Beiträge von Sambu

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    Markus:

    Sicher, wenn wir 20 Kinder haben, melden wir zwei D7 statt einer D11.

    Es soll ja auch kein Argument pro oder contra D11 sein, sondern einfach ein Argument für den Beibehalt der Wahlmöglichkeit. Die kleinen Vereine sollten in der Lage sein, je nach Anzahl der zur Verfügung stehenden Spieler bzw. Trainer, eine Möglichkeit haben, allen Kindern das Fußballspielen zu ermöglichen.

    Der Sprung von D7 zu C-Verband ist mir zu groß, da neben der Umstellung auf Großfeld dann auch gleich der Leistungsdruck (Abstiegsmöglichkeit) dazu kommt.

    Man muß natürlich auch wieder zwischen kleinen und großen Vereinen unterscheiden. Etablierte Vereine werden in der Regel mindestens zwei C-Jugenden haben. Da spielt man dann nach der D7 erstmal "zur Eingewöhnung" in der C2 und dann erst als alter Jahrgang im Verband. Steigen kleinere Vereine dann mal aus dem Kreis in den Verband auf (Bezirke werden in SH abgeschafft), wird ein Teil der Mannschaft in der folgenden Saison aus ehemaligen D7-Spielern bestehen.

    Solange es sogar von Kreis zu Kreis unterschiedliche Regeln gibt (von bundesweit einheitlichen Regeln kann man ja derzeit nur träumen), wird man bei diesem Thema wohl kaum auf einen grünen Zweig kommen.

    Mir persönlich ist die Wahlmöglichkeit zwischen D11 und D7 aber eh wichtiger als Spekulationen darüber, wie D7-Spieler sich im C-Verband zurechtfinden. Mit der Wahlmöglichkeit, kann ich alle Kinder spielen lassen. Die D-Jugend, die ich nächstes Jahr trainieren werde, besteht aus Kindern mit sehr sehr weit verborgenen Talenten. Ob diese Kinder in einer D7 oder in einer D11 mehr lernen, ist mir nicht so wichtig, wie die Tatsache, dass alle Kinder in jedem Spiel zum Einsatz kommen.

    @ETV:

    International mithalten ist nicht Ziel des Breitensports.

    Anton:

    Ich persönlich habe auch nichts gegen den Leichtball (die Kinder unserer E-Jugend schon eher, die sich beim letzten Training die Bälle der G geliehen hatten). Steht ja auch so im Text. Die Kombination aus Leichtball und verkleinertem Spielfeld ist aber nicht besonders sinnvoll. Du schreibst ja selber, dass die Kinder zum bolzen verleitet werden.

    Anton und Fugazzi:

    D11 abschaffen - und dann D9 oder D7?

    Ich persönlich werde - wie weiter oben schon erwähnt - nach dem Sommer meine ersten Erfahrungen im D-Bereich sammeln. Kann also bisher nur die "nicht sportlichen" Aspekte einschätzen.

    Bei uns im Kreis Kiel gibts Wahlmöglichkeit zwischen D11 und D7. Vereine mit 15 Kindern im Kader melden halt D11, Vereine mit 10 Kindern dann D7.
    Was aber macht der Verein mit 15 Kindern, wenns nur noch D7 gibt?

    Unabhängig von dieser organisatorischen Frage bin ich auch mal auf die Gesamtumsetzung gespannt, wenns wirklich nur noch D7 geben sollte. Hier gibts z.b. in der C-Jugend ne Verbandsliga (keine Ahnung, obs die auch in anderen Ländern gibt). Die müßten dann eventuell auch abgeschafft werden, da mir der Sprung von D7 zu C-Verband etwas groß erscheint.

    In diesem Zusammenhang ne kleine Nebenfrage: Werden bei euch auch die Bezirke abgeschafft?

    Zitat:


    Chris schrieb am 14.07.2007 13:44
    Der dicke Fridolin
    Ist schon richtig was du schreibst, aber das Ausmachen Fridolins als "Störfaktor" findet so auch bei 11er-Mannschaften statt, und zwar in gleichem Maße. Die Gefahr für "Fridolin" von den anderen nicht anerkannt zu werden, bleibt meiner Meinung nach gleich, egal ob 4er, 7er, oder 11er-Team. Richtig ist, dass seine Unzulänglichkeiten einer 4er-Mannschaft mehr schaden. Ist für mich aber eher ein Problem, das den Trainer betrifft.




    Es ging mir ja nicht nur um "Fridolin", sondern um jeden Anfänger. Je kleiner die Mannschaft, desto schlechter sind die Integrations- und damit Motivationschancen.

    Zitat:


    Chris schrieb am 14.07.2007 13:44
    Unerwünschte Spielertypen
    Die Analyse ist im Kern schon richtig, aber der Schluss meiner Meinung nach falsch: Bisher war es doch wirklich so, dass zum Beispiel bei D11 ein schneller großer Spieler Spiele fast im Alleingang entscheiden konnte. Das wird es so nicht mehr geben, andere Spieler sind gefordert und werden gefördert.




    Kann ich momentan nichts zu sagen. Erfahrungen in der D-Jugend werde ich nach dem Sommer erstmals sammeln.

    Auf jeden Fall schon mal vielen Dank für die ausführlichen Antworten. Genau wie du erhebe ich natürlich auch keinen Anspruch auf vollkommene Richtigkeit meiner Aussagen.







    Zitat:


    Chris schrieb am 14.07.2007 13:44
    - wenn du von "dieses Konzept" sprichst, solltest du es vielleicht verlinken. Im Detail ist es mir nämlich auch nicht mehr bekannt.




    Habe am Ende der Seite einen Link gesetzt.

    Zitat:


    Chris schrieb am 14.07.2007 13:44
    - "Ein Verein, der das von Ihnen erdachte Konzept in all seinen Bestandteilen bedingungslos umsetzt, wird eine Niederlage nach der anderen kassieren"
    Warum das so sein soll, daraus werde ich nicht so schlau!




    Stimmt, da habe ich mitten im Schreiben die Vorgehensweise geändert. Diesen Satz muß ich bei Gelegenheit noch mal näher erläutern.

    Zitat:


    Chris schrieb am 14.07.2007 13:44
    - 4:4/7:7 gebe es auch im Training:
    Ja, aber der Unterschied ist ja, dass es gerade im Spiel etwas Besonderes ist, sich auch immer wieder gegen andere Gegner durchsetzen zu müssen, die einem nicht bekannt sind. Ich finde diese Spielformen für die jeweiligen Altersgruppen genau richtig, das ist mittlerweile auch sportwissenschaftlich anerkannt. Für die Kids machts bestimmt keinen Unterschied so lang sie nen Trikot anhaben dürfen. Mit dem Tor(netz) geb ich dir vollkommen recht, wo steht das, dass nur noch Stangen genommen werden sollen?




    "Sportwissenschaftlich anerkannt" mag durchaus richtig sein. Aber das gehört meiner Meinung nach in den Leistungssektor und nicht in den Breitensport. Im Breitensport sollten die Interessen der Kinder und nicht die der Wissenschaft im Vordergrund stehen. Die Ausrichtung nach Sportwissenschaften macht es zudem noch schwerer, Trainer zu finden. Wir reden hier nach nicht von Leuten mit Trainerscheinen, sondern von Eltern oder Alt-Herren-Spielern.

    Das mit den Stangen als Tore steht noch nirgends. Der SHFV hat es bisher noch nicht geschafft, seine Webseite zu aktualisieren. Auf Nachfrage des Kreisjugendausschusses nach der genauen Umsetzung hat man aber die Stangen-Variante (oder gar "Jacken hinlegen") genannt. Es ergibt sich allerdings auch aus den Spielfeldgrößen: Wenn auf einem 15mal20 Meter großem Feld (noch dazu ohne Torwart) gespielt werden soll, dann kann man da keine Jugendtore hinstellen.

    Zitat:


    Chris schrieb am 14.07.2007 13:44
    Warum gönnt man den Kindern dann am Wochenende nicht die 40- (F-Jugend) bis 60-minütige (D-Jugend) Abwechslung und das Erlebnis „richtiger“ Fußballspiele?
    Mein Gefühl hierbei ist immer, dass das die betreffenden Trainer am meisten stört und nicht so sehr die Kinder.




    Das kann natürlich auch sein. Ich kann in die Köpfe der Kinder natürlich nicht reinschauen, allerdings meine Erlebnisse der letzten Saison wiedergeben: Im Herbst fielen an vier Wochenenden hintereinander die Spiele wetterbedingt aus. Die Kinder waren am Ende dieser Zeit beim Training extrem unmotivierter als sonst.

    Zitat:


    Chris schrieb am 14.07.2007 13:44
    Falsche Einwürfe nicht ahnden
    Find ich völlig ok. In deinem "Brief" redest du von "unglaublich starken taktischen Mitteln" - bei einer F-Jugend! Das ist deplatziertes Denken meiner Meinung nach. Ich glaube nicht, dass die Auswirkung davon so dramatisch sein wird, wie du beschreibst. Dass es in dieser Altersklasse noch so viele falsche Einwürfe gibt, führe ich tatsächlich auf ein altersbedingtes Problem zurück, später lernen sie es viel leichter. Also auch später ahnden. Macht Sinn für mich.




    Ich habe sicherlich etwas übertrieben, was die taktischen Möglichkeiten angeht. Ich werde keine außergewöhnlichen Einwürfe trainieren lassen. Wenn andere das tun, werde ich mir "Gegenmaßnahmen" einfallen lassen müssen.

    Aber das eigentliche Problem ist ja einfach, dass Einwürfe bisher kaum trainiert wurden. Kinder können jonglieren, Doppelpaß spielen, flanken etc. Alles viel schwerer zu lernen, als ein Einwurf. Laßt die Kinder bei jedem Training 5 Einwürfe machen (Zeitaufwand 2 Minuten) und das Problem sollte sich größtenteils (auch Erwachsene machen noch mal falsche Einwürfe) erledigt haben.

    Zitat:


    Chris schrieb am 14.07.2007 13:44
    Kleine Mannschaften = Mehr Mannschaften = Problem bei Trainerfindung:
    Es gibt durchaus Möglichkeiten: Warum nicht die drei D7-Jugenden zusammen auf einem Platz trainieren lassen mit den Trainern die man auch für 2 Großfeldmannschaften bräuchte? Das passt sowohl vom Platz her als auch von der Traineranzahl her.




    Deine Lösungsmöglichkeit ist sicherlich gut gemeint, wird aber nicht überall umsetzbar sein. Für eine Großfeldmannschaft bräuchte man eigentlich 2 Trainer. Bei einer Aufteilung auf drei Mannschaften, müßte außerdem einer der Trainer am Wochenende zwei Mannschaften betreuen. In meinem Verein werden wir nächstes Jahr zwei Großfeld-D-Jugenden haben, die jeweils nur mit einer Person besetzt sind. Eine dieser D-Jugenden werde ich trainieren. Zusätzlich zur F- und G-Jugend. Mehr geht einfach nicht.

    Moin!

    Ich bin Trainer einer F-Jugend aus Kiel und bin dadurch in den letzten Wochen mit einigen Regeländerungen konfrontiert worden, die mir und meinen Trainerkollegen aus anderen Vereinen absolut nicht zusagen.

    Ich habe meine Gedanken zu diesen Änderungen, die ich zusätzlich als Gefahr für den Breitensport sehe, in Worte gefasst und unter http://www.fussballbasis.homepage.t-online.de/ ins Netz gestellt und möchte sie hier zur Diskussion stellen.

    Ich hoffe, dass hier einige sind, die mit den beschriebenen Änderungen schon Erfahrungen haben, meine Befürchtungen in vielen Punkten widerlegen können und mich vielleicht ein wenig positiver in die neue Saison gehen lassen.