Beiträge von Marco84

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    Micha:


    Also, Schwerpunkt liegt bei uns zur Zeit im Aufbau und Passspiel - da ich, als ich die Mannschaft noch nicht kannte mir erstmal dachte: "Ok, Abwehrarbeit scheint immer sinnvoll, wieso nicht damit anfangen?" - schnell festgestellt das sie defensiv echt gut aufgestellt sind und auch richtig schön agieren. Im Freundschaftsspiel dann festgestellt das es oft am Aufbauspiel und der Passqualität sowie das "Freilauf- / Anbietverhalten" mangelt. Also Schwerpunkt verlagert.


    Eingeschaltet hab ich den "Wettbewerbsmodus" nur einmal. Wenn wir uns warmlaufen oder generell bei allen anderen Übungen ists auch nicht so das die Mannschaft sich verweigert dran teil zu nehmen, aber auch bei Sachen wie der "Reißverschluss" beim Aufwärmen wird oft nicht richtig mitgemacht. Geblödelt, gelacht und nachher hab ich eine große Schlange statt zwei kleine. Dabei weiß ich vom vorherigen Trainer das die dass können.


    Den Wettbewerbsmodus habe ich in etwa so eingeläutet (nach circa 8 Durchgängen):


    "Okay Jungs. Schießt das angreifende Team das Tor, müssen die Verteidiger inkl. TW 15 Liegestütz machen. Gelingt es denn Verteidigern erfolgreich zu verteidigen bzw. den Ball sicher zu erobern, dürfen die Angreifer 15 Liegestütz machen." Mit etwas kräftiger Stimme.


    Sonstige Übungen sind in letzer Zeit folgende:


    In den letzten 2 Wochen: (Nach dem Freundschaftsspiel)


    - 20er Gitter
    - 5er Gitter (in den einfachsten Formen - Spiel über den dritten)
    - Doppelpässe bzw Flugbälle


    Vor dem Freundschaftsspiel: (Alles mit Torabschluss)
    - 3 gegen 2 + 2 (Siehe Post 13 - Wettbewerbsmodus)
    - 1 gegen 1 Frontal am Flügel
    - 1 gegen 1 mit Verteidiger im Rücken (Zentrum)
    - 2 gegen 2 im Zentrum



    So in etwa. Aufwärmübungen und Abschlussspiel habe ich jetzt mal nicht erwähnt.


    Grüße,
    Marco

    TW-Trainer:


    Zu schwere Aufgaben sind das definitiv nicht. Ich glaube auch nicht das ich die Jungs falsch einschätze, obwohl ich NEU im Trainergeschäft bin. Ich kann das Verhalten oft schon an der Körpersprache der Jungs ausmachen. Oft wird geredet, zu herzlos agiert und generell eher alles lasch ausgeführt. Im Abschlussspiel ändert sich dann auf einmal alles schlagartig. Es liegt, denke ich, eher an meinem Coaching(-verhalten). Aber selbst wenn ich ständig motiviere und an den Ehrgeiz appeliere werde ich oft nicht wirklich wahr oder ernst genommen.


    Als Beispiel hatte ich neulich ganz normales frontales 1 gegen 1 mit Abschluss trainiert. Das sollten die Spieler eigentlich mehr oder minder alle können in einer B-Jugend. Zumindest sollten sie das ernsthaft versuchen, dass kann ich ja wohl erwarten. Wird es aber nicht wirklich, es wird nicht richtig gelaufen, nicht richtig gedribbelt und auch nicht richtig im Zweikampf gearbeitet. Wie gesagt: Im Spiel können sie's! Hier geht's eindeutig um ne Frage des Willens, nicht des Könnens. Bei hoch komplexen Übungsformen könnte ich das verstehen und müsste auch mehr drauf eingehen und immer und immer wieder drauf einreden um das ganze in die richtigen Bahnen zu lenken, aber selbst bei einfachen Dingen... kein Wille, kein Ehrgeiz nichts.


    Und ich betone nochmal: Zum Teil echt richtig gute Spieler, saubere Bewegungen, Spielintelligenz und alles vorhanden. Eher herrscht die Einstellung: Spiel -> Anstrengen, Training: rumalbern.

    So, nach guten zwei Wochen melde ich mich mal kurz zurück um hoffentlich Feedback eurerseits erhalten zu können.


    Ich habe ja vor kurzem geschrieben, dass es mir häufiger aufgefallen ist dass "meine" Spieler etwas an Lustlosigkeit leiden. Ich konnte nun beobachten das dies sich wie ein roter Faden durch das Training durchzieht,
    da kann ich 100 mal darauf hinweisen das sie sich bewegen sollen bzw. zum Ball gehen sollen. Stattdessen wird hier eher Standfußball solange gespielt, bis wir zum Schluss ein Abschlussspiel machen. Da fangen die
    Jungs dann an richtig zu spielen und sind von 0 auf 100 binnen 3 Sekunden.


    Schuld an der Situation gebe ich nicht unbedingt den Spielern, sondern eher mir. Ich habe es etwas versäumt durchzugreifen und mir vielleicht etwas auf der Nase herumtanzen zu lassen, doch dass will ich nun ändern.
    Nun stellt sich mir die Frage wie ich das am sinnvollsten angehen kann. Abschlussspiele abschaffen wäre sicherlich eine Methode, aber ob die von Erfolg gekrönt ist wage ich zu bezweifeln. Strafmaßnahmen kommen mir
    da eventuell eher in den Sinn, denn es ist ja nicht so dass sie die Übungen nicht könnten, viel eher herrscht null Konzentration und Einsatzbereitschaft. Folglich habe ich mir überlegt, diejenigen Spieler die sich nicht reinhängen
    und sich "verweigern", einfach ein paar extra Ründchen laufen zu lassen. Wird hier wahrscheinlich auf wenig Gegenliebe stoßen, aber irgendwie muss ich da mal klare Linien und Struktur reinbringen.


    Es ist im übrigen auch nicht so das ich nicht akzeptiert oder gemocht werde, eher im Gegenteil. Ich glaube die Jungs haben eher den Gedanken "Solange ich nicht muss, wieso sollte ich. Er sagt ja eh nichts." Das möchte und
    muss ich ändern, mir stellt sich halt nur die Frage wie.


    Für Hilfe wäre ich echt dankbar und ich würde mal behaupten das dies wohl ein ganz klarer Anfängerfehler ist.. ;)

    Hab die DVD jetzt erhalten und mal für ne halbe Stunde "studiert".


    Das Zeug ist echt richtig gut, vor allem scheint mir dass ganze auch systematisch aufgebaut zu sein. Hat (in meinen Augen) den Vorteil das, wenn man eine etwas schwächere Mannschaft trainiert, man vorne anfangen kann und sich dann langsam hoch arbeiten sollte. Ist echt leicht erklärt und ich bin davon überzeugt, dass wenn man echt da Schritt für Schritt arbeitet, die Jungs auch in der Lage sind die teils echt sehr komplexen Aufgaben bewältigen können - sofern das Grundprinzip richtig sitzt und rüber gebracht wird.


    Für mich als Neuling hab ich mir noch erhofft, dass etwas mehr drauf eingegangen wird wie man mit den Spielern während den Übungen richtig spricht. Davon hab ich bis jetzt nichts gesehen, aber Hyballa hat ja selbst eine sehr motivierende Art und Weise. Allerdings möchte ich ja nicht seine Persönlichkeit annehmen oder kopieren ;)


    Richtig gute DVD in meinen Augen, werde mir wohl auch den Schnittstellenball von ihm zu legen. Kann vielleicht noch jemand sagen was es mit den Seminar DVDs auf sich hat? Was kann man sich davon erwarten, mehr Theorie als Praxis oder wie soll ich mir das Vorstellen?


    Kann ich nur weiter empfehlen! ;)


    p.s.: Versand war übrigens auch richtig schnell, dickes Lob an Uwe! Und das mit Überweisungsschein und nicht übers Online Banking...

    Hi Andre,


    da ich gerade selber B-Jugend Trainer bin würde ich die Ideen zur Aufstockung auf 3 Jahre sowie das direkte einbinden in die Herren Mannschaft ablehnen. Warum? Gerade in dem Alter sehe ich himmelweite körperliche Unterschiede, neulich hat einer meiner Jungs (alles Jungjahrgang, also erste B-Saison) bei den A-Jugendlichen zwecks Spielermangels beim Freundschaftsspiel mitgekickt. Er selber kam zum spielen, hatte aber in fast jedem Zweikampf das nachsehen weil die älteren ihm einfach Körperlich überlegen waren. Ich meine auch zu wissen das gerade im Alter von 15-18 die meisten Jungs n' riesen Schuss machen was Körpergröße und Kraft angeht, war bei mir auch so.


    Ich finde das Konzept der Jahrgangsunterteilungen so wie es jetzt ist eigentlich sehr gut. Schließlich soll das Spielen ja Spaßmachen und ich kann mir gut vorstellen das wenn da an der Jahrgangsunterteilung rumgedoktert würde, einige Trainer so sehr von ihrem Ehrgeiz zu gewinnen angetrieben wären und nur noch die körperlich starken spielen zu lassen. Würde glaube ich niemandem Spaß machen.


    Auf der Anderen Seite muss ich dir natürlich Recht geben, ich seh dass auch bei mir im Team. Gerade mal 14 Spieler, in der A-Jugend sogar nur 13. Wir sind auch kein "Dorfverein", da wir uns in Köln befinden.


    Sorry das ich dir das schlecht Rede, aber ich denke dass Du mir da wohl zustimmen wirst was das Körperliche angeht.


    Grüße,
    Marco

    Ich muss hier auch Nela zustimmen. Wenn man für etwas bezahlt wird, muss man auch Gegenleistung erbringen. Für 180 Euro im Monat wird aber wohl mehr erwartet als man damit honorieren würde. Anstatt das Geld Bar auf die Kralle zu drücken wäre es echt sinnvoller solch Beträge in das Team an sich zu stecken,
    für Trainingsmaterialien, Schulungen, Trainingslager oder sonstiges. Ich würde mir jedenfalls "nicht viel" für 180 Euro sagen / vorwerfen lassen, dass würde höchstens bei Jugendspielern selbst funktionieren die Schüler sind und nen netten Nebenverdienst haben möchten.


    So arbeite ich lieber umsonst für den Verein, habe dafür aber auch keine wesentlichen Verpflichtungen. So kann ich mich selbst frei entfalten und mit dem Team kreative Sachen probieren, mal "nicht mit dem Strom" schwimmen und Raum schaffen fürs außergewöhnliche. Würde mir so ein Konzept aufgezwungen werden, würde ich mich (gerade bei Bezahlung) ständig beobachtet und unter Kontrolle fühlen. Wie das ja so häufig auch im Berufsleben ist, gäbs dann wahrscheinlich auch noch Trainerkollegen im eigenen Verein die einen dann "verpetzen" würden oder versuchen deine Arbeit schlecht zu reden um ihre aufzuwerten. Getreu dem Motto: "Du, Andre: Ich hab gesehen das der A-Jugend Trainer totalen mist trainiert - absolut nicht Jugendgerecht und total außergewöhnlich. Der ist gefährlich für uns alle!" und schon würden die kleinen Lästereien und Mobbereien entstehen - denn es geht hier ja um Geld und wer weiß, vielleicht hat diese "Petzliese" ja auch n Bruder der gerne ein bisschen was dazu verdienen möchte, für den aber im Moment keinen Platz ist.

    • Wie konkret verhalten sich die Mittelfeldspieler im Defensivfall? Die Abwehrreihe ist einigermaßen klar (Verschieben, Trichter, Dreieck, Sichel, auch wenn letzteres laut Günther nicht mehr jeder macht).Schaffung von Überzahl und Pressing sind mir als Begriffe zu allgemein für alle außerhalb der Abwehrkette..
    • Wie führt Ihr das entsprechende gruppentaktische Verhalten im Training ein? Bei Individualtaktik ist das relativ klar, die Handlungsregeln sind aus meiner Sicht sehr konkret und für die Spieler nachvollziehbar. Wenn man in der D zum ersten Mal mit 9-er-Mannschaft und 3-er Kette spielen will, passiert das ja nicht automatisch. Zeigt Ihr das am Board und lasst dann die konkrete Spielsituation durchspielen? Habt Ihr spezielle Spielformen/Übungen?
    • Wann fangt Ihr mit welchen Themen an? DFB-Konzept sagt Einführung Gruppentaktik ab D, Mannschaftstaktik ab C.

    Ich traue mich einfach mal mein halbwissen dazu bei zu steuern :)


    Zu 1: Verteidigen fängt eigentlich schon beim Stürmer an. Ich bin da noch etwas vorsichtiger und versuche in naher Zukunft den Spielern zu vermitteln, dass wenn der Gegner in seiner Hälfte in Ballbesitz ist, die ganze Mannschaft (außer Stürmer und Offensives MF) möglichst hinter den Ball verschieben soll. Die zwei 6er sollen mit den äußeren Mittelfeldspielern zwei viererketten bilden, zusätzlich versuche ich den Jungs bei zu bringen das die "vordere Kette" mit der Abwehrkette gemeinsam doppelt (LM + LV, DM + IV, RM +RV), sollte der Gegner weiter vorstoßen. Das ganze dabei schön Kompakt und bei Ballgewinn sofort den Stürmer / OM als Anspielwand nutzen und das wenn möglich ohne hohe Bälle (wobei unser Stürmer n' echter Brocken für sein Alter ist ;-). Das direkte anspielen wird hier wohl auf wenig Gegenliebe stoßen, jedoch eignet sich unser Stürmer gerade zu dafür - auch wenns "kein schöner Fußball zum angucken" ist.


    Zu 2: Ich habe bis jetzt zwei Spielsituationen nach gestellt. Da wurde dann 5 gegen 6 (4er-Kette + doppel sechs) + TW gespielt. Vorher habe ich kurz erklärt was ich mir erwarte wenn auf die Kette zugedribbelt wird (Trichter, Sichel, Dreiecke). In der Spielform übers ganze halbfeld habe ich dann am Anfang paar mal angehalten und korregiert, aufgezeigt wieso der Angriff nun erfolg hatte und was man beim nächsten mal besser machen könnte. Hat bisschen gedauert, aber langsam wirds. Ich muss zu meinem Glück sagen das unser Defensivverband einigermaßen weiß was sie tun, so dass ich im Training bis jetzt nicht all zu viel verbessern musste. Am Samstag haben wir unser erstes Freundschaftsspiel, dann kann ich evtl mehr dazu sagen.


    Zu 3: War vorher noch nie Trainer, habe in der B-Jugend im kalten Wasser angefangen. Ist nun mein erstes Jahr, kann dir da leider gar nichts zu sagen.


    Und generell würde ich auch um Korrekturen meiner Ausführungen bitten. Kritik immer erwünscht! ;)

    Sollte bei mir die Tage eintreffen und ich freu mich schon wie Bolle drauf :)


    Gerade die Art und Weise wie Hyballa seine Spieler coacht finde ich einfach klasse, da sind die Übungen fast schon Nebensache.


    Hat schon jemand die DVD und Erfahrungen damit sammeln können?


    MACHT MICH HEISS DRAUF :D :D :D

    ohne Konzept, kann man sich als Trainer nicht nur in den negativen Bereich bewegen, man auch auch unbegrnenzte (sofen
    machbar) Möglichkeiten als Trainer zumindest bei seiner Mannschaft sich in der positiven richtung zu entfalten.


    der Verein braucht ein Konzept, der Trainer für seine Mannschaft nicht, sofen er sich in die positive Richtung bewegt.

    Diese Sätze finde ich enorm wichtig, denn dass ist auch genau das was ich vorhabe bzw. mir selbst schon gedacht habe. Habe ich keine Richtlinien, Vorgaben oder einen bestimmten Handlungsraum, so kann ich mich frei entfalten. Problematisch wird das allerdings bei Menschen die es übertreiben, denn dann kann sich dass ganze auch nach hinten entwickeln.


    Wenn Du die freie Hand hast dein Training so zu gestalten wie du es für richtig hälst, machen kannst was Du willst - dann mach es. Ich werde in Zukunft auch etwas ungewöhnlichere "Methoden" anwenden - sei es das gemeinsame "Frühstück" vor dem Meisterschaftsspiel, dass abspielen von Musik zum heiß machen in der Kabine oder sonstiges. Man darf das ganze nur nicht "mißbrauchen". Sieh es als kreativen Spielraum an der unbegrenzt ist! Wenn du damit erfolg hast, die Spieler gerne zu dir ins training kommen wird sich "Qualität" erkennbar machen und man wird auf dich aufmerksam, und hier mit meine ich nicht die Meisterschaft ohne Niederlage zu holen, viel mehr dass was drum herum geschieht (Trainingsbeteiligung, Motivation der Spieler etc.)


    Eigentlich ists super nen schlechten Trainer oder Chef zu haben, denn so lernst Du ganz schnell wie man's nicht machen sollte! Davon kann ich gerade beruflich n' Liedchen von singen. Sieh es als Lektion oder Lehre an und nutze die Möglichkeit das besser zu machen!

    Hi Coke,


    Ich trainiere auch im Verein A und spiele als aktiver im Verein B. Klar ist das möglich, denn auch ich habe mich wegen den von dir genannten Punkten für eine andere Mannschaft als Spieler entschieden. Für mich geht steht das Trainieren an erster Stelle und das Spielen an zweiter Stelle, da man als Trainer ja eine
    gewisse Aufsichts- und Vorbildfunktion hat, da sich deine Schützlinge ja auf dich verlassen (müssen). Findet schon mal ein Spiel beider Mannschaften am gleichen Tag bzw. zur gleichen Uhrzeit statt, so würde ich mich stets für das Team entscheiden wo ich Trainer bin. Probleme haben weder die einen, noch die anderen damit.


    An deiner Stelle würde ich mich aber in Ruhe umschauen, mal hier ein Training mitmachen, mal da gucken usw. und nicht zu überstürzt handeln. Lass dir einfach Zeit damit.


    Kann mir schon vorstellen das sowas frustriert, gerade ältere Trainer trainieren nach alten Konzepten weil "es immer so war". Viele sind auch der Meinung dass gute Fußballer auch gute Läufer sind, Kondition oft der wichtigste Baustein im Training darstellt usw. Einfach in Ruhe(!) umgucken.


    Grüße,
    Marco

    Schönes Thema, hier meine Sicht der Dinge: (bezieht sich auf die 4er-Kette)


    Bei gegnerischem Ballbesitz:

    1. Ballorientiertes verschieben

    Darunter verstehe ich, dass wenn auf die Abwehrkette zugedribbelt wird die AV und IV Ballorientiert verschieben. Wird über außen auf die Kette zugedribbelt, schiebt der AV leicht nach vorne Richtung ballführender Spieler, während der ballnahe IV mithilfe von Tiefenstaffelung den Passweg in Richtung Zentrum zustellt. Die anderen beiden Abwehrspieler rücken ebenfalls ein, befinden sich aber weiterhin auf Lini zu einander. So entsteht eine Sichel bzw. sie sieht von oben aus wie eine. Wird nun aus dem Zentrum heraus auf die Kette zugedribbelt, geht der Ballnahe IV zum ballführenden Spieler, während hinter ihm durch leichtes einrücken ein Abwehrdreieck gebildet wird. Alle drei "Ballfernen" Abwehrspieler rücken dazu ein und agieren auf einer Linie. Der Torwart hat im übrigen ebenfalls ballorientert "zu verschieben", da er auch teil der 4erKette in meinen Augen ist. Das sich das ganze im 5m Raum abspielt, sollte klar sein.


    2. Abwehrdreiecke bilden
    Wie oben schon beschrieben, werden Abwehrdreiecke dann gebildet wenn aus dem Zentrum heraus auf die Abwehr angegriffen wird. Abwehrdreiecke haben den Zweck die Passwege zuzustellen und den ballnahen IV zu unterstützen, sollte dieser "ausgedribbelt werden". So kann hier schnell gedoppelt werden, sollte der ballnahe IV nicht mit dem 6er schon vorher gedoppelt haben.


    Bei eigenem Ballbesitz:


    1. Spielaufbau
    Beim Spielaufbau sollte möglichst nicht über die Flügel sondern über das Zentrum aufgebaut werden. Deswegen ist es meiner Meinung nach enorm wichtig das die IV gutes Passspiel und Technik beherrschen. Um dies zu ermöglichen müssen die AV nach vorne aufrücken, in etwa der Höhe der 6er um Anspielstationen (Passdreicke) bilden zu können.

    2. Aufrücken der Viererkette bei Ballbesitz in der gegnerischen Hälfte

    Sollte die eigene Mannschaft in der gegnerischen Hälfte im Ballbesitz sein, so hat die 4er-Kette bis circa 10 / 15m vor der Mittelfeldlinie aufzurücken. Hier wird nun nicht mehr auf der Linie agiert sondern vielmehr stehen nur die IV auf Linie während die AV offensivarbeit an der Mittelfeldlinie leisten. So ergibt sich eine Schalenförmige Formation von oben. Der Torwart fungiert hier als eine Art Libero, da er an der Strafraumgrenze (je nach Ballhöhe) stehen sollte.


    3. Absetzen der Viererkette bei Flugbällen (gehört eigentlich auch nach oben, nur hier ist der Zusammenhang vllt deutlicher)
    Sollten die IV bzw. die Mannschaft erkennen dass sich einer der gegnerischen Verteidiger den Ball leicht vorlegt (um einen Flugball zu spielen), so haben die IV nun die Aufgabe sich mit ein paar Schritten tiefer in die eigene Hälfte zu stellen. Dies hat den Vorteil das der Weg zum eigenen Tor beim Überspielversuch der Abwehrkette kürzer ist und die Kopfballduelle eher zu gewinnen sind da sie mit Anlauf ins Luftduell kommen.


    Kann man natürlich noch viel mehr ausführen, aber ich denke fürs erste ist dass genug und in meinen Augen die absoluten Basics.


    Grüße,
    Marco

    personalityX & TW-Trainer:


    Danke fürs Feedback, werde dass versuchen beim nächsten mal im Hinterkopf zu behalten. Ich dachte mir halt lieber bisschen mehr erzählen als zu wenig, weil ich die Mannschaft ja noch gar nicht kenne und überhaupt nicht wusste was die wissen / können und was nicht. Sich die Lösungen gemeinsam zu erarbeiten finde ich im nachhinein auch viel besser, hat nen höheren Lerneffekt und man regt die Gemüter zum Denken an ;)

    TW-Trainer:


    Ja, noch bin ich der einzige Trainer der Mannschaft. Wird sich wohl dank eines Freundes bald ändern. Ich beziehe allerdings immer alle Spieler mit ein, es ist nicht so dass ich kurz was erläutere und der andere Teil sich die Eier schaukelt. Soweit bin ich bis jetzt aber noch nicht, da ich erst zwei trainings abgehalten habe. Die Klasse, in der die gerade aus der C-Jugend in die B-Jugend aufgestiegene Mannschaft spielt sagt meiner Meinung nach nix über ihr können aus - wenn man sie mal am Ball und miteinander gesehen hat. Die Mannschaft hat letzte Saison eine Klasse höher gespielt, ehe sie sich zur Winterpause (dank eines Trainerwechsels) abmelden musste. War wohl jemand der große Sprüche geklopft hatte und behauptete er würde XY kennen, nur am rumschreien gewesen etc. Ich habe hier echt eine gute Mannschaft die eine vernünftige Basis (Spielerisch) bietet.


    In den 5 Punkten die du aufgezählt hast erkenne ich mich auch wieder. Habe mich das ein oder andere mal schon gefragt ob ich ihnen in Sachen Technik / Passspiel etc was vormachen kann oder nicht. Um es anders auszudrücken: In dem Alter war ich nicht so gut wie die, und ich habe circa 8 Jahre selbst Erfahrung im Jugendfußball als Spieler.


    Ich selber Übe die letzte Zeit mehr als genug, glaub mal :) Fast schon zu viel Input, aber mir machts auch große Freude.

    dass man mal einen Platz räumt, weil ein Testspiel einer anderen Mannschaft vorgesehen ist, finde ich durchaus in Ornung.
    Nicht in Ordnung finde ich, dass dies ohne Abspreche des anderen beteiligten Trainers geschieht.
    Ich würde dies auch dem anderen Trainer sehr deutlich klarmachen. Egal wer nun der Altgediente oder der Neuling ist.

    Sehe ich im Prinzip genau so. Hat einfach was mit Anstand zu tun, schließlich wäre ich der letzte der sich ständig querstellen würde. So ähnlich verhält sich das im übrigen mit der Platzaufteilung: Ein Tor hat hinter dem Tor so'n riesiges Netz, dass andere nicht. Auf der einen Seite muss man kurz in den Wald/Gebüsch um die Pille zurück zu holen, auf der anderen Seite landet dass Ding wenn nicht im Tor, im großen Auffangnetz. Natürlich gehört diese Seite der A-Jugend, war ja schon immer so.

    die kategorische Ablehnung eines gelegendlichen Waldlaufes anstelle eines Trainings teile ich dagegen absolut nicht.
    für mich gibt durchaus sinnvolle Gründe für einen gelegendlichen (im Gegensatz zum häufigen) Waldlauf.

    Da habe ich etwas andere Gedanken zu. Für mich ist es verlorene Zeit wenn ich nur zwei mal pro Woche trainieren soll. Verlorene Zeit ohne Ball. Ich bin generell kein Freund von aufwärmen ohne Ball, schliesslich kann man dass alles miteinander kombinieren. Genau so verhält es sich auch mit Waldläufen (Kondition), die ich in Form von beispielsweise Umschaltspiel oder ähnlichem trainieren könnte. So schlage ich gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe:


    1. Die Kids trainieren am Ball und an ihrer Kondition
    2. Es macht deutlich mehr Spaß, ist Motivationsfördernd, was sich evtl auf die Trainingsbeteiligung auswirkt
    3. Ich verliere keine Zeit weil ich alles separiere, ich gewinne Zeit weil ich versuche alles zu vereinen


    Aber das ist nicht Thema des Threads, musste allerdings meinen Senf dazu geben. Man möge mir vergeben :)

    Ich denke man sollte immer zum wohle der Kids entscheiden, und dass beinhaltet in meinen Augen nun mal das Spiel mit der Viererkette. Ich denke wenn man sie vernünftig ausbilden möchte, sollte man sich aneignen dies auch vernünftig vermitteln zu können. Wenn Kinder nun jahrelang mit ner 3er Kette + Libero spielen und irgendwann aus verschiedenen Gründen den Vereinwechseln, neue Mitspieler bekommen etc - die im agieren der 4er Kette geschult sind - haben diese oft einen Nachteil, bzw. es fehlt ihnen ein gutes Stück an Ausbildung. Man sollte es halt gut verkaufen können.


    Ich kenne das auch noch aus meiner Jugendzeit, da vielen dann öfter schonmal untereinander Sprüche wie "Ja, eigentlich spielen die Profis ja oft in diesem System... wir bei uns im Verein machen das aber leider anders" - hätte man uns nach aktuellen Systemen oder Spielformen geschult, hätten wir sicherlich noch meh Motivation gehabt Fußball zu spielen - denn seien wir mal ehrlich: Wer als Kind möchte nicht "Bundesligaprofi" werden? Jemandem so die Möglichkeit zu nehmen bzw ihn zu bremsen kann da schon kontraproduktiv sein. Jeder möchte doch wie die "Stars" spielen, auch wenns oft mehr schlecht als recht ist :)

    Als ich mein Vorstellungsgespräch mit der Jugendleiterin hatte, war ich auch überrascht wie "einfach" man als unerfahrener Trainer eine hohe Alterstufe alleine trainieren darf - bedenkt man mal die Ansprüche die normalerweise an einen B-Jugend Trainer gestellt werden. Dort sind die Spieler individuell schon ausgebildet und sollen, laut DFB, ja nun im Gruppentaktischen ausgebildet werden. Das man da vieles falsch machen kann liegt auf der Hand.


    Über die Kommunikation im Verein kann ich noch nicht all zu viel sagen, allerdings kam der A-Jugend Coach (mit dem sich meine Trainingszeiten um circa eine Stunde überschneiden) gestern ganz selbstverständlich an und hat an unseren Trainingstagen (A- und B-Jugend trainieren Mo u. Mi) einfach mal ein Spiel um diese Uhrzeiten für sein Team vereinbart mit den Worten "Dann trainiert ihr halt nur 45 Minuten oder macht einen kleinen Waldlauf (die ich kategorisch ablehne). Auch hier hätte ich mir Abstimmung zwischen JL und dem A-Trainer und mir gewünscht, anstatt einfach mit Tatsachen konfrontiert zu werden. Nun darf ich gucken wie ich das ganze umbiege, was ansich kein Problem darstellt da vorher auf dem Platz wohl niemand zu sein scheint. Ich finds aber schade das man sich untereinander selbst überlässt ohne irgendwie den ein oder anderen zu schützen.


    Ich habe hier vor erstmal nicht zu handeln und mir das ganze anzusehen, allerdings werde ich bei wiederholtem male auch auf den Tisch hauen - obs gern gesehen wird oder nicht wenn "der neue" rumstresst. Ist halt ne Frage von Anstand und höflichkeit, vorher etwas abzuklären anstatt jemanden mit Tatsachen zu konfrontieren bzw. hinterm Rücken was zu bestimmen. Aber wie gesagt: Ich bin noch neu und weiß nicht in wiefern dass ganze schon im voraus abgeklärt wurde, dennoch denke ich: der/die JL sollte da informieren, besprechen oder was auch immer.

    Danke soweit an Günther und Soccerbook.


    Es ist so, dass ich unbedingt eine Altersklasse haben wollte mit der man Gruppentaktische Spielformen trainieren kann. Eine Altersklasse wo das Sinn macht und die Jungs langsam begreifen was es bedeutet ballorientiert zu verteidigen, Pressingzonen umzusetzen etc pp. Ob es mir an Fachwissen mangelt oder nicht, wird sich wohl noch zeigen.. aber ich erkläre all meine Übungen in den "Hauptteilen" des Trainings fast immer nach dem gleichen Schema:


    Beispiel 2gegen3 auf ein Tor mit nachsetzenden Sechsern aus dem Mittelfeld:


    "Ihr dürft euch die Übungsform nun so vorstellen, dass ihr gerade von der gegnerischen Mannschaft ausgekontert werdet. Die zwei Abwehrspieler haben im 2gegen2 nun die Aufgabe den gegnerischen Angriff zu verlangsamen in dem sie das Zentrum dicht machen und so den nacheilenden Verteidigern (die 6er von der Mittelfeldlinie) die nötige Zeit geben um euch zu unterstützen. Geht ihr direkt auf Balleroberung und verliert den Zweikampf, müsst ihr hinterherlaufen und die zwei 6er haben gar keine Möglichkeit mehr euch zu helfen da sie einen noch längeren Laufweg haben. Provoziert Querpässe, stellt dass Zentrum zu und zwingt sie über Außen zu attackieren, so ist die Chance auf einen Torerfolg geringer (da spitzer winkel) und ihr gewinnt Zeit für die Nachrückenden 6er."


    So, oder so ähnlich beschreibe ich jeder meiner Übungen. Was ich mir von den einzelnen Positionen erwarte, eine kleine Anregung um den Spielern das Leben zu erleichtern und biete nach circa 3 durchläufen korrigierende Hilfestellungen da ich kein Freund davon bin direkt alles immer "schlecht zu reden" bzw den Spielfluss ständig durch Rederei zu unterbinden.


    Nun ist es so, dass sie die Vorgabe verstanden hatten und die Verteidiger auch keine Mühe hatten jedes mal den Angriff zu unterbinden - nicht weil sie so top waren, sondern weil die Offensivabteilung zu locker agiert hatte. Wettbewerbsmodus an - und siehe da, es fruchtete.


    @Günther:


    Ich bin generell ein Mensch der sich (zu) viele Gedanken macht. Das dass oft Kontraproduktiv ist, weiß ich. Abstellen ist da allerdings schwierig. Ich versuche vieles zu ergründen und selbst zu reflektieren. Was Du sagst werde ich aber mal versuchen halbwegs zu beherzigen: über längeren Zeitraum beobachten und dann "Urteilen" bzw Maßnahmen ergreifen, denn es stimmt: an Tag 1 war Elan und Power zu spüren, an Tag 2 nicht so.

    Heute war mein "2.Tag" als Trainer. Habe mir die Worte von Zodiak noch mal zu Herzen genommen und habe auf das Sprintduell sowie das Torschusstraining erstmal verzichtet. Komischerweise haben die mich das heute auch gar nicht gefragt, was mich zu dem Entschluss kommen lässt, dass sie vielleicht normal unterbewusst testen wollten in wiefern sie mich verbiegen können bzw. mal gucken können was sie alles mit mir machen können und was nicht.


    Heute sind mir jedoch andere Sachen aufgefallen:
    Während den Übungen und im Abschlussspiel (was circa die letzten 20 Minuten des Trainings ausmachte) kam so ne Art begeisterungslosigkeit rüber. Ok, der Platz (Asche) war durchnässt und es gab hier und da mal n' paar Pfützen aber dennoch: Es wurde nur gelaufen was nötig war, lockeres hin und herspielen untereinander mit gefühlten 40 % Einsatz. Als ich dann den "Wettbewerbsmodus" in form von "Schiesst das angreifende Team erfolgreich ab, müssen die Verteidiger 15 Liegestütz machen und umgekehrt" angeschmiessen habe, wurde mit Elan und Einsatz gespielt.


    Nun stellen sich mir mehrere Fragen:


    1. War mein Training zu langweilig?
    2. Spielen die Jungs nur locker weil sie denken ich sei so'n netter Kerl und sage nichts?
    3. Lag es am schlechten Zustand des Platzes?
    4. Ist die Art der "Bestrafung" bzw. des Einsatzforderns wirklich nötig oder muss ich das speziell in dem Team so handhaben um Respekt zu erlangen?
    (Wobei ich Abstand nehme von der Einstellung "Respekt durch Angst / Strafen zu erlangen" und würde mir viel lieber auf anderem Wege Respekt verschaffen / mehr Einsatzbereitschaft von den Jungs kriegen)


    Denn, ich weiß: Fußballspielen können die Jungs und das richtig gut! Selbst der etwas kräftigere Spieler spielt richtig schönen Fußball, obwohl er nicht so Laufstark und Sprintschnell wie die anderen ist. Als ich die "Bestrafung" eingeführt hatte, konnte man richtig feine Spielzüge, Dribblings, Zweikampfverhalten etc. bewundern - ohne das jedoch war alles eher ein müder Kick. Ich weiß, dass wenn sie die Übungen alle richtig motiviert und mit hohem Einsatz angehen würden, wir viel erreichen könnten und dass nicht weil ich son Ausnahmetalent als Trainer bin ( :D ), sondern weil die Jungs echt schönen Fußball spielen können... wenn sie müssen ;) Es ist auch so, dass sie bei beiden Trainings jeweils eine gute halbe Stunde vorher schon auf dem Platz sind und n' bisschen rumbolzen.


    Oder sehe ich das alles zu eng, ist die Art des Einsatzes ok? Zur Information: Wir spielen in der untersten Jugendliga, diese Mannschaft könnte aber locker unter den besten 3 landen (Kenne den Großteil der anderen Mannschaften in unserer Staffel).


    Grüße,
    Marco

    Wovon ich abstand nehmen würde - keine Ahnung ob das so geschehen ist wie ich das herausgelesen habe - aber gerade bei einer U17 würde ich persönlich davon abraten, den Jungs zu viel Einfluss auf die Gestaltung des Trainings zu nehmen. Gerade in diesem Alter reizen sie entgegengebrachtes Vertrauen schnell auch mal aus und greifst du nicht entsprechend nach den von dir aufgestellten Regeln durch, tanzen sie dir auf der Nase rum.

    Das war nur eine Überlegung von mir. Während dem Training kam u.A. der Wunsch nach Torschusstraining (denke mal isn Klassiker) und Sprintduellen. Darauf hin habe ich mir gestern Abend nach dem Training bzw. heute morgen überlegt, eins von beiden im Aufwärmtraining einzubauen. Es ist nicht so das sie sich die Übung inklusive Ausführung "wünschen", sondern viel mehr bestimmte Themen wozu ich dann passende Übung ausarbeiten würde. Vielleicht sollte ich das aber erst als "Belohnung" für ordentliches Verhalten während des Trainings und Spielen berücksichtigen. So war jedenfalls der Plan.


    Kann mir aber gut vorstellen was Du meinst - das ist auch allgemein meine größte Sorge, dass sie versuchen werden einem auf der Nase herum zu tanzen wenn man nicht bei entsprechenden Dingen durchgreift.


    Grüße,
    Marco

    Bei sovielen Kindern, aus denen keine Bundesliga Spieler werden, hats einen Sinn bei dem, was wir machen, dass wir die Kinder fördern und fordern? (Ich hacke mal doch an den Begriffen).
    Muss ein Jugendbetruer / Trainer / Übungsleiter mit so einem Ernst an die Sache ran gehen?

    Das habe ich gestern bei mir (als Trainerneuling) auch festgestellt. Ich habe mich fast ein Monat lang richtig intensiv mit dem Thema Trainingsinhalte und Durchführung auseinander gesetzt, fast schon
    "professionell". Als ich dann gestern zum ersten mal auf dem Platz als Trainer stand habe ich gemerkt das dass keinen Sinn macht und habe das Training total locker durchgeführt, die Trainingsinhalte
    aber versucht ernst zu vermitteln. Ich bin jetzt auch nicht so ein Typ der total Autoritär rüberkommt, eher dass Gegenteil - ich glaub mich würde man als "Kuschelchef" bezeichnen.


    Ich glaube Kompromisse zwischen Trainer und Spielern zu schließen ist das wichtigste. Darauf eingehen was Kinder gerne trainieren möchten und dafür passende Übungen bereitstellen. Das funktioniert,
    denke ich mal, nicht bei jeder Trainingseinheit aber man sollte es halt nie aus den Augen verlieren. Die Kids haben mich gestern auch ganz vorsichtig gefragt ob sie im Testspiel und bei den Übungen
    "zaubern" dürfen, was ich ausdrücklich bejaht habe.


    Ich denke bei den Vorgehensweisen kommt es aber auch stark auf die Spielklasse der Mannschaft an. Je höher diese Spielen, desto konzentrierter und ernster kann oder sollte man das Training gestalten.
    Die Spieler gehen auch je nach Leistungsklasse anders an die Sache ran, könnte ich mir jedenfalls vorstellen. Wenn ich in meiner Jugend bei Bayer Leverkusen oder sonst wo gespielt hätte, hätte Fußball
    auch einen ganz anderen Stellenwert im Leben als wenn ich in der Kreisklasse spiele, dementsprechend geht man selbst als Spieler auch anders damit um.