In unserem Verein läuft es folgendermaßen:
Dieses Thema haben wir im Vereinskonzept festgehalten.
Wir halten die Kadergrößen bewusst so klein, dass immer jeder mit zum Spiel kommen kann.
Wir erwarten von den Eltern, dass sie gewisse Pflichten erfüllen, dazu gehören mind. zweimal Training die Woche + Spiel/Turnier am Wochenende.
Mannschaftssport funktioniert nicht, wenn jeder kommt, wenn er gerade Lust hat, das muss den Eltern klar sein.
Wenn sie dies nicht erfüllen wollen, müssen sie sich gar nicht anmelden (vor der Anmeldungen wissen sie, worauf sie sich einlassen).
Daher kommt es bei uns eigentlich nur selten vor, das ein Spieler nicht oft zum Training kommt.
Falls doch, gibt es erst ein Gespräch mit den Eltern, vielleicht gibt es für das viele Fehlen einen guten Grund.
Sollte der Spieler dauerhaft unregelmäßig ins Training kommen, muss er in unsere nur freizeitlich orientierte Mannschaft wechseln.
Wir wollen nicht, dass uns die Eltern als Kindertagesstätte ansehen.
Wir leisten viel und erwarten dafür ein Minimum. Wer dies nicht mitmachen möchte, kein Problem, aber dann nicht bei uns.
Das mag zwar alles streng klingen, aber es funktioniert.
Spieleinsätze sind zwar gleichmäßig verteilt, aber nicht zwingend in einem Spiel. So bleiben gegen stärkere Gegner die schwächeren Spieler mehr draußen, gegen schwächere Gegner schauen die stärkeren mehr zu. Das hat nichts damit zu tun, dass wir unbedingt gewinnen sollen, sondern hat einen Ausbildungshintergrund. Was macht es für einen Sinn gegen starke Gegner unsere "schwachen" Spieler völlig zu überfordern und zu demotivieren. Die sehen in solchen Partien eh kaum den Ball. Genauso wenig macht es Sinn mit meinen stärksten Spielern die schwächeren Gegner abzuschießen.
Wenn mal jemand nicht ins Training konnte unter der Woche, aber sonst immer zuverlässig ist, wirkt sich das nicht auf die Spielzeit aus.
Wenn ich die Kommentare bis hier hin durchlesen, werden das die meisten von euch kritisch sehen, aber bei uns funktioniert es sehr gut.