Beiträge von MightyReds

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    Stand heute würde ich sagen, dass man dazu keine Quelle benötigt, weil die Kinder (und viele Erwachsene) FUNino nicht kennen. Sie haben allerdings evtl. schon mal ein Spiel gesehen oder zumindest einen Sportplatz (und da stehen meistens auch nur 2 Tore).

    Da hast du natürlich recht. In erster Linie kommen sie wegen dem Spiel(en). Der Trainer ist dann maßgeblich dafür verantwortlich, wie der Begriff "Spiel" und "Abschlussspiel" geprägt wird. Je öfter er dieses in Verbindung mit einem großen Spiel bringt, desto eher verlangen sie nach diesem. So zumindest meine Erfahrung. Dass sich dieser dabei an das Wettspiel orientiert, halte ich nicht für abwegig.

    Zu beobachten ist z.B. bei meiner Truppe, in der ich letzte Saison eingestiegen bin, dass sie, egal wie lange wir in der Einheit 2vs2, Funino oder 5vs5 spielen, ab und an doch noch fragen, ob wir noch ein "richtiges" Abschlussspiel machen.

    Diese Verknüpfung zwischen "großen Spiel" und "Abschluss" kommt mMn a) durch meinen Trainerkollegen, der dies vorher häufiger so spielen ließ (bzw. häufig nach dem Muster "Erst Üben - Spiel ist dann Belohnung" vorging) und b) durch den Spielbetrieb, der momentan den 7er Fußball als richtigen Fußball vorgibt. Möglich halte ich u.a. auch bei a), dass sie das Spielen in kleineren Spielformen nicht als Fußballspiel empfinden, da das Spiel nicht als elementarer Baustein des Trainings vermittelt wurde (siehe Horst Wein bzw. GAG - Methode).


    Das sind aber nur meine Gedanken dazu und möglicherweise nicht beweisbar :/

    EnterTrainer


    Die Frage, ob du ehrlich zu deinen Spielern bist, hättest du mir wenigstens noch beantworten können. ;) Oder wie begründest du es, dass die in deinen Augen schlechteren Spieler in den Punktspielen nicht die gleichen Einsatzzeiten erhalten wie die besseren? Wie begründest du es, dass die schlechteren dafür ihre Spielzeiten in, in deinen Augen unwichtigen, Freundschaftsspielen erhalten? Der Ausbildungsgedanke scheint es nicht zu sein, zumindest lesen sich deine Beiträge so.


    Die beschriebene Situation ist natürlich erstmal rein fiktiv und leicht überspitzt formuliert, sollte aber jemanden, der andere als "Funino-Jünger" betitelt und selbst nicht mit Übertreibungen geizt, um seinen Standpunkt vertreten zu können, kalt lassen und basiert ausschließlich auf deinen Schilderungen, was Kindern wichtiger sei.


    Vielleicht fällt es dir leichter, wenn ich die Fragen direkt zu deinen aufgestellten These stelle:

    - sollte Funino flächendeckend bis zur E-Jugend als Regelspielform eingeführt werden, werden die Aktivenzahlen im KiFu-Bereich signifikant sinken

    Hier wäre ich dir für Quellen, sofern vorhanden, dankbar.


    - Die Kinder, die in den Verein kommen, wollen definitiv Fußball so spielen wie die Großen und zwar auf 2 Tore und nicht Funino auf 4 Tore mit ggf weiteren Provokationsregeln.

    Auch hier bitte eine Quelle.


    - Wenn man Funino als Regelspielform einführt, priorisiert man individuelle Ausbildung gegenüber dem Zusammenhalt des ganzen Teams mit allen damit verbunden Nachteilen. Damit sägt man zugunsten einer optimierten Selektion mutwillig am

    Fundament des Fußballs als Breitensport.

    Inwieweit sägt man mit der Einführung einer neuen Spielform am Fundament des Fußballs als Breitensport? Inwieweit unterscheidet sich die Selektion vom 7er Fußball zu dem des Funinos? Ist es nicht besser, dass auch die weniger talentierten Kinder, denen die Chance zum Fußballspielen im 7er Fußball genommen wird, weil die Mannschaften aufgrund der Teamstärke nichts anderes zulassen, im Funino die gleichen Rechte zugesprochen bekommen, wie die weiter entwickelten? Du fragtest im passenden Thread danach, wie Funino die Lücke zwischen den guten und schlechten schließen soll. Die Frage möchte ich an dich stellen, wie schließt der 7er Fußball diese?


    - Was hat das Kind davon, wenn es "gut ausgebildet" wurde und dann später 3x in der Woche bei einem 20 km entfernten größeren Verein trainiert? Ist das Kind-gerecht?

    Wo siehst du hier einen expliziten Zusammenhang zum Funino? Ist es nicht eher die Schuld der Eltern, wenn sie sich davon locken lassen?


    Du lehnst es nicht ab, die Mannschaftsgrößen anzupassen und kannst dir auch Funino bei den Bambinis vorstellen und 5er Fußball bei den F-Junioren. Damit bist du schon um einiges weiter als viele andere. So weit scheinen wir nicht voneinander entfernt zu sein.


    Ziel sollte es doch sein, die Kinder möglichst einfach an das Spiel heranzuführen. D.h. das Spiel soweit hinunterzubrechen, dass sie ihn altersgerecht erleben können. Nach DFB (Link: DFB Bambinis) zeigen Bambinis:

    • starke Ich-Bezogenheit
    • Schnelle Ermüdung
    • Geringes Konzentrationsvermögen
    • Verspieltheit

    Jetzt gibt es die Möglichkeit, diese Verhaltensweisen den Bambinis abzutrainieren (Fragen zur Abgewöhnung der Traube gibt es hier im Forum zu genüge) oder diese Eigenschaften zu respektieren und den Spielmodus abzuändern. Funino ist mMn hierfür noch zu komplex. Deshalb tendiere ich bei den Bambinis zum 2er Fußball auf mindestens 2x1 Meter große Tore, da hier Rücksicht auf diese Eigenschaften genommen wird. Selbst wenn sich dort ein Kind in das Minitor stellt, wird es niemals die 2m abdecken können.


    Visieren wir den 11er Fußball als Ziel an, wäre der nächste Schritt, bei den F-Junioren komplexere Spielsituationen zu fördern, ohne die Individualität aus den Augen zu verlieren. Während es beim 2er Fußball maximal 2vs2 Situationen geben kann, gibt es beim Funino maximal 3vs3 Situationen (bzw. 1vs3 Situationen), was in dem Alter schon überschaubar ist. Gleichzeitig werden durch die Tore auf den Seiten und der ungeraden Anzahl an Spielern ständig Überzahlsituationen gefördert. Gibt es eine Traube vor einem der Tore, muss das andere frei sein. Im 7er und 5er Fußball ist dies anders. Kommt der Ball vor das Tor, entsteht dort eine zumeist eine Traube. Dass dort dann ein Tor fällt, ist teilweise reiner Zufall.


    Dann kommt der 5er Fußball auf Handballtore bei den E-Junioren. Nach Horst Wein wäre der 11er Fußball ab 14 Jahre dran, also bei uns ältere C-Jugend. Dazwischen gäbe es noch die Einteilung zwischen 7er und 8er Fußball. Wo ich erstmal keine Probleme mit sehe.


    Edit: Sorry, musste abbrechen. Die Eintracht gucken :S

    4. hier bin Ich auf einen Erfahrungsbericht gespannt: wie lange dauert ein Funino Turnier in der Regel? Wie lange ist zwischen den Spielen Pause? Wenn Ich mir das so vorzustellen habe wie ein 7vs7 Turnier vom Zeitaufwand, dann halte Ich das für ungeeignet in den Wintermonaten.

    Ich kann nur von uns berichten. Generell unterscheide ich zwischen a) Spieltag und b) Turnier.

    Spieltage habe ich noch keine im Funino ausgerichtet oder daran teilgenommen, ist für nächste Saison aber schon fest einmal im Monat eingeplant. Wie im momentanen Ligabetrieb möchte ich den zeitlichen Aufwand so gering wie möglich halten, sowohl für Trainer als auch Eltern. Für die Spieler soll das maximale Spielzeit/Zeit Verhältnis erreicht werden. Deshalb sehe ich (und so werde ich es zukünftig organisieren) den Champions League Modus hier als beste Möglichkeit. Angesetzt sind maximal 1 1/2 Stunden incl. Pausen und Verzögerungen (entspricht einer Trainingseinheit). Bei 6 Spielen ergibt dies eine Spielzeit von 48 Minuten (bei 8 Minuten pro Spiel). Nach 3 Spielen gibt es eine Pause, ansonsten ist zwischen den einzelnen Spielen maximal eine kurze Trinkpause.


    Eingeladen werden von mir pro Spieltag 2 bis 3 Vereine, so dass wir jedes mal zwischen 6 und 10 Funinoteams zusammenbekommen. Das bedeutet, es können 24 bis 60 Kinder gleichzeitig auf einem normalen Fußballfeld spielen.


    Turniere kann sich jeder (wie auch beim 7er Fußball) frei austoben. Wir hatten 8 Teams dabei, aufgeteilt in 2 Gruppen und mit anschließender Gold- und Silberrunde. Durch "nur" 2 aufgebaute Felder hatte jedes Team exakt ein Spiel Pause zwischen ihren eigenen. Gesamtdauer waren 2 1/2 Stunden.


    2. Der zeitliche Aufwand wird sich wahrscheinlich erhöhen. Natürlich machen wir das gerne für das Wohl unserer Spieler, aber nicht jeder Trainer und nicht jedes Elternteil sieht das so.

    Wenn Funino parallel zum momentanen Ligabetrieb stattfinden, muss ich dir recht geben. Das ist enorm viel Aufwand, den nicht jeder leisten kann und will, wofür ich absolutes Verständnis habe. Das ganze ändert sich, wenn wir vom Ligabetrieb wegkommen und in Spielfestivals denken, die 1 oder 2 mal im Monat stattfinden. Den Eltern blieben so immer noch 2 Wochenenden im Monat ohne Fußball und somit auch die Trainer. Wer mehr möchte, hat an allen Wochenenden die Möglichkeit, ein Turnier auszurichten. Positiver Nebeneffekt wäre, dass sich diese nicht mehr nach Rundenende so ballen würden.

    Danke Goodie! Ich wollte es erst in einen der anderen Funinothreads posten, auf die Gefahr hin, komplett für Verwirrung zu sorgen :whistling:


    Genau... Kaum hat jemand eine andere Meinung, schon will man nicht mehr diskutieren. Amüsant.

    In dem Thema werde ich mich außer bei Fragen an Matthias Lochmann nicht mehr beteiligen. Du darfst mich gern in einen anderen Thread verlinken, der Thread ist mir für solche Geschichten zu Schade.

    Um mich mal selbst zu verlinken ;)



    Zu 1) Welche Funktion kannst du vorweisen, um dies zu entscheiden? Was bin ich froh, dass diese Entscheidung Menschen treffen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen.


    Zu 2) Wo unterstelle ich dir, dass du etwas gegen Funino hast?


    Zu 3) Und das soll mir jetzt was sagen? Dass man erst jetzt zum Schluss kommt, dass man momentan viele Kinder aufgrund der Struktur verbrennt?


    Zu 4) Und dann klingt es auch noch so provokant und populistisch. Allein das sollte schon zeigen, dass dir an einer fairen Auseinandersetzung nichts liegt. Gleichzeitig mir vorwerfen, ich sei engstirnig, weil der 7er Fußball in den betreffenden Altersgruppen seinen Zweck, das Spiel kindgerecht zu gestalten, verfehlt.


    Zu 5) Mir reicht eine statistisch relevante Anzahl. Die selbstgemachten Erfahrungen als allgemeingültig zu verkaufen, macht eine Diskussion unnötig. Da sich diese von einander unterscheiden werden. Oder eine unabhängige Untersuchung, je nachdem, mit was du dienen kannst.


    Zu 6) Die ersten Pilotligen starteten 2015. Einem Jahr nach dem WM-Titel. Deutschland ist 2018 in der Vorrunde ausgeschieden, 3 Jahre später. Bereits vor den Pilotligen wurde sich mit dem Thema befasst (Link: FT-Junior Funino, Seite 34-39) und wissenschaftlich untersucht. Was in den Leistungszentren passiert, ist für die breite Masse irrelevant!


    Zu 7) Was spricht für 7er Fußball bei den Bambinis, F- und E-Junioren und gleichzeitig gegen 2er/3er Fußball bei den Bambinis, Funino bei den F-Junioren und 5er Fußball bei den E-Junioren? Bitte um kurze Auflistung. Welchen Vorteil hat es, Kindergartenkinder vor die gleichen Probleme zu stellen wie 5. Klässler? Wieso das Spiel nicht an die Kinder anpassen, anstatt die Kinder an das Spiel? Was spricht gegen eine logische, aufeinander aufbauende Wettkampfstruktur? Im Training ist eine methodische Reihe sinnvoll, im Spiel nicht?


    Nennt man Zahlen zum Thema Funino, werden Behauptungen aufgestellt, die diesen widersprechen (sollen). Als Beispiel (in "fett" geschrieben Funino, in kursiv die angebrachten Kontras), bitte um Erweiterung:


    a) Durch Funino und der Veränderung des Spieltages erhält jedes Kind gleiche Spielzeiten.

    - Aber Kinder wollen das nicht. Sie freuen sich auch über Siege, wenn sie weniger spielen oder nur zuschauen.

    - Kinder haben nur am richtigen Fußball Spaß.

    - Es zählt nur der Ausbildungsgedanke.


    b) Die Anzahl der Ballkontakte steigt bei jedem Kind signifikant an.

    - Das ist mir(!) als Trainer egal, da es mir(!) vorrangig nicht um die Ausbildung der Spieler geht.

    - Was bringt es dem Dorfverein, wenn die guten Spieler dann plötzlich abgeworben werden?


    c) Kleinere Teams begünstigen eine homogene Einteilung.

    - Das ist pure Selektion!

    - Kein Teamzusammenhalt mehr möglich.


    d) 2 Tore fördern den Überblick und die Entscheidungsfindung.

    - Kein richtiger Fußball.



    Ich weiß nicht, was man für euch noch machen muss, um eine gute Diskussionsgrundlage zu bieten? Die genannten Pro-Faktoren sind mit Zahlen(!) belegbar. Es wird sich seitens der Initiatoren kritisch und wissenschaftlich (siehe die Eröffnung des Themas von Matthias Lochmann und der Bereitstellung der bisherigen Untersuchungsergebnisse) damit auseinandergesetzt. Wo bleiben die Bemühungen, die Vorteile des 7er Fußballs von den Bambinis bis zur E-Jugend zu untersuchen? Kommt da noch was?


    Hinzu kommen abstruse Behauptungen, die eine sachliche Diskussion unmöglich machen:

    Was hat das Kind davon, wenn es "gut ausgebildet" wurde und dann später 3x in der Woche bei einem 20 km entfernten größeren Verein trainiert? Ist das Kind-gerecht?

    sollte Funino flächendeckend bis zur E-Jugend als Regelspielform eingeführt werden, werden die Aktivenzahlen im KiFu-Bereich signifikant sinken. Die Kinder kommen um Fußball zu spielen und zwar mit Torwart und mit der Möglichkeit aufs Tor zu bolzen.

    Wenn man Funino als Regelspielform einführt, priorisiert man individuelle Ausbildung gegenüber dem Zusammenhalt des ganzen Teams mit allen damit verbunden Nachteilen. Damit sägt man zugunsten einer optimierten Selektion mutwillig am

    Fundament des Fußballs als Breitensport.

    Das die Kinder von sich aus gerne nur Funino spielen, entspricht einfach nicht meinen Erfahrungen und ich kann das, ehrlich gesagt, auch nicht glauben.

    Die Kinder, die in den Verein kommen, wollen definitiv Fußball so spielen wie die Großen und zwar auf 2 Tore und nicht Funino auf 4 Tore mit ggf weiteren Provokationsregeln.

    Eine vertiefende Diskussion ist so nur schwer zu leisten. Funino als Grund für Drop-Out? Wie hoch ist die momentane Drop-Out Quote nochmal? Wie lange ist Funino davon verpflichtend für die F-Jugend(!) verpflichtend gewesen? Was, Drop-Out mit 7er Fußball, wo das Zuschauen den Kindern so viel Spaß macht, sie keine Minute spielen, dafür aber einen Pokal gewinnen? Aber das wollen die Kinder ja. Selbst spielen und den Pokal dadurch nicht gewinnen, das will doch kein Kind.


    Ich stelle mir EnterTrainer am Ende des Turniers gut vor: "Paule, du warst ein spitzen Auswechselspieler! Ich habe dich draußen gelassen, damit wir das Finale gewinnen können. Aber beim nächsten Freundschaftsspiel bekommst du deine 5 Minuten, aber bitte versemmel es nicht. In ein paar Monaten hast du dann genauso viel Spielzeit gesammelt wie unser bester Spieler Max heute!" Oder bist du nicht so ehrlich zu deinen Kindern?

    Erinnert mich an eine Trainerin (mit Lizenz) bei uns im Lehrgang: Sie stellte die Behauptung in Frage, dass immer mehr Kinder übergewichtig werden. Dagegen hielt sie, bei ihr in der Mannschaft gäbe es keine dicken Kinder. Das beste kommt noch. Dicke Kinder werden bei ihr im Verein nämlich erst gar nicht angenommen :D:D. Das ist für mich sinnbildlich für die Funino-Diskussion, auf der einen Seite geschaffene Zahlen, auf der anderen die eigene ziemlich eingeschränkte Wahrnehmung.

    Mit ihr zu diskutieren, unmöglich.

    MightyReds fordert sogar, dass Funino vom Verband vorgegeben wird und so gemacht werden muss!? Hallo? Mit welcher Berechtigung?

    Die Verbände scheinen da schon auf einen guten Weg zu sein. Behutsam als Alternative anbieten und der nächste logische Schritt wäre es, die Spielformen in den verschiedenen Altersklassen (2er/3er Fußball Bambinis (wie beim ÖFB), Funino in der F und 5er Fußball in der E) fest vorzugeben.


    Das Runde soll ins Eckige.

    Dieses Grundprinzip hat der ein oder andere wohl vergessen, wenn er den Vereinen Funino aufzwingen will.

    Beim Funino lautet der Spruch: "Das Runde muss in eines der beiden Eckigen". Wir hatten letztens unser erstes Funinoturnier ausgerichtet, es fielen in 38 Spielen 325 Tore. Bekomme da keinen Zusammenhang, wieso Funino dem widerspreche.


    Wie ist das bei den Funino-Jüngern:-)? Halle Nein? Funino Ja? Das ist eine ernstgemeinte Frage.

    In der Halle kann auch Funino gespielt werden ;) Ansonsten sehe ich keinen Zusammenhang zwischen Funino und Halle.


    Ich finde es wirklich amüsant. Wenn man sich gegenüber Funino konstruktiv kritisch oder auch einfach kritisch zeigt, und zwar als einzige Form des Wettbewerbs, dann wird man von den "Funino-Jüngern" massiv angegangen.

    Was sind denn "Funino-Jünger"? Es ist das eine, sich kritisch zu äußern und das andere, abstruse Behauptungen aufzustellen und diese als Fakt darzulegen.

    Das ist nicht bewiesen. Es kommen die Mädels, Party, Ausbildung usw. Die sind wohl eher dafür verantwortlich, wenn Jugendliche in dem Alter aufhören.

    Immer wieder amüsant. Alle Aussagen sind unbewiesen und am Ende werden selbst Thesen aufgestellt, die noch weniger bewiesen sind.


    In dem Thema werde ich mich außer bei Fragen an Matthias Lochmann nicht mehr beteiligen. Du darfst mich gern in einen anderen Thread verlinken, der Thread ist mir für solche Geschichten zu Schade.

    Es wäre schade, wenn auch dieser Thread wieder in eine verfahrene Diskussion mündet, in der immer wieder die gleichen, schon zigfach durchgekauten Contra-Funino Argumente gebracht werden. Das von Matthias Lochmann bereitgestellte Dokument geht auf viele dieser Punkte ein und wer dennoch weiterhin der Meinung ist, dass 7er Fußball für die Kinder besser ist, den wirst du maider187 nicht umstimmen.

    Jemand, der nichts von Rotation hält oder Spielern aufgrund ihres momentanen Entwicklungsstandes weniger Spielzeit zuspricht, wird seine Einstellung nicht freiwillig ändern.

    Deshalb ist es wichtig, dass sich die Verbände nach einer Einführungsphase konsequent (und vor allem einheitlich) zeigen und diesen neuen Weg vorschreiben, d.h. die Spielform in allen Kreisen vorgeben (bspw. 2er und 3er Fußball bei den Bambinis, Funino in der F und 5er Fußball in der E-Jugend). Dies scheint der einzige Weg zu sein, allen Kindern ein kindgerechtes Fußballspielen zu ermöglichen.


    Ansonsten ist es mMn für das Forum eine große Bereicherung, Informationen aus erster Hand erhalten zu können.

    Dieses Ziel habe ich mir gerade gesetzt wobei eigentlich bisweilen alle mit mir in eine Richtung schwimmen. Die frage wird nur ob dann auch alle wirklich mitziehen wenn es drauf ankommt.

    Viel Erfolg :thumbup:

    Schreib uns, wenn du aufgegeben hast 8o Ne, Spaß. Geht mit gutem Beispiel voran. Dann kann der große DFB es sich beim kleinen ÖFB abschauen...

    Nein ich könnte mir aber vorstellen, und überlege das auch ernsthaft, den Kampf gegen Windmühlen als verloren zu betrachten und -nur- noch Trainer zu sein.

    Das kann ich nur gut verstehen. Mich reizt es auch, bei unserer JSG ein "höheres" Amt zu übernehmen, weiß aber gut genug, dass ich für dieses andauernde Gegenhalten und Überzeugungsarbeit nicht die nötige Geduld und vor allem Lust mitbringen würde ^^. Mit dem aktuellen Stand würde ich mich nicht zufrieden geben können. Da investiere ich die Zeit momentan lieber in das Training mit den Kids, in dem Wissen, dass meine Bemühungen die Situation zu verbessern wahrscheinlich nicht nachhaltig sein werden.

    Andererseits ist das mit einer der Gründe, warum sich häufig nichts ändert. Man resigniert und die Sturköpfe bleiben im Amt und walten wie sie es gewohnt sind.


    Als "nur Trainer" lebt es sich noch halbwegs entspannt. Außer du möchtest Veränderungen, dann bist du wieder auf den Vorstand und Jugendvorstand angewiesen. Ein Teufelskreis.


    Wie du schon sagst, es ist schwierig.

    Auch haben wir z.b. Exerlights (inkl. dem Konzept) einem Sponsor vorgestellt, der es komplett finanziert hat.

    Es wird allerdings nicht in der Breite genutzt ;-(...

    Wenn sie nicht gebraucht werden, nehme ich sie euch gern ab :)


    Bei dir scheint es aber wie fast überall zu laufen. Es gibt ein paar wenige, die versuchen, das beste aus der Situation herauszuholen und die große Masse versucht (vllt auch unbewusst), so wenig Aufwand wie möglich zu betreiben. Könntest du dir vorstellen, nur als Jugendkoordinator aufzutreten, ergo kein Traineramt mehr zu übernehmen? Du scheinst ja die richtigen Ansätze zu haben und mit der gewonnenen Zeit ließen sich bestimmt mehr Dinge umsetzen bzw. intensiver angehen.

    Könnte mir aber auch gut vorstellen, dass das (für dich) weniger reizvoll ist, da der Bezug zur Praxis erstmal verloren ginge.

    "Ich kann dich nicht einwechseln. Das Spiel ist so eng und es läuft gerade so gut, da würde ich jetzt nur alles durcheinander bringen."

    Hat sich die Nichteinwechslung wenigstens gelohnt? Also für die Mannschaft ... ähhh ich meinte Trainer. ;)

    Hast du da einen Einblick, inwieweit sich seitens der Trainer an euer Konzept gehalten wird? Das klingt erstmal so, als wäre das nur eine lose Vereinbarung und Abweichungen hiervon werden in Kauf genommen. Auch wenn ich ein Befürworter von Richtlinien in jedem noch so kleinen Verein bin, ist die Frage immer, wie läuft es in der Praxis und welche Mittel der Verein zur Durchsetzung hat.

    Aber jetzt sehe ich bei uns Funino Felder und Kids, die eigentlich Spaß haben, und Trainer, die am Rand stehen und jeden Pass(!) ansagen.

    Mir fehlt dafür leider das Verständnis, wieso man Kinder nicht auch im Wettspiel frei spielen lassen kann, sondern den "wichtigen" Trainer mimen muss. Interpretiere dieses ständige Hineinrufen von Anweisungen als guten Willen vom Trainer, seinen Spielern helfen zu wollen. Dass er damit mMn genau das Gegenteil bewirkt, sieht er (noch) nicht.


    Vielleicht benötigt es wirklich "richtige" Informationsveranstaltungen für Funino, um den Gedanken dahinter an die Basis zu vermitteln. Nur wird man keinen zwingen können, diese zu besuchen und die, die es tun, sind meist nicht die, die es nötig hätten.

    Danke für den Link, da sind wir mit dem 7er Fußball bei den Bambinis leider noch meilenweit von entfernt.


    MDahlin

    Klingt aufjedenfall interessant. Kann mir gut vorstellen, dass 7 Min bei 2 bzw. 3 Spielern für die kleinen ziemlich anstrengend ist, dann auch noch mit der Aufregung beim offiziellen Spiel. Im Training halte ich es meist so, dass die Anzahl der Kinder pro Team summiere und dadurch meine Spielzeit bekomme, maximal jedoch mit dem Faktor 2 multipliziert (lieber mehr Spiele bei weniger Spielzeit), da ich im Training nie über ein 5vs5 hinausgehe, spielen sie somit maximal 10 Minuten am Stück.

    Ich hatte mal einen Thread erstellt, mit ähnlicher Thematik (richtete sich aber eher an neue Jungtrainer): Neue Trainer gewinnen

    Vllt sind da Punkte dabei, die von Interesse sind. Habe leider nicht mehr alles im Kopf, zum Großteil lief es aber darauf hinaus, dass vor allem eine angemessene Vergütung zur Verbesserung der Trainersituation führen könnte. Es gibt auch einige positive Beispiele, in denen Jugendspielern bereits miteinbezogen werden. Gerade dann benötigt man aber gute Trainer, um diese behutsam einzugliedern.

    maider187

    ich will jetzt nicht den falschen verlinken, meine aber, dass du es immer warst :) Wie wird denn bei euch bei den Bambinis im 2vs2 gespielt? Auf Minitore und ohne Torhüter? Als Spielfest? Hast du solche Spiele schon begleiten können und kannst kurz berichten, wie es ankommt?


    Alternativ würde ich eine Finanzierung über erhöhte Mitgliedsbeiträge in Erwägung ziehen, denn Kinder, die in zertifizierten Vereinen ausgebildet werden, bekommen damit ja auch einen "Mehrwert"

    Natürlich müssen die Mitgliedsbeiträge den Leistungen angepasst sein. Ein Fußballverein, der wirklich gute Jugendarbeit (wie genau diese aussieht, ist diskussionswürdig) sollte mMn minimal 20€ im Monat verlangen dürfen. Er muss sich aber auch im klaren sein, dass dann auch die Erwartungshaltungen steigen. Das Thema passt aber besser in deinen Thread und hat erstmal nichts mit Funino (Funino wäre eben ein Werkzeug, um gute Nachwuchsarbeit zu leisten) zu tun.


    Als weiteres Kriterium würde ich festlegen:

    - Minimalausbildung aller Trainer und Betreuer (zBsp 2 Halbtage analog dem DFB Mobil)


    Problematische sehe ich aber die Finanzierung:

    - Wo soll das Geld herkommen?

    - Wird durch die Fördergelder nicht die Kluft zwischen "guten" und "schlechten" Vereinen immer größer?

    Gleiches gilt hierfür und den von mir vorher angeschnittenen Part. Vllt gehe ich darauf nochmal in deinem Thread ein (wenn ich es nicht vergesse), bevor wir den "Funino - Thread" zumüllen.

    Die genannten Dinge als Ziele sind ja Konsens, aber diese als "Recht" zu bezeichnen ist absurd.

    Nenne es meinetwegen wie du willst. Diese Rechte müssen im Verein fest verankert sein und deren Einhaltung kontrolliert werden. Ggf. sogar von den Verbänden bzw. dem Dfb. Möglich wäre bspw. ein Prüfsiegel, welches ausgestellt wird bei:

    • Besitz und Einhaltung eines (kindgerechten) Konzeptes
    • Vorhandensein einer Anlaufstelle für Kinderschutz
    • eine gewisse Infrastruktur

    Erhält der Verein dieses Siegel, erhält er damit unabhängig der Seniorenteams und Ligenzugehörigkeit Fördergelder. Denkbar wäre eine Abstufung (1 bis 3 Sterne), je mehr Kriterien erfüllt werden, desto höher die fließenden Gelder, wobei die oberen Punkte mindestens zutreffen müssen. Vereine können sich freiwillig dafür anmelden.


    Es wäre eine Möglichkeit, es allen recht zu machen. Ein Verein, der sich entwickeln möchten und dafür auch mal neue Wege geht, wird gefördert. Der Nachbarverein, der gern alles beim alten lässt, muss sich nicht für dieses Programm anmelden und kann seine Linie weiterfahren. Ich habe da einen Verdacht, wo die Eltern ihre Kinder womöglich anmelden werden und leichter Trainer finden wird und welcher Verein in ein paar Jahren, zumindest die Fußballsparte, dichtmachen muss.