhalb der Altersziele -eventuell mit einer anderen Taktung/Frequenz/Verschwierigung- der gleichen Übungen wie die anderen machen....gut bedient. Da rennt auch nix weg.
Dazu noch die Anmerkung...das viele von Leistungsgruppen sprachen die sie bedienten. Ich fragte mich jahrelang was das nun genau ist. Bundesliga in der F oder was? Das ist hier die Kreisliga A und da bediente ich 12 Jahre und darauf bin ich weder stolz...noch bilde ich mir darauf irgendwas ein. Das waren ganz normle Kinder die halt in der F oder E 1 spielten...mehr nicht. Diese stink normale Kreisliga ist woanders schon die Leistungsliga...muss man sich mal vorstellen. Da haben doch manche Trainer gemeint, nun richtig loslegen zu können. So ein Nonsens.