Hallo,
so ein Konzept ist was feines, aber es muss auch ein Controlling möglich sein. Regeln, die nicht eingehalten werden (können), sind reine Papiertiger.
Ein solches Konzept sollte also an die realisitischen Möglichkeiten des Vereins angelehnt sein. Die Frage nach Jahrgangsmannschaften oder nicht wäre für mich so eine Frage. Zudem ist diese Frage nicht unbedingt immer gleich zu beantworten.
Für mich ein klares Thema für ein solches Konzept ist aber die Frage nach:
- altersgerechten Lerninhalten
- Leitbild für Trainer, Eltern und Spielern
- klare Kommunikation der Ziele für jede Altersklasse
Für mich wäre außerdem festzulegen:
- Finanzierung (Sponsoring, Spartenbeitrag, Fördermittel, Gesamtvereinsbeitrag)
- Personalgewinnungsstrategie (gibt es bezahlte Trainer, ab welcher Altersklasse, für welche Teams...)
- Eskalationsstufen bei nicht-Einhaltung des Konzepts
- Ausbildungsstrategie für Trainer und Spieler (Weiterbildung, Fördertraining, Rotation...)
- Controlling (wie wird "auditiert", ist etwas hochgestochen, aber bei professionellen Ansätzen ist das Pflicht)
- Spielergewinnungsstrategie (Zulauf, Sichtungstrainings, Trainerverhaltenskodex)
Bei diesen Themen ist die Frage, wie öffentlich die Punkte zu behandeln sind.
Was ich nicht festlegen würde (aber schon in Konzepten gesehen habe):
- Spielsysteme
- Übungsformen
Hier glaube ich, das Vielfalt möglich sein muss. Damit ist natürlich die Altersgerechtigkeit ein schwammiges Gebiet, hier kommt es auf das KnowHow der Controller und die Kritikfähigkeit der Trainer an. Da wäre mir die Vorgabe aus dem imspiel-magazin schon zu einschränkend. Dies wäre für mich eher eine Richtlinie, keine Leitlinie. Vielleicht könnte man die Vielfalt fordern, zum Beispiel in der D 9 die Systeme 3 - 3 - 2, 3 - 2 - 3 und 4 - 3 - 1 fordern