Beiträge von Goodie

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    Ich zitiere mich mal selber

    Ich habe ihm dann den Vorschlag gemacht, den nächsten Torschützen vorzugeben. Nachdem drei drin waren, musste also "Otto", sein Mitläufer das Tor schießen. Das konnten die gut entwickelten 16er Kinder gut umsetzen und die zwei, die es sonst gerockt haben, mussten neue Lösungen finden, wie sie Otto bedienen. Und so blieb es dann beim 4:0 statt 9:0 in 8 Min.
    Und so hatten alle was davon. Meine wurden nicht ganz so abgeschossen und die besseren hatten einen Trainingseffekt.

    Das funktioniert und hat meiner Meinung sogar einen Nutzen für die Stärkeren

    Coach1976 du hast ne PM

    Es ist aber nicht Aufgabe der Kinder einen Gang zurückzuschalten, wenn der Gegner zu schwach ist

    Ok... folgende Situation am Samstag. Meine Kinder, Jahrgang 18, zum allerersten Mal im Trikot, werden in ein Funinospielfest sortiert, bei dem ein Verein mit zwei 16er Teams kam.
    Das Spiel sah dann so aus, dass der gegnerische Trainer seine Jungs nach Torerfolg in seine Hälfte beordert hatte. Sobald meine Jungs den Ball aus dem Tor geholt hatten und eingeschüchtert mit dem Ball da standen, liefen die Gegner schon wieder an und schwups, Ball abgenommen, reingeschossen. Das hat sich dann so gute 10 Mal wiederholt. Meine kamen keine 5 m von der Grundlinie weg.

    Und es ist in der Tat wurscht, ob du drei oder vier vollkommen überforderte Kinder auf den Platz stellst.


    In einem anderen Spiel gegen andere ganz Kleine war es dann so wie man es aus dem Training kannte, die Spiele gingen 3:1 aus... Da war es ein buntes hin und her.


    Ein Kind, welches in der Schule ist und welches schon dribbeln kann usw. soll also nicht kapieren, dass man die Kleinen auch einfach mal eine Minute in Ruhe lassen kann in der Hoffnung, dass sie sich mal bis zur Mittellinie arbeiten? Doch! Das kapieren die Kinder sehr wohl! Rücksichtnahme geht ja nicht zu Lasten des Erfolges.


    Ehrentreffer nannte man das früher!

    Und nochmal: wofür lassen sich die weiter entwickelten Kinder denn bei Spielen gegen schwache Kinder eigentlich feiern? Dass sie vollkommen unbedrängt den Weg zum Tor gefunden haben? Na Glückwunsch...


    Der Trainer der 16er hat ja auch nach konstruktiven Lösungen gesucht und hat sie gefunden... Von daher alles gut.


    Und ich selber hatte auch mal einen Jahrgang am Wickel, der einfach richtig gut war. Die Kinder hatten auch als G1 schon verstanden, dass man Kleinere nicht zweistellig verkloppt. Und seinerzeit noch mit TW hatten die Kinder richtig Spaß dran gehabt, sich als TW kunstvoll über den Ball zu werfen, wenn es zum Ehrentreffer kam.

    Wenn der Verband das so regelt.


    Bei uns werden acht Teams zu einem Austragungsort geschickt und mit nur 8 Teams ein champions league Turnier? Ernst gemeinte Frage:Klappt das?

    Die Problematik ist selbstverschuldet, da ich aus sehr persönlichen Gründen keine Kinder "ablehnen" will.

    [...]

    Und wenn ich ehrlich bin, mein ultimatives Ziel ist es, die wirklich Guten so lange wie möglich im Verein zu halten, auch wenn das sehr schwer ist (Schulwechsel zur 5. klasse, Abwerbungsversuche umliegender hyperleistungsorientierter Teams, etc.), d.h. diese müssen auch gezielter gefördert werden, das fängt im Training an und hört bei den Spieltagen auf.

    Ich werfe mal bewusst eine andere These in den Ring:
    Leg deinen Schwerpunkt auf die Mittleren! Die besten ziehen eh bald zu den ambitionierten Vereinen weiter und die Blümchenpflücker hören sowieso auf. :evil:
    Feuer frei... Popcorn!

    Also grundsätzlich sollten natürlich gleichstarke Kinder in gleichstarken Teams gegeneinander spielen.

    Und wo kommen die her? Es ist doch immer total Zufall.

    Wir hatten heute endlich das erste Spielfest im 3vs3. Wir sind mit 17ern als G3 und mit 18ern als G4 angetreten. Gegen andere dritte bis fünfte Mannschaften. Es waren vier Vereine. Gegen nur einen Verein wars auf Augenhöhe.
    Ein anderer Verein kam mit der vierten und fünften, alle Kinder Jahrgang 2016 =O ... Gerade diese 16er waren komplett on fire, was sich in so Äußerungen wie "wir haben alle fertig gemacht" gezeigt hat. Der Trainer des Kindes hat das unkommentiert gelassen, ein anderer Trainer hat da jedoch klar Stellung bezogen und dem Kind ein paar Sätze mit auf den Weg gegeben.

    Alles in allem war das dennoch ein angenehmer Morgen, alle Trainerkollegen in Ordnung.

    Dennoch werden die spielstarken Kids immer das Spiel dominieren und wollen natürlich auch gewinnen. Ein Spieltag ist ja auch immer ein Wettkampf.

    Das Verhalten, was du beschreibst ist keinesfalls falsch und negativ einzuordnen.

    Bei den Bambinis sind diese spielstarken Kinder meist deshalb spielstark, weil sich ihnen niemand auf Augenhöhe in den Weg stellt. Vollkommen unbehelligt können diese Kinder ihre Tore schießen. Aber ist das Spielstark oder ist dieses Kind nur seiner Zeit voraus? Wäre es nicht sogar hilfreich oder wünschenswert, wenn er einen echten Gegner hätte?

    Die Unterschiede in der Altersklasse U7 sind riesengroß und auch vollumfänglich zu akzeptieren. Und auf Erwachsenenebene ist es eben an uns Trainern, allen Kindern im Kindergartenalter(!) Erfolgserlebnisse zu ermöglichen. Wer sich als Trainer bei den ganz Kurzen für ein 15:0 feiern lässt, sollte nochmal in sich gegen.
    Zumal eben dann einer die 15 Tore schießt und zwei nur zuschauen. (überspitzt dargestellt)

    In unserem Fall meinte einer der Trainer der 16er meinte zu mir, er könne ja auch nix dafür, dass er hier gegen so kleine antreten muss. Da hat er natürlich vollkommen recht.
    Ich habe ihm dann den Vorschlag gemacht, den nächsten Torschützen vorzugeben. Nachdem drei drin waren, musste also "Otto", sein Mitläufer das Tor schießen. Das konnten die gut entwickelten 16er Kinder gut umsetzen und die zwei, die es sonst gerockt haben, mussten neue Lösungen finden, wie sie Otto bedienen. Und so blieb es dann beim 4:0 statt 9:0 in 8 Min.
    Und so hatten alle was davon. Meine wurden nicht ganz so abgeschossen und die besseren hatten einen Trainingseffekt.

    Mein Kleiner war seinerzeit als Bambini auch einer dieser "spielstarken Kids". Als kleiner Bruder eines Fußballers wusste er schon bei seinem allerersten Spiel sehr genau, was zu tun war. Und mit dem Anpfiff ist er zum Tor geflitzt und hatte den Ball reingeschossen, da hatte noch kein anderes Kind überhaupt mitbekommen, dass es jetzt dann wohl losgeht. Aber ohne Gegenwehr ist das wahrlich auch kein Kunststück, oder?

    Ich schreibe über 6 bis 7 Jährige, deren Lust auf Siege mich negativ überrascht. Sollte so ein Verhalten nicht erst im Alter von 10 oder 11 vorkommen?

    Nee, natürlich haste auch solche Kinder.

    Die 6/7 jährigen, die weiter entwickelt sind, kann man aber auch schon coachen. Etwa, dass sie ab drei Toren den Torabschluss nur noch mit dem schwachen Fuß probieren sollen. Oder du kannst sie nach dem Torerfolg in die eigene Hälfte zurück beordern...

    Unterschiedliche Sportarten in unterschiedlichen Vereinen darf man aber ausführen, oder ist das auch untersagt?

    Ein Verbandsverein darf kein Kind aus einem anderen Verein (da steht nichts von Verband!) mittrainieren lassen.


    Das bedeutet, wenn man beim Kinderturnen in Verein A ist und zum 01.01. regulär kündigt, darf man erst ab 01.01. bei den Fußball-Bambinis in Verbandsverein B mittrainieren aber nicht im September davor?


    Ernsthaft?

    Na ja, mit dem Spielerpassantrag unterschreibst du diesen Quark.

    Ja du kannst eine Zweitsportart ausüben, ja du kannst bei einer kommerziellen Fußballschule kicken aber du darfst nicht mit dem Freund zum FC Nachbarverein mitgehen, ohne dass man sich eine Erlaubnis geholt hat.


    Und der eigene Verein kann das unterbinden (und das passiert durchaus auch) oder ist direkt alarmiert nach dem Motto reisende soll man nicht aufhalten.


    Wenn ich mal im Lotto Gewinne, Klage ich dagegen... =)8)

    Ich glaube, du machst dir zu viele Gedanken. Wenn du Bambinierfahrung hast, dann kanns doch einfach losgehen. Such dir für ne Rahmengeschichte am Anfang was Sportbezogenes aus - WM oder so was - und auf geht's.

    Ich habe auch ein Kind bei den 16ern und würde daher auch grundsätzlich gerne "zurück" in die F wechseln.

    Ich habe die Entscheidung dem Jugendleiter überlassen und er wollte mich weiterhin bei den 13ern behalten.

    Muss man nicht verstehen. Da haste als JL ausnahmesweise mal einen der die Altersklasse F/E schon kennt und man er nutzt das nicht. Schade eigentlich.

    Die Beiträge können aber nun mal nicht eklatant steigen, da man für ein Team eben elf Spieler braucht. Der Zugang zum Fußball muss niedrigschwellig bleiben. Es ist ja kein Tennis, wo ein einziger Spieler reicht.

    Das sehe ich anders. Guck dir an, wieviele Fußballschulen ihr auskommen haben, was Musikschulen fragen, was Schwimmkurse kosten. Nur der Sportverein, der darf nix kosten. Das Problem ist nämlich inzwischen, dass sich durch gesellschaftliche Veränderungen viele Mitglieder als Konsumenten aufgestellt haben. Verein in seinen ursprünglichen Strukturen war eber eher was zum mitmachen.
    Konsument zum Preis vom Mitglied - das funktioniert nicht (mehr lange).


    Btw sind auch sehr viele Vereine sehr viel teurer als auf dem Papier steht. Hier wird ein Trikotsatz gekauft, da jeden Monat 5 € in die Mannschaftskasse gefragt, dort ne Umlage abkassiert.

    Die Lösung ist einfach und auch hier schon mal niedergeschrieben: Hohe Beiträge, die man durch aktive Mitarbeit wieder senken kann. Und von mir aus auch einen Sozialtarif für Bedürftige...

    Ich glaube indes immer noch nicht, dass sich jemand, der in Lohn und Brot steht, mit einem Trainerentgelt locken lässt, ein Amt anzunehmen. Damit kann man sicher junge Leute erreichen und das sollte man auch tun aber ein Elternteil hat entweder Zeit und Lust oder eben nicht.

    Zu den Trainerlizenzen und Entschädigungen:

    ab D-Jugend haben alle Trainer Lizenzen und bekommen auch eine Entschädigung.

    Bis zur E haben alle Trainer mindestens den Kindertrainer, zwei sogar die B-Lizenz. Gehen aber alle leer aus.

    Ich würde mir in solchen Vereinen immer eine Regelung wünschen, wonach Trainer, die noch in der Schule oder Ausbildung stecken, vernünftig bezahlt werden und die anderen verzichten. Bei uns wird kein Jugendtrainer entschädigt. Wir arbeiten alle für die berühmte Bratwurst. Ich würde jedoch total gerne die Vereinsjugend und jungen Erwachsenen versuchen, mit einem Entgelt zu locken. Ich glaube nämlich, dass sich hier der ein oder andere engagieren würde, statt zu kellnern.

    Oder wenn du den Elan verloren hast. Sich das einzugestehen, ist manchmal nicht so leicht, Außenstehende merken das jedoch meist ganz gut. Dann fällt hier mal ein Training aus, da ist man mal nicht vorbereitet, dort meckert man mal mehr als nötig...