Beiträge von Manndecker

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    @Schimi: Bevor man alle Gegner zweistellig besiegt, ist der Schritt bestimmt ok.
    Folgende positive Effekte fallen mir ein:
    a) siehe parallel-Thread zum Thema NLZ vs Dorfklub von fak --> Die Anreize für die Spieler gehen hoch, Spielgeschwindigkeit geht hoch
    b) Körperliche Forderung geht deutlich hoch


    Nachteilig finde ich:
    a) können wirklich alle 13 das körperliche/konditionelle Niveau gehen?
    b) in welcher Leistungsklasse würdet ihr antreten (ware dann ja vermutlich eine D2 oder D3 oder so, die spielt dann ja schnell Kreisklasse, und in der D oft das ganze Jahr, statt sich im Winter neu einzusortieren. In so einer Kreisklasse ist das Niveau auch schnell niedriger als in einer neusortierten Rückrunde in der E).
    c) 9'er D: 13 Spieler sind da recht knapp, gerade wenn man körperlich etwas hinterherhechelt

    @16m
    Das ist kein Problem schlechter Schüler. Auch gute Schüler haben bis spät abends AG oder andere Dinge vor. Im Zuge des Umbaus der Schulstruktur der letzten Jahre findet Unterricht in den weiterführenden Schulen immer mehr bis in den späten Nachmittag hinein statt. 9-10 Stunden sind auf den Gymnasien leider die Regel, dann noch die Heimfahrt mit ÖNV.


    Damit müssen wir leben, letztlich versuche ich in einem solchen Fall Schüler und Eltern davon zu überzeugen, dass die 3 Stunden Training in der Woche in keinem Verhältnis zu der Online-Zeit der Kandidaten stehen, und Sport ehrlich gesagt das Letzte sein sollte, das beschnitten wird, aber meine Verantwortunghoheit endet hier ganz schnell und wenn Termine kollidieren, muss man Kompromisse eingehen. Einmal Training pro Woche muss dann auch mal reichen.

    Hi Inge,


    jede Saison verläuft anders, Verletzungen und Wegzug sind nicht verhersehbar. Deshalb ist recht wichtig, ob Du noch eine weitere Mannschaft im Verein hast, auf die Du zurückgreifen kannst, falls es mal knapp wird, oder ob Ihr auch mal mit 10 oder 11 Spielern anzutreten bereit seid.


    Folgende Punkte können den Kader am Samstag schmälern:


    a) Konfirmationsunterricht
    b) Verletzungen
    c) Krankheit
    d) DropOuts
    e) Urlaube und Familiäre Termine


    Erfahrungsgemäß fehlen bei mir zwischen 0 und 5 Spielern am Wochenende. 1-2 sind immer angeschlagen, 2 weitere haben schwere Verletzungen erlitten, 1 ist auf Familientermin. Konfirmation ist zum Glück nicht so dramatisch, da die Termine meist vormittags liegen, wir aber nachmittags spielen.


    Nach dieser Rechnung komme ich mit 17 Spielern im Kader gut aus, habe aber schon aus der zweiten C mehrfach einen Spieler zur Verstärkung mitgenommen. 2 Wechselspieler möchte ich immer dabei haben.

    Wäre es vielleicht ein Vorschlag, mit der gesamten Mannschaft von Zeit zu Zeit einfache Torwartübungen ins normale Trainingsprogramm zu integrieren? Der Vorteil wäre, dass man jedem Teilnehmer die Möglichkeit gibt, alle Positionen, also auch die des Torwarts mit Spaß zu erlernen. Sie würde sich dadurch vom bekannten 10 x aufs Tor schießen unterscheiden und im Prinzip der Rotation die letzte noch klaffende Lücke zum TW-Spiel füllen?



    So sollte es sein. Für mich sehe ich oft das Problem, dass hier die Zeit eine Rolle spielt. Wenn wir alles das, was man in jeder Trainingseinheit machen sollte, zu einem sinnvollen Pensum aufaddiert, stele ich fest, dass eine Trainingszeit von 2 Stunden täglich notwendig wäre. Eine spezielle Übung, die nur alle drei Monate mal durchgeführt wird, verpufft.


    Der Ausweg aus dem Dilemma ist das Beschränken auf die für die jeweilige Altersklasse wichtigsten Dinge, wie sie in die zur Verfügung stehende Zeit sinnvoll reinpassen. Es gibt so vieles, was man machen müsste: Life Kinetik, Schnellkraft, Kreativität, Spiele, geistige Schnelligkeit, Grundlagentechnik, Schußtechnik und und und ... und alles immer mindestens 30 Minuten pro Woche :D

    Vielen Dank auf für deinen Beitrag. Kannst ein wenig näher erläutern, was du mit Spielformen, die den Torwart ins normale Spiel mit einbinden, meinst?


    Ich meine das so, dass die Aufgaben des Torwarts im Spiel betont werden, also Spielaufbau, vorrücken, mitspielen, Beidfüssigkeit. Er soll explizit ins Spiel mit aufgenommen werden und nicht als Pfostenwärmer den Tag verbringen. Spezielle Spielformen, die den TW zum Beispiel in ein Überzahlspiel einbeziehen. Wir wollen ja sowieso in KiFu-Bereich den Torwart rotieren lassen, nicht wahr? Deshalb sollte die komplette Mannschaft in den Genuss der Torwartübungen kommen.

    Hi Frühlingssonne,


    dies ist (so sieht es für mich aus) ein typisches Beispiel für die Herangehensweise in einem "Leistungsverein" im Halbfeld. Jedenfalls schliesse ich das aus der Vorgeschichte um Deinen Sohn. Wer in das Haifischbecken mittelklassiger Vereine geht, die oft zwar mit gutem Trainer-KnowHow, aber letztlich mit nicht durchgängigem Konzept aufwarten, muss viele Vereinswechsel einplanen. Der Klassenerhalt oder -verbesserung steht dort gerne ganz oben, der Kader wird fett gemacht, um dann oben angreifen zu können.


    Daher ist der Schluß am Ende nicht ganz konsequent:


    Die natürliche Auslese heist: Wer damit nicht klar kommt, soll den Verein halt wechseln. Aus den Dorfklubs drum herum kommen ja stets genug nach.

    Ich sehe es so:
    Gerade der Aspekt Torwart"mit"spiel muss in jungen Jahren gefördert werden. Das bedeutet für mich, dass die Spielformen, die den Torwart in das normale Spiel mit einbinden, in KiFu, also bis E-Junioren einschliesslich, ausreichen. Die Position des Torwarts im Spiel sollte durchaus herausgearbeitet werden, aber nicht als Trainingsziel.


    Natürlich ist der Torwart eben derjenige auf dem Feld, der den Ball mit der Hand spielen darf, das ist natürlich zu betonen, aber ansonsten sollen die Spieler die Rolle innerhalb der Regeln frei interpretieren. Animation zum Mitspielen.


    Unsicher bin ich mir bei der Frage, ob z.B Torwartspezifische Koordination im KiFu-Bereich gemacht werden soll. Dazu zählt für mich sowas wie Haltung- und Fallen.


    Vielleicht ab D-Junioren, spätestens ab C-Junioren sind die Spieler in der Lage, auch theoretisches zu Verarbeiten und umzusetzen. Ab C dürfte bei den meisten auch eine Spezialisierung stattfinden. Hier halte ich die gesamte Bandbreite der Themen für ok.

    So Jungs, jetzt ran ans programmieren. Diese App wäre mir glatt 5 Euro wert.



    Hi Dirk,


    ich denke, der richtige Ansatz hier ware ein GPS-Tracker-Armband. Das kannst Du eventuell sogar im Spiel verwenden. Zumindest bei Testspielen. Muss man vielleicht abkleben. Bei Garmin zum Beispiel sollte dann eine Auswertung gut möglich sein. Da kann ich meine Laufstrecke bei meiner alten GPS-Uhr auch in Googlemaps einblenden lassen, damit kann ein Sportplatz gut eingefangen warden.


    Allerdings ist für diesen Zweck ein einfacher Schrittzähler nicht ausreichend. Microsofts neues Armband sollte zum Beispiel den Anforderugnen genügen.


    Die Smartphones kann man sich vielleicht auf den Bauch kleben ;)

    Hi,


    gerade Hallenmeisterschaften sind immer bis auf Kreisebene runter speziell geregelt. Da wirst Du Deine Hallenausschreibung bemühen müssen.


    Wir spielen zum Beispiel auch Auscheidungsturnier, da ist jeder Spieler sofort festgespielt. Die Festspielregelung des NFV ist explizit wegdefiniert. Einen Kreis weiter wird in Ligamodus Jeder gegen Jeden gespielt.


    Also: Da macht jeder Kreis, was er will

    Hinkebein,


    es geht darum, dass Jugendliche später von alleine darauf kommen, ob ihnen jonglieren Spass macht oder nicht. Gegen eine Jongliererei ist auch grundsätzlich bestimmt nix einzuwenden, manchem mag das viel Ballsicherheit geben, deshalb kann man das bestimmt machen.


    Aber bei Bambini bist Du meines Erachtens, wie sagt man hier so schön, "nicht altersgerecht" unterwegs, nicht spielerisch genug. Fussballtennis spielen meine Spieler immer gerne, gefühlt würde ich aber auch sagen: Für Bambini recht schwierig. Einzelne können das bestimmt, aber vermutlich nicht alle. Und wenn von Deinen 12 Spielern einer damit nicht klar kommt, ist's eben Mist.


    Bei Trainero kannst Du ja schon sehen, wie das Jonglieren zu einem "Erfolgserlebnis" ausgebaut werden kann. Direktes Vorbild Mama und Papa mit direktem Lob der beiden wichtigsten Bezugspersonen ohne weitere Konkurrenz.

    Ok, wenn die Mehrzahl der Termine schon fest ist und bekannt gegeben wird, dann wird das klappen. Ich dachte, Du gibst schon mal jedes WE als Kann-Termin raus. Das wäre mir zu unkonkret, denn was sollen die Spieler/Eltern daraufhin machen? Prinzipiell läuft das dann darauf hinaus, dass Du für jeden Samstag eine Liste über Abwesenheiten pflegst.


    Außerdem hast Du ja keine echte B-Jugend, sondern ein Gemisch aus B+C, meine C-Junioren versuche ich gerade auch dahin zu bekommen, Ihre Termine selbst zu managen, das erfordert viel Humor ;)

    Hi,


    vermutlich erzielen die Kleinen wenig bis keine Erfolgserlebnisse mit der Jongliererei. Ich persönlich empfinde das bei einer G auch ziemlich schwierig. Lass es doch lieber sein und spiel mit den Kleinen stattdessen Fangspiele und andere Rollenspiele. Da werden sie mehr Spass dran haben

    Cih würde es so sehen: Kurztraininsglager mit Übernachtung ist gerade in den frühen Teambuildingphasen eine gute Sache, zum Beispiel in einer Turnhalle kann man lange Programm machen.


    Kennst Du die einzelnen Charactäre schon gut, wer wohl welche Rolle besetzen wird?


    Bei solchen Aussagen wie "jeder Samstag KANN ein Freundschaftsspieltag warden" schätze ich einen Spieler in diesem Alter erstmal überfordert. Was soll damit erreicht werden? Mach ein Spiel fest und gib den Termin raus, sonst fragen sich alle, was denn nun ist. Alles, was man verspricht, muss man auch einhalten. Wenn Du also bereits von einem Trainingslager gesprochen hast, dann solltest Du dies auch durchführen. Wenn Du Trainingstermine rausgibts, sollten die auch stattfinden.

    Hi TW-Trainer,


    gerade Deine Beiträge zum Thema Torwart finde ich immer ausgesprochen bereichernd. Das beantwortet für mich bereits die Frage in meinem Leistungsbereich (Kreisliga):


    - Ein Ex-Keeper weiss schon mal soviel mehr über das Torwarttraining, dass in diesem Leistungsbereich diese Lösung nach meinem persönlichen Empfinden erstmal zu priorisieren ist.


    - Im höherklassigen Bereich wird wohl beides gefragt sein, also am besten ein Tandem zur Verfügung steht. Die von Dir angeführten Punkte sidn ja nicht die einzigen Lerninhalte

    Ich habe mal bei youtube nach Jugendfussball gesucht. Gleich im ersten G-Jugend-Spiel offenbart sich für mich ein fetter Teil des Dramas:


    https://www.youtube.com/watch?v=iTEsuRPfU38


    Eigentlich ein gut geführtes Spiel, da spielen ein paar Bambini Fussball. Aber die Kommentare vom Rand zeigen bereits die ersten Anzeichen, wo die Reise bei hingeht. Hinter dem Tor zwei Trainer, die die Rolle des Lenkers und Denkers übernehmen, direkt am Rand die Eltern, schau Dir mal die Körpersprache der Einzelnen an. Der Schiedsrichter macht zum Glück weitgehestens nix, in Minute 1:40 ist es dann soweit. Eine strittige Situation, Tor oder nicht, egal wie entschieden wird, es ist auf jeden Fall falsch.


    Der Schiri entscheidet auf Tor und hat hier (meiner Meinung nach) nur Glück, dass am Rand keine Sozialkompetenzfreien Gurken stehen. Dies hätten die Trainer auch gemeinsam vom Rand entscheiden können, und ich hätte als Trainer vermutlich auf "nicht Tor" entschieden, egal auf welcher Seite, aber was viel wichtiger ist doch: Im Prinzip ist es doch Scheissegal, ob Tor oder nicht.


    Und nochmal, dieses Spiel wird wahrscheinlich jeder sogar als "vorbildlich und gut gelaufen" ansehen, die Trainer ärgern sich zwar über die Gegentore, halten sich aber gut zurück und klatschen auch dem Gegner Beifall, und trotzdem empfinde ich das Spiel durch die Erwachsenen vom Rand als bedrückend, ein kleiner Hahnenkampf, und der Schiri, jetzt mal ehrlich, der macht eigentlich gar nix.
    Der sieht nur zu, dass er möglichst Ärgerfrei aus der Nummer rauskommt.

    Günter, hier:

    Dies ergab zumindest eine Diskussion mit in der Jugendhilfe speziell ausgebildeten Personen, denen ich dieses Modell ohne Schiri vorgestellt habe.
    Überwiegend Nichtfussballer, haben sie die Problematik weniger aus der Sicht des Fussballes betrachtet, sondern den sozialen Gesichtspunkt gesehen.


    Dieser Personenkreis hat auch die Grundeinstellung, dass Kinder sich nicht selbst erziehen und entwickeln sollen, sondern dass sie entsprechend geführt werden müssen.


    Problemkinder haben massive Probleme mit der Einhaltung von Regeln, Aushalten von Konsequenzen und akzeptieren von (positiven ) Autoritäten.

    zitierst Du Dritte, von denen Du hier irgendeine Meinung eingeholt hast, die keiner Nachvollziehen kann und erweiterst mal eben die Zielgruppe Deiner Interpretation entsprechend. Das ist einfach nicht seriös, die zitierten "speziell ausgebildeten Personen" sprechen vielleicht über tatsächlich ADHS-Kinder, oder solche aus zerrüttetem Elternhaus, niemand weiss das, Du dagegen dehnst das mal eben auf ganze Gruppen von Kindern und Jugendlichen aus.


    Ich zweifele diese Argumentation an, ich verweigere den Zusammenhang, dass mit oder ohne Schiri gegenüber solchen Problemkindern eine Rolle spielt, ich behaupte, dass diese Kinder genauso gut und letztlich auch nur wirksam von den Trainern und Eltern betreut und auf die Regeln hingewiesen werden können und sollten.


    Dir geht es doch eigentlich um diese Frage: Wer sorgt dafür, dass die Einhaltung der Fussballregeln auf dem Platz erfolgt, auch dort, wo beide Entscheidungsrichtungen falsch sein könnten. Du zweifelst an, dass die Spieler das untereinander regeln können und das dann wieder der der Einwurf bekommt, der sich am schnellsten den Ball nimmt, dass das kleine Foul nicht geahndet wird, dass Spieler, die auf den Sieg geimpft werden, alles dafür tun, um diesen zu erringen, und durch die Flachpfeifen am Rand darin unterstützt werden, weil der Schiri jetzt als neutrale Instanz fehlt und die beiden Gurken da einfach nicht begriffen haben, worum es hier eigentlich geht. Dort sehe ich jedenfalls das eigentliche Problem.

    Sorry Günter, hier widerspreche ich Dir.


    Vielleicht haben wir auch eine unterschiedliche Vorstellung davon, was da ein problemkind ist, dass die von Dir genannten Probleme mit Regeln usw hat. Ich kenne da auch einige wenige, und bei allen ist der Trainer sich der Lage bewusst. Und von denen geht die Problematik auf keinen Fall aus.