Beiträge von Goodie

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    Wir hatten in der letzten Saison ja auch noch so ne Truppe, bei der es sechs dieser Vollblutkicker gab. Dazu kam, dass von der Truppe acht Kinder seit der Pampersgruppe bei uns waren. Die waren wirklich richtig weit, vorallem in Ballan- und Mitnahme waren sie für ihr Alter sehr sicher.
    Aber das ist ja auch ein Stück weit Zufall, wer da kommt... Und ja, eine Keimzelle wirkt manchmal wunder.


    Nun haben wir eine ganz normale F-Jugend und daher kennen wir den Unterschied auch nur zu gut.

    Ich habe ja nichts unterbunden sondern nur unseren Istzustand beschrieben.
    Zwischen Kopflos losrennen und stehenbleiben bis der Gegner da ist, gibts ja noch ne Menge Zwischenlösungen.


    Ich hoffe ja überhaupt, dass die Kinder über try&error auf bessere Lösungen kommen.

    Ich hatte gedacht, dass ich genug Gelassenheit habe solche Idioten auszublenden.


    Scheinbar nicht

    Das ist frustrierend!

    Ich finde nicht, dass du in Sack & Asche gehen musst!

    Wir kommen doch alle vom Sport und haben einen gewissen Ehrgeiz in uns. Wir sind auch klug genug, diesen wegzudrücken aber auch mir geht es so... wenn ich auf solche "Lieblingsgegner" stoße, dann muss ich mich mit Gewalt zurückhalten. Dann wäre mir ggf. ein Sieg auch wichtig. Und in den letzten drei Minuten, wenn es entscheidend wäre, dann stünden auch nur doch die stärkste Reihe aufm Platz.


    Ich finde das menschlich! Wenn es zu 98% der Zeit gelingt, dann reicht mir das ehrlich gesagt. Nobody's perfect!

    Stattdessen kann sich ein so souveränes Kind in Ruhe die Zeit und den Überblick verschaffen, um zu einer im Blick auf das Spiel sinnvollen Entscheidung kommen zu können.

    In dem Zusammenhang hab ich meinen 9 Jährigen mal befragt. Er meinte: "Mama, am besten weiß man doch bevor der Ball kommt, was man machen kann." Beobachtet man ihn, dann hat er wirklich die Zeit sich vor der Ballannahme kurz zu orientieren.
    Kann man das schulen oder ist das Talent?

    Mich treiben ähnliche Gedanken um...


    ich habe einige total kopfgesteuerte Kinder in meinen Reihen. Sie bekommen den Ball, sind frei, haben Platz. Was machen diese Kinder? Bleiben stehen(!) und warten auf den Gegenspieler, um dann mit einer tänzerischen Einlage an ihm vorbei kommen zu wollen. Dass das immer weniger gelingt, führt bestenfalls zur Verwunderung, nicht zu geändertem Verhalten.

    Einer der Kinder dribbelt einer Ballerina gleich, leichtfüßig, elegant und ohne Sinn und Verstand. Meist kommt ein abgezockter Gegenspieler und schießt ihm den Ball einfach weg.

    Andere scheinen exakt in dem Moment, wo sie den Ball bekommen, aufzuwachen. Sie starten eine Orientierungsphase, gucken und analysieren. Man kann sie fast denken hören und zack, Ball beim Gegenspieler.

    Zwei stehen ständig im Weg oder laufen exakt hinter einen Gegenspieler, Arm immer oben, "hier, hier"-rufend. Sie attackieren eigene Mitspieler, stehen im Passweg und eigentlich immer falsch.


    Legt sich das von alleine wenn sie älter und erfahrener werden oder sollte man da gezielt eingreifen?

    Handlungsschnell ohne Hektik... ein lustiges Spannungsfeld :saint:


    Beim Hallentraining frieren wir jetzt ab und zu da Spiel ein um mit den Kindern zu erarbeiten, was die bessere Lösung gewesen wäre... bei den ganz auffälligen, einfachen Szenen, etwa wenn einer den Ball erobert hat und in Richtung Tor läuft und die beiden anderen bleiben hinten stehen...

    Er würde den Jungen von seinen Freunden trennen, um bei uns eben dieses "erfolgreichen" Fussball zu spielen. Sollte meiner Meinung nach in diesem Alter nicht der Anspruch sein für mein Kind.

    Na ja, mein Sohn war in seiner alten Mannschaft so unglücklich, dass er wechseln wollte (in ein schwächeres Team übrigens, so hoch war seine Not). Seinen alten Trainer hätte ich auch als feinen Kerl bezeichnet nur als Trainer hat es halt überhaupt nicht gepasst. Man guckt halt immer nur von außen, ne?
    Mein Junior ist mit seinen favorisierten Kindern immer noch befreundet, diesbezüglich gabs keine Probleme.

    Zum Thema Eltern und Camps...


    ich habe vor vielen Jahren mal beim Volleyball ein Trainings-WE mit zwei Übernachtungen angeboten. Das war mannschaftsintern mit einer E-Jugend. Kosten: 50€ für 2 x VP und Trainings. Vorstand und selbst spielende Eltern sahen das kritisch: sind die nicht noch zu jung um mit denen signifikante Fortschritte zu machen?
    Wollte ich doch gar nicht! Ich wollte mit den Kids nur Spaß haben...
    DAS ist übrigens gelungen. Und es sind schöne Erinnerungen zurückgeblieben. Ziel erreicht.

    Auf jedenfall ist die Chance beim Fußball gut, damit einen guten Nebenverdienst erzielen zu können. Ich denke ab und zu wenn ich über die Zukunft meines Großen sinniere: "häng dich rein, dann kannst dir ggf. im Studium das kellnern ersparen weil du beim Fußball genug verdienst" Und damit hab ich sicher nicht die Bundesliga im Sinn... :S


    Denn der Weg vom sehr guten Jugendniveau in die Spitzenklasse ist für jeden Sportler mit harter Arbeit verbunden und wenn diese Erkenntnis reift, ist das für viele eben auch nicht mehr der Weg. Das gilt doch sicher auch für Fußballer?


    Es spielen also rd. 1100 Spieler in B-Juniorenmannschaften der NLZ.

    Vielleicht reicht das aber auch vielen? Die dann ihre Zukunft doch lieber als Zahnarzt oder Staplerfahrer sehen und sich auch mit einem guten Gefühle anderen Zielen zuwenden?
    Sind solche Zahlen auch bekannt?


    Ich kenne einige Spitzenjugendsportler aus div. Sportarten, die den letzten Sprung gar nicht mehr wollten, weil er viel zu aufwendig ist.
    Ein Kollege (Leichtathlet) sagt immer: 10,5 sek laufen viele...

    Ich bin eher gespannt, wie lange dieses Geschäftsmodell noch aufgeht. Ich habe das Gefühl, dass die Anzahl der Fußballschulen kontinuierlich steigt. Mehrwert, in Form einer Frühbetreuung bietet hier jedoch niemand an. (wird vielleicht auch gar nicht nachgefragt?) Einige Schulen sind schon mit wöchtentlichem Training in den Vereinen, das finde ich ja ganz besonders dreist. Ich glaube in einem solchen Verein würde ich sofort aufhören oder einen ähnlichen Preis aufrufen...

    Da wirbt dann der -kleine- Verein damit -Partner- von Real Madrid zu sein. Das ist irgendwie drollig und erheiternd, aber viele fallen auf sowas rein.

    Joh, aber auch unser JL liebäugelt damit :pinch: Und gerade Real Madrid tingelt überall!!!


    Wenn die Zielgruppe Kinder von 5-10 ist, dann zieht der Name doch noch weniger. Die kleinen haben ihren Lieblingsverein, dazu noch CR7 oder Messi oder sonst wen als internationalen Superhelden und fertig. Ob das Camp nun von Real Madrid oder FC Kleckersdorf ist, interessiert die Kinder wohl am wenigsten, wenn sie eigentlich auf Schalke stehen...


    Anfangs hats mich nicht so gestört aber wenn soviel Geld im Markt ist, dass man > 200€ für ne Woche Kinderbespaßung ausgeben kann, wieso arbeiten die meisten hier für das jährliche Grillfest und nen warmen Händedruck? Warum fehlt es an kleinen Toren, an heilen Tornetzen und anderen Trainingsmaterialien?

    Im Verein muss immer alles schön billig sein, damit man es dann dem kommerziellen Anbieter in den Rachen werfen kann oder wie?

    Von den Camps der großen Vereine vor Ort beim Dorfverein halte ich inzwischen wenig. Das ist für mich Geldmacherei. Für eine Ferienbetreuung geht das zu spät los, für eine sportliche Entwicklung taugt das auch kaum (warum auch). Und gerade Real Madrid heuert temporär lokale Trainer an.


    Ganz cool fand ich ein Camp beim Bundesligisten auf dessen Gelände. Die Umkleiden im Stadion, die Materialien (Fußballtennis, Rebounder, Scoccercourt) und die großen Platzanlagen, im Rahmenprogramm noch Stadionführungen und Autogrammstunden, dann kamen den Kids auch noch die Profis entgegen und haben ihnen übern Kopf gewuschelt... das hat meinen Junior schon ziemlich beeindruckt. :)


    Leider ist das organisatorisch für uns kaum zu stemmen da bekanntlich die Urlaubstage und die Ferientage der Kinder leicht differieren. X/ Da kann ich nicht ne Woche frei nehmen und die Kinder zum gewünschten Bundesligisten kutschieren.

    Und das ist ständig mein Ziel. Meine G hat mittlerweile 23 Kinder. Habe die jetzt in U6 und U7 eingeteilt. Jeweils 60 Minuten Training, erst die U6 dann direkt die U7. Kann dadurch sogar noch mehr Kinder aufnehmen.

    wie open-minded ja schrieb. jeder entscheided selbst wie belastbar er ist. ich sehe es ähnlich das bei ca. 15,16 kindern die grenze da ist.

    Genau so sehe ich das auch - also dass die Grenze individuell ist.
    Meine Grenze liegt bei ca. 16 Kindern. 12 (haben wir zur Zeit) empfinde ich als perfekt, 15-16 werden vereinsseitig angestrebt.

    wir waren bei 22 und noch zwei auf der Warteliste... Ich habe dann vorübergehend ein drittes Training gemacht und die Kinder eingeteilt, dass alle zwei mal da waren. Das ganze war mit dem Verein abgesprochen als Übergangslösung für max 11 Wochen. 8 Wochen ist nix passiert und dann hat uns einer aus dem Vorstand zu verstehen gegeben, dass wir ja selber schuld seien, wir hätten ja nicht so viele annehmen müssen. :cursing::cursing::cursing: Da bin ich dann mal gepflegt deutlich geworden und zwar in der Trainersitzung vor allen anderen, denn das es so viele waren hatte ich nicht zu verantworten.

    Und wir bekamen Rückendeckung. Wenn nicht hätten wir auch durchgezogen und nach Ablauf der 11 Wochen hingeschmissen!


    Nun gibts ne weitere Mannschaft. Geht doch!

    rabääääh ;(;(;( wenn ich so was lese, dann kommen mir immer die Tränen

    Große Tore in den Hallen, Hallenzeiten für D-Jugendliche, beim Material ausm vollen schöpfen (jeder einen Futsalball o.ä.)

    Ich will auch im Schlaraffenland wohnen! Wo muss ich hin???

    Hallenzeiten? 3 x pro Woche für 7 Teams G/F-Jugend

    Rasenplatz? kein Licht

    Kunstrasenplatz? nur in Bambinigröße und vollkommen ramponiert

    Aschplatz? Ständig gesperrt weil die Drainage im Eimer ist.

    Kunstrasenplatz? Versprochen aber längst nicht in Sicht

    Wenn man seine Pappenheimer gut kennt, dann sieht man es manchmal schon kommen. Wenn es dir gelingt, ihn in dem Augenblick abzupassen, dann hast du ne Chance, die Situation durch kurzes Erinnern an die Regeln zu vermeiden. Aber hast du dafür ein Auge?
    Die Kinder suchen ja meist nach Anerkennung und machen daher Blödsinn. Hier helfen Zusatzaufgaben (Helferdienste). Auch positiv angehauchte Gespräche am Ende "Heute fand ich es schon ganz gut" können die Situation verbessern. Du könntest mit ihm auch ein Bonussystem ausmachen. (6 Trainings nicht ermahnt -> Belohnung). Diese Belohnungssysteme können funktionieren, werden aber auch kritisch gesehen (Stichwort intrinsische Motivation). Ich flüstere manchmal einem Kind ein leises Lob zu, etwa beim Schnürsenkel binden. Dass ich das ggf. mit jedem Kind an diesem Tag mache, bekommen diese ja nicht mit und sie freuen sich ein Loch in den Bauch.


    Was aber immer gelten muss ist "klare Kante". Da sind alle männlichen Trainer klar im Vorteil. Kinder sind im Alltag, bis sie an die weiterführenden Schulen kommen nur von Frauen umgeben. Männer (Väter jetzt mal außen vorgelassen) sind absolute Mangelware. Von daher sind männliche Trainer häufig klar im Vorteil, ihre Bedingungen durchzusetzen.



    Ich bin noch in einem Mütterforum unterwegs. Immer wieder liest man dort den Rat, "schwierige" Kinder zum Fußball zu schicken damit sie sich dort auspowern können. Ich habs aufgegeben zu intervenieren. Solche Kinder gehören in Ergotherapie, nicht zu einem Trainer ohne entsprechende Fachkenntnisse.

    Ich würde zunächst mal die Eltern mit ins Boot holen. Was sagen die denn eigentlich zum Verhalten ihres Sprößlings? Die sollen mal schön am Platz bleiben, ihn dort beobachten und mit ihm daheim ins Gebet gehen. Hast du ihnen klar gesagt, dass du nicht für die Erziehung da bist sondern damit die Kinder mit dir und du mit den Kindern Spaß haben kannst?


    Ein Kind im Alter von 7-8 Jahren kann mit soetwas abstraktem wie einem Vertrag wohl eher noch nichts anfangen. (Meiner wüsste wohl nicht mal was ein Vertrag ist). Und Sanktionen? Wie sollen die denn aussehen ohne ein Kind vorzuführen?


    Also beim bewussten Zerstören wäre bei mir der Spaß vorbei. Ich finde es ja nett, dass du einem Rabauken eine Chance geben willst aber gerade bei einer Warteliste nimmst du so einem anderen Kind die Möglichkeit bei euch zu spielen, der sehr viel mehr Spaß am Fußball hat.
    Wir hatten mal einen Spucker. Der hat andere Kinder mit voller Absicht angespuckt, getreten, geschubst. Wenn alles reden nicht hilft, dann muss man eben handeln. :pinch: